Evangelische Jugendarbeit und Scharia

الكشافة

al-Kaššāfa

Scouts and Guides

Pfadfinder

Secularity, Scouting and Sharia

60 Jahre Pfadfinderarbeit im GNO,

62 Jahre deutsches Grundgesetz

Vier Pfadfinderlieder zu den Themen Selbstbestimmung und universelle Menschenrechte. Auf dem Jugendzeltplatz Bopparder Kreuzberg feiert der Gau Nassau-Oranien (GNO) im Juni 2011 sein sechzigjähriges Bestehen. Gedanken zur Trennung von Staat und Religion von Edward von Roy, der in den Achtziger Jahren im Stamm Herigar (Meckenheim bei Bonn) aktiv war. Der VCP Meckenheim war damals Teil der evangelischen Pfadfinderarbeit des GNO.

(Melodie nach) Titel:

(Sonnig begann es zu tagen) Hatun, die wollte es wagen

(Bunt sind schon die Wälder) Ach, die Salafisten, wissen Sie

(Bin auf meinem Weg, schon so lang) Auch dir, Demokrat (Kalifat)

(Weit in der Champagne im Mittsommerwind) Muslimische Frauen sind

»Hatun«, oder: Der Pfahl der Scharia.

Text 2007 von der Gruppe pik. Für Hatun Sürücü, die 2005 in Berlin im „ehrenhaften“ Familienauftrag erschossen wurde. Dieses Lied wird zur Melodie L`estaca des Katalanen Lluís Llach gesungen, die von den Pfälzern Hein und Oss Kröher als Sonnig begann es zu tagen bekannt gemacht wurde

Hatun, die wollte es wagen

nach Freiheit stand ihr der Sinn

wollte kein Kopftuch mehr tragen

Lebenslust war ihr Gewinn.

Siehst du Pfahl der Scharia,

mit unsern Fesseln umschnürt?!

brechen wir jede Taqiyya:

ran an ihn – dass er sich rührt!

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Wir spüren Leid bei ihm und ihr.

Nur für ein selbst bestimmtes Leben

lohnt sich der Kampf. Das wissen wir.

Der Ruf nach Freiheit nie verhallt,

er bringt zusammen Jung und Alt.

Zukunft sich selber aufzubauen,

nicht irgendwann, vielmehr schon bald.

Hatun war sechzehn. Die Eltern

fanden für sie einen Mann,

zwangen sie auch zu der Heirat

weit weg, in Nord-Kurdistan.

Und von dem Mann ward sie schwanger,

sah ihre Träume entflieh`n.

Sie floh die kurdischen Berge,

sie floh zurück nach Berlin.

Sie löste mutig ihr Kopftuch,

nahm Zuflucht im Frauenhaus,

suchte sich selber die Freunde,

da blieb die Drohung nicht aus.

Sie ging im Handwerk zur Lehre

stolz war sie aufs eigne Geld.

Da sprach der Rat der Familie:

Nun sind Pistolen bestellt.

Refr. (leise)

Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Februar war es, der siebte,

drei Mal der Schuss wiederhallt:

erst dreiundzwanzig, das war sie,

ihr Kind erst fünf Jahre alt.

Wer hielt die tödliche Waffe?

Wen soll bestrafen der Staat?

Drei ihrer Brüder verhaftet,

Einer gestand jene Tat.

Hatuns Tod, der muss dir sagen:

Geh keinen Meter zurück!

Nicht erst die Männerwelt fragen!

Zögern bricht dir das Genick.

Mögen sie zetern von “Schande!“,

kreischen “Ayip!“ schrill und laut.

Brich starrer Tradition Bande:

frei ist nur, wer sich vertraut.

Refr. (laut) Du kommst zu mir – ich helfe dir!

Das Schweigen von WOSM und WAGGGS zur Scharia

Die authentische Pfadfinderidee ist den universellen Menschenrechten verpflichtet und kann das auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Islamische Gesetz nicht billigen

Kulturelle Moderne ist durch die Trennung von Seelenrettung und Justiz gekennzeichnet. Es ist kein Islamismus, sondern Islam (hier: Koran), wenn die Schwester nur halb so viel erbt wie ihr Bruder und die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel gilt wie die eines Mannes. Das nicht von Menschen, sondern von Allah geschaffene Islamische Gesetz, die vor der Hölle bewahrende Scharia, müssen Weltbürger – und Pfadfinder – als frauenfeindlich und als Diskriminierung der Nichtmuslime benennen. Eine nicht abgelegte, sondern beibehaltene Scharia ist ein revolutionärer Angriff auf die kulturelle Moderne, eine konservative Revolution, gegen Wissenschaft, Pressefreiheit und allgemeine Menschenrechte. Die drei christlichen deutschen Pfadfinderverbände DPSG, PSG und VCP brauchen eine offene, an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 10.12.1948) orientierte Diskussion zur Scharia, statt das mehrstufig privilegierende (damit umgekehrt: Das mehrstufig diskriminierende) Islamische Recht im Namen des interreligiösen Dialogs zu verteidigen oder mit dem Hinweis auf die hanbalitisch-wahhabitisch organisierte und saudi-arabisch finanzierte Pfadfinderarbeit Ostafrikas und des Nahen Ostens unter Multikultur oder innerscoutistischer Toleranz abzulegen.

Es ist beispielsweise nicht zu tolerieren, dass in unseren Kindergärten, Schulen oder Pfadfindergruppen so genannte muslimische Kinder durch korantreu denkende Eltern oder durch örtliche Imame dahingehend eingeschüchtert werden dürfen, dass ein schuldhaft ausgelassenes Pflichtgebet oder eine sichtbar werdende weibliche Haarsträhne sie dem Höllenfeuer näher bringt und dem Paradies auf ewig fern rückt.

Stadtkultur, Arbeitswelt, Sportverein und Pfadfinderleben betreffend können wir daher selbstbewusst sagen: Muslim rein, Scharia raus! Bemerkenswert ist im medialen Diskurs die ständige Vertauschung der Ebenen Islam und Muslime, ein Hütchenspiel, dass die von Mustafa Ceric und Tariq Ramadan angestrebte europäische Rechtsspaltung vernebeln und jeden Islamkritiker pauschal als antimuslimischen Rassisten (ebenso kalkuliert wie faktenfern) diskreditieren soll.

Muslime sind keine Spezies, keine “Sorte Mensch“, für alle Staatsbürger oder Stadtbürger haben die gleichen Gesetze und Verordnungen zu gelten, auch für Atheisten und sogar für Frauen. Eine moralische Herabwürdigung und juristische Diskriminierung der Atheisten oder Frauen haben wir nicht hinzunehmen, auch nicht im Namen des ‚Dialogs mit dem Islam‘. Dass ein Mensch atheistisch argumentiert, ist, sicherlich zum demokratischen Glück, längst kein Skandal mehr, warum aber bekennt sich mein Bürgermeister oder Jugendverbandsleiter nicht zur Zusammenarbeit mit orientalischstämmigen Atheisten? Warum wird zwar der ZMD-Funktionär oder VIKZ-Imam, aber kein Vertreter der Ex-Muslime eingeladen?

Ja zur Integration und zur offenen Gesellschaft. Nein zum erneuerten osmanischen Millet-System, in welchem die elterliche Religion den Lebensweg des Einzelnen im Wesentlichen vorzeichnet. AEMR (1948) und GG (1949) richten sich an das Individuum, nicht an ein Gefüge von Glaubensnationen oder Religionsvölkern, und es gilt auch für den Geist des 104 Jahre alten Scouting (Brownsea Island 1907), dass die Herrschaft Allahs (Kalifat) zurückzuweisen ist und dass ein alle Frauen und Ex-Muslime gleich behandelndes Recht zu bejahen ist.

Islam ist Religion. Der so genannte Salafismus (Ibrahim Abou-Nagie (DWR), Pierre Vogel (EZP)) ist keine Sekte. Die neunjährige ‚Braut‘ zu verheiraten ist auch Religion, nachzulesen beim schiitischen Staatsgründer Ayatollah Chomeini oder beim saudi-arabischen Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich, aber hierzulande ist so eine Religion auszuüben schlicht verboten, und dass muss so bleiben.

Hidschab (islamischer weiblicher Schleier) ist Religion, aber nordrhein-westfälischen Lehrerinnen während der Dienstzeit verboten und in Frankreich sogar den Schülerinnen. Burka und Niqab sind Religion, jedenfalls nach Scheich Bin Baz und vielen anderen. Manche Pfadfinderinnen und Pfadfinder wünschen das Verbot von Niqab (Gesichtsschleier) und Burka im öffentlichen Raum. Als einem der letzten Bundesländer fehlt Rheinland-Pfalz allerdings immer noch ein Gesetz zum Verbot des Lehrerinnenkopftuchs im staatlichen Schuldienst; dieses Bundesland sollte sich, die Trennung von Staat und Religion betreffend, etwas mehr am Nachbarland Frankreich orientieren. Tariq Ramadan hält den Schleier für verpflichtend und arbeitet damit auf eine textil bekundete kulturelle Apartheid und auf eine permanente Überwachung auf sexuelles weibliches Wohlverhalten hin: “Im Zuge der Kopftuch-Debatte bezeichnete er die traditionelle Kleidung der Muslimin als ‚Zeichen ihrer Identität‘ und als ‚islamische Pflicht“‘.

Steinigung der Ehebrecherin ist Scharia, also ist Steinigung islamische Religion. Apostatenmord sichert das Heil im Diesseits und Jenseits koranbasiert und islamrechtlich einwandfrei, ist aber in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet – und das ist auch gut so.

Für alle haben dieselben Gesetze zu gelten, auch für Atheisten und Frauen … die muslimischen Radikalen jedoch wollen das Sonderrecht, vor allem die Polygamie und die Verheiratung dreizehnjähriger oder auch neunjähriger Mädchen.

Die vom Mittelrhein stammende Soziologin Dr. Naika Foroutan („Dabei bin ich ein Kind aus Boppard am Rhein“) möchte sich weder gegen das frauenfeindliche (und männerfeindliche!) Dressurinstrument des Hidschab aussprechen noch die kulturrassistische Doktrin der Scharia anprangern. Immerhin sagt die Tochter eines Iraners nicht, dass Ayatollah Chomeini den Islam falsch verstanden hätte.(1), (2)

Naika Foroutan („sozusagen ein Bopparder Mädchen“) arbeitet 2011 etwa im Rahmen der Mercator-finanzierten Junge Islam Konferenz („Signale senden – Die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz von Islam und MuslimInnen in Deutschland fördern“). Gesamtgesellschaftlich bedeutet schariakonform gespalten, sozial zerlegt.(3)

Das Pfadfindertum muss ‚Nein!‘ sagen zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. Für keine religiös (oder sonstwie) definierte Gruppe, auch nicht für Muslime oder Juden, hat ein besonderer Paragraph zu gelten, auch nicht im Eherecht. Scharia ist beides: 100 % Religion und 100 % Politik.

Wir brauchen nicht hinzunehmen, unsere Kleriker tun das ganz gerne, dass jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‚Christen und Muslime‘ aufteilt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörige einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‚multikulturell‘ sein.

Die Scharia ist diskriminierend und frauenfeindlich, pfadfinderische Jugendarbeit muss sich zeitnah, klar und gut begründet vom Islamischen Recht (Scharia) distanzieren.

Herrschaftszeiten,

der Scheich kommt

Melodie: »Bunt sind schon die Wälder«

Gitarre:

D D A D

h h G D.

e D EA +A

D D G G

e e A A

D A D D

Ach, die Salafisten, wissen Sie, wir müssten

toleranter sein.

Diese jungen Frommen wollen zu uns kommen,

beten, keusch und rein.

