Nein zur Scharia! Internationale Konferenz zum Weltfrauentag, Frankfurt 2013

Arabischer Frühling, weibliche Revolution und Säkularismus:

Nein zur Scharia!

Einladung zur Konferenz am 8. März,

dem internationalen Frauentag

Universität Frankfurt, AStA Festsaal, Bockenheimer Warte, Mertonstraße 26-28, 60325 Frankfurt am Main

Freitag den 8. März 2013, Einlass 16:00 Uhr

Taslima Nasrin

Maryam Namazie

Mina Ahadi

Houzan Mahmoud

Zana Ramadani

Necla Kelek

Nadeen Gamil

Equal Rights Now – Organisation gegen die Frauendiskriminierung

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) Deutschland

Die Revolutionen in den Ländern wie in Ägypten, Tunesien und Syrien, welche bekannt sind als „arabischer Frühling“ gegen das jeweilige diktatorische Regime, haben noch einmal das wichtige Thema der Situation der Frauen und der Emanzipation in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt. In diesen Ländern versucht der politische Islam sich durchzusetzen, an die Macht zu kommen und mit allen Mitteln zu erhalten.

Diese Situation stellt insbesondere die Frauen vor eine wichtige Frage: Mit solchen islamischen Regierungen, was wird mit uns Frauen geschehen?

Die bittere und schmerzhafte Erfahrung der Frauen im Iran sowie deren Kampf in den letzten 35 Jahren gegen die frauenfeindliche islamische Regierung ist vielen Menschen in den oben genannten Ländern bekannt.

Es ist offensichtlich, dass je mehr der Islam und die Religion Macht in der Politik und im Staat erhält, desto mehr werden die Frauen in der Gesellschaft zurückgehalten und rechtsloser dargestellt.

In dieser Konferenz mit den weltweit bekannten Rednerinnen wird über die Rolle des Islams und der islamischen Staaten im Leben der Frauen und über den Widerstand der Frauen gegenüber reaktionären islamischen Regierungen für die Freiheit und Emanzipation gesprochen.

Wir möchten unsere Solidarität mit der weltweiten Freiheitsbewegung der Frauen insbesondere in Ägypten, Tunesien, Libyen, Iran und … ausdrücken.

Wir laden alle Interessierten zu dieser Konferenz ein.

Koordinationskomitee der Konferenz

Kurze Biografie der Rednerinnen

Mina Ahadi

Mina Ahadi ist Gründerin des „Internationalen Komitee gegen Todesstrafe“ und Islam- und Religionskritikerin. Sie ist Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland und eine erfolgreiche und bekannte Aktivistin im Kampf für die Menschen- und Frauenrechte, gegen Steinigung und Todesstrafe weltweit.

Nadeen Gamil

Nadeen Gamil ist eine 21-jährige Frauenrechtlerin aus Kairo. Frau Gamil ist eine bekannte Sozialaktivistin und radikale Frauenbefreierin. Seit 2011 arbeitet sie mit dem ägyptischen Frauenverband, in welchem sie Operations Director und Mediensprecherin ist. Nadeens Vorbild ist ihre Mentorin und Kollegin Dr. Nawal El Saadawi, die das Fundament des Verbandes gelegt hat.

Necla Kelek

Necla Kelek ist in der Türkei geboren und ist eine deutschtürkische Sozialwissenschaftlerin. Sie ist ebenso eine Islamkritikerin wie Frauenrechtlerin. 1995 erschien ihr Buch „Die fremde Braut“. Für Die fremde Braut erhielt Kelek den renommierten Geschwister-Scholl-Preis.

Maryam Namazie

Maryam Namazie, geboren im Iran, ist eine Islam- und Religionskritikerin und Frauenrechtlerin. Sie ist Gründerin der Organisation „One law for all“ gegen Scharia-Gesetze, sie kämpft seit Jahren für die Frauen- und Menschenrechte. Sie ist eine bekannte Säkularistin und Gewinnerin von mehreren renommierten Preisen wie u. a. des „Secularist of the Year Award“ im Jahre 2005.

Taslima Nasrin

Taslima Nasrin ist eine Autorin und Ärztin aus Bangladesch. Sie setzt sich für die Rechte der Frauen ein und ist eine Islamkritikerin. Gegen sie wurde von einem islamischen Gericht das Todesurteil ausgesprochen. Sie erhielt im Jahr 1996 den „International Humanist Award“.

Houzan Mahmoud

Houzan Mahmoud ist eine Frauenrechtsaktivistin und Islamkritikerin aus Kurdistan-Irak. Sie ist Sprecherin der Organisation „Freiheit der Frau im Irak“ und ein bekanntes Gesicht in der Region. Sie organisierte mehrere Kampagnen für die Verteidigung der Frauenrechte im Irak und weltweit.

Zana Ramadani

Zana Ramadani ist Albanerin aus Mazedonien und lebt seit über 20 Jahren in Deutschland. Sie ist 29 Jahre alt und in eine muslimische Familie geboren. Frau Ramadani ist Frauenrechtlerin und Mitbegründerin von FEMEN Germany.

