Graue Wölfe Mönchengladbach: Stadtverwaltung meldet sich

Juni 23, 2014

Mönchengladbach. Spätestens jetzt weiß es auch Wahlgewinner und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU), was Amtsvorgänger Norbert Bude (SPD) wochenlang einfach nicht aussprechen wollte: der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach (Türk Kültür Derneği) ist der sogenannte Idealistenverein (ülkü ocak) der MHP-orientierten Türkischen Föderation (TÜRK FEDERASYON, Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu, ADÜTDF). Der Öffentlichkeit sind die Aktivisten der MHP bzw. ihrer Auslandsorganisation ADÜTDF als Bozkurtlar oder Bozkurtçular bekannt, Graue Wölfe. Dass der Türkische Kulturverein Mönchengladbach auch über einen Fußballclub aktiv wird (TURANSPOR Rheydt, explizit der ADÜTDF zugehörig), ist der Stadtverwaltung seit dem 22.04.2014 bekannt.

Auch wenn die Stadt Mönchengladbach auf ihrem Internetauftritt trotz unseres Protestes die Grauen Wölfe wochenlang weiter empfohlen jedenfalls verlinkt hat, auch wenn die damalige Integrationsratsvorsitzende und jetzige Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel (SPD) ungerührt beim Mönchengladbacher Ülkü Ocak zu Gast war (Aile ve Çocuk Etkinliği, berichtet bei TURAN TV, s. u.), die Grauen Wölfe der rechtsradikalen und rassistischen Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF) gehören nicht in einen Integrationsrat und die offensichtlich nach wie vor an Necmettin Erbakan orientierten Islamisten der IGMG (Millî Görüş) ebensowenig.

Die Ortsvereine von Türk Federasyon wie Millî Görüş sind zwei der sechs Gründungsmitglieder der Wahlliste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund, Türk-Alman Uyum Birliği). Extremisten jedoch arbeiten gegen die Integration, Wahlleiter Bernd Kuckels und der damalige OB Norbert Bude haben die Kandidaten nicht sorgfältig auf Verfassungstreue überprüft. Die im Mai 2014 auf ihrem überall im Stadtgebiet aufgehängten Wahlplakat (liegt vor) mit den Symbolen der sechs Gründungsvereine, also auch mit dem jeweiligen Logo von TÜRK FEDERASYON (Graue Wölfe) und IGMG antretende Liste TDIV, war und bleibt schlicht nicht wählbar.

21.06.2014. Als Chef der Stadtverwaltung erhielt der am 23. Juni seinen Dienst antretende Hans Wilhelm Reiners die seinem Amtsvorgänger ebenso wie Wahlleiter Bernd Kuckels inhaltlich seit dem 27. Mai bekannte Wahlanfechtung und Forderung von Neuwahlen mit folgendem Begleittext:

21.06.2014 19:59 Uhr

und

21.06.2014 20:02 Uhr

Anfechtung der Wahlen zum Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV

Sehr geehrter Herr Reiners,

im Anhang geht Ihnen als Oberbürgermeister fristgerecht zu:

1. Beschwerde gegen den Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

2. Anfechtung des Wahlergebnisses für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

3. Forderung von Neuwahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach

Bitte bestätigen Sie uns schriftlich den Erhalt dieser Beschwerde, Wahlanfechtung und Forderung von Neuwahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

A n h a n g

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/21/moenchengladbach-graue-woelfe-und-milli-goerues-nicht-in-den-integrationsrat-lassen/

Zur Information wird den Empfängern wieder beigefügt:

Offener Brief vom 08.04.2014 Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen! Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/10/graue-woelfe-wollen-an-gesamtschule-und-kirchengemeinde/

Offener Brief vom 22.04.2014 Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/22/aduetdf-im-integrationsrat/

Fachaufsichtsbeschwerde vom 13.06.2014 Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Einzug des TDIV in den Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/14/extremisten-in-den-integrationsrat-gewahlt-fachaufsichtsbeschwerde-anfechtung-der-wahlen/

Verwaltung, Ratsfraktionen und Presse erhielten dieselbe Mail und sind über die Graue-Wölfe-Problematik seit April 2014 informiert gewesen. Und nun, nach vielen Wochen der perfekten Reglosigkeit (bei kommentarlosem Hereinwinken der Grauen Wölfe und der IGMG in den Integrationsrat) tat sich etwas. Man ging zur Aktion über, jedenfalls beinahe. Man regte sich, wenn auch nur ein bisschen.

Der seine Wahlplakate inhaltsfrei mit Neues Denken. Neues Handeln. garnierende OB Reiners griff zwar nicht selbst zur Feder, aber ließ seinen Leiter für den Fachbereich Bürgerservice die dürren Worte schreiben:

22.06.2014 10:44 Uhr

Antwort zu: Anfechtung der Wahlen zum Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV

Sehr geehrte Frau Schmidt, sehr geehrter Herr von Roy,

gerne bestätige ich den Eingang Ihres Schreibens vom 21.06.2014, welches von Herrn Oberbürgermeister Reiners zuständigkeitshalber an den Wahlleiter weitergegeben wurde.

Auch Ihr Schreiben vom 27.05.2014, das Sie an Herrn Oberbürgermeister Bude übersandten, wurde an den Wahlleiter weitergeleitet.

Ihre vorgebrachte Beschwerde bedarf einer eingehenden rechtlichen Prüfung, welche in Kürze abgeschlossen sein wird. Ein Antwortschreiben wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Hardy Drews

Stadt Mönchengladbach

Fachbereichleiter Bürgerservice

Soweit die Stadt Mönchengladbach, die zur Stunde immer noch nicht zugegeben hat, dass mit Sercan A., Turgut D. und Mehmet G. (alle drei auch im TURANSPOR Rheydt = Almanya Türk Federasyon“ = Graue Wölfe) sowie Serdar Ö. (verlinkt zu ADÜTDF und Kayseri Alperen Ocakları) drei bis vier Mitglieder oder Sympathisanten der ADÜTDF kandidierten und die sich zur Teilnahme der Grauen Wölfe an zwei Interkulturellen Straßenfesten sowie an der Jury zum Integrationspreis einfach nicht äußert.

Wir sind gespannt darauf, wie die Stadtverwaltung dem Souverän (den Bürgern) die geduldete oder (hoffentlich) eben nicht geduldete Anwesenheit von Grauen Wölfen und Millî-Görüş-Bewegung im Integrationsrat erklären wird.

Gerade von einer Stadtverwaltung, die, auf unseren Hinweis, erst im April 2014 und im buchstäblich letzten Augenblick die vom Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein Mönchengladbach (Graue Wölfe) in die Gesamtschule Volksgarten eingeladenen drei rechtsradikalen türkischen Musiker Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener herauswarf, kann ein eindeutiges Statement gegen die türkischen Ultranationalisten und Islamisten erwartet werden – und die Annulierung des Wahlergebnisses sowie die Planung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV sowieso.

Gabi Schmidt

Edward von Roy

Q u e l l e n

Keine Berührungsängste nach rechtsaußen: Gülistan Yüksel und die Grauen Wölfe

Mönchengladbach Türk Kültür Dernegi‘nin [das bedeutet: Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, Erzbergerstraße, = der ADÜTDF-Ortsverein / Graue Wölfe] her sene geleneksel hale getirdigi Cocuk etkinligine bu defada sehrimizin bir cok Ailesi cocuklariyla katilmistir! Bunun yani sira SPD Milletvekili [SPD-Bundestagsabgeordnete] sn Gülistan [Gülistan YÜKSEL zu Gast bei den Grauen Wölfen] hanimla beraber Yabancilar Meclis üyesi [Integrationsratsmitglied] sn Mehmet Gümüs [der Graue Wolf im Mönchengladbacher Integrationsrat] de etkinlige istirak etmistir. Bu güzel calismalarindan dolayi Münchengladbach Türk Kültür dernegini tebrik eder diger calismalarinda da basarilar dileriz.

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.224855384353569.1073741913.117835988388843&type=3

Cuma Namazi-Mönchengladbach Ülkü Ocagi-19.04.2013

Mönchengladbach Ülkü Ocagi – Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung, Graue-Wölfe-Gast Gülistan Yüksel:

https://www.facebook.com/117835988388843/photos/a.224855384353569.1073741913.117835988388843/224855751020199/?type=3&theater

Zur sportlichen Arbeit des örtlichen ADÜTDF-Vereins: TURANSPOR Rheydt

Der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach IST die örtliche Gruppierung der TÜRK FEDERASYON oder ADÜTDF. Auch die im gleichen Haus ansässige sportive Abteilung Turanspor Rheydt ist bekennend Teil der Grauen Wölfe.

Auf seinem Facebook-Konto sagt Turanspor über sich selbst: “Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon [Graue Wölfe]; Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, Graue Wölfe] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü”.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

Hier der verlinkt der Türkische Kulturverein Mönchengladbach zu mindestens fünf Ülkü Ocağı (Idealistenvereinen, die jeweiligen örtlichen Grauen Wölfe), zum für die Gesamtschule Volksgarten vorgesehenen und durch die Stadtverwaltung Mönchengladbach am Auftritt gehinderten Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN sowie zweimal zu Einzelpersonen oder Gruppen der türkischen rechtsradikalen Partei MHP und verwendet selbstverständlich das hellblau-rote Logo der ADÜTDF, das im Mai 2014 auch das Wahlplakat der Liste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) für die Wahlen zum Integrationsrat schmückte:

https://www.facebook.com/mg.tkd.1976

Türk Federasyon-NRW 1. Bölge- Mönchengladbach Ülkü Ocagi-Neuss Ülkü Ocagi-Solingen Ülkü Ocagi- TURAN TV – TURANSPOR- Alsdorf Ülkü Ocagi- GRAUER WÖLFE

http://www.youtube.com/watch?v=9IRCytnLEjg

Mönchengladbach: Graue Wölfe und Milli Görüş nicht in den Integrationsrat lassen

Juni 21, 2014

An

Herrn Bernd Kuckels, Wahlleiter

Herrn Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister

den Wahlausschuss für den Integrationsrat

den Rat der Stadt Mönchengladbach

Herrn Giovanni Ferraro, 1. stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrats

Westdeutsche Zeitung

Rheinische Post

DER SPIEGEL

Focus

FAZ

taz

Mönchengladbach, den 21.06.2014

1. Beschwerde gegen den Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

2. Anfechtung des Wahlergebnisses für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

3. Forderung von Neuwahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach

Sehr geehrter Herr Kuckels,

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

zu 1.

mit diesem Schreiben legen wir Beschwerde gegen die Zulassung des Listenvorschlags Türkisch-Deutscher Integrationsverbund (TDIV) ein.

Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Rat der Stadt Mönchengladbach wurde durch den offenen Brief der Beschwerdeführer vom 08.04.2014 auf den demokratiegefährdenden, integrationsfeindlichen, faschistischen und rassistischen Hintergrund der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland, türkisch Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu ADÜTDF, kurz TÜRK FEDERASYON, deutsch Türkische Föderation, auch als Graue Wölfe bekannt, hingewiesen, die als tatsächlicher und einziger Veranstalter für ein Kultur- und Folklorefestival warb, das am 12.04.2014 in den Räumen der Gesamtschule Volksgarten stattfinden sollte. Dort sollten mit Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener drei von In- und Auslandstürken begeistert gefeierte Künstler der rechtsextremistischen Ülkücü-Bewegung (Idealistenvereine, Graue Wölfe) auftreten, die dafür bekannt sind, durch ihre Musik und Texte ultranationalistische, militaristische und rassistische Ideen zu verbreiten und den Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den kurdischen Untergrundkämpfern als Rechtfertigung für den Kampf – mit allen Mitteln – gegen eine multiethnische, multireligiöse und multikulturelle Türkei und für den Territorialanspruch auf das Großreich Turan unter türkischer Führung zu nutzen. Şemsimah Şener verlinkt auf Facebook zu Armenian Genocide Lie, zu Leugnern des Völkermords an den Armeniern.

Die Stadt Mönchengladbach, deren Verwaltungschef Sie, Herr Oberbürgermeister Reiners, sind, kündigte den Mietvertrag mit dem Türkischen Kulturverein (Türk Kültür Dernegi = Mönchengladbach Ülkü Ocağı), der als Antragsteller die Räumlichkeiten anmietete. Begründung für die Annullierung des Nutzungsvertrags:

Die Stadt Mönchengladbach hat den mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein e.V. Anfang April geschlossenen Mietvertrag für eine Schulaula gekündigt. Der Verein hatte die Räume für einen Folklore- und Kulturabend im Rahmen eines für den 12. April geplanten Frühlingsfestes angemietet.

Grund für die Kündigung ist die Tatsache, dass die im Vorfeld vom Antragsteller gemachten Angaben mit den Werbemaßnahmen für die Veranstaltung nicht übereinstimmen. Die Stadt Mönchengladbach sieht sich dadurch getäuscht.

Eine Überprüfung hat ergeben, dass die Föderation der Türkisch Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland in Einladungen und bei Werbemaßnahmen als Mitveranstalter beziehungsweise alleiniger Veranstalter auftritt. In dieser Werbung ist auch der Charakter eines Frühlingsfestes nicht mehr erkennbar.

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=115&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7448

Mönchengladbach Ülkü Ocağı‘nın Futbol takımı oldu

http://www.turkfederasyon.com/index.php/457-nrw1futbol

Das Konzert wurde am selben Tag auf Mönchengladbacher Stadtgebiet im privaten Festsaal Alem durchgeführt, anwesend waren Spitzenfunktionäre der ADÜTDF wie Präsident Şentürk Doğruyol, Vizepräsident Erdoğan Aktaş, KRV3, Kreisvorsitzender Adnan Altıntaş, KRV2, Landesvorsitzender Ahmet Şahin und KRV1 und Kreisvorsitzender Tansel Çiftçi, KRV bedeutet NRW.

Im Frühjahr 2011 hat der damalige Oberbürgermeister Norbert Bude als Oberhaupt der Verwaltung Integration zur Chefsache erklärt und dementsprechend die Stabsstelle Integrationsplanung und die Geschäftsstelle des Integrationsrates seinem Dezernat zugeordnet. Der gesamten Berichterstattung über das geplante Konzert der Grauen Wölfe an einer städtischen Mönchengladbacher Schule, die wie alle Bildungseinrichtungen eine zentrale Rolle im Erlernen, Einüben und Verwirklichen eines gleichberechtigten Miteinanders und chancengleicher Teilhabe erfüllt und zusätzlich dem Netzwerk Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage angehört, hätte OB Bude daher sehr hohe Priorität einräumen müssen.

Spätestens am 11.04., nur einen Tag nachdem die Stadt sowohl die Auflösung des Vertrags mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein als auch die zugelassenen Wahlvorschläge für den Integrationsrat bekanntgeben hatte, hätte Herr Bude Kenntnis davon haben müssen, dass der Verdacht besteht, dass einer der Kandidaten auf den Vorschlagslisten für die am 25.05.2014 anstehende Wahl zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach identisch mit dem Strohmann ist, der das „Frühlingsfest“ angemeldet und die Räumlichkeiten in der Gesamtschule für den 12.04.2014 angemietet hat.

Rechtsradikale Organisationen an Schule?

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

Es wäre Norbert Budes Pflicht gewesen dafür Sorge zu tragen, dass diesem Hinweis aus einem Artikel im Lokalteil der Westdeutschen Zeitung (WZ) nachgegangen und der Wahrheitsgehalt der Andeutung ermittelt wird. Hätte sich die Vermutung bestätigt, hätte der OB Wahlvorstand und Wahlausschuss in Kenntnis setzen und den Sachverhalt an die Bezirksregierung Düsseldorf und das Landesamt für Verfassungsschutz weiterleiten müssen, zumal der Oberbürgermeister und der Rat der Stadt am 08.04.2014 durch den offenen Brief der Beschwerdeführer über die jugendgefährdenden Inhalte sowie die grundgesetzwidrigen politischen Bestrebungen und Ziele der ADÜTDF informiert worden waren. In dem Schreiben wurde auch auf Quellen hingewiesen, die den dargestellten Sachverhalt belegen. Wie jeder Bürger können auch Kommunalpolitiker, Oberbürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter beispielsweise beim Innenministerium, Landesamt für Verfassungsschutz sowie Bundesamt für Verfassungsschutz wissenschaftlich erarbeitetes Aufklärungsmaterial über die De-facto-Auslandsorganisation der rechtsextremistischen türkischen Partei MHP anfordern oder sich selbst aus dem Internet herunterladen. Offensichtlich wurde weder zum Wahrheitsgehalt des Zeitungsartikels vom 11.04.2014 recherchiert noch die Bezirksregierung informiert.

http://www.mg-heute.de/10891/neues-integrationskonzept-einstimmig-vom-rat-verabschiedet/

Integrationsräte setzen sich dafür ein bestehende Ungleichbehandlung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte abzubauen und erneute Benachteiligungen zu verhindern, indem sie auf Gleichstellung und chancengleiche Förderung der individuellen Teilhabe- und Persönlichkeitsrechte achten. Bürger, die sich für die Wahl zum Integrationsrat aufstellen lassen, erklären sich bereit, sich für eine verantwortungsvolle, komplexe Aufgabe zu engagieren, die für den Erhalt unseres freiheitlich demokratischen Gemeinwesens sowie für die Lebensqualität und das friedliche Zusammenleben aller Bürger in unserer Stadt von großer Bedeutung ist. Wie jeder Kandidat für sich selbst hat auch der Listenerste einer Wahlliste stellvertretend für seine Listenkollegen schriftlich zu garantieren, dass er bzw. die Mitbewerber auf dem Listenvorschlag die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes achten (§ 10 Abs. 2 und 3 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder des Integrationsrats). Selbstverständlich schließt das Mandat die aktive Umsetzung der Grund- und Menschenrechte und den Schutz der fdGO im Alltag mit ein. Tritt ein Bewerber für eine Liste an, hat er vorher zu klären, dass er mit seinen Listenkollegen in diesem Sinne zusammenarbeiten kann.

Jede Vereinigung die sich der Idealistenbewegung zugehörig fühlt und sich zu den politischen Idealen und Zielen des MHP-Gründers Alparslan Türkeş bekennt und mit Verstand, Herz und Hand danach strebt, ein antidemokratisches, autoritäres Großreich Turan unter türkischer Führung zu errichten, konterkariert die Arbeit des Integrationsrats und ist für eine Mitarbeit in diesem Gremium nicht geeignet. Mitglieder oder Sympathisanten von Organisationen, welche die Menschenwürde von Kurden, Griechen, Armeniern, Aleviten, Yeziden, Aramäern, Juden, Christen, Atheisten, Homosexuellen und politischen Gegnern verletzen, solches Verhalten fördern, billigen oder bagatellisieren, entsprechender Hetze nicht laut und deutlich widersprechen, gefährden Gesundheit, Leben und Menschenrechte von Mitbürgern, verstoßen gegen die Verfassungsprinzipien des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats sowie gegen den Gedanken der Völkerverständigung und disqualifizieren sich für die Mitarbeit im Integrationsrat.

Wahlvorstand und Wahlausschuss übernehmen auch bei den Integrationsratswahlen eine wichtige Kontrollfunktion für eine verfassungsgemäße Integrationspolitik, den Erhalt des freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens sowie die Verwirklichung von Grund- und Menschenrechten und der vom Grundgesetz abgeleiteten Werteordnung. Sie haben daher die abgegebenen Eigenerklärungen nicht nur entgegenzunehmen und auf Lesbarkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, sondern sich auch von deren Wahrheitsgehalt zu überzeugen. Beim Prüfen der Wahlvorschläge nach § 11 und 12 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach hätte auffallen müssen, googlen reicht, dass bereits 2010, als der TDIV erstmals zur Wahl antrat und auf Anhieb ein Wahlergebnis von 35,8 % erreichen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat einziehen konnte, zwei Kollegen im Turanspor Rheydt als Fußballer aktiv gewesen sind, jenem Sportverein, der seine Zugehörigkeit zum Türkischen Kulturverein Mönchengladbach und zur Almanya Türk Federasyon (ADÜTDF, Graue Wölfe) ehrlich und wie selbstverständlich im Internet bekennt.

So stellt sich der Fußballverein auf Facebook dar

Turanspor Rheydt

Allgemeine Informationen

Gegründet 2002

Erzbergerstrasse, Mönchengladbach

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon

[Anm.: deutsche ATF, Teil der europäischen ADÜTDF, beides GRAUE WÖLFE]

Info

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü.

Vereinsgeschichte:

Seit 1977 gibt es in Mönchengladbach den Türkischen Kulturverein und seit einigen Jahren versucht der Verein auch in sportlicher Richtung erfolgreich tätig zu sein. Eine dieser sportlichen Aktivitäten spiegelt sich mit der Gründung des Fussballvereins TURANSPOR wieder. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

TURANSPOR RHEYDT

Gründungsjahr: 2002

Vereinsregister: Amtsgericht Mönchengladbach

Das Vereinsheim von Turanspor befindet sich im Türkischen Kulturverein in Mönchengladbach.

[Anmerkung: identisch mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein der Interkulturellen Straßenfeste 2012 und 2013 sowie dem Anmelder des Konzerts der Grauen Wölfe für den 12.04.2014]

Adresse:

Türkischer Kulturverein

Erzbergerstraße

Mönchengladbach

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Am 31.03. und 08.04.2014 stellte Turanspor auf seinem Facebook-Konto die von der ADÜTDF verfasste Einladung für das als Frühlingsfest deklarierte Graue-Wölfe-Konzert in der Gesamtschule ein, das dann am 12.04.2014 in den kommerziellen Festsaal Alem verlegt und dort durchgeführt wurde.

Offensichtlich zieht der Sportverein in ein neues Vereinsheim um, das sich nur wenige Häuser entfernt in der Erzbergerstraße 127 befindet. Ülkü Ocağı bedeutet Idealistenverein.

Yardım Kampanyası

Sonntag, 30. März

Mönchengladbach Ülkü Ocagi

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach e.V.

Eingetragen im Vereinsregister unter Aktenzeichen VR 984 von 1977

Erzbergerstraße […]

Mönchengladbach

https://www.facebook.com/events/470795233021976/?ref=22

Hier firmiert der Verein mit dem Siegel der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON als der Europabewegung der Grauen Wölfe:

Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR 984“ Gemeinnütziger

Wohnt in: Mönchengladbach, Deutschland

https://plus.google.com/118446091608328693097/posts

In der Vergrößerung [auf das weiß-rote Symbol tippen] finden sich, in tief gesetzter feiner Schrift, als eine Art Überdruck der Vereinsname Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR984“ und die Adresse Erzbergerstraße Mönchengladbach auf dem zugrunde liegenden großen Symbol der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON, dem gesamteuropäischen Dachverband der Grauen Wölfe. Dessen Zeichen wiederum war für den 12.04.2014 auf dem Mönchengladbacher Plakat oben-links zu sehen (das der deutschen ADÜTDF oben-rechts).

https://plus.google.com/118446091608328693097/photos/photo/5864781681259164914

Der Türkisch-Deutsche Integrationsverbund (TDIV) trat bereits 2010 als Zusammenschluss aus sechs Organisationen zur Wahl an, von denen zwei, nämlich die IGMG (Islamische Gemeinschaft Millî Görüş) und die ADÜTDF (Graue Wölfe) die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes letztendlich ablehnen und beispielsweise durch ihren Antisemitismus gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen:

“Der Staat, den Menschen durch ihren gemeinsamen Willen gegründet haben und verwalten, ist [nur] metaphorisch. Der wahre Herr des Staates und sein letztlicher Verwalter ist Allah. Er ist der erste und letzte Herr all dessen, was besessen werden kann. Er ist der alleinige Herr allen Seins. Er ist König. Herrschaft und Souveränität liegen [allein] bei ihm. Denn Er ist der Herrscher aller Herrscher.”

(Milli Gazete vom 13.Juli 2009, S. 14)

Die von der Milli Görüs-Bewegung propagierte “Gerechte Ordnung” beinhaltet ein umfassendes soziales, ökonomisches und politisches Regelungssystem, das auf islamischer Grundlage beruht. Ziel ist es, die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.

Entsprechend der Milli Görus-Idee versucht die IGMG in Deutschland, ihren Anhängern ein Leben zu ermöglichen, das sich an ihrer Auslegung von Koran und Sunna orientiert. Dazu strebt die IGMG an, als legitime Vertretung der türkischen Muslime im politischen Raum und als Ansprechpartner für staatliche Stellen anerkannt zu werden. In der deutschen Öffentlichkeit bemüht sich die IGMG darum, moderat und integrationsorientiert zu erscheinen.

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12349&article_id=54200&_psmand=30

Seit Jahren berichtet der Bundesverfassungsschutz bzw. das Landesamt für Verfassungsschutz in NRW über die verfassungsfeindlichen Bestrebungen von ADÜTDF und IGMG / Millî Görüş. Immer wieder ermittelte die Staatsanwaltschaft bei dem Moscheeverband wegen Hinterziehung von Steuergeldern und Sozialleistungen sowie wegen Spendenbetrugs. Spitzenfunktionäre der Millî Görüş steuerten die Aktivitäten der Internationalen Humanitären Hilfsorganisation (IHH), die in der BRD 2010 durch den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière verboten wurde, weil sie durch die Unterstützung der radikalislamischen, israelfeindlichen und terroristischen HAMAS gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen hat.

Zusammensetzung des TDIV

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund / Türk-Alman Uyum Birliği

Dem Verbund gehören an:

Türkischer Elternverein Mönchengladbach (TEMG) e.V.

Türkisch Islamischer Kulturverein e.V.

[ identisch mit

DIYANET / DITIB, Duvenstr. ]

http://moenchengladbach.stadtbranchenbuch.com/2151359.html

Türkisch Deutscher Kulturverein Mönchengladbach e.V.

[ Gibt es so nicht, gemeint ist, s. u. Quelle Zaman, Türkischer Kulturverein Mönchengladbach = ADÜTDF / GRAUE WÖLFE, Erzberger Str., vgl. Anlage Wahlplakat 2014 Türk Kültür Derneği ]

Islamisches Zentrum e.V.

[ identisch mit

Millî Görüş, Nordstr. ]

Deutsch Türkischer Solidaritäts- und Kulturverein e.V.

[ identisch mit

Nimet Vakfi, Waldnieler Str. ]

http://www.dialo.de/verein/moenchengladbach/deutsch-tuerkischer-solidaritaets-und-kulturverein-moenchengladbach-m45624498200/adresse

https://de-de.facebook.com/pages/Nimet-Vakfi/382488121810479

Integrations- und Bildungsverein in Mönchengladbach e.V.

http://www.ihk-mittlerer-niederrhein.de/de/firmen/fdb_016953233506.htm

[identisch mit

VIKZ, Neusser Str. ]

http://vikz.de/index.php/tom.html

Zum TDIV siehe auch

http://www.bz-mg.de/zu-vergangenen-wahlen/wahl-zum-integrationsrat-2010/integrationsrat-turkisch-deutscher-integrationsverbund-will-sechs-vereine-reprasentieren.html

Bericht bei ZAMAN über die Kandidatur des TDIV anlässlich der Integrationsratswahlen 2010

Güç birliği yapan TDİV ‘Geleceğe elele’diyor

31 Ocak 2010, Pazar / ORHAN SAYGIN, MÖNCHENGLADBACH,

Kuzey Ren Vestfalya (KRV) [ NRW ] eyaletinde 7 Şubat Pazar günü yapılacak Uyum Meclisi seçimlerine [ Integrationsratswahlen ] sayılı günler kala adayların seçmenleri bilgilendirme çalışmaları yoğunlaşarak devam ediyor.

Mönchengladbach şehrinde altı yerel derneğin güçlü bir listeyle birlik oluşturduğu Türk Alman Uyum Birliği (TDİV), şehirde uzun yıllar göçmen kökenli vatandaşların yaşam şartlarını çeşitli hizmetler sunarak iyileştirmenin yanı sıra uyum çalışmalarında daha etkili bir faaliyet göstermek istiyor. Her sahada eşitlik ve katılımı güçlendirmek için daha çok hizmet yapılması gerektiğine inandıklarını söyleyen grubun sözcüsü Levent Ulus, insanların günlük hayattaki sorunların her geçen gün çoğaldığını ve bu sorunların karar mekanizması olan belediyelere ulaştırılmasında en büyük olanağın uyum meclisi olduğunu ifade etti. Ulus, “Biz okul ve meslek eğitimi, dil, iş hayatı, kültür, aile, sağlık ve sosyal politikada kısacası her alanda eşit haklar istiyoruz. Çünkü biz buralıyız ve buralı olarak kabul görülmek istiyoruz” şeklinde konuştu. Seçimlerde oy kullanmanın önemine de değinen Ulus, insanları seçime katılmalarını sağlamak için yoğun çaba sarfettiklerini söyleyerek “Maalesef beş yıl önce buradaki uyum meclisi seçimlerinde genel katılım yüzde on civarında olmuş. Biz bunu çoğaltmak adına insanlarımızın seçime katılmaları için yoğun çaba sarfediyoruz, onlara bu konunun önemini anlatmaya çalışıyoruz” dedi. 16 aday gösteren TDİV’ı oluşturan dernekler ise şöyle: DİTİB Merkez Camii, İGMG Bilal Camii, İKM Camii [VIKZ ], Türk Kültür Derneği [ = Türkischer Kulturverein Mönchengladbach = Graue Wölfe ], Nimet Vakfı [ ehedem Luisenstraße, jetzt Waldnieler Straße ] ve Türk Veliler Derneği [ Türkischer Elternverein, um Levent Ulus ].

http://euro.zaman.com.tr/euro/newsDetail_getNewsById.action?newsId=52164

http://integrationsratswahlennrw.de/data/zaman_mnchengladbach_31.01.2010.pdf

Alle Listenmitglieder des TDIV sind entweder in Mönchengladbach geboren, haben hier die Schule besucht oder leben und arbeiten schon einige Jahre in der Stadt. Daher ist davon auszugehen, dass jeder weiß, dass die ultranationalistische Ideologie der Ülkücüler und der Panturkismus sowie die Hetze gegen Juden, Andersdenkende und Minderheiten genauso wenig mit der fdGO oder den Grund- und Menschenrechten vereinbar ist wie die radikalislamische Doktrin Erbakans von der gerechten Ordnung (adil düzen) bzw. der nichtigen, verwerflichen Ordnung (bâtıl düzen), von der sich auch nach dem Tod ihres verehrten Anführers weder Funktionäre noch Anhänger der IGMG getrennt haben.

Weder der Listenerste Sezai Şahin noch Serdar Özdin noch die drei Fußball spielenden Listenkollegen haben sich von der rechtsextremistischen Ideologie und den entsprechenden Denk- und Verhaltensmustern der Grauen Wölfe distanziert. Auch als überall im Mönchengladbacher Stadtgebiet für den Auftritt von Şemsimah Şener, Ali Kınık und Zafer İşleyen beim Kultur- und Folklorefestival an der Gesamtschule Volksgarten geworben wurde, die als begeistert gefeierte Künstler mit ihrem musikalischen Können die völkisch rassistische Gesinnung der Grauen Wölfe verbreiten und für deren Popularität in und außerhalb der Türkei hoch verantwortlich sind, hat keiner der fünfzehn Vertreter des TDIV protestiert. Auch die drei Teamkollegen des Turanspor Fußballklubs haben keinen Anstoß daran genommen, dass ihr Sportverein auf seiner Homepage für ein Graue-Wölfe-Konzert unter dem Motto BİR BAYRAK RÜZGAR BEKLİYOR (Eine Fahne wartet auf Wind) wirbt.

Zu 2

Die Beschwerdeführer fechten die Wahl der Mitglieder des Integrationsrates der Stadt Mönchengladbach vom 25.05.2014 an, weil dem TDIV mit dem Türkischen Kulturverein und der IGMG zwei Mitglieder des Zusammenschlusses aus 6 Organisationen angehören, die laut Landesamt und Bundesamt für Verfassungsschutz und Aufklärungsbroschüre des MIK Wer sind die Grauen Wölfe Ziele verfolgen, die sowohl gegen die Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes und den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen als auch die freiheitlich demokratische Grundordnung der BRD abschaffen wollen. Ein solcher Verbund ist nicht wählbar. Sowohl Sezai Şahin als Listenleiter als auch jeder seiner Listenkollegen sind durch ihre Kandidatur für den TDIV bereit Ziele, Wohlverhaltensdoktrin und politische Praxis von Grauen Wölfen und Millî Görüş mitzutragen, keiner der 15 Listenmitglieder hat sich von der Ideologie der ADÜTDF bzw. von der Doktrin Erbakans distanziert. Auch sie sind deshalb nicht wählbar.

Zu 3

Als der TDIV 2010 erstmals an der Integrationsratswahl teilnahm, gelang es ihm auf Anhieb 35,8 % der Wählerstimmen zu erzielen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat der Stadt einzuziehen. Mit einem zumindest vergleichbaren Ergebnis konnte die Wahlliste auch 2014 rechnen. Die erfolgte Wahl anzuerkennen und lediglich den gesamten TDIV oder die entsprechenden Kandidaten der Liste für nicht wählbar zu erklären hätte wahrscheinlich erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis und die Mandatsverteilung. Die Beschwerdeführer fordern daher Neuwahlen.

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Zur Information wird den Empfängern wieder beigefügt:

Offener Brief vom 08.04.2014 Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen! Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/10/graue-woelfe-wollen-an-gesamtschule-und-kirchengemeinde/

Offener Brief vom 22.04.2014 Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/22/aduetdf-im-integrationsrat/

Fachaufsichtsbeschwerde vom 13.06.2014 Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Einzug des TDIV in den Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/14/extremisten-in-den-integrationsrat-gewahlt-fachaufsichtsbeschwerde-anfechtung-der-wahlen/

Was macht Oberbürgermeister Reiners gegen Graue Wölfe?

Juni 17, 2014

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

An Herrn

Hans Wilhelm Reiners (CDU)

Mönchengladbach

Sehr geehrter Herr Reiners,

im Anhang unsere Fachaufsichtsbeschwerde: Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Einzug des TDIV in den Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen.

Annullierung des Wahlergebnisses und Neuwahlen ohne die Liste TDIV waren bereits von uns gefordert worden, Ihr Amtsvorgänger Norbert Bude hat nicht reagiert.

Wie werden Sie als der neue Oberbürgermeister das Problem lösen? Mit der Bitte um zeitnahe schriftliche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/14/extremisten-in-den-integrationsrat-gewahlt-fachaufsichtsbeschwerde-anfechtung-der-wahlen/

Auf Abgeordnetenwatch („Wenn Sie Herrn Reiners eine Frage stellen möchten“) wurde der neue Chef der Verwaltung am 18.06.2014 gefragt:

Der Gemeinnützige Kulturverein Mönchengladbach ist der reguläre sogenannte Idealistenverein (ülkü ocak) der rechtsextremistischen Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF). Eine Gründungsorganisation der Wahlliste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) ist der Türkische Kulturverein Mönchengladbach als der lokale ülkü ocağı besagter ADÜTDF (Graue Wölfe), eine weitere die islamistische IGMG.

Erst im April 2014 hatte die Stadtverwaltung das in einer Gesamtschule geplante Konzert von drei rechtsradikalen türkischen Musikern untersagt, Organisator war die ADÜTDF, Anmelder ein Mitglied des Türkischen Kulturvereins. Nach Bekanntwerden der Kandidatur von Grauen Wölfen hatten Bürger die Annullierung der Wahlen zum Integrationsrat und Neuwahlen ohne die Liste TDIV gefordert, der damalige Oberbürgermeister Norbert Bude reagierte nicht. Mittlerweile ist Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Ablauf der Wahlen eingelegt worden, Neuwahlen waren gefordert worden.

Sehr geehrter Herr Reiners, wie werden Sie mit dem Problem Graue Wölfe umgehen?

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_wilhelm_reiners-672-47052.html

Extremisten in den Integrationsrat gewählt: Fachaufsichtsbeschwerde, Anfechtung der Wahlen

Juni 14, 2014

Unten mit Update: Entspannte sieben Wochen später, am 08.08.2014 hat die Bezirksregierung Düsseldorf (s. u.) auf die Fachaufsichtsbeschwerde zum Thema Graue Wölfe und IGMG (Millî Görüş) im Integrationsrat geantwortet, ohne allerdings den Begriff ADÜTDF bzw. Graue Wölfe explizit zu Papier zu bringen. Zunächst zur Fachaufsichtsbeschwerde.

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

An die

Bezirksregierung Düsseldorf

Nachrichtlich an

Bundesamt für Verfassungsschutz

Landesamt für Verfassungsschutz

Landesregierung NRW, MIK, Abt. 1, Dez. 12, Abt. 3, Dez. 31

13.06.2014

Fachaufsichtsbeschwerde: Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Einzug des TDIV in den Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen

Vorab per E-Mail; offene Briefe vom 08.04., 22.04. und 27.05. werden per Mail nachgereicht

Chronologie der Ereignisse

Zum 12. April dieses Jahres lud die ultranationalistische ADÜTDF (Graue Wölfe) per Facebook sowie mit Plakaten zu einem „Kultur- und Kunst Fest“ (KÜLTÜR VE SANAT ŞÖLENİ) in die Gesamtschule Volksgarten, bei dem Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener auftreten sollten.

Mit ihrem offenen Brief vom 08.04.2014 informierten die Beschwerdeführer die städtischen Entscheidungsträger über den rechtsradikalen Hintergrund des tatsächlichen Veranstalters des „Frühlingsfestes“ und davon, dass die drei Künstler der ultranationalistischen Musikszene der Grauen Wölfe zuzuordnen sind.

Alia Sembol über die Musikszene der Ülkücü-(„Idealisten-“)Bewegung der Grauen Wölfe:

Digitale und analoge Welt türkischer ultranationalistischer Musiker_innen von Alia Sembol

(…) Fazit

Die Texte dieser ultranationalistischen Künstler_innen und Sänger_innen handeln oft von der Überhöhung der türkischen Nation, von der Trauer um die gefallenen Soldaten und von der Schönheit bzw. der Liebe zur Türkei. Die hier behandelten Künstler_innen vereinigen die Aspekte des Militarismus und des völkischen Türkentums. Diese sind gleichzeitig ein Verbindungsmerkmal zwischen den Künstler_innen, die z. T. auf den gleichen Veranstaltungen auftreten.

In ihren Texten idealisieren sie die Heimat, wahlweise auch das Leid darüber in der Fremde (z.B. in Deutschland) von dieser “schönen“ Heimat getrennt zu sein. Der Soldat, der für seine Heimat stirbt und dennoch als Märtyrer unsterblich bleibt ist ein beliebtes Motiv der politisch aufgeladenen Texte aller Sänger_innen. Der Konflikt zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Guerillas dient als Rechtfertigung für den Kampf -mit allen Mitteln – gegen den Separatismus in der Türkei und eines türkischen Territorialanspruchs. Die Auftritte werden von Allen der genannten Künstler_innen für Ansprachen an das Publikum genutzt. So wie etwa die von Yıldızdoğan, der seine Dankbarkeit über die riesengroße Idealisten-Bewegung ausdrücken muss bevor er sein nächstes Stück zum Besten gibt:

„Ich danke Allah dafür, dass es eine riesige große idealistisch nationalistische Partei der Bewegung gibt. Sie steht für die Unteilbarkeit unseres Landes. Sie sorgt für das Wehen unserer Fahnen. Sie ist der Garant, dass die Gebetsrufe des Muezzins niemals aufhören werden.“

Neben den oben genannten Künstler_innen Ahmet Şafak, Mustafa Yıldızdoğan, Seval Güleş sowie Ozan Arif, die ihre Arbeit im Spektrum der ATF, der Mutterorganisation der ultranationalistischen türkischen Vereine in Deutschland ausüben, gibt es auf der europäischen Ebene weitere Künstler_innen, die bspw. In Holland, Frankreich usf. aktiv sind. Die Berühmtheit von Ahmet Şafak, Mustafa Yıldızdoğan, Seval Güleş und Ozan Arif ist, wie im Text ausgeführt, nicht auf Deutschland beschränkt. Ali Kınık, Hüseyin Yilmaz, Ozan Emin und Şemsimah Şener sind weitere Künster, die sich auf den Listen der ultranationalistischen Rechten sowie auf den Ankündigungsplakaten der Münchener Veranstaltungen finden lassen. Die Liste derer, die sich der völkischen oder islamisch ultranationalistischen Sache verschrieben haben scheint lang.

Die Entschiedenheit dieser Künstler und Künstlerinnen mit der sie ihre oftmals hasserfüllten Inhalte zum Besten geben, erscheint vor dem Hintergrund der Worte Umberto Ecos “Man bleibt nicht an der Macht, in dem man die Liebe predigt, sondern in dem man Hass schürt” (Umberto Eco, Mein Leben), als Mittel zum Zweck. Kunst und Kultur sollen Hass und Großmachtphantasien transportieren. Nicht mehr und vor Allem nicht weniger.

München im Januar 2013

http://089-gegen-rechts.de/uploads/media/Tuerkische_ultranationalistische_Musiker_innen.pdf

Die Stadt Mönchengladbach sagte die bereits genehmigte Veranstaltung für den vorgesehenen Ort (Schulaula) am 10.04.2014 ab, ohne sich jedoch beispielsweise von der menschenverachtenden Haltung der Idealistenvereine gegenüber Minderheiten und politischen Gegnern zu distanzieren und die Zugehörigkeit des Türkischen Kulturvereins Mönchengladbach, der als Strohmann das Kulturfest angemeldet hatte, zu thematisieren.