Viele Frauen im Schleier sind euch nicht geheuer?

Man gewöhnt sich daran!

Burkas machen glücklich, ehrbar und sind schicklich,

Mädchen, zieh eine an!

O welch frohe Kunde, die Scheich Ciftci zur Stunde

ausgerufen hat:

Gott gibt Menschenrechte! Allahs frohe Knechte

strömen in die Stadt.

Lauschet den geehrten Führern und Gelehrten:

Gott bringt Information.

Fatma und Maria brauchen die Scharia,

für ihre Integration.

Menschenrecht im Plural, Abdurrahim Vural

spürt die neue Zeit.

Polygames Leben ist sehr zu erstreben.

Allahkratie macht sich breit.

Den Islam zu stören, Grundgesetze beschwören,

das ist nicht gemeint.

Burka tolerieren, Ehen arrangieren:

sei kein Fremdenfeind!

Im Konfliktfall muss gelten: AEMR statt religiöse Pflicht

Wer pauschal sagt: ‚Ich habe nichts gegen den Islam‘, sagt auch: ‚Ich habe nichts gegen die Scharia‘, nichts gegen den Hidschab und nichts gegen die Polygamie‘. Das Kopftuch ist hoch politisch, weil der orthodoxe Islam der Frau einen erniedrigten Rang bestimmt (Ralph Giordano: “Wenn das Haar der Frauen die Männer in Erregung bringt, wäre es dann nicht besser, den Männern Handschellen anzulegen, als die Frauen unter Kopftücher zu zwingen?”). Der Mann kann die Ehefrau ohne Angaben von Gründen verstoßen, die Kinder sind sein Eigentum bzw. das seines Stammes. Laut Koran bekommt die Frau nur das halbe Erbe und hat nur eine halbe Stimme vor Gericht – das ist kein „Islamismus“, das ist Religion, das ist Islam. Will das weltweite Pfadfindertum Zweitfrau, Schleierpflicht und halbiertes Erbe für die Tochter? Warum treten WOSM und WAGGGS nicht im Namen der AEMR (1948) gegen das auf Ungleichbehandlung beruhende Islamische Recht (Scharia) an?

Billigt nordamerikanische oder europäische evangelische Jugendarbeit, dass so genannten muslimischen Kindern – religiös begründet – Angst vor der ewigen Höllenqual gemacht werden darf? Allein das korrekt geführte Leben nach Sunna und Scharia rettet vor der ewigen Verdammnis – so versteht sich der Islam selbst. Einen Islam ohne Scharia, ohne Hidschab (Schleier) und ohne Geschlechterapartheid haben weder DITIB noch VIKZ im Angebot, von der Milli Görüs gar nicht zu reden. Die Burka ist ein textiles Gefängnis, das ebenso ins Museum gehört wie Sklavenkette und Richtschwert. Hidschab (Das Prinzip Kopftuch) bedeutet, dass die Frau anders nackt ist als der Mann, nackter als der Mann, und dass ihr unverhüllter Leib die schariakompatible Zivilisation zum Einsturz bringt. Das Kopftuch ist ein Burkasubstitut, ein Burkavorläufer.

Islamisch betrachtet ist die hartnäckige Kopftuchverweigerin ein Mensch sittlich geringeren Wertes, eine Schlampe, die ihr Seelenheil und dasjenige ihrer Familie aufs Spiel setzt. Nicht nur von der Burka, sondern auch vom Hidschab (Schleier) muss sich der Scoutismus deshalb distanzieren („Halstuch statt Kopftuch!“) und sich für das Verbot des Lehrerinnenkopftuchs an staatlichen Schulen in Rheinland-Pfalz aussprechen.

Salafiyya (organisatorisch: Muslimbrüder) und Wahhabiyya (finanziell: Saudis) bilden längst ein Amalgam und haben die Deutungsmacht zu dem, was die so genannten Muslime in Europa bzw. Deutschland unter Islam zu verstehen haben, längst inne, jedenfalls drohen sie, die wenigen muslimischen säkularen Wortführer wie Bassam Tibi oder Necla Kelek wirkungslos zu machen.

Ja zur AEMR. Nein zu den Modellen der diversen Kulturkreistheoretiker.

Anders als es der Katholik und Schariafreund Werner Höbsch (Georges-Anawati-Stiftung) und die anderen deutschen Sympathisanten des Islamtheoretikers Ali Schariati (1933-1977) meinen, ist die AEMR (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) nicht westlich und nicht östlich. Die Naturgesetze, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung, die Pressefreiheit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, all das ist nicht “abendländisch“ (und auch nicht “morgenländisch“).

Sobald wir beginnen, AEMR und GG als ‚westlich‘ zu benennen, räumen wir den so genannten Muslimen das Recht ein, IHRE GESETZE, das ‚morgenländische, orientalische Recht‘ zu praktizieren – Polygamie, Kindbraut, Scharia-Gerichtshöfe werden die Folge sein.

Wir verteidigen also nicht das ‚Abendland‘, sondern das für alle geltende, auf Gleichbehandlung beruhende (nicht jenseitszentrierte) Recht. Wir verteidigen nicht das ‚christliche Europa‘ oder den ‚Okzident‘, sondern die kulturelle Moderne und die Gleichberechtigung der Atheisten und der Frauen.

Die Scharia muss nicht deshalb weg, weil sie ‚morgenländisch‘ (orientalisch) ist, orientalisch sind die Kopten oder iranischen Atheisten auch, sondern weil sie auf Ungleichbehandlung (und vermeintlicher Seelenrettung) beruht. Unsere Gesetze (auch unser Scout Law, Pfadfindergesetze) regeln das Zusammenleben, nicht den künftigen Aufenthalt in Höllenfeuer oder Paradies.

Hier gibt es Religionsfreiheit, in Saudi-Arabien oder im Iran nicht, dort gibt es die Scharia, sogar für alle diejenigen, die sie gar nicht wollen.

Sagen wir “Nein!“ zur religiös begründeten Rechtsverschiedenheit. So etwas wie das ISLAMIC SHARIA COUNCIL (London) ist weltweit zu verhindern bzw. abzuschaffen.(4)

Wer, auch im Namen des „friedlichen Zusammenlebens der Religionen“, die Scharia verharmlost, fällt den an einer ernst gemeinten Integration interessierten, mutigen muslimischen Säkularen in den Rücken.

Anders als im Kalifat leben in Deutschland auch gar keine Religionen zusammen, sondern Staatsbürger.

Das Lied vom Kalifat

Ein Lied zum Erhalt der freiheitlichen Demokratie, die einen Ratio und Phantasie ermöglichenden Wurzelgrund der Säkularität (kulturelle Moderne) benötigt, den es im Scharia Islam (hadīth, al Gazālī) nicht geben kann. Ein Lied über die gestern in Genf angelaufene, radikalislamisch unterwanderte UN-Konferenz gegen Rassismus genannt “Durban II“. Gerne zu singen zur wohl aus den fünfziger Jahren stammenden Melodie des schottischen Straßenmusikers Alex Campbell, wie sie Hannes Wader (“Heute hier, morgen dort“) 1972 mit dem Text unterlegte “Bin auf meinem Weg – schon so lang!“ Text von Gruppe pik, Duisburg 2009

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

Islamkritisch ist … (Kalifat!)

… doch nur der Rassist! Kalifat.

Schau, Kunst und Kultur, die stören doch nur.

Erzbischof und Imam die rufen zur Tat. Kalifat.

Wer schenkt uns den Sieg? „Kalifat!“

Der heilige Krieg! (Kalifat!)

Es poltert in Genf AhmadīNedschād,

es leitet uns recht der Fatwā Rat. Kalifat!

Wer weiß guten Rat … (Kalifat!)

… für Kirche und Staat? „Kalifat!“

Herr Hāmid Karzai macht euch Frauen frei.

Die Sexpflicht der Ehe, den Feldern die Saat. Kalifat.

Es treffe der Fluch … (Kalifat!)

… das Weib ohne Tuch. Kalifat!

Manch ein Journalist ein Frevler ist.

So sei Wissenschaft nun abgeschafft! Kalifat!

Auch dir, Demokrat … (Kalifat!)

… wird Islam zum Staat – Kalifat.

Es gibt kein Zurück, Scharia bringt Glück.

Es brennen die Schulen im Tal von Swat! Kalifat!

pik. Duisburg 2009

Akkorde

GD GD

GD GD

DA GD

DA GD, GD

Statt wie Wader “schon so lang“ singe man eben “Kalifat!“

Der nonkonformistische Wader überging in seinem Kulturschaffen leider Maos und Stalins Schreckensherrschaft. Wader war Kommunist (DKP) zwischen 1977 und 1991 und noch 2003 Sänger auf dem kommunistischen ZU-Pressefest.

Ob der revolutionäre Herr Wader jemals die inhumane Herrschaftskultur der Sunna und Scharia kritisiert hat? Ob Waders DKP, ob Deutschlands alternativkulturelle Liedermacherszene die Staatsordnung der Koranverse und Hadithen für Kommunismus oder Humanismus hält?

Auf in die Rechtsspaltung?

Mustafa Ceric, amtierender bosnischer Großmufti, ist seit Jahren geschätzter Dialogpartner von Thomas Lemmen (CIG) und Wolfgang Schäuble und fordert das islamische Personenstandsrecht und Familienrecht:

„f) den Weg frei machen für die Anerkennung des Islamischen Rechts im Personenstandsrecht und Familienrecht, … f) opening the way for the Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law;(5)

Die Scharia kann nicht aufgeteilt werden, sie einzuschränken hieße nach Ansicht der orthodoxen Muslime, Allahs Macht einzuschränken und damit letztlich Allah anzugreifen. Man kann die auf Ungleichbehandlung (Diskriminierung) beruhende Scharia also weder „teilweise“ einführen noch sie wirklich jemals demokratisieren.

Am 07.12.2010 dann gab Thomas de Maizière einen Vorgeschmack auf die mögliche Islamisierung Deutschlands per Staatsvertrag. Wieder fiel keine Silbe zur kulturrassistischen und frauenfeindlichen Scharia, auch der Standard der AEMR (10.12.1948) fehlt. Stattdessen raunt der irgendwie weise Minister:

‚Ich bin optimistisch, dass wir mit dem bewährten deutschen Staatskirchenrecht auch die Integration des Islam in unsere Rechtsordnung gewährleisten können. Auch die Deutsche Islamkonferenz unterstützt das Ziel einer Kooperation auf der Grundlage des geltenden Religionsverfassungsrechts.

Aber wie kann das gehen? Bis zu einer Lösung arbeiten wir mit Übergangslösungen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Zwischenzeit mit dem Rechtstypus eines Vertrages „sui generis“ [sui generis = ohnegleichen, einzigartig] überbrücken: Wir könnten beispielsweise einen „Vertrag über die Einführung eines Religionsunterrichts“ machen, mit Mitwirkungsrechten organisierter islamischer Organisationen.'(6)

Gerade weil wir keine Rassisten bzw. Kulturrassisten sind, müssen Pfadfinder sofort dazwischenreden, wenn jemand die Staats- oder Stadtbevölkerung in ‚Christen und Muslime‘ aufzuteilen beginnt. Hier leben Staatsangehörige, keine Angehörigen einer Glaubensnation oder eines Religionsvolks (milla, türk. millet). Wenn es darum geht, die Universalität der Menschenrechte gegen die Scharia zu verteidigen, darf ein Pfadfinder nicht ‚multikulturell‘ sein.

