Jugendverbandsarbeit und Islam

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Die Pfadfinder und das Reden über den Islam

Scoutistische Korrespondenz zum Thema Rechtsstaat und Scharia aus dem Monat Juni 2011. Nach dem Kommentarbereich zu Eifelginster-Beitrag 223 zusammengefasst von Cees van der Duin.

Auf dem Jugendzeltplatz Kreuzberg feierte der dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) angeschlossene, um Koblenz ansässige Gau Nassau-Oranien (GNO) vor vier Wochen, am 4. Juni 2011, sein sechzigjähriges Bestehen. Das frühere VCP-Mitglied Edward von Roy besuchte seinen alten Gau und brachte, dem festlichen Anlass angemessen, AEMR-basierte Gedanken zur Trennung von Staat und Religion mit nach Boppard, die er in einer gebundenen Druckschrift zusammenfasste: Secularity, Scouting and Sharia: 60 Jahre Pfadfinderarbeit im GNO, 62 Jahre deutsches Grundgesetz.

Lisa Juhr sowie Oliver Mahn reagierten im Kommentarbereich des Blogs Eifelginster: Pfadfinderische Islamkritik auf den Text, wahrscheinlich im Gauauftrag, jedenfalls knapp und frostig. Zum Nachdenken und Beantworten hatten sich die Schulungsbeauftragte und der Theologiestudent satte zwanzig Tage Zeit gelassen, doch die Worte Hidschab, Scharia oder Islam, immerhin Kernthemen von Secularity, Scouting and Sharia, wollten Juhr und Mahn einfach nicht über die Lippen gehen.

Während Wahhabiten (IUMS mit Sitz in Dschidda; im WOSM) und Muslimbrüder (etwa IZ München: Islamische Pfadfinder; FIOE: Federation of Muslim Scouts in Europe) den Scoutismus global unterwandern, schwenkt anscheinend auch die rheinland-pfälzische evangelische Jugendarbeit auf Kosten von Pressefreiheit und Bürgerrechten in den proislamischen Herrschaftskult von Kapitalvergabe, Naturerklärung und Seelenrettung ein. Dabei waren die mit Bilal Philips kooperierenden Prediger der kulturellen Gegenmoderne Europas, Abdur-Raheem Green und Pierre Vogel, in der Koblenzer Innenstadt erst eine Woche vor dem Jubiläumstag öffentlich aufgetreten.

Datum: Sun, 05 Jun 2011 18:02

Betreff: Bopparder Kreuzberg – Sechzig Jahre GNO

Von Edward von Roy, Mönchengladbach

An Andreas Nick, Gauführer GNO

Lieber Andreas,

sicherlich im Namen aller Älteren aus dem historischen Norden des GNO (Rheinbach und Meckenheim) danke ich für die gestern erfahrene Gastfreundschaft und den gewährten Einblick in einen blühenden heutigen Gau Nassau-Oranien. Danke auch an die Küchenmannschaft (fast alles Frauen…) für den leckeren Kaffee und Kuchen. Landschaft und Wetter zeigten sich, dem Anlass gerecht, von ihrer besten Seite.

Weil Pfadfinderpädagogik, gerade auch im Bereich der Evangelischen Kirche, so wichtig ist und weil ich dem GNO der Achtziger Jahre so viel verdanke (tolle Pfingstlager und ein unvergesslicher B-Kurs in Bermel), wiederhole ich meinen Glückwunsch zum sechzigjährige Bestehen – und wünsche dem Gau viel Erfolg für die nächsten sechzig Jahre.

Gerne bin ich gestern deinem Vorschlag nachgekommen, meinen hier angehängten Text Secularity, Scouting and Sharia nicht weiter auszuteilen; vier oder fünf Aktivisten der in einem eigenen Zelt sehr schön eingerichteten Geschichtswerkstatt erhielten ihn allerdings bereits eine Stunde eher als du, und dahin, in die ‘Abteilung VCP-Geschichte’, gehört mein Text ja schließlich auch.

Warum sollen Pfadfinder doof sein und über Globalisierung, Integration und Demokratie nicht nachdenken – mein Text ist ein Impuls zum Weiterdenken, die Inhalte stelle ich zur Diskussion. Ob ihr als VCP-Landesverband oder als Gau Nassau-Oranien die islamkritische Diskussion im Herbst 2011 oder später führen wollt oder nicht, müsst ihr selbst entscheiden, mit Secularity, Scouting and Sharia habt ihr jetzt ein erstes Grundlagenpapier, bisher hattet ihr gar nichts. Mein Text schließt eine Lücke, und so verstehe ich meine Rolle als Ehemaliger.

Das Thema Islam setzt Emotionen frei, wie wir beide gestern gemerkt haben, schließlich ist es für dich nicht alltäglich, jemandem nahezulegen, den Rest des Tages einen Text zu Islam und Scharia auf dem Bopparder Jugendzeltplatz nicht auszuteilen.

WOSM und WAGGGS haben ein Problem, denn wo Muammar al-Gaddafi nicht sponsort, finanziert Saudi-Arabien die scoutistische Jugendarbeit zwischen Marokko und Malaysia kräftig mit. Im Genfer UN-Menschenrechtsrat haben OIC-Staaten die demokratische Mehrheit, der Begriff der Menschenrechte folgt damit nicht mehr der AEMR (10.12.1948), sondern der Kairoer Charta von 1990. Die Kirche lechzt nach dem ‘Dialog mit dem Islam’, mit dem man schließlich bestens Karriere machen kann; gestern waren mehrere theologisch ausgebildete Menschen auf dem Bopparder Kreuzberg, die natürlich nichts gegen islamischen Kopftuchzwang und islamisches Familienrecht (Teil der Scharia) sagen.

Nur ein ‘Nichtaktiver’ kann derzeit überhaupt bei einem Pfadfinderverband über den Islam sprechen; als Theologiestudent, Pfarrer oder Pädagoge bestünde diese Möglichkeit wohl nicht, wie das – kalkulierte – Schweigen von DPSG und VCP zur diskriminierenden Scharia klarmacht.

So aber kann es nicht weitergehen, denn: ‚die Konkurrenz schläft nicht‘ und Deutschlands Kinder und Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund werden sich die Antwort zum Islam holen, sei es bei den Nazis von NPD oder ‚Pro Köln‘ oder bei den Salafisten wie Pierre Vogel oder Mustafa Cerić. Der VCP, dem das Thema Lehrerinnenkopftuch bis heute entweder zu heiß oder schlicht egal gewesen ist, muss sich entscheiden: Für oder gegen die Scharia.

