Archiv für die Kategorie ‘Gleichheitsfeminismus’

ADÜTDF an Gesamtschule und Kirchengemeinde

April 10, 2014

Poesie und Wolfsgeheul für das Großreich Turan

Die frauenfeindlich, antisemitisch und kurdenfeindlich orientierten Mitglieder der Ülkücü- oder Idealistenbewegung sind bekannt als Bozkurtlar, Graue Wölfe, und bilden mit MHP und BBP zwei türkische politische Parteien. Als deutscher Unterstützerkreis der MHP gilt die ADÜTDF, die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu).

An diesem Wochenende wollen die rechtsradikalen Panturkisten in einem rheinland-pfälzischen Kirchengemeinde-Saal und einer niederrheinischen Gesamtschul-Aula die völkischen Barden Ali Kınık und Zafer İşleyen ihren das Türkentum verherrlichenden und andere Völker erniedrigenden Gesang darbieten lassen. Gruppenchauvinismus und Herrenmenschentum gefährden die gebotene Entwicklung der Mainzer oder Mönchengladbacher Kinder und Jugendlichen zu freiheitlichen Demokraten, weshalb allgemein menschenrechtlich orientierte Sozialpädagogen bei Schulministerium, Landtagen, Stadtverwaltungen und Kirche ihren Protest einlegen.

Wird das Bistum Mainz, wird Oberbürgermeister Norbert Bude die für dieses Wochenende geplanten Veranstaltungen der Grauen Wölfe unterbinden?

“Auch die Vielfalt und Vielzahl der Internetauftritte und Videos sprechen dafür, dass sich in Deutschland eine Anzahl von Jugendlichen türkischer Herkunft für die extrem nationalistische und hasserfüllte Ideologie der Ülkücü-Bewegung begeistert und diese mit Hilfe der neuen Medien weiterverbreitet. … Die Internetauftritte und Videos legen die Vermutung nahe, dass die Ülkücü-Bewegung mit ihren Positionen und Forderungen das Entstehen einer extremistischen, isolierten Jugendbewegung in Europa und auch in Deutschland fördert. Sie entfalten dadurch letztlich auch eine starke integrationshemmende Wirkung.”

(aus: Internetaktivitäten der Ülkücü-Bewegung – „Graue Wölfe“, herausgegeben von: Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/gw_ohne.pdf

An das Mainzer Sozialdezernat

Datum: 09.04.2014 21:50

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Sehr geehrte Damen und Herren,

erschrocken stellen wir fest: die ADÜTDF als die De-facto-Tochterorganisation der türkischen Partei MHP (GRAUE WÖLFE) lässt am 13. April den türkischen Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN im Liebfrauensaal, Franz-Liszt-Straße 1, 55118 Mainz, “Kultur” verbreiten.

https://twitter.com/ERDOGAN_AKTAS/status/452878544318640128/photo/1

ADÜTDF

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/kurumsal/turkfederasyon/uberuns

Ist dem Besitzer des Liebfrauensaals klar, dass eine nationalistische, extrem integrationsfeindliche Gruppierung den Raum gemietet hat, die ein frauenfeindliches, antisemitisches und kurdenfeindliches Weltbild vertritt, ein völkisch-rassistisch definiertes großtürkisches Reich “Turan” anstrebt und zweckmäßigerweise vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet wird?

Wir fordern den Verantwortlichen auf, den Nutzungsvertrag umgehend aufzukündigen und sich vernehmlich dazu zu bekennen, die ADÜTDF / Grauen Wölfe keine Veranstaltungen in den eigenen Räumen durchführen zu lassen.

Wir ermutigen stattdessen, eine Aufklärungsveranstaltung über Wesen und Methode der “Idealistenbewegung” ADÜTDF / Graue Wölfe durchzuführen, geeignetes Material (s. u.) bieten die Ämter für Verfassungsschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Quelle

Wer sind die „Grauen Wölfe“?

(… Zafer İşleyen, ein in der Türkei bekannter Rockmusiker …)

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Betreff: Antwort: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 08:30:47

Von: Thomas Hauf

Sehr geehrter Herr von Roy, sehr geehrte Frau Schmidt,

bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde. Die Kontaktdaten finden Sie unter

http://www.bistummainz.de/pfarreien/dekanat-mainz-stadt/liebfrauen/startseite.html

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hauf

Landeshauptstadt Mainz

Dezernat für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit

Betreff: Mainz, Liebfrauensaal: Auftritt der rechtsextremen Grauen Wölfe stoppen

Datum: Thu, 10 Apr 2014 12:20:08

An den Mainzer Sozialdezernenten

Sehr geehrter Herr Hauf,

der türkische Rechtsradikalismus tarnt seine Propaganda- und Werbeveranstaltungen als Kulturfestivals. Vor allem Jugendliche sollen in den Sog der nationalistischen und rassistischen Bewegung und der dazugehörigen antikurdischen Großreich-Ideologie kommen. Das gefährdet die Integrationsarbeit auf dem Mainzer Stadtgebiet sowie die Entwicklung junger Menschen mit türkischem Familienhintergrund zu künftigen freiheitlichen Demokraten.

“Diese Inhalte sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.”

http://www.mik.nrw.de/uploads/media/UElkuecue-Broschuere_01.pdf

Das Bistum Mainz ist selbstverständlich bereits gestern durch uns informiert worden, ebenso der Oberbürgermeister. Ob Kirche in Mainz oder Stadt Mainz, von außen drängt sich der Eindruck auf, dass man nichts gegen die Idealistenbewegung ADÜTF / Graue Wölfe sagen will, das Thema türkischer Extremismus ist offensichtlich unbequem. Jetzt ist Zivilcourage angezeigt.

Sie sind der Dezernent für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit – wie wollen Sie, wie will die Stadt Mainz gewährleisten, dass minderjährige Bürger der Stadt Mainz keinen Zugang zu einer extremistischen, vom Verfassungsschutz beobachteten Veranstaltung bekommen?

In Kopie gehen dieses Schreiben und dieser Briefwechsel mit Ihnen an Ihren Oberbürgermeister, an das Bistum, an den Mainzer Landtag und an die regionale und überregionale Presse.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

So einen deutlichen Tonfall vertragen die sensiblen rheinland-pfälzischen Amtsinhaber gar nicht und verzichten gleich ganz auf eine Antwort, jene Sozialdezernenten, die interessanterweise wenig bis keine Probleme damit haben, die Kinder und Jugendlichen ihrer Stadt den Rechtsradikalen der ADÜTDF auszuliefern. Ob es in den nächsten Wochen in Mainz die von uns angeregte städtisch oder kirchlich verantwortete Aufklärungsveranstaltung zu den extremistischen Grauen Wölfen geben wird? Wir sind gespannt, rechnen allerdings damit, dass gar nichts passieren wird.

Bevor sie sich in meditative Stille zurückzog, sendete die Landeshauptstadt Mainz uns noch ein letztes Signal und das irgendwie jugendschützerisch aktive 51 Amt für Jugend und Familie / Haus des Jugendrechts versicherte der Umwelt, mit Kopie an den bereits völlig schweigsamen Sozialdezernenten:

Antwort: AW: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:37

Von: Hajo Kunkel

An: Edward von Roy

Cc: Thomas Hauf

Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren. Im Übrigen kenne ich Sie nicht, deshalb nur diese kurze Antwort.

Gruß

Hajo Kunkel

Jugendschutzbeauftragter

Aha, viel Verwaltungsfleiß macht die Nachfragen der Untertanen überflüssig und dienstliche lange Antwort bekommen nur Spezis. Was genau Inhalt der Information („wurden von uns informiert“) war, bleibt sein persönliches jugendschützerisches Geheimnis, die beiden entscheidenden Begriffe Graue Wölfe und Katholische Kirche spricht der vorsichtige Herr Kunkel uns gegenüber gar nicht erst aus, das könnte beruflich nachteilig sein.

Da ist das mühselig entlockte Bekenntnis schon bemerkenswerter, dass die Stadt Mainz dem Bistum jedenfalls der Liebfrauengemeinde grundsätzlich empfohlen hat oder habe, Zafer İşleyen auszuladen. Als Mainzer Sozialdezernent oder Jugendschutzbeauftragter weiß man sich abzusichern – und reicht dem sehr überzogen patriotischen türkischen Musiker gewissermaßen das Mikrophon, solange der Bischof Gewährung nickt jedenfalls zu den beherbergten Grauen Wölfen schweigt.

Stadt und Bistum Mainz machen es außenstehenden Bürgern nicht einfach, darf der eigens aus der Türkei eingereiste Zafer İşleyen am Sonntag im katholischen Liebfrauensaal nun sehr gerne auftreten oder vielleicht doch nicht so gerne? Und was soll der osmanische Nazi sagen, darf er sich der christlichen Gastfreundschaft des Raumgebers jetzt noch sicher sein? Wer verunsichert ist, kann womöglich nicht treffsicher vorsingen: „Unsere Partei ist die MHP, unser Führer ist BAHÇELİ, der Graue Wolf ist unser Symbol, İslam ist unser Gottesdienst, das führende Land ist die Türkei, wir sind auf dem Weg zur Macht“, aus dem Zafer-İşleyen-Lied Meine Partei ist die MHP. Später noch Schlussbemerkungen zu Mainz, werfen wir einen Blick ins benachbarte Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Denn neben Stadt und Bistum Mainz erhielt auch die Stadtverwaltung von Mönchengladbach Post. Im Folgenden der in der Rheinischen Post vom heutigen Tage (10.04.2014) erwähnte offene Brief.

Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen!

Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

An

Norbert Bude, Oberbürgermeister

Polizeipräsidium Mönchengladbach

Rheinische Post

Theo Hespers Stiftung c/o Ferdinand Hoeren

8. April 2014

„seit Juni 2011 ist auch die Gesamtschule Volksgarten eine `Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage´.

http://www.gesamtschule-volksgarten.de/

Sehr geehrter Herr Bude,

sehr geehrter Herr Hören,

sehr geehrte Damen und Herren,

die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland / Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF), kurz als Türk Federasyon bekannt / Türkische Föderation, ist die De-facto-Tochterorganisation der rechtsextremen und rassistischen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP). Die Mitglieder von MHP bzw. ADÜTDF werden Bozkurtçular genannt, „Graue Wölfe“.

Gemäß türkischen Behörden führten allein zwischen 1974 und 1980 die Grauen Wölfe 694 Morde durch. Die MHP will die Abschaffung der laizistischen türkischen Staatsordnung und die Errichtung eines türkischen Großreichs und einer koranbasierten Gottesherrschaft:

„Als türkisch-islamische Idealisten richten wir unser Leben nach dem Koran, der Tradition des Propheten, dem Konsens der Gelehrten und dem Analogieschluss. Reform und Modernisierung des Glaubens lehnen wir ab. Wir werden weiterkämpfen, bis eine göttliche Ordnung errichtet ist.“

Im Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg von 2009 ist die ADÜTDF unter „sicherheitsgefährdende Bestrebungen von Ausländern“ sowie unter „Ausländerextremismus“ aufgeführt.

Am 12. April dieses Jahres ab 16:00 Uhr darf die in dreizehn deutsche Regionalabteilungen („Bölge“) bzw. in sogenannte Idealistenclubs (Ülkü Ocaklari) gegliederte ADÜTDF zu einer Kulturveranstaltung in die Gesamtschule Volksgartenstraße 75 einladen. Zu dieser Zeit sind Minderjährige im Stadtgebiet und vielleicht ja auch auf dem Schulgelände unterwegs. Das ist in etwa so, als ob die Stadt Mönchengladbach die rassistische deutsche Partei NPD in schulischen Räumen auftreten, sprechen und „Kultur“ anbieten lassen würde.

In Mönchengladbachs Gesamtschule auftreten wird u. a. der rechtsradikale türkische Volksliedsänger Ali Kınık, über den die Presse informierte:

„Dafür tarnt sich die Organisation seit Jahren mit dem Vereinsnamen “Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein”. Unter diesem harmlos anmutenden Deckmantel mietet sie zum Beispiel im vergangenen November die Stadthalle in Filderstadt für ein Jugendkulturfest und lädt den rechtsextremen Folklore-Sänger Ali Kinik ein.“[1]

„Im Dezember 2009 deckte die Filder-Zeitung auf, dass der dortige deutsch-türkische Freundschaftsverein ein Konzert des rechtsnationalen Sängers Ali Kinik veranstaltet hat. Es war ein Konzert zu Ehren der grauen Wölfe. Deren deutsche Ableger beobachtet der Verfassungsschutz. Die grauen Wölfe gelten als faschistisch. Sie predigen den Märtyrertod.“[2]

Auf Facebook und Twitter weist der musikalische Nazi seit drei Tagen auf den Termin hin, die in Mönchengladbach ebenfalls auftretenden Verherrlicher von Türkentum und Kalifat Şemsimah Şener und Zafer İşleyen sind im Umfeld der Grauen Wölfe kulturschaffend:

12.04.2014 – Mönchengladbach/ALMANYA

https://de-de.facebook.com/AliKinikTurkiye

https://twitter.com/AliKinikTurkiye

12 Nisan Mönchengladbach

Şemsimah Şener

Ali Kınık

Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/index.php/668-nrw1moenchgld27kong

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir fordern Sie auf, der ultranationalistischen und extrem integrationsfeindlichen Organisation ADÜTDF keine städtischen – und schon gar keine schulischen! – Räume zur Verfügung zu stellen und vielmehr an Mönchengladbachs Schulen, sinnvollerweise auch in Zusammenarbeit mit der bewährten Theo-Hespers-Stiftung, aktiv über Wesen und Ziel der Idealistenbewegung / Grauen Wölfe aufzuklären. Falls Sie die rassistische Kulturveranstaltung nicht untersagen, können wir erwarten, dass Schule und Stadt verlangen und durchsetzen, dass Minderjährige keinen Zugang haben.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

[1] Deutschlandfunk am 30.01.2010

Zwischen Schönreden und Wegschauen

http://www.deutschlandfunk.de/zwischen-schoenreden-und-wegschauen.724.de.html?dram:article_id=99725

[2]Filder-Zeitung am 22.10.2010

Zwischen Folklore und Faschismus

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zwischen-folklore-und-faschismus.4e549016-b519-4bad-8267-a98d3efe884a.html

2010, Ali Kınık mit Şemsimah Şener

http://www.youtube.com/watch?v=z9WMI945b4o

zafer işleyen “Partimiz MHP”

http://www.youtube.com/watch?v=M1a_bXpuu7k

Die verbissen schariafreundliche und den islamkundigen Pierre Vogel als einen der Munāfiqūn, einen islamisch Abtrünnigen missverstehende Theo Hespers Gesellschaft („Wir stehen auf gegen einen propagandistischen Salafismus, der die friedliche Zielrichtung des Islam verrät“, Hoeren für die THG zum 08.02.2014) sagt natürlich nichts gegen die ADÜTDF. Lässige zwei Tage später rang man sich als Stadtverwaltung zu einer Presseerklärung durch und unterließ worauf es angekommen wäre, nämlich zu sagen: “ADÜTDF und ihr zuzurechnende Vereine bekommen niemals wieder städtischen Räume angeboten und ab sofort klären wir in Mönchengladbach alle Eltern und Kinder mit Vorträgen und Faltblättern durch Stadtjugendamt, Wohlfahrtsverbände und Jugendzentren über die Menschenverachtung und Jugendwohlgefährdung der Ülkücü-Ideologie auf”. Das sollte man wohl tun, denn erstens werden die vermeintlich edelrassigen Musiker oder Tänzer auf Europatour irgendwann wiederkommen – und zweitens will sich der MHP-orientierte Anmelder in sechs Wochen in den Mönchengladbacher Integrationsrat wählen lassen, wie man bei Stefanie Keisers liest:

Auf dem Schulhof der Gesamtschule Volksgarten möchte der Gemeinnützige Türkische Kulturverein am Freitagnachmittag ein „Frühlingsfest“ feiern. So hat er es am 24. März bei der Stadt beantragt und am 1. April genehmigt bekommen. Klingt harmlos – ist es aber womöglich nicht.

Denn hinter dem vermeintlichen Frühlingsfest soll sich eine Veranstaltung der Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF) – besser bekannt als die „Grauen Wölfe“ – verbergen. …

Pikant ist auch: Nach Informationen der WZ steht der Antragsteller des „Frühlingsfestes“ auf einer Wahlliste für den neuen Integrationsrat der Stadt, der am 25. Mai gewählt wird.

http://www.wz-newsline.de/lokales/moenchengladbach/rechte-organisation-graue-woelfe-in-schule-1.1608807

Vielleicht ja ab morgen so richtig AEMR-treu und demzufolge stolzer Mönchengladbacher Kurden-, Aleviten-, Juden-, Atheisten- und Homosexuellenfreund sowie bekennender Ülkücü-Gegner: Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung

http://web01.probuerger.de/index.php?id=angebote-integration&L=1&user_wfp2vereine_pi1[s_verein_id]=1343&user_wfp2vereine_pi1[action]=show_detail&cHash=e40b9c9f05d9a69cb4f5eb03270ed6df

Immerhin: die Stadt hat den Vertrag aufgelöst und der militanten Idealistenbewegung den Zugang zur Schule verweigert, eine nachvollziehbare und gebotene Entscheidung. Von Mönchengladbachs immerhin rasch laut und sogar aktiv gewordener Lokalpolitik und Stadtverwaltung wieder nach Mainz, wo das altehrwürdige Bistum in der Abwehr der faschistischen ADÜTDF / Grauen Wölfe nicht nur sehr langsam ist, sondern gleich gar nichts macht:

—–Original-Nachricht—–

Datum: Sa, 12 Apr 2014 10:35 Uhr

Betreff: BISTUM MAINZ LÄSST TOP-NAZI SINGEN UND BEHERBERGT GRAUE-WÖLFE-KONGRESS

Von: Edward von Roy

An: Dietmar Giebelmann, Generalvikar des Bistums Mainz

Cc: Karl Lehmann

Sehr geehrte Herr Generalvikar Giebelmann,

anders als Sie es vermuten wird die Veranstaltung am 13.4.2014 mit Zafer İşleyen stattfinden, der zuständige Pfarrer Nagel will den international bekannten Nazi-Barden im Liebfrauensaal auftreten lassen. Näheres in Allgemeine Zeitung vom 12. April 2014 (“Nicht das große Thema”).

Sehr geehrter Herr Giebelmann, haben Sie sich getäuscht oder haben Sie mich getäuscht? Pfarrer Nagel belügt zur Stunde die Öffentlichkeit, ihm sei nichts über den Sänger bekannt – das ist falsch, das Bistum HAT alle Informationen, die dieses Wochenende wichtig sind, Zafer İşleyen ist Spitzen-Komponist der faschistischen Bewegung der Grauen Wölfe.

Bis auf eine Kleinigkeit, was auch die Mainzer Polizei erst seit zehn Minuten weiß. Im Liebfrauensaal wird nicht nur musiziert, sondern der 29. Olağan Kongre = der 29. Ordentliche Kongress der Ülkücü-Bewegung HS1 abgehalten, HS1 steht für Hessen Eins, zu deren Bölge (faschistischer Region) Mainz nun einmal gehört, diese Information entnehme man der rassistischen und antisemitischen ADÜDTF, deren Gastgeber das Bistum Mainz morgen nun einmal so gerne sein möchte. 13 Nisan bedeutet 13. April, “ve” heißt “und”.

13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen

http://www.turkfederasyon.com/

29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ

https://tr-tr.facebook.com/zaferisleyenresmisayfa

Nachdem Sie mich gestern um 14:31 Uhr entweder gezielt desinformiert haben oder sich das reale Mainzer Bistum für Ihre geschätzte Meinung schlicht nicht interessiert (“Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.”), sorgen Sie bitte in den nächsten Stunden für Klarheit in der Sache – und zwar öffentlich.

Sie sollten nicht morgen, sondern heute handeln. Wenige Minuten vor Kongress- und Konzertbeginn 300 vor Patriotismus und Rasse-Wahn kochende türkische Nazis des Kirchengeländes Liebfrauengemeinde zu verweisen dürfte schwierig werden.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/nicht-das-grosse-thema_14051743.htm

—–Original-Nachricht—–

Betreff: Antwort: Ülkücü-Bewegung in Mainz: Rechtsextremistisches Musik-Event absagen

Datum: Fri, 11 Apr 2014 14:31 Uhr

Von: Generalvikar Bistum Mainz

An: Edward von Roy

Cc: Karl Lehmann Bistum Mainz, Rechtsabteilung Bistum Mainz, Andreas van der Broeck Bistum Mainz, Liebfrauen Mainz

Sehr geehrter Herr von Roy,

vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN.

Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen.

Freundliche Grüße

Dietmar Giebelmann

Generalvikar

Der 11. April verging, der 12. ist gekommen und geht nun zu Ende, die Stunden verstreichen und der völkische Musiker aus dem Kreis der Grauen Wölfe rückt näher an Mainz heran. Wird sich das Bistum endlich von den türkischen Rechtsextremisten der versehentlich beherbergten ADÜTDF distanzieren? Wird es vielleicht sogar den Mut finden, noch heute den Mietvertrag zu annullieren, um das irgendwie unerwünschte Zafer-İşleyen-Konzert mindestens in seinen Räumlichkeiten zu verhindern? Oder wenigstens anschließend zugeben, einen großen und vermeidbaren Fehler gemacht zu haben, der sich nie mehr wiederholen darf, damit andere rheinland-pfälzische Städte oder Kirchengemeinden etwas daraus für eine erfolgreiche Abwehr der Ülkücüler (Idealisten) lernen können? Oder wird die man Rassisten und Faschisten bei sich in Mainz singen lassen und einfach gar nichts tun? Wo die Katholische Kirche seit Jahren den Kontakt zur Muslimbruderschaft und sonstigen globalen Schariafront pflegt, muss man wohl auch in Sachen Bozkurtçular (Graue Wölfe) mit dem Schlimmsten rechnen, der Komplizenschaft.

„Seit vielen Jahren ist der Liebfrauensaal der Liebfrauengemeinde in der Franz-Liszt-Straße 1 ein beliebter Veranstaltungsort … der Preis für die Tagesnutzung beträgt 475,– Euro plus 250,– Euro Kaution.“

http://www.mainz-neustadt.de/neuanz35.pdf

Name des Veranstalters laut Internet-Werbung

Danke für den Bericht, ein paar Informationen darf ich ergänzen. Ein Blick auf das Facebook-Konto des patriotischen Sängers Zafer Isleyen klärt jeden auf: Nicht der “Türkisch-Islamische Kulturverein” wirbt dort für die morgige Veranstaltung in der Franz-Liszt-Straße 1, sondern die “Idealistenbewegung” Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu (ADÜTDF). Und wer auf die Seite der ADÜTDF geht, findet oben rechts den Hinweis auf die Veranstaltung im Liebfrauensaal. Damit ist klar, wer hier wirklich einlädt, die Grauen Wölfe. Auch in Mönchengladbach hat Zafer Isleyen versucht (heute) aufzutreten, nach Bürgerprotest wurde ihm der städtische Raum Gesamtschule Volksgartenstraße bekanntlich entzogen. Auch dort trat ein anmeldender Kleinstverein (“Türkischer Kulturverein”) in Erscheinung und eben nicht die große ADÜTDF, weshalb sich die Stadt nachvollziehbarerweise getäuscht sah und den Mietvertrag annulierte. Die zur Stunde genau informierte Liebfrauengemeinde bzw. das ebenso genau informierte Bistum Mainz könnten jetzt dasselbe tun statt Gastgeber der türkischen Nationalisten der ADÜTDF zu sein. Es soll übrigens nicht nur musikalisch werden, die Bölge HS1 (Hessen eins) lädt in den Liebfrauensaal zum 29. Ordentlichen Kongress. Bölge ist der Name für einen der dreizehn Bezirke der ADÜTDF.