Der derzeitige organisierte Islam will Polygamie, Kindbraut und Schleierpflicht und ist nicht integrierbar. Eine Integration des Islam zu versuchen, würde Europa die religiös begründete Rechtsspaltung bringen und damit den Ausstieg aus dem staatlichen Gewaltmonopol und aus der säkularen (freiheitlichen) Demokratie. Die Scharia des Salafismus (Salafiyya) ist keine andere Scharia als die von DITIB, ZMD oder VIKZ. Die 1928 gegründete Muslimbruderschaft (Muslim Brotherhood) ist eine Bewegung des Salafismus:

“Mit der Gründung der Muslimbruderschaft (Ägypten, 1928) wurde eine neue Plattform zur Präsentation und Umsetzung der Reformgedanken der Salafiya-Bewegung geschaffen. Aufbauend auf die Salafiya, versuchte die Muslimbruderschaft den Islam als staatliches Ordnungsmodell einzuführen. Das „wahre Wesen“ des Islam sollte wieder zum Leben erweckt werden. Die Zeit der Urgemeinde von Medina sollte dabei richtungweisend für die modernen Muslime sein“(7)

Salafist Mustafa Ceric ist über den Europäischen Fatwa-Rat (European Council for Fatwa and Research, ECFR, Sitz Dublin)(8) der sunnitischen Autorität Yusuf al Qaradawi gehorsamspflichtig. Ceric ist Großmufti in Sarajevo und gilt den beiden deutschen Großkirchen leider als Dialogpartner. So war Ceric gern gesehener Gast auf Dialogveranstaltungen nicht zuletzt bei der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) um Melanie Miehl und ihren Ehemann Thomas Lemmen. Der Bosnier fordert die Rechtsverschiedenheit im Bereich von Personenstands- und Eherecht:

Opening the way for the Muslim law. Mufti Ceric weiß richtig: Ohne Polygamie und Kindbraut gibt es keine islamisch verstandene Religionsfreiheit.

Was wollen wir – die religiös begründete Rechtsspaltung oder den Grundsatz “ONE LAW FOR ALL, Ein Recht für alle“?

Uns Pfadfinder sollte freuen, wenn jemand bewusst atheistisch oder bewusst religiös eingestellt ist und engagiert und intelligent argumentiert. ‚Religion‘ kann ein säkularer (freiheitlicher) Demokrat allerdings nicht pauschal verteidigen, sonst müsste er auch die Menschenopfer für die Gottheit Huitzilopochtli oder müsste er den Voodoo-Hexenkult verteidigen. Religion kann also nur im Rahmen des Grundgesetzes (1949) verteidigt werden, das auf der AEMR (1948) gründet. Da, wo Religion mit der AEMR kollidiert, hat die Abwehr der bösen Geister bzw. hat die (vermeintliche) Rettung der Seele vor den Höllenflammen dem „diesseitigen“ Gesetz zu weichen. Auch christliche Pfadfinder müssen das offen sagen, gerade in Bezug auf die Scharia.

Blicken durch: Die britischen Ex-Muslime

Sharia law is discriminatory. Sharia Councils and Muslim Arbitration Tribunals are discriminatory, particularly against women and children, and in violation of universal human rights. Sharia law is unfair and unjust in civil matters.

Proponents argue that the implementation of Sharia is justified when limited to civil matters, such as child custody, divorce and inheritance [Aufenthaltsbestimmungsrecht, Scheidungsrecht, Erbrecht]. In fact, it is civil matters that are one of the main cornerstones of the subjugation of and discrimination against women and children. Under Sharia law a woman’s testimony is worth half that of a man’s [unter der Scharia gilt die Aussage einer Frau nur halb so viel wie eine männliche]; a woman’s marriage contract is between her male guardian and her husband [ihren Heiratsvertrag schließt ihr männlicher ihr Heiratsvormund, ihr “Wali” mit ihrem Ehemann ab, ohne Wali kann sie gar nicht heiraten]. A man can have four wives and divorce his wife by simple repudiation [der Mann kann vier Ehefrauen haben und jede einfach so verstoßen], whereas a woman must give reasons, some of which are extremely difficult to prove [während die Frau ihre Gründe nach einem komplexen System nachweisen muss]. Child custody [Aufenthaltsbestimmung] reverts to the father [obliegt im Islam dem Vater] at a preset age, even if the father is abusive; women who remarry lose custody of their children [eine wiederverheiratete Frau verliert ihre Kinder]; and sons are entitled to inherit twice the share of daughters [laut Koran erbt der Sohn doppelt so viel wie seine Schwester].(9)

Auf der Straße der Scharia, meint Maryam Namazie sarkastisch, reisen Sie schnell und kostengünstig in die Ungerechtigkeit. Namazie fordert ein Verbot der Arbeit der Schariagerichtshöfe und der anderen religiös basierten Schiedsgerichte: „Even in civil matters, Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, particularly against women and children. Moreover, its voluntary nature is a sham; many women will be pressured into going to these courts and abiding by their decisions. These courts are a quick and cheap route to injustice and do nothing to promote minority rights and social cohesion. Public interest, particularly with regard to women and children, requires an end to Sharia and all other faith based courts and tribunals.“ (10)

Religionsrecht entsorgt die Demokratie

Persiflage auf die Multikultur

E c# A f#. H7 H7 E A,E

E c# A f#. H7 H7 E,H7 E

E c# f# f#. f# H7 E H7

E c# f# f#. H7 H7 E,H7 E

H7 H7 A E. H7 H7 A E

A A H7 H7. E A H7 E

Gesungen zur Melodie des Liedermachers Eric Bogle: »The Green Fields of France«. Text: Gruppe pik.

1

Muslimische Frauen sind nicht unterdrückt

vielmehr von Allah und Scharia beglückt,

zwar kommen sie ohne Mann nirgendwo hin,

ein Kind zu gebären gibt ihnen den Sinn.

Koran und Hadithen sind Information,

vergolden Scheitern der Integration;

muslimische Kinder, die mögen nun mal

ein Leben in Angst vor der höllischen Qual.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken,

denn ihr sichtbarer Leib zieht den Teufel heran

und ihr offenes Haar bedroht eben

ihrer Sippe das ewige Leben.

2

Den Hidschab verbieten, das ist sehr gemein,

die Islamversteher sie laden uns ein,

das Thema des Abends: Die Frau im Koran,

Scharia sei nützlich, modern und human.

Im Saal ein Politiker aus der Türkei,

Vertraute des Sultans von Schardscha dabei,

Herr Laschet gibt Mustafa Cerić die Hand,

mit Bart und Gewand ist Pierre Vogel bekannt.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

3

In England gehören die Tücher zur Norm,

man duldet sie zur Polizeiuniform,

die belgische Schülerschaft lebt ganz für Gott:

„Kein Kopftuch, kein Unterricht, auf zum Boykott!“

Zur künftigen Trennung von Kulten und Staat

hat Frankreich die besten Konzepte parat

Als „Burkaverbot“ diskutiert man den Plan

mit dem radikalen Tariq Ramadan.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

4

Das griechisch-islamische Recht lässt uns kalt,

dort ist die Braut schwanger und elf Jahre alt.

Das Ehepaar suchte im Rheinland sein Glück,

wir schickten sie gleich in die Heimat zurück.

Es ist Religion, was aus Kelantan kam

nennt sich Wali Mudschbir und nennt sich Islam.

Frau Dr. Boos-Nünning hat mich informiert:

die Ehen sind glücklich und sind arrangiert.

Jede sittliche Frau ist mit Stoff zu bedecken …

Bogle schrieb das rasch weltbekannte Friedenslied aus dem Eindruck heraus, den ein Besuch auf drei oder vier Soldatenfriedhöfen in Belgien und im nordöstlichen Frankreich im Jahre 1976 auf ihn und seine Frau gemacht hatte. Der zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit der Scharia schweigende Hannes Wader, Älteren bekannt durch seine Auftritte bei den Burg-Waldeck-Festivals in der Zeit zwischen 1964 und 1969, hat das Lied als »Es ist an der Zeit« („Weit in der Champagne … Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen“) im deutschen Sprachraum bekannt gemacht.

Weitere beliebte Gitarrenakkorde

G e C a. D7 D7 G C,G

G e C a. D7 D7 G,D7 G

G e a a. a D7 G D7

G e a a. D7 D7 G,D7 G

D7 D7 C G. D7 D7 C G

C C D7 D7. G C D7 G

Wird die Segregation chic?

Hochrangige europäische Juristen oder Religionsführer meinen offensichtlich, dass die Last der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte den pauschal so genannten Muslimen nicht zuzumuten ist.

“Der Oberste Richter für England und Wales, Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen. … Er sehe … keinen Grund, warum Grundsätze der Scharia nicht bei Schlichtungsfällen herangezogen werden sollten.“(11)

“Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Freiburger Professor stellt diesen Grundsatz jetzt in Frage. Er verlangt Sonderrechte und eigene Gerichte für Ausländer. Muslime unterstützen diesen ‚Rechtspluralismus“‘(12)

Ein Jahr eher als Christian Giordano hatte das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Erzbischof Rowan Williams, für die Einführung von “Teilen“ der Scharia geworben. Wir dürfen vermuten, dass Thomas Lemmen und Werner Höbsch dem Ansinnen von Lord Phillips und Erzbischof Rowan Williams sehr nahe stehen.

‚There is a place for finding what would be a constructive accommodation with some aspects of Muslim law as we already do with aspects of other kinds of religious law.'(13)

‚Die‘ Muslime hätten, so der Geistliche, schließlich “andere Loyalitäten“, und dürften nicht von ihren kulturellen Wurzeln entfremdet werden.(14)

Eine religiös begründete Rechtsverschiedenheit gilt es zu verhindern, wollen wir auch künftig in der kulturellen Moderne leben und nicht in einem Gefüge von Glaubensnationen und Religionsvölkern, in segmentierten Städten, Kasten-Systemen und getrenntreligiösen Straßenzügen.

Keine Toleranz der Intoleranz. “Ja!“ zur ernst gemeinten Integration.

Nicht nur das angewandte grausame Strafrecht der Scharia, sondern auch das praktizierte Familienrecht der Scharia ist nach dem Grundgesetz schlicht verboten. Man kann zwar glauben, dass die Verheiratung neunjähriger Mädchen oder die Steinigung der Ehebrecher gottgewollt ist, man darf diesen Glauben auch bekennen, man darf ihn aber nicht ausüben, auch nicht im Namen der „Religionsfreiheit“.

In Europa, wo die Scharia noch gilt. Michael Kreutz:

“Arrangierte Ehen, ohne dass die Brautleute sich vorher zu Gesicht bekamen; zwölfjährige Kinder, die zwangsweise verheiratet werden; Frauen, die nicht wissen, dass sie ein Recht auf Scheidung haben und die im Falle einer Scheidung das Sorgerecht an ihren geschiedenen Mann verlieren – allesamt Phänomene, die dort auftreten, wo die Scharia herrscht. Es gibt sie darum auch überall dort, wo muslimische Minderheiten sind. Also auch in Europa.“(15)

Artikel 4 (2), die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet, gilt selbstverständlich nur so weit, wie gegen andere Grundgesetzartikel nicht verstoßen wird. Der fromme Salafist kann also nicht sagen, die (islamrechtlich völlig korrekte) Ermordung des Islamapostaten oder der Ehebrecherin ist jetzt praktizierte Religion nach Art. 4 GG.

Auch religiös begründetes Frauenprügeln nach Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha (“Frauen im Schutz des Islam“) ist grundgesetzlich keineswegs geschützt oder auch nur (multikulturell, tolerant) gesellschaftlich tolerierbar.