Vor drei Tagen durfte der urgemeindlich (salafistisch) ausgerichtete islamische Theologe Mustafa Cerić („opening the way for the Muslim law“) auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden sprechen, die selbe Kirche lässt ihre Minderjährigen dort als Helfer herumlaufen (auch VCP) und blockiert jede Kritik an Kopftuch oder Scharia überall in Deutschland bereits mit erstaunlich hoher Gewalt. Wir Kritiker von Hidschab und Fiqh bekommmen in ganz Europa seit Jahren keine Zeile mehr in einem kirchlichen Gemeindebrief oder in einer Jugendverbandszeitschrift unter. Diese Blockade des verweigerten Denkens und Sprechens gilt es, für jeden, der den barbarischen und totalitären Charakter der Scharia sieht und der sein Pfadfinderversprechen ernst nimmt, zu durchbrechen.

Meine Rolle am gestrigen Tag, am 03.06.2011, ist also gewesen, das Thema Islam und Scharia anzusprechen, ein Thema zu dem EKD und VCP nichts sagen möchten, dieselbe EKD bzw. derselbe VCP, der seine minderjährigen Helfer aber im Juni 2011 in Kongresshallen schickt, in denen der dem Netzwerk des Yusuf al-Qaradawi angeschlossene bosnische Großmufti redet, ein radikaler Befürworter des Islamischen Rechts (Scharia).

Die aus Boppard stammende Naika Foroutan verbreitet das radikalislamische Gedankengut über Projekte wie ‚Heymat – hybride Identitäten‘ und ‚Junge Islam Konferenz‘ in unseren Hochschulen und im Berliner Regierungsviertel. Foroutan und Cerić seien jetzt das Stichwort: Boppard ist der richtige Ort, der Termin des schariafreundlichen Kirchentages der richtige Zeitpunkt.

In der besagten Jurte (eure Homepage: „neben einer Ausstellung des Bundesarchivs“) warb eine junge Dame, violettes Oberteil, für eine Zusammenarbeit mit einem Muslimischen Pfadfinderbund (ob Bund Moslemischer Pfadfinder Deutschlands (BMPD; proschariatisch, Nursi-Sufismus) oder Islamische Pfadfinder / Deutsches Komitee (c/o IZ München = Muslimbrüder; zu: Islamic Committee on World Scouting), wusste sie leider nicht zu sagen).

Ich kam gerade vorbei und wollte mir das Stichwort Islam bzw. Muslim Scouts natürlich nicht entgehen lassen. Die Jubiläumsteilnehmerin gab (etwas patzig) zu, schon lange und sehr genau zu wissen, dass im EU-Staat Griechenland zwölf- oder elfjährige Mädchen nach der Scharia verheiratet und alsbald geschwängert werden; ich betonte, dass sich Demokraten von einer solchen Religionspraxis endlich distanzieren müssen. Ich sagte auch, dass ich als Sozialarbeiter solche Mädchen gesehen habe und dass Kindbraut nicht Islamismus ist, sondern Islam.

Zwei Gedanken darf ich zustimmend zitieren, Festschrift Seite 4, H.P.: „das Lernen und Einüben von Handeln im demokratischen Wertesystem“ sowie, Seite 5, Gauältester: „Aber Jugendarbeit lebt in der Gegenwart und für eine gute Zukunft.“

Auf das demokratische Wertesystem und eine gute Zukunft,

Gut Pfad

Edward

(Edward von Roy, Ehemaliger aus dem im VCP Meckenheim Stamm Herigar)

Oliver Mahn sagt:

24. Juni 2011 um 4:28 PM

GEGENDARSTELLUNG

„Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Der Verfasser ist KEIN Angehöriger dieses Verbandes und hatte zu keiner Zeit den Auftrag, im Namen des GNO solche Thesen niederzuschreiben, zu veröffentlichen oder auf anderem Weg zu verbreiten. Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient. Die Führung des GNO distanziert hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Nassauer sagt:

24. Juni 2011 um 6:03 PM

GEGENDARSTELLUNG

„Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Der Verfasser ist KEIN Angehöriger dieses Verbandes und hatte zu keiner Zeit den Auftrag, im Namen des GNO solche Thesen niederzuschreiben, zu veröffentlichen oder auf anderem Weg zu verbreiten. Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient. Die Führung des GNO distanziert hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Eifelginster sagt:

24. Juni 2011 um 7:07 PM

Sehr geehrter Herr Mahn,

vielen Dank für Ihren Beitrag vom 24.06. 04:28 pm, dem sich sicherlich inhaltlich zustimmen lässt, von Ihrer These „Der Verfasser hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient“ abgesehen, denn der Verfasser, Edward von Roy, war zum einen früher einmal Mitglied in VCP und GNO und hat zum anderen im Jahre 2011 an keiner Stelle behauptet, die Meinung der heutigen Gauführung kundzutun.

Der pfadfinderische Blog Eifelginster steht, was die scoutistischen, islamkritischen und säkular-demokratischen Argumente des Thesenpapiers „Secularity, Scouting and Sharia“ betrifft, völlig hinter den Ansichten des Verfassers und kann nur hoffen, dass der Text, Ihrem offensichtlichen Unbehagen zum Trotz, auch im Großraum Koblenz gründlich gelesen wird.

Wie viele andere ehemalige VCP-Aktivisten, war am 04. Juni 2011 auch Edward von Roy beim 60-jährigen Gaujubiläum des GNO gerne anwesend und überreichte dem gewählten Gauführer Andreas Nick drei Exemplare seines „Secularity, Scouting and Sharia“. Herr Nick zeigte prinzipielle Aufgeschlossenheit, bat aber darum, weil er ja nicht wissen könne, was alles in dem Text geschrieben stehe, auf ein weiteres Verbreiten des Textes auf dem Bopparder Jugendzeltplatz zu verzichten. Dem kam der Altpfadfinder und Diplom-Sozialpädagoge natürlich gerne nach.

Im Übrigen müssen Oliver Mahn und Edward von Roy zu irgendwelchen Sachverhalten nicht dieselbe Meinung haben, denn sie sind zwei verschiedene Menschen. Dass unser Grundgesetz im Zweifelsfall Vorrang hat vor religiös begründeten Normen, sollte allerdings auch für VCP-Mitglieder nachvollziehbar sein, und dass sich der VCP nicht von der Scharia distanziert, ist wenig plausibel.