Kommentator Peter Stein am 12.04.2104 in Allgemeine Zeitung

GRAUE WÖLFE: Zeitweise wollte man die Veranstaltung absagen

Man war früh genug informiert, um die Veranstaltung abzusagen, wenn man es denn gewollt hätte. Drei Tage vor der heutigen ADÜTDF-Veranstaltung in der Landeshauptstadt Mainz, angekündigt als 13 Nisan Mainz (HS1) Zafer İşleyen, der türkische Musiker selbst wirbt mit 29. OLAĞAN KONGRE VE KÜLTÜR SANAT ŞÖLENİ, das bedeutet 29. Ordentlicher Kongress sowie Kultur- und Kunst-Fest, am Donnerstagmorgen also empfahl uns der Mainzer Sozialdezernent Thomas Hauf ein dürres: “bitte wenden Sie sich doch direkt an die Eigentümerin des Liebfrauensaals, die kath. Liebfrauengemeinde”. “Wir haben das schon längst von uns aus erledigt. Die Polizei und andere Behörden wurden von uns informiert, ebenfalls wurde der Vermieter gebeten, die Veranstaltung zu annullieren”, mailte uns der Mainzer Jugendschutzbeauftragte Hans-Joachim Kunkel am Folgetag, Dezernent Hauf eine Kopie sendend. Sechs Minuten eher, also ebenfalls am 11. April hatte uns der bischöfliche Generalvikar Dieter Gabelmann angekündigt: “vielen Dank für Ihre Information zur Veranstaltung am 13.4.2014 mit ZAFER ISLEYEN. Wir haben die Pfarrei angewiesen, den Vertrag für die Veranstaltung sofort zu kündigen”, und sendete vier Kopien unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, an die Rechtsabteilung des Bistums und an die gastgebende Liebfrauengemeinde. Seitdem hüllen sich Stadt und Bistum Mainz in Schweigen. Edward von Roy und Gabi Schmidt, Mönchengladbach am 13.04.2014.

KiKa: Tahsins Beschneidungsfest

Januar 17, 2014

Edward von Roy

Mönchengladbach

Gabi Schmidt

Mönchengladbach

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)

Anstalt des Öffentlichen Rechts

Gesetzlicher Vertreter: Prof. Dr. Karola Wille

Leipzig

Michael Stumpf

Programmgeschäftsführer

Erfurt

Silvia Keil

Verantwortliche Redakteurin

Erfurt

17.01.2013

Offener Brief

Eine Beschneidung ist kein Fest

Sehr geehrte Frau Dr. Wille,

sehr geehrter Herr Stumpf,

Sehr geehrte Frau Keil,

mit Entsetzen nehmen wir die Ankündigung vom Kinderkanal von ARD und ZDF der Sendung “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” zur Kenntnis. Am 19.01.2014 um 13:30 Uhr beabsichtigen Sie, die irreparable rituelle Beschädigung eines Kindergenitals filmisch darzustellen.

Falls Sie als die Intendantin des MDR, als der Programmgeschäftsführer von KiKa und als die verantwortliche Redakteurin bei KiKa für Schau in meine Welt! wirklich konsequent multiperspektivisch und kulturrelativistisch denken, hätten Sie vielleicht, acht Jahrzehnte eher lebend, ungerührt über einen elfjährigen Jungen aus dem tiefsten Innern Deutschlands folgendermaßen kommentiert:

„Werner ist ganz aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich. Der Junge lebt in einem besonderen Kulturkreis in Mitteleuropa, in Deutschland. Bräuche und Traditionen anderer Kulturen können aus heutiger Sicht befremdlich wirken und polarisieren. Werner muss morgen seine Pimpfenprobe ablegen. Nur wenn er die schweren sportlichen Leistungen besteht und den Text des Horst-Wessel-Liedes richtig vortragen kann, wird er zu seiner Uniform auch den Schulterriemen und das HJ-Fahrtenmesser tragen dürfen. KiKA wertet nicht die Traditionen anderer Kulturen, sondern zeigt diese auf, berichtet darüber. Wird es ihm gelingen, kann Werner endlich ein echter Pimpf sein oder wird er schändlich versagen und den Spott seiner Kameraden zu ertragen haben? Er lässt uns teilhaben an seinen Gedanken, an seiner Vorfreude, an seinen Bedenken, und bietet jedem Einzelnen an, einen unverstellten Blick in sein Leben zu erhalten.“

Wann wird KiKa über die beiden ihrer Initiation entgegenfiebernden Mädchen aus Somalia berichten, was sich so lesen könnte:

„Unser Anliegen ist es, die Möglichkeit zu bieten, einen Einblick in diese somalische Lebenswelt zu gewähren, denn erst diese erlaubt es dem Zuschauer, eine eigene Haltung zu diesem Thema zu entwickeln – Grundlage für eine sachliche Diskussion und kulturelle Toleranz gegenüber Afrikanern. Ayaan und Waris sind ziemlich nervös, denn für morgen früh hat man ihnen ein besonderes Ereignis versprochen, das mit ihrem Genitalbereich zu tun hat, den sie jetzt besonders gründlich waschen müssen. Bräuche und Traditionen anderer Kulturen können aus hiesiger Sicht befremdlich wirken und polarisieren. Ayaan und Waris wollen – und müssen – eine richtige Frau werden. KiKA wertet nicht die Traditionen anderer Kulturen, sondern zeigt diese auf, berichtet darüber.“

Nach dem Ritual kann Waris den neugierigen kleinen Zuschauern in Deutschland auch auf KiKa erzählen:

The prevailing wisdom in Somalia is that there are bad things between a girl’s legs. These ‘unclean’ things need to be removed. The clitoris, labia minora and most of the labia majora are cut off.

… The sky was still dark – it was that time before dawn when the black has lightened imperceptibly to grey. She motioned for me to be silent and took my hand. I grabbed my little blanket and stumbled along after her, still half asleep. Now I know the reason they take the girls so early in the morning – they want to cut them before anybody wakes up, so nobody else will hear them scream. But at the time, even though I was confused, I simply did as I was told … Then, without my seeing her approach, the gypsy woman was right beside me. She motioned toward a flat rock and told me to sit over there. …

Mama grabbed a piece of root from an old tree, then positioned me on the rock. She sat behind me and pulled my head back against her chest, legs straddling my body. I circled my arms around her thighs. My mother placed the root between my teeth. ‘Bite on this,’ said Mama … I peered between my legs and saw the gypsy woman getting ready. …

My eyes were fixed on her because I wanted to know what she was going to cut me with. I expected a big knife, but she pulled out a tiny cotton sack instead. She reached inside with her long fingers, and fished out a broken razor blade. …

There’s no way in the world I can explain what it feels like.

Desert Flower

Nein, der Kinderkanal von ARD und ZDF wird es nicht wagen, die FGM genau so neutral und aufgeschlossen zur Sprache zu bringen wie die MGM. Denn die weibliche Beschneidung ist in Deutschland geächtet und inzwischen richtigerweise verboten. In Somalia oder im Nordirak, in Ägypten oder Indonesien ist die weibliche Beschneidung nicht geächtet, sondern geachtet und wird von islamischen Gelehrten empfohlen bzw. gefordert. Wo aber das KiKa-Team derartig zwischen Mädchenbeschneidung und Jungenbeschneidung unterscheidet, diskriminiert es die Hälfte aller Kinder und verstößt gegen das Grundrecht auf Gleichbehandlung der Geschlechter.

Auch von der keineswegs geringen Komplikationsrate abgesehen ist die Jungenbeschneidung eine für das Kindeswohl sowie für die lebenslange Sexualität schädliche Tradition. Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet die Vertragsstaaten:

States Parties shall take all effective and appropriate measures with a view to abolishing traditional practices prejudicial to the health of children. Die Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.

Es ist ein Skandal, dass KiKa als der Kinderkanal von ARD und ZDF mit der geplanten Ausstrahlung von “Schau in meine Welt – Tahsins Beschneidungsfest” im Namen der kulturellen Vielfalt und der interreligiösen Toleranz ganz offensichtlich Artikel 24 (3) der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ironisiert und verhöhnt, indem es den minderjährigen Zuschauern gegenüber die Jungenbeschneidung als akzeptable Lebenspraxis und kulturelle Tradition darstellt.

Als Sozialpädagogen fordern wir hiermit den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), den Programmdirektor des Kinderkanals KiKa sowie die verantwortliche Redakteurin für Schau in meine Welt! auf, den kinderfeindlichen Film Tahsins Beschneidungsfest nicht auszustrahlen und der Öffentlichkeit stattdessen zeitnah einen noch herzustellenden Film über einen Jungen zu zeigen, der mit seinen intaktivistischen Eltern in einer nordamerikanischen oder europäischen Innenstadt gegen die Beschneidung von Mädchen und Jungen protestiert. Denn ob das Kind weiblich ist oder männlich, es hat ein Recht auf ein unzerstörtes, auf ein intaktes Genital.

Bitte nehmen auch Sie die Bewertung von FGM und MGM künftig im Gesamtkontext als HGM wahr, wie es dieser Link zu ICGI veranschaulicht.

http://www.icgi.org/information/hgm-classification/

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Gabi Schmidt

Sozialpädagogin

Iran erlaubt Pädophilie

Oktober 5, 2013

EILAKTION

Schluss mit der legalisierten Pädophilie in der Islamischen Republik Iran!

Machen Sie mit bei unserem Protest am 11. Oktober 2013

TWITTERN:

#Iran #No2LegalPaedophilia

HIER BITTE UNTERSCHREIBEN:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

Am Sonntag, den 22. September 2013, einen Tag vor Beginn des neuen iranischen Schuljahres, hat die Madschles-e Schora-ye Islami, das ist das Parlament der Islamischen Republik Iran, ein Gesetz verabschiedet, das jedem Stiefvater erlauben soll, sein adoptiertes Kind zu heiraten.

In Verteidigung dieses Gesetzes sagte ein Mitglied der Madschles, des Parlaments: “Nach dem Islam wird ein adoptiertes Kind nicht als wirkliches Kind betrachtet. Sowohl der Fiqh, das ist die Islamische Jurisprudenz, als auch das von Allah gegebene Schariagesetz erlauben es dem Vormund, das Stiefkind zu heiraten und mit ihm Geschlechtsverkehr zu haben.”

Dieses skandalöse Gesetz wird zu einem Anstieg an Kinderheiraten ermutigen und ist nichts anderes als legalisierte Pädophilie und Kindesvergewaltigung. Es wird zusätzlich dafür sorgen, das Wohlergehen der Mädchen zu gefährden und ihre Grundrechte zu verletzen. Es wird Kindern jedes Gespür für häusliche Sicherheit und familiäres Wohlergehen zunichtemachen.

CHILDREN FIRST NOW und FITNAH – Movement for Women’s Liberation verurteilen dieses unmenschliche Gesetz entschieden. Am 11. Oktober, dem Internationalen Mädchentag, werden wir die Weltöffentlichkeit und alle Menschenrechtsorganisationen dazu aufrufen, diese legalisierte Pädophilie und Kindesvergewaltigung zu verdammen. Dieses Gesetz, wie so viele andere Gesetze des Islamischen Regimes im Iran, verletzt die Würde und die Rechte von Kindern und muss in jedem Fall verhindert werden.

Fünf verschiedene Möglichkeiten haben auch Sie, um mit uns am 11. Oktober, dem Weltmädchentag (International Day of the Girl Child) aktiv zu werden und die Legalisierung der Pädosexualität und Vergewaltigung von Kindern zu verdammen und statt dessen Würde, Sicherheit und Rechte für alle Mädchen und Kinder im Iran und anderswo zu verlangen:

1. Twittern Sie gegen das Gesetz: #Iran #No2LegalPaedophilia

2. Unterzeichnen Sie unsere Petition und informieren Sie zehn Freunde oder Bekannte:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

3. Schreiben Sie an den politischen und religiösen Führer Ali Chamene’i, info_leader@leader.ir, Twitter: @khamenei_ir oder an den amtierenden Präsidenten Hassan Rohani, media@rouhani.ir, Twitter: @hassanrouhani und verlangen Sie ein sofortiges Ende dieser Form von legalisiertem Kindesmissbrauch und Kindersex.

4. Veröffentlichen Sie diese Kampagne in Sozialen Netzwerken, beispielsweise, indem Sie ihr Profil in unser Kampagnen-Plakat umwandeln.

5. Unternehmen Sie solidarisch etwas … im Internet, in Ihrem Stadtviertel, am Arbeitsplatz, an Ihrer Universität … um die Kinderrechte durchzusetzen und das Gesetz zu verhindern.

Nähere Informationen in englischer Sprache finden Sie bei:

Fitnah – Movement for Women’s Liberation

http://www.fitnah.org

http://fitnahmovement.blogspot.co.uk/

fitnahmovement@gmail.com

+44 (0) 7719166731

Children First Now

http://www.childrenfirstnow.com

childrenfirstnow@hotmail.com

info@childrenfirstnow.com

+46 70 852 67 16

Urgent Action

End legalised paedophilia in the Islamic Republic of Iran

Join Protest on 11 October 2013

TWEET: #Iran #No2LegalPaedophilia

SIGN:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

On 22 September 2013, one day before the start of the school year in Iran, the Islamic Republic of Iran’s Majlis or parliament passed a law permitting a stepfather to marry his adopted child.

In defence of the law, one Member of Parliament said: “According to Islam, every child who is accepted as an adopted child is not considered a real child. Islamic jurisprudence and Sharia law allow the guardian of the child to marry and have sex with his step-child.”

This shocking law will encourage child ’marriages’ and is nothing more than legalised paedophilia and child rape. It will further endanger the welfare of the child and violate her basic rights. It will deny the child any sense of security and safety in the home.

Children First Now and Fitnah – Movement for Women’s Liberation unequivocally condemn this inhuman law. On 11 October, International Day of the Girl Child, we call on the public and rights organisations to condemn this legalised paedophilia and child rape. This law, like many other laws in the Islamic regime of Iran, violates the dignity and rights of children. And it must be stopped.

Here are five things you can do on 11 October, International Day of the Girl Child, to condemn legalised paedophilia and child rape, and demanding dignity, security and rights for all girls and children in Iran and beyond:

1. Tweet against the law:

#Iran #No2LegalPaedophilia

2. Sign our petition and forward it to 10 friends or acquaintances:

https://secure.avaaz.org/en/petition/An_end_to_legalised_paedophilia_and_child_rape_in_Iran

3. Write to Ali Khamenei, Iran’s Leader, info_leader@leader.ir, Twitter: @khamenei_ir or to Hassan Rouhani, President, media@rouhani.ir, Twitter: @hassanrouhani demanding an end to child rape and paedophilia.

4. Publicise the campaign on social media including by changing your social media profile to our campaign poster.

5. Do an act of solidarity on the internet, in your city square, at work, at your university… in support of children’s rights and against the law.

For more information, contact:

Fitnah – Movement for Women’s Liberation

http://www.fitnah.org

http://fitnahmovement.blogspot.co.uk/

fitnahmovement@gmail.com

+44 (0) 7719166731

Children First Now

http://www.childrenfirstnow.com

childrenfirstnow@hotmail.com

info@childrenfirstnow.com

+46 70 852 67 16

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

April 15, 2013

الإعلان العالمي لحقوق الإنسان

al-Iʿlānu l-ʿĀlamīyu li-Ḥuqūqi l-Insān

Universal Declaration of Human Rights

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem

Islamkonferenz um Islamkonferenz der Rechtsspaltung entgegen? Der säkulare Verfassungsstaat hat mit totalitär denkenden Jenseitszentrikern nicht auf Augenhöhe zu diskutieren, auch nicht im Rahmen der „Verbesserung des Zusammenlebens zwischen der Mehrheitsgesellschaft und den Muslimen … ein gemeinsamer Weg zu einem besseren Miteinander“ (DIK 2009) oder von „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013). Von Edward von Roy.

Nein, der Islam ist „im Kern“ eben keine friedliche Religion. Doch engagiert und rechtsstaatsgefährdend versucht unsere hochschulische, parteipolitische und kirchliche Elite, das Islambild des Souveräns sprich des Deutschen Volkes so zu verzerren und verzerrt zu halten, dass die Lehre von wortwörtlich gelesenem Koran und Hadith unzweideutig formschön und unbedingt demokratieverträglich dastehen muss. Wie zufällig und mit eilfertiger Hilfe des größeren Teils der Presse kann so immer mehr Schariagehorsam unter den so genannten Muslimen und immer mehr Einfluss der Muslimbrüder auf Schule, Bildungspolitik und Sozialarbeit sichergestellt werden. Die Kluft zwischen den grundgesetzlich gar nicht vorgesehenen Menschensorten der Nichtmuslime und Muslime wird sich daher einstweilen leider vertiefen und ist, rechtsstaatsbezogen angeblich völlig problemlos, mit immer mehr „Dialog“ zu überbrücken.

Unabdingbar haben die Schariafreunde und Postmodernisten dabei das Schreckgespenst eines so genannten Dschihadismus, Salafismus oder Islamismus zu kultivieren, das, so wird es uns Monat für Monat „alternativlos“ sprich hochaggressiv nahegelegt, mit der eigentlichen islamischen Religion nichts zu tun habe, sondern die menschenfreundliche und gefälligst hinzunehmende Lebensgestaltung von Kopftuch und Koranunterricht geradezu unislamisch fehldeute und missbrauche. Nein, mit schariabasierter Praxis oder legalisiertem Fiqh mag zwar „Transkultur“ (Wolfgang Welsch) hergestellt werden, doch kann es eine unversehrte sprich ernst genommene Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) nicht geben. Eine Mahnung an die Deutsche Islamkonferenz (DIK) sowie an die in wenigen Tagen in Berlin durchgeführte 2. Kritische Islamkonferenz (KIK 2013).

Was ist denn in den letzten drei Jahren nicht für ein Gerede um die Frage gemacht worden, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht. Bundespräsident Christian Wulff bejahte dies am 3. Oktober 2010 zwar vorsichtig aber pauschal.[1]

Zwar relativierte sein Amtsnachfolger keine zwei Jahre später ein bisschen,[2] doch freute sich Joachim Gauck darüber, dass Deutschlands Universitäten endlich Imame und Religionslehrer ausbilden dürfen. Die organisatorische und personelle Nähe der in die Ministerien, Hochschulen und Schulen hinein gebetenen deutschen Islamverbände zur Muslimbruderschaft oder ihre Treue zum unverhandelbaren und diskriminierenden Schariagesetz problematisierten beide deutsche Präsidenten nicht.

Viele haben sich seitdem zu Wort gemeldet und mehr oder weniger überzeugend begründet, dass der Islam zu Deutschland gehört oder eben nicht. Über den Islam selbst durfte im Allgemeinen leider gar nicht gesprochen werden, der einzige hoffnungsvolle Vorstoß, im Rahmen ihres sogenannten Zukunftsdialogs, wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 3. Juli 2012 feierlich abgewürgt mit einem an den Petenten gerichteten, kalten: „Ich teile Ihre These nicht.“[3]

Der Islam gehört zu Deutschland, der Islam gehört nicht zu Deutschland, er gehört, er gehört nicht, das ist ein wenig wie beim alten Kinderspiel vom Gänseblümchen, einem simplen Orakel, bei dem das kleine Mädchen die Blütenblätter auszupft und ganz gespannt mitzählt: „Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich …“

Kinder sind hier leider gar nicht am Werk, eher schon die globalen Muslimbrüder und ihre Helfer, die beispielsweise Tariq Ramadan[4] heißen und die genau wissen, wie man die nordafrikanischen, US-amerikanischen oder europäischen Massen manipuliert. Die von nichtmuslimischen Spitzenpolitikern anzustimmende Dauerbeschallung über den zum Staat dazugehörenden oder nicht dazugehörenden Islam soll und wird die Nerven der Bevölkerung mürbe machen und auf Paragraphen vorbereiten, die mit Koran und Hadith im Einklang sind, auf das durchgesetzte islamische Sonderrecht zunächst im Personenstands- und Familienrecht und später im Erbrecht (andere Rechtsgebiete werden folgen), und nur darum geht es der langfristig planenden Islamischen Bewegung.

Tariq Ramadan ist Enkel von Hasan al-Banna, der 1928 die Muslimbruderschaft gründete und Sohn von Muslimbruder Said Ramadan, dessen Abhandlung Das Islamische Recht 1961 erschien (im Jahr des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei) und der als eine Art Pionier bereits kurz vor der westeuropäischen, muslimisch geprägten Einwandererwelle von Genf aus den Kontinent einem Netz von Islamischen Zentren (IZ) zu überziehen plante. Im Folgejahr war Tariqs Vater in Saudi-Arabien Mitgründer der Rabita oder Islamischen Weltliga (Muslim World Leage MWL, ar-Rābiṭat al-’Ālam al-Islāmī).[5]

Niemand erregte sich, so ist es in jener Zeit treffend festgestellt worden, über die Frage, ob der Buddhismus zu Deutschland gehöre oder nicht, oder der Atheismus, doch mit dem Islam ist es anders. Das spürten damals viele, wie die Frage beim Zukunftsdialog bewies, bei der online fast 150.000 Menschen die offene Islamdiskussion forderten.

Tatsächlich hätte man als Politiker damals die Frage stellen müssen: Gehört das Islamische Gesetz zu Deutschland? Man hätte als deutsche Bürgerrechtsbewegung oder Menschenrechtslobby, etwa als amnesty international, ausrufen müssen: Wann kommen die Paragraphen der Scharia und wie können wir sie abwehren? Hätte als Jurist die Öffentlichkeit aufrütteln müssen: Droht Europa und Deutschland die Rechtsspaltung mit legaler Imamehe (keine Heirat ohne Wali), mit Kindbraut,[6] Zweit- bis Viertfrau sowie Verstoßung?[7]

Doch in Bezug auf die Unvereinbarkeit von Scharia und Grundgesetz blieb alles ruhig in den letzten drei Jahren, von wenigen mutigen Stimmen wie denjenigen der Ex-Muslime einmal abgesehen. Man hat in Deutschland nicht nach den antidemokratischen und islamrevolutionären Folgen von Scharia und Fiqh gefragt, und wer es riskiert hat, wurde mundtot gemacht und wird es immer noch.

Unterdessen begann die Machtergreifung der Muslimbrüder in Kairo und Tunis, und wieder wurde in Europas Presse das Märchen vom toleranten Islam erzählt und von der „im Kern friedlichen Religion“ (erst Hans-Gert Pöttering 2008, dann Horst Köhler 2010).

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung redete im April 2012, ob aus Unkenntnis oder aus Feigheit, zwar nicht gegen das diskriminierende Islamische Recht der Scharia an, aber scheint eine Bundesrepublik zu spüren, die den Islam längst integriert hat. Wer gar in Zukunft noch gegen den in Deutschland angekommenen Islam argumentiert, ist für Maria Böhmer schlicht weltfremd:

Wir leben in einem Land mit rund vier Millionen Muslimen. Wenn wir noch in 20 Jahren darüber reden, ob der Islam zu Deutschland gehört, dann hat das doch mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun.[8]

Dass es endlich einen Islam ohne Scharia geben muss, hat die Integrationsbeauftragte leider nicht gefordert.