Dazu schrieb der Verfassungsschutz Baden-Württemberg:

“Das Buch „Frauen im Schutz des Islam“ wurde von einem Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien am 15. Januar 2009 in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen. … Es lag sowohl an den Informationsständen über den Islam in Pforzheim am 14. Februar und 4. April 2009 als auch bei Vorträgen von Pierre VOGEL am 25. November 2007 in Tübingen und am 11. Juni 2009 in Stuttgart-Wangen zur Mitnahme aus. Es wurde ebenfalls in einem im Mai 2008 gesicherten Videofilm von Pierre VOGEL empfohlen.“(16)

Die Standards der universellen Menschenrechte, insbesondere die mit Koran und Scharia nicht erreichbare Gleichberechtigung von Mann und Frau, dürfen nicht außer Kraft gesetzt werden, auch nicht religiös begründet. Ein Pfadfinderverband, auch ein christlicher wie der VCP, muss das gelassen bekunden.

Ob der Koranfreund seinen Glauben nun eher demokratisch oder eher gegendemokratisch lebt: Selbst einen äußerst merkwürdigen Fanatiker haben wir in seiner Religiosität ernst zu nehmen, der gläubige Muslim ist religiös und sein Islam ist Religion. Die Salafisten, die den Islam ebenso gut kennen wie Ayatollah Chomeini seinen (schiitischen) Islam kannte, sollten wir nicht als sektiererische Spinner bezeichnen. Dass wir jeden einzelnen deutschen Salafisten zum Bejahen der freiheitlichen Demokratie überzeugen müssen, bleibt Herausforderung. Dass Scharia und Sunna totalitär zu nennen sind, muss weltbürgerliche Jugendarbeit öffentlich ebenso dokumentieren (bekennen) wie dass sie den Menschen daran hindern, sein Leben selbst zu gestalten. Die Angst des Verweigerers islamisch korrekten Verhaltens vor sozialer Ausgrenzung (auf Erden) und die Angst vor Allahs ewiger Höllenstrafe (im vermeintlichen Jenseits) sind mit moderner, auf Emanzipation, Kreativität und Angstfreiheit beruhender Pädagogik nicht zu vereinbaren.

Muslime sind keine Sorte Mensch, keine exotische oder nach Europa eingewanderte Spezies wie Waschbär, Tigermücke oder Halsbandsittich. Es mag ja sein, dass es in hundert oder zweihundert Jahren einen demokratiefähigen organisierten Islam gibt. Bis dahin jedoch leben in Deutschland, auch in Boppard, keine „Muslime und Nichtmuslime“, sondern Staatsbürger. Wir Säkularen sollten alarmiert sein, sobald jemand, auch im heute genau sechzig Jahre alten GNO, von “die Christen“ und “die Muslime“ zu reden beginnt, und nüchtern feststellen: Hier gelten nicht Koran und Bibel, weder Scharia noch Ordo Dei (christlich-mittelalterliche „Ordnung Gottes“), sondern Bauordnung und Straßenverkehrsordnung, Grundgesetz und AEMR. Die auf Seelenrettung bzw. Seelenverdammnis verzichtende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 1948) ist gefährdet, wenn wir sie nicht engagiert verteidigen. Ohne durchgesetzte AEMR, bei Bedarf eben gegen das Religionsrecht, kann es kein ernst gemeintes Grundgesetz (GG, 1949) geben.

Edward von Roy

Quellen

1 Naika Foroutan forscht zurzeit an der Humboldt-Universität in einem Projekt, das die Vielschichtigkeit muslimischer Identität in der Einwanderungsgesellschaft untersucht.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1291064/

2 Die in Boppard aufgewachsene, aber in Teheran geborene und irgendwie wurzelkulturelle Naika Foroutan vermeidet das Wort Scharia: „Während die Realität uns Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund also durchaus bescheinigt, dass wir uns aktiv einfügen wollen, ohne unsere kulturellen Wurzeln zu vergessen …“

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1214/feuilleton/0002/index.html

3 Der Foroutan-Effekt. Zehn Empfehlungen für die Deutsche Islam Konferenz. Teilnehmer der Jungen Islam Konferenz – Berlin 2011 überreichen ihre Vorschläge dem Bundesinnenminister und stellen diese in der Plenarsitzung der DIK vor

http://www.stiftung-mercator.de/fileadmin/user_upload/INHALTE_UPLOAD/News-Downloads_2010_03/Nr.30_Februar_11_Pressemitteilung_JIK_Berlin_2011_UEbergabe_final.pdf

4 Islamic Sharia Council, London. Eherechtliche Frauenherabsetzung als Methode der Seelenrettung.

http://www.islamic-sharia.org/

5 Mustafa Cerić: f) opening the way for Muslim law to be recognized in matters of personal status such as the Family Law; (g) the protection of European Muslims from Islamophobia …, aus der »Declaration Of European Muslims« (»Deklaracija Evropskih Muslimana«) vom 24.02.2006. Bei der schariapolitischen Zentrale »Rijaset«, Bosnien und Herzegowina.

http://www.rijaset.ba/en/index.php?option=com_content&view=article&id=66

6 Thomas de Maizière. Staat und Islam. Sui generis. Die Worte Scharia und AEMR fehlen.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/quer-zum-zeitgeist/3636582.html

7 Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen, zu: Salafismus. Muslimbruderschaft als Teil der Salafiyya.

http://www.im.nrw.de/sch/doks/vs/Salafismus.pdf

8 European Council for Fatwa and Research (ECFR), Chef und Gründer ist der spirituelle Führer der Muslimbrüder und ihres Umfeldes, Yusuf al-Qaradawi (Yūsuf al-Qaraḍāwī), einer der ECFR-Scheiche ist Bosniens Großmufti, Salafist und Islamist Mustafa Cerić, Kooperationspartner von Wolfgang Schäuble, der Eugen-Biser-Stiftung, Thomas Lemmen und der Christlich-Islamischen Gesellschaft

http://en.wikipedia.org/wiki/European_Council_for_Fatwa_and_Research#Members_of_the_ECFR

Mitglied im ECFR: Rachid al-Ghannouchi (Rāšid al-Ġannūšī), Bewunderer der palästinensischen terroristischen Hamas: „Ghannouchis Aussage zur Rolle der durch die Scharia vorgegebenen Grenzen in seiner Theorie einer „islamischen Demokratie“ ist unmissverständlich: Nach seiner Ansicht könne kein politisches Konzept als islamisch betrachtet werden kann, das es sich außerhalb der Scharia bewegt. Aus islamischer Sicht sei ein solches Konzept illegitim“

http://de.wikipedia.org/wiki/Rachid_al-Ghannouchi

an-Nahda (an-Nahḍa), islamische „Wiedergeburt“

http://de.wikipedia.org/wiki/Nahda

Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE)

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deration_Islamischer_Organisationen_in_Europa

Forum of European Muslim Youth and Student Organizations (FEMYSO), der internationalen Bewegung der Muslimbruderschaft zuzurechnen. Ibrahim el-Zayat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_of_European_Muslim_Youth_and_Student_Organizations

Muslimische Jugend in Deutschland (MJD). Muhammad Siddiq Borgfeldt. Verlag Green Palace. Sayyid Abul Ala Maududi (Abul A’lā al-Maudūdī).

http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimische_Jugend_in_Deutschland

Mit der MJD kooperiert seit Dezember 2008 Georg Bienemann und die Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW (LAG Kath. OKJA NRW) über das boykottierenswerte Projekt DIALOGBEREIT.

http://www.dialogbereit.de/wirsind.html

9 One law for all. Campaign against Sharia Law in Britain.

http://www.ex-muslim.org.uk/eng/action/oneLawAction.htm

Ex-Muslime. Die Ex-Muslime verdienen unsere Unterstützung.

http://www.ex-muslime.de/index.html

10 Maryam Namazie: ‘Sharia law is discriminatory, unfair and unjust, … Public interest, … requires an end to Sharia and all other faith-based courts and tribunals.‘

http://maryamnamazie.blogspot.com/2008/12/launch-of-one-law-for-all-campaign.html

11 Lord Phillips, will Prinzipien der Scharia zur Lösung von Streitigkeiten zulassen

http://www.sueddeutsche.de/politik/grossbritannien-oberster-richter-will-scharia-prinzipien-1.191482

12 Der Schweizer Anthropologieprofessor Christian Giordano will den Rechtspluralismus

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/scharia-gerichte_fuer_die_schweiz_1.1606772.html

13 Rowan Williams. Der Anglikanische Chef will Elemente der diskriminierenden Scharia integrieren.

http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/1577927/Rowan-Williams-says-Sharia-law-unavoidable.html

14 Die britischen Muslime, so meint der Erzbischof von Canterbury Rowan Williams, wären keine gefühlten säkularen Staatsbürger, sondern hätten andere Loyalitäten.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/7232661.stm

15 Griechenland lässt die türkisch-muslimische Minderheit in einer familienrechtlichen Apartheid leben, kleine Mädchen werden islamisch verheiratet und tauchen schwanger in Düsseldorf auf. Michael Kreutz: In Europa. Wo die Scharia noch gilt.

http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2005/106/europa-scharia/

Kein “Islamismus”, sondern Islam pur: Prinzip Kindbraut.

„Zwangsehen in Düsseldorf – das hört sich nach finsterem Mittelalter an. Tatsächlich aber betreut das Jugendamt zur Zeit drei Familien, in denen minderjährige Mädchen (unter 14) verheiratet wurden. Vor zwei Jahren tauchte der erste Fall auf: Es ging um eine Elfjährige, die hier mit ihrem 22-jährigen Ehemann lebte. Das Paar meldete sich sogar mit Heiratsurkunde an. Am Mitwoch sollte sich der Grieche Hassan N. (damals 20, heute 22) vor Gericht verantworten, weil er eine 12-Jährige geschwängert hatte.“

http://www.express.de/regional/duesseldorf/zwoelfjaehrige-bekam-in-zwangsehe-ein-baby/-/2858/705568/-/index.html

Prinzip Kindbraut. Ohne Scharia kein Islam. Das islamische Heiratsalter für die Ehefrau beträgt nach Mohammeds Vorbild (seiner Ehe mit Aischa) neun Jahre.

Kindbraut Brescia. Brautpreis 17.000 Euro, “sie” 11, “er” 21 Jahre alt. CORRIERE DELLA SERA (Brescia, 11enne serba venduta al marito), 03.07.2008

http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_03/bambina_serba_venduta_brescia_449c2624-48e4-11dd-a3c9-00144f02aabc.shtml

Ten-year-old girls are ready for marriage, according to Saudi Arabia’s most senior cleric. Sheikh Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, told Al Hayat newspaper that those saying ten or 12-year-old girls are too young to marry are being ‘unfair’ to them.

http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1115624/Its-injustice-NOT-marry-girls-aged-10-says-Saudi-cleric.html

„It is wrong to say it’s not permitted to marry off girls who are 15 and younger,“ Sheik Abdul-Aziz Al Sheikh, the country’s grand mufti, was quoted as saying. „A female who is 10 or 12 is marriageable and those who think she’s too young are wrong and are being unfair to her.“

„Our mothers and before them, our grandmothers, married when they were barely 12,“ said Al Sheikh.

http://www.nydailynews.com/news/national/2009/01/14/2009-01-14_senior_saudi_cleric_says_girls_can_marry.html

Scheich Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich bekleidet in Saudi-Arabien das Amt des obersten Muftis (Großmufti) und des stellvertretenden Justizministers, er trat 1995 die Nachfolge von Abd al-Aziz ibn Baz an und ist ein Nachfahre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Er ist Vorsitzender des Ständigen Komitees für Rechtsfragen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Aziz_bin_Abdullah_Al_asch-Schaich

[Muhamed Seyfudin Ciftci, EZP / ISLAMSCHULE; Pierre Vogel]. wiki „Pierre Vogel“: Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann erklärte bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007, Vogel habe in einer Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. Uwe Schünemann bezeichnete diese Einstellung als „abartig“. Im Bericht selbst wird Vogel nicht namentlich erwähnt.