Ich meine, dass der Gau Nassau-Oranien zufrieden sein kann, wenn Freunde oder Ehemalige über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen scoutistischen Arbeitens nachdenken. Vielleicht sollte der GNO ein paar Stunden Staatsbürgerkunde in ihre B-Kurs genannte Gruppenleiterausbildung integrieren?

Dem um Koblenz ansässigen GNO wünscht man weitere 60 Jahre erfolgreicher Jugendarbeit.

Mit freundlichen Grüßen

Cees van der Duin, Eifelginster

Edward von Roy sagt:

24. Juni 2011 um 8:28 PM

Sehr geehrter Herr Mahn,

ich hoffe, das haben Sie nicht ernst gemeint, wenn sie sagen: „Die Thesen unter der Überschrift „Secularity, Scouting and Sharia“, verfasst von Edward von Roy, widersprechen der Ansicht und den Grundsätzen des Gau´s Nassau Oranien (GNO) im Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).“

Bislang war ich ziemlich sicher, dass sich VCP im Allgemeinen und GNO im besonderen voll zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekennen und nicht zum diskriminierenden Islamischen Recht (Scharia).

Heute stellt sich mir allerdings die Frage, ob Oliver Mahn das deutsche Grundgesetz mit religiöser Begründung (Scharia) überwinden möchte und Zweitfrau, Kindbraut und Burka „integrieren“ will – denn genau vor diesen Barbareien warnt „Secularity, Scouting and Sharia“ schließlich in aller Ausführlichkeit.

Vor drei Wochen erlebte ich einen sonnigen Nachmittag im Wald auf dem Bopparder Kreuzberg und traf dort viele alte Pfadfinderinnen und Pfadfinder, ein wichtiges persönliches Erlebnis. Dem (evangelisch geprägten) Pfadfindertum und da insbesondere dem Gau Nassau-Oranien verdanke ich viel.

Ich appelliere an Oliver Mahn, Errungenschaften der kulturellen Moderne wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau dem „Dialog mit dem Islam“ nicht zu opfern.

Das Weltpfadfindertum hat die universellen Menschenrechte zu globalisieren, nicht die religiös begründete Rechtsspaltung.

Die Netzwerke der Wahhabiten (IUMS, International Union of Muslim Scouts) und Muslimbrüder (FEMYSO; über die aej ist der VCP in EYCE und mitverantwortet die EYCE-Kooperation mit FEMYSO) wollen allerdinge eher ein „Scouting“, das auf der Scharia basiert. WOSM hat die in Dschidda ansässige IUMS leider integriert. Pressefreiheit, Islamapostasie oder Gleichberechtigung der Frau sind in Saudi-Arabien Fehlanzeige, dafür gibt es ganz viel Religion (Scharia).

http://scout.org/en/about_scouting/partners/interreligious/iums

Herr Mahn, entscheiden Sie sich, wofür Sie als Pfadfinder arbeiten und werben: Für die am 10.12.1948 aufgestellte AEMR oder für die kulturrassistische und frauendiskriminierende Scharia.

Nicht alle VCP- bzw. GNO-Mitglieder reagieren auf „Secularity, Scouting and Sharia“ so entsetzt wie Sie. Und leider haben Sie der Öffentlichkeit vorenthalten, was genau denn an meinem Text so schrecklich ist. Gehen Sie doch mal auf Inhalte des Thesenpapiers ein, das wäre nett.

Mit freundlichen Grüßen

Edward von Roy

Oliver Mahn sagt:

25. Juni 2011 um 1:21 AM

Ein kleiner Nachtrag:

Wie Sie dem Beitrag nach meinem entnehmen können, ist es nicht meine Meinung, sondern die mehrerer GNOler (wenn nicht gar des ganzen GNO).

Zitat (Eifelginster): „Herr Nick zeigte prinzipielle Aufgeschlossenheit, (…)“

Zitat (GNO GEGENDARSTELLUNG): „Die Führung des GNO distanziert sich hiermit ausdrücklich von den getroffenen Aussagen.“

Hier schließt sich Herr Nick explizit ein.

Zitat (Eifelginster): „Edward von Roy (…) überreichte dem gewählten Gauführer Andreas Nick drei Exemplare (..)“

Ich möchte korrigieren, dass Herr von Roy auch mir und einem weiteren Vertreter des Landesarchivs, sowie der Vertreterin der Bundesleitung je ein Exemplar übergeben hat. Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet.

Ich denke mit der GEGENDARSTELLUNG ist alles gesagt und ich möchte als Mitarbeiter des VCP GNO, sowie als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene darum bitten, dass man davon Abstand nimmt Schriften mit den VCP und/oder dem VCP GNO in Verbindung zu bringen, die Inhaltlich keinen Bezug zu diesen erkennen lasse.

Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.

Eifelginster sagt:

25. Juni 2011 um 3:34 AM

Sehr geehrter Oliver Mahn,

oft sind Kleinigkeiten ganz wichtig wie die Reihenfolge von zwei kleinen Ereignissen. Ich habe mit mehreren Teilnehmern am GNO-Jubiläumstag inzwischen persönlich gesprochen.

Während Sie in Ihrer ersten Mail (24. Juni 2011 um 4:28 PM) unbelegt öffentlich andeuteten, Edward von Roy habe dem VCP und dem GNO Unrecht zugefügt (Mahn: „hat sich widerrechtlich des Namens und der Organisation des Gau´s Nassau Oranien und des VCP bedient.“), implizieren Sie nun öffentlich, das Ex-VCP-Mitglied sei eines Nachmittags vor etwa drei Wochen der Bitte des Gauführers und verantwortlichen Bopparder Jubiläums-Gastgebers nicht nachgekommen (Mahn: „Der Bitte von Herrn Nick wurde demnach scheinbar nicht folge geleistet“).

Eine beeindruckende Faktenferne, die ich als Blogbetreiber nicht kommentarlos stehen lasse.

Eigentlich müssen Sie wissen, wie Ihre beiden Andeutungen auf unbedarfte Leser wirken müssen, ich wiederhole aber die Impression: a) jemand Unmögliches behauptet zum Schaden eines Vereins eine falsche Identität bzw. Befugnis und b) derselbe Freche kommt einer Aufforderung einfach nicht nach.

Was also denkt der unbedarfte Leser über einen Menschen, der – angeblich, vielleicht – im Namen einer Organisation einen Text schreibt und der zusätzlich noch die Frechheit hat, – angeblich, vielleicht – mündlich getroffene Vereinbarungen in minutenschnelle zu brechen?