Zurzeit ist, weltweit, ein Islam ohne Scharia als eine Religionsgemeinschaft gar nicht organisierbar und noch nicht einmal als Moscheegemeinde, denn kein Imam wagt es zu sagen, dass Paradiesgarten und Höllenfeuer nur symbolisch gemeint seien und dass jeder Muslim auf Schariagehorsam verzichten darf.

Kein deutscher Imam, auch bei der (ziemlich faktenfern) als demokratieverträglich geltenden DITIB nicht, der freitags predigt, dass es für jede deutsche Muslima ein von Allah wohlwollend betrachtetes Leben, ein im islamischen Sinne gelingendes Leben als eine unverheiratete Frau oder als Lesbe gibt oder bei vorehelichem oder außerehelichem Geschlechtsverkehr oder einfach ein glückendes Leben mit unauffälliger Kleidung, aber mit offenem Haar.

Nein, nach der Scharia verspielt offenes Frauenhaar das Glück im Diesseits und Jenseits, der Körper der Frau ist um Himmels Willen in dicken Stoff einzuhüllen, in Tücher: „die nur das freilassen, was unbedingt gesehen werden muss“. Das Tuch des islamischen Schleiers, arabisch Hidschab,[9] urdu und persisch Parda,[10] muss alles bedecken bis auf Hände und Gesicht und wird nach Allahs Willen auch in Deutschland in Arbeitswelt und Bildungsbetrieb durchgesetzt werden, gerade auch dazu dient ja die Deutsche Islamkonferenz.

Wir wollen die kopftuchfreie Schule sofort und das Verbot des Gesichtsschleiers im öffentlichen Raum langfristig und erkennen den längst globalisierten Kampf für den Schleier als einen weltweiten Krieg gegen die Frau und fordern schon daher und mit Blick auf die heutige, islamisch verursachte Rechtlosigkeit der Frauen in Bangladesch oder Pakistan, im Iran oder im Sudan: Die Deutsche Islamkonferenz muss beendet werden.

Wenn wir hier „ein bisschen Scharia“ dulden oder eine schleichende Scharia dulden, werden wir nicht erfolgreich für die Gleichberechtigung der Frau in Ägypten kämpfen können. Die Muslimbrüder wissen das, deshalb überziehen sie ja die USA und Europa mit ihren Dialogveranstaltungen und Islamkonferenzen, um im Maghreb und im Orient ungestört ihre Kalifate aufzubauen. „Ein bisschen Scharia“ ist übrigens auf Dauer für jeden schriftgläubigen Muslim so wenig möglich wie ein bisschen Koran oder ein bisschen Allah.

Die kulturelle Moderne ist nicht durch „Islamismus“, „Salafismus“[11] oder „Dschihadismus“ gefährdet, sondern durch die Scharia und durch den Fiqh, die Islamische Jurisprudenz. Deshalb kann man es nicht laut genug sagen: Die Staaten, in denen die Standards der universellen Menschenrechte auch künftig noch gelten sollen (also alle Staaten), brauchen keine Islamismusdebatte, sondern eine Islamdebatte.[12]

Am 19. April 2012 witterte der deutsche Innenminister den Missbrauch des Islam durch die „ideologischen Machtansprüche“ der Islamradikalen, es ging um die Aktionen der saudi-arabischen Da’wa-Gruppe oder Islamischen Missionsbewegung Die wahre Religion. Ihr Führer ist der Kölner Ibrahim Abou-Nagie, die in jenen Monaten in vielen deutschen Innenstädten Korane an Passanten verschenkte. Dass die Regierung Saudi-Arabiens, welche die Bücher in allen Sprachen druckt und ausliefert, den Islam falsch verstanden habe sagte Hans-Peter Friedrich natürlich nicht. Es wäre theologisch auch einfach falsch gewesen, denn die wieder und wieder ebenso verzweifelt wie erfolglos aus dem Bereich des Islamischen herausgeschobenen „Wahhabiten“ sind Muslime wie alle anderen und ihre Scheiche und Muftis sind ganz besonders fromme Muslime:

Auf der Konferenz in Berlin soll auch die umstrittene Verteilung des Korans durch radikalislamische Salafisten zur Sprache kommen. Das kündigte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich als Veranstalter des Gesprächsforums an. „Religion darf nicht für ideologische Machtansprüche missbraucht werden. Diese Botschaft muss auch von der Deutschen Islamkonferenz ausgehen“, sagte er.[13]

Die frommen Urgemeindler werden durch die Mehrheit unserer Politiker und Journalisten angestrengt von einem „eigentlich toleranten“ sowie „im Kern friedlichen“ Islam abgegrenzt und nur deshalb „Salafisten“ genannt; beiläufig oder nur versehentlich hat der Focus diese Schriftgläubigen gerade radikalislamisch genannt und nicht „islamistisch“. Radikal islamisch ist richtig gesagt.

Ob Islamgründer Mohammed seine „Religion für politische Machtansprüche missbraucht hat“, müsste man den Innenminister einmal fragen. Ist es denn unpolitisch, wenn die Tochter nur einen Teil erbt und der Sohn zwei Teile? Ist es denn nicht sehr „ideologisch“ und eine radikale Frage von „Machtanspruch“, wenn jeder, der den Islam verlässt, eigentlich umgebracht werden muss?

Stellen wir es uns nur einmal vor, dass der im Jahre 632 gestorbene Mohammed heute nach Berlin reisen würde, um das Regierungsviertel zu betreten und seine politischen Vorstellungen geltend zu machen: Ob der strenge Hüter der Verfassung Hans-Peter Friedrich einen uneinsichtig auf Apostasieverbot und halbiertem Erbe für die Frau bestehenden Propheten aus der Deutschen Islamkonferenz hinauswerfen würde?

Der Islam ist beides hundertprozentig, hundertprozentige Rettung des Heils der Seele und hundertprozentige politische Herrschaft. „Auf Augenhöhe“ kann eine säkulare Regierung mit schriftgläubigen Muslimen wahrscheinlich auf Dauer gar nicht sprechen, denn der auf das Jenseits zentrierte Islam trennt Seelenrettung und Staatsführung nicht, wie wir gesehen haben, und duldet andererseits kein Beherrschtwerden, wird also, sobald er es kann, die Volkssouveränität abschaffen und als König den unsichtbaren Erschaffer und Ernährer von Diesseits und Jenseits einsetzen, Allah.

Was machen denn die Muslimbrüder, sobald sie an die Macht gekommen sind, in Ägypten oder Tunesien? Ist jedes Plenum der Deutschen Islamkonferenz nicht eigentlich bereits der Raum einer Spaltung, die, wenn sie nicht zwei künftige deutsche Regierungen vorwegnimmt, eine Restdemokratie und eine Islamische Verwaltung und Islamische Führung, dann doch die Arena, auf der Islamisches Recht und Nichtislamisches Recht aufeinandertreffen? Der Kampfplatz, auf dem, Paragraph für Paragraph, die von Menschen nicht veränderliche weil von Himmel herabgekommene Scharia für Deutschland legalisiert wird, ganz im Sinne von Mustafa Cerić? In seiner Deklaration Europäischer Muslime vom 24. Februar 2006 forderte der der bosnische Reisu-l-ulema[14] oder Führer der Schariagelehrten und (vom kroatischen Zagreb aus) ganz offen die baldmögliche europäische Rechtsspaltung:

f. Wege zu finden, wie muslimisches Recht für Personenstandsangelegenheiten, wie z.B. Familienrecht, anerkannt werden kann.[15]

Weiß es der Innenminister nicht oder sagt er es nicht: Islam ist Recht, Islam ist Gesetz?![16] Wir haben aber seit 1949 schon ein Grundgesetz, und seit 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder AEMR. Die 1990 bekannt gegebene Kairoer Erklärung der Menschenrechte ist ein Angriff auf die nach der AEMR verbürgte Gleichbehandlung von Gläubigen und Atheisten sowie von jedem Mann und jeder Frau. Der Islam, jedenfalls solange er die Scharia nicht außer Kraft setzt und den Fiqh untersagt, wird die Frau immer schlechter behandeln müssen als den Mann und das ist kein „Islamismus“, sondern Koran und Hadith, also Islam.

Meine letzte Bemerkung bezieht sich auf die deutsche Kritik an FEMEN, wie sie etwa durch Schariaverharmloserin Kübra Gümüşay hörbar wird.[17] Aufklärungshumanisten und Freunde des säkularen Rechtsstaates verstehen Menschenrechte selbstverständlich universell, was die Parteigänger von Scharia und Kalifat sehr genau spüren.

Ihr Trick ist daher, nach der Menschheitszivilisation nun auch den Feminismus gespalten anzunehmen in Westfeminismus (AEMR-kompatibel) und Islamfeminismus (schariakompatibel). Das dürfen und werden wir nicht zulassen: universelle Menschenrechte beinhalten universelle Frauenrechte, deutlicher gesagt: Allahs Feminismus ist kein Gleichheitsfeminismus, sondern ein Unterlegenheitsfeminismus.

Hoffentlich erkennt und bekennt das auch die KIK 2013, die in einer Woche in Berlin beginnen wird und sich zur Zeit weder eindeutig zur AEMR bekennt noch sich von der Scharia distanziert, sondern orakelt:

Im Unterschied dazu setzt die Kritische Islamkonferenz auf das Leitbild der transkulturellen Gesellschaft … Themenblock 5: Transkulturelles Lernen in der Schule … Themenblock 6: Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft

Denn zum einen ist der hippe Transkulturalismus nur die in das eigene Innere, ins Innerpsychische verlagerte alte kulturrassistische jedenfalls kultur-autistische Theorie von den geographisch gewachsenen und einander wesensfremden äußeren Kulturkreisen bzw. vom Herderschen Kugelmodell der Kulturen.[18] Die allgemeinen Menschenrechte bilden dann eben einen verinnerlichten Planeten oder Erdteil im Fühlen oder Denken des Anhängers der Transkultur, der durchaus das Kalifat aufbauen darf, und auch der gesamte islamische Globus oder Kontinent darf vom entgrenzt toleranten, ins Kosmische aufgeblähten Ego des nichtmuslimischen Transkulturellen geschluckt werden. Mit einem Bewusstsein von Transkultur wird alles sehr bequem, brauchen die AEMR nicht mehr verteidigt zu werden und braucht der Islam endlich nicht mehr kritisiert zu werden. Wer noch Lust hat, darf ein bisschen über die Scharia quatschen, sofern ihn da irgendetwas irritiert oder befremdet. Für Pädagogik oder Sozialpädagogik sind die Folgen wahrscheinlich katastrophal, denn es muss, Arata Takeda oder Wolfgang Welsch zu Ende gedacht, der Lehrer oder Sozialarbeiter erst einmal viele kleine Schariavorschriften, viele kleine Kalifate in sich spüren, um das Kopftuchmädchen oder den muslimischen Jungen überhaupt erfolgreich erziehen zu können.

Spätestens hier wird uns die Vision von der transkulturellen Gesellschaft als rührungslose Begleiterscheinung oder heiß engagierte Binnenstruktur gegenmoderner Revolution erkennbar und als bestens einsetzbares Vehikel sowohl der Schariabewegung als auch der Neuen Rechten. Nein, das Fremde irgendwie in sich selbst zu wissen, schafft gerade keine Rechtssicherheit, sondern erzeugt das Yin und Yang von Vernunft und Scharia und zerstört die kulturelle Moderne. Mit einer Transkultur lassen sich Burka oder Lehrerinnenkopftuch gerade nicht abwehren.

Ebenso gegengesellschaftlich konsequent, wie zur AEMR (10.12.1948) die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (05.08.1990) geschaffen wurde, entstand in kalifaterzeugender Strukturverdopplung zur UNESCO die ISESCO, Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization, die vom marokkanischen Rabat aus gesteuert wird. Wenn sich in vier Wochen die ISESCO in Aserbaidschans Hauptstadt Baku zum 2. Weltforum für Interkulturellen Dialog (2nd World Forum on Intercultural Dialogue) treffen wird, könnte Generaldirektor Abdulaziz ibn Othman al-Tuwaijri (ʿAbdu l-ʿAzīz bin ʿUṯmān at-Tuwaiǧirī) eigentlich auch zu „Allianzen für die transkulturelle Gesellschaft“ (KIK 2013) aufrufen, nachdem er und seine Organisation doch bereits 2004 die Islamische Erklärung für kulturelle Vielfalt verabschiedet haben, the Islamic Declaration on Cultural Diversity.

Die ISESCO bekennt sich zum kulturrassistischen Menschenbild der den Islam keineswegs falsch verstehenden Kairoer Erklärung – und die über „Transkulturelles Lernen in der Schule“ diskutierende Kritische Islamkonferenz 2013 wird uns zeigen müssen, dass sie das explizit nicht tut und selbst die demokratiegefährdende Nähe zum einst vom deutschen Auswärtigen Amt entworfenen Europäisch-Islamischen Kulturdialog, seit 2002 wird er vom Pädagogischen Austauschdienst PAD der Kultusministerkonferenz durchgeführt, bewusst meidet, wenn sie es schon riskiert, in einem Atemzug von Islam und Kultur zu sprechen.

Es reicht nicht, wenn Eva-Maria El-Shabassy nun hybrid oder transkulturell wird, sensibel Fragmente der Ethik allgemeiner Menschenrechte im eigenen Herzen spürt und Elemente des deutschen Grundgesetzes im eigenen Hirn reflektiert, aber gleichzeitig für eine eventuelle Steinigung alle hundert Jahre plädiert sowie einen Islamischen Religionsunterricht plant, der auf dem literalistisch verstandenen Koran beruht und damit auf der Angst vor dem Höllenfeuer. Wir brauchen keine transkulturelle Allianz im Hörsaal oder Klassenzimmer, die zur mehrstufig ungleichbehandelnden Scharia schweigt, wir brauchen die durchgesetzte AEMR und die beibehaltene deutsche Rechtseinheitlichkeit. Noch ist es nicht zu spät, noch herrscht hierzulande nicht die Transkulturalität, sondern das Grundgesetz.

Und zum anderen ist es unerheblich, ob wir von der Deutschen Islamkonferenz reden oder von der Kritischen Islamkonferenz, wenn beide zur Scharia nicht Nein sagen und zur AEMR nicht Ja. Denn:

Nicht der Islamismus, der Islam ist das Problem![19]

Edward von Roy, Köln am 3. Mai 2013

F u ß n o t e n

[1] Wulff: “Ein Verständnis von Deutschland, das Zugehörigkeit nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt, sondern breiter angelegt ist. Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wulff-rede-im-wortlaut-der-islam-gehoert-zu-deutschland-seite-all/3553232-all.html

[2] Gauck sagte leider nur:

“Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland.

Gauck sagte leider nicht:

“Ich hätte einfach gesagt, die Ex-Muslime, die hier leben, gehören auch zu Deutschland.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-05/bundespraesident-gauck-interview

[3] Man war einigermaßen froh, dass am Ende wenigstens die Islamkritiker noch von Platz 1 verdrängt wurden. … Manchem ihrer Gäste bescheinigt sie auch schlichtweg: “Ich teile Ihre These nicht.” Beispielsweise dem Islamkritiker aus dem Rheinland, der sich und seine Gesinnungsfreunde diffamiert sieht. … “Ich werde das nicht unterstützen”, sagt sie zu dem freundlichen Badener, der die Leugnung des Völkermords an den Armeniern und Aramäern unter Strafe stellen will.

Florian Gathmann: Merkels Bürger-Dialog im Kanzleramt: “Insgesamt sind wir ja sehr tolerant durchgekommen”, DER SPIEGEL 03.07.2012

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wie-merkel-mit-den-buergern-diskutiert-a-842305.html

Offene Diskussion über den Islam (Votes: 148.031)

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SharedDocs/Blog/DE/2012-06-29_BK%27in_trifft_TN_Onlinedialog.html

[4] Professor Tariq Ramadan is also President of the European think tank, European Muslim Network (EMN) in Brussels.

http://www.radicalmiddleway.co.uk/speaker/professor-tariq-ramadan

Ohne legendären „Okzident“ kein antiwestliches System, kein erneuertes Kalifat, das weiß auch Tariq Ramadan:

Il est engagé depuis plusieurs années dans le débat concernant l’islam en Occident et dans le monde.

http://www.tariqramadan.com/spip.php?article14&lang=fr

European Muslim Network (EMN)

http://www.euro-muslims.eu/

[5] About Us

The International Islamic Relief Organization, Saudi Arabia (IIROSA) is a charity organization emanating from the Muslim World League (MWL)

Mission

Pioneering the humanitarian and institutional work in a way that serves man and achieves reconstruction and development.

http://www.egatha.org/eportal/

Ibrahim El Zayat, Chair of Board of Trustees

Ibrahim F El-Zayat is a German citizen. … Mr El-Zayat holds positions in several Muslim organisations in Germany and Europe and regularly lectures on issues of integration and Muslim identity in European countries, as well as Islamic finance and economics.

http://www.islamic-relief.com/whoweare/ManagementTeam.aspx?depID=2

Neben einem Text von Scheich Yusuf al-Qaradawi wird Tariq Ramadan im September 2009 durch Islamic Relief zum Thema schariakonforme Sozialabgaben zur Lektüre und Heilssicherung empfohlen:

Rianne C. ten Veen: Charitable giving in Islam

Ramadan T., (2004) Social Organisation: The Principle of Justice

http://www.islamic-relief.com/indepth/downloads/Charitable%20Giving%20in%20Islam%20Sep%2009.pdf

Konvertitin ten Veen bei den Freunden des Wirtschaftens der Glückseligkeit, the Econimics of Happiness

http://www.theeconomicsofhappiness.org/greencreation/

Rianne C. ten Veen

Rianne, born in the Netherlands and raised in US, UK, Argentina and the Netherlands …

Rianne has hosted a regular radio show on community radio, is a voluntary member of the management team of the Islamic Foundation for Ecology and Environmental Sciences (IFEES) and is on the steering group of the Faith and Climate Change project in Birmingham.

In July last year she was invited to speak on Islam & Environment in London (London Central Mosque & Radical Middle Way), and to speak at the MOSAIC Summer School (HRH Prince Charles charity for future Muslim leaders).

http://neweranetwork.info/generationnext/rianne-ten-veen/

[6] Saudi Arabia’s grand mufti.

If a girl exceeds 10 or 12 then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,’’ Sheikh Abdul Aziz told an audience in Riyadh University last year.

Many argue that Islamic law in fact permits such marriages, citing the Prophet Mohammed’s marriage to Aysha when she was nine.

http://www.middle-east-online.com/english/?id=41860

In January, the grand mufti, Abdul Aziz al-Sheikh, said girls as young as 10 may be married according to Islam and stressed that Islamic law is not by any means oppressive to women as he lashed out at critics.

“If a girl exceeds ten or twelve then she is eligible for marriage, and whoever thinks she is too young, then he or she is wrong and has done her an injustice,” he said.

http://www.alarabiya.net/articles/2009/02/21/66952.html

The mufti said a good upbringing will make a girl capable of carrying out her duties as a wife and that those who say women should not marry before the age of 25 are following a ‘bad path’.

Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,’ said Al Sheikh, according to the Al-Hayat newspaper.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

“We hear a lot in the media about the marriage of underage girls,” he said, according to the newspaper. “We should know that Shariah law has not brought injustice to women.”

http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/01/17/saudi.child.marriage/index.html

[7] Talaq und Wali, aṭ-ṭalāq, al-walï

http://muslimheirat.wordpress.com/2008/06/17/der-talaq-%E2%80%93-die-eheauflosung/

Als Wali bezeichnet man den rechtmäßigen Vormund oder den rechtmäßigen Verwalter über eine bestimmte Person bzw. über eine bestimmte Angelegenheit. … kein Nikah ohne Wali und zwei vertrauenswürdige Trauzeugen (Hadith)

http://muslimheirat.wordpress.com/category/wali/

Islam ist Zwangsverheiratung, Wali Mudschbir (der sogenannte nötigende Heiratsvormund). Familienministerium von Malaysia:

»1. Is consent from the bride required before a marriage can be carried out?

Yes, consent from the bride is required for any marriage. For a woman who has never been married before (virgin), the consent comes from her Wali Mujbir (guardian)

2. Can a virgin girl be forced to enter into a marriage without her consent by the Wali Mujbir?

A virgin girl can be entered into a marriage without her consent by the Wali Mujbir on the condition that the marriage is sekufu and the marriage will not bring dharar syarie to the bride.

6. Who is a Wali Mujbir?

Wali Mujbir is the natural father (father by birth) or grandfather on the father’s side.«

http://www.kpwkm.gov.my/faq

[8] Jetzt alle nachsagen: Guter Islam, böser Salafismus!

http://www.focus.de/politik/deutschland/volker-kauder-sorgt-fuer-scharfe-kritik-salafisten-debatte-dominiert-islamkonferenz_aid_740109.html

http://www.stern.de/politik/deutschland/islamkonferenz-in-berlin-salafisten-beherrschen-die-debatte-1815936.html

So sehr uns gründliche Argumente muslimischer Säkularer überzeugen, überall, wo die inhumanen Werkzeuge von Scharia und Fiqh nicht abgelegt sind, gilt: Salafismus ist der heiße Mokka aus Mekka, alles andere ist Nichtislam oder kalter Kaffee. Edward von Roy

http://schariagegner.wordpress.com/2011/05/09/salafismus-und-verbandsislam/

[9] Mit Hidschab – ohne Hidschab: Die lästigen Fliegen sollen doch nicht an die Süßigkeit kommen?!

http://2.bp.blogspot.com/_HTMsPJM4L_U/TPkggIrg-SI/AAAAAAAABxc/pMMNvTZNE8I/s1600/WithAndWithoutHijaab.jpg

gefunden bei Blogger Atoms aus Pakistan, einem IT-Spezialisten (Software Engineer)

http://islamforwomen.blogspot.de/2010/12/hijaab-importance.html

http://www.blogger.com/profile/01341840060140388703

der Informatiker muss es der Umma mitteilen: Der Teufel lauert überall und Vanille ist haram!

http://eislamtherightpath.blogspot.de/2012/10/vanilla-extract-halal-or-haram.html

[10] Parda in Islam in Urdu

http://www.urdumania.com/urdu-topics/islam/parda-in-islam-in-urdu.php

Parda – In the light of Quran and Hadith

http://islamforwomen.blogspot.de/2011/05/parda-in-light-of-quran-and-hadith.html

The importance of Hijaab, an important bayaan by Maulana Abdul Sattar Sahab in Karachi. This bayaan elaborates the reasons why Islam has demanded every women to observe Hijaab and Paradha according to the rules of Shariah.