DIE WELT (Verfassungsschutz entdeckt islamistisches Netzwerk), 24.04.2008. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2007 berichtete der Innenminister, es werde auch in Niedersachsen zunehmend islamistisches Gedankengut in Moscheen und per Internet verbreitet. So sei im Raum Braunschweig/Wolfsburg und in Hannover ein Salafistisches Netzwerk aktiv – eine radikale Gruppierung, die die muslimische Gesellschaft von „unislamischen Elementen“ reinigen wolle. Hierzu gehörten Menschenrechte, Frauenrechte und die Demokratie. Der Prediger Pierre Vogel – Vertreter dieser islamistischen Strömung – habe zum Beispiel in einer arabischen Moschee in Göttingen die Verheiratung neunjähriger Mädchen gerechtfertigt. „Der Vortrag ist nur als abartig zu bezeichnen“, sagte der Innenminister.

http://www.welt.de/welt_print/article1933023/Verfassungsschutz_entdeckt_islamistisches_Netzwerk.html

16 Scheich Abd ar-Rahman Asch-Schiha: Frauen im Schutz des Islam. Das zum islamischen Prügeln der Ehefrau einladende Buch steht zweckmäßigerweise auf dem Index für jugendgefährdende Schriften und wurde zwischen 2007 und 2009 beim Missionar Abu Hamza (Pierre Vogel) vorgefunden.

http://www.verfassungsschutz-bw.de/index.php?option=com_content&view=article&id=921:082009-indiziertes-buch-liegt-an-informationsstaenden-und-bei-vortraegen-in-baden-wuerttemberg-aus&catid=201:meldung&Itemid=327

NRW-Verfassungsrichter Michael Bertrams durchschaut den gesetzgeberischen Anspruch Allahs und will das säkulare One Law For All.

Christliches Medienmagazin pro (Richter: Scharia nicht gesetzeskonform), 04.09.2009. Teile des islamischen Gesetzes sind nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar. Dies erklärte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Bertrams, am Mittwoch bei einem Vortrag in Münster. … Der Islam und das islamische Recht, die Scharia, seien dagegen in manchen Teilen nicht mit den Grundwerten der deutschen Verfassung vereinbar, so Bertrams weiter: „Sie weisen der Frau in nahezu allen Lebensbereichen einen niedrigeren Rang zu als dem Mann. “Dies widerspreche sowohl dem Gleichheitsgebot als auch der Menschenwürde, dem höchsten Wert des Grundgesetzes. „Eine muslimische Lehrerin, die auf dem Tragen des islamischen Kopftuchs beharrt, bekennt sich deshalb nicht ohne Vorbehalt und widerspruchsfrei zu unserer Verfassung und unseren Werten“, so der Verfassungsrichter laut einer Mitteilung der Evangelischen Kirche Westfalen. Wenn eine muslimische Frau darauf beharre, ein Kopftuch zu tragen, schließe dies ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin an einer staatlichen Schule aus.

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&newsid=2381&newsimage=1&newsaction=detail

Die Scharia globalisieren: International Union for Muslim Scouts (IUMS), Dschidda, Allahkratie Saudi-Arabien. Die IUMS hat beraterischen Status beim World Scout Committee (WSC).

http://www.tarekfayed.com/news.php?news_id=14

3d International IUMS Peace Jamboree

http://scout.org/en/around_the_world/asia_pacific/information_events/news/2008/malaysia_hosts_the_3rd_iums_international_peace_jamboree

Keine pfadfinderische Bruderschaft mit Ex-Muslimen? To motivate and promote Islamic Scouting on global basis. … To introduce Islamic Scouting in such states where Muslims are residing. To develop and promote the spirit of brotherhood and understanding among Muslim Scouts.

http://en.wikipedia.org/wiki/International_Union_of_Muslim_Scouts

Religiöse Pflichten, religious duties.

http://en.wikipedia.org/wiki/Religion_in_Scouting

WOSM 1992. Der indonesische oder marokkanische Pfadfinder ist der islamischen Individualpflicht zur Hisba (ḥisba) offensichtlich nicht enthoben, sondern schariapflichtig: „adherence to spiritual principles, loyalty to the religion that expresses them and acceptance of the duties resulting therefrom“

http://scoutdocs.ca/Documents/Fundamental_Principles.php

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12 Antworten to “Evangelische Jugendarbeit und Scharia”

  1. Edward von Roy Says:

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Sun, 05 Jun 2011 18:02:17 +0200
    Betreff: Bopparder Kreuzberg – Sechzig Jahre GNO

    Edward von Roy, Mönchengladbach

    Andreas Nick, Gauführer GNO

    Lieber Andreas,

    sicherlich im Namen aller Älteren aus dem historischen Norden des GNO (Rheinbach und Meckenheim) danke ich für die gestern erfahrene Gastfreundschaft und den gewährten Einblick in einen blühenden heutigen Gau Nassau-Oranien. Danke auch an die Küchenmannschaft (fast alles Frauen…) für den leckeren Kaffee und Kuchen. Landschaft und Wetter zeigten sich, dem Anlass gerecht, von ihrer besten Seite.

    Weil Pfadfinderpädagogik, gerade auch im Bereich der Evangelischen Kirche, so wichtig ist und weil ich dem GNO der Achtziger Jahre so viel verdanke (tolle Pfingstlager und ein unvergesslicher B-Kurs in Bermel), wiederhole ich meinen Glückwunsch zum sechzigjährige Bestehen – und wünsche dem Gau viel Erfolg für die nächsten sechzig Jahre.

    Gerne bin ich gestern deinem Vorschlag nachgekommen, meinen hier angehängten Text Secularity, Scouting and Sharia nicht weiter auszuteilen; vier oder fünf Aktivisten der in einem eigenen Zelt sehr schön eingerichteten Geschichtswerkstatt erhielten ihn allerdings bereits eine Stunde eher als du, und dahin, in die ‘Abteilung VCP-Geschichte’, gehört mein Text ja schließlich auch.

    Warum sollen Pfadfinder doof sein und über Globalisierung, Integration und Demokratie nicht nachdenken – mein Text ist ein Impuls zum Weiterdenken, die Inhalte stelle ich zur Diskussion. Ob ihr als VCP-Landesverband oder als Gau Nassau-Oranien die islamkritische Diskussion im Herbst 2011 oder später führen wollt oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden, mit Secularity, Scouting and Sharia habt ihr jetzt ein erstes Grundlagenpapier, bisher hattet ihr gar nichts. Mein Text schließt eine Lücke, und so verstehe ich meine Rolle als Ehemaliger.

    Das Thema Islam setzt Emotionen frei, wie wir beide gestern gemerkt haben, schließlich ist es für dich nicht alltäglich, jemandem nahezulegen, den Rest des Tages einen Text zu Islam und Scharia auf dem Bopparder Jugendzeltplatz nicht auszuteilen.

    WOSM und WAGGGS haben ein Problem, denn wo Muammar al-Gaddafi nicht sponsort, finanziert Saudi-Arabien die scoutistische Jugendarbeit zwischen Marokko und Malaysia kräftig mit. Im Genfer UN-Menschenrechtsrat haben OIC-Staaten die demokratische Mehrheit, der Begriff der Menschenrechte folgt damit nicht mehr der AEMR (10.12.1948), sondern der Kairoer Charta von 1990. Die Kirche lechzt nach dem ‘Dialog mit dem Islam’, mit dem man schließlich bestens Karriere machen kann; gestern waren mehrere theologisch ausgebildete Menschen auf dem Bopparder Kreuzberg, die natürlich nichts gegen islamischen Kopftuchzwang und islamisches Familienrecht (Teil der Scharia) sagen.

    Nur ein ‘Nichtaktiver’ kann derzeit überhaupt bei einem Pfadfinderverband über den Islam sprechen; als Theologiestudent, Pfarrer oder Pädagoge bestünde diese Möglichkeit wohl nicht, wie das – kalkulierte – Schweigen von DPSG und VCP zur diskriminierenden Scharia klarmacht.

    So aber kann es nicht weitergehen, denn: ‘die Konkurrenz schläft nicht’ und Deutschlands Kinder und Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund werden sich die Antwort zum Islam holen, sei es bei den Nazis von NPD oder ‘Pro Köln’ oder bei den Salafisten wie Pierre Vogel oder Mustafa Ceric. Der VCP, dem das Thema Lehrerinnenkopftuch bis heute entweder zu heiß oder schlicht egal gewesen ist, muss sich entscheiden: Für oder gegen die Scharia.

    Vor drei Tagen durfte der urgemeindlich (salafistisch) ausgerichtete islamische Theologe Mustafa Ceric („opening the way for the Muslim law“) auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden sprechen, die selbe Kirche lässt ihre Minderjährigen dort als Helfer herumlaufen (auch VCP) und blockiert jede Kritik an Kopftuch oder Scharia überall in Deutschland bereits mit erstaunlich hoher Gewalt. Wir Kritiker von Hidschab und Fiqh bekommmen in ganz Europa seit Jahren keine Zeile mehr in einem kirchlichen Gemeindebrief oder in einer Jugendverbandszeitschrift unter. Diese Blockade des verweigerten Denkens und Sprechens gilt es, für jeden, der den barbarischen und totalitären Charakter der Scharia sieht und der sein Pfadfinderversprechen ernst nimmt, zu durchbrechen.

    Meine Rolle am gestrigen Tag, am 03.06.2011, ist also gewesen, das Thema Islam und Scharia anzusprechen, ein Thema zu dem EKD und VCP nichts sagen möchten, dieselbe EKD bzw. derselbe VCP, der seine minderjährigen Helfer aber im Juni 2011 in Kongresshallen schickt, in denen der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angeschlossene bosnische Großmufti redet, ein radikaler Befürworter des Islamischen Rechts (Scharia).

    Die aus Boppard stammende Naika Foroutan verbreitet das radikalislamische Gedankengut über Projekte wie ‘Heymat – hybride Identitäten’ und ‘Junge Islam Konferenz’ in unseren Hochschulen und im Berliner Regierungsviertel. Foroutan und Ceric seien jetzt das Stichwort: Boppard ist der richtige Ort, der Termin des schariafreundlichen Kirchentages der richtige Zeitpunkt.

    In der besagten Jurte (eure Homepage: „neben einer Ausstellung des Bundesarchivs“) warb eine junge Dame, violettes Oberteil, für eine Zusammenarbeit mit einem Muslimischen Pfadfinderbund (ob Bund Moslemischer Pfadfinder Deutschlands (BMPD; proschariatisch, Nursi-Sufismus) oder Islamische Pfadfinder / Deutsches Komitee (c/o IZ München = Muslimbrüder; zu: Islamic Committee on World Scouting), wusste sie leider nicht zu sagen).

    Ich kam gerade vorbei und wollte mir das Stichwort Islam bzw. Muslim Scouts natürlich nicht entgehen lassen. Die Jubiläumsteilnehmerin gab (etwas patzig) zu, schon lange und sehr genau zu wissen, dass im EU-Staat Griechenland zwölf- oder elfjährige Mädchen nach der Scharia verheiratet und alsbald geschwängert werden; ich betonte, dass sich Demokraten von einer solchen Religionspraxis endlich distanzieren müssen. Ich sagte auch, dass ich als Sozialarbeiter solche Mädchen gesehen habe und dass Kindbraut nicht Islamismus ist, sondern Islam.