Sehr geehrter Oliver Mahn, über die in Secularity, Scouting and Sharia festgehaltenen islamkritischen Argumente mögen Sie ja sauer sein (warum eigentlich, der Text ist ausgezeichnet), doch wie Sie hier über den „Überbringer der schlechten Botschaft“ kommunizieren, ist kein feiner Stil.

Das von Ihnen zu b) gekonnt eingesetzte „wurde demnach scheinbar“ wäre in der Tat der Rede wert, aber die Überreichung des Secularity, Scouting and Sharia in der informativen Jurte des Archivs ereignete sich eine knappe Stunde eher als die Überreichung des von Oliver Mahn (und nicht vom Gau Nassau-Oranien) beanstandeten Textes an Andreas Nick (andi). Der Gauführer kam dann noch einmal eine geschätzte gute halbe Stunde später auf den ehemaligen Sippenführer im Stamm Herigar zu, nachdem dieser mit Jutta Hesse, „HP“ Hans-Peter von Kirchbach (kam gerade aus Dresden vom Kirchentag, ECFR-Scheich Mustafa Cerić war leider auch dort), Antje und Christoph „CH“ Maurer (Rheinbach) usw. gesprochen hatte, das berichten mir mehrere Teilnehmer übereinstimmend, die anschließend alle viertelstundenweise mit „eddi“ plauderten. Zu einem noch späteren Zeitpunkt traf der Meckenheimer den gründlich arbeitenden und unbedingt zuverlässigen Kai Driesch weit außerhalb des Zeltplatzgeländes und hielt sich selbst dort, mitten im Wald, an die Empfehlung von andi und ließ das für seinen alten B-Kurs-Leiter „möhre“ eigens vorgesehene Exemplar im Rucksack (schade eigentlich, zum Glück nachholbar).

Ihrem letzten weisen Wort (25. Juni 2011 um 1:21 AM) ist insofern nichts hinzuzufügen („Einer persönlichen Meinungsäußerung steht dadurch nichts im Wege.“), als dass hierzulande das Grundgesetz gilt und nicht das Olligesetz, weshalb wir ja auch alle unserem Mitpfadfinder Oliver aus Mainz immer wieder so gerne zuhören. Wenn er doch nur endlich etwas über das diskriminierende und frauenfeindliche Islamische Recht (Scharia) sagen würde.

Als islamkritischer Mensch sind Sie uns immer willkommen. Ihre Rolle im Gau (Mahn über Mahn: „Mitarbeiter des VCP GNO“) und Funktion im Bund („als Mitarbeiter der VCP-Bundesebene“) ist uns hinlänglich bekannt. Auf Kosten von „Rangniederen“ sein Charisma ausbreiten geht bei Eifelginster nicht.

Hier steht der Mensch – jeder – im Mittelpunkt, BP sagte dazu „Look at the boy“; das ‚girl‘ hatte er dabei nicht vergessen und das Mädchen oder die Frau stets gleich behandelt. Und wir waren auch gar nicht beim Seelenflämmchen des Jamboreetruppleiters 2011 und Mainzer Friedenslichtbeauftragten, sondern bei der elfjährigen, von Mufti Cemali Meço völlig legal verheirateten muslimischen Griechin, die Wochen später schwanger und mit Ehemann in Düsseldorf auftaucht.

Wir waren bei den Muftis und Scheichen der in Dschidda ansässigen und etwa in die Boy Scouts of America integrierten IUMS (International Union of Muslim Scouts). Die IUMS ist in WICS (World Islamic Committee on Scouting) und WOSM vertreten und auf dem Jamboree 2011 etwa auch offizieller Teil der US-amerikanischen Delegation der Boy Scouts of America, BSA:

http://www.islamicscouting.org/staticpages/index.php/StartingMuslimScoutGroup

Die als religiöse Autoritäten akzeptierten Muftis und Scheiche der IUMS lassen im Namen der Religion (islām) lehren, dass ein Mädchen ohne permanent getragenen Schleier (Ḥidschāb) nicht in den Himmel kommt und dass die Schwester nur halb so viel Geld zu erben braucht wie ihr Bruder, denn so steht es im Buch der Bücher, im Koran.

Das sind Bürgerrechts- und Menschenrechtsverletzungen – im Namen der Religion. Was aber redet da der irgendwie proreligiöse Scoutismus? Über Muslime nur Gutes. Herrschaftszeiten: Alles auf, General, Großmufti und Erzbischof nahen deinem Pfadi-Zeltlager! Bei ansteigendem Kult um die Mächtigen und sinkender Transparenz und Demokratie wird eine angemessene Dosis an Islambeschönigung ganz irdisch nützlich. Funktional sozusagen.

Hoffentlich sieht der Gau Nassau-Oranien das anders und verteidigt das für alle geltende und gleichbehandelnde Recht gegenüber dem erneuerten Mittelalter der Scharia-Norm.

Herzlich Gut Pfad

Cees van der Duin

Lisa Juhr sagt:

25. Juni 2011 um 1:44 PM

Als Mitglied der aktuellen Gauführung des GNO kann ich sagen, dass die hier von Oliver Mahn und dem Nassauer (einem weiteren Mitglied der Gauführung) veröffentlichte Gegendarstellung von der Führung des GNO in enger Absprache mit der Landes- und Bundesleitung verfasst wurde und definitiv der Haltung von Gau und Verband entspricht.

Inhaltlich wollen und werden wir uns nicht zu dem Text von Herrn von Roy äußern, weisen aber nochmals darauf hin, dass Herr von Roy kein VCP-Mitglied und damit auch kein Angehöriger des GNO ist und damit keinerlei Recht hatte und hat, den Gau mit seiner Schrift in Verbindung zu bringen.

Eifelginster sagt:

25. Juni 2011 um 4:22 PM

Liebe Lisa Juhr,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Der Text, den Herr von Roy zum sechzigjährigen Jubiläum der Regionalgruppe Koblenz des größten deutschen evangelischen pfadfinderischen Jugendverbandes verfasste, ist ein Stolperstein und Ärgernis, weil er Inhalte aufzeigt, die die unkritisch islamfreundliche Kirchenpolitik beider Großkirchen der letzten Jahrzehnte ebenso kritisiert wie das Schweigen der beiden Weltpfadfinderverbände zur Benachteiligung der Frauen und Nichtmuslime im Geltungsbereich des Islamischen Rechts (Scharia).