Please do take out some time out of the busy life schedule to listen to this very important Bayaan. Even if we are not following this important ruling, we must listen it, as it will help us to understand in detail. After listening to that, our heart might say we are doing wrong …… and that could be the source of Maghfirat from Allah

http://islamforwomen.blogspot.de/2009/12/importance-of-hijaab-maulana-abdul.html

Maududi: Parda und die Stellung der Frau im Islam

Maududi: Purdah and the Status of Woman in Islam

http://www.amazon.com/Purdah-Status-Woman-Islam-Maududi/dp/1567442005

zu haben auch bei Bücher für’s Kalifat, Khilafah Books … Teil von Khilafah Concepts. Man vertreibt Imam al-Ghazali oder an-Nawawi ebenso wie Abul A’la Maududi oder Qutb. Gar kein „Islamismus“, sondern erneuertes Medina, islamisches Revival. Hinwendung zum echten, reinen Islam aber ist, allein weil es keinen unechten oder unreinen Islam geben kann, Hinwendung zum Islam.

http://www.khilafahbooks.com/purdah-and-the-status-of-woman-in-islam-by-syed-abul-a-la-maududi/

We have books from classical scholars of Islam like Ibn Taymiyyah, Ibn Kathir and Imam Ghazali to the contemporary Islamic scholars. Our collection comprises of Islamic ebooks on a variety of topics from scholarly, academic to contemporary and political including books related to the Islamic system and Khilafah. … Khilafah Concepts is an international collaborative venture involving several committed Muslims from various parts of the world to create and promote general awareness globally and especially in the Muslim Ummah regarding the correct concepts of the Islamic system and the path to Islamic revival.

http://www.khilafahbooks.com/about-us/

[11] Purify and Educate

Bärte, Burkas, Betproteste. Zu leben wie die korrekt handelnde Urgemeinde, den verwehenden Fußspuren des Propheten und der rechtgeleiteten Altvorderen (as-salaf aṣ-ṣāliḥ) genau nachzufolgen ist das Anliegen der Revivalisten oder Salafisten. Von Edward von Roy.

http://schariagegner.wordpress.com/2011/05/09/salafismus-und-verbandsislam/

[12] Die Übergänge zwischen den drei Positionen des stillschweigenden Billigens, des islamischen Uminterpretierens und des Verwerfens des Säkularismus sind fließend, sodass die heute übliche Unterscheidung zwischen “islamisch” und “islamistisch” keine Definitionskraft und erst recht keine Handlungsmaxime in sich birgt.

aus: Tilman Nagel: Kann es einen säkularisierten Islam geben?

in: Reinhard C. Meier-Walser, Rainer Glagow (Hg.): Die islamische Herausforderung – eine kritische Bestandsaufnahme von Konfliktpotenzialen p 9-20 (hg. von: Hanns-Seidel-Stiftung 2001)

http://www.hss.de/downloads/aktuelle_analysen_26.pdf

[13] Friedrich: „Religion darf nicht für Machtansprüche missbraucht werden“

Focus 19.04.2012

http://www.focus.de/politik/deutschland/islamkonferenz-beginnt-friedrich-religion-darf-nicht-fuer-machtansprueche-missbraucht-werden_aid_739659.html

[14] Reisu-l-ulema

http://bs.wikipedia.org/wiki/Reisu-l-ulema

Großmufti

http://en.wikipedia.org/wiki/Grand_Mufti

[15] Mustafa Cerić: Declaration of European Muslims

f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law

http://www.rijaset.ba/english/index.php/offices/9-documents/134-declaration-of-european-muslims

[16] 5:44 Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat – das sind die Ungläubigen.

auf der Seite des schiitischen Gelehrten Scheich Muhammad al-Yaqoobi von der Hauza zu Nadschaf, dem bedeutendsten Islamischen Seminar des Irak (Naǧaf Ḥauza ‘Ilmïya, anglis. Najaf hawza ilmiyya).

Hauza ist das schiitische Äquivalent des Systems der sunnitischen Darul ‘Uloom (Deoband, Indien; nach der Kairoer al-Azhar die weltweit zweitgrößte Islamische Lehrstätte der Sunniten).

http://www.yaqoobi.de/quran/Al-Maida_41-80.htm

Mohammad al-Yaqoobi (born September 1960) is a prominent Iraqi Twelver Shi’a Marja’ with the title of Grand Ayatollah. After Grand Ayatollah Ali al-Sistani, he has the largest following in Iraq.

http://en.wikipedia.org/wiki/Mohammad_Yaqoobi

Brief zum Kopftuchverbot in Frankreich

Am 11.12.2003 erließ ein staatlicher französischer Sonderausschuss ein Gesetz, welches das Tragen aller religiösen Symbole einschließlich des islamischen Kopftuchs, die jüdische Kippa sowie das Kreuz verbietet. Wir bedauern dies und hoffen, dass der Präsident diesen Erlass nicht unterzeichnet. Wir betrachten solches Gesetz als für folgende Gründe als ungerecht:

• Solche Gesetze verstoßen gegen die Menschenrechte. Der Mensch hat das Recht auf Religionsfreiheit sowie auf die Praktizierung seiner eigenen, religiösen Rituale, solange diese die Interessen seines Landes nicht beeinträchtigen.

• Überdies ist das islamische Kopftuch nicht ausschließlich ein religiöses Symbol, sondern ein für das gesamte Leben der muslimischen Frau charakteristisches Zeichen. Ein Kopftuch zu tragen, bedeutet genau genommen, dass eine Frau den geraden, frevellosen Weg gehen soll.

• Da die muslimische Frau das Kopftuch als einen festen Bestandteil ihres Daseins ansieht, und auf dies folglich nicht verzichten kann, hat das zur Folge, dass sie die Schule verlassen wird. Das ist aber wieder ein Verstoß gegen die Menschenrechte, denn eines der Rechte des Menschen ist das auf Bildung.

• Die Heilige Maria beispielsweise war eine fromme, saubere Frau, die Allah unaufhörlich anbetete. Sie war verschleiert, und wollte sich nicht jedem zeigen. Sie würde die Erste sein, die solch ein Gesetz ablehnt, denn sie will, dass die Frauen sie zum Vorbild nehmen.

• Dem laizistische Staatssystem, welches im Westen praktiziert wird, liegt zu Grunde, dass es Staat und Religion trennt. Diese Trennung heißt aber nicht, dass man der Religion gegenüber feindlich wird. Das widerspricht den Werten des Laizismus.

• Die Leute im Westen sind endlich zur Einsicht gekommen, dass der einzige Weg zur Behandlung des Menschen, von Krankheiten wie z. B. AIDS sowie der sozialen Syndrome wie z. B. Selbstmordfälle und Verbrechen in der Unterstützung geistlicher Werte des Individuums liegt. Das Kopftuch ist einer dieser Werte.

Ayatollah Scheich al-Yaqoobi

http://www.yaqoobi.de/ansprachen/zum_Kopftuchverbot%20in%20Frankreich.html

http://www.yaqoobi.com/

Biographie Seiner Eminenz Ayatollah Scheich Mohammad Musa al-Yaqoobi

http://www.yaqoobi.de/biographie.htm

http://www.yaqoobi.de/Biographie_1.htm

[17] Kübra Gümüşay: Gut gemeint

taz 09.04.2013

http://www.taz.de/!114255/

ein fremdwoerterbuch. WebLog von Kübra Gümüşay

http://ein-fremdwoerterbuch.com/

Ali Aslan Gümüşay, Kübras Ehemann, Vorsitzender von Zahnräder Netzwerk sowie Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome.

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/team/

http://www.tt30.de/mitglieder/mitglieder-des-tt30-deutschland/

Zahnräder Netzwerk

Immer mehr Muslime engagieren sich in der Politik, der Kultur oder der Wirtschaft. Sie schreiben für verschiedene Medien, produzieren Filme, machen Musik, sind im sozialen Sektor aktiv, gründen Unternehmen, entwicklen innovative Ideen und sind akademisch erfolgreich. Sie stehen für Innovation und kulturellen Reichtum in Deutschland.

Genau diesen aktiven und talentierten Muslimen soll das Zahnräder Netzwerk eine Plattform bieten, auf der sie einander kennenlernen, Ideen und Visionen austauschen oder Projekte entwickeln können. Gemeinsam sollen sie als “Changemakers” auftreten und sich und die Gesellschaft motivieren, verändern und gestalten.

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/

Konzept

http://www.zahnraeder-netzwerk.de/konzept/

[18] Kugelmodell der Kulturen

Der Begriff geht auf J. G. von Herder (1744-1803) zurück. Kennzeichnend für seinen Kulturbegriff ist ein ›Kugelmodell‹ der Kulturen: “Jede Nation hat ihren Mittelpunkt der Glückseligkeit wie jede Kugel ihren Schwerpunkt”. Kultur erscheint hier im Sinne der Totalität einer Lebensweise, in sich geschlossen und nach außen durch eindeutige Differenz zu anderen Kollektiven gekennzeichnet (vgl. Reckwitz 2001: 185). Im Prinzip gehen alle Ansätze, die Kultur als geschlossenes System betrachten, auf das Herdersche Kugelmodell zurück

aus: Michael Schönhuth: Das Kulturglossar

http://www.kulturglossar.de/html/k-begriffe.html#kulturrelativismus

[19] dazu schon am 14.07.2010 mein Schlusswort zur Kölner WR-Tagung, das Wochen später der Zensur der ZEIT-Redaktion zum Opfer fiel:

„Solange Scharia und Fiqh nicht überwunden sind das heißt abgelegt sind, so lange ist der Islam nicht schulreif und gehört nicht auf das Universitätsgelände, jedenfalls nicht als beworbenes pädagogisches oder sozialarbeiterisches Werkzeug.“

[entfernt. Bitte seien Sie vorsichtig mit Äußerungen, die von einer ganzen Religionsgemeinschaft als beleidigend empfunden werden können. Danke. Die Redaktion/ew]

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2010-07/islam-hochschulen?commentstart=1#cid-780764

http://community.zeit.de/user/edward-von-roy

W e i t e r e Q u e l l e n

Am 16. Januar 2012 durfte ECFR-Scheich Mustafa Cerić mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan, damals noch Dr., die Fakultät für Islamische Studien an der Uni Tübingen feierlich einweihen. ECFR bedeutet Europäischer Rat für Fatwa und Forschung – European Council for Fatwa and Research, Führer ist der Cheftheologe der Muslimbrüder Yusuf al-Qaradawi, was für Deutschlands Politiker kein Problem ist, da man zwischen Islamismus und Islam unterscheiden könne.

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsticker-zentrum-fuer-islamische-theologie.html

Wissenschaftsrat (WR), Köln am 13. und 14. Juni 2010, Begrüßung zur Tagung „Islamische Studien in Deutschland“. Man umschreibt den muslimbrudernahen Scheich im ECFR Cerić („mit Bosnien-Herzegowina“) und lobt Ahmadinedschad-Amtsvorgänger Chatami (Muḥammad Ḫātamī) sowie den ägyptischen Schariaminister Zaqzuq (Maḥmūd Ḥamdī Zaqzūq) und bedauert, dass alle drei nicht kommen konnten. Letzterer habe zugesagt, beim Aufbau der universitären Islamischen Studien mit Rat und Tat zu unterstützen, wie sich Mittelalterforscher und WR-Vorsitzender Peter Strohschneider freut, inzwischen Präsident der DFG:

“Als Vorsitzender des deutschen Wissenschaftsrates möchte ich Sie herzlich zu unserer Tagung „Islamische Studien in Deutschland“ begrüßen. Ich freue mich sehr, dass Frau Ministerin Annette Schavan gleich zu Beginn ihre Grußworte an uns richten wird. Sie signalisiert damit nicht allein ihr Interesse, ich darf sagen: ihr persönliches Interesse, an unserem Vorhaben, sondern auch die Absicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die Einrichtung von Islamischen Studien in Deutschland zu unterstützen. Ich begrüße auch sehr herzlich unsere Gäste aus dem In- und Ausland. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, Sie alle namentlich vorzustellen. Aber lassen Sie mich meiner Freude darüber Ausdruck geben, dass unser Vorhaben von Indonesien über die Türkei bis nach Marokko auf großes Interesse gestoßen ist. Auch die Gäste, die sehr kurzfristig – Ende Juni bzw. Anfang Juli – ihre Zusage haben zurückziehen müssen, haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Einrichtung von Islamischen Studien in Deutschland signalisiert. So hat Professor Mahmoud Zakzouk, Minister für Religiöse Angelegenheiten in Ägypten, angekündigt, bei der „Verwirklichung dieser Pläne (gemeint ist die Einrichtung von Islamischen Studien) mit Rat und Tat mitzuhelfen“.

Auch der ehemalige Staatsminister des Iran, Seyed Mohammad Khatami, bewertet unser Vorhaben und unsere Tagung als „sehr wichtig im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der islamischen Welt und dem Westen“. Aus unterschiedlichen Gründen – primär tages- und außenpolitischen Gründen, in jedem Fall nicht aus wissenschaftspolitischen Gründen – müssen wir das Gespräch mit dem Iran, mit Ägypten und mit Bosnien-Herzegowina zu einem anderen Zeitpunkt führen.

Umso mehr freue ich mich, Professor Amin Abdullah als Vertreter des Ministeriums für Religiöse Angelegenheiten Indonesien und Herrn Professor Ali Dere als Leiter der Auslandsabteilung des Amtes für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei (DIYANET) begrüßen zu dürfen.

http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/Strohschneider_Begruessung.pdf

Den Partikel Partei für Entwicklung trägt auch die islamistische marokkanische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD, ḥizb al-’adāla wa t-tanmīya, Justice and Development Party) im Namen, die in Europa gerne und wie um ein herankommendes Unheil magisch abzuwehren als „gemäßigt islamistisch“ beschrieben wird.

http://en.wikipedia.org/wiki/Justice_and_Development_Party_%28Morocco%29

Der orthodoxe Islam will die Herabsetzung der Frau, eine andere Scharia gibt es nicht. Thomas Schmid schrieb vor zehn Jahren, 2003 zur Lage in Marokko, was an Brisanz und Relevanz für Nordafrika und Europa nicht verloren hat:

»Mohammed VI. machte sich daran, überkommene Traditionen zu beseitigen, und er versprach, auch mit der „Moudawwana“, der alten Familiengesetzgebung, aufzuräumen. Sie verbietet der Frau, ohne Einwilligung eines männlichen Beschützers, in der Regel des Vaters oder eines Bruders, zu heiraten. Und sie erlaubt dem Mann, ganz nach seinem Gusto, die Ehefrau mit nur drei ausgesprochenen Sätzen rechtsgültig zu verstoßen und den Ehevertrag aufzulösen. Zudem gestattet sie die Polygamie – selbstredend nur den Männern.

Bald nach der Thronbesteigung, im Jahr 2000 schon, hatte Familienminister Said Saâdi ein Gesetz zur Reform der Moudawwana ausgearbeitet. Sämtliche große Parteien stimmten dem Projekt zu – bis auf die islamistische „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ (PJD). Diese mobilisierte zusammen mit der klandestinen, aber tolerierten Organisation „al-adl wa-l-ihsan“ (Gerechtigkeit und Spiritualität) des alten Scheichs Jassine die Straße. Eine Million Marokkaner marschierten – in nach Geschlechtern streng getrennten Blöcken – gegen eine Reform, die den Frauen Gleichberechtigung versprach. Nach dieser Machtdemonstration ließen sämtliche Parteien – und auch der König – das Vorhaben eingeschüchtert fallen. Der Gesetzesvorschlag wurde zwar nicht offiziell zurückgezogen, sondern, wie in solchen Fällen üblich, an eine Kommission verwiesen. Doch niemand sprach mehr darüber. Nur Familienminister Saâdi knickte nicht ein. „Die politische Klasse des Landes hat den Konflikt nicht gewagt“, sagte er, „aber letzlich wird sie nicht umhinkommen, ihn durchzufechten.“

Die Wende kam mit den Bomben. Am 16. Mai dieses Jahres sprengten sich in Casablanca an fünf verschiedenen Stellen zeitgleich zwölf Selbstmordattentäter in die Luft und rissen 33 Unschuldige mit in den Tod. Die Marokkaner waren schockiert. Alle Terroristen gehörten der radikal-islamistischen Gruppe „Assirat al-Mustakim“ (Der rechte Weg) an. Die Medien und das Parlament bezichtigten die PJD der moralischen Mitverantwortung. Nie hatte sich diese Partei eindeutig und glaubwürdig von der Gewalt distanziert.«

ZEIT-online 16.10.2003

http://www.zeit.de/2003/43/Marokko

Zur auch europäischen Machtergreifung der an Medina-Modell und Schariagesetz treu festhaltenden Ikhwaan Muslimiin, der Muslimbrüder, sind die Salafisten genannten, Irritation und Erschrecken verbreitenden Bärtigen ausgesprochen nützlich.

Das brutale Einschüchtern, die Erzeugung von Schrecken ist sehr islamisch, in Sure 33:26 sagt, wie wir hörten, der Islamgott selbst:

„and cast terror into their hearts … Und er … jagte ihnen Schrecken ein, so dass ihr sie zum Teil töten, zum Teil gefangen nehmen konntet“

Auch in Sure 59:2

Da aber kam Allah zu ihnen, von wannen sie es nicht vermuteten, und warf Schrecken in ihre Herzen

im Tafsir, bei ENFAL:

http://www.enfal.de/Tafsirde/Teil%2028.htm

Sure 8:12 [engl. Muhsin Khan]

I will cast terror into the hearts of those who have disbelieved, so strike them over the necks, and smite over all their fingers and toes. – Ich werde in die Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt oberhalb der Nacken und schlagt von ihnen jeden Finger!

http://quran.com/8/12

Sure 33:26 [engl. Muhsin Khan]

And those of the people of the Scripture who backed them (the disbelievers) Allah brought them down from their forts and cast terror into their hearts, (so that) a group (of them) you killed, and a group (of them) you made captives. Und Er ließ diejenigen von den Leuten der Schrift, die ihnen beigestanden hatten, aus ihren Burgen heruntersteigen. Und Er jagte in ihre Herzen Schrecken; eine Gruppe (von ihnen) habt ihr getötet und eine Gruppe gefangengenommen.

http://quran.com/33/26

The Council of Europe declaration on cultural diversity

http://www.diversite-culturelle.qc.ca/index.php?id=110&tx_bulletinsirre_pi1%5Byear%5D=2000&tx_bulletinsirre_pi1%5Bidbulletin%5D=907&L=2

http://www.alsatica.eu/alsatica/domain/label,identifier.html?alsaticaParam%5Bdomain%5D=bnus&alsaticaParam%5Bidentifier%5D=1%2F130149&alsaticaParam%5Blabel%5D=D%C3%A9claration+du+Conseil+de+l%27Europe+sur+la+diversit%C3%A9+culturelle%3B+Conseil+de+l%27Europe

ISESCO calls on international community to enhance respect for cultural diversity

Rabat 21/05/2012

The Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization (ISESCO) called on the international community to protect cultural diversity and enhance respect for the civilizational and cultural specificities of nations and peoples.

In a communiqué released on the occasion of the World Day for Cultural Diversity, ISESCO stressed on the necessity to protect diversity of cultural expressions as a path towards achieving comprehensive sustainable development and spreading the culture of justice, peace and mutual respect.

ISESCO also underscored the importance of cooperation and partnership between ISESCO, the United Nations Alliance of Civilizations and UNESCO, pointing out that the three parties are working jointly and with other international stakeholders to fulfill common objectives aimed at establishing a new world order based on ethical values and universal principles and guided by the international law.

In addition, ISESCO pointed that its active participation in the international efforts towards promoting dialogue of cultures and alliance of civilizations reflects the vision of the Muslim world with regard to cultural diversity as a universal law and a natural disposition in human beings.

By the same token, ISESCO stated that the appointment of ISESCO’s Ambassadors of Dialogue of Cultures and Civilizations is part of the action it is performing to promote the culture of dialogue, disseminate the values of coexistence, protect cultural diversity, and enhance the efforts for dialogue, development, tolerance and the universal protection of human rights.

http://www.isesco.org.ma/index.php?option=com_k2&view=item&id=7127:isesco-calls-on-international-community-to-enhance-respect-for-cultural-diversity&lang=en

ISESCO to hold cultural diversity symposium

The Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization (ISESCO) is to convene in the Mauritanian capital of Nouakchott, in cooperation with the Ministry of Culture, Youth and Sports of that country, the “International Symposium on Cultural Diversity and Inter-Cultural Dialogue.” The symposium will be held from September 23 – 25, and will discuss the Draft Islamic Charter on Cultural Diversity, which ISESCO has prepared and which highlights Islam’s perspective of human rights and its outlook on the culture of justice, peace, and the principle of culture for all, given that what the world is ;witnessing today makes these issues more pressing.

The international symposium will be chaired by Dr. Abdul Aziz Othman Al-Tuweijry, ISESCO Director-General, and among those expected to attend is Mauritania’s of Culture, Youth and Sports, Muhammad Abdullah Ould Baban.
Rabat, Sha’aban 4/Sep 18/IINA

http://www.iacad.gov.ae/venglish/detailnewspage.jsp?articleID=4298&pageFlag=0&newsType=4

The 1st World Forum on Intercultural Dialogue was opened by H.E Mr Ilham Aliyev, President of the Republic of Azerbaijan, Mr Mevlut Chavushoglu, President of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe, Mr Abdulaziz Othman Altwaijri, Director General of ISESCO, Mr Hans D’Orville , Assistant Director General for Strategic Planning of UNESCO, Mr Marc Scheuer, Executive Director of United Nations Alliance of Civilizations Secretariat, Mr Jean-Paul CARTERON, President and Founder of Crans Montana Forum.

10.04.2011

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/44/nid/42/

beim Crans Montana Forum kulturdialogisch vereint: UNESCO und ISESCO sowie UN und OIC

http://cmf.ch/about/crossroads-world

Crans Montana Forum

26.-29 Juni 2013 in Baku, Aserbaidschan

http://cmf.ch/events/2013-06-29-2013-post-crisis-world

NEW LEADERS FOR TOMORROW

http://cmf.ch/events/2013-06-28-2013-%E2%80%93-new-leaders-tomorrow-june

2nd World Forum on Intercultural Dialogue 29 May-01 June 2013, Baku, Azerbaijan Living together peacefully in a diverse world

Azerbaijan is one of the unique places where different cultures and civilizations meet at the crossroad between the East and the West, the North and the South. At the same time, being a member of both Islamic and European organizations Azerbaijan absorbs the values of both civilizations, thus enabling it to assume a role of genuine bridge

The World Forum on Intercultural Dialogue has taken responsibility for delivering the global agenda on the Dialogue among Civilisations adopted by the United Nations General Assembly (November 2001), the UNESCO Convention on Protection and Promotion of the Diversity of Cultural Expressions (2005), the Islamic Declaration on Cultural Diversity, which was adopted by ISESCO in 2004, Declaration and Action Plan of the Third Summit of the Heads of State and Government of the Council of Europe member states, the Council of Europe White Paper on Intercultural Dialogue (May 2008), as well as the Baku Declaration for the Promotion of Intercultural Dialogue Azerbaijan hosted the 1st World Forum on Intercultural Dialogue on 7-9 April, 2011 in Baku under patronage of H.E. Mr. Ilham Aliyev, the President of the Republic of Azerbaijan that had been declared by the President at the 65th Session of the United Nations General Assembly (23 September 2010, New-York).

The Baku Forum addressed challenges of intercultural dialogue in its various aspects regarding conceptual frameworks, governance, policy and practice. It has tackled the barriers to dialogue and faced concretely how dialogue can best be pursued in diverse contexts.