    Zwei Gedanken darf ich zustimmend zitieren, Festschrift Seite 4, H.P.: „das Lernen und Einüben von Handeln im demokratischen Wertesystem“ sowie, Seite 5, Gauältester: „Aber Jugendarbeit lebt in der Gegenwart und für eine gute Zukunft.“

    Auf das demokratische Wertesystem und eine gute Zukunft,
    Gut Pfad

    Edward
    (Edward von Roy, Ehemaliger aus dem im VCP Meckenheim Stamm Herigar)

  2. Cees van der Duin Says:

    :::

    VCP Westfalen
    Der Landesrat war zelten

    In einer relativ kleinen Runde hat der Sommer-Landesrat des VCP Land Westfalen auf einem Gelände des Sportzentrums in Greven getagt. …

    Mit dabei waren am Nachmittag außerdem zwei Gäste, ein muslimischer Pfadfinder, Taoufik Hartit, vom Bund Deutscher Muslimischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie der Referent für junge Kirche – Glaube und Leben in der evangelischen Kirche von Westfalen, Thomas Dreesen. Sie berichteten über den Aufbau des koedukativen Jugendverbandes, von denen es zur Zeit in Nordrhein-Westfalen drei Gruppen (in Essen und am Rhein) gibt.

    Der Verband ist sehr aufgeschlossen und hat seine religiösen Wurzeln in der Weltanschauung des Sufismus.

    Die Gäste luden den VCP zu einer Teilnahme am diesjährigen „Soester Forum“ des interreligiösen Dialogs und der internationalen Aktion „Flamme der Hoffnung“ ein, welche im Herbst diesen Jahres stattfinden.

    http://www.vcp-westfalen.de/index.php?id=10&tx_ttnews%5Btt_news%5D=287&tx_ttnews%5BbackPid%5D=9&cHash=098d3924f4

    Der VCP Westfalen hat einen Namen falsch geschrieben:

    Junge Kirche – Glaube und Leben. Zuständig ist Thomas Dreessen

    http://de-de.facebook.com/people/Thomas-Dreessen/100001843460575

    :::

    :::

    Bioniks: Gemeinsamer Dienst auf dem Planeten
    Aufruf zu Gemeinsamem Dienst auf dem Planeten des Soester Forums der Religionen und Kulturen 2010

    Werl, den 7.11.2010

    Erstunterzeichner:

    Thomas Dreessen Moderator Soester Forum/ Kuratoriumsvorsitz/ AFJ EkvW Gladbeck/Schwerte
    Sheikh Khaled Bentounes Intern.Präsident Soester Forum/ Tariqa Alawiyya/AISA Paris
    Pfr. Hartmut Dreier Stv. Kuratoriumsvorsitz / CIAG Marl
    Muhammad Salim Abdullah Seniordirektor ZIIAD Soest
    Lejla Abdullah-Bednorz Geschäftsführerin der Stiftung

    Fouad Hartit ZIIAD Vorstand Rüsselsheim
    Rachid Saddouk ZIIAD Vorstand Dortmund
    Aiman Mazyek Kurator/ Vors. Des Zentralrates der Muslime in Deutschland Herzogenrath
    Taoufik Hartit Kurator /Tariqa Alawiyya Rüsselsheim

    Dr.Hans Ucko WCC / Religions for Peace (RfP) Lund / Genf
    Rev. Donald Reeves Preisträger / Soul of Europe London
    Rev. Dr. Paul Oestreicher Domkapitular em. , Coventry, England Brighton, England
    Prof. Dr.Barbara Einhorn Universität Brighton, England Brighton, England
    Peter Pelz Soul of Europe London

    Prof. Dr. Johannes Lähnemann Preisträger / Universität Erlangen Nürnberg / Religions for Peace (RfP) Goslar/Nürnberg

    Prof. Dr. Wolf-Dieter Just Ev.Fachhochschule RWL Duisburg
    Prof. Dr. Rolf Wischnath Preisträger Gütersloh

    Müzeyyen Dreessen C.I.G. Gladbeck
    Hocine Sadouki Generalkommissar Scout Musulmane Francaise Paris

    http://de-de.facebook.com/topic.php?uid=175469002486919&topic=206

    :::

  3. evangelisch Says:

    Hallo Edward,

    klasse Text, aber im unkritisch islamfreundlichen Milieu der evangelischen Jugendarbeit zur Zeit (noch) nicht erwünscht. Ein Koblenzer VCP-Gruppenleiter würde heutzutage ziemlichen Ärger mit Pfarrer, Presbyterium, Jugendamt, Bürgermeister und VCP-Obrigkeit bekommen, wenn er sich islamkritisch äußern würde, beispielsweise kritisch gegen das Kopftuchgebot andächte und anschriebe.

    Längst herrscht kirchlich eine veritable Pressezensur, du nennst es Denkverbot. Der Geist des Hambacher Festes (1832) ist verflogen und wird erst wieder entdeckt werden müssen. Der rheinland-pfälzische VCP ist dabei über die frauenfeindlichen Folgen der Islamischen Gesellschaft genau informiert, einfach nach „Ulrich Bauer“ „daughters stay at home“ googeln.

    Landschaft wird verkonsumiert, universelle Menschenrechte sind der Multikultur und Abenteuerpädagogik nachzuordnen. Beim „Abseilen von einer überhängenden 15-m-Klippe“ ist der Mann noch ein Mann, was schert den kühnen Recken vom Mittelrhein da Vielweiberei und Burka?

    Man will sich schließlich weiterentwickeln, es lebe der Siegertyp: „Die persönlichen Grenz-Erfahrungen und der außerordentlich große gruppenbildende Effekt solcher Aktivitäten in der Wüste sind von unschätzbarem Wert.“

    Die sozialen Folgen der Scharia – keusche Töchter dürfen nicht raus – sind den evgl. Pfadfindern um Ulrich Bauer, Kai Driesch und Martin Schulze seit 1994 genau bekannt:

    „Und es ist eine islamische Gesellschaft mit entsprechenden
    Konsequenzen für Mädchen und Frauen (daughters stay at home).“

    http://www.exchange-visions.de/excv/dateien/OR589-9eb8/PR627/PR627-pg94proj.pdf

  4. Georgspfadfinderin Says:

    Bei den Schariafreunden von der DPSG geht`s so richtig islamverliebt zur Sache!

    Ein verabschiedeter Antrag Nummer 10 der 75. Bundesversammlung 2011 wird entweder den Islam demokratisieren oder das deutsche Pfadfindertum islamisieren. Man traut sich nicht, irgendetwas Negatives über den Islam zu sagen und nennt ein solches, demokratiegefährdendes Spiel mit dem Feuer ‚Pfadfinden für alle‘:

    ‚Der Bundesvorstand wird in seiner Bereitschaft den Aufbau eines muslimischen koedukativen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbandes zu unterstützen durch die Bundesversammlung gestärkt. Die Aufbauunterstützung erfolgt mit dem Ziel der Mitgliedschaft eines muslimischen Verbandes im Ring deutscher Pfadfinderverbände und oder im Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände.‘

    http://www.dpsg.de/verband/bv75/files/antrage_alle.pdf

    Natürlich soll den Kindern muslimisch sozialisierter Großeltern die Pfadfinderpädagigik zugänglich sein. Aber dazu muss die frauenfeindliche Scharia weg, und das haben WAGGGS und DPSG nicht erkannt.

    Der Koran kann nicht verändert werden, die Scharia ist nicht modernisierbar.

    Herzlich Gut Pfad,

    Georgspfadfinderin

    – – – – – – – –

    „PSG! Wir haben eine Schwäche für weibliche Stärke“

    http://www.pfadfinderinnen.de/index.php?id=98

  5. Eifelginster Says:

    Sehr geehrter Herr Mahn,

    vielen Dank für Ihren Beitrag vom 24.06. 04:28 pm [Blog Eifelginster], dem sich sicherllich inhaltlich zustimmen lässt, von Ihrer These „Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient“ abgesehen, denn der Verfasser, Edward von Roy, war zum einen früher einmal Mitglied in VCP und GNO und hat zum anderen im Jahre 2011 an keiner Stelle behauptet, die Meinung der heutigen Gauführung kundzutun.

    Der pfadfinderische Blog Eifelginster steht, was die scoutistischen, islamkritischen und säkular-demokratischen Argumente des Thesenpapiers „Secularity, Scouting and Sharia“ betrifft, völlig hinter den Ansichten des Verfassers und kann nur hoffen, dass der Text, Ihrem offensichtlichen Unbehagen zum Trotz, auch im Großraum Koblenz gründlich gelesen wird.

    Im übrigen müssen Oliver Mahn und Edward von Roy zu irgendwelchen Sachverhalten nicht die selbe Meinung haben, denn sie sind zwei verschiedene Menschen. Dass unser Grundgesetz im Zweifelsfall Vorrang hat vor religiös begründeten Normen, sollte allerdings auch für VCP-Mitglieder nachvollziehbar sein, und dass sich der VCP nicht von der Scharia distanziert, ist wenig plausibel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Cees van der Duin, Eifelginster

  6. Edward von Roy Says:

    Sehr geehrter Herr Mahn,

    ich hoffe, das haben Sie nicht ernst gemeint, wenn sie sagen: „Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).“

    Bislang war ich ziemlich sicher, dass sich VCP im allgemeinen und GNO im besonderen voll zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekennen und nicht zum diskriminierenden Islamischen Recht (Scharia).

    Heute stellt sich mir allerdings die Frage, ob Oliver Mahn das deutsche Grundgesetz mit religiöser Begründung (Scharia) überwinden möchte und Zweitfrau, Kindbraut und Burka „integrieren“ will – denn genau vor diesen Barbareien warnt „Secularity, Scouting and Sharia“ schließlich in aller Ausführlichkeit.

    Vor drei Wochen erlebte ich einen sonnigen Nachmittag im Wald auf dem Bopparder Kreuzberg und traf dort viele alte Pfadfinderinnen und Pfadfinder, ein wichtiges persönliches Erlebnis. Dem (evangelisch geprägten) Pfadfindertum und da insbesondere dem Gau Nassau-Oranien verdanke ich viel.

    Ich appelliere an Oliver Mahn, Errungenschaften der kulturellen Moderne wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau dem „Dialog mit dem Islam“ nicht zu opfern.

    Das Weltpfadfindertum hat die universellen Menschenrechte zu globalisieren, nicht die religiös begründete Rechtsspaltung.

    Die Netzwerke der Wahhabiten (IUMS, International Union of Muslim Scouts) und Muslimbrüder (FEMYSO; über die ejd ist der VCP in EYCE und mitverantwortet die EYCE-Kooperation mit FEMYSO) wollen allerdinge eher ein „Scouting“, das auf der Scharia basiert. WOSM hat die in Dschidda ansässige IUMS leider integriert. Pressefreiheit, Islamapostasie oder Gleichberechtigung der Frau sind in Saudi-Arabien Fehlanzeige, dafür gibt es ganz viel Religion (Scharia).

    http://scout.org/en/about_scouting/partners/interreligious/iums

    Herr Mahn, entscheiden Sie sich, wofür Sie als Pfadfinder arbeiten und werben: Für die am 10.12.1948 aufgestellte AEMR oder für die kulturrassistische und frauendiskriminierende Scharia.

    Nicht alle VCP- bzw. GNO-Mitglieder reagieren auf „Secularity, Scouting and Sharia“ so entsetzt wie Sie. Und leider haben Sie der Öffentlichkeit vorenthalten, was genau denn an meinem Text so schrecklich ist. Gehen Sie doch mal auf Inhalte des Thesenpapiers ein, das wäre nett.