Edward von Roy war im Mai 2011 einer der wenigen ehemaligen VCP-Mitglieder gewesen, die die Stadtverwaltung von Koblenz dazu aufforderten, den Auftritt der salafistischen Prediger Pierre Vogel und Abdur-Raheem Green zu verhindern bzw. Minderjährigen den Zugang zu dem missionarischen Ereignis zu verwehren. Die aktiven Verantwortlichen der Koblenzer Jugendverbandsarbeit möchten (können?) 2011 zum hochgradig jugendschutzrelevanten Thema Salafismus leider keine Silbe sagen, was nicht vorausschauend ist, denn in einem salafisierten Straßenzug wird es keine freie Pfadfinderarbeit mehr geben.

Im VCP-seits umstrittenen Bopparder Text benennt Edward von Roy die Rolle, die Mustafa Cerić im Netzwerk ECFR spielt. Spiritueller Führer des ECFR ist Yusuf al-Qaradawi. Cerić war zwischen dem 1. und 5. Juni 2011 Gast auf demselben Kirchentag, auf dem die evangelischen Pfadfinder (VCP; CPD) sich so gerne als Helfer einsetzen lassen.

Zitat: Zu einer gemeinsamen „Spirituellen Revolution“ rief Mustafa Cerić auf. „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“

http://www.kirchentag.de/jetzt-2011/religion-glaube/02-donnerstag/li-grossmufti.html

Cerić will die Scharia im Personenstandsrecht und Familienrecht installieren (opening the way for the Muslim law), das muss jeden Pädagogen und Pfadfindergruppenleiter alarmieren, und genau das ist in Secularity, Scouting and Sharia ebenso beschrieben wie die skandalöse Zusammenarbeit zwischen katholischen Gruppen Westfalens und der MJD (Muslimische Jugend Deutschlands, den Muslimbrüdern nahestehend).

Der in Pfadfinderkreisen als HP bekannte Hans-Peter von Kirchbach weilte unmittelbar vor dem Jubiläum ‚Wir schreiben Geschichte – 60 Jahre VCP GNO‘ auf dem Kirchentag in Dresden. Von Kirchbach war 12. Generalinspekteur der Bundeswehr und zwischen 1988 bis 1991 Bundesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), er müsste also eigentlich sehr genau wissen, wer Mustafa Cerić ist und dass man mit Schariafreunden nicht zusammenarbeitet, weder kirchlich noch pfadfinderisch. Doch geht unverständlicherweise auch ein Hans-Peter von Kirchbach zum Islamischen Recht mit keiner Silbe auf Distanz, sondern lässt sich in das „Event“ des Kirchentags ebenso hochgestimmt „integrieren“ wie Bosniens Großmufti.

Mit der WOSM-seits anerkannten IUMS ist das Weltpfadfindertum durch Wahhabiten und Muslimbrüder gekapert und ziemlich erfolgreich unterwandert worden. Und Oliver Mahn und Lisa Juhr geht immer noch kein schlechtes Wort zu Hidschab oder Scharia über die Lippen.

Auch der evangelisch-pfadfinderischen Bildungsbeauftragten Lisa Juhr sei dieser Text zugedacht: Purify and Educate

http://eifelginster.wordpress.com/2011/05/09/235/

Wir fassen zusammen: In den Jahren nach Mauerfall und Wiedervereinigung, in denen der universelle Menschenrechtsbegriff der AEMR (1948) durch die kulturrassistischen, religiös gelesenen Kairoer Menschenrechte (OIC 1990) aufzuweichen begann bzw. erodiert wurde und in denen der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zunehmend durch die sich auf Religion (Islam) berufenden OIC-Staaten dominiert wurde, begannen Nordamerikas und Europas Kirchen, Parteien und Pfadfinderverbände in den „Dialog mit dem Islam“ einzutreten, was im Sommer 2011 selbst im Großraum Koblenz dazu führt, dass sich kein Verantwortlicher in DPSG oder VCP traut, etwas gegen Schleierpflicht (Hidschab) oder Sunnagehorsam zu sagen oder auch nur hörbar gegen die in der Koblenzer Innenstadt predigenden Islamisten Abdur-Raheem Green und Pierre Vogel zu demonstrieren.

Wir werden weiter beobachten und berichten,

Gut Pfad

Cees van der Duin

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5 Antworten to “Jugendverbandsarbeit und Islam”

  1. Brownsea Island Says:

    Nach einem Bericht des Magazins „Stern“ ist der ranghöchste Heeressoldat in den neuen Bundesländern, Generalleutnant Hans-Peter von Kirchbach, Mitglied eines Vereins, der rechtsextremen Politikern ein Forum bietet. Kirchbach, der im nächsten Jahr Generalinspekteur der Bundeswehr werden soll und im vergangenen Jahr als „Held von der Oder“ bei der Hochwasserkatastrophe bundesweit bekannt wurde, hat die Mitgliedschaft inzwischen nach eigenen Angaben gekündigt.

    Kirchbach bestätigte am Dienstag, daß er dem „Arbeitskreis Christlicher Publizisten“ angehört habe. Der ultrakonservative Verein mit Sitz in Kassel steht fundamentalistischen christlichen Sekten nahe und läßt in seiner Mitgliederzeitschrift bevorzugt rechte Populisten zu Wort kommen. In der Ausgabe vom Januar 1998 druckte das Blatt ein Interview mit Rolf Schlierer ab, dem Bundesvorsitzenden der rechtsextremen „Republikaner“. Der Alt-Nazi und Weggefährte Hitlers, Theodor Oberländer, der wegen seiner braunen Vergangenheit 1960 als Vertriebenenminister zurücktreten mußte, ist Ehrenmitglied im ACP.

    Neben dem Kampf für eine „geistig-moralische Wende“ betätigt sich der Verein vor allem als Lobby für totalitäre Sekten. Der ACP-Vorsitzende Heinz Matthias setzt sich für extreme charismatische Gruppen und besonders die rechte Psycho-Sekte „Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis“ (VPM) ein. Das ACP-Magazin druckte wiederholt Elaborate von VPM-Aktivisten und wirbt in langen Anzeigen für den jährlichen VPM-Kongreß „Mut zur Ethik“, als dessen Ehrenvorsitzender ACP-Chef Matthias fungiert.