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/6/

Baku Forum 2013 Programme

http://www.bakuforum-icd.az/service/lang/en/page/19/

Abdulaziz Othman Altwaijri (‘Abd al-’Azīz bin ‘Uṯmān at-Tuwaiǧirī; * 3. April 1950 in Riad, Saudi-Arabien) ist Generaldirektor der Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization; Abk. ISESCO). Er lebt in Marokko.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abdulaziz_Othman_Altwaijri

Dr. Abdulaziz Othman Altwaijri is a Saudi Arabian author and lecturer … He has served as a trustee of the Islamic University in Niger, the Islamic University in Uganda, the Islamic University in Pakistan, the Islamic University in Bangladesh, the Islamic Conference Youth Forum for Dialogue and Cooperation, the Open University of Islamic Civilization in Beirut, and the Center for Muslim Contribution to Civilization in Doha.

http://thewcmp.org/dr-abdulaziz-othman-al-twaijri

Europäisch-Islamischer Kulturdialog. Bildungsexpertinnen aus islamisch geprägten Staaten zu Besuch in Deutschland. Fragen der schulischen und außerschulischen Integration von Kindern islamischer Minderheiten in Deutschland stehen im Mittelpunkt eines Seminars, an dem bis zum 07. September 20 Bildungsexpertinnen aus neun islamisch geprägten Staaten teilnehmen. … Außerdem finden Gespräche mit Vertreterinnen von Projekten im außerschulischen Bereich zur Integration islamisch geprägter Minderheiten statt. Die Veranstaltung im Rahmen des Europäisch-Islamischen Kulturdialogs wird seit 2002 vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz durchgeführt und aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert. Die Teilnehmerinnen in diesem Jahr kommen aus Ägypten, Indien, Indonesien, Iran, Jordanien, Libanon, Malaysia, Pakistan und der Türkei. In ihren Heimatländern sind sie in Führungspositionen der Schulaufsicht und Schulverwaltung tätig.

http://www.kmk.org/index.php?id=735&type=123

KMK – Kultusministerkonferenz

http://www.kmk.org/

Europäisch-Islamischer Kulturdialog

Durch den Politikansatz „Dialog mit der islamischen Welt“ haben die kulturellen Beziehungen an Bedeutung gewonnen. Seit bereits mehr als fünf Jahren bildet der Politikschwerpunkt „Dialog mit der islamischen Welt“ einen festen Bestandteil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Der Dialog mit der islamischen Welt ist hierbei als eine Form des bereits in den 1970er Jahren initiierten Kulturdialogs zu verstehen. Ziel ist es, über das Mittel des Dialogs mehr über Traditionen, Werte und Religion des „Anderen“ zu lernen, um somit eine Vertrauensbasis und beidseitiges Verständnis aufzubauen. Vorherrschende Stereotype und Feindbilder im Verhältnis von westlich und islamisch geprägten Gesellschaften sollen im Gegenzug entkräftet werden.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Islamdialog___C3_9Cbersichtsseite.html

Europäisch-Islamischer Kulturdialog

Januar 2009: “Zerrbilder der Wirklichkeit-Die Wahrnehmung des Anderen in den Beziehungen zwischen westlicher und islamischer Welt”

Dezember 2009: “Rechtsvergleich des marokkanischen mit dem jemenitischen Familienrecht”

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Europ__isl__Kulturd__Kleinstprojekte__Seite.html

Das Dialogprojekt „Zerrbilder der Wirklichkeit – Die Wahrnehmung des Anderen in den Beziehungen zwischen westlicher und islamischer Welt“ fand am 13. Januar 2009 im Rahmen einer Konferenz statt, während derer deutsche und jemenitsche Studenten und Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten wurde, über die Missverständnisse in den gegenseitigen Perzeptionen zu diskutieren und Ansätze zur Dekonstruktion gängiger Stereotypen zu erarbeiten.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/40_20Jahre__Dialogprojekt__Seite.html

Im Rahmen des Seminars untersuchten die Teilnehmer das marokkanische und jemenitische Familienrecht und prüften, in welcher Weise das jemenitische Familienrecht im Einklang mit der Scharia reformiert werden müsste, um Frauen mehr Rechte zuzugestehen.

http://www.sanaa.diplo.de/Vertretung/sanaa/de/06/Islamdialog/Rechtsvergleich__Seite.html

Ob mittelalterlicher Medinastaat oder heutige Bundesrepublik Deutschland: Die militante Provokation, Allahs scharfer Seitenwind, ist, im Sinne der Islamisierung eines Landstrichs, ein nützliches Erschrecken. Geplant unberechenbare „Salafisten“ und geschmeidig salonfähige Islamlobbyisten betreiben eine Art Arbeitsteilung und wollen letztlich dieselbe gesellschaftliche Veränderung.

Die besonders radikal schariabewegte und mit Tatsachen gelegentlich großzügig umgehende Islamische Zeitung (der vom spanischen Granada aus um den gebürtigen Schotten Ian Dallas aufgebauten, kalifatischen Murabitunbewegung nahestehend) beleuchtet das Finanzierungsgeflecht:

„Derzeit wird jeder Standort mit bis zu vier Millionen Euro jährlich durch Bundesmittel gefördert. Hinzu kommen Stiftungen, die auf diesem Gebiet aktiv sind. Beim Osnabrücker IIT beispielsweise bereiten sich einige Doktoranden auf ihre Promotion mit Hilfe der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) vor. In diese Kategorie fällt auch die Maturidi-Studienförderung für Islamisches Denken, die der türkischen DITIB nahesteht. Das bekannteste Beispiel, die Mercator-Stiftung, ihrerseits ist seit der Einführung der „Islamischen Theologie“ mit einem standortübergreifenden Programm im Rahmen ihres Graduiertenkollegs vertreten. Ihre Stipendiaten arbeiten und forschen an den jeweiligen Standorten. Außerdem gibt es eine Kooperation bei der Organisation von Tagungen, Veranstaltungen und Studienreisen. Koordiniert wird dieses Programm von Münster aus.“

http://www.islamische-zeitung.de/?id=16591

Dem Beispiel des im Jahre 1111 gestorbenen Imam al-Ghazali folgen also alle, allesamt mehr oder weniger muslimbrudernahen Ideologen und Organisatoren einer globalen, kriechenden Scharia und beginnenden Rechtsspaltung: das unislamisches Denken gefährdet den Erfolg (machtpolitisch) und das Seelenheil (koranbasiert theologisch) und darf und muss, al-Islam huwa al-Hall – der Islam ist die Lösung, durch ein islamisches Alternativmodell ersetzt werden.

Statt Philosophie demnächst eben ein den angeblichen kulturellen Besonderheiten des Orients gerecht werdendes Islamisches Denken (Islamic Philosophy), statt Pädagogik kultureller Moderne künftig eben parallel dazu eine Islampädagogik, statt universelle Menschenrechte eben auch in Kairo, Tunis, London oder Berlin “ein bisschen Scharia” (was auf Dauer so wenig geht wie ein bisschen schwanger).

Die emotionale und juristische Apartheid der in Muslime und Nichtmuslime aufgespaltenen, dialogischen Gesamtgesellschaft friedlichen Zusammenlebens kann kommen.

Die mittelfristige Rechtsspaltung nach Koran und Sunna und inschallah langfristige Etablierung eines politischen Islamischen Systems ist auf eine Denkfigur und mantraartig permanent zu wiederholende Formel angewiesen: auf das Zerreißen der unteilbaren, einen Welt in die islamische und westliche Welt, hier von Göttingen aus vorgedacht:

Herr Schulze hat zahlreiche Publikationen zu diesem Themenbereich veröffentlicht und ist seit dem 1. Juni 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-geförderten Projekt „Neomodernistischer und Liberaler Islam in Indonesien und seine intellektuellen Netzwerkbildungen in die islamische und westliche Welt“ im Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft (Prof. Dr. Irene Schneider) tätig.

http://www.uni-goettingen.de/de/364888.html

Conference Islamic Gender Discourse and Legal Thought

This is the first joint conference of the Department of Arabic and Islamic Studies of Georg-August-University Goettingen (Prof. Irene Schneider), Prof. Fritz Schulze and the Faculty of Sharia and Law of the Islamic State University of Yogyakarta/Indonesia (Dean Dr. Noorhaidi Hasan). The cooperation is supported by the German Academic Exchange Service (DAAD) in the context of the program „Academic Dialogue with the Islamic World“. The conference will be followed by a workshop for PhD and Master students who will present their ongoing research on 24 May 2013.

Everyone who is interested is welcome. Contact: Prof. Fritz Schulze

hier veröffentlicht bei: GAIR, Gesellschaft für Arabisches und Islamisches Recht

http://www.gair.de/conference-islamic-gender-discourse-and-legal-thought/

Das machen wir nicht mit, es gibt keine zwei Sorten Mensch (nichtmuslimisch versus muslimisch). Sobald wir die eine, unteilbare Menschheit in Ost und West gespalten denken, wird – auch in Europa! – die Rechtsspaltung nachrücken, das frauenfeindliche Schariasystem, bei dem die Ostfrau nicht richtig gesehen werden darf und die Westfrau nicht mehr richtig hinsehen möchte, wie es diese Collage treffend veranschaulicht:

http://www.4vientos.net/?p=6854&doing_wp_cron=1364044340.3373689651489257812500

Mustafa Cerić: “We live the Koran in an open society, Europe should dialogue with us”

Interview by MARIA LAURA CONTE and MlCHELE BRIGNONE

http://www.rijaset.ba/english/index.php/template/latest-news/105-europe-should-dialogue-with-us

THE MEMBERS OF THE CONSTITUTIONAL COURT

The Islamic Community’s Constitutional Court has five members: five judges and Secretary of the Court. The Judges of the Constitutional Court are:

1. Osman Kozlić MA, President of the Constitutional Court, lecturer of Fikh and Hadith at Behram-Bey’s Madrasah in Tuzla.

2. Mujo Sušić, Vice-President of the Constitutional Court, lecturer in Fikh at the Gazi Husrev-Bey’s Madrasah in Sarajevo.

3. Professor Enes Ljevaković Ph.D, lecturer of Sharia Law at the Faculty of Islamic Studies in Sarajevo.

4. Jusuf Šeta, attorney from Zenica

5. Adnan Omanović, attorney from Zagreb

The Secretary of the Constitutional Court of the Islamic Community is Nurif Herić, an attorney from Sarajevo.

The current members of the Constitutional Court took up duty on 24 December 2008. Their appointments each last six years, with the possibility of reelection.

http://www.rijaset.ba/english/index.php/2011-06-30-23-44-03/information/24-constitutional-court

http://www.rijaset.ba/english/index.php/2011-06-30-23-44-03/members

Islamische Studien …

The Faculty of Islamic Studies

Sarajevo, Bosnien

http://www.rijaset.ba/english/index.php/faculties

Article VII [ 7 ]

The aim of the Islamic Community is that all of its members should live in conformity with Islamic ethical norms.

The aim of the Islamic Community is being achieved by promoting good and preventing evil.

Article XLV [ 45 ]

The Mufti [ spricht die Fatwa, das orthopraktisch obligatorische weil heilssichernde jeweilige islamischen Rechtsgutachten ] is appointed, transferred an dismissed by the Council of the Islamic Community upon the proposel of the Raisu-l-ulama.

The person appointed as the Mufti must be an Alim (a Senior Muslim Scholar) (…)

Article XLIX [ 49 ]

The Riyasat [ Islamische Führung ] of the Islamic Community is the highest Islamic religious and administrative organ of the Islamic Community.

The head of the Riyasat is the Raisu-l-ulama [ Führer der Schariagelehrten ].

Including the Raisu-l-ulama, the Riyasat is consisted of 15 members. (…)

Article LV [ 55 ]

The Raisu-l-ulama is the Supreme Authority and the Grand Mufti of the Islamic Community in Bosnia-Hercegovina.

The Raisu-l-ulama is a symbol of the unity of the Din (Islamic religion) and the Ummat of the Islamic Community in Bosnia-Hercegovina. (…)

Article LIX [ 51 ]

(…)The Raisu-l-ulama may suspend any decision of any organ of the Islamic Community whenever he sees it contrary to the Shari’ah law, by a decision requiring its revocation or by an amendment that will bring it into conformity with the Islamic norms. (…)

Article LXIII [ 63 ]

Ein Fünftel sind Auslandsbosnier, drei davon deutsch, einer aus Chicago

The Council of the Islamic Community is consisted of 88 members

Sarajevo 13 members

Tuzla 10 members

(…)

Novi Pazar [ Serbien ] 5 members

Zagreb [ Kroatien ] 5 members

Ljubljana [ Laibach, Slovenien ] 3 members

Cologne [ Köln, Deutschland ] 3 members

Chicago [ USA ] 1 member

Sydney [ Australien ] 1 member

http://www.rijaset.ba/english/images/stories/Constitution.pdf

Cerić sprach am 12.10.2008 in Cambridge zur zielsicher rechtsspaltenden Dialog-Kampagne A Common Word; hier beim der Muslimbruderschaft zuzurechnenden Radical Middle Way (RMW)

http://www.radicalmiddleway.co.uk/event/do-we-need-a-common-word

http://www.radicalmiddleway.co.uk/speaker/mufti-mustafa-ceric

Die Netzwerke der globalen Muslimbrüder durchleuchtet Global Muslim Brotherhood Daily Report, vielen Dank:

A U.K Muslim Brotherhood organization has invited Bosnian Grand Mufti Mustafa Ceric as a special guest for its event entitled “Why Europe Needs Islam.” According to the Radical Middle Way website, the event will be held on separate days in London and in Birmingham. Dr. Ceric is tied to the Muslim Brotherhood through his membership in the European Council for Fatwa and Research, the theological body led by global Brotherhood leader Youssef Qaradawi … The RMW has a wide range of associated scholars representing the global Muslim Brotherhood including Tariq Ramadan, German Islamist Murad Hoffman, Canadian muslim Brotherhood leader Jamal Badawi, and Dr. Helbawi and his son Abdur Rahman Helbawi. Other interesting figures associated with the RMW include Egyptian Grand Mufti Shaykh Ali Gomaa and Egyptian tele-evangelist Amr Khaled. Dr. Ceric recently joined the RMW as an associated scholar.

GlobalMB @ January 14, 2008

http://globalmbreport.com/?p=501

Why Europe needs Islam

http://www.radicalmiddleway.co.uk/media/why-europe-needs-islam

Why Europe needs Islam

15 January 2008, London

Dr Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia-Herzegovina and author of the groundbreaking Declaration of European Muslims, Dr Kamal Helbawy (Chairman, Centre for The Study of Terrorism) and Dr Usama Hasan (Director, The City Circle)

This program is presented by The Radical Middle Way initiative in partnership with Green Light Youth Forum, The Sultan Bahu Trust with support from The City Circle. Special thanks to the London Muslim Centre and The Cordoba Foundation.

http://www.radicalmiddleway.co.uk/event/why-europe-needs-islam

Aktionstag für Amina aus Tunesien

April 3, 2013

On 4th April, we will breast them!

International Day to Defend Amina

On 4th April, actions will be held in Berlin, Bonn, Bremen, Brussels, Frankfurt, Gothenburg, Kiev, London, Malmo, Milan, Montreal, Paris, Rio De Janeiro, San Francisco, Stockholm, Vancouver, and more to mark 4 April, the International Day to Defend Amina.

These actions along with countless other activities including posting topless photos, writing letters of protest to the Tunisian government, and Tweeting #Amina will aim to stand with 19 year old Tunisian and FEMEN activist, Amina, who has been threatened to death for posting a topless photo of herself in support of women’s rights. Amina has since disappeared and is being held by her family against her will.

Many have already taken a stand in her defence. Over 106,000 people have signed a petition and a large number have posted topless photos in her defence.

In the last interview she gave before she was kidnapped, she said women in Tunisia are ready for change: “That women have reached the height of self-determination: we no longer obey any authority, neither family nor religious. We know what we want and we make our own decisions.”

This is the wonderful woman we stand up for and with on 4th April to call for her freedom and safety and demand the prosecution of those who threaten and detain her.

Islamist cleric Adel Almi called for Amina’s flogging and stoning to death because he said Amina’s revolutionary actions would bring misfortune by causing “epidemics and disasters” and “could be contagious and give ideas to other women…”

On 4 April 2013 – International Day to Defend Amina – we will remind him, the Islamists and the world that the real epidemic and disaster that must be challenged is misogyny – Islamic or otherwise.

On 4 April we will breast them!

Long Live Amina!

1. To see a list of actions taking place on 4 April: visit

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/24/lets-breast-them/

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/04/05/our-day-defend-amina/

http://tempsreel.nouvelobs.com/galeries-photos/photo/20130404.OBS6770/en-images-les-femen-solidaires-de-la-tunisienne-reprimee.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/femen-aktion-in-berlin-nackter-protest-vor-moschee/8021590.html

http://www.youtube.com/watch?v=Mi2rzGPpeCg

http://www.youtube.com/watch?v=Nq0LFzJeMGM

2. To see the letter calling for an International Day to Defend Amina:

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/21/4-april-2013-international-day-to-defend-amina-she-represents-us/

http://www.huffingtonpost.co.uk/inna-shevchenko/femen-topless-jihad_b_2954862.html

3. To read why we need an international day, visit here:

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/04/02/why-an-international-day-to-defend-amina/

http://www.huffingtonpost.co.uk/2013/04/03/topless-jihad-day-femen-war-islam-warning-tits-deadlier-amina-tyler-stones_n_3006735.html

http://www.liberation.fr/societe/2013/04/03/des-femen-brulent-le-drapeau-salafiste-devant-la-grande-mosquee-de-paris_893409

For more information on the International Day to Defend Amina, contact:

Maryam Namazie

tel: +44 (0) 7719166731, email: maryamnamazie@gmail.com

http://www.maryamnamazie.com/

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/

Inna Shevchenko

FEMEN, tel: +33605857180, e-mail: femen.ua@gmail.com

http://femen.org/en

Warum schweigen die Politiker zur Todesfatwa?

März 28, 2013

Von Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen Steinigung – International Committee Against Stoning – Comité International Contre la Lapidation

An den Präsidenten des Europäischen Parlaments

Herrn Martin Schulz

An den Bundesaußenminister des Auswärtigen

Herrn Dr. Guido Westerwelle

Le président de la République tunisienne

Moncef Marzouki

Le président de l’Appel de la Tunisie

Béji Caïd Essebsi

March 28, 2013

Offener Brief – open letter

Die neunzehnjährige Tunesierin Amina ist Anhängerin der FEMEN, einer 2008 in Kiew von Anna Hutsol gegründeten Organisation, die für die Selbstbestimmung des Menschen, insbesondere der Frauen eintritt. Amina ist eine von tausenden anderen tunesischen Frauen, die es ablehnen, dass sich religiöse oder andere Moralvorschriften in ihr Leben einmischen. Amina war davon überzeugt, dass die universellen Menschenrechte auch in ihrem Land beachtet werden müssen. Auch junge tunesische Frauen wie sie haben Anspruch auf sexuelle Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, freie Partnerwahl, freie Selbstentfaltung und ein freies, menschenwürdiges Leben. Sie war von dem mutigen Engagement der Ukrainerinnen begeistert. Deshalb nahm sie sich ein Beispiel an den FEMEN-Aktivistinnen und veröffentlichte ein Foto von sich, dass sie mit unbekleideten Oberkörper zeigt, auf dem eine unmissverständliche Botschaft geschrieben steht: Mein Körper gehört mir und ist nicht die Ehre eines anderen.

Als Adel Almi (Adel El Almi), Anführer der staatlich anerkannten Missionsbewegung l’Association modérée pour la sensibilisation et la réforme (The Moderate Association for Awareness and Reform, al-Jam’iya al-Wasatiya lil-Tau’iya wal-Islah) davon erfuhr, erzürnte das den Prediger, denn die Taten Aminas würden: “Epidemien und Katastrophen” heranziehen sowie auch andere Frauen vom rechten Weg abbringen und “mit diesen Ideen anstecken”. Es sei notwendig, Amina von anderen Menschen zu isolieren: “Ich will, dass sie wieder geheilt wird”. Doch das reichte dem frommen Mann nicht aus, weshalb er eine Fatwa gegen sie verhängte: Amina soll mit 80 bis 100 Peitschenhieben bestraft oder wegen der Schwere der Verfehlung eigentlich sogar gesteinigt werden.

Um die mutige junge Frau vor der tödlichen Bedrohung zu bewahren, starteten sehr bekannte Frauenrechtlerinnen, prominente Atheisten wie Richard Dawkins, Taslima Nasrin, Maryam Namazie und FEMEN-Mitgründerin Inna Shevchenko eine Kampagne und eine Petition an die tunesische Regierung und forderten diese auf, Aminas Leben und Freiheit sicherzustellen und diejenigen, die sie bedrohen zu bestrafen. Innerhalb von drei Tagen unterzeichneten mehr als siebzigtausend Unterstützer die Eingabe. Diese Koalition hat außerdem den 4. April zum internationalen Aktionstag für Amina ausgewählt. Das ist sehr erfreulich.

Doch es gibt leider beunruhigende Neuigkeiten: Seit etwa einer Woche besteht kein Kontakt mehr zu Amina. Auch FEMEN-Mitgründerin Shevchenko, die noch vor kurzem mit Amina gesprochen hat, kennt ihren Aufenthaltsort nicht. Möglicherweise, so heißt es in mehreren Medienberichten, ist sie von ihren Eltern in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden, nachdem diese von den nackten Protestfotos erfahren hatten. Die Behauptung, dass es Amina inzwischen gut gehe und sie bei ihrer Familie sei, ist zweifelhaft.

Wir, die Unterzeichnenden rufen Sie auf, den Aufenthaltsort von Amina festzustellen. Überzeugen Sie sich von ihrem Wohlergehen und davon, dass keine Gewalt gegen sie angewendet wurde. Die Staaten der Europäischen Union sollen klar gegen diese Fatwa von Anhängern des fundamentalistischen Islam Stellung beziehen und diese Menschenrechtsverletzung mit deutlichen Worten verurteilen.

Bundesregierung und Europäisches Parlament sollen darauf hinwirken, dass in Tunesien keine Regierung die Macht ergreift, die eine Trennung von Staat und Religion, Gesetz und Religion sowie Recht und Religion ablehnt und durch die Implementierung der Scharia die Rechte der Frauen einschränkt.

Diejenigen, die wie die religiöse Autorität Adel Almi zur Gewalt gegen Amina aufgerufen haben, müssen strafrechtlich verfolgt werden.

Mina Ahadi

Internationales Komitee gegen Steinigung – International Committee Against Stoning

0049 (0) 1775692413 minnaahadi@gmail.com

http://minaahadi-iran.blogspot.co.uk/

http://stopstonningnow.com/wpress/

Maryam Namazie

tel: +44 (0) 7719166731

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/

Nazanin Borumand

Vorstandsmitglied des Zentralrats der Ex-Muslime Deutschland – Council of Ex-Muslims Germany

http://www.ex-muslime.de/

Gabi Schmidt

Edward von Roy

Wo ist Amina

März 23, 2013

‏ الربيع العربي

ar-Rabīʿ al-ʿArabī

Arabischer Frühling

Nur Allah kann dir mentale Gesundheit geben

Ein Kommentar zur Todesfatwa des tunesischen Predigers Adel Almi gegen Frauenrechtsaktivistin Amina Tyler sowie zum Weltsozialforum 2013, das nächste Woche in Tunis stattfinden wird. Von Jacques Auvergne.

UPDATE 25. März: Dieses Blog empfiehlt, dem Gerücht des heutigen Tages, Amina sei zu Hause bei ihrer Familie und es gehe ihr gut, keinen Glauben zu schenken. Insbesondere erscheint uns Rechtsanwältin Bochra Belhaj Hmida wenig zuverlässig (vgl. Kommentarbereich).

UPDATE 28. März: Die Chefredakteurin der Zeitschrift Marianne, Martine Gozlan hat mit Amina gesprochen. Wie eine Gefangene ist Amina bei ihrer Familie und steht unter Antidepressiva. Das Haus darf sie nicht verlassen, Kontakt zur Außenwelt per Telefon oder Internet ist verboten (vgl. Kommentarbereich).