Das Musikfest der Grauen Wölfe (die auch unter dem Kürzel ATF bzw. ADÜTDF bekannt sind) verlegten die Organisatoren kurzerhand ins nahegelegene Alem, einen privaten Veranstaltungssaal. Anders als die in deutscher Sprache verfasste Stellungnahme der ATF zu dem Ereignis vorgaukelt, entsprach der Charakter des Konzertes wirklich nicht dem eines Frühlingsfestes, vielmehr vermittelt die türkische Darstellung den Eindruck einer hochkarätig besuchten politischen Veranstaltung mit musikalischem Rahmenprogramm. Jedenfalls war am 12.04.2014 praktisch die gesamte Führungselite der ADÜTDF Nordrhein-Westfalen anwesend: Präsident Şentürk Doğruyol, Vizepräsident Erdoğan Aktaş, KRV3, Regionalvorsitzender Adnan Altıntaş, KRV2, Landesvorsitzender Ahmet Şahin und KRV1 und Regionalvorsitzender Tansel Çiftçi, KRV; bedeutet NRW.

10.04.2014

Stadt hat Mietvertrag für Schulaula gekündigt

Die Stadt Mönchengladbach hat den mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein e.V. Anfang April geschlossenen Mietvertrag für eine Schulaula gekündigt. Der Verein hatte die Räume für einen Folklore- und Kulturabend im Rahmen eines für den 12. April geplanten Frühlingsfestes angemietet. Grund für die Kündigung ist die Tatsache, dass die im Vorfeld vom Antragsteller gemachten Angaben mit den Werbemaßnahmen für die Veranstaltung nicht übereinstimmen. Die Stadt Mönchengladbach sieht sich dadurch getäuscht. Eine Überprüfung hat ergeben, dass die Föderation der Türkisch Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland in Einladungen und bei Werbemaßnahmen als Mitveranstalter beziehungsweise alleiniger Veranstalter auftritt. In dieser Werbung ist auch der Charakter eines Frühlingsfestes nicht mehr erkennbar.

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=522&user_wfp2pressenewsdetails_pi1%5Bnews_id%5D=13114&cHash=c81c6417164c38cf748b7b9188f1ef0e

Bericht der Türk Federasyon (ADÜTDF, Graue Wölfe) zum Mönchengladbacher Fest

KRV1 Mönchengladbach Kültür Şöleni

Kuzey Ren-Vestfalya (KRV) birinci Bölgemizden Mönchengladbach Ülkü Ocağımızın düzenlediği Kültür sanat şöleni tüm engellemelere rağmen muhteşem atmosferde gerçekleşti. Şölene ATF Genel Başkanımız Sayın Şentürk Doğruyol, Genel Başkan Yardımcımız Sayın Erdoğan Aktaş, KRV3. Bölge Başkanımız Sayın Adnan Altıntaş, KRV2. Bölge Başkanımız Sayın Ahmet Şahin ve KRV1. Bölge Başkanımız Tansel Çiftçi, GİK üyeleri ve çok sayıda vatandaşlarımız katılmışlardır.

Stellungnahme der ATF zum Kulturfest Mönchengladbach

Trotz Bestrebungen lokaler, populistischer Politiker war, das von unserem in Mönchengladbach angesiedelten Verein, organisierte Kulturfest ein großartiger Erfolg. Wir sind äußerst erfreut berichten zu können, dass die Bevölkerung Mönchengladbachs sich nicht von der Propaganda einiger lokaler Politiker beindrucken ließ, was sich auch in einer hohen Teilnehmerzahl widergespiegelt hat.

Die ATF möchte hiermit nochmal betonen dass die verschiedenen vielfältigen Kulturen in der Bundesrepublik Deutschland, die kulturelle Landschaft bereichern. Jegliche Gesinnung die andere Kulturen als eine Gefahr sehen, lehnen wir strikt ab. Wir bedauern, dass in einem vereintem Europa solches Gedankengut noch mit Wohlwollen aufgenommen wird. Umso mehr bedauern wir dass die ATF, die sich auf eine der tragenden Säulen des internationalen Menschenrechtsschutzes, der Inklusion stützt, als radikal oder faschistisch diffamiert wird. Inklusion bedeutet für uns, ALLEN in dieser Gesellschaft ein Höchstmaß an Gleichbehandlung, Teilhabe und Chancengleichheit zu ermöglichen. In einer Gesellschaft, in der Bewerber mit ausländischen Vornamen, bei gleicher Qualifikation eine signifikant niedrigere Chance auf ein Vorstellungsgespräch haben als Bewerber mit deutschen Vornamen, kann man leider kaum von gelungener Inklusion sprechen.

Die ATF hat Integration schon immer als einen gesamtgesellschaftlichen Prozess verstanden, zudem sowohl ALLE gesellschaftlichen Gruppen als auch die staatlichen Institutionen einen Beitrag leisten müssen. Leider müssen wir feststellen, dass eine Institution wie die ATF die für die freiheitlich demokratischen Werte eintritt, von einigen lokalen Politikern, ohne dass diese jegliche nachvollziehbare Anhaltspunkte für ihr „Urteil“ nennen, als radikal und faschistisch diffamiert wird. In einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland ist es ein tragisches Ereignis, wenn versucht wird eine legale Veranstaltung ohne ein richterliches Urteil zu illegalisieren.

http://www.turkfederasyon.com/index.php/component/content/article/82-flashkategorie/921-krv1-moenchengladbach-kueltuer-soelenikw1704

Unsere einem Pressehinweis der WZ vom 10. April (Rechtsradikale Organisationen an Schule?) folgenden Recherchen ergaben, dass der TDIV seit 2010 als gewähltes Mitglied mit sechs Vertretern im Integrationsrat mitarbeitet, dass die Stadt Mönchengladbach mit dem Türkischen Kulturverein bereits 2012 und 2013 anlässlich des Interkulturellen Straßenfestes kooperierte und den Grauen Wolf M. G. in die Jury für den 2014 zum ersten Mal verliehenen Integrationspreis berief.

Die Pressequelle der WZ

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

1. Integrationspreis

Jury…Oberbürgermeister Norbert Bude, Integrationsbeauftragte Marion Blinten, Leiterin des Freiwilligenzentrums Mönchengladbach Frau Tanja Kulig, Vorsitzende des Integrationsrates Gülistan Yüksel MdB, sowie Herrn Giovanni Ferraro, Herrn M. G. und Herrn Peter Steier Mitglieder des Integrationsrates und Frau Kristin Bruks, Beraterin im Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes

https://de-de.facebook.com/guelistanyueksel/photos/a.568026236624016.1073741877.346662715427037/568060939953879/?type=1&permPage=1

M. G. als Sportwart im Ortsverein der Grauen Wölfe in Mönchengladbach

Der Verein Türk Kültür Derneği Mönchengladbach ist mit seiner als Fußballclub aktiven Eigengründung Turanspor ein regulärer „Idealistenverein“ (ülkü ocak) der ATF / ADÜTDF.

Türk Federasyon Mönchengladbach Ülkü Ocağı

Spordan sorumlu: M. G.

http://www.turkfederasyon.com/index.php/668-nrw1moenchgld27kong

Am 22.04.2014 wiesen die Beschwerdeführer die Stadt mit einem weiteren offenen Brief (Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe) auf die personellen und organisatorischen Zusammenhänge rund um die lokale Ülkücü-Bewegung hin und forderten Oberbürgermeister Bude als den Chef der Verwaltung und Chef der kommunalen Integrationspolitik dazu auf, derartige Kooperationen einzustellen und den gemeinnützigen Türkischen Kulturverein Mönchengladbach unverzüglich von der der Liste Anbieter und Angebote zur Integration und Migration zu streichen. Das ist bis heute nicht geschehen.

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration&user_wfp2vereine_pi1%5Bs_verein_id%5D=1343&user_wfp2vereine_pi1%5Baction%5D=show_detail&cHash=e94bbbc043a37098fbc2ae4a4d8b1ebf

Außerdem erhielten der Rat der Stadt Mönchengladbach, die für die Amtszeit 2010 gewählte Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel, die Landeswahlleiterin NRW Helga Block, der Minister für Inneres und Kommunales Ralf Jäger und die Presse eine Kopie des ersten und zweiten offenen Briefes.

Am 27.05.2014 forderten die Beschwerdeführer mit dem dritten offenen Brief die Annullierung der Mönchengladbacher Integrationsratswahlen, die Streichung des TDIV als nicht wählbare Organisation aus den eingereichten Wahlvorschlägen und Neuwahlen. Da uns die genauen Zuständigkeiten durch die Angeschriebenen nicht genannt wurden, erhielten das Schreiben u. a. der Oberbürgermeister, der Wahlausschuss für den Integrationsrat, der Wahlvorstand für den Integrationsrat, der Rat der Stadt Mönchengladbach, die Integrationsratsvorsitzende Gülistan Yüksel, der 1. stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrats Giovanni Ferraro, die Landeswahlleiterin NRW Helga Block und die Landesregierung MIK (Abteilung 1, Referat 12, Abteilung 3, Referat 31). Auch die Bezirksregierung erhielt eine Kopie. Die Stadt Mönchengladbach beantwortete unsere Schreiben nicht. Wenigstens Oberbürgermeister Bude in seiner Funktion als Oberhaupt der Verwaltung und Chef der Integration („Er hatte im Frühjahr 2011 die Integration zur Chefsache erklärt und die entsprechende Stabsstelle Integrationsplanung und die Geschäftsstelle des Integrationsrates in sein Dezernat geholt“, MG-heute am 28.09.2012) hätte die Rechtsmäßigkeit der Wahl überprüfen lassen und die Öffentlichkeit informieren müssen.

Integration zur Chefsache erklärt

http://www.mg-heute.de/10891/neues-integrationskonzept-einstimmig-vom-rat-verabschiedet/

Mit dem Türkisch-Deutschen Integrationsverbund (TDIV, Türk Alman Uyum Birliği) kandidierte 2014 ein Zusammenschluss aus sechs lokalen Gründungsorganisationen, dem auch der Türkische Kulturverein Mönchengladbach (Türk Kültür Derneği, Erzbergerstraße) als Ortsverein der Grauen Wölfe (Türk Federasyon Mönchengladbach Ülkü Ocağı) sowie der IGMG-Moscheeverein (Islamisches Zentrum / Hz. Bilal-Moschee, Nordstraße) angehörte, welcher der Millî-Görüş-Bewegung zuzurechnen ist. Das Wahlplakat mit den Logos von ADÜTDF und IGMG liegt vor.

Mönchengladbach Ülkü Ocağı 28

http://www.turkfederasyon.com/index.php/668-nrw1moenchgld27kong

Mönchengladbach – Turkse Culturele Vereniging Mönchengladbach en omgeving, Erzbergerstraße [gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung]

http://afa.home.xs4all.nl/comite/adres.html

Bereits 2010 stellte sich der TDIV der Öffentlichkeit vor

http://www.bz-mg.de/zu-vergangenen-wahlen/wahl-zum-integrationsrat-2010/integrationsrat-turkisch-deutscher-integrationsverbund-will-sechs-vereine-reprasentieren.html

Die sechs Gründungsmitglieder des TDIV sind der Bevölkerung auch unter folgenden Namen bekannt:

Türkischer Elternverein Mönchengladbach e.V.

[ um Levent Ulus ]

Türkisch Islamischer Kulturverein e.V.

[DIYANET / DITIB, Duvenstr. ]

http://moenchengladbach.stadtbranchenbuch.com/2151359.html

Türkisch Deutscher Kulturverein Mönchengladbach e.V.

[ Gibt es so nicht, gemeint ist Türkischer Kulturverein Mönchengladbach / Türk Kültür Derneği = ADÜTDF / TÜRK FEDERASYON, Erzbergerstr. ]

http://integrationsratswahlennrw.de/data/zaman_mnchengladbach_31.01.2010.pdf

https://www.facebook.com/mg.tkd.1976

Islamisches Zentrum e.V.

[ Millî Görüş, Nordstr. ]

Deutsch Türkischer Solidaritäts- und Kulturverein e.V.

[ Nimet Vakfi, Waldnieler Str. ]

http://www.dialo.de/verein/moenchengladbach/deutsch-tuerkischer-solidaritaets-und-kulturverein-moenchengladbach-m45624498200/adresse

https://de-de.facebook.com/pages/Nimet-Vakfi/382488121810479

Integrations- und Bildungsverein in Mönchengladbach e.V.

[ VIKZ / Verband Islamischer Kulturzentren, Neusser Str. ]

http://vikz.de/index.php/tom.html

Wie im Folgenden durch zahlreiche anerkannt zitierbare Quellen belegt, gefährden Aktivisten der rechtsextremistischen und rassistischen Grauen Wölfe (ADÜTDF) genauso die Integration wie die Sympathisanten der nationalistischen, islamistischen Millî Görüş (IGMG). Seit mehreren Jahren werden beide Organisationen von den Landesämtern bzw. dem Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet, unter dem Suchwort Ausländerextremismus berichten die Behörden regelmäßig über die Ülkücü-Bewegung (Idealisten) und die Millî Görüş.

Sowohl die Bozkurtlar (Grauen Wölfe) als auch die Sympathisanten der von Erbakan entwickelten Glaubens- und Lebensregeln der Adil Düzen – Batıl Düzen (gerechte Ordnung – verwerfliche Ordnung) werden als ultranationalistische bzw. islamistische Organisationen dargestellt, die beispielsweise durch ihren Antisemitismus gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen und trotz anderslautender Lippenbekenntnisse letztendlich die fdGO ablehnen und die BRD in eine islamische Gesellschaft auf der Grundlage der Scharia umwandeln wollen.

Die Grauen Wölfe als Verfassungsfeinde

… Die Ziele der Grauen Wölfe richten sich demnach gegen den Gedanken der Völkerverständigung sowie gegen das friedliche Zusammenleben aller Menschen und sind damit eindeutig verfassungsfeindlich.

http://www.piratenpartei-nrw.de/2013/11/15/schluss-mit-dem-geheule-graue-woelfe-unerwuenscht/

… Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung basiert auf einem übersteigerten türkischen Nationalismus, einer ethnischen Erhöhung der eigenen Rasse und einer Abwertung anderer Ethnien. Rassismus und Antisemitismus (in Form „klassischer“ Judenfeindschaft oder als Ablehnung des Staats Israel) sind die Folge. Insgesamt ist diese Ideologie durch eine stark ausgeprägte und oftmals auch gewaltbereite Feindbildorientierung gekennzeichnet. Ülkücü-Anhänger sehen Kurden, Armenier, Griechen und Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten, wie zum Beispiel Homosexuelle, als Feinde an.

http://www.verfassungsschutz.hessen.de/static/node123.htm

Milli Görüs: Staat nur metaphorisch

“Der Staat, den Menschen durch ihren gemeinsamen Willen gegründet haben und verwalten, ist [nur] metaphorisch. Der wahre Herr des Staates und sein letztlicher Verwalter ist Allah. Er ist der erste und letzte Herr all dessen, was besessen werden kann. Er ist der alleinige Herr allen Seins. Er ist König. Herrschaft und Souveränität liegen [allein] bei ihm. Denn Er ist der Herrscher aller Herrscher.”

(Milli Gazete vom 13.Juli 2009, S. 14)

Die von der Milli Görüs-Bewegung propagierte “Gerechte Ordnung” beinhaltet ein umfassendes soziales, ökonomisches und politisches Regelungssystem, das auf islamischer Grundlage beruht. Ziel ist es, die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.

Entsprechend der Milli Görus-Idee versucht die IGMG in Deutschland, ihren Anhängern ein Leben zu ermöglichen, das sich an ihrer Auslegung von Koran und Sunna orientiert. Dazu strebt die IGMG an, als legitime Vertretung der türkischen Muslime im politischen Raum und als Ansprechpartner für staatliche Stellen anerkannt zu werden. In der deutschen Öffentlichkeit bemüht sich die IGMG darum, moderat und integrationsorientiert zu erscheinen.

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12349&article_id=54200&_psmand=30

Ablehnung von Reformbestrebungen im Islam:

Sie wollen an Stelle des Islams, der sich auf den Koran, die Sunna und die einheitliche Meinung der islamischen Gelehrten stützt, einen nagelneuen Islam schaffen. Für diesen neuen Islam werden neue Interpretationen verfasst […] Ach, lasst uns doch einen neuen Islam schaffen, der den Imperialisten gefällt.

Milli Gazete vom 10. Juni 2009, S.12

Die Milli Gorüş zur Gleichberechtigung von Mann und Frau:

„Zweifellos haben Ehepartner nach der Eheschließung gegenseitige Rechte und Pflichten, die Frau gegenüber ihrem Ehemann, ebenso der Mann gegenüber seiner Ehefrau […] und es gibt Rechte, die der Mann gegenüber der Frau hat, die Frau aber nicht gegenüber dem Mann. […] Verschiede Hadithe beschäftigen sich mit diesen Rechten. Einige von ihnen möchte ich hier anführen. Die sterbende Frau kehrt ins Paradies ein, wenn ihr Ehemann diesem zustimmt.“

Schon Kinder werden für den Nahostkonflikt instrumentalisiert und indoktriniert:

Liebe Kinder, wie ihr sicherlich wisst, befinden sich unsere palästinensischen Brüder und Schwestern seit Tagen in einer sehr schwierigen Situation […] Gottseidank ist die Milli Görüs mit der IHH zu unseren Brüdern und Schwestern geeilt und hat ihnen Hilfe gebracht […] vergesst nicht, einen Teil eures Taschengeldes euren palästinensischen Geschwistern abzugeben, OK?

Ausgabe von Februar 2009 der Zeitschrift „Gökkusagi“ des IGMG-Kinderclubs „Cocuk Kulübü“.

Bildungsarbeit der IGMG bei Kindern und Jugendlichen

„Die Jugend- und Bildungsarbeit hat für die IGMG weiterhin einen hohen Stellenwert und zielt auf die Vermittlung eigener Leitbilder sowie den Aufbau künftiger Führungskräfte. Zentrales Anliegen der GMG-Bildungsarbeit ist es, die religiöse und kulturelle Identität türkischer bzw. türkischstämmiger Jugendlicher zu wahren. Diese wird als Voraussetzung für die vorgeblich begrüßte Integration in die deutsche Gesellschaft angesehen.“

Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz von 2009, S. 271

Wertung und Ausblick

Die IGMG ist zwar hierarchisch strukturiert, aber kein durchgehend homogener Verband. Es ist festzustellen, dass maßgebliche Protagonisten der Bewegung an bisherigen ideologischen Postionen dogmatisch festhalten. Dies stellt die verbalen Bekenntnisse der IGMG zu Demokratie und Rechtsstaat und eine damit verbundene Abkehr von den politischen Positionen Erbakans weiterhin in Frage. In der gegenwärtigen Konstellation besteht deshalb eine Diskrepanz zwischen dem nach außen erklärten Anspruch der IGMG der Lebenswirklichkeit ihrer Mitglieder in einem mehrheitlich nicht muslimischen Gemeinwesen gerecht zu werden und den tatsächlichen Aktivitäten. Diese sind in ihrer Gesamtheit eher geeignet, desintegrative Wirkungen zu entfalten und aufgrund der generellen Prägung durch die „Milli Görüs“-Ideologie eine ablehnende Haltung gegenüber westlichen Werten und Demokratiedistanz zu fördern. Soweit sich die IGMG für Demokratie und Religionsfreiheit ausspricht meint sie damit in erster Linie die Durchsetzung von Sonderrechten für Muslime für ein schariakonformes Leben.

http://www.verfassungsschutz.de/de/download-manager/_vsbericht-2009.pdf

Bundesamt für Verfassungsschutz, Bericht 2010

http://www.verfassungsschutz.de/de/download-manager/_vsbericht-2010.pdf

Bundesamt für Verfassungsschutz, Bericht 2011

http://www.verfassungsschutz.de/de/download-manager/_vsbericht-2011.pdf

Bundesamt für Verfassungsschutz, Bericht 2012

Die IGMG und die Milli Görüs

Die „Millî Görüş“­Bewegung umfasst unterschiedliche Komponenten, die von einer gemeinsamen ideologisch­religiösen Ausrichtung und der Bindung an Erbakan zusammengehalten werden. Der „Millî Görüş“ sind in der Türkei die SP, die Tageszeitung „Millî Gazete“, der Fernsehsender „TV 5“, die Jugendorganisation „Verein der Anatolischen Jugend“ („Anadolu Gençlik Derneği“ – AGD) sowie das „Zentrum für Wirtschafts­ und Sozialforschung“ („Ekonomik ve Soysal Araştırma Merkezi“ – ESAM) zuzuordnen. In Deutschland bzw. Europa wird die „Millî Görüş“­Bewegung von der IGMG repräsentiert, die damit von zentraler Bedeutung für die außerhalb der Türkei lebenden Anhänger Erbakans ist. In weiten Teilen der IGMG wird Erbakan auch nach seinem Tod als Begründer und geistiger Führer der „Millî Görüş“­Bewegung verehrt. Dies zeigte sich insbesondere bei den vielfältigen Gedenkveranstaltungen, welche die IGMG zu Erbakans Ehren durchführte, sowie bei der Teilnahme von IGMG­Angehörigen an Gedenkfeierlichkeiten in der Türkei.

„Millî Gazete“, 27. Februar 2012, S. 2; 29. Februar 2012, S. 2, 8 und 20; 2. März 2012, S. 2; 6. März 2012, S. 2.

„Millî Gazete“, 28. März 2012, S. 5.

Auch 2012 hält die Verbundenheit mit Erbakan ungebrochen an

„Die Mission der Milli Görüs besteht nicht allein darin, zu fasten oder zu beten, und wie eine Wohltätigkeitsorganisation zu arbeiten. Wenn es eine Arbeit in Europa geben soll, dann ist es ganz natürlich, dass sie in Deutschland beginnt, denn die Bevölkerungszahl unserer Leute ist hier fast so hoch, wie die Gesamtbevölkerung Belgiens oder der Niederlande. Außerdem hat die Milli Görüs ihre ersten Organisationen hier errichtet. Die Menschen, die den Hodscha Erbakan lieben und ihm treu sind, spiegeln ihre Liebe auch uns wider. […] Wir haben eine Organisation, eine große Gemeinschaft und eine Partei. Unser Ziel ist es nicht, diese zu spalten oder zu zerschlagen. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass diese Menschen ihren Weg fortsetzen, indem sie dem von Hodscha Erbakan festgelegten Standpunkten verbunden bleiben. Die Mission wird nach Hodscha Erbakan nicht enden, sie wird weitergeführt. Nach dem Tod des Hodschas haben wir heute in Europa die Arbeit der nächsten 40 Jahre in Gang gesetzt.“.

(Türkischsprachiges Nachrichtenportal, 3. Juli 2012)

Islamische Gemeinschaft Millî Görüş e.V.“ (IGMG)

(…) Die ideologischen Wurzeln der IGMG reichen bis zu den Ideen des türkischen Politikers Necmettin Erbakan zurück, der Ende der 1960er Jahre die „Millî Görüş“ Bewegung gründete. Die von Erbakan geprägten Schlüsselbegriffe seines politischen Denkens sind „Millî Görüş“ („Nationale Sicht“) und „Adil Düzen“ („Gerechte Ordnung“). Nach seinem Geschichtsverständnis stehen sich in einzelnen Epochen gegensätzliche Zivilisationen unversöhnlich gegenüber, die entweder auf grundsätzlich „gerechten“ oder auf „nichtigen“ Voraussetzungen beruhen. „Gerecht“ sind für Erbakan die Ordnungen, die auf „göttlicher Offenbarung“ gegründet, „nichtig“ jene, die von Menschen entworfen wurden. Gegenwärtig dominiere mit der westlichen Zivilisation eine „nichtige“, also nach Erbakan eine auf Gewalt, Unrecht und Ausbeutung der Schwachen basierende Ordnung. Dieses „nichtige“ System müsse durch eine „gerechte Ordnung“ ersetzt werden, die sich aus schließlich an islamischen Grundsätzen ausrichte, anstatt an von Menschen geschaffenen und damit „willkürlichen Regeln“. Als zentrale Ziele propagierte Erbakan in Anlehnung an das Osmanische Reich die Schaffung einer „neuen großen Türkei“, die Überwindung des Laizismus sowie – letztlich mit globalem Anspruch – die Errichtung einer islamischen Gesellschaftsordnung. Konsequenz dieser Sichtweise ist die Ablehnung westlicher Demokratien. …

Insbesondere Şevket Eygi vermittelt in seinen Kolumnen ein restriktives Islamverständnis und lehnt Reformen ab. Mehrfach forderte Eygi in der Vergangenheit die Einführung einer ausschließlich an Koran und Sunna orientierten staatlichen Ordnung und einer an der Scharia orientierten Rechtsprechung. Regelmäßig kritisiert er dabei auch Initiativen in der Türkei, den Islam zu reformieren. So ermahnte er im Februar 2012 in einer Kolumne Theologen und Islamwissenschaftler, die einen laizistischen bzw. säkularen Islam kreieren wollten, dass es im Islam keine Trennung zwischen Religion und Staat gebe. Es sei ausgeschlossen, dass der Islam Säkularismus akzeptiere. Deshalb müssten die Muslime mit aller Kraft am Koran, an der Sunna, der Scharia sowie an den Gesetzen und Regeln der islamischen Wertvorstellungen festhalten.

Insbesondere die Vorschriften der Scharia und deren Befolgung sind für Eygi unantastbarer Teil des Islam. Die Scharia hat für Eygi Vorrang vor allen anderen Normen. Dementsprechend sind für ihn Demokratie und Islam in ihren Grundprinzipien nicht miteinander vereinbar, wobei er einräumt, dass in wirklich demokratischen Staaten Muslime häufig wesentlich freier und sicherer seien als in einigen muslimischen Ländern. Er warnt vor der Vorstellung, Laizismus und Säkularismus als unabdingbare Voraussetzung der Demokratie zu betrachten; vielmehr bezeichnet er sie als „Katastrophe für die Muslime“. Um wirkliche Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit auf Erden zu haben, brauche man den Frieden des Islam. Muslime könnten mit Willenskraft und gut organisiert von einer Demokratie zu einer islamischen Ordnung übergehen. Die Demokratie sei lediglich ein Mittel und kein Zweck.

Jugend- und Bildungsarbeit

Der IGMG-Vorsitzende Ergün hatte zu seinem Amtsantritt im Mai 2011 angekündigt, die Schwerpunkte der künftigen Arbeit der IGMG auf „Dienstleistungen“ und „Tätigkeiten, welche die Bildung und die religiöse Rechtleitung betreffen“, legen zu wollen. Ziel der Jugend und Bildungsarbeit der IGMG bleibt dabei weiterhin die „Bewusstseinsbildung“ und Herausbildung einer „islamischen Identität“, aber auch die Heranführung von Nachwuchskräften an die Organisation.

Bei ihrer Bildungsarbeit stützt sich die IGMG neben Koran und Sunna auf zahlreiche selbst entwickelte Unterlagen. Dabei orientiert sie sich auch am Islamverständnis und den Zielsetzungen der „Millî Görüş“-Bewegung, was zum Teil in deutlichem Widerspruch zur offiziell bekundeten Integrationsbereitschaft steht.

So forderte der Vorsitzende der Abteilung für Bildung und Erziehung des IGMG-Regionalverbandes Hannover (Niedersachsen) Muhittin Aykaç bei der Abschlussfeier des dreijährigen sogenannten Yildiz Projekts die von Erbakan anvertrauten Organisationen weiterzuentwickeln.

Bei der Feier eines zur IGMG gehörenden Jugendvereins in Berlin hielt der Imam und Prediger der Haci-Bayram-Moschee einen Vortrag über den Verfall moralischer Werte in der westlichen Welt, was erhebliche Krisen nach sich ziehe. Die anwesenden Jugendlichen zogen aus dem Gesamtprogramm laut „Millî Gazete“ für sich das Resümee:

„Entweder wir nehmen die Kultur an, die zu uns gehört, oder wir werden zu Komparsen der anderen Kulturen.“

(„Millî Gazete“, 6. Januar 2012, S. 20)

(…)

Die IGMG und das Verbot der IHH

Der Bundesminister des Innern hat mit Verfügung vom 23. Juni 2010 den Verein IHH wegen des Verstoßes gegen den Gedanken der Völkerverständigung gemäß § 3 Abs. 1 Vereinsgesetz verboten (vgl. Berichtsteil Verfassungsschutz und Demokratie, Kap. VII).

Bei der IHH handelte es sich um einen bundesweit tätigen Verein zur Sammlung von Spenden mit Sitz in Frankfurt am Main (Hessen). Die Spenden sollten nach Angaben der Organisation vornehmlich für humanitäre Zwecke in Krisenregionen verwendet werden. Tatsächlich überwies die IHH u.a. über 6,6 Millionen Euro an Sozialvereine, die der islamistischen HAMAS (vgl. Kap. IV, Nr. 2) zugerechnet werden können. Die IHH hat jahrelang in beträchtlichem Umfang den in den Palästinensergebieten ansässigen HAMAS-Sozialvereinen Spendengelder überwiesen und damit mittelbar die terroristischen Aktivitäten der HAMAS unterstützt.

Das Verbot der IHH wurde am 12. Juli 2010 vollzogen und der Verein aufgelöst. Am 18. April 2012 wurde die Klage der IHH gegen das Verbot vom Bundesverwaltungsgericht vollumfänglich abgewiesen. Nach Überzeugung des Gerichts hat die IHH Spendengelder in beträchtlichem Umfang und über einen langen Zeitraum der „Islamic Society“ und der „Salam Society for Relief & Development“ überlassen. Diese im Gaza-Streifen tätigen Sozialvereine sind Bestandteile des Gesamtgefüges der HAMAS, die terroristische Handlungen begeht und Gewalt in das Verhältnis des israelischen und palästinensischen Volkes hineinträgt. Die IHH hat nach Darstellung ihres Rechtsanwalts im Juli 2012 Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erhoben.

Die IGMG bestimmte über das ausschließlich aus ihren Funktionären bestehende Kuratorium der IHH die Vereinsaktivitäten. Mitglieder des Kuratoriums waren u.a. der Generalsekretär der IGMG, der damalige stellvertretende Vorsitzende der IGMG und der damalige Leiter der Rechtsabteilung der IGMG. Laut Satzung wurde der Vorstand der IHH vom Kuratorium ernannt und konnte von diesem jederzeit abberufen werden. Zudem musste der Verein das Kuratorium über Rechtsgeschäfte ab einem Wert von 10.000 Euro vorab schriftlich unterrichten.

Bewertung

Seit der Amtsübernahme von Ergün im Mai 2011 befindet sich die IGMG in einer personellen und strukturellen Umbruchphase. Ergün ist bemüht, die Arbeit der IGMG zu professionalisieren und das Profil der Organisation religiöser auszurichten. Dementsprechend konzentriert er sich auf den Ausbau der religiösen Bildungsarbeit. Dies könnten erste konkrete Anzeichen dafür sein, dass die IGMG tatsächlich bestrebt ist, ihre Position neu zu definieren und ihre Verbindungen zur „Millî Görüş“-Bewegung in der Türkei zu lockern. Gleichwohl fehlt es für eine weiterreichende Loslösung nach wie vor an eindeutigen Signalen. Auch wenn der Vorsitzende versucht, die IGMG als völlig losgelöst von „Parteien und und Medienorganen, die in der Türkei verortet sind“, darzustellen, bestehen weiterhin Anhaltspunkte für eine über die rein historisch gewachsene ideelle Verbundenheit mit Erbakan hinausgehende Einbindung der IGMG in die „Millî Görüş“-Bewegung.

Die Vielzahl der Erbakan-Gedenkveranstaltungen spiegelt das Bedürfnis der IGMG-Basis wider, „ihrem Hodscha“ ein ehrendes Andenken zu bewahren und ihre andauernde Verbundenheit zu ihm auch öffentlich zu bekunden. Mit dieser Haltung steht die Basis vermutlich in einem gewissen Gegensatz zur Zurückhaltung der IGMG-Führung. Dies ist symptomatisch für den aktuellen Umgang mit dem Erbe Erbakans in der IGMG.

Die vorsichtigen Distanzierungsbestrebungen des IGMG Vorstands scheinen der Basis nicht immer vermittelbar, da in Teilen weiterhin eine tiefe Verbundenheit mit Erbakan und der von ihm gegründeten „Millî Görüş“ Bewegung vorherrscht.

Dies stellt die verbalen Bekenntnisse der IGMG zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und die damit verbundene Abkehr von den ideologischen Vorgaben Erbakans und der „Millî Görüs“ Bewegung unverändert infrage. Die weiterhin bestehende generelle Prägung durch die „Millî Görüş“ Ideologie ist dazu geeignet, eine ablehnende Haltung gegenüber westlichen Werten zu verstärken und Demokratiedistanz zu fördern.

http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf

Alle Listenmitglieder des TDIV sind entweder in Mönchengladbach geboren oder haben hier einen Teil ihrer Kindheit und Jugend verbracht. Sie haben die Schule in Deutschland besucht und hier eine Ausbildung / ein Studium abgeschlossen oder sind als Erwachsene eingewandert, leben und arbeiten aber schon einige Jahre in der Stadt. Daher ist davon auszugehen, dass jeder von ihnen weiß, dass die jugendgefährdende, ultranationalistische Ideologie der Ülkücüler und ihr Panturkismus mit der Ideologie der Überlegenheit der türkischen Rasse ebenso wenig mit der Verfassung der BRD vereinbar ist wie die radikalislamische Doktrin der von Erbakan gegründeten internationalen Bewegung Millî Görüş. Genauso ist die von beiden Organisationen betriebene Hetze gegen Juden, Andersdenkende und Minderheiten nicht kompatibel mit den allgemeinen, unteilbaren und unveräußerlichen Menschenrechten.

Auch nach deren Tod bekennen sich Funktionäre und Anhänger der Bozkurtlar (Graue Wölfe) bzw. der IGMG stolz und treu ergeben zu ihren Anführern Alparslan Türkeş bzw. Necmettin Erbakan, die nicht nur in der Türkei als absolut unfehlbare und nicht hinterfragbare Idole Kultstatus genießen.

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen deshalb davon aus, einige Milli-Görüş-Mitglieder seien inzwischen “nur klüger in ihren öffentlichen Äußerungen, aber nicht weniger radikal”. Manche Verfassungsschützer mutmaßen, die vermeintliche Mäßigung sei “eher eine Legalisierungsstrategie als ein Schwenk”.

Die Anklage der Kölner Staatsanwaltschaft legt denn auch nahe, dass sich weder Üçüncü noch andere IGMG-Funktionäre je vollständig von Erbakan und seiner islamistischen, antiwestlichen Ideologie distanziert haben.

Der Spiegel 27.05.2013

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-96238894.html

In weiten Teilen der IGMG wird Erbakan auch nach seinem Tod als Begründer und geistiger Führer der „Millî Görüş“-Bewegung verehrt. Dies zeigte sich insbesondere bei den vielfältigen Gedenk¬veranstaltungen, welche die IGMG zu Erbakans Ehren durchführte,186 sowie bei der Teilnahme von IGMG-Angehörigen an Gedenkfeierlichkeiten in der Türkei

Verfassungsschutzbericht BRD 2012

http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf

Verfassungsschutzbericht NRW 2013 zur ADÜTDF

Die Ülkücü-Bewegung bzw. die ihr zuzuordnenden Gruppierungen sind durch ein übersteigertes Nationalbewusstsein gekennzeichnet, das die türkische Nation sowohl politisch-territorial als auch ethnisch-kulturell als höchsten Wert ansieht. Neben dem Türkentum, das an erster Stelle steht, kommt dem Islam als eine die türkische Identität ergänzende Komponente besondere Bedeutung zu. …

Durch ihr teilweise extrem nationalistisches Gedankengut verfolgt die ADÜTDF* Bestrebungen, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung (Art. 9 Abs. 2 GG) beziehungsweise das friedliche Zusammenleben der Völker (Art. 26 Abs. 1) richten und erfüllt damit die Voraussetzungen zur Beobachtung durch die Verfassungsschutzbehörden gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 VSG NRW …

Bewertung

Aufgrund der Vielfalt und auch der Vielzahl der hier bekannten Internetauftritte liegt die Vermutung nahe, dass die Ülkücü-Bewegung mit ihren Positionen und Forderungen das Entstehen einer extremistischen, isolierten Jugendbewegung in Deutschland begünstigt. Insbesondere unter den türkischstämmigen Jugendlichen der zweiten und dritten Migrantengeneration gibt das Erstarken eines übersteigerten türkischen Nationalbewusstseins Anlass zur Sorge. Auch wenn der ganz überwiegende Teil des Aggressionspotentials sich lediglich im Internet oder in Sozialen Netzwerken erkennen lässt, sind die dort verbreiteten Ideologien ein Beleg dafür, dass die propagierten Ziele von Diskriminierung geprägt sind und damit dem Gedanken der Völkerverständigung zuwiderlaufen.

http://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Verfassungsschutz/Dokumente/VS-Bericht_2013_Pressefassung.pdf

Weder der TDIV-Listenerste S. Ş. noch S. Ö. noch die drei Fußball spielenden Listenkollegen T. D., M. G. und S. A. haben sich von der rechtsextremistischen, jugendgefährdenden Ideologie und den entsprechenden Denk- und Verhaltensmustern der beiden integrationsfeindlichen Organisationen distanziert.

Selbst als im April dieses Jahres im Internet und überall im Mönchengladbacher Stadtgebiet für den Auftritt von Şemsimah Şener, Ali Kınık und Zafer İşleyen beim Kultur- und Folklorefestival an der Gesamtschule Volksgarten geworben wurde, die als begeistert gefeierte Künstler der Ultranationalisten mit ihrem musikalischen Können die völkisch rassistische Gesinnung der Grauen Wölfe verbreiten und für deren Popularität in und außerhalb der Türkei hoch verantwortlich sind, hat keiner der fünfzehn Vertreter des TDIV protestiert. Die drei Listenmitglieder und Teamkollegen des Turanspor Fußballklubs haben ebenfalls keinen Anstoß daran genommen, dass ihr Sportverein auf seiner Homepage für das Graue-Wölfe-Konzert unter dem Motto BİR BAYRAK RÜZGAR BEKLİYOR (Eine Fahne wartet auf Wind) warb.

Wie jeder Kandidat für sich selbst hat auch der Listenerste einer Wahlliste stellvertretend für seine Listenkollegen schriftlich an Eides statt zu erklären, dass er bzw. die Mitbewerber auf dem Listenvorschlag die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes achten (§ 10 Abs. 2 und 3 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder des Integrationsrats in Mönchengladbach vom 20.02.2014). Selbstverständlich schließt das Mandat die aktive Umsetzung der Grund- und Menschenrechte und den Schutz der fdGO im Alltag mit ein. Tritt ein Bewerber für eine Liste an, hat er vorher zu klären, dass er mit seinen Listenkollegen in diesem Sinne zusammenarbeiten kann.

Der gesamte Wahlausschuss, an der Spitze Wahlleiter Bernd Kuckels, hätte die von Kandidaten vorzulegende eidesstattliche Versicherung zur Verfassungstreue in jedem einzelnen Fall mit der angemessenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu prüfen. Mit derselben Genauigkeit wären auch die Erklärungen von noch amtierenden Integrationsratsmitgliedern oder persönlich bekannten Bewerbern zu kontrollieren gewesen. Offensichtlich kam der Ausschuss dieser Aufgabe nicht mit der gebotenen Gründlichkeit nach, da ihm sonst aufgefallen wäre, dass der Türkische Kulturverein, der erst im April 2014 daran gehindert wurde, drei Musiker der rechtsextremistischen türkischen Ülkücü-Bewegung an einer städtischen Gesamtschule, die dem Netzwerk Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage angehört, auftreten zu lassen, Gründungsmitglied des TDIV ist, der wie 2010 auch dieses Jahr mit den Logos der ADÜTDF und IGMG auf seinem Wahlplakat wirbt.

http://integrationsratswahlennrw.de/data/zaman_mnchengladbach_31.01.2010.pdf

Beide Organisationen werden von einigen Landesämtern für Verfassungsschutz bzw. vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und gelten als jugendgefährdend sowie als verfassungs- und integrationsfeindlich:

Zur ADÜTDF

Ebenso wie einige islamistische Bewegungen trägt die Ülkücü-Bewegung zur Entstehung einer Parallelgesellschaft in Europa bei und stellt ein Hindernis für die Integration der türkischstämmigen Bevölkerung dar.“

Türkischer Nationalismus: ‘Graue Wölfe’ und ‘Ülkücü’ (Idealisten)-Bewegung
Bericht des Verfassungsschutzes des Landes Nordrhein-Westfalen, Oktober 2004.

http://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/editors/import/sch/doks/vs/tuerkischer_nationalismus.pdf

Das Innenministerium NRW beschreibt den Einfluss auf junge Menschen

Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Zur IGMG

… Dies stellt die verbalen Bekenntnisse der IGMG zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und die damit verbundene Abkehr von den ideologischen Vorgaben Erbakans und der „Millî Görüs“ Bewegung unverändert infrage. Die weiterhin bestehende generelle Prägung durch die „Millî Görüş“ Ideologie ist dazu geeignet, eine ablehnende Haltung gegenüber westlichen Werten zu verstärken und Demokratiedistanz zu fördern.