    „Der ACP ist ein übler Verein, dem es immer wieder gelingt, Konservative über seine Absichten zu täuschen“, urteilt der Berliner evangelische Sektenbeauftragte Thomas Gandow.

    http://www.agpf.de/ACP-Matthias.htm

    Die Bundeswehr persönlich lädt ein: „ACP-Besuch bei der Bundesakademie für Sicherheitspolitik: ‘Deutschland ist Missionsgebiet!’“ Stolz im Bild sitzen „Brigadegeneral Hans Peter von Kirchbach und als Gastgeber der Inspekteur des Heeres, Helge Hansen.“ Kirchbach sitzt im Kuratorium des ACP, neben Bundesminister a. D. Josef Ertl, dem Habsburger, einer leibhaftigen Freifrau und dem Astronauten Charles Duke – zuständig für die UFO-Connection des New Age? Auch CDU-MdB Pfarrer Rainer Eppelmann, letzter Verteidigungsminister der DDR, empfängt anläßlich „einer Besuchsserie (des ACP) in der Bundeshauptstadt Bonn“ die Stalingrad-Traditionalisten, die den 20. Juni 1991 (Bonn/Berlin-Beschluß) verschlafen haben. „Oberstleutnant Thorun: Zur Lebensgemeinschaft mit Jesus ermutigen! … Daß die EKD kein ungeteiltes JA zu den Soldaten findet, schädigt schon heute das Vertrauen der Soldaten zu ihrer Kirche.“ Und „Oberst i.G. Bringmann“ assistiert: „Der Soldat hat Anspruch auf Seelsorge.“

    http://www.bifff-berlin.de/ACP.htm

  2. τραγούδι Says:

    Der unter Pfadfinderinnen und Pfadfindern als HP bekannte Hans-Peter von Kirchbach unterstützt die eher antisäkular zu nennende Berliner Bewegung Pro Reli (u. a. DITIB; diverse christliche Kreationisten und Evangelikale), deren Gegenspieler bekanntlich Pro Ethik war (Aleviten, Türkischer Bund, Buddhisten, LSVD u. v. a. m.). Die Umformung zu einem eher entsäkularisierten Schulleben vernebelt man in und um Pro Reli mit dem Wort Wahlfreiheit:

    Hans-Peter von Kirchbach: „Ich möchte Wahlfreiheit in Wertefragen!“

    Das Hauptargument der Ethik-Befürworter war, dass in der multikulturellen Stadt Berlin, in der Menschen mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Ansichten leben, ein nach Religion oder Weltanschauung getrennter Werteunterricht die Spaltung der Gesellschaft fördern würde. Der gemeinsame Ethikunterricht hingegen böte eine Plattform, sich auszutauschen und zu Toleranz und Integration beizutragen. Innerhalb eines Wahlpflichtbereiches Ethik/Religion verlöre der Ethikunterricht seinen Sinn, weil der gemeinsame Dialog wegfiele.

    Des weiteren wurde angeführt, dass der Religionsunterricht unter der bestehenden Regelung gar nicht eingeschränkt werde, sondern genauso wie schon vor der Einführung von Ethik von der 1. bis zur 13. Klasse freiwillig besucht werden kann und größtenteils staatlich finanziert wird.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Reli#Argumente_der_Gegner_des_Volksbegehrens

    Pro Reli, Suchwort: Islam

    http://www.pro-reli.de/volksentscheid/index.php?s=Islam&x=0&y=0

    Pro Ethik

    http://www.proethik.info/situation-ethik/

  3. Secular Law Says:

    Allahseibeiuns, und pfui Teufel! Zum Greifen nah flattern die Engel und Geister, und allüberall dräut der böse Blick. Möge bedarfsweise der niederträchtige Dschinn aus deinem Körper fahren: „Ich wollte den Jinn besiegen und ihn aus mir heraus holen“ (letzte Quelle, 28jährige Marokkanerin).

    Hexerei, so weiß der islamgelehrige Abu Safiya, kann im Spiel sein, wenn Allahgott angezweifelt wird oder der oder die Verhexte den Schariapflichten nicht nachkommt: „Sich abwenden (dies ist bezogen auf das Abwenden von Allah, bspw. Nicht beten etc., Alles in allem, sich also von der Ibadat (Anbetung) gegenüber Allah abzuwenden“

    Kein masochistisches Einknicken zeigt sich oder rational erklärlicher Nervenzusammenbruch, sondern endlich offenbar werdender teuflischer Schmutz, weiß Abu Safiya. Relativ untrüglich ist das rebellische Auftreten des bösen Geistes im Klangbereich der Koranrezitation und im Ritus des Betens in der Gruppe:

    „Wenn eine oder mehrere dieser Anzeichen insbesondere beim Hören von Qur´an oder beim Gemeinschaftsgebet in denen laut rezitiert wird auftreten, so stellt dies eine größere Wahrscheinlichkeit auf einen Jinn dar.“

    http://www.koranheilung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=55:symptome-im-wachzustand&catid=40:symptome&Itemid=69

    Exorzismus nach Koran und Sunna. Ruqiyah Shariyah

    http://ruqyashariyah.org/

    Mit Koranversen gegen Krankheit, Dschinnen oder den Bösen Blick:

    Bei der Ruqyah werden Krankheiten, aber auch sihr, das böse Auge und der Befall von einem Dschinn durch den Quran und Bittgebete aus der Sunnah geheilt.

    Man kann das selbst machen oder von jemand anderem machen lassen. Ein Raqi ist jemand, der sich in diesem Gebiet auskennt und darauf „spezialisiert“ ist. Er versteht sozusagen mehr von der Materie als der Otto-Normal-Verbraucher.

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:DlF5onk1Lq0J:diewahrheitimherzen.net/forum/printthread.php%3Ftid%3D4719+raqi+ruqya&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

    Do you know a good Raqi who practice Roqia shariah?

    http://www.sunniforum.com/forum/showthread.php?46416-Do-you-know-a-good-Raqi-who-practice-Roqia-shariah

    Exorzismus im Islam: Die RUQIYA wird vom RAQI durchgeführt

    Bonn: Bruder Abdul Jalel; Bruder Abu Sufyan; Bruder Abdul Kadir

    Mönchengladbach: Bruder Mokhtar

    Dinslaken: Bruder Mustafa

    Oberhausen: Bruder Abdullah Rasheed

    http://www.koranheilung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=111:wo-finde-ich-einen-raqi&catid=25:das-projekt&Itemid=72

    Sihr ist Hexerei oder Zauberei (witchcraft, black magic). Ist im Islam Sihr Tatsache?