    Mit freundlichen Grüßen
    Edward von Roy

  7. Eifelginster Says:

    :::

    Oliver Mahn sagt:
    25. Juni 2011 um 1:21 AM

    Ein kleiner Nachtrag:
    Wie Sie dem Beitrag nach meinem entnehmen können, ist es nicht meine Meinung, sondern die mehrerer GNOler (wenn nicht gar des ganzen GNO).
    Zitat (Eifelginster): „Herr Nick zeigte prinzipielle Aufgeschlossenheit, (…)“
    Zitat (GNO GEGENDARSTELLUNG): „Die Führung des GNO distanziert sich hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“
    Hier schleißt sich Herr Nick explizit ein.

    Zitat (Eifelginster): „Edward von Roy (…) überreichte dem gewählten Gauführer Andreas Nick drei Exemplare (..)“
    Ich möchte korrigieren, dass Herr von Roy auch mir und einem weiteren Vertreter des Landesarchives, sowie der Vertreterin der Bundesleitung je ein Exemplar übergeben hat. Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet.

    Ich denke mit der GEGENDARSTELLUNG ist alles gesagt und ich möchte als Mitarbeiter des VCP GNO, sowie als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene darum bitte, dass man davon Abstand nimmt Schriften mit den VCP und/oder dem VCP GNO in Verbindung zu bringen, die Inhaltlich keinen Bezug zu diesen erkennen lasse.
    Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.

    :::

    :::

    Eifelginster sagt:
    25. Juni 2011 um 3:34 AM

    Sehr geehrter Oliver Mahn,

    oft sind Kleinigkeiten ganz wichtig wie die Reihenfolge von zwei kleinen Ereignissen. Ich habe mit mehreren Teilnehmern am GNO-Jubiläumstag inzwischen persönlich gesprochen.

    Während Sie in Ihrer ersten Mail (24. Juni 2011 um 4:28 PM) unbelegt öffentlich andeuteten, Edward von Roy habe dem VCP und dem GNO Unrecht zugefügt (Mahn: „hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient.“), implizieren Sie nun öffentlich, das Ex-VCP-Mitglied sei eines Nachmittags vor etwa drei Wochen der Bitte des Gauführers und verantwortlichen Bopparder Jubiläums-Gastgebers nicht nachgekommen (Mahn: „Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet“).

    Eine beeindruckende Faktenferne, die ich als Blogbetreiber nicht kommentarlos stehen lasse.

    Eigentlich müssen Sie wissen, wie Ihre beiden Andeutungen auf unbedarfte Leser wirken müssen, ich wiederhole aber die Impression: a) jemand Unmögliches behauptet zum Schaden eines Vereins eine falsche Identität bzw. Befugnis und b) der selbe Freche kommt einer Aufforderung einfach nicht nach.

    Was also denkt der unbedarfte Leser über einen Menschen, der – angeblich, vielleicht – im Namen einer Organsiation einen Text schreibt und der zusätzlich noch die Frechheit hat, – angeblich, vielleicht – mündlich getroffene Vereinbarungen in minutenschnelle zu brechen?

    Sehr geehrter Oliver Mahn, über die in Secularity, Scouting and Sharia festgehaltenen islamkritischen Argumente mögen Sie ja sauer sein (warum eigentlich, der Text ist ausgezeichnet), doch wie Sie hier über den „Überbringer der schlechten Botschaft“ kommunizieren, ist kein feiner Stil.

    Das von Ihnen zu b) gekonnt eingesetzte „wurde demnach scheinbar“ wäre in der Tat der Rede wert, aber die Überreichung des Secularity, Scouting and Sharia in der informativen Jurte des Archivs ereignete sich eine knappe Stunde eher als die Überreichung des von Oliver Mahn (und nicht vom Gau Nassau-Oranien) beanstandeten Textes an Andreas Nick (andi). Der Gauführer kam dann noch einmal eine geschätzte gute halbe Stunde später auf den ehemaligen Sippenführer im Stamm Herigar zu, nachdem dieser mit Jutta Hesse, „HP“ Hans-Peter von Kirchbach (kam gerade aus Dresden vom Kirchentag, ECFR-Scheich Mustafa Ceric war leider auch dort), Antje und Christoph „CH“ Maurer (Rheinbach) usw. gesprochen hatte, das berichten mir mehrere Teilnehmer übereinstimmend, die anschließend alle viertelstundenweise mit „eddi“ plauderten. Zu einem noch späteren Zeitpunkt traf der Meckenheimer den gründlich arbeitenden und unbedingt zuverlässigen Kai Driesch weit außerhalb des Zeltplatzgeländes und hielt sich selbst dort, mitten im Wald, an die Empfehlung von andi und ließ das für seinen alten B-Kurs-Leiter „möhre“ eigens vorgesehene Exemplar im Rucksack (schade eigentlich, zum Glück nachholbar).

    Ihrem letzten weisen Wort (25. Juni 2011 um 1:21 AM) ist insofern nichts hinzuzufügen („Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.“), als dass hierzulande das Grundgesetz gilt und nicht das Olligesetz, weshalb wir ja auch alle unserem Mitpfadfinder Oliver aus Mainz immer wieder so gerne zuhören. Wenn er doch nur endlich etwas über das diskriminierende und frauenfeindliche Islamische Recht (Scharia) sagen würde.

    Als islamkritischer Mensch sind Sie uns immer willkommen. Ihre Rolle im Gau (Mahn über Mahn: „Mitarbeiter des VCP GNO“) und Funktion im Bund („als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene“) ist uns hinlänglich bekannt. Auf Kosten von „Rangniederen“ sein Charisma ausbreiten geht bei Eifelginster nicht.

    Hier steht der Mensch – jeder – im Mittelpunkt, BP sagte „Look at the boy“; das „girl“ hatte er nicht vergessen und das Mädchen oder die Frau stets gleich behandelt. Und wir waren auch gar nicht beim Seelenflämmchen des Jamboreetruppleiters 2011 und Mainzer Friedenslichtbeauftragten, sondern bei der elfjährigen, von Mufti Cemali Meco völlig legal verheirateten muslimischen Griechin, die Wochen später schwanger und mit Ehemann in Düsseldorf auftaucht.

    Wir waren bei den Muftis und Scheichen der in Dschidda ansässigen und etwa in die Boy Scouts of America integrierten IUMS (WICS; WOSM; Jamboree 2011 über US BSA vgl. http://www.islamicscouting.org/staticpages/index.php/StartingMuslimScoutGroup), die im Namen der Religion (islâm) lehren lassen, dass ein Mädchen ohne permanent getragenen Schleier (Hidschâb) nicht in den Himmel kommt und dass die Schwester nur halb so viel Geld zu erben braucht wie ihr Bruder, denn so steht es im Buch der Bücher (im Koran).

    Das sind Bürgerrechts- und Menschenrechtsverletzungen – im Namen der Religion. Was aber redet da der irgendwie proreligiöse Scoutismus? Über Muslime nur Gutes. Herrschaftszeiten: Alles auf, General, Großmufti und Erzbischof nahen deinem Pfadi-Zeltlager! Bei ansteigendem Kult um die Mächtigen und sinkender Transparenz und Demokratie wird eine angemessene Dosis an Islambeschönigung ganz irdisch nützlich. Funktional sozusagen.

    Hoffentlich sieht der Gau Nassau-Oranien das anders und verteidigt das für alle geltende und gleichbehandelnde Recht gegenüber dem erneuerten Mittelalter der Scharia-Norm.

    Herzlich Gut Pfad
    Cees van der Duin

    :::

  8. Eifelginster Says:

    :::

    Lisa Juhr sagt:
    25. Juni 2011 um 1:44 PM

    Als Mitglied der aktuellen Gauführung des GNO kann ich sagen, dass die hier von Oliver Mahn und dem Nassauer (einem weiteren Mitglied der Gauführung) veröffentlichte Gegendarstellung von der Führung des GNO in enger Absprache mit der Landes- und Bundesleitung verfasst wurde und definitiv der Haltung von Gau und Verband entspricht.
    Inhaltlich wollen und werden wir uns nicht zu dem Text von Herrn von Roy äußern, weisen aber nochmals darauf hin, dass Herr von Roy kein VCP-Mitglied und damit auch kein Angehöriger des GNO ist und damit keinerlei Recht hatte und hat, den Gau mit seiner Schrift in Verbindung zu bringen.

    :::

    :::

    Eifelginster sagt:
    25. Juni 2011 um 4:22 PM

    Liebe Lisa Juhr,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Text, den Herr von Roy zum sechzigjährigen Jubiläum der Regionalgruppe Koblenz des größten deutschen evangelischen pfadfinderischen Jugendverbandes verfasste, ist ein Stolperstein und Ärgernis, weil er Inhalte aufzeigt, die die unkritisch islamfreundliche Kirchenpolitik beider Großkirchen der letzten Jahrzehnte ebenso kritisiert wie das Schweigen der beiden Weltpfadfinderverbände zur Benachteiligung der Frauen und Nichtmuslime im Geltungsbereich des Islamischen Rechts (Scharia).

    Edward von Roy ist im Mai 2011 einer der wenigen ehemaligen VCP-Mitglieder gewesen, die die Stadtverwaltung von Koblenz dazu aufgefordert haben, den Auftritt der salafistischen Prediger Pierre Vogel und Abdur-Raheem Green zu verhindern bzw. Minderjährigen den Zugang zu dem missionarischen Ereignis zu verwehren. Die aktiven Verantwortlichen der Koblenzer Jugendverbandsarbeit möchten (können?) 2011 zum hochgradig jugendschutzrelevanten Thema Salafismus leider keine Silbe sagen, was nicht nicht vorausschauend ist, denn in einem salafisierten Straßenzug wird es keine freie Pfadfinderarbeit mehr geben.

    Im VCP-seits umstrittenen Bopparder Text benennt Edward von Roy die Rolle, die Mustafa Ceric im Netztwerk ECFR spielt. Spiritueller Führer des ECFR ist Yusuf al-Qaradawi. Ceric war zwischen dem 1. und 5. Juni 2011 Gast auf dem selben Kirchentag, auf dem die evangelischen Pfadfinder (VCP; CPD) sich so gerne als Helfer einsetzen lassen.

    Zitat: Zu einer gemeinsamen „Spirituellen Revolution“ rief Mustafa Ceric auf. „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“

    http://www.kirchentag.de/jetzt-2011/religion-glaube/02-donnerstag/li-grossmufti.html

    Ceric will die Scharia im Personenstandsrecht und Familienrecht installieren (opening the way for the Muslim law), das muss jeden Pädagogen und Pfadfindergruppenleiter alarmieren, und genau das ist in Secularity, Scouting and Sharia ebenso beschrieben wie die skandalöse Zusammenarbeit zwischen katholischen Gruppen Westfalens und der MJD (Muslimische Jugend Deutschlands, den Muslimbrüdern nahestehend).

    Der in Pfadfinderkreisen als HP bekannte Hans-Peter von Kirchbach weilte unmittelbar vor dem Jubiläum „Wir schreiben Geschichte – 60 Jahre VCP GNO“ auf dem Kirchentag in Dresden. Von Kirchbach war 12. Generalinspekteur der Bundeswehr und zwischen 1988 bis 1991 Bundesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), er müsste also eigentlich sehr genau wissen, wer Mustafa Ceric ist und dass man mit Schariafreunden nicht zusammenarbeitet, weder kirchlich noch pfadfinderisch. Doch geht unverständlicherweise auch ein Hans-Peter von Kirchbach zum Islamischen Recht mit keiner Silbe auf Distanz, sondern lässt sich in das „Event“ des Kirchentags ebenso hochgestimmt „integrieren“ wie Bosniens Großmufti.

    Mit der WOSM-seits anerkannten IUMS ist das Weltpfadfindertum durch Wahhabiten und Muslimbrüder gekapert und ziemlich erfolgreich unterwandert worden. Und Oliver Mahn und Lisa Juhr geht immer noch kein schlechtes Wort zu Hidschab oder Scharia über die Lippen.