Verfassungschutzbericht 2012 (Seite 307)

http://www.verfassungsschutz.de/embed/vsbericht-2012.pdf

… Die von der Milli Görüs-Bewegung propagierte “Gerechte Ordnung” beinhaltet ein umfassendes soziales, ökonomisches und politisches Regelungssystem, das auf islamischer Grundlage beruht. Ziel ist es, die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.

Verfassungsschutzbericht Niedersachsen

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12349&article_id=54200&_psmand=30

Jede Vereinigung die sich der Idealistenbewegung zugehörig fühlt und sich zu den politischen Idealen und Zielen des MHP-Gründers Alparslan Türkeş bekennt und mit Verstand, Herz und Hand danach strebt, ein antidemokratisches, autoritäres Großreich Turan unter türkischer Führung zu errichten, konterkariert die Arbeit des Integrationsrats und ist für eine Mitarbeit in diesem Gremium nicht geeignet.

Mitglieder oder Sympathisanten von Organisationen, welche die Menschenwürde von Kurden, Griechen, Armeniern, Aleviten, Yeziden, Aramäern, Juden, Christen, Atheisten, Homosexuellen und politischen Gegnern verletzen, solches Verhalten fördern, billigen oder bagatellisieren, entsprechender Hetze nicht laut und deutlich widersprechen, gefährden Gesundheit, Leben und Menschenrechte von Mitbürgern, verstoßen gegen die Verfassungsprinzipien des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats sowie gegen den Gedanken der Völkerverständigung und disqualifizieren sich für die Mitarbeit im Integrationsrat.

Wahlvorstand und Wahlausschuss übernehmen auch bei den Integrationsratswahlen eine wichtige Kontrollfunktion für eine verfassungsgemäße Integrationspolitik, den Erhalt des freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens sowie die Verwirklichung von Grund- und Menschenrechten und der vom Grundgesetz abgeleiteten Werteordnung. Sie haben daher die abgegebenen Eigenerklärungen nicht nur entgegenzunehmen und auf Lesbarkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, sondern sich auch von deren Wahrheitsgehalt zu überzeugen. Beim Prüfen der Wahlvorschläge nach § 11 und 12 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach hätte auffallen müssen, googlen reicht, dass bereits 2010, als der TDIV erstmals zur Wahl antrat und auf Anhieb ein Wahlergebnis von 35,8 % erreichen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat einziehen konnte, zwei Kollegen im Turanspor Rheydt als Fußballer aktiv gewesen sind, jenem Sportverein, der seine Zugehörigkeit zum Türkischen Kulturverein Mönchengladbach und zur Almanya Türk Federasyon (ADÜTDF, Graue Wölfe) ehrlich und wie selbstverständlich im Internet bekennt.

So stellt sich der Fußballverein auf Facebook dar

Turanspor Rheydt

Allgemeine Informationen

Gegründet 2002

Erzbergerstrasse, Mönchengladbach

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon

[Anm.: deutsche ATF, Teil der europäischen ADÜTDF, beides Graue Wölfe]

Info

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü.

Vereinsgeschichte:

Seit 1977 gibt es in Mönchengladbach den Türkischen Kulturverein und seit einigen Jahren versucht der Verein auch in sportlicher Richtung erfolgreich tätig zu sein. Eine dieser sportlichen Aktivitäten spiegelt sich mit der Gründung des Fussballvereins TURANSPOR wieder. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

TURANSPOR RHEYDT

Gründungsjahr: 2002

Vereinsregister: Amtsgericht Mönchengladbach

Das Vereinsheim von Turanspor befindet sich im Türkischen Kulturverein in Mönchengladbach.

[Anmerkung: identisch mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein der Interkulturellen Straßenfeste 2012 und 2013 sowie dem Anmelder des Konzerts der Grauen Wölfe für den 12.04.2014]

Adresse:

Türkischer Kulturverein

Erzbergerstraße

Mönchengladbach

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Am 31.03. und 08.04.2014 stellte Turanspor auf seinem Facebook-Konto die von der ADÜTDF verfasste Einladung für das als Frühlingsfest deklarierte Graue-Wölfe-Konzert in der Gesamtschule ein, das dann am 12.04.2014 in den kommerziellen Festsaal Alem verlegt und dort durchgeführt wurde.

Hier firmiert der Verein mit dem Siegel der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON als der Europabewegung der Grauen Wölfe:

Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR 984“ Gemeinnütziger

Wohnt in: Mönchengladbach, Deutschland

https://plus.google.com/118446091608328693097/posts

In der Vergrößerung [auf das weiß-rote Symbol tippen] finden sich, in tief gesetzter feiner Schrift, als eine Art Überdruck der Vereinsname Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR984“ und die Adresse Erzbergerstraße Mönchengladbach auf dem zugrunde liegenden großen Symbol der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON, dem gesamteuropäischen Dachverband der Grauen Wölfe. Dessen Zeichen wiederum war für den 12.04.2014 auf dem Mönchengladbacher Plakat oben-links zu sehen (das der deutschen ADÜTDF oben-rechts).

https://plus.google.com/118446091608328693097/photos/photo/5864781681259164914

Begründung der Beschwerde

Die Verfasser dieser Fachaufsichtsbeschwerde wenden sich mit ihrer Eingabe an die Bezirksregierung als zuständige Aufsichtsbehörde, weil sie beruflich und privat in ihrem Grundrecht auf allgemeine Handlungsfreiheit eingeschränkt werden. Aus der Bindung des Staates an die Verfassungsprinzipen (Art. 1 Abs. 3, Art 20 Abs. 3, Art 79 Abs. 3 GG), nach denen auch Verwaltungsbeamte und Oberbürgermeister ihre Amtsgeschäfte auszurichten haben, ergeben sich das Tripel-Mandat der Sozialen Arbeit und die private und berufliche eigene und gegenwärtige Betroffenheit der Beschwerdeführer durch den nicht ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen, die eidliche Falschaussage, die mögliche Wählertäuschung nach § 108a StGB und die Mitgliedschaft des TDIV im Integrationsrat. Nach herrschender Meinung (moderner Eingriffsbegriff) müssen die Antragsteller nicht unmittelbar betroffen sein, um eigene Beschwer nachzuweisen.

Eingriffsbegriff

Nach h. M. ist staatliches Handeln auch dann ohne Weiteres als Eingriff zu qualifizieren, wenn eine Beeinträchtigung der Grundrechte des Betroffenen eigentlich gar nicht beabsichtigt, sondern nur mittelbare Nebenfolge eines ganz anders intendierten Handelns ist. Nach Ansicht des BVerfG muss der Bürger auch vor solchen sog. mittelbar faktischen Eingriffen in seine Grundrechte geschützt werden, da diese den Grundrechtsträger ebenso schwer belasten oder sich sogar schlimmer auswirken können als direkte Einschränkungen (vgl. Seite 11)

http://www.repetitorium-hofmann.de/pdf/skript-staatsrecht-2-grundrechte.pdf

Durch ihr dreifaches Mandat als Sozialpädagogen sind die Antragsteller 1. den Grund- und Menschenrechtsansprüchen und individuellen Bedürfnissen ihrer tatsächlichen und potentiellen Klienten genauso verpflichtet wie 2. dem freiheitlich demokratischen Gemeinwesen und 3. dem ethischen Kodex der sozialen Arbeit, der im Wesentlichen aus dem Grundgesetz und internationalen Abkommen abgeleitet wird und durchzusetzen ist.

SOZIALE ARBEIT ALS HANDLUNGSWISSENSCHAFT

FHS Esslingen, 26. Mai 2011, Flandernstr. 101, Aula H 4, 14 – 16 h

Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi, Zürich und Berlin

Die Soziale Arbeit ist eine vollwertige, angesehene Profession mit einem wesentlich besseren gesellschaftlichen Status als heute. Dank ihrer Kompetenz für wissenschaftlich begründete, multiprofessionelle Problemlösungsprozesse ist sie gesellschaftlich für die Bearbeitung komplexer sozialer/sozialkultureller Probleme anerkannt. Ihr gesellschaftliches Tripelmandat, d.h. dasjenige seitens der AdressatInnen, der Träger als Repräsentanten der Gesellschaft und der Profession als Verpflichtung auf Wissenschaftsbasierung und professionellem Ethikkodex, der sich zentral an den Menschenrechten orientiert, ist unbestritten. Ihre Expertise ist im sozialpolitischen Gestaltungsprozess gefragt und hat Einfluss auf die politischen Entscheidungen. Sie ist eine anerkannte Disziplin in den Human- und Sozialwissenschaften – genauer: den normativen Handlungswissenschaften – und bringt ihre Perspektive in unterschiedlichen transdisziplinären und transprofessionellen Diskursen und Entwicklungen ein.

http://www.hs-esslingen.de/fileadmin/medien/fakultaeten/sp/Vortraege/Folien_Esslingen_Staub-Bernasconi__2_.pdf

Tätigkeitsfelder für Sozialpädagogen und Sozialarbeiter beschränken sich nicht nur auf das Beheben sozialer Benachteiligung und Krisenintervention. Soziale Arbeit umfasst auch: Freizeitgestaltung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sprachliche, gesundheitliche, naturkundliche, soziale, interkulturelle, technische und politische Bildung, Beratung in Erziehungsfragen / belastenden Lebenslagen, Unterstützen von individueller Persönlichkeitsentwicklung durch Förderung von Selbstbewusstsein, Autonomie und Mündigkeit, aber auch das Aufdecken, Beschreiben, Analysieren und öffentliche Kritisieren belastender Rahmenbedingungen sowie politisches Engagement für die Erhaltung und den Ausbau freiheitlich demokratischer und rechtsstaatlicher Qualitätsstandards.

Sozialpädagogen und Sozialarbeiter haben auf der Basis ihres dreifachen Mandats jederzeit für die Grundrechtsansprüche sowie die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Klienten einzutreten. Sie informieren die Adressaten über deren Rechte und Pflichten, unterstützen sie bei der Bewältigung von Krisen und leiten sie an, eigene Ressourcen (wieder)zuentdecken und selbstständig zu nutzen. Klienten werden ermutigt und befähigt selbstbewusst Rechte und Teilhabechancen einzufordern, eigene Interessen wahrzunehmen, zu vertreten und durchzusetzen, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen und sich aus benachteiligenden Geschlechterrollen oder anderen einengenden traditionellen Zwängen befreien können. Auch die Schulung von Bürgern, die sich ehrenamtlich in einem Projekt oder einem gemeinnützigen Verein engagieren möchten fällt in den Aufgabenbereich Sozialer Arbeit.

Integrationsräte übernehmen für unseren freiheitlich demokratischen Rechtsstaat, das friedliche Zusammenleben, die gleichberechtigte und tatsächlich gleichgestellte private, berufliche und politische Teilhabe sowie die individuelle Selbstverwirklichung aller Bürger in der Stadt eine Schlüsselrolle.

Durch die Teilnahme des TDIV, die offensichtlich unzureichende Prüfung der Wahlvorschläge, das bewusste Nichthandeln der Amtsträger trotz Kenntnis der den freiheitlich demokratischen Rechtsstaats gefährdenden Hintergrundinformationen und den ungehinderten Einzug des Verbundes in den Integrationsrat wurde das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit missachtet, das zu den elementarsten Verfassungsgrundsätzen und Grundentscheidungen des Grundgesetzes gehört (BVerfGE 6, 41). Die Beschwerdeführer berufen sich auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfGE 51, 356 [362]) und machen die Verletzung des Rechtsstaatsprinzips über Art. 2 Abs. 1 geltend.

„Zu den elementarsten Verfassungsgrundsätzen und den Grundentscheidungen des Grundgesetzes gehört der Grundsatz der Rechtsstaatlichkeit (BVerfGE 6, 41). Der Bürger kann die Verletzung des Rechtsstaatsprinzips über Art. 2 Abs. 1 geltend machen (BVerfGE 51, 356 [362])“

Schmidt-Bleibtreu, Hofmann, Hopfauf; Grundgesetz Kommentar 12. Auflage

Das Grundgesetz kann „mit der ’freien Entfaltung der Persönlichkeit’ nicht nur die Entfaltung innerhalb jenes Kernbereichs der Persönlichkeit gemeint haben, der das Wesen des Menschen als geistig-sittliche Person ausmacht, denn es wäre nicht verständlich, wie die Entfaltung innerhalb dieses Kernbereichs gegen das Sittengesetz, die Rechte anderer oder sogar gegen die verfassungsmäßige Ordnung einer freiheitlichen Demokratie sollte verstoßen können. Gerade diese, dem Individuum als Mitglied der Gemeinschaft auferlegten Beschränkungen zeigen vielmehr, daß das Grundgesetz in Art. 2 Abs. 1 GG die Handlungsfreiheit im umfassenden Sinne meint.“

„Geschützt ist damit nicht nur ein begrenzter Bereich der Persönlichkeitsentfaltung, sondern jede Form menschlichen Handelns ohne Rücksicht darauf, welches Gewicht der Betätigung für die Persönlichkeitsentfaltung zukommt.“

Schmidt-Bleibtreu, Hofmann, Hopfauf; Grundgesetz Kommentar 12. Auflage

Ordnungsgemäße, freie, allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlen sind Kennzeichen und Prüfstein einer freiheitlichen Demokratie. Sie ermöglichen jedem Wahlberechtigten sich durch sein passives und aktives Wahlrecht beispielsweise an der Regierungsbildung direkt zu beteiligen und Einfluss auf politische Prozesse und Entscheidungen zu nehmen. Diese Grundsätze gelten auch für Integrationsratswahlen.

Mit ihrer Stimmabgabe bestimmen die zur Wahl aufgerufenen Bürger die Mitglieder des Integrationsrates. Sie beauftragen und legitimieren die gewählten Kandidaten ihr Mandat wahrzunehmen, kontrollieren deren Arbeitsqualität und sind bei den nächsten Wahlen dazu berechtigt, ihre Stimme einem anderen Bewerber um das Amt zu geben. Vielleicht soll durch die Entsendung neuer Interessenvertreter die Zusammensetzung des Gremiums verändert werden, um Themenschwerpunkte anders zu gewichten, vielleicht hält man auch einfach einen anderen Kandidaten für geeigneter.

Die faschistische Ideologie der ADÜTDF gefährdet mit ihrem rassistischen Menschenbild und Panturkismus das friedliche Zusammenleben in Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit. Die ultranationalistische, kollektivistische Leitkultur verhindert freie, individuelle und selbstbestimmte Persönlichkeitsentfaltung und erzwingt die Segregation in eine an der Scharia orientierte, ethnisch homogene Parallelgesellschaft. Junge Menschen werden bewusst der freiheitlichen Demokratie und deren Werteordnung sowie der Idee der Völkerverständigung entfremdet. Die Grauen Wölfe verstoßen als Verfechter des Großreichs Turan und des türkischen Herrenmenschentums gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung, die in Art. 1 und Art. 20 GG verankerten Verfassungsprinzipien und die Wahlvorschriften, wie sie beispielsweise die Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder des Integrationsrats Mönchengladbach vom 20.02.2014 festlegt.

In vergleichbarer Weise wird der freiheitlich demokratische Rechtsstaat durch die IGMG gefährdet. Auch Erbakans Glaubens- und Wohlverhaltenskonzept verstößt mit der Lehrmeinung, dass jede von Menschenhand geschaffene Regierung auf eigenem Machtgewinn, Unterdrückung und Unmoral beruht und deshalb als minderwertig und nichtig abzulehnen ist während einzig Allahs Herrschaft als unfehlbar, weise und heilssichernd anzuerkennen ist, gegen die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes. Auch nach Erbakans Tod berichten die Medien über die der IGMG eigene Israel- und Judenfeindlichkeit, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.samstag-in-stuttgart-ordnungsamt-genehmigt-demo-fuer-muslimbrueder.ad17afb0-b7cf-45ae-8bce-820a

Auch die vier nicht vom Verfassungsschutz beobachteten Gründungsorganisationen des TDIV hindern die Beschwerdeführer durch ihre unkritische Zusammenarbeit mit den beiden verfassungsfeindlichen Organisationen daran, allen drei Teilaspekten ihres Tripel-Mandats mit der gleichen rechtlich vorgeschriebenen Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Konsequenz nachzukommen. Eine prinzipiell wünschenswerte vertrauensvolle Zusammenarbeit der Antragssteller mit dem Integrationsrat ist so nicht möglich.

Integrationsräte übernehmen für unseren freiheitlich demokratischen Rechtsstaat, das friedliche Zusammenleben, die gleichberechtigte und tatsächlich gleichgestellte private, berufliche und politische Teilhabe sowie die individuelle Selbstverwirklichung aller Bürger in der Stadt eine Schlüsselrolle, weshalb dem Gremium keine misogynen Befürworter ethnisch homogener Parallelgesellschaften angehören sollten.

Die IGMG als legalistische, islamistische Organisation

Der meisten Anhänger islamistischer Organisationen sind weder militant noch befürworten sie die Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung der eigenen Ziele. Terroranschläge islamistischer Terroristen werden von den Vertretern dieser Organisationen öffentlich scharf verurteilt.

Andererseits wird bei der Distanzierung von Gewaltaktionen, die von islamistischen Gruppen verübt werden, oft im gleichen Atemzug auch die von westlichen Staaten ausgeübte Gewalt im Kampf gegen den internationalen Terrorismus angeprangert. Mit der kritischen Haltung gegenüber der Gewalt von beiden Seiten stehen diese Organisationen in unserer Gesellschaft keineswegs allein da. Sie kann aber auch als unterschwellige Schuldzuweisung an westliche Staaten gedeutet werden.

Das Ziel, die eigenen Vorstellungen vom Islam politisch umzusetzen, wird mit legalen Mitteln innerhalb der bestehenden Rechtsordnung verfolgt. Um die Akzeptanz zunächst möglichst vieler Muslime in Deutschland zu erlangen, nimmt man sich der Migranten an, bietet Hilfestellungen da, wo konkrete Schwierigkeiten die Menschen belasten, betreibt eine zum Teil von deutschen Stellen anerkannte Jugendarbeit und bietet ein breit gefächertes Bildungsangebot an. Gleichzeitig sucht man den Kontakt zu und das Gespräch mit den Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften, Verbänden und Parteien und beteuert gebetsmühlenhaft, fest auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu stehen.

Auf der anderen Seite haben diese Organisationen sich nach wie vor nicht von den antidemokratischen, totalitären und antisemitischen Programmatiken ihrer Vordenker gelöst. Innerhalb dieser Organisationen wird trotz des moderaten Auftretens zahlreicher Funktionäre in Teilen eine gegen die westliche Gesellschaft und ihre politischen Werte gerichtete Ideologie gepflegt und dieser eine Plattform für ihre Verbreitung geboten.

http://www.mik.nrw.de/verfassungsschutz/islamismus/legalistische-organisationen.html

Die Beschwerdeführer fechten deshalb die Wahl der Mitglieder des Integrationsrates der Stadt Mönchengladbach vom 25.05.2014 an, weil dem TDIV mit dem Türkischen Kulturverein und der IGMG zwei Gründungsorganisationen angehören, deren Dachorganisationen, die nach Berichten der Verfassungsschutzbehörden der Länder bzw. des Bundes, der Aufklärungsbroschüre des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW Wer sind die Grauen Wölfe sowie zahlreichen Internetquellen mit wissenschaftlichem Standard Ziele verfolgen, die sowohl gegen die Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes und den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen als auch die freiheitlich demokratische Grundordnung der BRD überwinden und in eine islamische Gesellschaft auf der Grundlage der frauenfeindlichen und mehrstufig diskriminierenden Scharia umwandeln wollen.

Ein solcher Verbund ist nicht wählbar, da alle Bewerber durch ihre Kandidatur für den TDIV bereit sind, Ziele, Wohlverhaltensdoktrin und politische Praxis der Türk Federasyon und der Millî Görüş, die jedem türkischstämmigen Mitbürger bekannt sind, mitzutragen und zu unterstützen. Weder Sezai Şahin als Listenleiter noch einer seiner 14 auf der Vorschlagsliste des TDIV verzeichneten Mitbewerber hat sich vernehmlich und nachweisbar von der Ideologie dieser Ultranationalisten, Islamisten, Rassisten und Antisemiten distanziert oder wenigstens einige Teilaspekte kritisiert.

Es ist zu prüfen, ob die Kandidaten mit ihrer Erklärung, die Grundwerte und Verfassungsprinzipien zu achten, eine eidliche Falschaussage getätigt und in Folge Wählertäuschung begangen haben (§ 108a StGB).

Wenn zutreffen sollte, dass § 108d StGB bei Integrationsratswahlen nicht einschlägig ist, liegt eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung vor. Der Gleichheitssatz verbietet wesentlich Gleiches willkürlich ungleich und wesentlich Ungleiches willkürlich gleich zu behandeln.

Als der TDIV 2010 erstmals an der Integrationsratswahl teilnahm, gelang es ihm auf Anhieb 35,8 % der Wählerstimmen zu erzielen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat der Stadt einzuziehen. Mit einem zumindest vergleichbaren Ergebnis konnte die Wahlliste auch 2014 rechnen. Die erfolgte Wahl anzuerkennen und lediglich den gesamten TDIV oder die entsprechenden Kandidaten der Liste für nicht wählbar zu erklären hätte wahrscheinlich erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis und die Mandatsverteilung. Die Beschwerdeführer fordern daher Neuwahlen.

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Bezirksregierung Düsseldorf

Frau Gabi Schmidt

Herrn Edward von Roy

Mönchengladbach

08.08.2014

Aktenzeichen 31.01.01-WahlKomm2014-79

Allgemeines Kommunalverfassungsrecht: Eingabe zum Ablauf der Integrationsratswahl in Mönchengladbach

Fachaufsichtsbeschwerde vom 13.06.2014

Sehr geehrte Frau Schmidt,

sehr geehrter Herr von Roy,

mit Schreiben vom 13.06.2014 haben Sie sich an mich gewandt und mir mitgeteilt, dass dem Türkisch-Deutschen Integrationsverbund (TDIV) mit dem Türkischen Kulturverein und der IGMG zwei Mitglieder angehören würden, die laut Bundes- und Landesamt für Verfassungsschutz Ziele verfolgen, die sowohl gegen die Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes als auch gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen würden. Darüber hinaus würden sie auch beabsichtigen, die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland abzuschaffen.

Da der TDIV aus diesen Gründen nicht zur Integrationswahl hätte zugelassen werden dürfen, würden Sie die Wahl anfechten und sich an die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde wenden.

Hierzu möchte ich Ihnen nach Prüfung der Sach- und Rechtslage folgende Informationen geben:

Über die Gültigkeit der Wahl und über die Einsprüche beschließt grundsätzlich der Rat der Stadt nach Vorprüfung durch einen hierfür gewählten Ausschuss (§ 40 Abs. 1 Kommunalwahlgesetz – KwahlG NRW).

Bei dem angesprochenen Ausschuss handelt es sich um den Wahlausschuss. Dieser ist ein Wahlorgan nach § 2 Abs. 1 (KWahlG NRW) und ein Pflichtausschuss des Rates mit eigenen spezialgesetzlichen Kompetenzen nach dem KWahlG NRW und der Kommunalwahlordnung (KWahlO NRW).

Die Aufsichtsbehörden wachen gem. § 5 KWahlO NRW darüber, dass die Kommunalwahlen im Einklang mit den Gesetzen durchgeführt werden. Hier sind sie insbesondere zuständig, Beschwerden gegen die Entscheidungen der Wahlausschüsse zu erheben, wenn sie die Vorschriften des Wahlgesetzes oder der Wahlordnung bei der Entscheidung über die Zulassung von Wahlvorschlägen für verletzt halten (§ 5 Abs. 1 Nr. 3 KWahlO NRW i.V.m. § 18 Abs. 4 KWahlG NRW).

Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage sehe ich jedoch keine Veranlassung, von meinen gesetzlich eingeräumten Befugnissen Gebrauch zu machen, da ich einen Verstoß gegen kommunalwahlrechtliche Vorschriften nicht erkennen kann. Dieses auch insbesondere deshalb nicht, da keine Verstöße gegen die Wählbarkeit nach § 12 KWahlG NRW vorliegen. Nicht wählbar im Sinne des § 12 KWahlG NRW ist jemand nur dann nicht [sic!], wenn er am Wahltag infolge eines Richterspruchs in der Bundesrepublik Deutschland die Wählbarkeit oder die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter aberkannt bekommen hat. Darüber hinaus kann sich auch eine Nichtwählbarkeit gem. § 46 KWahlG NRW ergeben. Diese bedingt jedoch, dass die Partei oder Wählergruppe in Deutschland verboten ist. Eine – von Ihnen behauptete – Beobachtung durch den Verfassungsschutz oder das Innenministerium ist hierfür nicht ausreichend.

Allgemeine kommunalrechtliche Prüfungs- und Aufsichtsrechte im Sinne der Gemeindeordnung NRW stehen mir darüber hinaus gegenüber den Entscheidungen eines Wahlausschusses nicht zu.

Ihr Schreiben in Bezug auf die Wahlanfechtung vom 27.05.2014 hatte ich bereits zuständigkeitshalber an die Stadt Mönchengladbach übersandt und Sie entsprechend informiert.

Ihr Schreiben vom 13.06.2014 habe ich ebenfalls an die Stadt Mönchengladbach abgegeben. Ich gehe davon aus, dass Ihre Einwände mit in die Entscheidung zur Gültigkeit der Wahl einfließen werden.

Die Stadt Mönchengladbach erhält eine Durchschrift dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

(…)

Mönchengladbach: IGMG und Graue Wölfe gehören nicht in einen Integrationsrat

Mai 27, 2014

An

Herrn Norbert Bude, Oberbürgermeister

den Wahlausschuss für den Integrationsrat

den Wahlvorstand für den Integrationsrat

den Rat der Stadt Mönchengladbach

Frau Gülistan Yüksel, Integrationsratsvorsitzende

Herrn Giovanni Ferraro, 1. stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrats

Frau Helga Block, Landeswahlleiterin NRW

die Landesregierung, MIK, Abteilung 1

die Landesregierung, MIK, Referat 12

die Landesregierung, MIK, Abteilung 3

die Landesregierung, MIK, Referat 31

Westdeutsche Zeitung

Rheinische Post

DER SPIEGEL

Focus

FAZ

taz

Mönchengladbach, den 27.05.2014

1. Beschwerde gegen den Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

2. Anfechtung des Wahlergebnisses für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

3. Forderung von Neuwahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

zu 1.

mit diesem Schreiben legen wir Beschwerde gegen die Zulassung des Listenvorschlags Türkisch-Deutscher Integrationsverbund (TDIV) ein.

Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Rat der Stadt Mönchengladbach wurde durch den offenen Brief der Beschwerdeführer vom 08.04.2014 auf den demokratiegefährdenden, integrationsfeindlichen, faschistischen und rassistischen Hintergrund der Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland, türkisch Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu ADÜTDF, kurz TÜRK FEDERASYON, deutsch Türkische Föderation, auch als Graue Wölfe bekannt, hingewiesen, die als tatsächlicher und einziger Veranstalter für ein Kultur- und Folklorefestival warb, das am 12.04.2014 in den Räumen der Gesamtschule Volksgarten stattfinden sollte. Dort sollten mit Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener drei von In- und Auslandstürken begeistert gefeierte Künstler der rechtsextremistischen Ülkücü-Bewegung (Idealistenvereine, Graue Wölfe) auftreten, die dafür bekannt sind, durch ihre Musik und Texte ultranationalistische, militaristische und rassistische Ideen zu verbreiten und den Konflikt zwischen dem türkischen Staat und den kurdischen Untergrundkämpfern als Rechtfertigung für den Kampf – mit allen Mitteln – gegen eine multiethnische, multireligiöse und multikulturelle Türkei und für den Territorialanspruch auf das Großreich Turan unter türkischer Führung zu nutzen. Şemsimah Şener verlinkt auf Facebook zu Armenian Genocide Lie, zu Leugnern des Völkermords an den Armeniern.

Die Stadt Mönchengladbach, deren Verwaltungschef Sie, Herr Oberbürgermeister Bude, sind, kündigte den Mietvertrag mit dem Türkischen Kulturverein (Türk Kültür Dernegi = Mönchengladbach Ülkü Ocağı), der als Antragsteller die Räumlichkeiten anmietete. Begründung für die Annullierung des Nutzungsvertrags:

Die Stadt Mönchengladbach hat den mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein e.V. Anfang April geschlossenen Mietvertrag für eine Schulaula gekündigt. Der Verein hatte die Räume für einen Folklore- und Kulturabend im Rahmen eines für den 12. April geplanten Frühlingsfestes angemietet.

Grund für die Kündigung ist die Tatsache, dass die im Vorfeld vom Antragsteller gemachten Angaben mit den Werbemaßnahmen für die Veranstaltung nicht übereinstimmen. Die Stadt Mönchengladbach sieht sich dadurch getäuscht.

Eine Überprüfung hat ergeben, dass die Föderation der Türkisch Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland in Einladungen und bei Werbemaßnahmen als Mitveranstalter beziehungsweise alleiniger Veranstalter auftritt. In dieser Werbung ist auch der Charakter eines Frühlingsfestes nicht mehr erkennbar.

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=115&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7448

Mönchengladbach Ülkü Ocağı‘nın Futbol takımı oldu

http://www.turkfederasyon.com/index.php/457-nrw1futbol

Das Konzert wurde am selben Tag auf Mönchengladbacher Stadtgebiet im privaten Festsaal Alem durchgeführt, anwesend waren Spitzenfunktionäre der ADÜTDF wie Präsident Şentürk Doğruyol, Vizepräsident Erdoğan Aktaş, KRV3, Kreisvorsitzender Adnan Altıntaş, KRV2, Landesvorsitzender Ahmet Şahin und KRV1 und Kreisvorsitzender Tansel Çiftçi, KRV bedeutet NRW.

Im Frühjahr 2011 haben Sie, Herr Oberbürgermeister Bude, als Oberhaupt der Verwaltung Integration zur Chefsache erklärt und dementsprechend die Stabsstelle Integrationsplanung und die Geschäftsstelle des Integrationsrates ihrem Dezernat zugeordnet. Der gesamten Berichterstattung über das geplante Konzert der Grauen Wölfe an einer städtischen Mönchengladbacher Schule, die wie alle Bildungseinrichtungen eine zentrale Rolle im Erlernen, Einüben und Verwirklichen eines gleichberechtigten Miteinanders und chancengleicher Teilhabe erfüllt und zusätzlich dem Netzwerk Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage angehört, hätten Sie daher sehr hohe Priorität einräumen müssen.

Spätestens am 11.04., nur einen Tag nachdem die Stadt sowohl die Auflösung des Vertrags mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein als auch die zugelassenen Wahlvorschläge für den Integrationsrat bekanntgeben hatte, hätten Sie, Herr Oberbürgermeister, Kenntnis davon haben müssen, dass der Verdacht besteht, dass einer der Kandidaten auf den Vorschlagslisten für die am 25.05.2014 anstehende Wahl zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach identisch mit dem Strohmann ist, der das „Frühlingsfest“ angemeldet und die Räumlichkeiten in der Gesamtschule für den 12.04.2014 angemietet hat.

Rechtsradikale Organisationen an Schule?

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

Es wäre Ihre Pflicht gewesen, dafür Sorge zu tragen, dass diesem Hinweis aus einem Artikel im Lokalteil der Westdeutschen Zeitung (WZ) nachgegangen und der Wahrheitsgehalt der Andeutung ermittelt wird. Hätte sich die Vermutung bestätigt, hätten Sie Wahlvorstand und Wahlausschuss in Kenntnis setzen und den Sachverhalt an die Landeswahlleiterin Frau Helga Block und das Landesamt für Verfassungsschutz weiterleiten müssen, zumal Sie, Herr Oberbürgermeister, und der Rat der Stadt am 08.04.2014 durch den offenen Brief der Beschwerdeführer über die jugendgefährdenden Inhalte sowie die grundgesetzwidrigen politischen Bestrebungen und Ziele der ADÜTDF informiert worden waren. In dem Schreiben wurde auch auf Quellen hingewiesen, die den dargestellten Sachverhalt belegen. Wie jeder Bürger können auch Kommunalpolitiker, Oberbürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter beispielsweise beim Innenministerium, Landesamt für Verfassungsschutz sowie Bundesamt für Verfassungsschutz wissenschaftlich erarbeitetes Aufklärungsmaterial über die De-facto-Auslandsorganisation der rechtsextremistischen türkischen Partei MHP anfordern oder sich selbst aus dem Internet herunterladen. Offensichtlich wurde weder zum Wahrheitsgehalt des Zeitungsartikels vom 11.04.2014 recherchiert, noch die Wahlleiterin informiert.

http://www.mg-heute.de/10891/neues-integrationskonzept-einstimmig-vom-rat-verabschiedet/

Integrationsräte setzen sich dafür ein, bestehende Ungleichbehandlung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte abzubauen und erneute Benachteiligungen zu verhindern, indem sie auf Gleichstellung und chancengleiche Förderung der individuellen Teilhabe- und Persönlichkeitsrechte achten. Bürger, die sich für die Wahl zum Integrationsrat aufstellen lassen, erklären sich bereit, sich für eine verantwortungsvolle, komplexe Aufgabe zu engagieren, die für den Erhalt unseres freiheitlich demokratischen Gemeinwesens sowie für die Lebensqualität und das friedliche Zusammenleben aller Bürger in unserer Stadt von großer Bedeutung ist. Wie jeder Kandidat für sich selbst hat auch der Listenerste einer Wahlliste stellvertretend für seine Listenkollegen schriftlich zu garantieren, dass er bzw. die Mitbewerber auf dem Listenvorschlag die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes achten (§ 10 Abs. 2 und 3 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder des Integrationsrats). Selbstverständlich schließt das Mandat die aktive Umsetzung der Grund- und Menschenrechte und den Schutz der fdGO im Alltag mit ein. Tritt ein Bewerber für eine Liste an, hat er vorher zu klären, dass er mit seinen Listenkollegen in diesem Sinne zusammenarbeiten kann.

Jede Vereinigung die sich der Idealistenbewegung zugehörig fühlt und sich zu den politischen Idealen und Zielen des MHP-Gründers Alparslan Türkeş bekennt und mit Verstand, Herz und Hand danach strebt, ein antidemokratisches, autoritäres Großreich Turan unter türkischer Führung zu errichten, konterkariert die Arbeit des Integrationsrats und ist für eine Mitarbeit in diesem Gremium nicht geeignet. Mitglieder oder Sympathisanten von Organisationen, welche die Menschenwürde von Kurden, Griechen, Armeniern, Aleviten, Yeziden, Aramäern, Juden, Christen, Atheisten, Homosexuellen und politischen Gegnern verletzen, solches Verhalten fördern, billigen oder bagatellisieren, entsprechender Hetze nicht laut und deutlich widersprechen, gefährden Gesundheit, Leben und Menschenrechte von Mitbürgern, verstoßen gegen die Verfassungsprinzipien des freiheitlich demokratischen Rechtsstaats sowie gegen den Gedanken der Völkerverständigung und disqualifizieren sich für die Mitarbeit im Integrationsrat.

Wahlvorstand und Wahlausschuss übernehmen auch bei den Integrationsratswahlen eine wichtige Kontrollfunktion für eine verfassungsgemäße Integrationspolitik, den Erhalt des freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens sowie die Verwirklichung von Grund- und Menschenrechten und der vom Grundgesetz abgeleiteten Werteordnung. Sie haben daher die abgegebenen Eigenerklärungen nicht nur entgegenzunehmen und auf Lesbarkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, sondern sich auch von deren Wahrheitsgehalt zu überzeugen. Beim Prüfen der Wahlvorschläge nach § 11 und 12 der Wahlordnung für die Wahl der Mitglieder für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach hätte auffallen müssen, googlen reicht, dass bereits 2010, als der TDIV erstmals zur Wahl antrat und auf Anhieb ein Wahlergebnis von 35,8 % erreichen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat einziehen konnte, zwei Kollegen im Turanspor Rheydt als Fußballer aktiv gewesen sind, jenem Sportverein, der seine Zugehörigkeit zum Türkischen Kulturverein Mönchengladbach und zur Almanya Türk Federasyon (ADÜTDF, Graue Wölfe) ehrlich und wie selbstverständlich im Internet bekennt.

So stellt sich der Fußballverein auf Facebook dar

Turanspor Rheydt

Allgemeine Informationen

Gegründet 2002

Erzbergerstrasse, Mönchengladbach

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon

[Anm.: deutsche ATF, Teil der europäischen ADÜTDF, beides GRAUE WÖLFE]

Info

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü.

Vereinsgeschichte:

Seit 1977 gibt es in Mönchengladbach den Türkischen Kulturverein und seit einigen Jahren versucht der Verein auch in sportlicher Richtung erfolgreich tätig zu sein. Eine dieser sportlichen Aktivitäten spiegelt sich mit der Gründung des Fussballvereins TURANSPOR wieder. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

TURANSPOR RHEYDT

Gründungsjahr: 2002

Vereinsregister: Amtsgericht Mönchengladbach

Das Vereinsheim von Turanspor befindet sich im Türkischen Kulturverein in Mönchengladbach.

[Anmerkung: identisch mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein der Interkulturellen Straßenfeste 2012 und 2013 sowie dem Anmelder des Konzerts der Grauen Wölfe für den 12.04.2014]

Adresse:

Türkischer Kulturverein

Erzbergerstraße

Mönchengladbach

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Am 31.03. und 08.04.2014 stellte Turanspor auf seinem Facebook-Konto die von der ADÜTDF verfasste Einladung für das als Frühlingsfest deklarierte Graue-Wölfe-Konzert in der Gesamtschule ein, das dann am 12.04.2014 in den kommerziellen Festsaal Alem verlegt und dort durchgeführt wurde.

Offensichtlich zieht der Sportverein in ein neues Vereinsheim um, das sich nur wenige Häuser entfernt in der Erzbergerstraße […] befindet. Ülkü Ocağı bedeutet Idealistenverein.

Yardım Kampanyası

Sonntag, 30. März

Mönchengladbach Ülkü Ocagi

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach e.V.

Eingetragen im Vereinsregister unter Aktenzeichen VR 984 von 1977

Erzbergerstraße […]

Mönchengladbach

https://www.facebook.com/events/470795233021976/?ref=22

Hier firmiert der Verein mit dem Siegel der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON als der Europabewegung der Grauen Wölfe:

Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR 984“ Gemeinnütziger

Wohnt in: Mönchengladbach, Deutschland

https://plus.google.com/118446091608328693097/posts

In der Vergrößerung [auf das weiß-rote Symbol tippen] finden sich, in tief gesetzter feiner Schrift, als eine Art Überdruck der Vereinsname Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR984“ und die Adresse Erzbergerstraße Mönchengladbach auf dem zugrunde liegenden großen Symbol der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON, dem gesamteuropäischen Dachverband der Grauen Wölfe. Dessen Zeichen wiederum war für den 12.04.2014 auf dem Mönchengladbacher Plakat oben-links zu sehen (das der deutschen ADÜTDF oben-rechts).

https://plus.google.com/118446091608328693097/photos/photo/5864781681259164914

Der Türkisch-Deutsche Integrationsverbund (TDIV) trat bereits 2010 als Zusammenschluss aus sechs Organisationen zur Wahl an, von denen zwei, nämlich die IGMG (Islamische Gemeinschaft Millî Görüş) und die ADÜTDF (Graue Wölfe) die Grundwerte und Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes letztendlich ablehnen und beispielsweise durch ihren Antisemitismus gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen:

“Der Staat, den Menschen durch ihren gemeinsamen Willen gegründet haben und verwalten, ist [nur] metaphorisch. Der wahre Herr des Staates und sein letztlicher Verwalter ist Allah. Er ist der erste und letzte Herr all dessen, was besessen werden kann. Er ist der alleinige Herr allen Seins. Er ist König. Herrschaft und Souveränität liegen [allein] bei ihm. Denn Er ist der Herrscher aller Herrscher.”

(Milli Gazete vom 13.Juli 2009, S. 14)

Die von der Milli Görüs-Bewegung propagierte “Gerechte Ordnung” beinhaltet ein umfassendes soziales, ökonomisches und politisches Regelungssystem, das auf islamischer Grundlage beruht. Ziel ist es, die westliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen.

Entsprechend der Milli Görus-Idee versucht die IGMG in Deutschland, ihren Anhängern ein Leben zu ermöglichen, das sich an ihrer Auslegung von Koran und Sunna orientiert. Dazu strebt die IGMG an, als legitime Vertretung der türkischen Muslime im politischen Raum und als Ansprechpartner für staatliche Stellen anerkannt zu werden. In der deutschen Öffentlichkeit bemüht sich die IGMG darum, moderat und integrationsorientiert zu erscheinen.

http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=12349&article_id=54200&_psmand=30

Seit Jahren berichtet der Bundesverfassungsschutz bzw. das Landesamt für Verfassungsschutz in NRW über die verfassungsfeindlichen Bestrebungen von ADÜTDF und IGMG / Millî Görüş. Immer wieder ermittelte die Staatsanwaltschaft bei dem Moscheeverband wegen Hinterziehung von Steuergeldern und Sozialleistungen sowie wegen Spendenbetrugs. Spitzenfunktionäre der Millî Görüş steuerten die Aktivitäten der Internationalen Humanitären Hilfsorganisation (IHH), die in der BRD 2010 durch den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière verboten wurde, weil sie durch die Unterstützung der radikalislamischen, israelfeindlichen und terroristischen HAMAS gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen hat.