Nichts als dein tatkräftig beherzigter Schariabefehl und die auch von dir angestrengt mitaufgebaute Kalifatgesellschaft bringen dem persönlichen Bewusstsein und lokalen Sozialsystem al-wasaṭīya, Mittigkeit, Ausgewogenheit. Die bildungsprogrammatische bis dschihadistische berüchtigte Wasatiyya der globalen Muslimbrüder folgt Allahs und Mohammeds Tagebuch, dem Koran, wo wir in Sure 2:143 von der ummata wasaṭa lesen, der Weltgemeinschaft (umma) der Muslime als der Nation der Wohlausgewogenheit oder Gemeinschaft der Mitte, nach Pickthall: Thus We have appointed you a middle nation, bei Yusuf Ali: Thus, have We made of you an Ummat justly balanced.

Diese – allahzentrische! – Mittigkeit führt der tunesische Imam und Todesfatwaproduzent Adel Almi im neuen Vereinsnamen Ausgewogene Gemeinschaft für Bewusstsein und Verbesserung, al-Jamiyya al-Wasatiyya li l-Tawiyya wa l-Islah.

Deine eingehaltenen himmlischen Schariapflichten und irdischen Anweisungen von Vater oder Ehemann machen dich gesund, Islamkritik hingegen bricht das heilssichernde Prinzip der Wasatiyya oder Allahzentrik, ist exzentrisch und macht dich krank. Jedenfalls wird diese Ansicht verstaatlicht (gewaltsam durchgesetzt), sobald der Islam das tut, wozu er schließlich da ist: herrschen.

Aus Pakistan wurde uns 2006 bekannt, dass Konvertit Abdul Rahman der Todesstrafe ganz islamisch-human nur dadurch entgehen konnte, dass man ihn entmündigte, ihn für geisteskrank erklärte. Muslim, tot oder verrückt, was willst du, entscheide dich. Und nicht vergessen: Islam heißt Frieden.

Amina Tyler als im psychiatrischen Sinne krank zu erklären würde dafür sorgen, dass die im Jenseits den Teufel und den sozialen Ehrverlust im Diesseits fürchtende Familie Aminas ebenso wie der schleichend islamrevolutionäre Staat Tunesien das Gesicht nicht verliert und dass die Macht und Anhängerschar von Predigern wie Imam Adel Almi weiter wächst.

Am 14. Januar 2011 wurde Tunesiens Präsident Ben Ali gestürzt. Die Muslimbruderschaft, tunesisch heute vor allem aktiv als Bewegung (Ḥarakat) und Partei (Ḥizb) Ennahda (an-Nahḍa, Erweckung, Wiedergeburt; gemeint ist die des Islam). Ennahda war bis zum 01. März 2011 illegal. Die Muslimbrüder auch Ägyptens oder Europas werden wohl leider weiterhin durch Europas parlamentarische und kirchliche Eliten als “moderat, gemäßigt” dargestellt werden jedenfalls als ein akzeptabler Dialogpartner.

Tunesiens erste demokratische Wahl gewann der hochrangige Muslimbruder Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī), der seit 1989 im Exil in London lebte. Der heutige ECFR-Scheich unter Yusuf al-Qaradawi führte in den Siebzigern die auch durch die pakistanische Tablighi-Bewegung geprägte Jama’at Islamiyya und in den Achtzigern, also nach Chomeinis Islamischer Revolution im Iran, den Mouvement de la Tendance Islamique (MIT), der sich 1989 in Ennahda umbenannte. Im Rahmen von offensichtlich global koordinierten Protesten in Afghanistan, Pakistan und Indonesien sowie von Angriffen auf US-Botschaften in Kairo, Khartoum und Sanaa stürmte am 14. September 2012 eine radikalislamisch motivierte Menge auch die amerikanische Botschaft in Tunis, zog die US-Fahne herunter, rief “Allah ist groß” und schwenkte die schwarzen Fahnen der Herrschaft Allahs. Anlass oder Alibi war der ins Internet gestellte Kurzfilm Unschuld der Muslime.

Damit das Kalifat weltweit und ungestört sowie auf Kosten der allgemeinen Menschenrechte an Kontur gewinnen kann, lässt man ECFR-Scheich Mustafa Cerić im Beisein von Bundesbildungsministerin Annette Schavan den Tübinger Standort für Islamische Theologie eröffnen, deutsche Hochschulen mit der durch die Muslimbrüder unterwanderten und ohnehin theologisch islamrevolutionären ägyptischen al-Azhar kooperieren, wird volkspädagogisch weiterhin behauptet, der Islam sei eine „im Kern friedliche Religion“ (Hans-Gert Pöttering 2008, Horst Köhler 2010) und betont, dass es einen ungeheuer wichtigen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gebe.

“Oftmals wird nicht differenziert zwischen dem Islam und dem politischen Islamismus und seiner besonders militanten Variante – dem Salafismus”, so zauberte Claudia Schmid (taz 23.06.2012). Dass echter alter Islam und neuer so genannter Islamismus dieselbe eine Schariatheorie und Fiqhpraxis anwenden, sagt uns die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes nicht. “Obwohl wir doch eigentlich streng zwischen Islam und Islamismus trennen müssen” hatte schon im Vorjahr der Militärbischof der Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck gedonnert (The European 15.08.2011) und im selben Interview die AEMR indirekt als für den Orient untauglich eingestuft: „Wir müssen neu lernen, dass man nicht einfach die Vorstellungen des Westens einem orientalisch geprägten Land aufoktroyieren kann“. Offensichtlich ist auch die hier nicht protestierende deutsche Öffentlichkeit von heute der erst unlängst betretenen kulturellen Moderne überdrüssig und bereit, auf die am 10. Dezember 1948 festgestellten Standards zu verzichten, die, obschon in Paris verkündet, nicht nur im legendären „Westen“ gelten sollten, sondern universell sprich überall, also auch im „orientalisch geprägten“ (Overbeck) Teil der Welt.

Nicht weniger universell betrachten Koran und Hadith die Islamapostasie als todeswürdiges Verbrechen. Der schariatreue afghanische Staatsanwalt Sarinwal Zamari (Interview mit Associated Press, 22.03.2006) befand über den Ex-Muslim Abdul Rahman: “Wir denken, dass er verrückt sein könnte, we think he could be mad. Er ist kein normaler Mensch. Er redet nicht wie ein normaler Mensch. Ärzte müssen ihn untersuchen. Wenn er geistig nicht auf der Höhe ist, darf der Islam ihn ganz bestimmt nicht bestrafen. Ihm muss vergeben werden. Der Fall muss eingestellt werden.” Andere afghanische Quellen deuteten in jenen Wochen Rahmans angebliche Unzurechnungsfähigkeit etwas vorsichtiger an und betonten, dass der zum Christentum übergetretene Mann doch beruflich nicht integriert sowie geistig nicht stabil sei: “dauernd arbeitslos und mental unausgeglichen, perennially jobless and mentally unbalanced “.

In der Vergangenheit hatte Rahman in Deutschland und Pakistan gelebt. Im Februar 2006 hatte seine eigene Familie den 41jährigen Vater zweier Töchter angezeigt, die Polizei fand tatsächlich eine Bibel in seinem Besitz und verhaftete ihn anschließend. Tage später versammelten sich mehrere hundert Theologen, Studenten und andere Protestierer auf den Straßen von Mazar-i-Sharif, verlangten seine Hinrichtung und schrien: “Tod den Christen. Death to Christians.” Staatsanwälte beschrieben ihn wie eine Quelle von Krankheiten, als “Mikrobe”.

Will Tunesien der neunzehnjährigen Amina Tyler jetzt (2013) die schariarechtlich einwandfreie Rolle des pakistanischen Islamapostaten Abdul Rahman (2006) aufzwingen, nämlich sich unter akuter Lebensgefahr zwischen geistiger Unzurechnungsfähigkeit und öffentlicher Schariakritik zu entscheiden? Was willst du morgen sein, gesteinigte oder jedenfalls hundertfach ausgepeitschte und damit möglicherweise an den Verletzungen sterbende Islamkritikerin oder lebendig und offiziell verrückt? Die Europäische Union muss intervenieren, auch Deutschlands Außenminister Dr. Guido Westerwelle muss jetzt etwas für Amina tun.

Heute, am 23. März 2013 ist Aminas Befindlichkeit und Aufenthaltsort der Weltöffentlichkeit nicht bekannt. Das deutsche Auswärtige Amt warnt Touristen davor, in Tunesien in die Nähe von Menschenansammlungen zu geraten, insbesondere nach den Freitagsgebeten. Ebenfalls heute lädt man feierlich nach Tunis zur Eröffnung des elften Weltsozialforums (WSF, World Social Forum), bei dem Nichtregierungsorganisationen wie attac eine Woche lang über soziale Gerechtigkeit diskutieren werden.

Kritik an der mit dem Höllenfeuer drohenden Scharia und an der diskriminierenden Islamischen Jurisprudenz des Fiqh steht beim Weltsozialforum in Tunis, insofern korantreu sozial, offensichtlich nicht auf dem Programm. Statt dessen weist man hin auf die Académie Française de la Pensée Islamique (AFPI), auf deren Homepage man sich indirekt zum Tauḥīd bekennt, der vierfachen Einheitlichkeit und Unteilbarkeit von Schöpfer (Allāh), Schöpfung (Ḫalq), muslimischer Weltgemeinde (Umma) und Gesetz (Šarīʿa).

Den Schariagehorsam fordernden Tauhid umschreibt man bei der AFPI mit Göttliche Einheitlichkeit (Unicité Divine), unicité bedeutet Einzigartigkeit und klingt daher harmlos. Scheich Taha Jabir Al-Alwani allerdings setzt unicité und Tauhid gleich und ist immerhin Präsident der in Ashburn, Virginia ansässigen Cordoba University sowie Gründer und einstiger Direktor des Fiqh Council of North America. 2007 erhielt seine Tochter, Dr. Ruqaia Alalwani für ihr Buch Die Rolle der muslimischen Frau (The Role Of Muslim women) einen vom Präsidenten Tunesiens gestifteten und persönlich übergebenen Preis. Ein Text von Muslimbruder Al-Alwani wiederum wird bei der deutschen GMSG beworben, der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler.

Die Teile des Weltganzen nimmt man bei der französischen AFPI islamisch denkend irgendwie einander zugeordnet und voneinander abhängig wahr (interdépendente), also harmonisch nur innerhalb der von Allah gesetzten Grenzen. Wer dieses vom Himmel austarierte und die Seele rettende Gleichgewicht mit Islamkritik stört, muss gestoppt werden.

Korankonsequent gedacht und gelebt ist bekanntlich auch die muslimische Frau nicht gleichberechtigt, sondern allenfalls gleichwertig (equal), genauer gesagt steht sie dem Ehemann “komplementär” gegenüber. Islam regards men and women as complementary to each other.

Für die gleichen Rechte von Mann und Frau in Tunesien oder andernorts im Maghreb scheint man auf dem diesjährigen Weltsozialforum leider nicht anzutreten, doch fehlt der energische Hinweis auf den Kampf gegen Rassismus und Islamophobie, Coordination contre le Racisme et l’Islamophobie (CRI) ebensowenig wie eine Islamische Studentengemeinschaft, islamic community of students.

Sogar ein kleines gottesfürchtiges Wirtschaftsforum wird sich nächste Woche bei den Sozialaktivisten vom WSF in Tunis darstellen, Islamic economique forum, und irgendjemand wird seine Vision zu einem koranbasierten Regierungshandeln verkünden dürfen: Islam & Gouvernance.

EMN ist das European Muslim Network. Tariq Ramadan ist der Sohn des Muslimbruders Said Ramadan (Das Islamische Recht). Said Ramadan entwarf von Genf aus die Kette der europaweit aufzubauenden Islamischen Zentren (IZ) und war 1962 in Saudi-Arabien Mitgründer der sogenannten Rabita, der Muslim World Leage. Fouad Imarraine (EMN France), Malika Hamidi (EMN Belgium) und Tariq Ramadan (EMN UK) werden am World Social Forum in Tunis auftreten.

Jacques Auvergne

Q u e l l e n

Amina Tyler, la Femen disparue internée dans un hôpital psychiatrique ou cachée par sa famille.

http://www.tuniscope.com/index.php/article/23066/actualites/tunisie/amina-105420#.UU7iUjfvjtA

Femen France annonce que des sources (non vérifiées) expliquent qu’Amina a été placée dans un centre psychiatrique contre son gré: «Amina aurait été enlevée par sa famille pour être placée dans le centre psychiatrique Bardo contre sa volonté. Nous réalisons que sa propre famille peut représenter un danger pour Amina. Nous ne savons pas si l’information est véridique mais nous continuons à la chercher»

http://www.kapitalis.com/societe/15172-amina-femen-tunisie-injoignable-au-telephone-est-elle-en-danger.html

Afghan Man is Mad? … He is a bold man for the glory of Jesus Christ and NOT a mad man!

http://www.afghantimes.com/rahman_march24th_andaryas.htm

Under sharia, a convert to Christianity “should be given time to think,” said Abdul Aziz, a professor of Islamic law who spoke by telephone from Kabul. “What he has done may damage Islamic society, so he should change his mind.” If he does not, sharia prescribes the punishment of death. “Then, even a judge cannot change it. It is like doing a coup against the government,” Aziz said. Rahman’s case was brought by a public security court, not a regular criminal one.

The case against Rahman is complicated by personal aspects. His conversion was denounced by his family in Kabul after he was involved in a lawsuit and child custody fight with his former wife, and he has been described as perennially jobless and mentally unbalanced.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/03/22/AR2006032201113_2.html

The constitution in Afghanistan is based on Sharia law, which states any Muslim who rejects his or her religion should be sentenced to death.

If he had been sentenced, Rahman would have been the first person punished for leaving Islam since the Taliban was ousted by American-led forces in late 2001.

An Afghan Christian in the U.S. who has regular contact with Christians in his home country through his ministry, posted a video clip of Rahman on his website.

Rahman says in the clip, according to Andaryas: “The punishment by hanging? I will accept it gladly, but I am not an infidel. I am not a traitor. I am a follower of Jesus.”

http://www.afghantimes.com/0008_March26th2006.htm

Now, both his daughters and the rest of his family are in hiding in Kabul, fearful that they could be targeted by a now liberated Rahman or by Islamic extremists. On Monday several hundred clerics, students and other protestors gathered on the streets of Mazar-i-Sharif calling for his execution and shouting “death to Christians.” Afghanistan’s deputy attorney general Mohammed Eshaq Aloko said Rahman would be allowed overseas for medical treatment but that the case could be reopened “when he is healthy.”

aus: Rachel Morarjee: Abdul Rahman’s Family Values

in: TIME 29.03.2006

http://www.time.com/time/world/printout/0,8816,1178054,00.html

Prosecutors have described Mr. Rahman as a “microbe” and said conversion is illegal under Islamic law. Conservative Afghan religious leaders dominate the country’s courts and prosecutorial offices, but Afghanistan’s American-backed constitution guarantees freedom of religion.

aus: Abdul Waheed Wafa: Afghan Judge in Convert Case Vows to Resist Foreign Pressure

in: The New York Times 23.03.2006

http://www.nytimes.com/2006/03/23/international/asia/23cnd-convert.html?hp&ex=1143176400&en=f7d14b6f112a2c60&ei=5094&partner=homepage&_r=0

Geisteskrankheit; weder der Übertritt zum Islam noch die Apostasie eines Geisteskranken haben rechtserhebliche Wirkungen … Afghanistan ist eine islamische Republik, der Islam ist daher die Staatsreligion. 2006 drohte in Afghanistan Abdul Rahman wegen Konversion zum Christentum die Todesstrafe, bis das Verfahren – laut offiziellen Angaben wegen Verfahrensmängeln − vor der Prozesseröffnung eingestellt wurde. Er wurde für geisteskrank erklärt und bekam von Silvio Berlusconi in Italien Asyl.

http://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

An Afghanistan state prosecutor Sarinwal Zamari said of Abdul Rahman in an interview with the Associated Press on March 22, 2006, “We think he could be mad. He is not a normal person. He doesn’t talk like a normal person. Doctors must examine him. If he is mentally unfit, definitely Islam has no claim to punish him. He must be forgiven. The case must be dropped.” Other sources said Rahman is “perennially jobless and mentally unbalanced”.

http://en.wikipedia.org/wiki/Abdul_Rahman_%28convert%29

FEMEN über Amina

Shevchenko was also alerted to a video in which Amina’s aunt declared that the aspiring Femen member “is now with her family. She had decided to kill herself and so posted nude pictures of herself online,” which Shevchenko characterized as “a typical way of reacting to a woman’s demand to be free–they say she’s gone crazy or is being too emotional.”

http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/03/tunisian-woman-sent-to-a-psychiatric-hospital-for-posting-topless-photos-on-facebook/274298/

Amina Tyler, ihr möglicher Aufenthaltsort könnte sein: Psychiatrie von Bardo. Le Bardo ist ein westlicher Vorort der Hauptstadt Tunis.

In Bezug auf Aminas Aufenthaltsort spricht jemand vom Straßenzug bzw. Stadtviertel Khaznadar, es gibt in Tunis die Avenue Mustapha Khaznadar (und dort ein Institut De Santé Privé Professionnel).

http://www.callupcontact.com/b/businessprofile2/Institut_De_Sant_Priv_Professionnel_Avenue_Mustapha_Khaznadar/602629

Bardo (Bardaw, Bardau). Der Name Bardo entstammt einem spanischen Wort für Garten (sonst jardín, vgl. frz. jardin), el pardo (vgl. itl. il prado oder den vielfachen Ortsnamen Les Prades, “die [grünen] Wiesen”, Wurzel ist das lateinische viridis = grün).

Le Bardo est une ville située à quelques kilomètres à l’ouest de Tunis.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Le_Bardo

Vielleicht befindet sich die Neunzehnjährige in dieser Psychiatrie hier (Adresse verweist auf Cité Nozhet Soltane, das wäre 35 östlich von der Innenstadt von Tunis, zwischen Hammam Chatt und Soliman)

Nom de la société : cabinet de psychiatrie Dr Zouari Anis

Secteur d’activité : Santé, Bien être, Médecine

Dirigeant : Dr Zouari Anis

Adresse : Bardo Center, Bloc 1 2000 TUNIS

Téléphone : 71500981

GSM : 97071413

Descriptif : Psychiatre Psychothérapeute

http://www.index-tunisie.com/fiche-cabinet-de-psychiatrie-dr-zouari-anis,2407.html

http://www.maghreb-annuaire.com/annuaire/fr/dr-zouari-anis-psychiatre-psychotherapeute/societe-2487301/

Etwas tunesische oder vielmehr mediterrane Geschichte. Mustapha Khaznadar (Ḫaznadār heißt wörtlich Schatzhüter und ist heutzutage auch ein Familienname) war von 1837 bis 1873 tunesischer Präsident (Großwesir). Der Schatzhüter des türkischen Bey war ein zwangskonvertierter Mamluk, ein Militärsklave der Türken, der im Staat Karriere machte. Geboren wurde er als Geórgios Chalkiás-Stravelákis in Kardhámila auf der griechischen Insel Chíos.

Stravelakis as a slave was converted to Islam and was given the name Mustafa … becoming Ahmad I Bey’s treasurer (khaznadar)

http://de.wikipedia.org/wiki/Mustafa_Khaznadar

Mit seinem Bruder Yannis wurde er gefangen und versklavt, der Vater umgebracht …

Capturé avec son frère Yannis en 1821 alors que son père Stephanis Kalkias Stravelakis est massacré, prélude au massacre de Chios de 1822, il est conduit à Izmir puis Constantinople où il est vendu comme esclave à un envoyé du bey de Tunis

http://fr.wikipedia.org/wiki/Mustapha_Khaznadar

Es kann nur einen geben. Unicité ist, was sonst, Tauhid

L’islam, depuis le début, a cherché à construire une oumma, et il y a une grande différence entre la construction d’une oumma et la construction d’un Etat. Construire une communauté signifie que vous êtes porteurs d’une certaine vision de la vie et des valeurs. La communauté musulmane est fondée sur trois valeurs fondamentales : Tawhîd (Unicité de Dieu), Tazkiya (purification de l’être humain), et ‘Umrân (construction d’une civilisation avec des valeurs). Ces trois valeurs sont considérées comme les objectifs fondamentaux de l’islam (al-maqasid al-sharia). Sheikh Taha Jabir Al-Alwani

http://www.lescahiersdelislam.fr/Quelques-defis-de-l-Islam-contemporain-selon-le-Sheikh-Taha-Jabir-Al-Alwani_a123.html

Ruqaia Alalwani, Tochter des aus dem Irak stammenden Muslimbruders Taha Al-Alwani

http://bh.linkedin.com/pub/dr-ruqaia-alalwani/38/6a9/b49

The website of the International Institute of Islamic Thought (IIIT) has reported that the daughter of prominent U.S. Muslim Brotherhood leader Taha Al-Alwani (aka Taha Jabir Al-Alwani) has been given a Presidential award by the President of Tunisia … In addition to IIIT, Dr. Al-Alwani is also affiliated with many other organizations that are part of the global Muslim Brotherhood including the Fiqh Academy of North America, the Graduate Institute of Islamic Social Sciences, and the Gesellschaft Muslimischer Sozial und Geisteswissenschaftler (GMSG), a German organization of Muslim social scientists. This the first known mention of Ruqaia Alalwani and her receipt of an award by the Tunisian President is somewhat of an anomaly given the poor relationship he has with Tunisian Islamist organizations, particularly the Al Nahda movement thought to be close to the Muslim Brotherhood.

The Global Muslim Brotherhood Report 10.10.2007

GlobalMB @ October 10, 2007

http://globalmbreport.org/?p=269

Die AMSS (UK), The Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) und die GMSG veranstalteten vom 27.-29. September 2002 in Bonn im Gustav-Stresemann-Institut eine europaweite Konferenz zum Thema “Muslim Education in Europe”.

http://www.gmsg.de/suche3/KONFERENZEN/konferenzen.html

The Islamic Cultural Centre of Ireland (ICCI) is an Islamic complex, including a mosque, in Clonskeagh, Dublin, Ireland. It is funded by the al-Maktoum Foundation of Dubai and has a Sunni orientation. … In February 2008, the ICCI held a Harun Yahya Conference.

The centre housed the headquarters of the International Association of Muslim Scholars (later International Union of Muslim Scholars) [IUMS] before it moved to Qatar.

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_Cultural_Centre_of_Ireland

International Union of Muslim Scholars (IUMS) … is an organization of Muslim scholars headed by noted Islamic scholar Yusuf al-Qaradawi, founded in 2004, and headquartered in Qatar.