    Is sihr (magic, witchcraft) real? … Sihr is a serious crime and is one of the kinds of kufr. … According to sharee’ah, the meaning of sihr is what the magicians do to delude and confuse people …

    http://www.islam-qa.com/en/ref/9432

    Die Widerspenstige will nicht heiraten, oh weh, die Unglückliche, verhext muss sie sein:

    „Es geht um meine Schwester. Wir haben die sehr starke Befürchtung dass sie Shour zum Opfer gefallen ist.

    Es geht um Te9af (Tekaf, dass sie nicht heiratet)

    Wir haben nie daran gedacht, dass sie befallen sein könnte zumal es schon einmal weggemacht worden ist vor einigen Jahren.“

    Antwort kommt umgehend, wir haben auch Exorzismus im Programm:

    „In meiner Familie gab es auch schon diesen Fall und Rukya wurde beim Si Mokhtar in Mönchengladbach gemacht.“

    Doch mahnt man zur Vorsicht, gefahrvoll die Anrufung der Dschinn:

    „Ich rate dir, suche einen Raqi auf welcher auch wirklich Ruqiya Sharia macht, sprich nach Quran und Sunnah handelt. Denn leider gibt es viele Charlatane, welche behaupten sie würden alles „mit Quran“ machen, jedoch arbeiten diese selber mit Hilfe der Jinns und bekämpfen den Sihr mit einem anderen Sihr“

    http://www.maroczone.de/group/42/discussion/64385/&p=2

    Eine Marokkanerin erzählt, wie sie an den durch Schwarze Magie (Sihr) verursachten Symptomen Glaubensschwund und Nichtverheiratetsein litt. Das geht doch nicht, Allahbewusstsein und Ehemann müssen heran.

    „Sihr zur Verhinderung einer Ehe

    Zu dem muss ich auf einen entscheidenden Punkt erwähnen,es kam in meinem Leben niemals zu einer Heirat, es baten sich viele Heiratswillige Männer an , die sich dann Knall auf Fall anders entschieden haben, einfach so ohne jegliche Begründung, dies geschah dann nicht ein oder zwei mal sondern unzählige Male. …

    Meine erste Rouqia Sitzung fand in Deutschland statt. Ich hab mich auf den Weg zu diesem Raqi gemacht, der mich vorher darum bat einen Mahram mitzubringen. Vor Ort, in einer Moschee, sollte ich mich entspannt setzen . Er fing an den Suren aus dem Koran zu rezitieren hielt mir dabei mit einer Hand die Stirn [Anmerkung Abu Safiya: das Handauflegen des Raqis ist bei Frauen nicht erlaubt.].

    Je mehr er rezitierte desto unwohler war mein Befinden, meine Hände zitterten meine Beine streckten sich ohne das ich jeglichen Einfluss darauf hatte. Ich fing an zu weinen. Die Ruqia dauerte ca. 45 Minuten.

    Anschließend war die Anweisung des Raqis mich so hinzusetzen dass mein Körper keinerlei Spannung aufwies, meine Hände in meinen Schoss gelegt und meine Beine gestreckt. Ich sollte tief einatmen und beim ausatmen Bismillah sagen, je öfter ich dies tat umso größer waren die Reaktionen des Jinns. Meine Hände fingen an extrem zu zittern, mein rechtes Bein streckte sich als ob mich Jemand daran zog.

    Mein Mund fornte sich so dass ich Bismillah nicht mehr richtig aussprechen konnte. Es formte sich zu einem Flaschenmund und die Tränen flossen. Dies war für mich eine endgültige Bestätigung und Feststellung des Sihr.

    2. Sitzung

    Die zweite Sitzung fand in Marokko statt. Der Raqi informierte sich zu aller erst darüber weshalb ich die Rouqia machen wollte. Dieser hatte eine ganz andere Methode, ich habe mich auf Liege gelegt und sollte mich mit einm Laken zu decken, nicht zu vergessen das auch bei diesem ein Mahram dabei sein sollte.

    Neben der Liege hatte er zwei Lautsprecher platziert die Ihren Sound direkt an meinem Kopf abgaben. Er hat damit angefangen den Athan abzuspielen, infolge dessen fing er mit der Rouqia an. Er sprach in ein Mikrofon, nach nicht mehr als 2 Minuten fingen meine Augen an zu Tränen und mein Körper fing an zu zittern. Die Extreme lag in meinem rechten Bein, meiner rechten Hand, meiner Oberlippe und meinem Nasenflügel, denn diese zitterten unaufhörlich.

    3. Sitzung

    Der Raqi wiederholte noch einmal die Rouqia. Der Jinn in mir reagierte wiederrum sehr schnell auf die Koransuren. Die Erscheinungen vom Vortag wiederholten sich, nur waren sie viel intensiver. Diese Rouqia hatten wir aus Zeitmangel nicht lange durch gezogen. Der Raqi gab mir ein Pulver (Khust Hindi) mit, das ich in sehr wenig Wasser zu mir nahm.

    4. Sitzung

    Die Erscheinungen bei dieser Sitzung waren viel stärker. Was mir auffiel, bei Ayas wo es über den Sihr explizit ging, waren die Erscheinungen am extremsten. Ich hatte nun mehr keinerlei Kontrolle über meinen Körper. Während der Raqi rezitierte hab ich für Duaa gemacht und auch viel Dikhr gemacht. Alles an mir und in mir zitterte, meine Hände schlugen um sich, als ob ich etwas von mir schütteln wollte, ich hatte starke Zuckungen in jedem Gliedmass.

    Mein Rechtes Bein streckte sich so stark als ob mich etwas an diesem zog, Allahu alem vielleihct war es der Jinn. Der Raqi beauftragte meinen Vater damit mich mit einem Öl an den Füßen und Händen einzureiben .Ich weiss es nicht genau, aber ich denke es war Ölivenöl.

    Teilweise bin ich im Gesicht blau angelaufen und ich bekam keine Luft, ich hatte das Gefühl das mich Jemand würgen würde. Mein Vater erzählte mir das mein Gesichtsausdruck sich völlig änderte. Mein Mund eine unnatürliche Form zog Ich schrie doch es war nicht meine Stimme.

    Doch ich hatte mich so sehr mit diesem Thema befasst, dass ich keinerlei Angst vor diesem Jinn hatte. Ich wußte ich war stärker und wenn Allah es so will ich sofort wieder gesund werden würde. Ich wollte den Jinn besiegen und ihn aus mir heraus holen biidhnillah.