Zusammensetzung des TDIV

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund / Türk-Alman Uyum Birliği

Dem Verbund gehören an:

Türkischer Elternverein Mönchengladbach (TEMG) e.V.

Türkisch Islamischer Kulturverein e.V.

[ identisch mit

DIYANET / DITIB, Duvenstr. ]

http://moenchengladbach.stadtbranchenbuch.com/2151359.html

Türkisch Deutscher Kulturverein Mönchengladbach e.V.

[ Gibt es so nicht, gemeint ist, s. u. Quelle Zaman, Türkischer Kulturverein Mönchengladbach = ADÜTDF / GRAUE WÖLFE, Erzberger Str., vgl. Anlage Wahlplakat 2014 Türk Kültür Derneği ]

Islamisches Zentrum e.V.

[ identisch mit

Millî Görüş, Nordstr. ]

Deutsch Türkischer Solidaritäts- und Kulturverein e.V.

[ identisch mit

Nimet Vakfi, Waldnieler Str. ]

http://www.dialo.de/verein/moenchengladbach/deutsch-tuerkischer-solidaritaets-und-kulturverein-moenchengladbach-m45624498200/adresse

https://de-de.facebook.com/pages/Nimet-Vakfi/382488121810479

Integrations- und Bildungsverein in Mönchengladbach e.V.

http://www.ihk-mittlerer-niederrhein.de/de/firmen/fdb_016953233506.htm

[identisch mit

VIKZ, Neusser Str. ]

http://vikz.de/index.php/tom.html

Zum TDIV siehe auch

http://www.bz-mg.de/zu-vergangenen-wahlen/wahl-zum-integrationsrat-2010/integrationsrat-turkisch-deutscher-integrationsverbund-will-sechs-vereine-reprasentieren.html

Bericht bei ZAMAN über die Kandidatur des TDIV anlässlich der Integrationsratswahlen 2010

Güç birliği yapan TDİV ‘Geleceğe elele’diyor

31 Ocak 2010, Pazar / ORHAN SAYGIN, MÖNCHENGLADBACH,

Kuzey Ren Vestfalya (KRV) [ NRW ] eyaletinde 7 Şubat Pazar günü yapılacak Uyum Meclisi seçimlerine [ Integrationsratswahlen ] sayılı günler kala adayların seçmenleri bilgilendirme çalışmaları yoğunlaşarak devam ediyor.

Mönchengladbach şehrinde altı yerel derneğin güçlü bir listeyle birlik oluşturduğu Türk Alman Uyum Birliği (TDİV), şehirde uzun yıllar göçmen kökenli vatandaşların yaşam şartlarını çeşitli hizmetler sunarak iyileştirmenin yanı sıra uyum çalışmalarında daha etkili bir faaliyet göstermek istiyor. Her sahada eşitlik ve katılımı güçlendirmek için daha çok hizmet yapılması gerektiğine inandıklarını söyleyen grubun sözcüsü Levent Ulus, insanların günlük hayattaki sorunların her geçen gün çoğaldığını ve bu sorunların karar mekanizması olan belediyelere ulaştırılmasında en büyük olanağın uyum meclisi olduğunu ifade etti. Ulus, “Biz okul ve meslek eğitimi, dil, iş hayatı, kültür, aile, sağlık ve sosyal politikada kısacası her alanda eşit haklar istiyoruz. Çünkü biz buralıyız ve buralı olarak kabul görülmek istiyoruz” şeklinde konuştu. Seçimlerde oy kullanmanın önemine de değinen Ulus, insanları seçime katılmalarını sağlamak için yoğun çaba sarfettiklerini söyleyerek “Maalesef beş yıl önce buradaki uyum meclisi seçimlerinde genel katılım yüzde on civarında olmuş. Biz bunu çoğaltmak adına insanlarımızın seçime katılmaları için yoğun çaba sarfediyoruz, onlara bu konunun önemini anlatmaya çalışıyoruz” dedi. 16 aday gösteren TDİV’ı oluşturan dernekler ise şöyle: DİTİB Merkez Camii, İGMG Bilal Camii, İKM Camii [VIKZ ], Türk Kültür Derneği [ = Türkischer Kulturverein Mönchengladbach = Graue Wölfe ], Nimet Vakfı [ ehedem Luisenstraße, jetzt Waldnieler Straße ] ve Türk Veliler Derneği [ Türkischer Elternverein, um Levent Ulus ].

http://euro.zaman.com.tr/euro/newsDetail_getNewsById.action?newsId=52164

http://integrationsratswahlennrw.de/data/zaman_mnchengladbach_31.01.2010.pdf

Alle Listenmitglieder des TDIV sind entweder in Mönchengladbach geboren, haben hier die Schule besucht oder leben und arbeiten schon einige Jahre in der Stadt. Daher ist davon auszugehen, dass jeder weiß, dass die ultranationalistische Ideologie der Ülkücülar und der Panturkismus sowie die Hetze gegen Juden, Andersdenkende und Minderheiten genauso wenig mit der fdGO oder den Grund- und Menschenrechten vereinbar ist wie die radikalislamische Doktrin Erbakans von der gerechten Ordnung (adil düzen) bzw. der nichtigen, verwerflichen Ordnung (bâtıl düzen), von der sich auch nach dem Tod ihres verehrten Anführers weder Funktionäre noch Anhänger der IGMG getrennt haben.

Weder der Listenerste S. Ş. noch S. Ö. noch die drei Fußball spielenden Listenkollegen haben sich von der rechtsextremistischen Ideologie und den entsprechenden Denk- und Verhaltensmustern der Grauen Wölfe distanziert. Auch als überall im Mönchengladbacher Stadtgebiet für den Auftritt von Şemsimah Şener, Ali Kınık und Zafer İşleyen beim Kultur- und Folklorefestival an der Gesamtschule Volksgarten geworben wurde, die als begeistert gefeierte Künstler mit ihrem musikalischen Können die völkisch rassistische Gesinnung der Grauen Wölfe verbreiten und für deren Popularität in und außerhalb der Türkei hoch verantwortlich sind, hat keiner der fünfzehn Vertreter des TDIV protestiert. Auch die drei Teamkollegen des Turanspor Fußballklubs haben keinen Anstoß daran genommen, dass ihr Sportverein auf seiner Homepage für ein Graue-Wölfe-Konzert unter dem Motto BİR BAYRAK RÜZGAR BEKLİYOR (Eine Fahne wartet auf Wind) wirbt.

Zu 2

Die Beschwerdeführer fechten die Wahl der Mitglieder des Integrationsrates der Stadt Mönchengladbach vom 25.05.2014 an, weil dem TDIV mit dem Türkischen Kulturverein und der IGMG zwei Mitglieder des Zusammenschlusses aus 6 Organisationen angehören, die laut Landesamt und Bundesamt für Verfassungsschutz und Aufklärungsbroschüre des MIK Wer sind die Grauen Wölfe Ziele verfolgen, die sowohl gegen die Verfassungsprinzipien des Grundgesetzes und den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen als auch die freiheitlich demokratische Grundordnung der BRD abschaffen wollen. Ein solcher Verbund ist nicht wählbar. Sowohl S. Ş. als Listenleiter als auch jeder seiner Listenkollegen sind durch ihre Kandidatur für den TDIV bereit Ziele, Wohlverhaltensdoktrin und politische Praxis von Grauen Wölfen und Millî Görüş mitzutragen, keiner der 15 Listenmitglieder hat sich von der Ideologie der ADÜTDF bzw. von der Doktrin Erbakans distanziert. Auch sie sind deshalb nicht wählbar.

Es ist zu prüfen, ob die Kandidaten mit ihrer Erklärung, die Grundwerte und Verfassungsprinzipien zu achten, eine eidliche Falschaussage getätigt und demzufolge Wählertäuschung begangen haben (§ 108a StGB).

Wenn zutreffen sollte, dass § 108d StGB bei Integrationsratswahlen nicht einschlägig ist, liegt eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung vor. Der Gleichheitssatz verbietet wesentlich Gleiches willkürlich ungleich und wesentlich Ungleiches willkürlich gleich zu behandeln.

Zu 3

Als der TDIV 2010 erstmals an der Integrationsratswahl teilnahm, gelang es ihm auf Anhieb 35,8 % der Wählerstimmen zu erzielen und mit sechs Vertretern in den Integrationsrat der Stadt einzuziehen. Mit einem zumindest vergleichbaren Ergebnis konnte die Wahlliste auch 2014 rechnen. Die erfolgte Wahl anzuerkennen und lediglich den gesamten TDIV oder die entsprechenden Kandidaten der Liste für nicht wählbar zu erklären hätte wahrscheinlich erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis und die Mandatsverteilung. Die Beschwerdeführer fordern daher Neuwahlen.

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

April 22, 2014

An

Herrn Norbert Bude, Oberbürgermeister

den Rat der Stadt Mönchengladbach

Frau Gülistan Yüksel, Integrationsratsvorsitzende

Frau Helga Block, Landeswahlleiterin NRW

das Bundesamt für Verfassungsschutz

das Landesamt für Verfassungsschutz

Westdeutsche Zeitung

Rheinische Post

Mönchengladbach, den 22.04.2014

Anhänger der türkischen nationalistischen Bewegung sind unter anderem unter dem Namen „Graue Wölfe“ oder „Ülkücü-Bewegung“ bekannt. Ihre Anhänger bezeichnen sich als „Idealisten“, auf türkisch „Ülkücü“. Sie sind in Deutschland größtenteils in der ‘Förderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine*’ (‘Avrupa Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu’) – kurz ADÜTDF – organisiert. Die ADÜTDF* ist dem türkischen rechtsextremistischen Spektrum zuzurechnen

Ziele der Ülkücü-Bewegung

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung ist geprägt von der Forderung nach der „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker in einem Staat, also aller Völker, die der türkischen Ethnie angehören.

Hieraus resultiert ein übersteigertes Nationalbewusstsein, das die türkische Nation sowohl politisch-territorial als auch ethnisch-kulturell als höchsten Wert ansieht. Andere Nationen und ihre Angehörigen, deren Rechte und Interessen mit den türkischen tatsächlich oder vermeintlich in Konflikt stehen, werden propagandistisch herabgesetzt und verunglimpft.

MIK (Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen)

Wer sind die „Grauen Wölfe“?

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Mit drei Mondsicheln oder mit dem Wolfsgruß gibt man sich als Angehöriger der rassistischen sogenannten Idealistenbewegung (Ülkücü Hareket) zu erkennen, als Mitglied oder Sympathisant der Parteien MHP oder ihrer radikalreligiösen Abspaltung BBP:

MHP (rechtsextrem), Milliyetçi Hareket Partisi, Partei der Nationalistischen Bewegung, gegründet 1969 durch den Başbuğ, „Führer“ Alparslan Türkeş, seit 1997 geführt von Devlet Bahçeli

BBP (radikalislamisch, rechtsextrem), Büyük Birlik Partisi, Partei der Großen Einheit oder Große Einheitspartei. Ihr Gründungsvorsitzender Muhsin Yazıcıoğlu starb im März 2009 bei einem Hubschrauberabsturz. Die Jugendverbände der BBP nennen sich Alperen Ocakları

Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

Offener Brief von Edward von Roy und Gabi Schmidt

Auch in unserer Stadt haben Verwaltung und Rat den Auftrag, die Qualitätsstandards des säkularen, freiheitlich demokratischen Rechtsstaats (Verfassung und abgeleitete Werteordnung) zu garantieren sowie die am Grundgesetz orientierte Integration und gleichberechtigte private, berufliche und politische Teilhabe eines jeden Bürgers zu verwirklichen.

Durch ihr politisches Mandat übernehmen Ratsmitglieder eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe. Gerade deshalb sollte der Rat als wichtigstes Entscheidungsgremium dem Erhalt und der Förderung freiheitlich demokratischer Strukturen sowie der Erziehung und Bildung des Individuums zur demokratischen Persönlichkeit höchste Priorität beimessen. Wie alle Menschen dieser Stadt haben auch minderjährige Migranten als gleichberechtigte Grundrechtsträger einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Selbstverwirklichung und absolute Chancengleichheit in den Rahmenbedingungen der Verfassung.

Rasches und konsequentes Handeln der Stadt Mönchengladbach am 10.04.2014 verhinderte, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete ultranationalistische und integrationsfeindliche ADÜTDF, besser unter dem Namen Graue Wölfe bekannt, ein Kultur- und Folklorefestival veranstaltete. Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener, drei Kultfiguren der türkischen Musikszene, die mit Engagement ihr Können ganz in den Dienst der Ülkücü-Bewegung stellen und wesentlich zur Popularität der rassistischen Ideologie bei In- und Auslandstürken beitragen, durften am Samstag, dem 12.04.2012 nicht an einer Mönchengladbacher Schule auftreten. Dafür sind wir wie alle freiheitsliebenden Demokraten dankbar.

Mit Entsetzen stellen wir jedoch fest, dass der Türkische Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung (Mönchengladbach Türk Kültür Dernegi), welcher offensichtlich als Strohmann das „Frühlingsfest“ angemeldet hatte, um den tatsächlichen Charakter und wirklichen Veranstalter zu verschleiern, weiterhin auf der Homepage der Stadt Mönchengladbach als Dienstleister für Angebote zur Integration und Migration geführt wird.

Jedermann liest bei Besuch des Internetauftritts der Stadt Mönchengladbach:

Anbieter und Angebote zur Integration und Migration

Wir haben auf dieser Seite unterschiedliche Angebote zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, schnell in unserer Stadt anzukommen, Fuß zu fassen, Freunde und Bekannte zu finden und sich wohl zu fühlen.

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

Herr A. E.

E.straße 100

41061 Mönchengladbach

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration&user_wfp2vereine_pi1[s_verein_id]=1343&user_wfp2vereine_pi1[action]=show_detail&cHash=e94bbbc043a37098fbc2ae4a4d8b1ebf

Anbieter und Angebote zur Integration und Migration [Gesamte Liste]

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=angebote-integration

Um die individuelle Persönlichkeitsentfaltung und Lebensqualität aller Mönchengladbacher auf der Grundlage unserer Verfassung zu optimieren, sollten Politik und Verwaltung sich vergewissern, mit welchen Initiativen bzw. Personen sie unterstützend oder auf rein kommerzieller Basis zusammenarbeiten. Nicht jeder ist ehrlich, nicht jede Vereinigung ist förderungswürdig. Stellt die Stadt Anbieter für Sprachkurse und Integrationsangebote als Starthilfe für Neuankömmlinge auf der eigenen Website ein, sollte sie sich im Klaren sein, dass sie de facto eine Empfehlung ausspricht und Verantwortung für die gelingende Eingliederung und Teilhabe dieser Menschen übernimmt. Die Zukunftsaussichten der Mönchengladbacher Mädchen und Jungen sollten Oberbürgermeister Bude als Chef für Integration besonders am Herzen liegen.

Wir fordern die Stadt Mönchengladbach daher auf, den Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein sofort aus der Liste Anbieter und Angebote zur Integration und Migration zu streichen.

Integrationspreis

Ebenso sollten Entscheidungsträger in Verwaltung und Rat bevor sie beispielsweise die Kandidatenliste für den Integrationspreis aufstellen, zweifelsfrei sicherstellen, dass ihr Gegenüber mit seinem Engagement weder den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat noch die persönliche Handlungsfreiheit und individuelle Entfaltung jedes Bürgers gefährdet oder das gleichberechtigte, friedliche Zusammenleben stört. Schließlich soll die Preisverleihung als positives Beispiel dienen, bürgerliches Engagement fördern und Zukunftschancen verbessern.

Zwölf Vorschläge für den Integrationspreis, der in Zukunft regelmäßig vergeben werden soll, waren eingegangen. “Alle sind Beispiele für gelungene Integration und absolut preiswürdig”, betonte OB Norbert Bude bei der Feier im Jugendclubhaus, zu der rund 50 Gäste, darunter Vertreter des Rates der Stadt Mönchengladbach und des Integrationsrates mit der Vorsitzenden Gülistan Yüksel MdB, gekommen waren. …

Der Kulturverein Al Ghadir e. V., betreibt als islamischer Kulturverein ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit mit einer weltoffenen Lebensphilosophie.

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=522&user_wfp2pressenewsdetails_pi1[news_id]=12616&cHash=5e931c65d46e9991790b34b1342beb9e

Am 23.06.2013 postete der schiitische Verein Al Ghadir, einer der Bewerber für den ersten Integrationspreis, auf Facebook:

AL-Ghadir e.V

23. Juni 2013

Die sagen, dass unsere Gelehrten gegen die Suniiten sind, aber das stimmt nicht!

WIR SIND GEGEN DIE WAHABITEN

https://www.facebook.com/alghadirev?hc_location=timeline

Dazu veröffentlichten sie folgenden gruppenchauvinistischen und kulturrassistischen Witz:

We forgot to return his brain!

He’s Wahhabi, doesn’t use it & doesn’t need it!

[„Wir haben vergessen, sein Gehirn wieder einzusetzen“ – „Er ist Wahhabit, benutzt das nicht und braucht das nicht!“]

Hahaha das stimmt Doktor

https://www.facebook.com/alghadirev/photos/a.662674060414250.1073741824.208575169157477/664260813588908/?type=1&theater

Die meisten Mönchengladbacher stimmen wohl mit uns darin überein, dass das Verbreiten von Hasstiraden gegen alle Menschen, die der zwar menschenrechtswidrigen sowie demokratiegefährdenden Theologie Saudi-Arabiens folgen, keine „ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit“, sondern eine herabwürdigende Beleidigung darstellt. Besonders verärgert uns, dass über das Internet eine große Gruppe der Bevölkerung erreicht und beeinflusst wird und gerade das soziale Netzwerk Facebook vor allem von Minderjährigen und heranwachsenden jungen Menschen genutzt wird. Gruppenchauvinistische und kulturrassistische Schmähungen wie „Er ist ein hirnloser Wahhabi“ sollten an Marktplätzen, in Jugendzentren und auf Schulhöfen unserer Stadt nicht zu vernehmen sein.

Ebenfalls am 23.06.2013 veröffentliche die Organisation auf dem Medium eine aus vier Fotografien bestehende Bildsequenz, die ein etwa neunjähriges Mädchen abbildet, das erklären soll, welche Regeln bei der gottesfürchtigen Auswahl des Hidschab zu beachten sind und wie bereits Drittklässlerinnen sittsam und den religiösen Vorschriften gemäß den ganzen Körper mit einem schwarzen, höchstens dunkelblauen Schleier so verhüllen sollen, dass nicht einmal eine Haarsträhne hervor blitzt.

Liebe Schwester, Hijab hat keine Mode, man soll sich einfach verschleiern, egal ob dein Kopftuch jetzt schwarz oder dunkel blau ist

Die Neunjährige entwickelt ihre Kopftuchargumentation in vier Stufen:

Hi world!

[die Umwelt mit der kleinen Hand grüßend; schulterlanges offenes Haar; ein funktionales, kulturell modernes und kindgerechtes Sweatshirt tragend, das über der Brust annähernd hauteng liegt]

Did you know …

[Geste der Nachdenklichkeit, schamhaft den Arm über die damit nicht mehr sichtbaren Bereiche Brust und Halsausschnitt legend]

Hijab is like this

[frontal den Betrachter ansehend; sehr ernst, nicht lächelnd; mit dem Zeigefinger Richtung des eigenen Kopfes deutend; das Mädchen ist nun korrekt verhüllt, keine Locke ist zu sehen]

NOT THIS

[in Gehorsam heischender roter Schrift und in Großbuchstaben; das Mädchen jetzt im Halbprofil und nur im Bereich von Oberkörper, Hals und Hinterkopfbereich islamisch korrekt bedeckt; wie anklagend auf den eigenen Kopf zeigend, der Haaransatz und eine tüchtige Portion Haare sind sichtbar]

https://www.facebook.com/alghadirev/photos/a.662674060414250.1073741824.208575169157477/664260030255653/?type=1&theater

Mädchen und Jungen brauchen eine farbenfrohe Umgebung, die ihre Phantasie anregt. Kinderkleidung soll vor allem praktisch sein und ausreichend Bewegungsfreiheit zulassen, um die bei allen Grundschulkindern vorhandene natürliche Bewegungsfreude zu unterstützen und, unabhängig von Geschlecht oder Religion, späteren Gesundheitsproblemen vorzubeugen.

Jungen oder junge Männer, so fordert es der sich als Sittenwächter betätigende Al-Ghadir, sollen es unterlassen, ihre Jeans provokant heruntergerutscht zu tragen, was jedem ob er es will oder nicht die Unterhose sichtbar werden lässt. Auch hier ist die moralisierende Karikatur mit Untertiteln versehen:

Lieber Bruder, die hose will selber hoch, also zieh bitte deine hose hoch!

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein universelles Menschenrecht und ein Kennzeichen kultureller Moderne. Reaktionären Moralhütern geht es weltweit vor allem um das Dämonisieren der Zärtlichkeit junger Menschen. Während Norbert Bude und Gülistan Yüksel die Vereinsarbeit des Al-Ghadir als „ernsthafte und nachhaltige Bildungsarbeit mit einer weltoffenen Lebensphilosophie“ präsentieren, kommt die schiitische Gruppierung am 21.06.2013 zum Thema Nummer Eins, zum Thema Sex:

Lieber Bruder, du darfst sie erst berühren wenn ihr islamisch verheiratet seid!

Eine Art Grafik oder Comicbild zeigt einen jungen Mann und eine per Hidschab verschleierte junge Frau ohne Körperkontakt, jedoch in schariarechtlich „gefährlicher“ räumlicher Nähe zueinander (beispielsweise im selben Zimmer). Von ihr geht eine in Comics übliche Sprechblase aus, die, ohne Worte, eine Zeichnung enthält, durchgestrichen nach dem allbekannten Verkehrsschild im roten Kreis mit einer roten Diagonale sehen wir zwei einander „unanständig“ berührende schlimme Zeigefinger, große belehrende Bildbeschreibung auf Englisch, für derartige totalitäre Sittenstrenge wird man 2014 in Mönchengladbach durch den Oberbürgermeister („für gelungene Integration und absolut preiswürdig“) und die Integrationsratsvorsitzende gelobt:

Wenn du sie NICHT HEIRATEN WILLST, lass die Hände von der KÜNFTIGEN EHEFRAU eines anderen Mannes.

Wenn du sie HEIRATEN WILLST willst, lass die Hände von ihr, bis sie DEINE EHEFRAU ist.

If you DON’T INTEND to marry her, keep your hands off another man’s FUTURE WIFE.

If you DO INTEND to marry her, keep your hands off until she is YOUR WIFE.

Art. 3 GG untersagt sowohl die Bevorzugung als auch Benachteiligung von Gruppen oder Einzelpersonen aufgrund von Geschlecht, Abstammung, Ethnie oder Religion / Weltanschauung. Innerhalb der verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen hat jeder Bürger gegenüber dem Staat und seinen Mitbürgern einen Grundrechtsanspruch auf Gleichbehandlung. Die von den Grundrechten abgeleitete Werteordnung verstärkt die Geltungskraft der Grundrechte für den Einzelnen.

Erziehungsmethoden, die Gewalt und Einschüchterung benutzen, gehören nicht ins 21. Jahrhundert. Das sollte auch dem Oberbürgermeister Bude und der Integrationsratsvorsitzenden Yüksel bekannt sein. Wie können beide einen Verein als integrationspreiswürdig herausstellen, der einem Teil der Mönchengladbacher Kinder, nur weil sie schiitische Eltern haben, vermittelt, dass Erlösung nur der findet, der aus Angst vor Gottes Strafgericht aufschreit. Allen Menschen drohe die ewige Verdammnis:

AL-Ghadir e.V

10. Juni 2013

Imam Hussain: “Das Schreien aus der Angst vor Gott ist die Erlösung vom Höllenfeuer.”

Quelle: Mostadrakol Wasael, Vol. 11, P. 245

Interkulturelles Fest

Interkulturelle Straßenfeste sind ein guter Anlass, um mit Freunden und der Familie einen netten Nachmittag zu verbringen, internationale Gerichte zu probieren, Musik und Kultur unserer zugewanderten Mitbürger kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und mit Menschen unterschiedlicher Herkunft fröhlich und ausgelassen zu feiern. Das intergenerative Begleitprogramm ist meist so kinderfreundlich gestaltet, dass auch Minderjährige gerne Zeit dort verbringen und eine Menge Spaß haben. Manchmal nutzen auch gemeinnützige Vereine die Gelegenheit, um der Bevölkerung ihre Arbeit vorzustellen und neue Mitglieder anzuwerben.

Für den nachhaltigen Erfolg eines solchen Festes, das nachbarschaftliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Kultur und Sprache erleichtern soll, ist neben dem attraktiven Veranstaltungsprogramm auch die Auswahl der Mitveranstalter entscheidend. Mit Rücksicht auf die jungen Gäste, die aufgrund ihrer noch nicht abgeschlossenen körperlichen und seelisch-geistigen Entwicklung leicht beeinflussbar und deshalb unbedingt vor radikalen Gruppen mit menschenverachtenden Ideologien zu schützen sind, haben die Verantwortlichen die Liste der Mitveranstalter äußerst aufmerksam und umsichtig zu prüfen. Vertrauensvorschüsse und sorgloser Optimismus sind hier äußerst unangebracht. Sie erleichtern Extremisten die Kontaktaufnahme zu Mädchen und Jungen, verhetzen die jungen Menschen und minimieren deren Zukunftsaussichten.

Diese gebotene Sorgfalt ist offensichtlich leider unterlassen worden. Ein gemeinnütziger Türkischer Kulturverein MG e.V., der mit der genannten Tochterorganisation der Grauen Wölfe Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung identisch ist, durfte am 23.09.2012 und am 15.09.2013 das Interkulturelle Straßenfest zur Eröffnung der Interkulturellen Woche mitgestalten.

Wir erwarten von der amtierenden Integrationsratsvorsitzenden, Bundestagsabgeordneten und Trägerin des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland diesen integrationsfeindlichen Verein von der Teilnehmerliste zu streichen, künftig bei ihren Kooperationspartnern mehr Sorgfalt walten zu lassen und sich laut und vernehmlich von der rechtsextremen und rassistischen Organisation und ihrem gewaltaffinen Gedankengut zu distanzieren.

Auch im Jahr 2013 setzt der Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach die gute und positive Zusammenarbeit mit Mönchengladbacher Vereinen, Gruppen und Institutionen fort. …

… gab die Vorsitzende des Integrationsrates, Gülistan Yüksel einen Rückblick auf die Interkulturelle Woche 2012. Sie ging nochmals auf die einzelnen Höhepunkte der Woche ein und bat die Teilnehmer, ihre Aktivitäten für die IKW 2013 frühzeitig zu planen.

http://www.ir-mg.de/vereinetreffen-1-2013/

Interkulturelles Straßenfest 2012

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein MG e.V.

http://www.interkulturellewoche.de/system/files/termine/pdf/moenchengladbach_ikw_2012.pdf

11.09.2013

Ministerbesuch zum Interkulturellen Straßenfest

Am kommenden Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Geroweiher: Auftakt der Interkulturellen Woche 2013

Mit zahlreichen Musik- und Tanzdarbietungen gestaltet der Integrationsrat der Stadt am kommenden Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz am Geroweiher sein diesjähriges Interkulturelles Straßenfest. Die Veranstaltung zu der auch Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, erwartet wird und ein Grußwort an die Besucher richtet, steht unter dem Motto „Rassismus entsteht im Kopf – wer offen ist, kann mehr erleben“. Ebenso wird Gülistan Yüksel, Vorsitzende des Integrationsrates, die Besucher begrüßen. Beim Interkulturellen Straßenfest treten unter anderem … Musikgruppen … des gemeinnützigen Türkischen Kulturvereins Mönchengladbach auf.

Stadt Mönchengladbach – Pressestelle

http://www.moenchengladbach.de/index.php?id=522&user_wfp2pressenewsdetails_pi1[news_id]=11855&cHash=9aa22f92e1884e3ec0e656a4adbc3422

Turanspor

Die ehemalige Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Prof. Dr. Maria Böhmer bezeichnete Fußball als den Integrationsmotor schlechthin. Das trifft sicherlich für Vereine zu, die kein nationalistisches und rassistisches Welt- und Menschenbild propagieren.

http://www.welt.de/sport/wm2010/article8167400/Fussball-ist-der-Integrationsmotor-schlechthin.html

Das Weltbild der Ülkücü (wörtlich Idealisten) beinhaltet Menschengruppen verschiedener sittlicher und rechtlicher Wertigkeit. Lediglich die ethnischen Türken seien zu Sieg und Führung berufen, während man zu den Minderwertigen solche zu zählen habe wie die Juden oder Kurden, die Armenier und sonstigen Christen, die Aleviten, Kommunisten und die Homosexuellen. Das gottgewollte, sich von Bosnien bis Sibirien ausbreitende Traumreich ist den Idealisten Turan.

http://de.wikipedia.org/wiki/Turanismus

Für die Errichtung des selbstredend islamischen Reiches Turan darf der maskuline niederrheinische Auserwählte gerne trainieren und beispielsweise Ballsport betreiben – vielleicht ja im Fußballverein Turanspor, der auf den Seiten des Ratsinformationssystems erwähnt ist:

Sportanlage Stapper Weg

Wie ebenfalls in der Beratungsvorlage Nr. VII/335 vom 19.03.2008 dargestellt, ist das Tennenspielfeld aus dem Jahre 1970 hoch sanierungsbedürftig. Die Baumaßnahme würde eine Investitionssumme in Höhe von 293.000,00 € in Anspruch nehmen.

Die Fußballvereine Germania Geistenbeck und Turanspor Rheydt haben insgesamt 10 Mannschaften gemeldet, die am Spielbetrieb teilnehmen. Daneben wird die Sportanlage im Schulsport von der Gemeinschaftsgrundschule Steinsstraße genutzt.

Norbert Bude

https://ratsinfo.moenchengladbach.de/ratsinfo/moenchengladbach/8479/MTg3NC5WSUlJ/14/n/72783.doc

Turanspor Rheydt

Allgemeine Informationen

Gegründet 2002

E.strasse 100, 41061 Mönchengladbach

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon

[Anm.: ADÜTDF, GRAUE WÖLFE]

Info

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü.

Vereinsgeschichte:

Seit 1977 gibt es in Mönchengladbach den Türkischen Kulturverein und seit einigen Jahren versucht der Verein auch in sportlicher Richtung erfolgreich tätig zu sein. Eine dieser sportlichen Aktivitäten spiegelt sich mit der Gründung des Fussballvereins TURANSPOR wieder. Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

TURANSPOR RHEYDT

Vorsitzender und Geschäftsführer:

B. Y.

Gründungsjahr: 2002

Vereinsregister: Amtsgericht Mönchengladbach

Trainer 1. Mannschaft:

I. D.

Trainer 2. Mannschaft:

S. A.

Das Vereinsheim von Turanspor befindet sich im Türkischen Kulturverein in Mönchengladbach.

[Anmerkung: identisch mit dem Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein der Interkulturellen Straßenfeste 2012 und 2013 sowie dem Anmelder des Konzerts der Grauen Wölfe für den 12.04.2014]

Adresse:

Türkischer Kulturverein

E.strasse 100

41061 Mönchengladbach

Vorsitzender:

H. V.

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Am 31.03. und am 08.04.2014 stellte Turanspor auf seinem Facebook-Konto die von der ADÜTDF verfasste Einladung für das als Frühlingsfest deklarierte Graue-Wölfe-Konzert in der Schule ein, das dann auf Mönchengladbacher Stadtgebiet an geändertem Ort durchgeführt wurde.

https://de-de.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932

Offensichtlich zieht der Sportverein in ein neues Vereinsheim um, das sich nur wenige Häuser entfernt in der E.straße 127 befindet. Ülkü Ocağı bedeutet Idealistenverein.

Yardım Kampanyası

Sonntag, 30. März

Mönchengladbach Ülkü Ocagi

Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach e.V.

Eingetragen im Vereinsregister unter Aktenzeichen VR 984 von 1977

E. Straße 127

41061 Mönchengladbach

https://www.facebook.com/events/470795233021976/?ref=22

Hier firmiert der Verein mit dem Siegel der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON als der Europa-Bewegung der Grauen Wölfe:

Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR 984“ Gemeinnütziger

Wohnt in: 41065, Mönchengladbach, Deutschland

https://plus.google.com/118446091608328693097/posts

In der Vergrößerung [auf das weiß-rote Symbol tippen] finden sich, in tief gesetzter feiner Schrift, als eine Art Überdruck der Vereinsname Türkischer Kulturverein MG e.V. „VR984“ und die Adresse E.straße 100 41061 Mönchengladbach auf dem zugrunde liegenden großen Symbol der AVRUPA TÜRK KONFEDERASYON, dem gesamteuropäischen Dachverband der Grauen Wölfe. Dessen Zeichen wiederum war für den 12.04.2014 auf dem Mönchengladbacher Plakat oben-links zu sehen (das der deutschen ADÜTDF oben-rechts).

https://plus.google.com/118446091608328693097/photos/photo/5864781681259164914

Wahlen zum Integrationsrat

Durch Vertrauensseligkeit, Sorglosigkeit und Desinteresse hat die Stadt wie geschildert in den letzten Jahren das freie, gleichberechtigte und sichere Zusammenleben aller Mönchengladbacher gefährdet. Doch scheint sich mit der aktuellen Integrationsratswahl ein neues erhebliches Problem aufzutun, 2014 kandidieren offensichtlich drei Graue Wölfe.

Der Wahlleiter, der für die ordnungsmäßige Vorbereitung und Durchführung der Wahl verantwortlich ist (§ 3 Abs. 2), ist seiner Pflicht nach § 10 Wahlordnung Integrationsrat nicht in gebotener Sorgfalt nachgekommen, alle Personen, unabhängig davon, ob sie sich als Einzelbewerber oder Listenmitglied aufstellen lassen haben, gründlich auf eine Nähe zu verfassungsfeindlichen Gruppierungen wie die Grauen Wölfe zu überprüfen.

In seiner Broschüre Wer sind die Grauen Wölfe? warnt das Innenministerium NRW vor der Idealistenbewegung wie folgt:

Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung basiert auf einem übersteigerten türkischen Nationalismus, einer ethnischen Erhöhung der eigenen Rasse und einer Abwertung anderer Ethnien. Rassismus und Antisemitismus (in Form „klassischer“ Judenfeindschaft oder als Ablehnung des Staats Israel) sind die Folge. Insgesamt ist diese Ideologie durch eine stark ausgeprägte und oftmals auch gewaltbereite Feindbildorientierung gekennzeichnet. Ülkücü-Anhänger sehen Kurden, Armenier, Griechen und Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten, wie zum Beispiel Homosexuelle, als Feinde an.

Ein weiteres Element der Ülkücü- Ideologie ist die Idee einer „Großtürkei“ in den Grenzen des Osmanischen Reichs. Die damit einhergehende Forderung nach der „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker (Panturkismus) zeigt zum Einen, welches Verständnis von Völkerverständigung Ülkücü-Anhänger propagieren, und zum Anderen, dass sie völkerrechtlich gültige Staatsgrenzen in Frage stellen. Die Verherrlichung der kriegerischen Vergangenheit des Osmanischen Reichs impliziert eine latente Neigung zur gewalttätigen Durchsetzung ideologischer Ziele und kommt im „Ülkücü-Eid“ zum Ausdruck:

„Ich schwöre bei Allah, dem Koran, dem Vaterland, bei meiner Flagge. Meine Märtyrer, meine Frontkämpfer sollen sicher sein, wir die idealistische türkische Jugend, werden unseren Kampf gegen Kommunismus, Kapitalismus, Faschismus und jegliche Art von Imperialismus fortführen. Unser Kampf geht bis zum letzten Mann, bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Tropfen Blut. Unser Kampf geht weiter, bis die nationalistische Türkei, bis das Reich Turan erreicht ist. Wir, die idealistische Jugend, werden niemals aufgeben, nicht wanken, wir werden siegen, siegen, siegen. Möge Allah die Türken schützen und sie erhöhen.“

Begriffe wie „Märtyrer“, „Frontkämpfer“, „Kampf“ oder „bis zum letzten Tropfen Blut“ zeigen eine kämpferische Komponente, die allzu oft an Männlichkeits- und Selbstbehauptungsvorstellungen unter türkischen Migranten anknüpft und latent gewaltbefürwortend ist. …

Als Teil der Ülkücü-Bewegung verfolgt die ADÜTDF ebenfalls Ziele, die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung, insbesondere gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, richten. Politisch orientiert sie sich an der türkischen Partei MHP, als deren Auslandsvertretung in Deutschland sie quasi fungiert.

Jugendliche Anhänger tragen vermehrt eine szenetypische Kleidung, das heißt zum Beispiel schwarze Kapuzenpullover und „Bozkurt“-Aufdrucke. Weiterhin finden sich Symbole der Ülkücü-Bewegung auf Fahnen, Bannern, T-Shirts, Stirnbändern, als Gürtelschnalle, Halskette usw.

http://www.verfassungsschutz.hessen.de/static/node123.htm

Deutscher Bundestag

Drucksache 18/449

12.02.2014

Antwort der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Sevim Dağdelen, Annette Groth, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 18/344 –

Graue Wölfe und Ülkücü-Szene in der Bundesrepublik Deutschland

Der Ideologie der so genannten Ülkücü-Bewegung – Idealisten-Bewegung – liegt ein übersteigertes Nationalbewusstsein zugrunde, das die türkische Nation sowohl politisch-territorial als auch ethnisch-kulturell als höchsten Wert ansieht. … die Idee einer „Großtürkei“ in den Grenzen des Osmanischen Reiches und die Forderung nach „Wiedervereinigung“ aller Turkvölker vom Balkan bis Zentralasien in einem Staat. Zur Schärfung der eigenen Identität werden Feindbilder propagiert. Kurden, Armenier, Griechen und Juden, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten wie Homosexuelle werden – ideologisch begründet – als Feinde angesehen.

Auch die „Europäische Föderation der Türkischen Demokratischen Idealistenvereine“ (ADÜTDF) nutzt für die Rekrutierung von Nachwuchs vermehrt das Internet, insbesondere die sozialen Netzwerke. …

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die ADÜTDF sowie die der Ülkücü-Ideologie anhängende unorganisierte Jugendbewegung.

Die Erkenntnisse über kurdenfeindliche Äußerungen fasst die Bundestagsdrucksache 17/7624 vom 8. November 2011 zusammen. Darüber hinaus zeigen die vielfältigen Facebookgruppen und Videos der Ülkücü-Anhänger im Internet eine nicht quantifizierbare Anzahl von kurdenfeindlichen Äußerungen, provozierenden Bildern und Comics. …

Die Armenier gehören zum Feindbild der Ülkücü-Anhänger. …

Bei den Anhängern der Ülkücü-Ideologie tritt der Antisemitismus deutlich zutage.

Über einschlägige Webseiten, Forenbeiträge und soziale Netzwerke wird hetzerische, z. T. obszöne Propaganda auch gegen Juden bzw. Israelis betrieben.

Die Ideologie der Ülkücü-Bewegung bewirkt Integrationshemmnisse durch die Überhöhung des „Türkentums“ und die damit einhergehende Herabsetzung aller anderen Nationen. Soziale Netzwerke und Videoportale werden für Jugendliche sowohl als Organisations- als auch Agitationsplattform immer attraktiver. Die Ülkücü-Jugendlichen bilden hier keine Ausnahme. Die Ülkücü-Ideologie wird dort in plakativen Versatzstücken jugendgerecht verbreitet.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/004/1800499.pdf

Turanspor Rheydt, gegr. 2002, versteht sich als Teil der ADÜTDF:

Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon [Graue Wölfe]

E.strasse 100, 41061 Mönchengladbach

Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein]

Drei Vereinsmitglieder stehen auf der Liste der zugelassenen Kandidaten:

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund

A., S.

http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-11.pdf

TURANSPOR

Trainer 2. Mannschaft:

S. A.

http://turanspor.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi

Türkisch-Deutscher Integrationsverbund

G., M.

D., T.

http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-11.pdf

Turanspor Rheydt

G., M. [Trainerstab]

D., T. [Abwehrspieler]

http://www.fupa.net/teams/turanspor-rheydt-32023.html

Der 2014 zur Wahl stehende T. D. ist bereits ebenso Mitglied im amtierenden Integrationsrat wie der 2014 nicht mehr zur Wahl stehende Turanspor-Vereinskollege O. M. G. nicht zu verwechseln mit M. G.:

T. D.

gewähltes Mitglied über die Liste Türkisch-Deutscher-Integrations-Verbund

Ersatzdelegierter für den Landesintegrationsrat NRW

O. M. G.

gewähltes Mitglied über die Liste Türkisch-Deutscher-Integrations-Verbund

http://www.ir-mg.de/mitglieder-im-integrationsrat/

Turanspor Rheydt II

G., O. M.

http://www.fupa.net/spielberichte/turanspor-rheydt-vfb-korschenbroich-413494.html

Mit S. Ö. steht laut Amtsblatt Nr. 11 vom 15.04.2014 – Stadt Mönchengladbach ein weiterer für die Integrationsratswahl 2014 durch den Türkisch-Deutschen Integrationsverbund aufgestellter Kandidat der Ideologie der Grauen Wölfe nahe und verlinkt auf seinem Facebook-Konto zur MHP-orientierten Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF) ebenso wie zur BBP-treuen Alperen-Bewegung der Stadt Kayseri.