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Union_of_Muslim_Scholars

Die Führer der Muslimbruderschaft; Rachid al-Ghannouchi. Muslim Brotherhood leaders; Rashid al-Ghannushi

http://en.wikipedia.org/wiki/Category:Muslim_Brotherhood_leaders

Azzam al-Tamimi: Rachid Ghannouchi: A Democrat within Islamism, geschrieben von dem in London lebenden hochrangigen Muslimbruder und Hamas-Bewunderer, herausgegeben über den amerikanischen Gegenmodernisten und Islamverherrlicher John Esposito; Rezension zu Azzam S. Tamimi, bei: New York: Oxford University Press, 2001] … appeared in a series edited by Georgetown University’s John L. Esposito, America’s leading academic defender of Islamism.

aus: Martin Kramer

in: Middle East Quarterly (Fall 2002)

http://www.meforum.org/1492/rachid-ghannouchi-a-democrat-within-islamism

Dr Azzam Al-Tamimi is Director of the Institute of Islamic Political Thought in London and a supporter of Hamas.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/hardtalk/3985403.stm

Hamadi Jebali war von Dezember 2011 bis Februar 2013 Ministerpräsident von Tunesien. Der Muslimbruder hatte fünfzehn Jahre im Gefängnis verbringen müssen. Foto, aufgenommen in Davos, Schweiz, 2012. Hammadi Jebali, Prime Minister of Tunisia speaks during the session ‘The Future of Tunisia’ at the Annual Meeting 2012 of the World Economic Forum at the congress centre in Davos, Switzerland, January 27, 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5a/Hamadi_Jebali_-_World_Economic_Forum_Annual_Meeting_2012-1.jpg

Hamadi Jebali … Nach der Revolution in Tunesien 2010/2011 wurde Ennahda legalisiert. Seitdem ist Hamadi Jebali als Generalsekretär und Sprecher der Partei in der Öffentlichkeit präsent. Im Mai 2011 reiste er auf Einladung des Center for the Study of Islam and Democracy nach Washington, D.C.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamadi_Jebali

Muslimbruder Hamadi Jebali, bis zum 19. Februar 2013 war er Ministerpräsident von Tunesien, freut sich auf das Weltsozialforum 2013, will es nicht politisch beeinflussen, aber fordert das WSF auf, keinesfalls den [gottlosen] politischen Gegner zu unterstützen:

The meeting between the Prime Minister of Tunisia, a leader of the Islamist Party Ennahda, and a delegation from the International Council (IC) of the World Social Forum (WSF) has confirmed the interest of the Tunisian Government to facilitate the holding of the WSF 2013 scheduled for March 23 to 28, in Tunis.

Hamadi Jebali sees with positive eyes the venue of the WSF in Tunis, especially to strengthen its position with European authorities. While he has guaranteed not to intervene politically in the event and to support the logistic, he asked the WSF not to be the lever of the political opposition. This is one of the issues that will challenge the next WSF.

http://www.fsm2013.org/en/node/160

World Social Forum 2013, Weltsozialforum

Sharia, the Islamic law

http://www.fsm2013.org/en/printpdf/152

http://www.fsm2013.org/programme/organisation_info/25926

“Islam & Gouvernance à l’ère du printemps arabe : référentiel éthique ou projet alternatif ?” Avec Tariq Ramadan, Nejmeddine Hamrouni, Alain Gresh.

Fouad Imarraine (EMN France), Malika Hamidi (EMN Belgium) and Tariq Ramadan (EMN UK) will participate to the next World Social Forum to be held in Tunis

http://www.euro-muslims.eu/interfaz.swf

http://www.facebook.com/permalink.php?id=128498273835676&story_fbid=579170932101739

Tariq Ramadan ist zur Stunde in Tunesien

27. März 2013, Tariq Ramadan mit Nejmeddine Hamrouni, einem Mitglied der [islamischen] Ratsversammlung oder Madschlis asch-Schura der Nahda und in Frankreich ausgebildeten Psychologen auf dem Weltsozialforum:

Débat avec : – Tariq Ramadan islamologue, professeur et universitaire à l’université d’Oxford auteur de “L’Islam et le réveil arabe”, Suisse. – Alain Gresh journaliste, directeur adjoint du mensuel “Le monde diplomatique” auteur de “L’Islam, la République et le Monde” et co-auteur avec Tariq Ramadan de “L’islam en questions”. – Nejmeddine Hamrouni, Membre du “Majless Al-Choura” (conseil consultatif) du mouvement islamiste tunisien Ennahdha, conseiller politique auprès de Ali Larayedh président du conseil des ministres (Tunisie), ancien conseiller aux affaires stratégiques auprès de Hammadi Jebali ex-président du conseil.

http://www.fsm2013.org/fr/node/7088

27.03.2013, Tariq Ramadan und Ennahda-Politiker Nejmeddine Hamrouni auf dem WSF :

Les têtes d’affiche ne manquent pas à l’occasion du Forum Social Mondial qui démarrera ce mardi à Tunis. Le débat sur « l’Islam et gouvernance à l’ère du printemps arabe : référentiel éthique ou projet alternatif » en sera l’un des points d’orgue. Il mettra en effet face-à-face trois invités connus pour leurs positions différentes sur ces questions : Tariq Ramadan, islamologue, professeur à Oxford et auteur de « L’Islam et le réveil arabe », Alain Gresh, directeur adjoint du Monde Diplomatique et Nejmeddine Hamrouni, conseiller politique auprès du chef du gouvernement et membre du comité central (Majliss Echoura) d’Ennahda. Saida Ounissi, chercheuse en politique sociale et membre de l’association Jeunes Tunisiens de France assurera la modération du débat qui aura lieu ce Mercredi 27 mars, de 16H à 18H30, Amphi 7, au Campus.

Pour Hamrouni, c’est la première sortie publique depuis très longtemps. Conseiller de Hamadi Jebali dès son arrivée à la Kasbah en décembre 2011, chargé de la veille stratégique et de la prospective, il a toujours fui les feux de la rampe, déclinant courtoisement interviews et débats radio et télé, « pour être plus utile ». … Ancien secrétaire général de l’Union générale tunisienne des étudiants (UGTE, islamiste), il s’était réfugié en France où il a pu obtenir un doctorat en psychologie.

http://www.leaders.com.tn/article/tariq-ramadan-en-debat-a-tunis-avec-nejmeddine-hamrouni-et-alain-gresh?id=11075

19. Februar 2011, Marchienne-au-Pont (Charleroi), Tariq Ramadan und Alain Gresh hetzen gegen Israel und für die Scharia: „Israël,danger pour la paix mondial“

http://www.youtube.com/watch?v=krW3SKE5Pkg

http://www.youtube.com/watch?v=xcSKFqFcQ08

Belgischer Gastgeber für Tariq Ramadan und Alain Gresh 2011 war die Plate-forme Charleroi-Palestine

http://www.pourlapalestine.be/

Antiimperialisten kämpfen für Allahs Imperium:

Anti-imperialist Camp 2012, Assissi, Italien. Hamza Piccardo, former leading member of the Union of Islamic Communities in Italy (UCOII), former spokesperson of the European Muslim Network, Islam online (…) Moreno Pasquinelli, speaker of the Anti-imperialist Camp … [Freitag, 24.08.2012] PALESTINE • Zaher Birawi, leading Islamic Palestine activist, London • Attia Rajab, Palestine Committee Stuttgart Germany • Leo Gabriel, member of the int’l council of the World Social Forum (WSF) [am nicht weniger antiisraelisch ausgerichteten Folgetag spricht Prof. Mohammad Reza Dehshiri von der Universität von Tehran]

http://www.antiimperialista.org/de/node/7261

The Center for the Study of Islam and Democracy (CSID), Washington, USA.

Im Februar 2011 organisiert das in Washington ansässige CSID eine Konferenz im nordafrikanischen Tunis. Die schariatotalitäre Fahrtrichtung verschleiernd spricht man von roadmap, Straßenkarte. „Fahrplan für die politische Erneuerung Tunesiens“, Roadmap of Political Reforms in Tunisia.

To create a vibrant and constructive dialogue on necessary political reforms, the Center for the Study of Islam and Democracy (CSID) organized a public forum event on Thursday, February 24, 2011, with 4 panelists of extremely high calibre and influence in the Tunisian political landscape, to speak directly and candidly with Tunisian citizens about their contributions, enacted and intended, on the road to democracy. The speakers were: Yadh ben Achour, Chair of the Interim Commission for Political Reforms, Hamadi Jebali, Official Spokesperson of al-Nahda Party, Mouldi Riyahi, Representative of the Democratic Forum for Work and Liberties, and Hamoudi ben Slema, renowned political scientist and civic activist.

https://www.csidonline.org/component/content/article/596

CSID

CSID’s Mission

To develop a better understanding of the relationship between Islam and democracy.

To improve relations between the US and the Muslim World.

To foster deeper commitment to democratic principles, freedom, and liberty among Muslim intellectuals, policy makers, and religious leaders.

To facilitate dialogue among advocates of democracy and human rights in all faith-based communities.

To establish a world-wide network of Muslims committed to the establishment and preservation of democratic systems.

To inform political leaders and policy makers of the centrality of the Islamic worldview and values for advancing the systems and spirit of democracy in Muslim societies.

(…) CSID maintains its prominence in the US and the International community by participating in many other events, such as the International Gathering of Islamic Democrats in Istanbul, the Movement of World Democracies, the Islamic Society of North America’s annual conventions, and many others both in the US and in the Muslim world.

Islamdemokratische sprich islamrevolutionäre Schriften

Islam and Democracy – Towards an Effective Citizenship is a new training manual (in Arabic) to educate people in Muslim Societies on Democracy and its compatibility with Islam.

“Implementation of Shariah in a Democracy – The Nigerian Experience” is publication contains the papers and discussions of the conference on Shariah and Democracy in Nigeria, organized by CSID in Abuja, Nigeria, in July 2004. Over 300 Muslim religious scholars, leaders, and academics from all over Nigeria took part in this 3-day conference.” is report was printed to help educate Muslims about the need for and challenges of modernizing Shariah laws and implementing them in a democratic society.

https://www.csidonline.org/pdf/csid_brochure.en.pdf

CSID: Eighth Annual Conference (Washington 2007), The Rights of Women in Islam and Muslim Societies. A detailed report of the Eighth Annual Conference of Center for the Study of Islam & Democracy

Hier berichtet bei ikhwanWeb / ikhwanMisr, der Muslimbruderschaft Ägyptens

http://ikhwanmisr.net/article.php?id=13884

Die amerikanischen Muslimbrüder:

Ghadbian is also a board member of the Center for the Study of Islamic and Democracy (CSID), founded in 1998 largely by the efforts of Georgetown University academic Dr. Esposito who during the 1990′s served in the State Department as a “foreign affairs analyst” and who has at least a dozen past or present affiliations with global Muslim Brotherhood/Hamas organizations. Many members of the early CSID board were associated with IIIT, the American Muslim Council, and the Muslim Public Affairs Council (MPAC). For example, past CSID board members included Jamal Barzinji and Taha Al-Alwani, both associated with IIIT and both important leaders in the U.S. Muslim Brotherhood who helped to establish many of the most important U.S. Brotherhood organizations. … A previous post reported that Louay Safi, along with Ghadbian a leading member of the SNC, is also a leader in the U.S. Muslim Brotherhood.

The Global Muslim Brotherhood Report 06.12.2011

GlobalMB @ December 6, 2011

http://globalmbreport.com/?p=5402

Najib Ghadbian, University of Arkansas, USA

http://rlst.uark.edu/3631.php

Ghadbian

Louay Safi, a Syrian-American fellow at Georgetown University and former chairman of the Syrian American Council (SAC); and Najib Ghadbian, a political science professor who also works at the SAC

http://frontpagemag.com/2013/dgreenfield/how-the-muslim-brotherhood-took-over-the-syrian-revolution/

November 2011, die Elite der Muslimbrüder trifft sich im Sudan, um gegen die Regierung von Bangladesch zu protestieren, welche die dortige Islamische Bewegung unterdrücke. Tunesiens Nahda-Chef Rachid al-Ghannouchi redet in Khartoum ebenso wie OIC- Generalsekretär Ekmeleddin İhsanoğlu, der langjährige Direktor des OIC Forschungszentrums für Islamische Geschichte, Kunst und Kultur (IRCICA). Die von Maududi geprägte JI Bangladesch bezeichnet al-Ghannouchi als den Architekten der tunesischen Revolution.

Speakers of an international conference of Islamic Leaders held in Sudan call for an immediate stop of the ongoing torture and injustice on the Islamist opposition leaders in Bangladesh. Top islamist leaders including Muslim Brotherhood General Guide and An Nahda of president said that the Muslim Ummah can not keep silence on the issue. They ask Bangladesh government to stop repressing the Islamic leaders of the South Asian country. They warned Bangladesh government that if oppression continues then Bangladesh might be segregated from the Muslim World.

The conference started on Thursday and is scheduled to be held until Saturday, in an international conference center in Sudan. The president of Islamic Movement of Sudan professor Dr. Ali Osman presided over the meeting and the chief guest was Sudanese president Dr. Omar al Bashir. The key note speaker was the general guide of Muslim Brotherhood Dr. Muhammad Badie. President of Tunisian Islamic movement An Nahda Rachid Ghannouchi, Chairman of OIC Dr. Ekmeleddin, President of Pakistan Jamaat e Islami Munawar Hasan spoke among others in the conference. Delegates from 150 countries including Morocco, Algeria, Tunisia, Libya, Egypt, Jordan, Syria, Turkey, Iran, Pakistan, Saudi Arabia, India, Philipine, Sri Lanka, India, Indonesia, Kuwait, took part in the conference. Most of the delegates spoke against the ongoing notorious trial of so called “War Crimes” in Bangladesh.

The architect of Tunisian revolution Rachid Ghannouchi said, the repression that the leaders of Bangladeshi Islamic Movement are going through is unacceptable. He voiced for immediate release of the opposition Islamist leaders. General Guide of Muslim Brotherhood Dr. Muhammad Badie said, Egypt and Bangladesh has historical relationship. If the Islamist leaders are not freed then diplomatic relationship of Bangladesh with Muslim World will be endangered. Pointing to the violations of legal and constitutional rights of the imprisoned Jamaat leaders he said, Bangladesh government has to respect rule of law and human rights.

veröffentlich auch bei: Bangladesh Jamaat-e-Islami 17.11.2012

http://www.jamaat-e-islami.org/en/newsdetails.php?nid=NDc0

http://bdinn.com/news/conference-of-150-country-delegates-in-sudan-stop-injustice-on-islamists-of-bangladesh/

Im Islam benötigen Mann und Frau keine Gleichberechtigung, sondern genießen Komplementarität:

Islam regards men and women as complementary to each other.

(Sayyid Mujtaba Musavi Lari)

http://home.swipnet.se/islam/articles/women.htm

Equality of Men and Woman in Islam, and their complementary nature to one another.

http://www.womeninislam.ws/en/women-right-islam_equality-men-women.aspx

The mutual dependency and complementary of the roles of males and females

http://www.islam101.com/women/equity.html

Tunesien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 23.03.2013 (Unverändert gültig seit: 14.03.2013)

Reisenden in Tunesien wird generell empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. [ sarkastische Anm.: Freitagsgebet, das hat aber doch jetzt nichts mit dem Islam zu tun? ]

Im Grenzgebiet zu Algerien und Libyen abseits der befahrenen Pisten im südlichen Sperrgebiet bestehen erhebliche Entführungsrisiken.

Auswärtiges Amt

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TunesienSicherheit.html

Für den 26. bis 30. März 2013 laden die tunesischen und maghrebinischen Sozial- und Bürgerbewegungen zum Weltsozialforum (WSF) nach Tunis ein.

http://www.attac.de/aktuell/wsf/wsf-2013/

http://www.attac.de/aktuell/wsf/wsf-2013/programm-anmeldung/

World Social Forum 2013. WSF. Tunis

http://www.fsm2013.org/en/

http://www.fsm2013.org/en/Programme

ATTAC mittendrin unter den NGOs oder Nichtregierungsorganisationen. Ganz postmodern und kultursensibel gibt es kein Bekenntnis zu den allgemeinen Menschenrechten, dafür ganz viel Religion:

Coordination contre le Racisme et l’Islamophobie (CRI)

islamic community of students

Islamic economique forum

Islam & Gouvernance

http://www.fsm2013.org/programme/27/1

WSF und Pakistan können Islam & Gouvernance

2-day International Conference on “Islam & Governance” started at the International Islamic University, Islamabad (IIUI) in connection with its Silver Jubilee under the auspices of its offshoot Iqbal International Institute of Research & Dialogue (IRD) and in collaboration with International Islamic University, Malaysia (IIUM).

http://www.iiu.edu.pk/index.php?page_id=3897

Die Hamas und das WSF:

Today I received this alert in regard to the current Zionist lobbying efforts against the World Social Forum (WSF) – Free Palestine (FP), which is going to take place in Porto Alegre, Brazil, from November 28-December 1, 2012. At this point the Zionist lobby in Brazil has succeeded in cancelling the venue (Usina do Gasômetro) that had been booked for the WSF-FP.

http://altahrir.wordpress.com/2012/11/01/action-alert-please-support-the-world-social-forum-free-palestine/

the Palestinian National Committee for the WSF

http://altahrir.wordpress.com/2012/09/28/world-social-forum-free-palestine/

AFPI

Au sein de l’AFPI, la pensée islamique c’est d’abord une vision singulière de l’Unicité Divine, du monde, de la responsabilité de l’homme, de l’interdépendance de la nature … Directeur: Djamel Djazouli

http://www.afpi.co/

Tunesien: Todesfatwa gegen Feministin Amina

März 22, 2013

Unsere Solidarität mit Amina

Petition gegen die Todesfatwa

Die neunzehnjährige Tunesierin Amina steht der Bewegung FEMEN nahe und veröffentlichte von sich ein Foto, das sie mit nackten Oberkörper zeigte, die Haut mit “FUCK YOUR MORALS” beschrieben. Andere tunesische Frauen folgten ihrem guten Beispiel und bemalten ihren Körper mit dem arabisch geschriebenen: “Mein Körper gehört mir und niemandem sonst” oder: “Mein Körper gehört mir und ist nicht Quelle der Ehre irgendeines anderen.”

Diese gleichheitsfeministisch gemeinte politische Botschaft, nach allgemeinen Menschenrechten eine Selbstverständlichkeit, betrachtet der politisch einflussreiche tunesische Imam Adel Almi (Adel El Almi) als ein “schlechtes Beispiel”. Imam Almi führt die Schariabewegung l’Association modérée de la sensibilisation et de la réforme (Gemeinschaft der Ausgewogenheit für Bewusstseinsbildung und Verbesserung, al-Ǧamʿīya al-Wasaṭīya lil-Tauʿīya wal-Iṣlāḥ), die staatlich anerkannt ist und deren älterer Name L’ordonnancement de la vertu et la prévention du vice (Ihr gebietet was recht ist und verbietet was verwerflich ist, al-amr bil-maʿrūf wan-nahi ʿani l-munkar) lautete, was der Koransure 3:110 entstammt und in vielen Staaten Grundsatz der Islamischen Religionspolizei ist.

Schon vor einem Jahr hatte Adel Almi festgestellt: « la non voilée ira en enfer », die nichtverschleierte Frau wird in der Hölle brennen.

Nun hat Imam Almi eine Todesfatwa gegen Amina verhängt, nach der die junge Frau öffentlich hundert Peitschenhiebe erhalten und anschließend zu Tode gesteinigt werden soll. Aus Sicht des radikalen Geistlichen würden die Taten Aminas: “Krankheiten und Katastrophen” heranziehen sowie: “auch andere Frauen mit diesen Ideen anstecken”.

Petition: Wir die Unterzeichner stellen uns eindeutig als Verteidiger auf die Seite von Amina und verlangen, dass ihr Leben und ihre Freiheit geschützt werden und dass jene, die sie bedroht haben, unverzüglich strafrechtlich verfolgt werden.

19 year old Tunisian Amina who posted a topless photo of herself bearing the slogan “my body belongs to me, and is not the source of anyone’s honour” has been threatened with death.

Islamist cleric Adel Almi, president of Al-Jamia Al-Li-Wassatia Tawia Wal-Islah has called for Amina’s flogging and stoning to death saying Amina’s actions will bring misfortune by causing “epidemics and disasters” and “could be contagious and give ideas to other women…”

We the undersigned unequivocally defend Amina, and demand that her life and liberty are protected and that those who have threatened her will be immediately prosecuted.

http://www.change.org/petitions/petitioning-tunisian-government-amina-must-be-safe

Aktionstag für Amina

Der 4. April 2013 wird ein Aktionstag für Amina sein!

Unter anderem rufen zu diesem Aktionstag auf:

• die aus dem Iran stammende und in Großbritannien lebende Menschenrechtsaktivistin Maryam Namazie,

• die aus Bangladesch stammende Schriftstellerin Taslima Nasrin,

• die aus dem Iran stammende und in Deutschland lebende Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime Mina Ahadi,

• die aus Ägypten stammende und für ihre religionskritisch und feministisch gemeinten eigenen Nacktfotos bekannt gewordene Aliaa Magda Elmahdy sowie ihr Freund, der gesellschaftskritische Blogger Kareem Amer,

• der britische Evolutionsbiologe und Atheist Richard Dawkins.

On 4 April 2013, we call for an International Day to Defend Amina.

Amina represents us all.

On the day and beyond, groups and individuals can join in by highlighting her case, posting topless photos of themselves and their activism on social media sites, signing a petition, Tweeting #Amina, writing letters in her defence, and more.

On 4 April, we will remind the Islamists and the world that the real epidemic and disaster that must be challenged is misogyny – Islamic or otherwise.

4 April 2013: International Day to Defend Amina; she represents us

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/21/4-april-2013-international-day-to-defend-amina-she-represents-us/

Q u e l l e n

Topless Tunisian Femen Protester ‘Amina’ Threatened With Death By Stoning

von: Jessica Elgot, in: The Huffington Post UK 22.03.2013

http://www.huffingtonpost.co.uk/2013/03/22/topless-tunisian-feminist-amina-stoning-death_n_2930611.html?utm_hp_ref=uk

man kann leider nicht sagen, dass er seine Religion falsch verstanden hätte: der tunesische Prediger Adel Almi (Adel El Almi)

http://directinfo.webmanagercenter.com/wp-content/uploads/2013/01/tunisie_directinfo_adel-almi.jpg

http://www.webdo.tn/wp-content/uploads/2013/01/Adel-Almi.jpg

http://2.bp.blogspot.com/-dTrz7j_KQvc/T0TNkkpT6lI/AAAAAAAAAHc/esQ13g8o5z8/s1600/ADEL-ALMI-210212-OUT.jpg

http://www.tuniscope.com/uploads/images/content/almi-21022012-v.jpg

Amina

http://femen.org/uploads/images/thumbs/zbNNoGzaA9.jpg

http://i.huffpost.com/gen/1050719/thumbs/o-TUNISIA-FEM-570.jpg?6

solidarisch mit Amina erklärt sich auch Meriam aus Tunesien: “Mein Körper gehört mir!” Meriam from Tunisia supporting Amina: “My body belongs to me!”

http://femen.org/uploads/images/thumbs/NHvs5ClDPP.jpg

schariawidrige Körperbemalung, damit aus kulturell moderner Sicht politisch unterstützenswert:

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/files/2013/03/amina.jpg

http://www.eluniversal.com.mx/img/2013/03/Int/amina_800x535-web.jpg

sobald wir die eine, unteilbare Menschheit in Ost und West gespalten denken, wird die Rechtsspaltung überall nachrücken, also auch in Europa, das frauenfeindliche Schariasystem, in welchem die Allahgott und Ehemann fürchtende Orientfrau nicht richtig gesehen werden darf und die gefälligst kultursensible Okzidentfrau nicht so genau hinzusehen braucht:

http://www.4vientos.net/wp-content/uploads/2013/03/392869_10200781361074662_294913378_n-390×280.jpg

http://www.4vientos.net/?p=6854&doing_wp_cron=1364044340.3373689651489257812500

Adel Almi, président de l’Association Centriste de Sensibilisation et de Réforme, a annoncé, ce mardi 21 février, sur les ondes de Mosaïque FM que « la non voilée ira en enfer ».