    Es würgte mich so lange bis ich mich übergab. Ich hatte keine Möglichkeit mich ruhig zu setzen denn jede Extreme meines Körpers tat alles, nur nicht das was ich wollte. Der Raqi hatte Rouqia-Wasser womit er mich hin und wieder besprüht hatte. Diese Sitzung dauerte mehr als vier Stunden an.

    Am Ende der Sitzung wollte der Raqi nicht weiter machen, er sah es vor, am nächsten Tag dies weiter zu führen. Er befahl mir noch den Wudu zumachen und mich zu erholen, doch davon konne man nicht sprechen. Meine rechte Hand schüttelte sich immer weitre obwohl der Raqi längst mit der Rouqia aufgehört hatte. Mir tat alles weh.

    http://www.koranheilung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=110:sihr-zur-verhinderung-einer-ehe&catid=57:wahre-begebenheiten&Itemid=102

  4. Einst im VCP GNO Says:

    Sind nur ausreichend Presse und Prominenz zugegen, klopfen sich Spitzen-Charismatiker auch wechselseitig auf die Schulter:

    Meine Antwort auf diese Frage stützt sich auf die Elemente, die meine Biographie mit der Lebensgeschichte von Hans-Peter von Kirchbach verbindet. Wir beide gehören demselben Abitursjahrgang an. Aber wichtiger ist noch: Wir haben in früher Jugend die Erfahrung von Abschied und Neubeginn gemacht. Der in Weimar geborene Hans-Peter von Kirchbach gehört dem Teil seiner verzweigten Familie an, der sich zum Aufbruch nach Westen entschloss. Vor allem haben wir beide in der Christlichen Pfadfinderschaft eine Gemeinschaft und Lebensform gefunden, die uns geprägt hat: Engagement, Hilfsbereitschaft, Demokratie, Verantwortung – das konnten wir dort lernen. Vor allem aber ist uns nahe gekommen, was diese vier Haltungen miteinander verbindet, nämlich eine schlichte und klare Form christlichen Glaubens, die Gottvertrauen und Nächstenliebe miteinander verbindet.

    Gottvertrauen und Nächstenliebe waren zu spüren, als Hans-Peter von Kirchbach nicht nur allen Deutschen, sondern vor allem allen Menschen im Osten Deutschlands bekannt wurde. Schon seit 1990 war er in Eggesin tätig; das war der Hintergrund dafür, dass er 1997 30.000 Soldaten beim Kampf gegen das Oderhochwasser befehligte.

    Wolfgang Huber
    Festansprache zum 70. Geburtstag
    von Hans-Peter von Kirchbach
    am 3. August 2011 in Schloss Glienicke

    http://www.wolfganghuber.info/Wolfgang_Huber/Standpunkte_files/110803%20Kirchbach.pdf

    Der Sportsgeist, Soldat, Pantheist und Humanist Baden-Powell wird zum scoutistischen Christianisierer umgemünzt:

    Schirmherr der Feierlichkeiten des VCP ist der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Dr. Wolfgang Huber, der in seiner Jugend selbst aktives Mitglied bei den christlichen Pfadfindern war.

    http://www.vcp.de/568+M51382f6c7f8.html

    Krampfiges Gefrömmel lässt die erregt auf Englisch angerufenen Ausländer sozusagen zwangschristianisieren. Vom Nahostkonflikt ist die Rede: Die HAMAS sei nicht religiös genug und Allah identisch mit Gott. Zur unbedingten Geltung der AEMR schweigt der Bischof ebenso wie zur diskriminierenden islamischen Scharia:

    Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, in meiner Jugend war ich ein begeisterter Christlicher Pfadfinder. In meinem Herzen bin ich das immer geblieben. Und es war ein bewegender Augenblick für mich, dass ich schließlich, nach vielen Jahren, auch unter die Kreuzpfadfinder aufgenommen wurde.

    Wolfgang Huber
    06. August 2006
    Predigt beim Bundeslager des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in Großzerlang

    http://www.ekd.de/predigten/huber/060806_huber_grosszerlang.html

  5. Cees van der Duin Says:

    Na geht doch! Erfreut liest man auf der Homepage des größten evangelischen deutschen Pfadfinderverbandes:

    Dialog der Bünde – Beteiligung des VCP

    Nach Abwägung aller Argumente und einer Diskussion trafen Bundesrat und Bundesleitung die Entscheidung, dass sich der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) aus dem Dialog der Bünde und allen eventuellen Nachfolgeprozessen zurückzieht. Dazu gehört auch, dass der VCP nicht länger unter den „Steimker Grundsätzen“ gelistet wird.

    Da es in Teilen des VCP (aber nicht im gesamten Verband) Verbindungen zur Burg Ludwigstein gibt, wurde im Februar 2014 eine Beteiligung an dem „Dialog der Bünde“ rund um die Burg Ludwigstein entschieden und durch eine Beauftragung der Bundesleitung wahrgenommen. Der Auftrag dieses Dialoges war, ein „tragfähiges Konzept über den Zugang der Bünde zur Burg [Ludwigstein]“ zu erarbeiten.

    Dieser Auftrag wurde bei mehreren Treffen bearbeitet und mit einem Antrag an die Mitgliederversammlung der Burg Ludwigstein abgeschlossen. Dieser Auftrag war Basis für die Beteiligung des VCP und für die Beauftragung. Die Beauftragten standen dazu in regelmäßigem Kontakt mit der Bundesleitung. Über den Fortschritt des Prozesses wurde in den Gremien des VCP regelmäßig berichtet. Der Bundesrat hat sich darüber hinaus im Rahmen seiner Tagungen 04.2014 und 01.2015 intensiv mit den Ergebnissen des Dialogs beschäftigt.

    Der am Ende des Prozesses vereinbarte Kriterienkatalog ist aus Sicht des VCP teilweise nicht klar genug formuliert, um ausreichend Distanz zu extremen Bünden aufzuzeigen. Das trifft auch auf die „Steimker Grundsätze“ zu. Dort werden Begriffe verwendet werden, die einen weiten Interpretationsspielraum zulassen. Deshalb sehen Bundesrat und Bundesleitung eine Beteiligung des VCP an einem Nachfolgeprozess, in dem es nicht mehr allein um den Zugang zur Burg Ludwigstein geht, als nicht sinnvoll.

    Bundesleitung und Bundesrat danken den Beauftragten ausdrücklich für ihr Engagement und ihre Arbeit in diesem Prozess.

    Q u e l l e :

    http://www.vcp.de/nachrichten/artikel/dialog-der-buende-beteiligung-des-vcp/

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