Kayseri Alperen Ocakları | http://www.kayserialperen.com !

Almanya Türk Federasyon

https://de-de.facebook.com/serdar.ozdin.7

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Graue Wölfe wollen an Gesamtschule und Kirchengemeinde

April 10, 2014

Poesie und Wolfsgeheul für das Großreich Turan

Die frauenfeindlich, antisemitisch und kurdenfeindlich orientierten Mitglieder der Ülkücü- oder Idealistenbewegung sind bekannt als Bozkurtlar, Graue Wölfe, und bilden mit MHP und BBP zwei türkische politische Parteien. Als deutscher Unterstützerkreis der MHP gilt die ADÜTDF, die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu).

An diesem Wochenende wollen die rechtsradikalen Panturkisten in einem rheinland-pfälzischen Kirchengemeinde-Saal und einer niederrheinischen Gesamtschul-Aula die völkischen Barden Ali Kınık und Zafer İşleyen ihren das Türkentum verherrlichenden und andere Völker erniedrigenden Gesang darbieten lassen. Gruppenchauvinismus und Herrenmenschentum gefährden die gebotene Entwicklung der Mainzer oder Mönchengladbacher Kinder und Jugendlichen zu freiheitlichen Demokraten, weshalb allgemein menschenrechtlich orientierte Sozialpädagogen bei Schulministerium, Landtagen, Stadtverwaltungen und Kirche ihren Protest einlegen.

Wird das Bistum Mainz, wird Oberbürgermeister Norbert Bude die für dieses Wochenende geplanten Veranstaltungen der Grauen Wölfe unterbinden?

“Auch die Vielfalt und Vielzahl der Internetauftritte und Videos sprechen dafür, dass sich in Deutschland eine Anzahl von Jugendlichen türkischer Herkunft für die extrem nationalistische und hasserfüllte Ideologie der Ülkücü-Bewegung begeistert und diese mit Hilfe der neuen Medien weiterverbreitet. … Die Internetauftritte und Videos legen die Vermutung nahe, dass die Ülkücü-Bewegung mit ihren Positionen und Forderungen das Entstehen einer extremistischen, isolierten Jugendbewegung in Europa und auch in Deutschland fördert. Sie entfalten dadurch letztlich auch eine starke integrationshemmende Wirkung.”

(aus: Internetaktivitäten der Ülkücü-Bewegung – „Graue Wölfe“, herausgegeben von: Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/gw_ohne.pdf

An das Mainzer Sozialdezernat

Datum: 09.04.2014 21:50

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Sehr geehrte Damen und Herren,

erschrocken stellen wir fest: die ADÜTDF als die De-facto-Tochterorganisation der türkischen Partei MHP (GRAUE WÖLFE) lässt am 13. April den türkischen Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN im Liebfrauensaal, Franz-Liszt-Straße 1, 55118 Mainz, “Kultur” verbreiten.

https://twitter.com/ERDOGAN_AKTAS/status/452878544318640128/photo/1

ADÜTDF

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/kurumsal/turkfederasyon/uberuns

Ist dem Besitzer des Liebfrauensaals klar, dass eine nationalistische, extrem integrationsfeindliche Gruppierung den Raum gemietet hat, die ein frauenfeindliches, antisemitisches und kurdenfeindliches Weltbild vertritt, ein völkisch-rassistisch definiertes großtürkisches Reich “Turan” anstrebt und zweckmäßigerweise vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet wird?

Wir fordern den Verantwortlichen auf, den Nutzungsvertrag umgehend aufzukündigen und sich vernehmlich dazu zu bekennen, die ADÜTDF / Grauen Wölfe keine Veranstaltungen in den eigenen Räumen durchführen zu lassen.

Wir ermutigen stattdessen, eine Aufklärungsveranstaltung über Wesen und Methode der “Idealistenbewegung” ADÜTDF / Graue Wölfe durchzuführen, geeignetes Material (s. u.) bieten die Ämter für Verfassungsschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Quelle

Wer sind die „Grauen Wölfe“?

(… Zafer İşleyen, ein in der Türkei bekannter Rockmusiker …)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Betreff: Antwort: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 08:30:47

Von: Thomas Hauf

Sehr geehrter Herr von Roy, sehr geehrte Frau Schmidt,

bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde. Die Kontaktdaten finden Sie unter

http://www.bistummainz.de/pfarreien/dekanat-mainz-stadt/liebfrauen/startseite.html

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hauf

Landeshauptstadt Mainz

Dezernat für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 12:20:08

An den Mainzer Sozialdezernenten

Sehr geehrter Herr Hauf,

der türkische Rechtsradikalismus tarnt seine Propaganda- und Werbeveranstaltungen als Kulturfestivals. Vor allem Jugendliche sollen in den Sog der nationalistischen und rassistischen Bewegung und der dazugehörigen antikurdischen Großreich-Ideologie kommen. Das gefährdet die Integrationsarbeit auf dem Mainzer Stadtgebiet sowie die Entwicklung junger Menschen mit türkischem Familienhintergrund zu künftigen freiheitlichen Demokraten.

“Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.”

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Das Bistum Mainz ist selbstverständlich bereits gestern durch uns informiert worden, ebenso der Oberbürgermeister. Ob Kirche in Mainz oder Stadt Mainz, von außen drängt sich der Eindruck auf, dass man nichts gegen die Idealistenbewegung ADÜTF / Graue Wölfe sagen will, das Thema türkischer Extremismus ist offensichtlich unbequem. Jetzt ist Zivilcourage angezeigt.

Sie sind der Dezernent für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit – wie wollen Sie, wie will die Stadt Mainz gewährleisten, dass minderjährige Bürger der Stadt Mainz keinen Zugang zu einer extremistischen, vom Verfassungsschutz beobachteten Veranstaltung bekommen?

In Kopie gehen dieses Schreiben und dieser Briefwechsel mit Ihnen an Ihren Oberbürgermeister, an das Bistum, an den Mainzer Landtag und an die regionale und überregionale Presse.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

So einen deutlichen Tonfall vertragen die sensiblen rheinland-pfälzischen Amtsinhaber gar nicht und verzichten gleich ganz auf eine Antwort, jene Sozialdezernenten, die interessanterweise wenig bis keine Probleme damit haben, die Kinder und Jugendlichen ihrer Stadt den Rechtsradikalen der ADÜTDF auszuliefern. Ob es in den nächsten Wochen in Mainz die von uns angeregte städtisch oder kirchlich verantwortete Aufklärungsveranstaltung zu den extremistischen Grauen Wölfen geben wird? Wir sind gespannt, rechnen allerdings damit, dass gar nichts passieren wird.

Bevor sie sich in meditative Stille zurückzog, sendete die Landeshauptstadt Mainz uns noch ein letztes Signal und das irgendwie jugendschützerisch aktive 51 Amt für Jugend und Familie / Haus des Jugendrechts versicherte der Umwelt, mit Kopie an den bereits völlig schweigsamen Sozialdezernenten:

Antwort: AW: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:37

Von: Hajo Kunkel

An: Edward von Roy

Cc: Thomas Hauf

Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren. Im Übrigen kenne ich Sie nicht, deshalb nur diese kurze Antwort.

Gruß

Hajo Kunkel

Jugendschutzbeauftragter

Aha, viel Verwaltungsfleiß macht die Nachfragen der Untertanen überflüssig und dienstliche lange Antwort bekommen nur Spezis. Was genau Inhalt der Information („wurden von uns informiert“) war, bleibt sein persönliches jugendschützerisches Geheimnis, die beiden entscheidenden Begriffe Graue Wölfe und Katholische Kirche spricht der vorsichtige Herr Kunkel uns gegenüber gar nicht erst aus, das könnte beruflich nachteilig sein.

Da ist das mühselig entlockte Bekenntnis schon bemerkenswerter, dass die Stadt Mainz dem Bistum jedenfalls der Liebfrauengemeinde grundsätzlich empfohlen hat oder habe, Zafer İşleyen auszuladen. Als Mainzer Sozialdezernent oder Jugendschutzbeauftragter weiß man sich abzusichern – und reicht dem sehr überzogen patriotischen türkischen Musiker gewissermaßen das Mikrophon, solange der Bischof Gewährung nickt jedenfalls zu den beherbergten Grauen Wölfen schweigt.

Stadt und Bistum Mainz machen es außenstehenden Bürgern nicht einfach, darf der eigens aus der Türkei eingereiste Zafer İşleyen am Sonntag im katholischen Liebfrauensaal nun sehr gerne auftreten oder vielleicht doch nicht so gerne? Und was soll der osmanische Nazi sagen, darf er sich der christlichen Gastfreundschaft des Raumgebers jetzt noch sicher sein? Wer verunsichert ist, kann womöglich nicht treffsicher vorsingen: „Unsere Partei ist die MHP, unser Führer ist BAHÇELİ, der Graue Wolf ist unser Symbol, İslam ist unser Gottesdienst, das führende Land ist die Türkei, wir sind auf dem Weg zur Macht“, aus dem Zafer-İşleyen-Lied Meine Partei ist die MHP. Später noch Schlussbemerkungen zu Mainz, werfen wir einen Blick ins benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Denn neben Stadt und Bistum Mainz erhielt auch die Stadtverwaltung von Mönchengladbach Post. Im Folgenden der in der Rheinischen Post vom heutigen Tage (10.04.2014) erwähnte offene Brief.

Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen!

Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

An

Norbert Bude, Oberbürgermeister

Polizeipräsidium Mönchengladbach

Rheinische Post

Theo Hespers Stiftung c/o Ferdinand Hoeren

8. April 2014

„seit Juni 2011 ist auch die Gesamtschule Volksgarten eine `Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage´.

http://www.gesamtschule-volksgarten.de/

Sehr geehrter Herr Bude,

sehr geehrter Herr Hören,

sehr geehrte Damen und Herren,

die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland / Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF), kurz als Türk Federasyon bekannt / Türkische Föderation, ist die De-facto-Tochterorganisation der rechtsextremen und rassistischen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Die Mitglieder von MHP bzw. ADÜTDF werden Bozkurtçular genannt, „Graue Wölfe“.

Gemäß türkischen Behörden führten allein zwischen 1974 und 1980 die Grauen Wölfe 694 Morde durch. Die MHP will die Abschaffung der laizistischen türkischen Staatsordnung und die Errichtung eines türkischen Großreichs und einer koranbasierten Gottesherrschaft:

„Als türkisch-islamische Idealisten richten wir unser Leben nach dem Koran, der Tradition des Propheten, dem Konsens der Gelehrten und dem Analogieschluss. Reform und Modernisierung des Glaubens lehnen wir ab. Wir werden weiterkämpfen, bis eine göttliche Ordnung errichtet ist.“

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg von 2009 ist die ADÜTDF unter „sicherheitsgefährdende Bestrebungen von Ausländern“ sowie unter „Ausländerextremismus“ aufgeführt.

Am 12. April dieses Jahres ab 16:00 Uhr darf die in dreizehn deutsche Regionalabteilungen („Bölge“) bzw. in sogenannte Idealistenclubs (Ülkü Ocaklari) gegliederte ADÜTDF zu einer Kulturveranstaltung in die Gesamtschule Volksgartenstraße 75 einladen. Zu dieser Zeit sind Minderjährige im Stadtgebiet und vielleicht ja auch auf dem Schulgelände unterwegs. Das ist in etwa so, als ob die Stadt Mönchengladbach die rassistische deutsche Partei NPD in schulischen Räumen auftreten, sprechen und „Kultur“ anbieten lassen würde.

In Mönchengladbachs Gesamtschule auftreten wird u. a. der rechtsradikale türkische Volksliedsänger Ali Kınık, über den die Presse informierte:

„Dafür tarnt sich die Organisation seit Jahren mit dem Vereinsnamen “Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein”. Unter diesem harmlos anmutenden Deckmantel mietet sie zum Beispiel im vergangenen November die Stadthalle in Filderstadt für ein Jugendkulturfest und lädt den rechtsextremen Folklore-Sänger Ali Kinik ein.“[1]

„Im Dezember 2009 deckte die Filder-Zeitung auf, dass der dortige deutsch-türkische Freundschaftsverein ein Konzert des rechtsnationalen Sängers Ali Kinik veranstaltet hat. Es war ein Konzert zu Ehren der grauen Wölfe. Deren deutsche Ableger beobachtet der Verfassungsschutz. Die grauen Wölfe gelten als faschistisch. Sie predigen den Märtyrertod.“[2]

Auf Facebook und Twitter weist der musikalische Nazi seit drei Tagen auf den Termin hin, die in Mönchengladbach ebenfalls auftretenden Verherrlicher von Türkentum und Kalifat Şemsimah Şener und Zafer İşleyen sind im Umfeld der Grauen Wölfe kulturschaffend:

12.04.2014 – Mönchengladbach/ALMANYA

https://de-de.facebook.com/AliKinikTurkiye

https://twitter.com/AliKinikTurkiye

12 Nisan Mönchengladbach

Şemsimah Şener

Ali Kınık

Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/668-nrw1moenchgld27kong

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir fordern Sie auf, der ultranationalistischen und extrem integrationsfeindlichen Organisation ADÜTDF keine städtischen – und schon gar keine schulischen! – Räume zur Verfügung zu stellen und vielmehr an Mönchengladbachs Schulen, sinnvollerweise auch in Zusammenarbeit mit der bewährten Theo-Hespers-Stiftung, aktiv über Wesen und Ziel der Idealistenbewegung / Grauen Wölfe aufzuklären. Falls Sie die rassistische Kulturveranstaltung nicht untersagen, können wir erwarten, dass Schule und Stadt verlangen und durchsetzen, dass Minderjährige keinen Zugang haben.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Deutschlandfunk am 30.01.2010

Zwischen Schönreden und Wegschauen

http://www.deutschlandfunk.de/zwischen-schoenreden-und-wegschauen.724.de.html?dram:article_id=99725

[2]Filder-Zeitung am 22.10.2010

Zwischen Folklore und Faschismus

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zwischen-folklore-und-faschismus.4e549016-b519-4bad-8267-a98d3efe884a.html

2010, Ali Kınık mit Şemsimah Şener

http://www.youtube.com/watch?v=z9WMI945b4o

zafer işleyen “Partimiz MHP”

http://www.youtube.com/watch?v=M1a_bXpuu7k

Die verbissen schariafreundliche und den islamkundigen Pierre Vogel als einen der Munāfiqūn, einen islamisch Abtrünnigen missverstehende Theo Hespers Gesellschaft („Wir stehen auf gegen einen propagandistischen Salafismus, der die friedliche Zielrichtung des Islam verrät“, Hoeren für die THG zum 08.02.2014) sagt natürlich nichts gegen die ADÜTDF. Lässige zwei Tage später rang man sich als Stadtverwaltung zu einer Presseerklärung durch und unterließ worauf es angekommen wäre, nämlich zu sagen: “ADÜTDF und ihr zuzurechnende Vereine bekommen niemals wieder städtischen Räume angeboten und ab sofort klären wir in Mönchengladbach alle Eltern und Kinder mit Vorträgen und Faltblättern durch Stadtjugendamt, Wohlfahrtsverbände und Jugendzentren über die Menschenverachtung und Jugendwohlgefährdung der Ülkücü-Ideologie auf”. Das sollte man wohl tun, denn erstens werden die vermeintlich edelrassigen Musiker oder Tänzer auf Europatour irgendwann wiederkommen – und zweitens will sich der MHP-orientierte Anmelder in sechs Wochen in den Mönchengladbacher Integrationsrat wählen lassen, wie man bei Stefanie Keisers liest:

Auf dem Schulhof der Gesamtschule Volksgarten möchte der Gemeinnützige Türkische Kulturverein am Freitagnachmittag ein „Frühlingsfest“ feiern. So hat er es am 24. März bei der Stadt beantragt und am 1. April genehmigt bekommen. Klingt harmlos – ist es aber womöglich nicht.

Denn hinter dem vermeintlichen Frühlingsfest soll sich eine Veranstaltung der Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF) – besser bekannt als die „Grauen Wölfe“ – verbergen. …

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

Vielleicht ja ab morgen so richtig AEMR-treu und demzufolge stolzer Mönchengladbacher Kurden-, Aleviten-, Juden-, Atheisten- und Homosexuellenfreund sowie bekennender Ülkücü-Gegner: Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://web01.probuerger.de/index.php?id=angebote-integration&L=1&user_wfp2vereine_pi1[s_verein_id]=1343&user_wfp2vereine_pi1[action]=show_detail&cHash=e40b9c9f05d9a69cb4f5eb03270ed6df

Immerhin: die Stadt hat den Vertrag aufgelöst und der militanten Idealistenbewegung den Zugang zur Schule verweigert, eine nachvollziehbare und gebotene Entscheidung. Von Mönchengladbachs immerhin rasch laut und sogar aktiv gewordener Lokalpolitik und Stadtverwaltung wieder nach Mainz, wo das altehrwürdige Bistum in der Abwehr der faschistischen ADÜTDF / Grauen Wölfe nicht nur sehr langsam ist, sondern gleich gar nichts macht:

—–Original-Nachricht—–

Datum: Sa, 12 Apr 2014 10:35 Uhr

Betreff: BISTUM MAINZ LÄSST TOP-NAZI SINGEN UND BEHERBERGT GRAUE-WÖLFE-KONGRESS

Von: Edward von Roy

An: Dietmar Giebelmann, Generalvikar des Bistums Mainz

Cc: Karl Lehmann

Sehr geehrte Herr Generalvikar Giebelmann,

anders als Sie es vermuten wird die Veranstaltung am 13.4.2014 mit Zafer İşleyen stattfinden, der zuständige Pfarrer Nagel will den international bekannten Nazi-Barden im Liebfrauensaal auftreten lassen. Näheres in Allgemeine Zeitung vom 12. April 2014 (“Nicht das große Thema”).

Sehr geehrter Herr Giebelmann, haben Sie sich getäuscht oder haben Sie mich getäuscht? Pfarrer Nagel belügt zur Stunde die Öffentlichkeit, ihm sei nichts über den Sänger bekannt – das ist falsch, das Bistum HAT alle Informationen, die dieses Wochenende wichtig sind, Zafer İşleyen ist Spitzen-Komponist der faschistischen Bewegung der Grauen Wölfe.

Bis auf eine Kleinigkeit, was auch die Mainzer Polizei erst seit zehn Minuten weiß. Im Liebfrauensaal wird nicht nur musiziert, sondern der 29. Olağan Kongre = der 29. Ordentliche Kongress der Ülkücü-Bewegung HS1 abgehalten, HS1 steht für Hessen Eins, zu deren Bölge (faschistischer Region) Mainz nun einmal gehört, diese Information entnehme man der rassistischen und antisemitischen ADÜDTF, deren Gastgeber das Bistum Mainz morgen nun einmal so gerne sein möchte. 13 Nisan bedeutet 13. April, “ve” heißt “und”.

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/

29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ

https://tr-tr.facebook.com/zaferisleyenresmisayfa

Nachdem Sie mich gestern um 14:31 Uhr entweder gezielt desinformiert haben oder sich das reale Mainzer Bistum für Ihre geschätzte Meinung schlicht nicht interessiert (“Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.”), sorgen Sie bitte in den nächsten Stunden für Klarheit in der Sache – und zwar öffentlich.

Sie sollten nicht morgen, sondern heute handeln. Wenige Minuten vor Kongress- und Konzertbeginn 300 vor Patriotismus und Rasse-Wahn kochende türkische Nazis des Kirchengeländes Liebfrauengemeinde zu verweisen dürfte schwierig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/nicht-das-grosse-thema_14051743.htm

—–Original-Nachricht—–

Betreff: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:31 Uhr

Von: Generalvikar Bistum Mainz

An: Edward von Roy

Cc: Karl Lehmann Bistum Mainz, Rechtsabteilung Bistum Mainz, Andreas van der Broeck Bistum Mainz, Liebfrauen Mainz

Sehr geehrter Herr von Roy,

vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN.

Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.

Freundliche Grüße

Dietmar Giebelmann

Generalvikar

Der 11. April verging, der 12. ist gekommen und geht nun zu Ende, die Stunden verstreichen und der völkische Musiker aus dem Kreis der Grauen Wölfe rückt näher an Mainz heran. Wird sich das Bistum endlich von den türkischen Rechtsextremisten der versehentlich beherbergten ADÜTDF distanzieren? Wird es vielleicht sogar den Mut finden, noch heute den Mietvertrag zu annullieren, um das irgendwie unerwünschte Zafer-İşleyen-Konzert mindestens in seinen Räumlichkeiten zu verhindern? Oder wenigstens anschließend zugeben, einen großen und vermeidbaren Fehler gemacht zu haben, der sich nie mehr wiederholen darf, damit andere rheinland-pfälzische Städte oder Kirchengemeinden etwas daraus für eine erfolgreiche Abwehr der Ülkücüler (Idealisten) lernen können? Oder wird die man Rassisten und Faschisten bei sich in Mainz singen lassen und einfach gar nichts tun? Wo die Katholische Kirche seit Jahren den Kontakt zur Muslimbruderschaft und sonstigen globalen Schariafront pflegt, muss man wohl auch in Sachen Bozkurtçular (Graue Wölfe) mit dem Schlimmsten rechnen, der Komplizenschaft.

„Seit vielen Jahren ist der Liebfrauensaal der Liebfrauengemeinde in der Franz-Liszt-Straße 1 ein beliebter Veranstaltungsort … der Preis für die Tagesnutzung beträgt 475,– Euro plus 250,– Euro Kaution.“

http://www.mainz-neustadt.de/neuanz35.pdf

Name des Veranstalters laut Internet-Werbung

Danke für den Bericht, ein paar Informationen darf ich ergänzen. Ein Blick auf das Facebook-Konto des patriotischen Sängers Zafer Isleyen klärt jeden auf: Nicht der “Türkisch-Islamische Kulturverein” wirbt dort für die morgige Veranstaltung in der Franz-Liszt-Straße 1, sondern die “Idealistenbewegung” Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF). Und wer auf die Seite der ADÜTDF geht, findet oben rechts den Hinweis auf die Veranstaltung im Liebfrauensaal. Damit ist klar, wer hier wirklich einlädt, die Grauen Wölfe. Auch in Mönchengladbach hat Zafer Isleyen versucht (heute) aufzutreten, nach Bürgerprotest wurde ihm der städtische Raum Gesamtschule Volksgartenstraße bekanntlich entzogen. Auch dort trat ein anmeldender Kleinstverein (“Türkischer Kulturverein”) in Erscheinung und eben nicht die große ADÜTDF, weshalb sich die Stadt nachvollziehbarerweise getäuscht sah und den Mietvertrag annulierte. Die zur Stunde genau informierte Liebfrauengemeinde bzw. das ebenso genau informierte Bistum Mainz könnten jetzt dasselbe tun statt Gastgeber der türkischen Nationalisten der ADÜTDF zu sein. Es soll übrigens nicht nur musikalisch werden, die Bölge HS1 (Hessen eins) lädt in den Liebfrauensaal zum 29. Ordentlichen Kongress. Bölge ist der Name für einen der dreizehn Bezirke der ADÜTDF.

Kommentator Peter Stein am 12.04.2104 in Allgemeine Zeitung

GRAUE WÖLFE: Zeitweise wollte man die Veranstaltung absagen

Man war früh genug informiert, um die Veranstaltung abzusagen, wenn man es denn gewollt hätte. Drei Tage vor der heutigen ADÜTDF-Veranstaltung in der Landeshauptstadt Mainz, angekündigt als 13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen, der türkische Musiker selbst wirbt mit 29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ, das bedeutet 29. Ordentlicher Kongress sowie Kultur- und Kunst-Fest, am Donnerstagmorgen also empfahl uns der Mainzer Sozialdezernent Thomas Hauf ein dürres: “bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde”. “Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren”, mailte uns der Mainzer Jugendschutzbeauftragte Hans-Joachim Kunkel am Folgetag, Dezernent Hauf eine Kopie sendend. Sechs Minuten eher, also ebenfalls am 11. April hatte uns der bischöfliche Generalvikar Dieter Gabelmann angekündigt: “vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN. Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen”, und sendete vier Kopien unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, an die Rechtsabteilung des Bistums und an die gastgebende Liebfrauengemeinde. Seitdem hüllen sich Stadt und Bistum Mainz in Schweigen. Edward von Roy und Gabi Schmidt, Mönchengladbach am 13.04.2014.

Offener Brief

15.04.2014

Null Toleranz für Hasstiraden, Menschenverachtung, Gewaltverherrlichung

Jugendschutz an Freizeiteinrichtungen, Gemeindesälen und Schulen

Am Samstag den 12.04.2014 wollte der Gemeinnützige Türkische Kulturverein in der Aula einer städtischen Mönchengladbacher Gesamtschule ein Frühlingsfest feiern. Da der Verein der Verwaltung bekannt war, bestanden keine Bedenken gegen den Abschluss des Mietvertrags. Kurz vor dem Termin wurde der Rat der Stadt jedoch darüber informiert, dass die Veranstaltung auf Plakaten und im Internet als hochkarätig besetztes Kultur- und Folklorefestival der von mehreren Landesämtern für Verfassungsschutz als Verdachtsfall oder wegen nachweislich verfassungsfeindlicher Aktivitäten beobachteten Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF) durchgeführt werden sollte. Der Öffentlichkeit sind diese Aktivisten auch als Graue Wölfe bekannt. Die ADÜTDF ist die Auslandsorganisation der türkischen rechtsradikalen Partei MHP.

An einem arbeitsfreien Samstagnachmittag, der häufig von Familien dafür genutzt wird, gemeinsam die Freizeit zu verbringen und beispielsweise Kulturveranstaltungen zu besuchen, sollten drei prominente, in der Türkei und von Türkeistämmigen im Ausland gefeierte Stars der ultranationalistischen Musikszene der Ülkücü-Bewegung (Idealistenvereine) auftreten, um mit ihrer Kunst und Kultur Menschenverachtung, Hass und Großmachtphantasien zu verbreiten. Ausgerechnet an einer Schule, die dem Netzwerk Schulen ohne Rassismus Schule mit Courage angehört, sollte unter dem Vorwand mit Kultur und Folklore den Frühlingsbeginn zu feiern, gegen Kurden, Armenier, Griechen, Christen und Juden sowie Homosexuelle gehetzt werden.

Von der musikalischen Werbeveranstaltung für die Ideologie der ADÜTDF, an der möglicherweise auch einige Gesamtschüler gemeinsam mit ihren Familien und Freunden teilgenommen hätten, wusste die Schulleitung, die nicht für die Vermietung der Räumlichkeiten zuständig ist, nichts. Auch die Stadtverwaltung, die ihre Zusage unter anderen Voraussetzungen gegeben hat, sah sich getäuscht und löste den Vertrag auf.

Um künftig wenigstens Kinder und Jugendliche vor verfassungsfeindlichen menschenverachtenden und gewaltverherrlichenden Ideologien zu schützen fordern wir bundesweit:

• Aufklärung der Entscheidungsträger der Verwaltung sowie der Lehrer und Schulsozialarbeiter über Symbole, Feindbilder und Ziele der Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe)

• Ein jederzeit umsetzbares sofortiges Kündigungsrecht von vermieteten Räumlichkeiten, wenn der Eigentümer oder ein für die Vergabe zuständiger Verantwortlicher über den tatsächlichen Anlass, den wirklichen Veranstalter, dessen politische Hintergründe oder mitwirkende Dritte getäuscht wurde

• Anwesenheitsverbot für Minderjährige bei Veranstaltungen der ADÜTDF und der ihr zuzurechnenden Vereinigungen

• Eine Distanzierung aller Ratsfraktionen von jedem inländischen und ausländischen, verfassungsfeindlichen Extremismus unter ausdrücklicher Nennung der Grauen Wölfe

• Bereitstellung von Aufklärungsmaterial (Broschüren, Flyer) zu diesen Themen

• Trainings für Lehrer und Jugendgruppenleiter

• Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche

• Selbstverpflichtung der Integrationsräte nicht mit Vertretern totalitärer Ideologien wie der Idealistenbewegung zusammenzuarbeiten. Im Betrugsfall Neuwahlen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Mina Ahadi als Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE)

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Für Minderjährige keine Genital Autonomy ohne Genital Intactness

Februar 14, 2014

ختن

ḫatana

to circumcise

beschneiden

Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

Vortragsskript von Edward von Roy

Köln 14. Februar 2014

Was spürt der Mensch von der Welt und wie deutet er das Wahrgenommene? Aischylos verglich das gesamte menschliche Erleben mit dem Vorgang des Eingravierens von Strukturen in die Schreibtafel, wir Heutigen würden vom Speichervorgang im Computer-Chip sprechen. Platon nutzte das Tafelgleichnis nur für den Bereich der bewahrten oder ausgelöschten Erinnerung. Zwei Jahrtausende später griff Sensualist John Locke das Bild von der unbeschriebenen Schreibtafel auf, um gegen das Konzept von den angeborenen Ideen zu kämpfen. Leibniz hingegen widersprach einem grenzenlosen Tabula-Rasa-Konzept, der Verstand eines Neugeborenen sei nicht einem unbeschriebenen Blatt ähnlich, sondern einem edlen Brocken Marmor, der von ungefähr strukturgebenden Adern durchzogen ist.

Dem Menschen sei gar keine Instinktsicherheit gegeben raunen einige Psychologen, während orientierungslos glückliche Sozialpädagogen nachsetzen und sich über den radikalen Konstruktivismus freuen, mit dem sich Kopftuchzwang und Jungenbeschneidung wesentlich leichter schönlügen lassen. Wie auch immer, die Beschneidung der kindlichen Genitalien ist der Versuch der Älteren, Psyche, Weltbild und Sexualverhalten der Jüngeren zu strukturieren und zu konditionieren. Dieser Versuch gelingt niemals ganz, doch das Geschlechtsorgan bleibt beschädigt. Irren ist menschlich, kein uns bekanntes anderes Säugetier jedenfalls ist so innovativ gewesen, die Genitalien des eigenen Nachwuchses einer standardisierten Teilzerstörung zu unterwerfen.

Die Beschneidung der Geschlechtsorgane will strukturieren, segmentieren – die beiden Geschlechter, die Altersklassen, die Emotionen und das Denken, doch auch Heiratsverbote, eine Rechtsspaltung im Familienrecht oder eine in ethnoreligiöse Wohnviertel gespaltene Stadt ist eine sich aus der MGM ergebende Segmentierung. Heimlich versucht die Beschneidung etwas im Gedächtnis auszulöschen, nicht zuletzt die Existenz der Jahrhunderte vor der Einführung der Beschneidung, viel offener ist sie ein seltsames Instrument der Mnemotechnik, des Erinnerns. Der kollektiv erinnerte verwundete Penis, diese himmlischen Segen heranziehende Quelle oder Wurzel jeder legalen Sexualität und alles gottgewollten irdischen Besitzes, durchragt die Jahrtausende. Heute verdient jeder beschnittene Vater auf der Welt unsere Hochachtung, der, über die Schädlichkeit der Zirkumzision informiert, darauf verzichtet, das Geschlechtsteil seines männlichen Kindes dem eigenen ähnlich zu machen.

Sicherlich, Eltern lieben ihre Kinder. Aber etwas genauer: Eltern sind als Kind durch die rituelle Genitalverstümmelung verletzt worden, lieben heute ihre Kinder und beschneiden sie, denn wer den Nachwuchs nicht beschneidet liebt ihn nicht. Nicht viel anders kam es vom monotheistisch gewordenen Himmel herab und ließ keinen Ausweg: Wenn du dein Kind nicht beschneidest, wirst du Unglück bei Jagd und Ernte haben oder als Abram, nun Abraham, keine zahlreiche Nachkommenschaft. Ohne das durch deine Eltern erbrachte Opfer von deinem Genital wärst du hochwahrscheinlich gar nicht am Leben und wenn du vom Genital deines Kindes nichts opferst, liebst du deinen Gott nicht. Und immer so weiter.

Hoffnung gebende (Angst erregende) Reinheitsvorschriften haben dabei mitgeholfen, das Ritual zu bewahren, die viktorianische Ära tauschte die unmodern gewordenen Dämonen mit den gerade entdeckten Bakterien aus und amputierte den Jungen die Vorhäute, Edgar Schoen ersetzte den selbst in den USA nicht mehr so marktfähigen Satan durch das HI-Virus und rief, leider erfolgreich, zum massenhaften Beschneiden auf.

1989 war Schoen Vorsitzender der Fachgruppe Beschneidung des größten nationalen Kinderärzteverbandes AAP (chairman of the American Academy of Pediatrics taskforce on circumcision). Im Jahre 2012 ist die AAP zu Schoen etwas auf Distanz gegangen und legt die Beschneidung ins Ermessen der Eltern (It falls in the middle. It’s pro-choice). Die reale Bedrohung nordamerikanischer großstädtischer Kinder durch das Schwermetall Blei wies der einflussreiche Arzt Schoen erhaben zurück.[1]

In vielen Regionen der Welt ging dem Eingottglauben nachweisbar ein Polytheismus oder Animismus voraus und kam bei Begründung und Tradierung der Beschneidung die Initiation in den Frauen- oder Männerbund die vielleicht größte Bedeutung zu.

Bei den Dogon (400.000 bis 800.000 Menschen) in Mali und Niger gilt die Penisvorhaut als etwas eindeutig Feminines und die Klitoris als etwas hoch Maskulines und gibt es genau drei Sorten Mensch, echte männliche Männer nur mit amputierter Vorhaut, echte weibliche Frauen nur mit amputierter Klitoris und sehr geliebte androgyne (mannweibliche) Kinder, denen beim Beenden der Kindheit sprich beim Eintritt ins Erwachsensein der gegengeschlechtliche Anteil aus Seele und Körper herausgeschnitten werden muss, um in Weltall und Nachbarschaft Verwirrung und Zusammenbruch zu verhindern. Wenn vor dem englischen integrity das bodily fehlt, kann die unversehrte Einheit der Glaubensvorstellungen, Wünsche und Ziele gemeint und beschworen sein, die Dogon schützen die integrity ihrer seit Jahrhunderten tradierten Geschlechtsrolle und dazu geht das Geschlechtsorgan des unreifen Menschen an einem bestimmten Zeitpunkt nun einmal feierlich kaputt. Wer auf wörtliche Geltung von Halacha und Scharia besteht, bewahrt die Einheit und Intaktheit des Glaubens, und der Jungenpenis ist nicht mehr intakt und Eltern lieben ihre Kinder. Wir Beschneidungsgegner haben deshalb stets von bodily integrity bzw. Genital Intactness zu reden, und nicht wie der fromme Scheich Naeem Abdul Wali vom Sunna-Institute, von spiritual integrity.[2]

Einer dieser seinen Sohn liebenden und beschneidenden Männer ist Mouhanad Khorchide von der Schariafakultät der Uni Münster, der Religion und Zirkumzision am 20.08.2012 auf domradio so erklärte: „Nein, Kinder tragen keinen Schaden davon. Wenn der Eingriff in den ersten Lebenstagen passiert, hat man außerdem daran später keine Erinnerung mehr.“ Die durch den Schöpfergott offensichtlich argwöhnisch beäugte Penisvorhaut ist ein integraler Bestandteil des Geschlechtsorgans. An der Integration der traditionellen penilen Teilamputation in den deutschen Arztpraxen- und Krankenhausbetrieb führe kein Weg vorbei, so legt uns der als Islamreformer gehandelte Professor nahe, wenn die Bundesrepublik nicht schlimmste Verletzungen verantworten wolle: „Wenn Beschneidungen in Deutschland verboten werden, droht die Gefahr, dass dies in Hinterzimmern unter unhygienischen Bedingungen geschieht. Das kann keiner wollen.“ Dass Khorchide einem deutschen muslimischen Vater zum Nichtbeschneiden des männlichen Kindes gratuliert und die angehenden Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht ermutigt, einen lebenslang unbeschnittenen deutschen männlichen Muslim als sittlich und islamisch einwandfrei zu betrachten, ist noch nicht bekannt geworden und leider auch nicht zu erwarten. „Islam ist Barmherzigkeit“, säuselt der Schariafreund und lobt den Koran als einen: „Liebesbrief Gottes an uns Menschen“.

Den die Vorhaut dämonisierenden Klerikern geht es darum, die Vorvergangenheit der Menschheit vergessen zu machen, denn die zu vermutenden ersten Jahrzehntausende der Menschheit vergingen in glücklich lebenslang beibehaltener Genital Integrity sprich mit einem unzerstörten weiblichen oder männlichen Geschlechtsorgan. Wann auch immer es geschah, afropazifischer Jägerbund, Jerusalems seit kurzer Zeit monotheistische Tempelpriester und der neumodische Klerus des einstigen mekkanischen Heiligtums der arabischen Göttin (bei Hišām bin al-Kalbī: „So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war”)[3] ergriffen die Macht über die Definition des auf Gott ausgerichteten Körperlichen (fiṭra) und das heilssichernde Wohlwollen des Himmelsgeistes, welches den Ekel vor dem Menstruationsblut und für beide Geschlechter die rituelle Reinheit (ṭahāra) zur Bedingung macht.

Der Himmel lässt keinen Ausweg, die Vorhaut muss amputiert werden. Für dieses im Jahre 2014 sehr gerne auch mit Hilfe der dazu bemerkenswert laut und hektisch von geschlechtsorganbezogener Selbstbestimmung (Genital Autonomy) plappernden Pseudointaktivisten oder ehemaligen Intaktivisten in ganz Europa zu verstaatlichende (zu legalisierende) Recht kämpfen sogar die hauptberuflichen Nichtbeschneider Volker Beck, Alice Schwarzer, Angela Merkel und Thorbjørn Jagland. Die Theologisierung der Medizin muss gelingen, damit die globalen Muslimbrüder und die des altehrwürdigen Hebräischen kundigen Herren mit dem großen schwarzen Hut zufrieden sind. Nein, so einfach sollte es die kulturelle Moderne den politisch ambitionierten Himmelswächtern nicht machen.

Über die islamische schafiitische Pflicht zur Mädchenbeschneidung war am 12.12.2012 jeder Bundestagsabgeordnete ebenso vollständig informiert wie über die Herpesinfektionen nach Metzitzah B’Peh – kein Wort davon in den Bundestagsdrucksachen, was übrigens nicht an demjenigen liegt, der nüchtern und perfekt arbeitet, dem Parlamentsstenographen.

Manchmal leben beschneidende und nichtbeschneidende Stämme benachbart. Das ursprünglich polytheistische westafrikanische Volk der Moba (zu den Niger-Kongo-Sprachen) aus Togo und Burkina Faso kannte bis vor 100 Jahren keine Beschneidung, hat sie, manchmal ohne zum Islam konvertiert zu sein, inzwischen eingeführt und lässt die Jungen heutzutage in den Krankenstationen beschneiden; in ganz Togo wächst der Einfluss des Islam. Die ostafrikanischen, nilotisch-sprachigen Luo, anzahlmäßig die drittgrößte Ethnie Kenias, amputieren die Vorhaut traditionell nicht, wofür sie vom größten kenianischen Volk der bantusprachigen, nichtmuslimischen und beschneidenden Kikuyu verachtet und gelegentlich sogar angegriffen werden. In diesen Jahren versuchen Lobbygruppen und kenianische Spitzenpolitiker, die Luo zum Routine-Beschneiden zu überreden, was angeblich eine AIDS-Prophylaxe darstelle, sich schon mal Voluntary Medical Male Circumcision (VMMC) nennt und mit Wissenschaft nichts tun hat, wie man bei den Doctors Opposing Circumcision (DOC) lesen kann.[4]

Die Mandäer, eine alte monotheistische Religion im Irak und in der iranischen Provinz Chuzestan, verbieten ihren Angehörigen die Beschneidung. Die alte iranische Religion nach Zarathustra hatte vermutlich ebenfalls keine Jungenbeschneidung, das ihnen als heilig geltende Buch Avesta jedenfalls nennt sie nicht. Etliche hamitosemitische Stämme wiederum, beispielsweise die etwas legendären eisenzeitlichen (1200 bis 1000 vor der Zeitrechnung) Midianiter, Stichwort Zippora, führten offensichtlich die Zirkumzision durch. Eine sehr alte Religion Kurdistans, die der heutigen Jesiden (Êzîdî), verlangte die Beschneidung nicht, stattdessen wurden im Bisk-Ritual dem männlichen Kind im siebten, neunten oder elften Monat drei Haarlocken abgeschnitten, das ist eine erfreulich wenig grausame Initiation, denn anders als die Penisvorhaut wächst das Haar nach. Jesus war beschnitten und die alten christlichen Kirchen im Nordosten Afrikas beschneiden die Jungen auch. Die Sumerer im dritten Jahrtausend v. u. Z. in Mesopotamien beschnitten vermutlich nicht, die Ägypter um 2.300 v. u. Z. taten es wahrscheinlich (das bekannte Relief aus der Grabkammer des Anchmahor in Sakkara). In Skandinavien beschnitt vor 40 Jahren fast keine und in den USA um 1975 fast jede Familie. Wie auch immer, Magie trifft auf Messerklinge, Mythos auf Medizin, und wenn die Beschneidung erst einmal da ist, bekommt man sie nicht so leicht weg.