Cette association portant sur la promotion de la vertu et la prévention du vice, a comme objectif la résolution des problèmes entre les citoyens, en effet, le président de cette nouvelle association affirme que son but initial est de soigner la société des mauvaises habitudes.

aus: Tunisie: Adel Almi: « la non voilée ira en enfer »

in: Tunisie Numerique 21.02.2012

http://www.tunisienumerique.com/tunisie-adel-almi-%C2%ABla-non-voilee-ira-en-enfer%C2%BB/106801

“Women without a veil deserve to burn in hell.”

http://www.maghrebchristians.com/2012/03/03/281/

Aus den Forderungen des Imams: Geschlechtertrennung in allen Schulen (la séparation des sexes à l’école), jedem Dieb die Hand abhacken (couper les mains des voleurs), Vielweiberei legalisieren (l’instauration de la polygamie), Verbieten einer tunesischen Staatsverfassung, die gegen Allahs Gesetz der Scharia verstößt (le rejet du projet de la Constitution qui n’exige pas que la législation du pays soit fondée sur la loi islamique)

http://directinfo.webmanagercenter.com/2013/01/11/adel-almi-et-lapplication-de-la-chariaa-amputation-des-mains-lapidation-flagellation-polygamie/

Vereinigungen

(…) Legalisiert wurden 2012 auch drei Parteien islamistisch-salafistischer Tendenz und die Befreiungspartei (Hizb al-Tahrir), die ähnlich wie die Salafisten ein demokratisches System ablehnt und als Staatsform ein Kalifat fordert. …

Fundamentalistische Vertreter des Islam in bislang staatlichen Einrichtungen wie der religiösen Hochschule und Moschee Zitouna in Tunis vereinnahmten diese Einrichtung ohne auf nennenswerten Widerstand der Regierung zu stoßen. Sie pochen seit 2011 auf die Unabhängigkeit der Einrichtung; ein Beispiel, das starke Medienaufmerksamkeit auf sich zog, ist das entsprechende Agieren des den Salafisten nahestehenden Imams der Zitouna-Moschee Houcine Laabidi. Direktiven des Religionsministeriums, dem die Moschee eigentlich untersteht, weist er zurück. …

Einige gründeten sich neu wie z. B. die Vereinigung Haus des Friedens für wohltätige Zwecke und Scharia-Studien (Führer: Selim Ben Yakhlef); die Vereinigung für Sensibilisierung und Reform (Führer: Adel El-Almi) oder die Vereinigung Gemeinschaft der Anhänger der Scharia (Ansar al-Shari`a) unter ihrem Führer Seifallah Ben Hassine (alias Abou Iyadh). Andere wie der tunesische Zweig der Vereinigung für Mission und Weitergabe des Wissens ist seit 1980 missionierend tätig. Der Zusammenschluss von über einhundert Vereinigungen in der Tunesischen Front Islamischer Vereinigungen, belegt die Aktionsbereitschaft der salafistisch-orientierten Zivilgesellschaft. Der Zusammenschluss wird präsidiert von Scheich Mokhtar Jebali und trat im März 2012 erstmals als landesweites Aktionsbündnis auf, um für die Verankerung der Scharia als Rechtsgrundlage Tunesiens in der neuen Verfassung zu demonstrieren.

Parteien

Bis Ende Oktober 2012 wurden in Tunesien drei eindeutig salafistische Parteien zugelassen: Im März die Jabhat al-Islah (Reformfront), im Juli die Partei al-Rahma (Barmherzigkeit) und im September die Partei al-Rafah (Wohlfahrt). Die am 17. Juli 2012 legalisierte Befreiungspartei (Hizb al-Tahrir), die ähnlich radikale Ansichten vertritt, zählt sich selbst nicht zum salafistischen Spektrum, unterstützt jedoch seit 2011 Salafisten bei Protestaktionen. …

3.1. Langfristig wirksame pädagogische Maßnahmen

(…) Salafisten weiten zudem ihren Einfluss auf religiöse Ausbildungseinrichtungen aus. Die von dem salafistischen Prediger Béchir Belhassen, dem Vizepräsidenten der tunesischen Liga der Korangelehrten und Prediger, initiierte Ausbildung von Lehrern, die in Scharia-Wissenschaften geschult werden sollen, ist nur eine Initiative dieser Art. Der Ansatz, Lehrkräfte auszubilden und für alle Altersgruppen Einrichtungen zu gründen, an denen die salafistische Religions- und Weltsicht, die Sitten- und Moralvorstellungen und Verhaltensvorschriften verbreitet werden, konsolidierte sich 2012.

Die salafistischen Lehr- und Unterweisungsaktivitäten kommen allen Islamisten zugute. …

Ähnliches gilt für die Zitouna-Universität und Moschee, in der islamistische, den Salafisten nahestehende Imame die Kontrolle übernahmen und inhaltlich Einfluss nehmen. … Neben der Universität hat der massive Auf- und Ausbau von Kindergärten („auf Schariagrundlage“), Koranschulen, Grundschulen und Sekundarschulen begonnen, deren Lehrpersonal die fundamentalistischen Positionen verbreiten wird. … Adel El-Almis Vereinigung, die Missionsarbeit in den Gefängnissen leisten will (sie soll diese nach Meldungen von Ende September 2012 „demnächst“ aufnehmen), wird in ihren Anliegen auch von der neuen Zitouna-Führung unterstützt. …

In der Ennahda-Wochenzeitung Al-Fajr vom 28. September 2012 meinte Ghannouchi, Einheit sei das Gebot des Koran, alle Gläubige seien Brüder und müssten Hand in Hand gehen. …

5. Perspektiven

Mündet die derzeit existierende Komplementarität und Komplizität zwischen Ennahda und Salafisten in eine islamistische Diktatur und die Entmachtung staatlicher Institutionen? …

aus: Sigrid Faath / Hanspeter Mattes: Tunesiens Salafisten. Ziele – Strategien – Einfluss

in: wuqûf Kurzanalysen, Nr. 22, November 2012

http://www.giga-hamburg.de/content/staff/mattes/publications/wuquf_mattes_2012.pdf

Ihr gebietet was recht ist und verbietet was verwerflich ist. Artikel 22 der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam zitiert aus Koransure 3:110 “Everyone shall have the right to advocate what is right, and propagate what is good, and warn against what is wrong and evil according to the norms of Islamic Shari’ah.”

http://www1.umn.edu/humanrts/instree/cairodeclaration.html

Die Miliz der Hisba: Islamische Religionspolizei

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Religionspolizei

Schariadurchsetzung mit Gewaltlizenz: Hisba

http://de.wikipedia.org/wiki/Hisbah

La hisba ou Hisbah (ḥisba, calcul; vérification) est un précepte islamique de conformité intégrale avec les lois divines. La doctrine est basée sur le principe coranique Encouragez ce qui est bon, et interdisez ce qui est mauvais.

C’est également une institution de contrôle, destinée à vérifier la bonne application de la charia. Fondée au IXe siècle, sous le calife Omar, elle est actuellement une police des mœurs.

http://fr.wikipedia.org/wiki/Hisba

Mina Ahadis Rede zum Internationalen Frauentag 2013

März 13, 2013

Am 8. März 1979 war ich in Täbris und habe mit sieben anderen Studentinnen meiner Uni zum Widerstand aufgerufen und auf der großen Demonstration meine erste öffentliche Rede gehalten: Das Islamische Regime ist reaktionär und wir werden dieses Regime nicht akzeptieren. Die Demonstrationen am 8. März 1979 waren in verschiedenen großen Städten im ganzen Iran organisiert worden und auch in der Hauptstadt Teheran. Tausende Frauen waren auf der Straße und protestierten gegen Chomeinis Aufruf: Entweder Kopftuch, oder wir schlagen euch. Wir haben laut gesagt: Frauenrechte sind universal und keine westlichen oder östlichen Rechte! Wir werden nicht ins Mittelalter gehen! Die Scharia ist frauenfeindlich.

Der 8. März 1979 ist ein wichtiges Ereignis in unserem Kampf gegen die Islamisten und für ein freies Leben.

Das war der erste Widerstand von iranischen Frauen gegen den politischen Islam und gegen eine Bewegung, die heute seit mehr als 30 Jahren im Iran an der Macht ist und weltweit und besonders im Nahen Osten Millionen Frauen das Leben sehr schwer gemacht hat.

Ich möchte hier über 34 Jahre Kampf gegen die Scharia reden.

Chomeini und die Islamisten im Iran wurden mit Hilfe der westlichen Regierungen und gerade auch durch die USA an die Macht gebracht. Sie sollten eine Revolution niederschlagen und mit Hilfe von Religion und Islam geheiligten Mord und Brutalität anfangen – und genau das haben sie dann auch gemacht.

Sehr charakteristisch war die Strategie der Islamisten im Iran:

Zuerst greifen wir die Frauen an, das schwache Geschlecht und den Teil der Gesellschaft, der von den Menschen nicht verteidigt wird. Ohne Verzögerung begann der Kopftuchzwang: Entweder Kopftuch, oder wir schlagen euch! – das war das Manifest der Islamisten im Iran, ihr Angriff gegen die Frauen und gegen die Revolution.

Ein großer Kampf zwischen den Frauen und dem radikalislamischen Regime hat am 8. März 1979 begonnen – und dieser Kampf geht bis heute weiter.

Ich möchte hier auch über die Steinigung reden.

Denn das ist auch sehr wichtig und ein Teil des frauenfeindlichen politischen Islam. Aus meiner Sicht ist Steinigung Folgendes: Wenn die Frauen nicht gehorsam und still sind, wenn sie nicht akzeptieren, was die Islamisten verlangen, dann werden sie in aller Öffentlichkeit lebendig eingegraben und einige Männer werfen so viele Steine, bis die Frau tot ist.

Heute kann jeder dieses Phänomen und diesen Charakter der Islamischen Bewegung genau erklären und verstehen.

Millionen Frauen im Iran haben alles verloren. Die Scharia wurde zum Gesetz im Iran, und das Regime und seine Machthaber haben offen gesagt: Frauen sind halbe Menschen. Und die Frauen haben alle ihre Rechte verloren.

Wie hat Welt reagiert? Die westlichen Regierungen und gerade auch die USA, sie alle haben über Kopftuchzwang, Massenmorde oder Steinigungen geschwiegen. Die Massenmedien haben das folgende Bild vom Iran verbreitet: Der Iran ist ein islamisches Land und die Menschen haben dieses Regime gewählt und alles ist in Ordnung. Die Frauen dort im Iran sind muslimisch und haben eine andere Kultur, also kann man sich von hier aus die Steinigungen ungerührt ansehen und unbeteiligt weiterleben.

Auch die Intellektuellen in Europa und Amerika haben nichts gesagt, sogar die Frauenrechtsorganisationen und prominenten Feministinnen haben geschwiegen.

Ich musste erleben, dass die ganze Welt den islamischen Faschismus mit sehr viel Höflichkeit und Toleranz akzeptiert hat. Ich musste eine Welt sehen, die die Scharia einfach so hingenommen hat und uns Frauen sogar gesagt hat: Islam und Scharia sind nicht so schlimm, wie immer behauptet wird.

Ich habe eine Welt erlebt, in der einige sogenannte Islamwissenschaftler mit diesem Elend ein sehr erfolgreiches Geschäft gemacht haben und habe Instute wie das Hamburger Orient-Institut mit Ayatollah Steinbach erlebt, die den ursprünglichen Islam verteidigt und so dem jetzigen politischen Islam den Rücken gestärkt haben.

Wir haben gekämpft, es gab keine andere Möglichkeit. Wir Frauen mussten anfangen, für eigentlich selbstverständliche Sachen zu kämpfen wie Spazierengehen, Lachen und Atmen, Freunde haben und seine Liebe offen zeigen, für alles mussten wir kämpfen. Dieser Kampf geht heute im Iran weiter und überall auf der Welt. Ich stelle fest: Bereits jetzt, obwohl das Islamische Regime noch herrscht, haben wir Frauen die Forderung der Mullahs nach dem Kopftuch zurückgewiesen. Die Frage oder große Wunde namens Steinigung haben wir für uns geklärt und dieses Regime moralisch besiegt, denn Millionen von Frauen auf der Welt leben schon lange ganz anders und haben etwas gelernt: Religion per se ist frauenfeindlich und besonders der Islam und dieser politische Islam ist frauenfeindlich und muss aus dem Leben aller Menschen verschwinden.

In den Staaten des Westens habe ich erlebt, wie Multikulturalisten und Postmodernisten die Steinigung als meine und unsere Kultur verkaufen und die Intelektuellen angestrengt versuchen, nicht hinzusehen und gar nichts sagen. Aber ich habe auch gesehen, dass ganz normale Menschen ein großes Herz haben und etwas für Frauen tun wollen.

30 Jahre lang haben wir in dieser grausamen und nebligen Welt gekämpft und 2009 habe ich gesehen, wie eine Massenbewegung von iranischen Jugendlichen die Welt erschüttert hat. Diese Protestbewegung konnte mit Hilfe von Technik wie Internet und Facebook selbst von sich berichten. Und als dann Millionen von Menschen auf der Welt Neda Agha Soltan und ihr Sterben live erlebt haben, als Millionen Menschen gesehen haben, dass die Menschen im Iran gegen Barbarei und islamischen Faschismus aufstehen, war das ein großer Schlag auch gegen die Multikulturalisten und Relativisten.

2011 bis 2013 hat die Welt eine große Wende erlebt. 99 Prozent gegen 1 Prozent, die Macht der Straße hat sich gezeigt.

2013 hat die Frauenbewegung weltweit einen großen Schritt vorwärts gemacht. Am 14. Februar waren Millionen Frauen auf der Straße und haben zusammen gesungen und getanzt und gesagt: Es reicht! Die Gewalt gegen Frauen muss ein Ende haben!

In den vergangenen drei Jahren sind wir als weltweite Frauenbewegung im Kampf gegen Gewalt sehr weit vorangekommen. Aus meiner Sicht war die FEMEN-Bewegung in diesen Jahren besonders wichtig. Eine Bewegung, die den alten und traditionellen Feminismus hinter sich gelassen hat, eine Bewegung, die den Multikulturalismus hinter sich gelassen hat, eine Bewegung ohne Tabus und gegen Religion, gegen Islamischen Faschismus und auch gegen Prostution und Frauenhandel sowie gegen Papst, Nationalismus und Rassismus in Deutschland.

Heute stehen sich zwei Lager gegenüber: Auf der einen Seite die Bewegungen, die gegen die humanistische Aufklärung und die allgemeinen Menschenrechte antreten, und auf der andere Seite unsere Bewegung gegen Islamischen Faschismus und gegen alle Denkverbote und Tabus. Wir haben uns gefunden: Die Frauenbewegung in den so genannten islamischen Ländern und die Frauenbewegung im anderen Teil dieser einen und unteilbaren Welt. Der 14. Februar 2013 war dieser wichtige Moment: Wir Frauen aus Ost und West kämpfen zusammen gegen Gewalt an Frauen, ohne Rücksicht auf traditionelle Tabus oder geographische Grenzen.

Heute können die Menschen ihre Meinungen und Forderungen selbst vortragen. Keine Medienmafia kann heute so viel Macht haben wie damals. Der Arabische Frühling hat angefangen und die Diktaturen wurden eine nach der anderen gestürzt und unsere Geschichte und unsere Erfahrungen aus dem Jahr 1979 wurden, wie mit einem Film, der schnell abläuft, wiederholt.

Ich kenne mehrere Intellektuelle in Deutschland, die gesagt haben: Von Anfang an habe ich gewusst, dass nach Mubarak die Islamisten kommen werden. Da stellt sich mir die Frage: Und??? Hätten die Menschen Mubarak denn nicht stürzen sollen?

Heute sind die Islamisten ein weiteres Mal an die Macht gekommen, in Ägypten und Tunesien, und wieder einmal mit Hilfe der USA und der anderen westlichen Regierungen. Wieder einmal sollen die Menschen dort irgendwie Ruhe bewahren und das nicht so wichtig mit Massenmord oder sogar Steinigung, Hauptsache, die Situation ist ruhig und die Geschäfte laufen. Merkel und Obama können dieses Mal mit Mursi sitzen und reden, so, wie schon seit Jahren mit Mubarak und Chatami oder Ahmadinedschad gesprochen haben.

Die Islamisten in Ägypten versuchen, zuerst die Frauen anzugreifen. Brutalität und Vergewaltigung sind die Folge oder, wie in Tunesien, Morde an Andersdenkenden und Terror.

Doch Tausende von Frauen und auch Männer sind auf die Straße gegangen und haben gegen Islamisten gekämpft, und das ist ein sehr, sehr wichtiger Kampf für die allgemeinen Menschenrechte. Gegen Islamisten überall und gegen die Scharia, und für die Frauenrechte.

Aus meiner Sicht stehen an der Frontlinie im Kampf für die Frauenrechte in den sogenannten islamischen Ländern – die Frauen in Ägypten und Tunesien.

Das ist ein Kampf gegen Einmischung der Religion in unser Alltagsleben, für Gerechtigkeit und gegen Scharia. Das ist auch ein Kampf gegen die Weltanschauung des Multikulturalismus und Postmodernismus.

Ich möchte hier kurz erklären: Wenn in Ägypten Aliaa Magda Elmahdi nackte Fotos von sich veröffentlicht hat, dann ist das eine Revolution in den arabischen Ländern, und diese Form von Widerstand hat einen sehr wichtigen Effekt. Im Iran haben mehrere Frauen diese Form von Widerstand nachgemacht und ohne Tabus haben dort die Jugendlichen das akzeptiert. Besonders in sogenannten islamischen Ländern ist das Revolution.

Der 8. März 2013 ist sehr wichtig, weil dieser Kampf in Ägypten und Tunesien und auch für Iran oder Afghanistan noch nicht entschieden ist. Deswegen schlage ich vor, dass wir an diesem Tag eine Koalition gegen Scharia bilden – eine weltweite Koalition! Wenn seit 30 Jahren Frauen und überhaupt alle Menschen in islamisch geprägten Ländern gegen Islamisten gekämpft haben und die Welt im Allgemeinen nicht viel gesagt und getan hat, dann sollten wir heute am Internationalen Weltfrauentag ein Zeichen setzen.

Wir sind alle gegen Sharia Law, wir verlangen, dass Scharia als Gesetz weltweit verboten wird und wir verlangen säkulare Staaten und Prinzipien. Religion hat im Leben der Frauen nichts zu suchen.

Mina Ahadi

Anti-Scharia-Koalition

März 12, 2013

WELTWEITES BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE

International Coalition against Sharia Law

Die islamischen Staaten haben mit ihrer Realisierung der Gebote der Scharia autoritäre Gesetze geschaffen, die der gesamten Bevölkerung in der Politik und im Alltagsleben mittelalterliche Verhältnisse aufzwingen. Besonders die Frauen haben dadurch die Rechte verloren.

Die Scharia ist eine Ansammlung reaktionärer und unmenschlicher Gesetze und basiert auf rückständigen Verhältnissen und Traditionen der alten arabischen Stammesgesellschaften und Sippen. Zwar verwendet das Recht der Scharia die mehr als tausend Jahre alten Texte von Koran und Sunna, doch historisch ist es erst im 12. oder 14. Jahrhundert verfasst worden. Weil die Scharia die Menschen ungleich behandelt und vor allem die Nichtmuslime und alle Frauen diskriminiert, sollten die islamischen Gesetze in der kulturellen Moderne in keinem gesellschaftlichen Bereich Anwendung finden, weder in der Verfassung noch in der Justiz (wie im Familienrecht, Zivilrecht, Strafgesetz oder sonst wo).

Die islamischen Staaten und die reaktionäre islamische Bewegung haben seit Jahrzehnten den Revolutionen und Protestbewegungen und überhaupt allen fortschrittlich denkenden Menschen geschadet. Hinrichtung, Steinigung, Schleier- und Burka-Zwang, Trennung der Geschlechter, eine iranische Verurteilung zum Heraustrennen der Augen oder, in mehreren Staaten, die Durchführung von Amputationen der Hände und Füße waren ihre Mittel dazu. Die Menschheit muss aufstehen, um diesen Verbrechen ein Ende zu setzen. Es ist genug.

Die diktatorischen Regierungen in Ägypten, Tunesien und Libyen sind durch die Revolution der Bevölkerung gestürzt worden. Die islamische Bewegung in diesen Ländern versucht jetzt, die ganze Macht an sich zu reißen, um das System der reaktionären Scharia-Gesetze in diesen Gesellschaften aufzurichten. Die islamischen Kräfte im Westen streben nach Anerkennung der Rechtsprechung auf der Grundlage des islamischen Rechts (also auf der Scharia) und finden Unterstützung in der Beschwichtigungspolitik und Kompromiss-Politik dieser Regierungen und in Anlehnung an die Theorie des Kulturrelativismus. Als Zielgruppen betrachten sie Emigranten und jene Menschen, die aus den islamisierten Ländern in den Westen geflüchtet sind. Es ist sehr wichtig, dass alle freiheitsliebenden Menschen und Organisationen jetzt gemeinsam gegen den Versuch der islamischen Bewegung, die Scharia-Gesetze in Ägypten und Tunesien und letzten Endes weltweit einzuführen, protestieren.

Wir rufen am Internationalen Frauentag, am 8. März 2013, zu einem Weltweiten Bündnis auf zur Unterstützung der Frauen-Proteste in Ägypten, Tunesien, Iran, Irak, Afghanistan … und gegen Scharia-Gesetze und Angriffe der islamische Kräfte auf die elementaren Menschenrechte der Bevölkerung, insbesondere die Frauenrechte in allen Ländern.

Das WELTWEITE BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE (International Coalition against Sharia Law) ist eine internationale Vereinigung, die sich für die Realisierung folgender Ziele einsetzt:

1. Trennung zwischen Religion und Staat, in Verfassung und Bildungssystem ein Verbot von Scharia-Gesetzen; Trennung zwischen Religion und Gesetzen, Justiz- und Rechtssystem.

2. Verbot von Kleidungszwang (Schleier, Kopftuch, Burka …)

3. Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen und Rechtsverhältnissen

4. Weltweites Verbot der Steinigung

5. Verbot von Geschlechter-Apartheid und Geschlechter-Trennung

Wir appellieren an alle Aktivistinnen oder Aktivisten, fortschrittlichen Organisationen, Atheistinnen oder Atheisten und alle Frauenorganisationen, sich diesem Bündnis anzuschließen.

Mina Ahadi

Telefon: 0049 (0) 1775692413

E-Mail: minnaahadi@gmail.com

Internationales Komitee gegen Todesstrafe

International Committee against Execution – ICAE

http://notonemoreexecution.org

Internationales Komitee gegen Steinigung

International Committee against Stoning – ICAS

http://stopstonningnow.com/wpress/

Das Weltweite Bündnis gegen Scharia-Gesetze (The International Coalition against Sharia Law) wird unterstützt von:

Mary Devery für den TERRE DES FEMMES Vorstand

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

Q u e l l e n

An der Konferenz zum Internationalen Frauentag am 8. März an der Goethe Universität in Frankfurt, die vom Zentralrat der Ex-Muslime und von Equal Rights Now organisiert wurde, haben 6 prominente Frauenrechtlerinnen und mehr als 200 Besucher teilgenommen.

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/arabischer-fruhling-weibliche_11.html

Fotos aus Frankfurt

http://www.exmuslime.com/Gallery/

Mina Ahadis Rede zum Internationalen Frauentag 2013

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/mina-ahadis-rede-zum-internationalen.html

Maryam Namazies Rede von der Frankfurter Konferenz

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/impossible-not-to-see/

Die Botschaft von Taslima Nasrin zur Frankfurt Konferenz. Taslima Nasrin´s message for the Frankfurt conference

http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/taslima-nasrins-botschaft-zur-frankfurt.html

Here’s Nawal El Sadaawi’s message to the conference

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/we-are-not-free-until-all-women-are-free/


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