    Auch der evangelisch-pfadfinderischen Bildungsbeauftragten Lisa Juhr sei dieser Text zugedacht: Purify and Educate

    http://eifelginster.wordpress.com/2011/05/09/235/

    Wir fassen zusammen: In den Jahren nach Mauerfall und Wiedervereinigung, in denen der universelle Menschenrechtsbegriff der AEMR (1948) durch die kulturrassistischen, religiös gelesenen Kairoer Menschenrechte (OIC 1990) aufzuweichen begann bzw. erodiert wurde und in denen der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zunehmend durch die sich auf Religion (Islam) berufenden OIC-Staaten dominiert wurde, begannen Nordamerikas und Europas Kirchen, Parteien und Pfadfinderverbände in den „Dialog mit dem Islam“ einzutreten, was im Sommer 2011 selbst im Großraum Koblenz dazu führt, dass sich kein Verantwortlicher in DPSG oder VCP traut, etwas gegen Schleierpflicht (Hidschab) oder Sunnagehorsam zu sagen oder auch nur hörbar gegen die in der Koblenzer Innenstadt predigenden Islamisten Abdur-Raheem Green und Pierre Vogel zu demonstrieren.

    Wir werden weiter beobachten und berichten,

    Gut Pfad
    Cees van der Duin

    :::

  9. Querverweis Says:

    Sollte Pfadfinder HP die universellen Menschenrechte 2012 so ernsthaft verteidigen, dass er für Ägypten, Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien und den Iran alle in diskriminierenden schariabasierten Paragraphen Gestalt annehmenden islamischen Normen als außer Kraft zu setzen bezeichnet? Bezeichnet der einstige VCP-Bundesvorsitzende die insbesondere auch frauenfeindliche Doktrin von einem wortwörtlich gelesenen Koran nebst Hadithen endlich faktennah als andidemokratisch und grundgesetzwidrig? Leider nicht, doch hören wir dem prominenten Christlichen Pfadfinder selbst zu:

    : : :

    Ich bin gerne nach Rheinbach gekommen, ich habe einige Jahre mit Freude hier gewohnt, als Pfadfinder mich wohl gefühlt und der Weg hat mich immer wieder nach Rheinbach geführt. So ist diese Rede auch eine gute Gelegenheit alte Bindungen zu stärken und viele Freunde wiederzusehen.

    Das Thema: „Freiheit und Verantwortung“ liegt mir am Herzen, Freiheit verantwortlich wahrzunehmen ist nach meiner Auffassung eine grundsätzliche Forderung an Politik und Bürger, wenn unser Land eine gute Zukunft haben soll. …

    Freiheit ist aber ein Geschenk, das verpflichtet. Es ist ja nicht nur die Freiheit von Zwang und Bindung oder die Freiheit zu reisen, von der wir reden. Es geht vielmehr und vor allem auch um die Freiheit zur Gestaltung und zum Engagement, die Freiheit an der Gestaltung unseres Staates und seiner Organisationen mitzuwirken, es geht um die Freiheit Bürgersinn zu zeigen, schöpferisch mitzumachen, sich intensiv zu beteiligen. Freiheit hat also einen positiven Charakter. Sie stellt die Frage nach Sinn und Perspektiven. Freiheit ohne Inhalt wäre schal und leer.

    Kardinal Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI. hat in einem Buch: ”Wahrheit, Werte, Macht” über diese Zusammenhänge folgendes geschrieben: ”Freiheit behält ihre Würde nur, wenn sie auf ihren sittlichen Grund und auf ihren sittlichen Auftrag bezogen bleibt. Eine Freiheit, deren einziger Inhalt in der Möglichkeit der Bedürfnisbefriedigung bestünde, wäre keine menschliche Freiheit; sie bliebe im Bereich des Animalischen. Freiheit bedarf eines gemeinschaftlichen Inhalts, den wir als die Sicherung der Menschenrechte definieren können”.

    Freiheit in Verantwortung in unserem Staat wahrzunehmen bezieht sich also auf den Erhalt und Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde. Schutz und Erhalt der Menschenwürde, daraus ergeben sich Aufgaben des Staates und Engagement seiner Bürger. Selbstverantwortung und Achtung vor der Menschenwürde sollen das Leben in Volk und Welt bestimmen, so wurde es 1948 in der schon zitierten Heppenheimer Proklamation formuliert. …

    Freiheit ist universal, das Eintreten für Freiheit und Menschenrechte hört an unseren Grenzen nicht auf. Das weltweite Eintreten für Menschenrechte muss von daher eine selbstverständliche Grundlage deutscher Außenpolitik sein, mögen in der realen Welt auch immer wieder Kompromisse gemacht werden müssen. Die deutsche Außenpolitik ist werteorientiert und interessengeleitet, können Sie auf der home page des Auswärtigen Amtes lesen. …

    Die Kontingentsführer der Bundeswehr in Afghanistan werden gemeinsam durch das BMVg, das Auswärtige Amt und das BMZ in ihre Aufgaben eingewiesen. Vor wenigen Wochen wurde die Leitung des ersten Bundeswehrstandorts in Afghanistan an einen Beamten des Auswärtigen Amts übergeben. Die Anstrengungen des BMZ fügen sich besser als früher in die Gesamtanstrengungen ein. …

    Sicher ist dieser Freiheitsglaube nicht die einzige Wahrheit über das menschliche Zusammenleben, aber in der politischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unentbehrlich.

    Wir wollen die Freiheit ganz, die Freiheit in Verantwortung natürlich, dieser Ruf darf nicht verstummen.

    aus: H.-P. von Kirchbach: Freiheit und Verantwortung. Rede beim Neujahrsempfang der FDP Rheinbach am 11.01.2012

    http://www.fdp-rheinbach.de/index.php?option=com_content&view=article&id=719:h-p-von-kirchbach-freiheit-und-verantwortung-&catid=1:eintraege

    : : :

  10. Bragalou Says:

    „Nebel im Tal und Nebel auf den Bergen“
    Altes italienisches Auswandererlied. Aus den Abruzzen.

    Canto popolare – Abruzzo – Addio, Addio | Canti di Emigrazione | Canti Popolari –

    La canzone di Modugno è l’addio di un emigrante alla sua terra
    Il dialetto è uno strumento assai adatto ad esprimere l’amore per la terra e lo sgomento il lavoro che si prova quando la si deve lasciare.

    Canto popolare
    Addije, addije – Addio, addio
    da Bella ciao, «Il Nuovo Canzoniere Italiano »,

    Nebbi’a la valle e nebbi’a la muntagne,
    ne la campagnenun ci sta nisciune.
    Addije, addije, ammori,
    casch‘ e se coje
    l’illive e casch‘ a l‘-albe re le foje.
    Casche l’alive e casche la ginestre,
    casche l’alive e li frunne ginestre.
    Addije, adqije… amore…
    Casch‘ e se coje
    la live e cash‘ a lalbere li foje

    Traduzione in Italiano

    Nebbia nella valle e nebbia sui monti,
    nella campagna non c’è nessuno.
    Addio, addio, amore,
    cade e si raccoglie
    l’uliva e cadono all‘ albero le foglie.
    Cade l’uliva e cade la ginestra,
    cade l’uliva e il fogliame della ginestra.
    Addio, addio amore
    casca e si raccoglie
    l’oliva e cascano dall’albero le foglie

    http://www.poesie.reportonline.it/Canti-di-Emigrazione/canto-popolare-abruzzo-addio-addio.html

  11. Bragalou Says:

    Addije, addije amore, italienischer Dialekt der Abruzzen, das obige dq war natürlich ein Tippfehler, aber statt l’alive wohl wirklich besser einfach la live denken und auch singen:

    Addio addio amore

    Nebbi‘ a la valle e nebbi‘ a la muntagne,
    ne la campagne nen ce sta nesciune.

    Addije, addije amore
    casch‘ e se coje
    la live e casch‘ a l’albere li foje.

    Casche la live e casche la ginestre,
    casche la live e li frunne ginestre.

    Addije, addije amore
    casch‘ e se coje
    la live e casch‘ a l’albere li foje.

    Traduzione

    Nebbia nella valle e nebbia sulla montagna
    nella campagna non c’è nessuno

    Addio, addio amore
    cadono e si colgono
    le olive e cadono all’albero le foglie

    Cadono le olive e cade la ginestra,
    cadono le olive e le fronde di ginestra

    Addio, addio amore
    cadono e si colgono
    le olive e cadono all’albero le foglie.

    Note

    Canto delle raccoglitrici di olive abruzzesi.

    http://it.wikisource.org/wiki/Addio_addio_amore

  12. Cees van der Duin Says:

    Primasenser Musiker 88-jährig verstorben. Der SWR gibt bekannt:

    Liedermacher Heinrich Kröher ist tot

    [Heinrich genannt hein Kröher, * 17. September 1927 in Pirmasens; † 14. Februar 2016 ebenda.]

    Der Liedermacher Heinrich Kröher, der mit seinem Zwillingsbruder als Duo Hein und Oss auftrat, ist tot. Der Pfälzer Künstler starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt Pirmasens.
    Heinrich Kröher

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würdigte Kröher als „Ikone des politischen Volksgesangs“. Mit seinem Zwillingsbruder habe er zu den Mitbegründern des legendären Waldeck-Festivals gehört.

    Heinrich und Oskar Kröher standen über Jahrzehnte gemeinsam auf der Bühne und sangen zur Gitarre Volkslieder. Ihr Repertoire, mit dem sie seit den 60er Jahren mehr als 15 Langspielplatten und CDs aufnahmen, umfasst Arbeiterlieder, Freiheitslieder der 1848er Revolution, Seemannsmusik, Cowboysongs, Chansons und vieles mehr. […]

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/pirmasenser-musiker-88-jaehrig-verstorben-liedermacher-heinrich-kroeher-ist-tot/-/id=1682/did=16956352/nid=1682/175z80w/index.html

    _

    Heinrich Kröher schrieb Kolumnen in der Pirmasenser Zeitung unter dem Pseudonym „Hoyna Tsiyäuna“ („Heiner Zigeuner“) und dokumentierte dabei die Pirmasenser Mundart.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hein_%26_Oss

    _
    _

    Der deutsche Kulturjournalist und frühere Literaturredakteur des Saarländischen Rundfunks, Fred Oberhauser (* 15.07.1923), ist tot. Oberhauser starb am Sonntag im Alter von 92 Jahren. Der St. Ingberter war Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. 2013 verlieh ihm die saarländische Landesregierung außerdem die Ehrenprofessur. Bei SR lesen wir von Stefan Miller einen Nachruf für Fred Oberhauser, der letzte Woche gestorben ist.

    http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/fred_oberhauser_nachruf100.html

    Im literaturblatt schreibt Irene Ferchl:

    Fährtenleser, Pfadfinder, Streuner und Voyeur

    http://www.literaturblatt.de/heftarchiv/heftarchiv-2008/52008-inhaltsverzeichnis-der-gedruckten-ausgabe/faehrtenleser-pfadfinder-streuner-und-voyeur-irene-ferchl-portraetiert-fred-oberhauser-und-gibt-einen-ueberblick-ueber-die-unterschiedlichsten-buecher-fuehrer-plaene.html

    _

    VDAPG [Als Pfadfinder lese man dort auch zur letzten Ruhestätte von Maximilian Bayer, dessen Name in Finnland bis heute jedes Schulkind kennt“.]

    Am 18. Januar 2013 wurden der Verleger. Alfred Diwersy und der Kulturpublizist Fred Oberhauser dafür geehrt.

    http://www.vdapg.de/download/die_gilde/jahrgang_2013/gilde1-2013.pdf

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