Es dürfte doch ganz anders gewesen sein. In der Frühe der Menschheit forderte der Himmel auch an Jordan und Nil keine Beschneidung der Klitoris des Mädchens oder der anatomisch vergleichbar sensiblen und sexuell gleich bedeutsamen Vorhaut (Präputium) des Jungen und glücklich und religiös waren diese Menschen trotzdem. Bevor der neue Schamane kam und der erste Beschneider, war also entweder ein vorhautfreundlicher Himmel oder es war nicht Himmel und Erde sondern nur die Erde, wie auch immer, die Eltern liebten zuerst einmal ihre Kinder und erst später kam die präputophobe (preputophobic) männerbündische neue Religion, machte eine wesentliche Einschränkung, griff nach Gomco-Klemme, Skalpell oder Feuersteinklinge und forderte das blutige Opfer.

Allzu viele Weltgegenden sind seit unüberschaubar vielen Generationen Opfer der männlichen Genitalverstümmelung, und diese körper- und lustfeindliche Einrichtung hat die unteilbare Menschheit wieder aufzuheben, um aus der Kulturstufe von Steinzeit, Bronzezeit und Mittelalter endlich herauszukommen. Das funktioniert, die ersten Rabbiner ersetzen die Mitzwa Nummer 86 der 613 Mitzwot, Pflichten in der Nummerierung von Maimonides, die Brit mila durch eine Brit schalom, und die nicht mehr beschneidenden jüdischen Eltern sind immer noch genau so bewusst religiös und jüdisch wie vorher. Die großen deutschen Parteien und Kirchen indessen tun alles Erdenkliche, um sicherzustellen, dass die noch unbeschnittenen oder ungeborenen Jungen aus muslimischen oder jüdischen Familien, ganz im Sinne der Imame und Rabbiner, bald keine Vorhaut mehr besitzen. Die imaginierten Engel und bösen Geister oder jedenfalls die elterlichen Wünsche zur genitalen Ästhetik ihres Kindes dürfen in den Gesundheitsbetrieb einziehen, der Chirurg soll nicht mehr so wissenschaftlich denken und wieder ein bisschen zum Medizinmann werden und eine nicht nur unnötige, sondern sogar das Kind schädigende Operation durchführen.

Der über die Beschneidungsfolgen sprich die hohe gesundheitsschädliche Wirkung der nicht absolut notwendigen Zirkumzision einigermaßen informierte Arzt kann eigentlich auch den um Amputation bettelnden männlichen Volljährigen nicht beschneiden:

„Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. … Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. … Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.“

Deklaration von Genf, Weltärztebund im September 1948, zuletzt angepasst Stockholm 1994. Man beachte, nicht die Abwehr der Dämonen oder Verunreinigungen, nicht die Seelenrettung des Patienten hat Leitlinie des Arztes sein und auch nicht die Pflege der Selbstvergewisserung der ihr Kind liebend beschneidenden Eltern, die, um die Sprache der Produktwerbung zu verwenden, zu einem Umdenken (zum Nichtbeschneiden) einfach nicht bereit sind, sondern sagen: „Ich will so bleiben, wie ich bin“ und denen der Arzt, Sozialarbeiter oder Bundestagsabgeordnete daraufhin nicht Absolution erteilen und ein: „Du darfst!“ entgegen strahlen sollte.

Die Beschneidungsdebatte ist das Reden über das Kindergenital. Kind ist nach der entsprechenden UN-Konvention der Mensch unter achtzehn.

Anatomisch gehört zur männlichen Vorhaut möglicherweise ihre keimbahnhafte Angelegtheit als genaues Äquivalent zur Labia minora und biologisch-funktional gehört zum maskulinen Präputium die Sensitivität einer Klitoris. Was, Frau Merkel oder Frau Schwarzer, wenn das 2012 von Ihnen so vehement unterstützte geheiligte und heilssichernde Vorhautabschneiden auf Elternwunsch gewissermaßen das einstige geschlechtsneutrale Embryonalgewebe auch der kleinen Schamlippen amputiert und zugleich die Nervenenden des Kitzlers?

Alice Schwarzer will den gereinigten männlichen Penis: „Bereits 2007 rieten sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die UN dringend zur Beschneidung von Männern: als Prävention gegen Aids, Peniskrebs und Gebärmutterhalskrebs. Denn letzterer wird verursacht von einem verunreinigten männlichen Penis. … Diese MedizinerInnen und GesundheitspolitikerInnen sind für die Beschneidung, ganz und gar unabhängig von religiösen oder kulturellen Einstellungen. Es handelt sich außerdem um einen sehr kleinen Eingriff, der innerhalb einer Viertelstunde durchgeführt ist und innerhalb weniger Tage verheilt“, den anatomisch kenntnislosen und medizinisch uninformierten Text vom 02.07.2012 hat Deutschlands mit dem Bundesverdienstkreuz geschmückte Frauenrechtlerin einfach aus dem Internet gelöscht, vermutlich leider ohne einen Lernschritt und in jedem Fall ohne einen Kommentar.

Von der Anatomie zur Biologie. Viele einfache Tiere sind nicht darauf angewiesen, von ihren Eltern versorgt und gepflegt zu werden. Viele Insekten und die meisten Fische beispielsweise schlüpfen aus dem Ei und sind sofort veritable Selbstversorger. Das Junge aus der Gattung Mammalia (Säuger) schreit nach Mutters Brust.

Als echtes Säugetier ist der kleine Mensch anfangs ohne seine Mutter gar nicht lebensfähig und manchmal bereits in dieser frühen Zeit greift der unsichtbare Gott oder jedenfalls der sichtbare bärtige Patriarch ein und beschädigt den Kinderpenis, er bringt das kleine Kind zum Weinen oder, Jahre später, den noch bartlosen heldenhaften muslimischen Tahsin (11) oder den südafrikanischen Stammesangehörigen Nelson (16) zum tapferen, verbissenen Ertragen von Schmerzen. Blut wird sichtbar und die Blutfarbe Rot kollektiv als auf Frau und Mann bezogen erinnert, denn gleichsam intergenerativ bluten weibliche Körper bei der durch die xy-chromosomalen Krieger ideologisch ins Tierische herabgedrückten biologischen Geburt ebenso wie die Penisse bei der frauenfreien Geburt hinein in die überlegene Menschensorte, die dem neu verwalteten Himmel näher stehende männliche. Nicht die Muttermilch sei dem Jungen die eigentliche Nahrung, sondern das himmlische Gesetz. Irgendetwas geht auf Dauer kaputt, nicht nur der Penis.

Jetzt, 2014, so wird uns gesagt, seien die kompromisslosen Intaktivisten die eigentlichen Kaputtmacher, wir würden ein heiliges Ritual beschädigen und den frommen oder um Hygiene besorgten elterlichen Beschneidungswunsch kaputtmachen und wer weiß, vielleicht sind Jahwe und Allah schön längst persönlich so richtig sauer auf jeden das friedliche Zusammenleben der Religionen störenden Beschneidungsgegner, Näheres wissen Merkel und Jagland.

Einiges also wird beschädigt. Weil Kindesbeschädigung noch schlimmer als Sachbeschädigung und damit nicht nett klingt, wirft man Nebel und redet von Beschneidung (im Islam ḫitān oder ḫatna, auch ṭuhūr, zu ṭahara, rituelle Reinheit, adj. ṭāhir).

Ob Abrahams heilige Religion oder stolze Xhosa- [ˈkoːza] und Papua-Tradition, vorhauthassender Himmelsbefehl hin, männerbündisches Initiationsritual her, die Beschneidung der Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen ist seit Jahrtausenden in der Welt – und alle Eltern lieben nach wie vor ihre Kinder und lieben ihre Religion sogar noch ein bisschen mehr. Der ziemlich eifersüchtige Himmelsgott legt Wert darauf, hundertprozentig geliebt zu werden, und das musst du unter Beweis stellen, Anwallungen von Brutpflegetrieb und gespürtem Kindchenschema heroisch widerstehend, und vom kleinen Geschlechtsorgan des kleinen geliebten Wesens etwas abschneiden, das gesunde Heranwachsen und das friedliche Zusammenleben der Männer und Frauen stehen auf dem Spiel.

Penisgeographisch wird in der authentischen Religion der globalen Muslimbrüder und Teheraner Mullahs, einen anderen Islam kennen auch die deutschen Staatsverträge oder Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht nicht, die ḥašafat al-qaḍīb, das ist die Eichel, zur Zone des prekären Gnadenstandes mit Allah und zum Kristallisationskern der einzig sittlich zu nennenden Gesellschaftsform (Kalifat), während die verflixte qulfa, die Vorhaut, der raumzeitlichen Dschahiliyya entspricht, der auch politisch auszumerzenden Weltgegend oder Sündigkeit des Hauses des Unglaubens, Dār al-Kufr. Für die kleinen Jungen mit ihrem winzigen Penis ist die Vorhaut noch kein islamisches Problem, doch nur wenige Jahre später umklammert der pubertäre Vorhautteufel die islamfromme Eichel und droht sie zu erwürgen, es muss etwas geschehen.

Laut Bibel gibt nur Jahwe das Leben und kann es, sofern verärgert, jederzeit beenden. Auch wenn Moses unbeschnitten blieb und Israels zur Präputophobie (preputophobia) berufene Erde vielleicht sehr folgerichtig nicht betreten durfte, geht es bei der Vorhautfrage um Leben und Tod, wie wir im 2. Buch Mose lesen, dem Exodus:

„Dann sag zum Pharao: So spricht Jahwe: Israel ist mein erstgeborener Sohn. Ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mich verehren kann. Wenn du dich weigerst, ihn ziehen zu lassen, bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um. Unterwegs am Rastplatz trat der Herr dem Mose entgegen und wollte ihn töten. Zippora ergriff einen Feuerstein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab. Damit berührte sie die Beine des Mose und sagte: Ein Blutbräutigam bist du mir. Da ließ der Herr von ihm ab. «Blutbräutigam», sagte sie damals wegen der Beschneidung.“

Es kann nur Einen (Gott; Penis) geben und der Himmel stellt die Entscheidungsfrage. Stammvater Abraham (Avrāhām; Ibrāhīm) hatte unter Beweis stellen müssen, seinem Sohn Isaak (Yiṣḥāq, Isḥāq) etwas weniger Liebe entgegen zu bringen als der Gottheit, und nur wem es heutzutage an Glauben schrecklich mangelt, redet über einen abrahamischen Kindestötungsversuch nach halluzinatorischem Stimmenhören. 1. Mose 22 berichtet vom Auftrag zum Kindesopfern:

„Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.“

Jahwe hat ein solches Begehren nicht wiederholt und schweigt überhaupt seit Jahrhunderten.

Die nichtjüdischen Deutschen sollen sich nicht einbilden, eine Ehre herstellende rituelle blutige Zerfurchung der Haut gar nicht praktiziert zu haben, denn wer vor wenigen Generationen als Akademiker keine eindrucksvolle Narbe, nach dem Waffenschlag oder -hieb (17. Jh.) wurde auch sie im ehrkulturellen studentischen Jargon der Schmiss genannt, im Gesicht herumtrug, galt als eigentlich verachtenswert. Man betrachte das durch Georg Mühlberg vor nur hundertzehn Jahren entstandene Gemälde Renommierbummel und höre innerlich die initiierten Gefährten des Nelson Mandela rufen: „Ndiyindoda – I`m a man!“, ein zwanzig Jahre eher entstandenes englisches Bild illustriert ebenfalls bereits das honorige System und titelt zur Initiierung DIE ERSTE WUNDE.[5]

2014 jährt sich ein Kriegsausbruch zum hundertsten Mal. Die ultimativ initiierende bodily mutilation auf dem Abschlachtacker („im Felde“, nachmals unter Überlebenden „im Felde unbesiegt“) vaterländischer männlicher Ehre war für den Kriegsfreiwilligen der tödliche Schuss in Langemarck. Die begeisterte Freiwilligkeit der jungen Deutschen von 1914 ist heute vielen vielleicht kaum nachvollziehbar.

Auch im Islam schweigt der Himmel nach dem Ableben des Propheten Mohammed (Muḥammad), dessen wörtliche oder aus seinen Handlungen zu erschließende Anweisungen, das ist die Sunna, um Himmels Willen ganz genau zu befolgen sind. Die Beschneidung, türkisch sünnet (d. h. Sunna), ist Teil der Fiṭra, der Art und Weise des Geschaffenseins, des natürlichen Ausgerichtetseins auf Allah hin.[6]

Die im Islam dem Jungen zu amputierende qulfa ist die Vorhaut, Mehrzahl qalaf. Etymologisch vgl. bei einem Baum qilf oder qulāfa, die Borke oder Rinde, s. hebr. qelef, Schwarte (rind) oder Schale (peel) sowie kəluv / kluv Fruchtkorb bzw. Vogelhaus; im Syrischen qəlaf, die Haut oder Borke entfernen (to remove the skin, bark) und qəlāftāʾ, Schale (husk, shell)).

Wie den Schafiiten ist auch den Hanbaliten die MGM Pflicht (farḍ, wāǧib). Am 04.10.2012 verschwieg der die Bevölkerung sehr islamisch in Pflichtbeschneidende und „Außenstehende“ aufspaltende Aiman Mazyek dem FOCUS, dass die Vorhautamputation zur unteilbaren und totalitären Scharia gehört, bagatellisierte die lebenslange genitale Beschädigung und warnte die wissenschaftlich denkenden Mitbürger davor, dem unbeschnittenen männlichen Kind muslimischer Eltern die Nachteile der Zirkumzision zu verraten:

„Wenn Außenstehende vehement dem Kind ihre ablehnende Haltung zur Beschneidung aufoktroyieren wollen und so das Kind stark verunsichern und in einen zum minimalen körperlichen Eingriff unverhältnismäßigen Konflikt stürzen, ist das eine Gefahr für das Kindeswohl.“

Ärzte, Lehrer und Sozialarbeiter sollen also, so legte es uns der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) nahe, das dem Schariagesetz zu unterwerfende Kind gezielt nichtinformiert belassen und die Nachteile der Beschneidung gefälligst für sich behalten. Ein Familienkonflikt und ein innerer Konflikt sei nur auf diese Weise erfolgreich zu vermeiden und ein sachgerechtes ärztliches Aufklärungsgespräch leider ausgeschlossen. Man beachte, das desinformierte und beschnittene Kind verbleibt ganz im Mazyekschen „Kindeswohl“.

Wie dem Bundestag bekannt, ist die Beschneidung der Mädchen ebenfalls ausgesprochen islamisch, die schafiitische Rechtsschule verpflichtet zur Mädchen- (female genital mutilation = FGM) und Jungenbeschneidung (male genital mutilation = MGM), zwei weitere Rechtsschulen halten sie als Sunna (das ist Mohammeds nachzuahmendes Vorbild) mindestens für ehrenwert und empfehlenswert (mustaḥabb). Keine der vier sunnitischen maḏhāhib ‏ (sg. maḏhab, Fiqh- oder Rechtsschule) lehnt die Frauenbeschneidung ab.

Baẓr aber bedeutet im Arabischen nicht Klitorisvorhaut, sondern ist die Klitoris. Der den Reliance of the Traveller übersetzende hippe Sufi-Scheich Keller (not the clitoris itself, as some mistakenly assert) belügt amerikanische Ohren und kann uns kein arabisches eigenes Wort für Klitorisvorhaut nennen.[7]

Zwischen Mädchen- und Jungenbeschneidung zu unterscheiden, ist wenig sinnvoll, weder islamisch-theologisch bzw. islamkritisch noch anatomisch. Allgemein menschenrechtlich darf man sowieso keinen Unterschied machen und auch das deutsche Grundgesetz kann Jungen nicht schlechter behandeln als die richtigerweise vor FGM geschützten Mädchen.

Der oder die Unbeschnittene, so spüren es die Beschneidungskulturellen, sei abgeschnitten vom Strom des Lebens, würde schier verhungern.

Um nicht zu verhungern und nicht zu erfrieren, ist jedes Kind auf die Liebe seiner Eltern angewiesen. Die meisten Eltern in Ostafrika oder Südostasien, im Nahen Osten oder in den Vereinigten Staaten von Amerika waren selbst einmal so ein geliebtes Kind, wurden als männlicher oder manchmal auch als weiblicher Mensch beschnitten und lieben nun ihrerseits ihre Kinder – und beschneiden sie. Das grausame Ritual wird durch die Generationen und Jahrtausende weitergegeben, das Kind ist ein Mädchen oder Junge.

Um sich die Sache schön zu lügen, müssen die Erwachsenen zu einem Trick greifen und die Beschneidung in ihr Verständnis von Glück, Nestwärme, Liebe und Frömmigkeit integrieren. In die goldene Familienromantik, das Vertreiben von schlimmen Bakterien und Viren und in den Gerechtigkeitsbegriff, in den Begriff vom Kindeswohl und in das einklagbare Familienrecht muss der heiße Elternwunsch auf die Genitalverstümmelung des männlichen Kindes eingeschlossen werden. In die Personensorge, auch in die gesetzliche deutsche Personensorge, wie am 12.12.2012 geschehen.

Es gibt erhebliche Indizien dafür, dass die Beschneidung die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten wie AIDS eher begünstigt, das liegt auch am anschließenden Nichtverwenden von Kondomen, was wiederum auf den Glauben manch eines Beschnittenen zurückzuführen sein mag, nun vor einer HI-Infektion geschützt zu sein, und ebenso an der in den Jahren nach der Beschneidung allzu oft allmählich nachlassenden penilen Empfindungsfähigkeit. Sobald aber die Sensitivität des Penis stark gesunken ist, wird der eigentlich einzig wirksame Schutz gegen HIV, das Kondom, als unzumutbar empfunden werden, mit Gummi spürt der Mann vielleicht gar nichts mehr.

Obwohl mehr und mehr Mütter und Väter die richtige Entscheidung treffen und die Vorhaut unzerstört lassen, sind männliche Amerikaner mehrheitlich beschnitten, die Zwanzigjährigen etwas weniger häufig und die Vierzig- oder Fünfzigjährigen beinahe alle. Trotz der schönen Erfolge der amerikanischen Beschneidungsgegner oder Intaktivisten der letzten drei oder vier Jahrzehnte, nennen wir stets die beiden mutigen Frauen Marilyn Milos (NOCIRC) oder Georgeanne Chapin (Intact America), werden immer noch 55 % der Neugeborenen ohne einleuchtenden Grund am Genital verstümmelt. Das geschieht mit starken Unterschieden zwischen den einzelnen Landesteilen von nur 12 % in Nevada bis zu 87 % in West Virginia (Daten von 2009). Im Mittleren Westen werden 75 % aller Neugeborenen beschnitten, im Südwesten 25 %.[8]

Die aus Autoritätsgläubigkeit, bohrender Sorge vor hygienischem Unheil, gottloser jugendlicher Masturbation sowie schlichter Unkenntnis der wohl erst mit Jakob Øster (1968) oder Hiroyuki Kayaba et al. (1996) gründlich erforschten männlichen physiologischen Phimose (angeborene Adhäsion der Vorhaut, die sich oft erst im Laufe des zweiten Lebensjahrzehnts allmählich auflöst) beinahe schon in einer Art von Staatskult ihre Jungen am Genital verstümmelnden USA haben seit drei Jahrzehnten ein großes gesundheitliches Problem mit der bekanntlich vor allem sexuell übertragbaren Krankheit AIDS. Sex hat nun oft etwas mit Penis zu tun, und der ist in den USA gemeinschaftlich dem Chaos und der Wollust entrissen, von Krankheitskeimen und Sünden saubergemacht, heroisch abgehärtet, bibeltreu und technikverliebt veredelt, vorhautamputiert.

Einige amerikanische Ärzte werben für die Beschneidung als Mittel im globalen Kampf gegen AIDS. Statt zuzugeben, mit der Seuche nicht klar zu kommen, wird sinngemäß behauptet: ohne Beschneidung wäre alles noch viel schlimmer und angedeutet, dass überall auf der Welt die beschneidungsverweigernden Mütter bzw. Familien, die unbeschnittenen Männer sowie die Erfolge der Beschneidungsgegner eigentlich verantwortlich für die globale HIV-Epidemie sind. Die Zauberformel ist klar und muss nur noch den Afrikanern beigebracht werden: Mehr Beschneidung = weniger AIDS.

Es ist die Infektion mit HI-Viren, die das Krankheitsbild AIDS verursacht. Gegen HIV kann man sich mit Kondomen ziemlich zuverlässig schützen. Von wissenschaftlichen Tatsachen unbeirrt kämpft eine tapfere amerikanische Lobby dafür, dass auch der Rest der Menschheit endlich glaubt, mit der Beschneidung – mit der Amputation der Penisvorhaut – könne man die globale AIDS-Epidemie in den Griff bekommen.[9]

Kann man natürlich nicht, aber viel Geld verdienen kann man mit der Beschneidung, denn die Fabriken der Kosmetikindustrie (Vavelta) und die biomedizinischen Labore (Apligraf) warten auf Lieferung sauberer sprich möglichst gerade neugeborener Körperzellen. Künftig pro Jahr hunderttausendfach abgeschnittene Kindervorhäute lassen sich ausgezeichnet als Rohstoff für Anti-Falten-Cremes oder zum Züchten einer nicht nur bei Verbrennungsopfern verwendbaren Kunsthaut verwenden. Auch die metallischen Beschneidungsklemmen sind sehr teuer und das operierende medizinische Fachpersonal will ebenfalls ausgebildet, weiter geschult und Monat für Monat bezahlt sein – das in den zunehmend beschneidungskritischen USA etwas ins Stocken geratene Milliardengeschäft kann in Afrika weitergehen, was die globalen Intaktivisten verhindern mögen.

Beschneidung ohne zwingenden medizinischen Grund schadet der Gesundheit. Immer wieder kommt es – auch in modernsten Krankenhäusern! – zu schweren Verletzungen. Und schlimmer. Beschneidung tötet. In den Vereinigten Staaten von Amerika sterben in jedem Jahr ungefähr 117 Säuglinge an der Zirkumzision (Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.). 117, das sind zwei tote Kinder pro Woche. Und dem unzivilisierten Rest der Welt erklären die amerikanischen Beschneidungslobbyisten, dass ihr Tun ein besonders geeignetes Mittel zur Abwehr von AIDS sei. Wenig glaubhaft, denn die US-Amerikaner über dreißig oder vierzig sind meistens als Säugling beschnitten worden, trotzdem leben im Lande 1,1 Millionen Menschen mit dem HI-Virus und kommen Jahr für Jahr 50.000 Neuinfektionen dazu. Aber einige Amerikaner glauben doch so gerne – an sich selbst, an Gott und an die Gesundheit der Jungenbeschneidung.

Mit Artikel 24 (3) der UN-Kinderrechtskonvention (Convention on the Rights of the Child, abgekürzt CRC) verpflichten sich alle Staaten, gesundheitlich schädliche Traditionen abzuschaffen. Man wird hier nicht zuletzt an weibliche Beschneidung gedacht haben, die wir seit wenigen Jahrzehnten ganz richtig eine Genitalverstümmelung nennen: FGM. Die ebenfalls weltweit vorkommende Jungenbeschneidung ist bislang leider meistens übersehen worden, und eine mächtige Lobby möchte weiter verhindern, dass Journalisten, Politiker und Kinderrechtler tatsachennah von der MGM reden und schreiben, der männlichen Genitalverstümmelung. Um nichts anderes aber geht es, denn das am Geschlechtsorgan verletzte und verstümmelte Kind kann ein Mädchen oder ein Junge sein, wir Erwachsenen haben kein Recht, sein Geschlechtsorgan auf unseren Wunsch hin mit Schere oder Skalpell zu verändern. Auch ein vermeintlicher himmlischer Befehl, antiker Mythos von abgewehrten bösen Geistern oder moderner Mythos von abgewehrten bösen Bakterien oder Viren ist hier kein glaubwürdiges Alibi.

Was die zur Rechtfertigung des Beschneidens der Penisvorhaut nützliche Prophylaxe der Vertreibung von unsichtbaren Teufeln oder bösen Dschinnen war, ist heute die prophylaktische Vertreibung der HP- oder HI-Viren. Ein neuzeitliches Märchen, denn nur Kondome und geänderte Verhaltensweisen schützen vor AIDS, keine abgeschnittenen Vorhäute.

Märchen und Religionen können schöne Seiten haben, aber leider hat es immer auch kinderfeindliche Märchen gegeben. Eine Moscheegemeinde oder Synagogengemeinde, deren Vorstand und Prediger immer noch lehren, dass ein unbeschnittener Mann einen moralisch geringeren Wert habe, Gott erzürne und die Verachtung der Gläubigen verdiene, sollte durch modern denkende Eltern boykottiert werden – sollen die Imame und Sünnetci, Rabbis und Mohalim doch vor Zorn rot anlaufen im Gesicht und ihre jungen Väter und Mütter anbrüllen: „Ihr müsst euer Kind aber beschneiden lassen, Gott will es!“ Nein, das müssen sie nicht.

Noch sind es wenige säkulare Muslime oder Juden, die sich dem Gruppenzwang zum Jungenbeschneiden bewusst entziehen, und die Bundesrepublik Deutschland hat sich nicht getraut, zu verlangen, dass die Religionsbücher für den bekennenden Islamischen Religionsunterricht schreiben: Die Beschneidung hat gesundheitliche Nachteile, du kannst Nein sagen zur Beschneidung und beim Jugendamt Hilfe suchen und Hilfe finden. Nein, das wird nicht geschrieben, und die Republik liefert die Kinder den Stämmen und einem gesundheitsschädlichen Ritual aus und müsste das im Hinblick auf die manchmal vergleichsweise harmlosere Mädchenbeschneidung (hier etwa der WHO-Typ Ia) eigentlich auch machen. Richtigerweise ist FGM Typ Ia verboten – noch, und leider nicht deutlich genug.

Du kommst hier nicht rein – als Unbeschnittener kommst du hier nicht rein, nicht in die Gemeinschaft der Gläubigen im Diesseits und nach dem Tod nicht in den Himmel. Der Sinn der rituellen Beschneidung ist gerade, dem Jungen zu verdeutlichen, dass es keinen Ausweg gibt. Beim Stichwort Zwangsbeschneidung denken wir an Erwachsene, aber wo doch jeder acht Tage alte jüdische Junge beschnitten werden muss, dürfen, nein müssen wir ebenso von Zwangsbeschneidung sprechen und auch bei einem älteren Kind oder Jugendlichen. Die fünfzehn- oder sechzehnjährigen Xhosa sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich dem Ehre herstellenden Ritual zu entziehen, einige von ihnen gehen Jahr für Jahr in den Tod.

Denn wer bei den Xhosa nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und kann vom väterlichen Besitz nichts erben, Ehe und Fortpflanzung sind für ihn verhindert, der Unbeschnittene ist, in jeder Beschneidungskultur, rechtlich und sozial ausgelöscht. Ndiyindoda! hatte der Xhosa Nelson Mandela zu rufen: I`m a man![10]

Wohltuend zu hören, dass ein Teil der aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingewanderten männlichen Juden bis heute nicht beschnitten ist – es gibt also auch in Deutschland viele glückliche jüdische Vorhäute. Mit den zunehmend beliebten Initiativen wie Jews against Circumcision, der ausgezeichneten Informationsseite Beyond the Bris, mit Tsohar um Rabbi David Stav, Gonnen Al Ha-Yeled – Protect the Child, um Eran Sadeh; Dr. Avshalom Zoossmann-Diskin als dem Vorsitzenden von Ben Shalem (intact boy) und einigen anderen sind auch im Judentum Vorkämpfer für die körperliche Unversehrtheit aller Kinder aktiv.

Wenn bewusste Angehörige einer religiösen oder ethnischen Minderheit, sicherlich gilt das in besonderem Maße für die als sozusagen typisch beschneidend geltenden Juden, mit der Zirkumzision aufhören oder diese durch ein anderes Ritual ersetzen, wird das kindergesundheitlich und kinderrechtlich sehr positive (nämlich beschneidungsbeendende) Auswirkungen auf andere Communities haben, nennen wir die großen afrikanischen Kirchen, die beinahe beschneidungsobligatorischen Christen in Korea oder auf den Philippinen, ägyptische Christen, Nordamerikas Evangelikale oder die Muslime, die schließlich alle einen theologischen Bezug zum legendären Erstbeschneider Abraham herstellen. Auch dürfte, sobald markante Communities oder prominente Einzelne die Jungenbeschneidung beenden, gerade in ländlich geprägten Regionen und in räumlicher Nähe die Quote der weiblichen Beschneidung sinken bzw. kann sicherlich besser verhindert werden, dass die FGM, etwa zur äthiopischen Beta Israel, zurückkehrt. Denn das scheint ein Prinzip zu sein: Wo es gar keine Jungenbeschneidung (mehr) gibt, sind auch alle weiblichen Genitale intakt.

Leider gelingt es in Afrika der mit windigen Begründungen eine angebliche AIDS-Prophylaxe nach erfolgter Beschneidung beschwörenden Lobby anscheinend immer wieder, Kirchengemeinden, etwa kenianischer Methodisten oder christliche Gesundheitszentren in Malawi oder Lesotho, für ihren Beschneidungskreuzzug einzusetzen. Organisiert wird die männerfeindliche, sexualfeindliche und sexualmagische Genitalverstümmelungskampagne vor allem von vatikantreuer Seite durch den Katholischen Medizinischen Missionsausschuss (Catholic Medical Mission Board, CMMB).[11]

Wie jede Jungenbeschneidung kann auch die Brit milah schwer verstümmeln oder töten. Im Januar 2014 wurde ein weiterer Säugling durch Mundbeschneidung (Metzitzah B’Peh) mit Herpes infiziert; im September 2011 starb am New Yorker Maimonides-Krankenhaus ein zwei Wochen altes Kind nach beschneidungsbedingter Herpesinfektion.

Rabbi Abraham Geiger (1810-1874) im Brief an den großen Demokraten Leopold Zunz:

„Die Idee des Opfers, welche die Prozedur einst heiligte, ist unter uns doch gewiss längst verschwunden … und der Gewohnheit und der Angst errichten wir sicherlich keine Tempel“, eigene Übersetzung n. d. Englischen, sowie: „Ich kann nicht verstehen, warum ich mich für eine Zeremonie begeistern soll, nur aus dem Grund, weil sie sich allgemeiner Hochachtung erfreut … Es ist ein barbarischer, blutiger Akt. Die einzigen Gründe dafür sind die Gewohnheit und die Furcht“, so zitiert es David Gollaher in Das verletzte Geschlecht (Seite 46).[12]

Zwischen 2004 und 2011 infizierten sich 11 männliche Säuglinge nach dem jüdischen Mundbeschneidungsritual an Herpes, zwei starben, zwei haben einen bleibenden Hirnschaden erlitten. In den Vereinigten Staaten werden jährlich 1,2 Millionen männliche Säuglinge genitalverstümmelt, jedes Jahr sterben, wie erwähnt, ungefähr 117 US-amerikanische Säuglinge an der Zirkumzision.[13]

Geheiligte Erpressung zum Kindbeschneiden, Israel 2013. Ein Rabbinatsgericht verurteilt die Mutter, die ihren Sohn nicht beschneiden lassen will, zu einer Strafe von 140 $ täglich (!), die sich erhöht bis sie ihren Sohn am Genital verstümmelt. Die mutige Frau hat sich zu den gesundheitlichen Nachteilen der Jungenbeschneidung informiert und will standhaft bleiben. In Israel gibt es leider immer noch keine säkulare standesamtliche Ehe, das selbstredend frauenfeindliche Familienrecht wird von den Klerikern gesprochen.[14]

Human Genital Mutilation (HGM)

Die Beschneidung des männlichen Kindes, der Begriff Kind meint, ganz im Einklang mit der erwähnten Kinderrechtskonvention, auch den vierzehn oder siebzehn Jahre alten Menschen, beschädigt den Körper des Jungen und des späteren Mannes.

Die bei beiden Geschlechtern des Menschen, die bei Mädchen und Junge sehr vergleichbare Embryonalentwicklung scheint zu zeigen, dass Klitoris und Eichel (Glans penis) einerseits sowie andererseits innere Schamlippen (Labia minora) und Penisvorhaut, aus dem gleichen Gewebe entstehen.[15] Die männliche Sensitivität liegt allerdings zum weitaus größeren Teil nicht in der Eichel, sondern eben im Präputium, in der Vorhaut (Gefurchtes Band; Frenulum und frenulares Delta). Die Beschneidung zerstört sofort möglicherweise zwei Drittel der männlichen sexuellen Empfindungsfähigkeit und eventuell, auch durch die fortschreitende Keratinisierung der Eichel, allmählich immer noch mehr; jedem Bundestagsabgeordneten war das am 12.12.2012 bekannt.

Die Jungenbeschneidung ist politisch gewollt, der Elternwille zur MGM ist Staatsdoktrin. Das muss sich ändern.

Mit der männlichen Beschneidung verglichen würde, auf die Keimbahnentwicklung bezogen, eine Frau, um der von BGB § 1631d legal gewordenen genitalen Beschädigung zu entsprechen, ihre (inneren) Labien verlieren müssen (das hat also Züge von FGM Typ II), in Bezug auf die sexuelle Empfindungsfähigkeit aber ihre Klitoris (Typ Ib sowie ebenfalls Typ II). Der Sensitivitätsverlust der Jungenbeschneidung ist also wahrscheinlich vergleichbar mit einer FGM vom Typ II, mindestens jedoch mit Typ Ib. Mit Ib oder II bzw. zwischen Ib und II liegt man vermutlich, die MGM vergleichend, sehr richtig; wer in Deutschland ein Mädchen so stark verstümmelt, wohnt richtigerweise für sehr lange Zeit im Gefängnis.

Das Blaue vom Himmel herunter lügt uns NCBI, das National Center for Biotechnology Information, das versucht, die Menschen in Kanada, Korea (Südkorea) und Hongkong zu (noch) mehr Jungenbeschneidung zu drängen: „Qualitativ höchstwertige Studien legen uns nahe, dass die Beschneidung keinen nachteilige Wirkung auf Sexualfunktionen, Sensitivität, sexuelles Empfindungsvermögen und Zufriedenheit hat.“ Die traurige und Jahrtausende alte Wirklichkeit sieht anders aus, die physischen Beschneidungsfolgen sind katastrophal.[16]

Die Beschneidung von Jungen – wir sollten sagen: die Genitalverstümmelung an Jungen – ist eines der letzten ganz großen Tabus der Menschheit. Sie ist ein Menschheitsproblem, das weltweit angegangen werden muss und erfolgreich bewältigt werden kann, wenn wir uns nicht in Schwarze und Weiße, Amerikaner und Europäer, Muslime und Nichtmuslime oder in Juden und Nichtjuden spalten lassen und wenn wir nicht auf das Märchen hereinfallen, weibliche und männliche Beschneidung (d. i. Genitalverstümmelung) würden sich grundsätzlich voneinander unterscheiden.

Wir haben die Universalität der Menschenrechte entdeckt und können deshalb nicht mehr sagen: „Das geht mich nichts an, was in Afrika, Asien oder im Nachbarhaus passiert“. Zur weiblichen Genitalverstümmelung oder FGM wagt niemand mehr zu sagen, man dürfe sich in somalische oder ägyptische Traditionen nicht einmischen oder müsse eine aus Mogadischu oder Kairo nach London, Amsterdam oder Köln eingewanderte Familie in Ruhe ihre Mädchen beschneiden lassen. Dieses Umdenken müssen wir auch in Bezug auf die männliche Genitalverstümmelung erreichen. Der angemessene Aufenthaltsort einer aktiven rituellen Mädchenbeschneiderin ist in Australien, Europa oder Nordamerika bereits heute das Gefängnis, und es wird die Zeit kommen, in der auch jeder professionelle oder ehrenamtliche Jungenbeschneider einer anderen Beschäftigung nachgehen muss und sagen wird: „Ich bin ein Ex-Sünnetci“ oder „Ich bin ein Ex-Mohel.“

I Have a Dream, dass in wenigen Jahrzehnten überall auf der Welt die Kinder und Enkel der rituellen Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider den staunenden Jungen, von denen mehr als 90, nein, mehr als 95 % in Vorhautbesitz sind, über das berufliche Treiben ihrer Ahnen erzählen, während sie mit den Klassenkameraden beim Ausflug im Museum in den gläsernen Vitrinen neben Hexenfolterzange und Sklavenkette auch Beschneidungsmesser und Gomco-Klemme betrachten.

I Have a Dream, dass im Jahre 2089 unter dem Tagungstitel Hundert Jahre Anaheim California durch das perfekt gleichheitsfeministisch gewordene saudische Königshaus das International Symposium on Circumcision in Mekka und Medina ausgerichtet werden wird,

I Have a Dream, dass in fünfzig Jahren die Schariagerichte weltweit abgeschafft worden sind und es nur noch die säkulare standesamtliche Eheschließung geben wird, während der Oberrabiner Israels, trotz Wiedererrichtung des Tempels, aus gutem Grund als Intactivist of the Year (2039) ausgezeichnet werden wird und die begeistert gegen Kopftuchzwang kämpfende Muslimbruderschaft die Organisation der intaktivistischen Kampagnen (Mädchen und Jungen) in den abgelegensten Orten Indonesiens und Somalias übernehmen wird,

I Have a Dream, dass 2014 in Deutschland niemand die Genital Autonomy für ein Kind (a child means every human being below the age of eighteen years) einfordern wird, ohne zugleich die hundertprozentige Genital Intactness jedes Kindes zu verlangen und jede medizinisch unnötige Genitalverstümmelung auf Elternwunsch wie auch auf Kinderwunsch unzweideutig abzulehnen,

I Have a Dream, dass im Juli dieses Jahres in Boulder Colorado (The 13th International Symposium on Genital Autonomy and Children’s Rights) der Mut gefunden werden wird, in Bezug auf Artikel 1 der UN-Kinderrechtskonvention (unless under the law applicable to the child, majority is attained earlier) den Begriff des Erwachsenseins nach Jüdischem Recht (Halacha)[17] oder Islamischem Recht (Scharia)[18] explizit auszuschließen und von Anne Lindboe und Maximilian Stehr zu fordern: Schluss mit dem gesundheitsgefährdenden, nämlich auf die Beschneidung hinauslaufenden Geschwätz zur Informierten Einwilligung (informed consent), solange der Junge minderjährig ist (below the age of eighteen years).

Man verzichtet jetzt, um später zurückzuerhalten, man opfert dem Himmel aus frommer Berechnung. Kleptokratisch verstandene Männlichkeit ist Machtzuwachs und Güteranhäufung, eine Addition, die Beschneidung jedoch ist mathematisch unterkühlt gesprochen eine Subtraktion, religionswissenschaftlich ein Opferbringen. Männern fällt es schwer, sich einzugestehen, Opfer geworden zu sein. Die Ansage: „Du Opfer!“ ist, durchaus einzustufen als islamisches Umweltverändern, die seit 15 Jahren unter Jungen leider ziemlich üblich gewordene hasserfüllte Bedrohung auf unseren Schulhöfen geworden, das wie selbstverständlich gewordene kalte Nachtreten auf den bereits am Boden Liegenden erinnernd oder androhend. Beschneidung ist eine Gewalt, die das mythische Maskuline färbt und auflädt, und es ist die Frage, gegen wen man seine Wut richten kann, wenn die Ahnen und großen Brüder doch angeblich immer nur das Beste wollen oder kräftiger zuschlagen können. Einen Ausstieg aus dem Kreislauf der einst als Opfer an die Gottheit gestifteten Beschneidungsgewalt kann es nur geben, wenn endlich alle Menschen – auch die Schwestern oder Ehefrauen der beschnittenen Männer und auch die unbeschnittenen Männer – offen zugeben, ein Opfer der Male Genital Mutilation zu sein, denn MGM, egal wo sie stattfindet, schadet jedem und Gewalt ist nie privat. Frau Merkel redet von Komikernation.

Der amerikanische Beschneidungsgegner, Psychologe und Direktor des in Boston ansässigen Circumcision Resource Center, Dr. Ronald Goldman nennt vier Gründe, warum Männer ihre Beschneidung mit Schweigen zudecken bzw. nicht aufarbeiten und das Ritual tradieren helfen, ich übersetze frei und führe einige seiner grundlegenden Gedanken über die psychischen Beschneidungsfolgen ein wenig weiter:[19]

Ausblenden

Beschnittene Männer haben die als positiv erlebten weiteren Normen der eigenen Gruppe oder Religion so sehr verinnerlicht, dass die unangenehmen Gefühle zur Beschneidung für unwichtig gehalten werden oder beinahe ganz überdeckt bleiben; beispielsweise auch: eine damals erklärte angebliche gesundheitsförderliche Wirkung diente und dient ja, trotz allem Schmerz, dem eigentlich so schönen Ziel Gesundheit

Unterdrücken

Die ehrlich nacherlebten Gefühle zur Beschneidung wären so schmerzhaft, dass der Mann sie gar nicht zulassen kann; kommen sie doch näher an die Oberfläche, kennt er Techniken, sie mit viel Energie abzustoppen und sich beispielsweise seinen Vertrauten gegenüber, vielleicht seiner Ehefrau oder seinem Sohn, nicht als Beschneidungsopfer zu outen

Verheimlichen

Jene, die differenzierte Gefühle zur Beschneidung erleben, schweigen aus Angst, falsch verstanden oder ausgelacht zu werden

Sprachlosigkeit

Frühe Verletzungen zur Sprache zu bringen, erfordert Bewusstsein und Einsicht. Wer aber sehr früh beschnitten wurde, etwa als jüdischer oder US-amerikanischer Säugling, hat keine bewussten Erinnerungen an den Eingriff und wird keinen anderen Wege finden können, als die seelische Verletzung (Anm.: bemerkenswert beschneidungstypisch) zu äußern durch: 1. Verhalten (Penisfixiertheit und Patriarchalismus; religiöser Radikalismus; das penisbezogene Trauma tradieren und den einen zuerst intakten Penis besitzenden eigenen Sohn verstümmeln), 2. Emotionen (ich führe weiter: Ärzte, Frauen, Unbeschnittene und Beschneidungsgegner für Feinde zu halten; also: nicht der Mohel oder Sünnetci ist der Feind und greift noch einmal das Genital an, nein, der Intaktivist ist der Angreifer) oder 3. Stressreaktionen (Anm: panische Angst bei jedem Arztbesuch; Angst vor Sex, Zärtlichkeit oder Nähe; erektile Dysfunktion; in sozialen Konfliktsituationen schnelles Schalten auf Kampf).

Männer sind gerne Helden und das können sie zeigen. Beschneiden kann jeder, Nichtbeschneiden ist heldenhaft. Be a hero, don’t circumcise your son.

Mitentscheidung und Einwilligung (consent)

Auch wenn seit Berlin 2012, der kinderfeindliche und grundgesetzwidrige Alternativvorschlag wollte 14 Jahre), Helsinki 2012 und leider auch mit Oslo 2013 vieles ungesichert bleibt – auch zur Altersfrage, d. h. zur Diskussion um das genaue Alter des einwilligungsfähigen Jungen, ist alles Wichtige bereits am 3. März 1989 im kalifornischen Anaheim festgestellt worden: einwilligungsfähig ist das erwachsene Individuum,

das Alter der Zustimmungsfähigkeit ist das Erwachsensein:

the individuals who have reached the age of consent (adulthood),

Kinder an die Macht? Die Schariabewegung will das Schutzalter so lange herabdrücken, bis sie bei den neunjährigen Ehefrauen angekommen ist, während der schariapflichtige Mann fünfzehn Jahre alt ist. Eine andere Volljährigkeit braucht und kennt der Islam nicht. Kinder – im Kinderrechtskonventionsbegriff von Kind – sollen mindestens als Juden in den ersten Lebenstagen beschnitten werden, der Islam hat aus seiner Sicht die optionale Beschneidung am siebten Tag auch nicht preiszugeben, die Imame und Rabbiner bewegen sich gar nicht und in ganz Europa werden die Multikultis nervös. Die Stunde der Unterwanderung der Intaktivistenbewegung kann herankommen, die europäischen Als-ob-Kinderrechtler, darunter skandinavische Kinderrechtsbeauftragte in Oslo 2013, wissen, dass sie bald mit den Islamverbänden über das Beschneidungsalter verhandeln werden.

Wie ihr Amtsvorgänger geht Norwegens Kinderrechtsbeauftragte (seit Juni 2012) Anne Lindboe auf fünfzehn Jahre – könnte man denken. Weiß Lindboe denn nicht, dass die Beschneidung keine Heilbehandlung ist, sondern schädigt? Warum genau eigentlich will eine norwegische Kinderärztin fünfzehnjährige Jungen – eventuell auf deren eigenen Wunsch nach ungebremster genital autonomy – verstümmeln lassen, was Lindboe ja auch mit fünfzehnjährigen Mädchen tun müsste? The Jewish Press (JP) vom 25.11.2013 lässt Tzvi Ben-Gedalyahu die heroische kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin und norwegische Kinderärztin zitieren:. „If 15 years is set as the minimum age, we expect Norwegian parents follow and respect the law“. Meint man das auch nur annähernd ernst? Will Norwegen den dann eventuell trotzdem am achten Tag operierenden Mohel auch wirklich einsperren? Dann muss man das sagen und nicht den neuen Außenminister Brende am selben Tag das Gegenteil erklären lassen: „Norwegen wird die rituelle Beschneidung nicht verbieten.“ Aber nein, die JP macht deutlich, dass Lindboe mit dem Alter 15 nur den gestrengen Zeigefinger erhoben hat, ihr Satz beginnt mit einem falls. Amtsvorgänger Reidar Hjermann hatte 15 vorgeschlagen, in Wirklichkeit will Lindboe nur die Zwölfjährigen und Jüngeren schützen und jeden Teenager über die religiös vorgeschriebene freiwillige Selbstverstümmelung entscheiden lassen. Den Dreizehnjährigen. Das ist nur zwei ein Jahre älter als Kinderfilmjunge Tahsin (11) aus dem KiKA-Beschneidungsfest, wobei wir den ebenfalls beschnittenen kleinen Bruder Tahsins, Emir (8) nicht vergessen.[20]

No discussion, no decision, no circumcision. Weg mit den Beschneidungsmessern. Hat der sich über die Oslo Resolution freuende Dr. Antony Lempert (Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, Quelle Barry Duke auf freethinker am 02.10.2013) denn gar keine Lehre aus dem Mau Mau Aufstand gezogen? Wenn wir ein antikolonial fühlendes Mädchen rufen lassen: “Ngaitana – I will circumcize myself”, dann ist das hundertprozentige genitale Selbstbestimmung nach dem Grundatz: Let girls decide for themselves whether or not they want to be circumcised, nur das Geschlechtsorgan ist anschließend für immer kaputt. Der voreilig als Intaktivist gehandelte Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) Dr. Lempert toleriert das freiwillige Beschneiden für völlig gesunde Minderjährige (There can be no justification for healthy children to be forcibly cut, Quelle national secular society am 01.10.2013), doch in jener zauberhaften Stunde, in der im heiligen Wald der erste Junge aufschreit “Ndiyindoda! – I am a man!”, gleich ist der sich auf die Einweihung freuende kleine Nelson Mandela an der Reihe, haben wir genau den gesundheitsgefährdend geringen Anspruch der Anne Lindboe erfüllt: “Vi hos Barneombudet mener derfor det er best for barnet at barna selv skal få bestemme om de vil bli omskåret – Wir als Kinderrechtsbeauftragte glauben, dass es am Besten für ein Kind ist, wenn sich das Kind selbst entscheiden kann ob es beschnitten werden möchte” (Quelle barneombudet.no). LET BOYS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED tönt es am 30.09.2013 aus Norwegens Hauptstadt – Antrag abgelehnt sehr geehrte Frau Anne Lindboe und sehr geehrter Herr Fredrik Malmberg, Skandinavien braucht kein Ngaitana für die Mädchen und für die Jungen kein Ndiyindoda. Dass Kinderärztin Lindboe auch das dreizehnjährige männliche Kind über sein genitales Verstümmeltwerden entscheiden lassen will, lässt sie unwidersprochen in der israelischen Presse publizieren: non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed (JTA 25.11.2013). Norwegen braucht einen neuen Ombudsman für Kinderrechte, Anne Lindboe ist in ihrem Amt nicht länger tragbar.

In Norwegen werden jedes Jahr nur 7 jüdische Jungen beschnitten (und 2000 muslimische) und eine vorlaute Kinderärztin Anne Lindboe, die gerne bereit ist, gegen hippokratisches Prinzip und persönlichen Amtseid jährlich wenige Tausend nicht fünfzehnjährige sondern dreizehnjährige Jungen am Genital zu schädigen, wird sich dem einzigen Mohel des Landes nicht in den Weg stellen. Die jüdischen Eltern wollen den achten Tag, pardon, die Schrift will es. Lex judaica macht sich aber nicht gut, weshalb es kommen wird wie in Deutschland, im ersten halben Jahr darf jeder Schamane alles. Norweger, so wird das nichts.

Quo Vadis Intactivism?

Um mit den Islamverbandsvertretern jahrelang weiter zu diskutieren, könnte man, ohne sein Gesicht allzu offensichtlich zu verlieren, einen Trick anwenden und sprachlich von dem (sofern auch den Siebzehnjährigen meinend) kompromisslosen Genital Intactness für immer auf das gefährlich glitschige Genital Autonomy umwechseln, auf jene Selbstbestimmung, welche den genitalautonomen Tahsin (Beschneidungsfest, KiKA) glücklich integriert. Damit ist der Anspruch von Anaheim California 3. März 1989 zwar kaputt und das Kindergenital auch, aber das macht nichts, man hat ganz engagiert etwas tun wollen – nun, mit Betroffenheit. Der persönliche Status in oder um Partei und Kirche ist gesichert.

Zurzeit haben wir drei Lager. Erstens die traditionellen bzw. religiösen Beschneider, sie wollen das Mitentscheiden des Minderjährigen unmöglich machen und die Jungen amputieren, genital verstümmeln. Zweitens die europäischen und insbesondere auch deutschen Islamverarmloser, Multikulturalisten und anderen vorgeblichen Kinderfreunde, die wollen schon wieder – wie schon 2012 – mit den Imamen und Rabbis an einem Runden Tisch diskutieren und die Kinder in ihr Verstümmeltwerden einwilligen lassen, entweder ab 14 Jahren (Deutschland 2012, der kinderfeindliche Alternativvorschlag zu BGB 1631d), ab 12 bzw. 13 (Schweden 2014) oder ab 15 Jahren (Norwegen 2012 unter Ombudsman Reidar Hjermann) bzw. ab 13 Jahren (Norwegen 2014 unter Anne Lindboe). Drittens die Kinderrechtler und alle, die den Kampf gegen Genitalverstümmelung an Mädchen und Jungen wirklich ernst nehmen, wir müssen den Mut haben, genau so kompromisslos zu sein wie die Rabbiner und Imame und dürfen, ja das klingt untolerant, wir dürfen die Kinder ebenfalls nicht entscheiden lassen – nur dass wir das Verstümmeln gar nicht zulassen.[21]

Ganz bewusst schützen wir den 13-jährigen oder sogar den 17-jährigen jungen Menschen, weiblich oder männlich, vor harten Alkoholika, Autofahrten ohne Begleiter, Bordellbesuch oder brutalen Kinofilmen. Wer den Elfjährigen oder Sechzehnjährigen in seine MGM einwilligen lassen will, kann dem gleichaltrigen Mädchen die FGM nicht verweigern. Nein, ob Schönheits-OP, Tattoo oder Piercing, bis siebzehn Jahre einschließlich bleibt der Körper unversehrt.

Wer noch kein Erwachsenengenital und keine eigene sexuelle Erfahrung hat, kann doch gar nicht auch nur ungefähr vorauserleben (von wissen lässt sich hier sicherlich noch weniger sprechen), wie sich die Beschneidung auswirkt. Wir haben die Kinder zu schützen – alle Kinder. Und was im weltweiten Kampf gegen Todesstrafe, Kindersoldatentum oder Prostitution so zentral ist, das Kind im Sinne der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen oder der Declaration of the First International Symposium on Circumcision, Anaheim 1989, das ist auch die oder der Vierzehn- oder Siebzehnjährige.

Auch wenn das technologisch fortgeschrittene Europa etwas keimfreier beschneidet als der südafrikanische Busch (allerdings nicht in Privatwohnungen, angemieteten Festsälen oder zur Verfügung gestellten Synagogenzimmern), vermute doch niemand, dass sich Europas sechzehnjährige Jungen aus jüdischen oder muslimischen Familien grundsätzlich anders verhalten würden als die Zugehörigkeit suchenden oder dem Dasein als verachteter Unbeschnittener ausweichenden jungen Xhosa. Ein barbarisch gebliebenes Ritual aus den primitiven Entwicklungsstufen der Menschheit, die Human Genital Mutilation (FGM und MGM), hat nicht medikalisiert zu werden, d. h. es darf nicht in Arztausbildung und Krankenhausbetrieb integriert werden.

Im Interesse der Gesundheit aller Kinder dürfen und müssen wir die Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider aus den Praxen und Kliniken entfernen, ohne uns von den nicht ausbleiben werdenden grausamen Ergebnissen der Busch- oder Hinterhofbeschneidungen zu einer erneuten Medikalisierung erpressen zu lassen.

Der Vorhautbesitzer ist ekelhaft und religiös minderwertig, er verdient die Verachtung der ganzen Familie, keine schriftgläubige Jüdin oder Muslima will mit ihm Sex haben oder ihn als Ehemann akzeptieren – das ist die Folge des Himmelsgesetzes und auch die eritreische, äthiopische und koptische Kirche verstümmelt Jungen genital. Der unbeschnittene Erwachsenenpenis ist in Gottes Gesetz nicht integrierbar? Nun, solange das der Fall ist, sind Halacha, Scharia oder christianisiertes philippinisches Vorhautaufschlitzen (slitting open the foreskin along its dorsal surface (superincision)) in den modernen Rechtsstaat auch nicht integrierbar.

Auch aus Angst vor Infektionen, schwersten Verstümmelungen oder Tod dürfen wir die FGM oder MGM niemals technisch medikalisieren und in unseren Krankenhäusern tolerieren. Das ist, neben dem gefährlichen Gerede um die Altersgrenzen, die zweite Diskussion, auf die sich Kinderrechtler nicht einlassen können.

Nein zu einer Diskussion mit Religionsverbandsvertretern, professionellen Genitalbeschädigern, multikulturalistischen Beschneidungsverharmlosern, ungetreuen staatlichen Kinderrechtsbeauftragten oder kindeswohlgefährdenden Ärzten.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Elternwunsch.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Kinderwunsch.

Keine Beschneidung unter achtzehn. .[22]

Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] When the Canadian Paediatric Society published their position statement on neonatal circumcision in 1996, they followed the views of Poland, not those of Schoen. Although Schoen was chairman of the American Academy of Pediatrics (AAP) taskforce on circumcision that published in 1989, he did not serve on the AAP taskforce on circumcision that published in 1999. That second taskforce distanced the AAP from the views published by Schoen’s taskforce a decade earlier.

Schoen’s present views on circumcision are strikingly similar to those of Wolbarst, which were published nearly a century ago. …

One should not characterise Schoen’s personal view as representing the North American view. North America has moved on.

Edgar Schoen does not represent the North American view of male circumcision

George Hill und John V. Geisheker

Arch Dis Child. 2006 January; 91(1): 92.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2083089/

DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION (DOC)

George C. Denniston, Mark D. Reiss, George Hill, John V. Geisheker, Richard B. Russell

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/about/contact.html

Circumcision rates in the United States declined to 54.5 percent in 2009 from 62.7 percent in 1999, according to one federal estimate. Critics succeeded last year in placing a circumcision ban on the ballot in San Francisco, but a judge ruled against including the measure.

In Europe, a government ethics committee in Germany last week overruled a court decision that removing a child’s foreskin was „grievous bodily harm” and therefore illegal. The country’s Professional Association of Pediatricians called the ethics committee ruling „a scandal.” …

„We’re not pushing everybody to circumcise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a member of the academy’s [American Academy of Pediatrics, AAP] task force on circumcision and an author of the new policy, said in an interview. „This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’ ”

But opponents of circumcision say no one — not even a well-meaning parent — has the right to make the decision to remove a healthy body part from another person.

„The bottom line is it’s unethical,” said Georganne Chapin, founding director of Intact America, a national group that advocates against circumcision. „A normal foreskin on a normal baby boy is no more threatening than the hymen or labia on your daughter.”

aus: Benefits of Circumcision Are Said to Outweigh Risks

von: RONI CARYN RABIN

in: The New York Times 27.08.2012

http://www.nytimes.com/2012/08/27/science/benefits-of-circumcision-outweigh-risks-pediatric-group-says.html?_r=0

Die Bleiwerte seien für die Kinder der Industriegebiete gar kein Problem, wie Edgar Schoen pontifiziert:

Government agencies are telling people that childhood lead poisoning is often named as the leading environmental threat to our children. This conclusion is not accepted by most practicing physicians, who almost never see a case of symptomatic lead poisoning. Most pediatricians who practice in a large medical group in an urban area see environmental threats daily. These include poverty, violence, homelessness, family dysfunction, abuse, teenage pregnancy, drugs, and alcohol–but they have not included symptomatic lead poisoning. Most physicians do not accept current proclamations about the importance of childhood lead poisoning: the nation’s pediatricians did not comply with 1991 recommendations of the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) for annual, universal childhood BPb screening

http://realneo.us/best-way-to-eliminate-bad-climate-science

[2] Man was created alone and he dies alone; the Islamic aspiration is to preserve this solitude in its metaphysically irreplaceable aspects. It aims to restore to man his primordial solitude before God, or said differently, it wants to bring man back to his spiritual integrity and to his totality. Islam is in a sense an organized eremitism.

http://sunnainstitute.com/wp/no-monasticism-in-islam/

Die ʿAqīda ist das Konvolut des durch den einzelnen Menschen gespürten und öffentlich vernehmlich bekundeten Anteils der unteilbaren Schöpfungsgesetzlichkeit (Scharia), der Fiqh die jenseitszentrierte und vor dem ewigen Feuer vielleicht bewahrende Rechtspraxis und Gerichtspraxis, Adab, zentraler Begriff bei Syed Muhammad Naquib al-Attas vom ISTAC (Kuala Lumpur), bedeutet Disziplin oder Zucht (ohne ‘Aqida kein Islam, ohne Fiqh kein Islam, ohne Adab kein Islam).

A short lesson taught by Shaykh Naeem will also occur covering basics in Aqeedah, Fiqh, and Adab.

http://sunnainstitute.com/wp/curriculum/

[3] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-’Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[4] The Use of Male Circumcision to Prevent HIV Infection

A statement by Doctors Opposing Circumcision

… Stephen Moses, Daniel T. Halperin, and Robert C. Bailey are other well known North American promoters of male circumcision. …

Randomized controlled trials. After the failure of observational studies to show a clear protective effect, circumcision advocates obtained funding from the United States National Institutes of Health to conduct randomized controlled trials (RCTs) in Africa. Three RCTs to study the value of male circumcision in reducing HIV infection have been conducted in Africa since the publication of the Cochrane Review. The studies were intended to find out if circumcision is an effective intervention to prevent female-to-male HIV infection. A RCT under the supervision of Bertran Auvert, French circumcision proponent, was carried out in Orange Farm, South Africa; a RCT was carried out in Kenya under the supervision of North American circumcision proponent Robert C. Bailey and Stephen Moses; and a RCT was carried out in Uganda under the supervision of North American circumcision proponent Ronald H. Gray. Dr. Auvert has been a circumcision proponent since at least 2003. Professor Moses has been an advocate of circumcision at least since 1994. Professor Bailey has been a circumcision advocate since at least 1998 …

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/HIVStatement.html

Circumcision and HIV – the Randomised Controlled Trials

‘Circumcision Vindicated At Last!’ ? – hardly

So far as we know, the results of the three trials [Orange Farm, Südafrika, Auvert; Kisumu, Kenia, Bailey & Moses; Rakai, Uganda, Gray, Quinn, Wawer] are nowhere else presented side by side. Their figures are not always presented in comparable formats.

http://www.circumstitions.com/HIV-SA.html

Glenda Gray et al. berufen sich auf Halperin und Bailey

http://www.samj.org.za/index.php/samj/article/view/5682/3928

Zahlenjonglieren zu den grotesk aufgebauten, teilweise aus ethischen Bedenken eilig abgebrochenen sowie anschließend verbissen beschneidungsfreundlich interpretierten Studien. Spielen mit Furcht und Hoffnung, bedarfsweise der Hoffnung auf schnelles Geldverdienen. Hokuspokus bei UN und WHO.

Factors associated with the safety of voluntary medical male circumcision in Nyanza province, Kenya

Amy Herman-Roloff , Robert C Bailey & Kawango Agot

Medical male circumcision is the surgical removal of the foreskin of the penis by a trained health professional. The results of three randomized controlled trials (RCTs) have demonstrated that medical male circumcision reduces the incidence of infection with Type 1 human immunodeficiency virus (HIV-1) in heterosexual men by at least one half. As a result, the World Health Organization and the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS recommend voluntary medical male circumcision (VMMC) as one component of a comprehensive preventive strategy in regions with low male circumcision rates and a high prevalence of HIV-1 infection and where heterosexual sex is the main mode of transmission. …

Bulletin of the World Health Organization 2012;90:773-781. doi: 10.2471/BLT.12.106112

http://www.who.int/bulletin/volumes/90/10/12-106112/en/index.html

Der Kreuzzug der Beschneider marschiert ungerührt weiter und macht auch vor Fakten nicht halt. Die seit wenigen Jahren endlich nicht ganz so sehr so beschneidungswillige AAP soll doch bitte ihre Haltung anpassen und Lehren aus den randomisierten Studien zu Kisumu (Kenia) und Rakai (Uganda) ziehen. Gibt es denn nicht allüberall noch andere schlimme Bakterien? Die Massenbeschneidung Erwachsener muss jetzt für Afrika und die Neugeborenenbeschneidung für die USA empfohlen sein. Eingestellt bei den global aktiven Beschneidungsfreunden des National Center for Biotechnology Information (NCBI)

Male Circumcision for the Prevention of Acquisition and Transmission of Sexually Transmitted Infections. The Case for Neonatal Circumcision

Aaron A. R. Tobian, Ronald H. Gray, Thomas C. Quinn

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2907642/

Zwei Superlative sollen locken, doch nicht alles was sensationell alt (oldest) und in höchstem Maße üblich (most common) ist sollten wir beibehalten.

Male circumcision (MC) involves the removal of all or part of the foreskin of the penis. MC is one of the oldest and most common surgical procedures in the world. It is undertaken for religious, cultural, social, or medical reasons. …

Offenbar ist nichts zu unsinnig um nicht doch irgendwann geglaubt zu werden. Der Mythos Beschneidung gegen Peniskrebs lebt.

to educate and share with its citizens the knowledge regarding the protective effect of VMMC for prevention of HIV, other sexually transmitted diseases and penile cancer …

This publication is made possible by the generous support of the United States Agency for International Development (USAID)

Broschüre von Oktober 2012, eingestellt beim amerikanischen und den Text mit herausgebenden Management Sciences for Health (MSH)

http://www.msh.org/sites/msh.org/files/2012_dec_vmmc_brief_email.pdf

[5] Endlich Mann geworden! Feldforschungsstudie aus dem innersten Europa. In einem rituellen Spaziergang werden die frischen Initiationswunden dem herabschauenden ewigen Himmel und dem hingerissenen germanischen Frauenvolk präsentiert. Die keine Gesichtsnarben benötigenden Frauen des Kulturkreises dürfen den Penis äh den scharfen Degen nie berühren, doch schwul sein dürfen die Kerle um Himmels Willen auch nicht.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/M%C3%BChlberg_-_Renommierbummel.jpg

Männerbund. Die Zeit der nicht zuletzt sexuellen Unreife ist überwunden, Erlösung ist gekommen und die Haut zerfetzt. Einen Penis besitzen, endlich Blut sehen und nun ganz Mann sein.

THE FIRST WOUND, Zeichnung von Walter Francis Brown (1853-1929) für Mark Twain (A Tramp Abroad), zuerst 1880.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Brown_-_The_First_Wound.jpg

Verachtung den übergroßen männlichen Kindern mit der heilen Haut, so seht, der Mann hier hat seine Ehre verteidigt und neue Ehre gewonnen. Die Chronologie der Duelle und die Ehrbilanz nachvollziehbar zu dokumentieren d. h. in die Haut zu gravieren erspart das Mitführen von Tagebuch, Jahresabrechnung und Personalausweis.

An 1896 picture of a German Corpsstudent (Adolf Hoffmann-Heyden, 1877-1964), showing an extensive fresh fencing scar and some minor old ones.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Adolf_Hoffmann-Heyden.JPG

Gesicht des Nationalsozialisten Otto Skorzeny (Lebe gefährlich) mit unübersehbarer Duellnarbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Skorzeny Berater des argentinischen Präsidenten Juan Perón und des ägyptischen Staatschefs Nasser sowie Spanien Gründer des neonazistischen Arbeitskreises CEDADE (Círculo Español de Amigos de Europa). 1975, bei seiner Beerdigung in Wien salutierten die „alten Kameraden“ mit dem Hitlergruß.

Otto Skorzeny, a lieutenant colonel in the Waffen-SS, is seen here with his notable dueling scar.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Bundesarchiv_Bild_101III-Alber-183-25%2C_Otto_Skorzeny.jpg

[6] Ob Halacha oder Scharia, Jungenbeschneidung ist Himmelsgesetz:

Außerhalb der biblischen Erzählungen und davon abhängigen Traditionen gibt es keine Nachweise für die Existenz Abrahams. Die in den Abrahamserzählungen erwähnten historischen Verhältnisse erlauben auch keine eindeutigen Rückschlüsse auf den zeitgeschichtlichen Hintergrund der biblischen Erzählungen. Die Zeit, in welcher die Abraham-Erzählungen des Tanach stattfinden, wird im Allgemeinen mit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. angesetzt. Die Archäologen Finkelstein und Silberman verweisen auf einige Anachronismen im Text, die darauf schließen lassen, dass die Erzählungen in einer viel späteren Zeit entstanden sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham#Historische_Einordnung

Auditory hallucination

http://en.wikipedia.org/wiki/Auditory_hallucination

Abu Huraira, (…), berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Zur Fitra (bei Erschaffung des Menschen) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.” [BUCHARI:1216]

http://www.enfal.de/hitan.htm

Sahih Buchari (Kapitel Libas – Die Kleidung, Hadith Nummer 5890) stellt den Willen Allahs fest: „Zur Fitra gehört das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Kurzschneiden des Schnurrbarts“, um zu präzisieren: „Zur Fitra gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare (Nr. 5891).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/010/

Narrated Abu Huraira:

I heard the Prophet (…) saying. “Five practices are characteristics of the Fitra: circumcision, shaving the pubic hair, cutting the moustaches short, clipping the nails, and depilating the hair of the armpits.”

Reference: Bukhari 5891

In-book reference: Book 77, Hadith 106

USC-MSA web: Vol. 7, Book 72, Hadith 777

http://sunnah.com/bukhari/77

Das wäre allerdings ohne Zahnhölzchen (miswāk, māsawīk, auch Siwāk genannt), hier ist die frühmittelalterliche Zahnbürste, abgebrochen vom Arak oder Zahnbürstenbaum (Salvadora persica) und am als Bürste vorgesehenen Ende etwas weichgekaut, auch bei den fünf Sachen dabei:

1257. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, “Five things are included in the fitra: trimming the moustache, cutting the nails, shaving the public hair, plucking the armpits, and using the siwak (arak stick for cleaning the teeth).”

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

Ebenfalls bei Buchari (Seite 1) gehören mit Bartwachsenlassen, Zahnhölzchenbenutzen usw. sogar zehn Dinge zur Fiṭra

http://www.fataawa.de/Fatawaas/4.Fiqh/4.Sitten%20&%20Tradition/1.Bekleidung,%20Schmuck%20&%20Verzierung/0183.pdf

http://www.enfal.de/hitan.htm

Hier einmal zehn Taten doch ohne die Zirkumzision zu nennen:

‘Aisha reported:

The Messenger of Allah (may peace be npon him) said: Ten are the acts according to fitra: clipping the moustache, letting the beard grow, using the tooth-stick, snuffing water in the nose, cutting the nails, washing the finger joints, plucking the hair under the armpits, shaving the pubes and cleaning one’s private parts with water. The narrator said: I have forgotten the tenth, but it may have been rinsing the mouth.

Sahih Muslim 261a, Book 2, Hadith 71

USC-MSA web: Book 2, Hadith 502

http://sunnah.com/muslim/2/71

Islamic FGM

Khafḍ or khifāḍ

Ḫafḍ oder ḫifāḍ

http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encyclopaedia-of-islam-2/khafd-SIM_4132

Mohammed sprach zur muqaṭṭiʿa al-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris) Umm ʿAṭiyya

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Islamic MGM

Sunni Islam

Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunnah Mu’akkadah—not obligatory but highly recommended. The Shafi`i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.

Shia Islam

Most Shia traditions regard the practice as obligatory. They rely on sayings that come from classical Shia authors. In one narration Muhammad was asked if an uncircumcised man could go to pilgrimage. He answered “not as long as he is not circumcised”. They quote Ali as saying: “If a man becomes Muslim, he must submit to circumcision even if he is 80 years old“. Another narration from Al-Sadiq says: “Circumcise your sons when they are seven days old as it is cleaner (athar) and the flesh grows faster and because the earth hates the urine of the uncircumcised”. It is also believed that the urine of the uncircumcised is impure, while if one prays with unclean genitals their prayer may not be considered as acceptable, even of those who have been circumcised, meaning that it may have to be repeated again at a time when the believer has purified themselves and removed the impurity. Another hadith of Muhammad states: “the earth cries out to God in anguish because of the urine of the uncircumcised“, and that “the earth becomes defiled from the urine of the uncircumcised for forty days“.

http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_%28circumcision%29

1244. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, “Ibrahim, may Allah bless him and grant him peace, was circumcised when he was eighty years old. He was circumcised with an axe (qadum).”

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

In der Zwölfer-Schia gilt die Verwendung des Siwāk als empfohlen (mandūb). Die in Deutschland erhältlichen Muster werden meist aus Pakistan importiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Miswak

Deine rechte Hand um Gottes Willen weg vom Penis:

• “Whenever anyone of you makes water (urinates) he should not hold his penis or clean his private parts with his right hand.” (Sahih Bukhari, 1.4.156)

• “When anyone amongst you enters the privy he should not touch his penis with his right hand.” (Sahih Muslim, 2.0512)

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_views_on_oral_sex#On_touching_the_penis

Die Linke ist zum Beseitigen der Verunreinigung geeignet, big brother is watching you und der Himmel guckt in dein Badezimmer:

He should not touch his penis with his right hand when urinating, because the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: „When any one of you urinates, he should not hold his penis in his right hand or clean it with his right hand; and (when drinking), he should not breathe into the vessel.” (Reported by al-Bukhaari, 150).

He should not remove najaasah (impurity) with his right hand; the left hand should be used for this purpose, because of the hadeeth quoted above, and because the Prophet (…) said: „When any one of you wipes himself, he should not use his right hand.” (Reported by al-Bukhaari, 5199).

fatwa No. 2532

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

http://islamqa.info/en/2532

Does it become void by touching the penis?

https://www.usc.edu/org/cmje/religious-texts/hadith/abudawud/001-sat.php

Tote verunreinigen rituell, das kann sich ein eventueller Kohen (pl. Kohanim) nicht leisten. Da heißt es auf Nummer sicher gehen, man könnte über ein Gräberfeld fliegen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2307713/Pictured-Orthodox-Jewish-man-covers-PLASTIC-BAG-flight.html

Kohen

http://en.wikipedia.org/wiki/Kohen

very jewish:

Hans wird verboten, seinen Penis zu berühren, d. h. auch jegliche Masturbation wird untersagt bzw. negativ sanktioniert und im Übrigen verächtlich gemacht. … Hans darf seinen Penis aber wegen noch etwas nicht berühren: er ist jüdisch und es gibt im Judentum orthodoxe Richtungen, bei denen allen Männern, bis sie verheiratet sind, untersagt ist, ihren Penis auch nur beim Pinkeln anzufassen. … nach der Heirat … darf der Mann seinen Penis beim Pinkeln anfassen

aus: Der kleine „Hans“

auf: Erfahrungstier 29.10.2012

http://erfahrungstier.blogsport.de/2012/10/29/2/

„Der kleine Hans“ war der spätere Opernregisseur Herbert Graf (1903-1973), Sohn des Musikhistorikers und -kritikers Prof. Max Graf. Mit elterlicher Erlaubnis war das Kind Studienobjekt für Sigmund Freud.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Freud_hans.jpg

Kosher Sex

http://jewishwebsight.com/bin/experts.cgi?koshersex

Neither the Avesta nor the Zoroastrian Pahlavi texts mention circumcision or any other form of ritual alteration of the genitals, from which it may be concluded that circumcision was not practiced in Persia before the advent of Islam.

http://www.iranicaonline.org/articles/circumcision

Sie kommen. Invasion der Vorhäute. Es werden immer mehr. Don`t tell Khamenei & Ahmadinejad, demnächst auch in Teheran ganz viel پیش پوست (غلفه), Vorhaut:

http://fa.wikipedia.org/wiki/%D9%BE%DB%8C%D8%B4%E2%80%8C%D9%BE%D9%88%D8%B3%D8%AA

[7] The Arabic word bazr does not mean “prepuce of the clitoris”, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

‘Umdat as-Salik wa ‘Uddat an-Nasik (Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper, also commonly known by its shorter title Reliance of the Traveller) is a classical manual of fiqh for the Shafi’i school of Islamic jurisprudence. The author of the main text is 14th-century scholar Shihabuddin Abu al-‘Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (AH 702-769 / AD 1302–1367). Al-Misri who based his work on the previous Shafi’i works of Imam Nawawi and Imam Abu Ishaq as-Shirazi. Ibn Naqib follows the order of Shirazi’s al-Muhadhdhab (The Rarefaction) and the conclusions of Nawawi’s Minhaj at-Talibin (The Seeker’s Road). This work consists of the soundest positions of the Shafi’i school.

http://en.wikipedia.org/wiki/Reliance_of_the_Traveller

[8] In the United States, those rates have declined today to about 55%, from a high of almost 80% during the 1970s and ’80s. In Europe, only 10% of boys are circumcised. …

While 75% of boys born in the Midwest in 2009 had a circumcision, only 25% of boys born in the West that same year were circumcised

aus: Circumcision Rates Vary Widely in U.S.

von: Paul Berger

auf: The Forward (The Jewish Daily Forward) 20.08.2012

http://forward.com/articles/161642/circumcision-rates-vary-widely-in-us/?p=all

The Forward is a legendary name in American journalism and a revered institution in American Jewish life. Launched as a Yiddish-language daily newspaper on April 22, 1897, the Forward entered the din of New York’s immigrant press as a defender of trade unionism and moderate, democratic socialism. The Jewish Daily Forward quickly rose above the crowd, however; under the leadership of its founding editor, the crustily independent Abraham Cahan, the Forward came to be known as the voice of the Jewish immigrant and the conscience of the ghetto. It fought for social justice, helped generations of immigrants to enter American life, broke some of the most significant news stories of the century, and was among the nation’s most eloquent defenders of democracy and Jewish rights.

http://forward.com/about/history/

[9] Mythos Beschneidung gegen AIDS

Male circumcision for HIV prevention: publications

http://www.who.int/hiv/pub/malecircumcision/en/

Joint strategic action framework to accelerate the scale-up of voluntary medical male circumcision for HIV prevention in Eastern and Southern Africa

2012-2016

Editors: WHO; UNAIDS

Number of pages: 36

Publication date: November 2011

http://www.who.int/hiv/pub/strategic_action2012_2016/en/index.html

Hier der Text, download

Countries will lead implementation of VMMC, and international partners will collaborate with them. …

Die männlichen Jugendlichen Afrikas genitalverstümmeln, ganz freiwillig:

Identify approaches to integrate and expand VMMC services for adolescent males.

While focusing resources on the catch-up phase, it is important at the same time to identify approaches to reach new cohorts of adolescents and to refine the service delivery package. VMMC should be integrated into youth-friendly sexual and reproductive health services; liaison with school curricula, sports and other programmes should be established. There may be a need to review, revise or develop an appropriate policy or guidance with respect to informed consent for minors.

Die afrikanischen männlichen Säuglinge genitalverstümmeln im Kampf gegen AIDS, wieviel Freiwilligkeit gegeben ist, erster Buchstabe von VMMC, ist nicht so wichtig:

Integrate into early infant care.

At the same time that countries take immediate steps to implement catch-up initiatives for men ages 15–49 years and programmes to reach young males who transition into mid-adolescence and adulthood, efforts should be made to begin integrating the routine offer of VMMC into early infant care services. Countries may need to review, develop, revise and implement policies and strategies in this area and to integrate VMMC with key programmes such as sexual and reproductive health and maternal, newborn and child health (MNCH) services. Countries should share lessons on creating social norms around neonatal circumcision as part of essential health services.

http://whqlibdoc.who.int/unaids/2011/JC2251E_eng.pdf?ua=1

Gesteuert aus den USA und ohne rot zu werden. Der Weiße Mann bringt der Kolonie Wohltaten. Sinnlose Hoffnungen, Glasperlen und Zirkumzisionen den Afrikanern.

KISUMU, 17 November 2009 (IRIN) – The Kenyan government is expanding services to meet the growing demand for voluntary medical male circumcision after the launch of a national campaign a year ago.

“We believe the launch of a rapid results initiative to scale up what we are already offering will help meet the demand; our target is an ambitious one to see to it that at least 1.1 million of the uncircumcised men in this country get the cut by the end of five years,” said Jackson Kioko, director of medical services in western Nyanza Province.

Results of three random trials in South Africa, Kenya and Uganda in 2005 and 2006 demonstrated that medical male circumcision reduced the risk of HIV infection among men by up to 60 percent. …

Der aus den Studien von Kenia und Uganda herausgequetschte Unfug mit den bis zu 60 % wird einfach immer wieder abgedruckt.

An den Rohstoff für Apligraf, Vavelta & Co. heranzukommen geht nur per Säuglingsbeschneidung:

“We will, in the near future, offer infant medical circumcision; this has the potential to help people in time before their sexual debut.”

http://www.irinnews.org/report/87074/kenya-the-million-man-cut

Standing before an audience of 500 in the western city of Kisumu, including Prime Minister Raila Odinga, three government ministers and an MP said they had secretly undergone the operation. … “All there is to circumcision is availing your male organ for the foreskin to be removed, like ‘ting’ [snip] and it is all over,” he said.

BBC 23.08.2008

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7584269.stm

NAIROBI, September 25 – The Luo community seems to have embraced scientific research into the relation between male circumcision and HIV/Aids. The research findings as presented at a conference in Kisumu last weekend tabled statistical evidence showing that male circumcision reduces chances of the male contracting HIV Aids by over 60 percent.

Dr. Valiere Alcena, an adjunct professor of medicine at New York Medical College, is arguably the first physician to hypothesize (over 20 years ago) that the lack of male circumcision in Africa and other places was partly responsible for spreading the HIV/AIDS virus. His theory was finally supported by the World Health Organization and UNAIDS in 2007. Dr. [Alcena]‘s inspiring story is written in the October issue of the Black Enterprise Magazine.

http://www.ajabuafrica.com/Luos%20To%20Embrace%20Male%20Circumsicion.html

2004/2005, sachlich und plausibel räumen Van Howe, Svoboda et al. den mythischen Schutt der peniszentrierten und gesundheitsgefährdenden Esoteriker Alcena und Fink beiseite:

This is not the first time that circumcision has been promoted as a panacea for an incurable disease. As a medical procedure, circumcision was first introduced in the nineteenth century in English-speaking countries as a means of preventing and ‘curing’ masturbation, which was then believed to cause everything from epilepsy, insanity, tuberculosis, spinal paralysis, to hip dysplasia. As the germ theory of disease developed and the understanding of disease processes improved, the true aetiologies of the illnesses for which circumcision was believed to hold the cure were elucidated. During the Cold War, mass involuntary circumcision of the newborn was implemented in the USA, giving the practice a cultural foothold. New medical-sounding justifications, however, were sought to justify its continued use as a routine neonatal surgery since the traditional justifications for preventing masturbation and ‘nervous diseases’ were no longer as persuasive to the public or the medical profession. The prevention of cancer, sexually transmitted diseases (STDs) and urinary tract infections were each in turn invoked to justify infant male circumcision, although the medical evidence supporting such claims ranged from paltry to imaginary.

A clear pattern has emerged: any incurable disease that happens to be the focus of national attention at any given time will be used by US circumcision advocates as an excuse for the continued imposition of mass circumcision. In the 1870s, epilepsy was the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent epilepsy. In the 1940s, STDs were the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent the spread of STDs. Likewise in the 1950s, cancer was the focus of national attention, and again circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent a variety of cancers including penile cancer, cancer of the tongue, prostate cancer, rectal cancer and cervical cancer. Since the late 1980s, HIV and AIDS have become the focus of national attention, and circumcision advocates have, predictably, claimed that circumcision can prevent HIV infection.

the HIV/AIDS pandemic is merely the latest incarnation of a 130-year-old pattern of circumcision promotion by a small, but very influential, portion of the medical community in circumcising first world countries

The idea that circumcision can prevent AIDS was developed by Fink [Aaron J. Fink], a long-time advocate of mass circumcision. Fink introduced the hypothesis in a letter to the New England Journal of Medicine, which he later admitted was based purely on speculation rather than hard data.

Van Howe, Robert; J. Steven Svoboda, Frederick M. Hodges, (November 2005). “HIV infection and circumcision: cutting through the hyperbole”. Journal of the royal society for the promotion of health (Review)

http://www.cirp.org/library/disease/HIV/vanhowe2005a/

AUSTRALIEN

Conclusion: Our conclusion is that such proposals ignore doubts about the robustness of the evidence from the African random-controlled trials as to the protective effect of circumcision and the practical value of circumcision as a means of HIV control; misrepresent the nature of Australia’s HIV epidemic and exaggerate the relevance of the African random-controlled trials findings to it; underestimate the risks and harm of circumcision; and ignore questions of medical ethics and human rights. The notion of circumcision as a ‘surgical vaccine’ is criticised as polemical and unscientific.

Implications: Circumcision of infants or other minors has no place among HIV control measures in the Australian and New Zealand context; proposals such as these should be rejected.

Oktober 2011

Darby R, Van Howe R (October 2011). “Not a surgical vaccine: there is no case for boosting infant male circumcision to combat heterosexual transmission of HIV in Australia”. Aust N Z J Public Health (Review) 35 (5): 459–65.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1753-6405.2011.00761.x/abstract;jsessionid=AD69063AD0825A05146DFE2200EE17FD.f01t02

[10] When Nelson was 16 years old he was told by the regent that it was time for him to become a man. With his Xhosa knowledge he knew this meant one thing: circumcision. An uncircumcised Xhosa is not considered a man and cannot inherit his father’s wealth. It represents the formal incorporation of males into a society. The circumcision ceremony was arranged for Justice, however 25 other boys went to keep him company. It is custom that one must perform a daring exploit before circumcision, so two days prior Nelson and his friends stole a pig. The night before, there is a ceremony of singing and dancing with some of the women. At dawn, preparations began. They bathed in the cold river to symbolize purification. They had to all stand in a row while drums began to make noise. Crying or flinching was a sign of weakness. A man must suffer in silence, no pain relievers are used. They had to scream “Ndiyindoda!” (I am a man!) His circumcision name was Dalibunga, meaning “Founder of the Bunga”. They then had to bury their foreskins so the wizards could not use them for evil purposes, it was also viewed as burying one’s childhood.

aus: Nelson Mandela and his life as a freedom fighter

“There can be no KEENER REVELATION of a society’s soul than the way in which it treats its children.” Nelson Mandela

Wohl wahr, und nun sind in Südafrika mehr als genug junge Xhosa verblutet und im Busch begraben worden oder haben beim Ritual ihr Geschlechtsorgan teilweise oder ganz verloren.

http://www.mtholyoke.edu/~gardn20a/classweb/earlylife.html

ULWALUKO

Every single initiation season the media writes about complications accompanying the ritual: death, mutilation, physical abuse and torture. The magnitude of these complications is horrific: from 1995 till now 825 boys have lost their lives in the mountains and hills of the Eastern Cape. Many others were mutilated or even lost their manhood.

http://ulwaluko.co.za/Home.html

„He took my foreskin, pulled it forward, and then, in a single motion, brought down his assegai. I called out ‘Ndiyindoda!’ I looked down and saw a perfect cut, clean and round like a ring. Immediately after the blow had been delivered, an assistant who followed the ingcibi took the foreskin that was on the ground and tied it to the corner of our blankets. Our wounds were dressed with a healing plant. (…) I count my years as a man from the date of my circumcision.”

Nelson Mandela; Long Walk to Freedom.

http://ulwaluko.co.za/Intro.html

Vorsicht erschreckende Bilder. Wer älter ist als dreizehn Jahre, sich für die Tradition und Gegenwart der Beschneidung interessiert und ein paar Minuten lang schwer verletzte menschliche Körper betrachten will, kann und soll hier durchklicken

http://ulwaluko.co.za/Photos.html

Angesichts der südafrikanischen extremen Verstümmelungen ist der Ruf nach klinischem Beschneiden verständlich, doch eine jede Medikalisierung der HGM (FGM oder MGM) lehnen wir kategorisch ab. Die universellen Menschenrechte gelten auch in Xhosaland.

http://ulwaluko.co.za/Solutions.html

Na geht doch, seit den kriegerischen Jahren zwischen 1815 und 1840 beschneiden die Leute aus Mpondo (Pondoland) und die Zulu nicht mehr nach dem Ulwaluko-Ritual.

Ulwaluko does not belong exclusively to Xhosas. Amampondo and Zulus performed this custom just like xhosas did but chose to suspend this practice during the Mfecane wars.

Vusi

http://www.dispatch.co.za/news/outrage-over-graphic-circumcision-website/

Doch die Zulu fangen wieder an zu beschneiden, tragisch hereingefallen auf das durch den Weißen Mann erzählte Märchen

The King is encouraging Zulu men to be circumcised at medical facilities. Durban, 15 December 2009 (IRIN)

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

Wie die Zulu fangen auch die seit hundertzehn Jahren ihre Jungen nicht beschneidenden Leute in Swaziland mit dem Vorhautamputieren an.

“The King is concerned about the HIV/AIDS toll on his nation. The delegations are discussing how circumcision could be adopted as government policy before it is introduced in government hospitals,” said Ndabezinhle Sibiya, spokesman for the KwaZulu-Natal Premier, Dr Zweli Mkhize.

The practice has been out of favour among Zulus since the 19th century, when King Shaka banned it because he believed it robbed his army of warrior-age men for months at a time, but South Africa’s Xhosa and Sotho peoples undergo traditional circumcisions as a rite of passage into manhood.

Circumcision is already being promoted as a weapon in the fight against HIV/AIDS in other southern African countries. In Swaziland, for example, where the custom of removing the foreskin also died out in the 1900s, young men are lining up at clinics and hospitals for the cut.

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

[11] Much has been written and presented, recently, endorsing the effectiveness of male circumcision for HIV prevention. Both WHO and UNAIDS have recommended the implementation of male circumcision interventions in places of high HIV prevalence and low male circumcision.

From a faith-based perspective Catholic Medical Mission Board (CMMB) has taken a leadership role in promoting male circumcision for HIV prevention …

and presented the conclusions of a brainstorming meeting on male circumcision and ASRH held in Geneva, February 2007, which was a precedent to this meeting. All three presentations concluded that male circumcision presents opportunities for HIV prevention in sub-Saharan Africa …

7.3 Male Circumcision Services under Christian Health Association of Lesotho (CHAL).

7.5 Christian Health Association of Malawi (CHAM) Male Circumcision Services.

7.8 The Male Circumcision programme of Methodist Church of Kenya, Kagaa Synod, Meru.

Ensuring that the strategies developed provide adolescent safe male circumcision services that are culturally sensitive, and ensure that the strategies give adequate attention to the values and norms of communities that do and do not traditionally circumcise adolescent boys

Documenting and sharing good practice, in order to contribute to the development and scaling up of male circumcision for adolescent boys for HIV prevention

http://www.cmmb.org/pdfs/male_circumcision.pdf

[12] I cannot support circumcision with any conviction, just because it has always been held in high regard. It remains a barbaric, bloody act, which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice, which once consecrated the procedure, has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal act that does not deserve continuation. No matter how much religious sentiment may have clung to it in the past, today it is perpetuated only by custom and fear, to which surely we do not want to erect temples.

http://intactnews.org/node/142/1327690351/progressive-rabbis-creating-jewish-covenant-without-circumcision

Abraham Geiger … ein deutscher Rabbiner. Er war einer der ersten und wichtigsten Vordenker des Reformjudentums sowie ein bedeutender jüdischer Gelehrter im Bereich der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Geiger

Leopold Zunz … Seit seiner Jugend dem demokratischen Liberalismus verpflichtet, schloss er sich während der Revolution von 1848 der demokratischen Bewegung an und wurde mehrmals zum Wahlmann für die Parlamentswahlen gewählt. … Im Vorwort, das von der Regierung zensiert wurde, forderte Zunz das Recht der Juden auf deutsche Staatsbürgerschaft sowie die institutionelle Förderung der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Zunz

Da ich als angehender Theologe solche Meinungen nicht frei äußern darf, so ersuche ich Sie, diesen Brief geheim zu halten.

Geiger an Zunz im Brief vom 22.04.1831. Zitiert bei Geigers Sohn Ludwig in dessen 1910 erschienenem Abraham Geiger. Leben und Lebenswerk, Seite 2.

http://books.google.de/books?id=7KTtsWg0aycC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] A newborn in New York who underwent his ritual circumcision rite is undergoing treatment for neonatal genital herpes, according to the Forward, contracted after metzitzah b’peh [MBP], in which the ritual circumciser places his mouth directly on the child’s circumcision wound to revive the shocked blood stream. …

At least 11 boys contracted herpes between 2004 and 2011, according to New York City health officials. Two died from the disease and two others suffered brain damage.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/ny-newborn-contracts-herpes-after-metzitzah-bpeh/2014/02/03/

01.04.2013 – In September 2011, a two-week old boy died at Maimonides after contracting herpes following MBP, according to the city medical examiner.

Are New York Hospitals Hiding Herpes From Metzitzah B’Peh Circumcision Rite?

Refuse To Respond to Claims Made by Yeshiva U. Rabbi

http://forward.com/articles/174081/are-new-york-hospitals-hiding-herpes-from-metzitza/

About 117 boys die each year in the United States as a result of their circumcision, most from infections or blood loss.

Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.

http://circumcisiondecisionmaker.com/circumcision-facts/

Pioniere, in deren Umfeld mit der Brit schalom für den acht Tage alten jüdischen Jungen ein würdiges und kinderfreundliches neues Ritual gestiftet worden ist, das auf eine Genitaloperation verzichtet.

Jewish Doctors Against Circumcision

Dean Edell, M.D.

Paul M. Fleiss, M.D.

Ronald Goldman, Ph.D

Richard Lieberman, M.D.

Mark Reiss, M.D.

Richard Schwartzman, D.O.

http://www.beyondthebris.com/

[14] Tying Jewish survival and identity to circumcision underestimates Judaism’s power and ignores its purpose. It neglects the significance of Jewish ideas and ethical values. Is a man who is circumcised and is a member of a cult or commits immoral acts more of a Jew than an uncircumcised man who is committed to Jewish values and lives an ethical life? Is a circumcised atheist more of a Jew than an uncircumcised believer in one God? Having a body part removed has its effects, but it does not guarantee one will be more religious or more commited to Jewish values.

Ronald Goldman

Circumcision: A Source of Jewish Pain

http://www.jewishcircumcision.org/spectator.htm

In Israel there is no civil marriage and rabbinical courts have jurisdiction over Jewish divorce. So when the father in this case demanded that his son undergo brit milah—religious circumcision—during a divorce-related hearing, the court cited the importance of upholding the biblical covenant. …

Elinor, the mother, was ordered to pay what amounts in U.S. currency to a $140-per-day fine until the boy undergoes brit milah. Elinor (who is among the approximately 40 percent of Israeli Jews that aren’t religious) says she doesn’t want to circumcise her son at all, that he is fine just the way he is. She says medical reasons prevented him from being circumcised at eight days old in keeping with the Jewish tradition, and that as time went on and she learned more about the procedure she decided against it. The boy’s father originally agreed but then made a surprising about-face in court, she says. …

In Israel, where there is no civil marriage, Orthodox rabbis, applying Orthodox religious law, are the only ones who may grant a divorce. It certainly seems like an odd system for those of us in the U.S. where church and state are separate. „They aren’t lawyers, they aren’t professional judges,” Shalev pointed out to me, adding that their powers are limited. She said in this case they are exceeding their authority. „There is no duty under Israeli law to perform male circumcision,” she said.

The rabbinical court system, where women don’t have the same right as men to obtain a divorce, was inherited from the time of the Ottoman Empire and is part of the early politics of the State of Israel. „People mostly accept the tradition and don’t make a big fuss about it,” said Shalev.

http://www.beyondthebris.com/2013/12/ethical-issues-in-israels-bizarre.html

Israeli family law is in the hands of the religious courts, and has been so since the creation of the country. … few people realize that there is also a publicly-funded Sharia court system: some 19% of the population of Israel is Muslim, and naturally they are not expected to have rabbis marry and divorce them. There are eight Sharia courts in Israel: in Jerusalem, Jaffa, Haifa, Be’er Sheva, Nazareth, Acre, Taybeh, and Baka Al Garabiya. … Why does Israel maintain such courts? Because family law is mostly out of the reach of the civil courts. You can’t have a civil marriage in Israel. You can’t even have a civil divorce, even assuming you were married elsewhere. Why not? Because in a civil court, the government will have to acknowledge „miscegenation”, marriages between Jews and non-Jews. …

And so Israel adopted Sharia. Just don’t tell American conservatives.

Yossi Gurvitz, Why Israel imposes Sharia Law

http://972mag.com/why-israel-imposes-sharia-law/5824/

[15] Gary Harryman vergleicht männliche Vorhaut und Klitoris mit Blick auf die gleich hohe Sensitivität, Tanja Hindemith Präputium und Labien zusätzlich in Hinsicht auf die menschliche Embryonalentwicklung. Beide Vergleiche überzeugen und sollten von uns künftig gemeinsam angeführt werden.

Basic Human Genital Anatomy #101

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [Labie wie Penisvorhaut] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt.

Tanja Hindemith im offenen Brief vom 20.07.2012 an Christine Lambrecht

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

189. Sitzung vom 19.07.2012

Lambrecht, Christine (SPD)

ZP.1) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP

Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen

- Drucksache 17/10331 –

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/17/17189.pdf#P.22830

Maximilian Stehr: „Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird.

Die Vorhaut stellt letztlich eine erogene Zone dar. Die schneidet man einfach weg. Das bleibt doch nicht folgenlos. Männer, die später beschnitten wurden und damit einen Vorher-nachher-Vergleich haben, berichten daher auch von einer geringeren Sensibilität nach dem Eingriff.“

aus: „Eingriff dient nicht dem Kindeswohl“

in: ksta 19.07.2012

Anmerkung

Ärzte wie Dr. Maximilian Stehr dürfen keinem Patienten wissentlich Schaden zufügen, auch wenn er noch so sehr darum bittet. Dass sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, obwohl so gut zu den Schäden der Zirkumzision informiert, für die Erfüllung des Kinderwunsches auf Beschneidung stark macht und offen zugibt, einen 14- oder 16-jährigen Jungen nach einem Gespräch gerne beschneiden zu lassen, ist ethisch unakzeptabel.

„Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und der Junge die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen“, mit dieser Einstellung müsste Stehr auch Mädchen beschneiden lassen, wenn er nicht gegen das Gleichbehandlungsbgebot verstoßen will.

Kind ist nach Maßgabe der UN-Kinderrechtskonvention der Mensch unter 18 Jahren. Schluss mit der Diskussionsbereitschaft mit den Islamverbandsvertretern über das zu tolerierende genaue jugendliche Beschneidungsalter, keine Beschneidung unter achtzehn!

http://www.ksta.de/politik/urologe–eingriff-dient-nicht-dem-kindeswohl-,15187246,16663144.html

Maximilian Stehr, ein großer Kämpfer für die Beschneidung auf Kinderwunsch:

„Dazu bedarf es aber zwingend an Einsichtsfähigkeit über die Tragweite, Risiken und Nebenwirkungen seitens des Kindes oder des Jugendlichen selber. Das ist erst mit 14 oder 16 Jahren gegeben. … Man kann es nur so regeln, dass die Religionsgemeinschaften sich darauf verständigen können, dass man diesen Akt tatsächlich verschiebt in eine Zeit, wenn das Kind einwilligungs- oder konsensfähig ist.“

DW 25.07.2012

http://www.dw.de/stehr-niemals-schaden-zuf%C3%BCgen/a-16104062

[16] NCBI verkündet Ehrfurcht gebietendes Höchstqualitatives, die Balken biegen sich: The highest-quality studies suggest that medical male circumcision has no adverse effect on sexual function, sensitivity, sexual sensation, or satisfaction.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23937309

Beteiligt an dieser Falschaussage ist Australiens Beschneidungsverherrlicher Nummer eins, Molekularbiologe Brian J. Morris (joseph4gi und circleaks berichten).

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Morris%20BJ[Author]&cauthor=true&cauthor_uid=23937309

Eine leider häufige Folge der Beschneidung mit der Häufigkeit von 9 bis 10 % oder sogar 11 % ist die Meatusstenose (meatal stenosis), die nicht zuletzt durch die Zerstörung des Frenulums bzw. der frenularen Arterie verursacht wird. Nicht selten ist eine Operation erforderlich bzw. muss ein künstlicher Harnröhrenausgang angelegt werden.

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: “In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.”

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Incidence of asymptomatic meatal stenosis in children following neonatal circumcision.

Joudi M, Fathi M, Hiradfar M.

Male children (5-10 years old) who had been circumcised during the neonatal period and presented at our pediatric clinic for reasons other than urinary complaints were examined and interviewed regarding urination problems.

Of the 132 cases, 27 (20.4%) had severe meatal stenosis (diameter < 5 F). Thickening of the bladder and bilateral hydronephrosis (pyelocaliceal) were found in three cases (11.1%), and a voiding cystourethrogram was performed to reveal vesicoureteral reflux (VUR). One patient had grade II VUR in his right kidney and grade III in his left kidney; another had grade II VUR in both his kidneys.

These results highlight the importance of follow-up genital examination for all male children who have been circumcised during the neonatal period, to detect possible meatal stenosis.

J Pediatr Urol. 2011 Oct;7(5):526-8.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20851685

Den Hinweis verdanken wir MagicMoonbeam, die am 21.11.2012 auf BabyCenter Community zum Bereich Meatusstenose nach Neugeborenenbeschneidung weitere wichtige Quellen nennt.

http://community.babycenter.com/post/a38012668/urethral_meatal_stenosis_in_baby_support_only

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We know know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer “glide” but has to “thrust” — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., "The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision," British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, “The Case Against Circumcision,” Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, "The Prepuce," BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., "Complications of Circumcision," Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

[17] Zur Rechtsfähigkeit des dreizehnjährig gewordenen jüdischen Jungen. Informierte Zustimmung in der Halacha, hier im Kontext einer Organtransplantation.

A boy less than thirteen-years old legally cannot give consent since his transactions, such as purchases, sales, and gifts, have no legal validity in Jewish law. Nor can the parents consent on his behalf, because they do not own his body.

Avraham Steinberg

Encyclopedia of Jewish Medical Ethics: A Compilation of Jewish Medical Law

p 1059

http://books.google.de/books?id=aaklGZAID08C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

auch hier zu lesen

p 2/13

http://98.131.138.124/articles/Misc/transplantation.pdf

Between 1985 and 1996 Professor Steinberg served as head of the medical ethics program at the Hebrew University and the Hadassah Medical Center Medical School.

Since 1999 Professor Steinberg has served as chairman of the Ethics and Supervision Committee of the Israeli Association for Pediatric Neurology. Since 2003 he also serves as head of the Medical Ethics Unit, Shaare Zedek Medical Center, Jerusalem.

http://www.torahcafe.com/scholar.php?id=0000000792

[18] Islamische Minderjährigkeit für den vierzehnjährigen Jungen, volljährig ist er mit 15 (Sunniten, hier der hanafitische Fiqh)

But, should it be that such signs of maturity just do not show up in some child, he shall be considered mature in terms of age, a position in which Muslim jurists vary. Some fix eighteen years for boys and seventeen for girls; some others have fixed fifteen years for both. With the Hanafiyyah, the fatwa is on the position that the boy and the girl shall both be considered mature under the Islamic law after they have completed their fifteenth year, irrespective of whether or not signs of maturity are found.

http://www.classicalislamgroup.com/index.php?view=tafseer/s4-v5to6-4

Islamische Volljährigkeit für das Mädchen neun und für den Jungen fünfzehn Jahre d. i. Mondjahre (Schiiten, hier iranische Zwölferschia)

The current Islamic Penal Code rests judicial responsibility on the age of maturity as determined by Shari’a. As such, once the person reaches the age of maturity, according to Shari’a, he or she, young or old, will be regarded equally when sentenced. Meanwhile there is no reference to the ‘age of criminal responsibility’ in any articles of the law in the Islamic Republic Judiciary Laws, and the ministry’s judges are thus left to their own interpretation of religious criteria, and also to the provisions of Article 1210 of the Civil Code, which determine the age of maturity for girls as 9 Lunar years, and boys as 15 Lunar years.

The new Islamic Penal Code also considers judicial responsibility based on the ‘age of maturity.’ The difference, however, is that [this Code] has clearly defined that the age of maturity for girls and boys are „9 and 15 full Lunar years respectively.”

While the lawmakers have referenced the Islamic Shari’a, no unified interpretation of this provision can be found among the clerics. According to some ‘points of imitation,’ namely Ayatollah Sanei, 13 is the age of maturity. Yet, others, including Ayatollah Mohammad Hadi Maarefat, are of the opinion that „Just as the ‘age’ of maturity is different for the sexes [i.e., 9 and 15], so it should be for other affairs such as worship, business and trade, the [law of] Huddud, and so on.”

http://www.iranhrdc.org/english/publications/legal-commentary/1000000102-the-execution-of-women-in-iranian-criminal-law.html#.UwJfLs7EHoY

[19] Ronald Goldman

http://www.cirp.org/library/psych/goldman1/

http://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Goldman_%28psychologist%29

Beschneidung und seelischer Schaden. Dr. Janet Menage

http://nocirc.ohost.de/Schaden.html

Protecting girls from undergoing Female Genital Mutilation

The experience of working with the Maasai communities in Kenya and Tanzania

The type of FGM commonly practised amongst the Maasai falls under Type-1 FGM (clitoridectomy), which involves the removal of all or part of the clitoris.

Alternative rites-of-passage ceremonies are also being used as tools to discourage the practice of FGM. In such ceremonies, girls do not have their genitalia cut but they still receive education on their roles as women in society, as well as lessons on sexual and reproductive health, and the importance of formal education

Page 15

http://www.equalitynow.org/sites/default/files/Protecting%20Girls_FGM_Kenya_Tanzania.pdf

[20] Norway Official Wants to ‘Educate’ Jews against Circumcision

http://www.jewishpress.com/news/norway-official-wants-to-educate-jews-against-circumcision/2013/11/25/

Was Everybody’s Darling Anne Lindboe macht ist kein Angriff, sondern ein Herumgejammer, sie wird ihre Krümelchen an Forderungen verringern oder der Staat erledigt das Thema. Die rebellisch tuende kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin darf sich in glücklich in klare norwegische Luft auflösen und die Kinder werden genital beschädigt:

Norwegian official: Jews, Muslims circumcise out of ignorance

Lindboe was commenting on Norwegian Health Minister Bent Hoie’s announcement this month that Norway would introduce new legislation „to regulate” ritual circumcision.

The details of the planned legislation were not made known but Ervin Kohn, president of the Jewish Community of Oslo, told JTA he did not expect it to lead to a ban on ritual circumcision in Norway.

JTA 25.11.2013

http://www.jta.org/2013/11/25/news-opinion/world/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance

Lindboe, a pediatrician, was appointed ombudsman in June. Her predecessor, Reidar Hjermann, proposed setting 15 as the minimum age for circumcision.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/make-believe-bris-norwegian-official-suggests-jews-muslims-do-symbolic-circumcision/2012/08/07/

Norway’s new Foreign Minister Børge Brende assured senior officials of the Simon Wiesenthal Center (SWC) that “the Norwegian Government recognizes the importance of ritual male circumcision for the Jewish community in Norway…[and] it will not propose a ban on ritual circumcision.”

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/174447#.UwHMPc7EHoY

non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed and those performing it should be punished in a similar fashion to people who use violence against children

http://www.timesofisrael.com/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance/

Hier der beschneidungsfreundliche spruchkinderfeindliche Originaltext, Oslo am 30.09.2013

Joint statement from the Nordic Ombudsmen for Children and pediatric experts

Thema verfehlt, ob der Patient in seine Verstümmelung einwilligt oder nicht ist völlig unnerheblich, solange das Primum Non Nocere noch gilt. Jede unnötige Operation verletzt die medinzinethischen Grundsätze und hat nicht stattzufinden. Hier jedoch versteckt man sich, ein Einfallstor für die Beseitigung sämtlicher Standards von Schutzalter sowie zur Mädchenbeschneidung, hinter der rechtlich wirksamen Einwilligung nach erfolgter Aufklärung (informierte Einwilligung, informed consent).

Circumcision, performed without a medical indication, on a person who is incapable of giving consent, violates fundamental medical-ethical principles, not least because the procedure is irreversible, painful and may cause serious complications. …

Lindboe akzeptiert medizinisch unnötige, lebenslang schädigende und zusätzlich durchaus gefährliche Operationen bereitwillig und leugnet den hohen Gruppendruck, unter dem beispielsweise in den fundamentalistischen Milieus von Frauenüberwachung und arrangierter Ehe auch die älteren männlichen Kinder bzw. Jugendlichen stehen:

We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

Oslo, September 30th 2013

http://barneombudet.no/wp-content/uploads/2013/11/English-statement-.pdf

Alles wird gut. Die Norwegerin hat Gottvertrauen oder einfach nur Desinteresse am Thema und hört sich gern reden:

“Jeg er optimistisk. Jeg er sikker på at det kommer til å skje [et forbud], men vi vet bare ikke når. – Ich bin optimistisch. Ich bin sicher, dass es passieren wird (das Beschneidungsverbot), aber wir wissen einfach nicht, wann.” Aber nicht doch Frau Lindboe, der Termin, an dem das Beschneidungsverbot ergeht, ist von Höchster Stelle festgesetzt, am Yaum al-Qiyama, am Tag der Auferstehung. Bis dahin wird als Norwegens barneombud mit Klerikern und Journalisten ein bisschen über den Operationstermin geplappert.

https://nb-no.facebook.com/omskjaering/posts/254579137998537

Und dorthin steuert das genitalautonome Skandinavien:

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab.

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

[21] Sehr islamfreundlich: multikulturelle Skandinavier feilschen um das rechte kindliche Beschneidungsalter. Norwegen.

A Conservative leader of the committee on health care said that a complete ban on hospital circumcisions „will only lead to this being carried out by non-professionals” with possible risks. The government’s stand opposes a recommendation by Norway’s Medical Association and the Children’s Ombudsman to ban circumcisions before the age of 16.

Legislators from the opposition Labor and center parties also oppose circumcisions, but Socialist Left Party leader Audun Lysbakken told the newspaper that offering circumcision within the healthcare system „will be the safest solution for the children”. He added that religious freedom must be taken account „since a ban would be perceived as a very negative signal among both Jews and Muslims.”

Wohl wahr, Herr Genosse Audun Bjørlo Lysbakken, ein „sehr negatives Signal (a very negative signal) sehen Imam und Allahgott gar nicht gern.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-to-control-circumcision-with-respect-for-jews-and-muslims/2013/11/12/

Swedish doctors argue that circumcision should be prevented until a child reaches a minimum age—12, in this case—where he can give his consent to the procedure.

JNS Jewish and Israel news 30.01.2014

http://www.jns.org/latest-articles/2014/1/30/scandinavian-circumcision-controversy-proves-europe-is-the-dark-continent#.UvpG2_vEHoY

However, circumcision would still be allowed if the boy reaches the age of 12 and he consents to the procedure considered a rite of manhood in many cultures. The recommendation is contained in a resolution approved by majority members of the Sweden Medical Association which covers about 85 per cent of doctors in Sweden.

Similarly, the Danish College of General Practitioners, which has 3,000 members, issued a statement that ritual circumcision of male children is equal to abuse and mutilation. About 87 per cent of Danish GPs favored the ban on non-medical circumcision. …

Quoting Erik Ullenhag, the Swedish minister for integration, who said that current regulations would not be altered despite the recommendation, pointed out, “I have never met any adult man who experienced circumcision as an assault … The procedure is not very intensive and parents have the right to raise their children according to their faith and tradition.”

International Business Times 29.01.2014

http://au.ibtimes.com/articles/536249/20140129/denmark-sweden-ban-non-medical-circumcision-boys.htm#.UvpKf_vEHoY

25.01.2014

Einstimmig hat sich der Ethikrat des schwedischen Ärzteverbands dafür ausgesprochen, die männliche Beschneidung ohne vorausgehende Zustimmung des (völlig gesunden!) „Patienten” ganz zu stoppen. Man will also einem Kind bei lebenslangen nachteiligen gesundheitlichen, sexuellen und psychischen Folgen gesundes, hoch sensitives Genitalgewebe amputieren, das ist im Januar 2014 schwedische ärztliche „Ethik”, schämt euch was.

Der Junge wiederum kann aus eigenem Körpererleben gar nicht wissen, was Sex mit bzw. ohne Vorhaut ist und wird sich leicht von Eltern, Imamen, Sittenwächter spielenden Mitschülern und sonstigen Beschneidungslobbyisten beeinflussen lassen. Unter- und Mittelstufe würden zum Diskursfeld des Beschneidungsdschihad, die multikulturellen erwachsenen Schweden gucken unschuldig, organisieren die medikalisierte Khitān bzw. Sünnet (Beschneidung) und sagen: wie nett, die munteren Jungs regeln das schon unter sich.

Die Standards von Wissenschaft, hippokratischer Ethik (primum non nocere), AEMR und Kinderrechtskonvention wären damit abgeschafft, die Scharia bliebe wie zufällig unangetastet:

Det är Läkarförbundets etik- och ansvarsråd som nu enhälligt står bakom ett uttalande om ett stopp för manlig omskärelse utan föregående samtycke.

Die Beschneidung soll gemacht werden, wenn der Junge zwölf oder dreizehn Jahre alt ist, in einem Krankenhaus und nach einem Aufklärungsgespräch zu den Schmerzen und Risiken des Eingriffs. Det bör ske när pojken är i 12-13-årsåldern, på ett sjukhus och efter information om smärtan och riskerna som ingreppet innebär.

http://www.svd.se/nyheter/inrikes/lakarforbundet-krav-samtycke-for-religios-omskarelse_8929562.svd

Ein Blick in die Niederungen kultureller Nachmoderne. Januar 2014, bei der einen katastrophal logikfreien Text schreibenden Kindermalwand freiewelt murmelt man zum Film Tahsins Beschneidungsfest (KiKA) und im Kommentarbereich erklärt der Autor von un-heil jeden noch gar keinen Erwachsenenkörper besitzenden Elfjährigen allen Ernstes für im Hinblick auf sein sich aus der Zirkumzision ergebendes rituelles Verstümmeltwerden, Komplikationsrisiko und lebenslanges Beschädigtsein einwandfrei einwilligungsfähig:

Im Einzelnen: „Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“, freut sich Tahsin. … Mit 11 ist ein Junge zumindest insoweit einsichtsfähig, dass er jedenfalls die körperlichen Auswirkungen verstehen kann – die möglichen Komplikationen ebenso wie die möglichen mittel- und langfristigen Folgen. Der Junge wäre demnach – auch nach in Deutschland derzeit geltender Rechtslage – persönlich, umfassend und altersgerecht aufzuklären. … Mein eigenes Buch „un-heil“ wendet sich an Jungen etwa ab 11 sowie deren Eltern. Dort kann man noch ein paar über das „Beschneidungsfest“ hinausgehende Hintergründe erfahren (Mario Lichtenheldt 17.01.2014)

http://www.freiewelt.net/nachricht/doku-uber-beschneidung-10021551/

[22] Lad os stå sammen om et forbud mod ikke-medicinsk begrundet omskæring af alle børn under 18 år.

Lassen Sie uns gemeinsam für ein Verbot von allen aus nichtmedizinischen Gründen vorgenommenen Beschneidungen an Kindern unter 18 Jahren eintreten.

Intact Denmark

http://intactdenmark.wordpress.com/2013/09/23/forbud-mod-omskaerelse-handler-ikke-om-sundhed-men-om-politik/

https://da-dk.facebook.com/IntactDenmark?filter=3

Reglen bør være, at man ikke tillader unødvendige kirugiske indgreb på børn under 18 år. Når man er myndig kan man selv træffe beslutningen.

Die Regel sollte sein, dass wir unnötige chirurgische Eingriffe bei Kindern unter 18 Jahren nicht erlauben. Wenn sie volljährig sind, können sie die Entscheidung selbst treffen.

http://www.180grader.dk/Politik/danske-laeger-omskaering-af-drenge-er-lemlaestelse

ifølge rundspørgen mener 72 procent af danskerne, at man bør vente, indtil drengene er 18 år og dermed selv kan bestemme

wie die Umfrage ergeben hat, sind 72 % der Dänen der Meinung, dass man warten solle bis die Jungen 18 Jahre alt sind und damit selbst entscheiden können

http://politiken.dk/forbrugogliv/sundhedogmotion/ECE2204275/danskerne-omskaering-af-drenge-boer-forbydes/

Nein zur elterlichen Wunschbeschneidung des männlichen Kindes (§ 1631d BGB)

Februar 4, 2014

Eine Nachricht vom

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Einladung zum Diskussionsabend

über die Kinderbeschneidung

Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger

und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

Am 14.02.2014 um 17 Uhr

Köln – Alte Feuerwache

Referenten:

Mina Ahadi Eltern gegen Kinderbeschneidung

Gabi Schmidt Die Verfassungsbeschwerde gegen das Beschneidungsgesetz 1631d BGB

Edward von Roy Die Anti-Beschneidungs-Initiativen in den USA und in Skandinavien

Script zum Vortrag hier online

http://zottelhexe.wordpress.com/2014/02/14/fuer-minderjaehrige-keine-genital-autonomy-ohne-genital-integrity/

Am 07.05.2012 erging im Kölner Landgericht ein wegweisenden Urteil zur Strafbarkeit der medizinisch nicht erforderlichen rituellen Beschneidung minderjähriger Jungen (Az. 151 Ns 169/11). Seither kämpfen orthodoxe jüdische und islamische Organisationen Hand in Hand mit Vertretern der christlichen Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kulturrelativisten aller im Bundestag vertretenen deutschen Parteien gegen diese Entscheidung.

Der Zentralrat der Ex-Muslime hatte gemeinsam mit solidarischen Kinder- und Menschenrechtsorganisationen durch verschiedene Aktionen protestiert (Demonstrationen, offene Briefe, Presseerklärungen bzw. Stellungnahmen). Trotzdem ist es den antisäkularen Freunden kulturell vormoderner Initiationsriten gelungen, die Bundesregierung zu veranlassen, mit BGB § 1631d Beschneidung des männlichen Kindes ein Gesetz zu verabschieden, das den humanistischen, kinderfreundlichen Kölner Richterspruch zurücknimmt.

Doch damit nicht genug. Nun, 2014, beruft sich das Zweckbündnis aus christdemokratischen und rot-grünen Karrieristen sowie religiösen Fundamentalisten auf die Religionsfreiheit und versucht für ganz Europa die Amputation der Penisvorhaut als individuelles Recht der Kinder und Elternrecht auf religiöse Erziehung zu etablieren. Dabei verstößt die Genitalverstümmelung gegen mehrere Artikel der UN-Kinderrechtskonvention als zwingend umzusetzendes Völkerrecht (ius cogens).

Wird die Verstümmelung kleiner Jungen und Neugeborener erst einmal als Elternrecht anerkannt, werden sehr bald auch medikalisierte Formen der FGM erlaubt werden. Beides gilt es zu verhindern.

Zentralrat der Ex-Muslime

02.02.2014

Kontakt:

+49(0177)5692413

+49(0172) 4044323

exmuslime@gmail.com

Postfach 801152

51011 Köln

KiKa: Tahsins Beschneidungsfest

Januar 17, 2014

Edward von Roy

Mönchengladbach

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)

Anstalt des Öffentlichen Rechts

Gesetzlicher Vertreter: Prof. Dr. Karola Wille

Leipzig

Michael Stumpf

Programmgeschäftsführer

Erfurt

Silvia Keil

Verantwortliche Redakteurin

Erfurt

17.01.2014

Offener Brief

Eine Beschneidung ist kein Fest

Sehr geehrte Frau Dr. Wille,

sehr geehrter Herr Stumpf,

Sehr geehrte Frau Keil,

mit Entsetzen nehmen wir die Ankündigung vom Kinderkanal von ARD und ZDF der Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” zur Kenntnis. Am 19.01.2014 um 13:30 Uhr beabsichtigen Sie, die irreparable rituelle Beschädigung eines Kindergenitals filmisch darzustellen.

Falls Sie als die Intendantin des MDR, als der Programmgeschäftsführer von KiKa und als die verantwortliche Redakteurin bei KiKa für Schau in meine Welt! wirklich konsequent multiperspektivisch und kulturrelativistisch denken, hätten Sie vielleicht, acht Jahrzehnte eher lebend, ungerührt über einen elfjährigen Jungen aus dem tiefsten Innern Deutschlands folgendermaßen kommentiert:

„Werner ist ganz aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich. Der Junge lebt in einem besonderen Kulturkreis in Mitteleuropa, in Deutschland. Bräuche und Traditionen anderer Kulturen können aus heutiger Sicht befremdlich wirken und polarisieren. Werner muss morgen seine Pimpfenprobe ablegen. Nur wenn er die schweren sportlichen Leistungen besteht und den Text des Horst-Wessel-Liedes richtig vortragen kann, wird er zu seiner Uniform auch den Schulterriemen und das HJ-Fahrtenmesser tragen dürfen. KiKA wertet nicht die Traditionen anderer Kulturen, sondern zeigt diese auf, berichtet darüber. Wird es ihm gelingen, kann Werner endlich ein echter Pimpf sein oder wird er schändlich versagen und den Spott seiner Kameraden zu ertragen haben? Er lässt uns teilhaben an seinen Gedanken, an seiner Vorfreude, an seinen Bedenken, und bietet jedem Einzelnen an, einen unverstellten Blick in sein Leben zu erhalten.“

Wann wird KiKa über die beiden ihrer Initiation entgegenfiebernden Mädchen aus Somalia berichten, was sich so lesen könnte:

„Unser Anliegen ist es, die Möglichkeit zu bieten, einen Einblick in diese somalische Lebenswelt zu gewähren, denn erst diese erlaubt es dem Zuschauer, eine eigene Haltung zu diesem Thema zu entwickeln – Grundlage für eine sachliche Diskussion und kulturelle Toleranz gegenüber Afrikanern. Ayaan und Waris sind ziemlich nervös, denn für morgen früh hat man ihnen ein besonderes Ereignis versprochen, das mit ihrem Genitalbereich zu tun hat, den sie jetzt besonders gründlich waschen müssen. Bräuche und Traditionen anderer Kulturen können aus hiesiger Sicht befremdlich wirken und polarisieren. Ayaan und Waris wollen – und müssen – eine richtige Frau werden. KiKA wertet nicht die Traditionen anderer Kulturen, sondern zeigt diese auf, berichtet darüber.“

Nach dem Ritual kann Waris den neugierigen kleinen Zuschauern in Deutschland auch auf KiKa erzählen:

The prevailing wisdom in Somalia is that there are bad things between a girl’s legs. These ‘unclean’ things need to be removed. The clitoris, labia minora and most of the labia majora are cut off.

… The sky was still dark – it was that time before dawn when the black has lightened imperceptibly to grey. She motioned for me to be silent and took my hand. I grabbed my little blanket and stumbled along after her, still half asleep. Now I know the reason they take the girls so early in the morning – they want to cut them before anybody wakes up, so nobody else will hear them scream. But at the time, even though I was confused, I simply did as I was told … Then, without my seeing her approach, the gypsy woman was right beside me. She motioned toward a flat rock and told me to sit over there. …

Mama grabbed a piece of root from an old tree, then positioned me on the rock. She sat behind me and pulled my head back against her chest, legs straddling my body. I circled my arms around her thighs. My mother placed the root between my teeth. ‘Bite on this,’ said Mama … I peered between my legs and saw the gypsy woman getting ready. …

My eyes were fixed on her because I wanted to know what she was going to cut me with. I expected a big knife, but she pulled out a tiny cotton sack instead. She reached inside with her long fingers, and fished out a broken razor blade. …

There’s no way in the world I can explain what it feels like.

Desert Flower

Nein, der Kinderkanal von ARD und ZDF wird es nicht wagen, die FGM genau so neutral und aufgeschlossen zur Sprache zu bringen wie die MGM. Denn die weibliche Beschneidung ist in Deutschland geächtet und inzwischen richtigerweise verboten. In Somalia oder im Nordirak, in Ägypten oder Indonesien ist die weibliche Beschneidung nicht geächtet, sondern geachtet und wird von islamischen Gelehrten empfohlen bzw. gefordert. Wo aber das KiKa-Team derartig zwischen Mädchenbeschneidung und Jungenbeschneidung unterscheidet, diskriminiert es die Hälfte aller Kinder und verstößt gegen das Grundrecht auf Gleichbehandlung der Geschlechter.

Auch von der keineswegs geringen Komplikationsrate abgesehen ist die Jungenbeschneidung eine für das Kindeswohl sowie für die lebenslange Sexualität schädliche Tradition. Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet die Vertragsstaaten:

States Parties shall take all effective and appropriate measures with a view to abolishing traditional practices prejudicial to the health of children. Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

Es ist ein Skandal, dass KiKa als der Kinderkanal von ARD und ZDF mit der geplanten Ausstrahlung von “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” im Namen der kulturellen Vielfalt und der interreligiösen Toleranz ganz offensichtlich Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ironisiert und verhöhnt, indem es den minderjährigen Zuschauern gegenüber die Jungenbeschneidung als akzeptable Lebenspraxis und kulturelle Tradition darstellt.

Als Sozialpädagogen fordern wir hiermit den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), den Programmdirektor des Kinderkanals KiKa sowie die verantwortliche Redakteurin für Schau in meine Welt! auf, den kinderfeindlichen Film Tahsins Beschneidungsfest nicht auszustrahlen und der Öffentlichkeit stattdessen zeitnah einen noch herzustellenden Film über einen Jungen zu zeigen, der mit seinen intaktivistischen Eltern in einer nordamerikanischen oder europäischen Innenstadt gegen die Beschneidung von Mädchen und Jungen protestiert. Denn ob das Kind weiblich ist oder männlich, es hat ein Recht auf ein unzerstörtes, auf ein intaktes Genital.

Bitte nehmen auch Sie die Bewertung von FGM und MGM künftig im Gesamtkontext als HGM wahr, wie es dieser Link zu ICGI veranschaulicht.

http://www.icgi.org/information/hgm-classification/

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin


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