Q u e l l e und mehr

8 March 2013, International Women’s Day Event, Frankfurt, Germany

http://www.onelawforall.org.uk/8-march-2013-international-womens-day-event-frankfurt-germany/

ONE LAW for ALL

http://www.onelawforall.org.uk/

Maryam Namazie

http://www.maryamnamazie.com/

http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/

Taslima Nasrin

http://taslimanasrin.com/

Taslima’s Banned books. Lajja (Shame), 1993

http://taslimanasrin.com/index2.html

Drei ins Deutsche übersetzte Bücher von Taslima Nasrin. Scham (Lajja; Shame). Lied einer traurigen Nacht: Frauen zwischen Religion und Emanzipation. Das Mädchen, das ich war.

http://www.amazon.de/Taslima-Nasrin-Scham/dp/B007R2VK4O/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-7

http://www.amazon.de/traurigen-Nacht-zwischen-Religion-Emanzipation/dp/3453122984/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-5

http://www.amazon.de/Das-M%C3%A4dchen-das-ich-war/dp/3499609452/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1361116770&sr=1-4

Houzan Mahmoud

http://houzanmahmoud.blogspot.de/

Bücher von Necla Kelek

http://www.kiwi-verlag.de/spezialseiten/autorsuche/?id=1058

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4 Antworten to “Nein zur Scharia! Internationale Konferenz zum Weltfrauentag, Frankfurt 2013”

  1. Machandelboom Says:

    Der syrisch-libanesische Lyriker und Intellektuelle Ali Ahmad Said (ʿAlī Aḥmad Saʿīd) veröffentlicht unter dem Künstlernamen Adonis im Februar 2012 im Interview bei profil (Wien).

    ::

    (…)

    profil: Zeichnet sich hier nicht eine widersprüchliche Entwicklung ab? Auf der einen Seite gewinnt die Religion in den arabischen Gesellschaften seit zwei, drei Jahrzehnten immer mehr an Einfluss. Andererseits war die arabische Revolution des vergangenen Jahrs in ihrem Anfang klar säkular, ohne Bezugnahme auf den Islam.

    Adonis: Die Jugend ist eine Stimme, eine Wut, ein Wille. Aber sie ist gespalten, hat keine Ideologie und ist schwach. Sie kennen ja die Linke im Westen: Sie ist auch immer gespalten. Ernsthaft organisiert sind in den arabischen Ländern nur die Fundamentalisten.

    profil: Aber bitte! Die Menschen, die heute in Homs und Hama auf der Straße demonstrieren und massakriert werden, sind doch keine Islamisten.

    Adonis: Woher wissen Sie das?

    profil: Alle Korrespondenten berichten das. Al Jazeera auch.

    Adonis: Und das glauben Sie? Die überwältigende Mehrheit der Oppositionellen sind Fundamentalisten. Ich bin radikal gegen das Regime, aber ich unterstütze auch nicht die Opposition. Denn ich will mich nicht an einem Übergang von einer Militärdiktatur zu einer religiösen Diktatur beteiligen.

    profil: Aber ist das wirklich ein realistisches Szenario? Ist es etwa in Ägypten vorstellbar, dass sich eine Theokratie nach dem Vorbild des Khomeinismus oder eine Art Kalifat etabliert?

    Adonis: Ein Kalifat wäre gar nicht nötig. Die religiöse Tendenz genügt. Das ist jedenfalls eine historische Regression. Damit will ich nichts zu tun haben. Die Revolution in der arabischen Welt – die auf allen Ebenen dem Mittelalter näher ist als der modernen Zeit – hat keine Chance, wenn sie nicht laizistisch ist. Wenn wir nicht Religion und Staat trennen, wenn wir nicht den Frauen volle Gleichberechtigung geben und uns nicht von den Scharia-Gesetzen befreien, werden wir nur eine Despotie durch eine andere ersetzen. Die Militärdiktatur kontrolliert das Denken. Aber die religiöse Diktatur kontrolliert das Denken und auch den Körper, die Sprache und den Alltag. Das ist die totale Diktatur.

    profil: Die Ägypter hatten nun das erste Mal die Möglichkeit, frei ihre Stimme abzugeben.

    Adonis: Stimmt. Aber sehen Sie: Die Fundamentalisten haben fast drei Viertel der Stimmen bekommen. In diesem Fall ist die Demokratie kein Kriterium des Fortschritts. Daher muss die Demokratie überdacht werden. Auch Hitler ist durch Wahlen an die Macht gekommen. Was ist das für eine Demokratie?, frage ich Sie. Ich bin natürlich ein Demokrat. Die Islamisten haben gewonnen, ich muss das akzeptieren. Aber ich werde doch nie auf ihrer Seite stehen.

    profil: Also meinen Sie, dass so etwas wie ein Islamofaschismus droht?

    Adonis: Genau das. Das heißt natürlich nicht, dass die aktuellen Diktaturen bleiben sollen. Man muss sie stürzen. Das ist für mich absolut klar. Aber man muss auch fragen: Welches Regime ersetzt das alte Regime? (…)

    profil: Haben Sie Kontakt mit der syrischen Opposition?

    Adonis: Welche Opposition? Es gibt viele Oppositionen: jene, die mit der Türkei verbündet ist, jene in anderen westlichen Ländern und unterschiedliche Gruppen im Inneren des Landes. Jeder singt seine eigene Melodie. Ich wäre jedenfalls eher auf der Seite der inneren Opposition. Aber wissen Sie, da geht es um Machtwechsel. Nur, die Macht interessiert mich nicht. Mir geht es um die Veränderung der Gesellschaft. Der Westen sorgt sich nicht wirklich um die arabische Welt. Wir erleben einen Konflikt zwischen dem Westen und dem Osten, hier handelt es sich um Machtpolitik. Es gibt eine Achse Iran–­Syrien–Hisbollah. Diese Achse muss ­zerbrochen werden. Damit bin ich ein­verstanden. Aber man kann doch nicht ein Volk, ein Land, eine ganze Zivilisa­tion ­zerstören. Man muss andere Mittel ­finden.

    profil: Welche Mittel?

    Adonis: Das weiß ich nicht. Ich bin kein Politiker. Aber sicherlich sind die Mittel, die im Irak angewandt wurden, die falschen. Das Land ist zerstört. Dasselbe will man nun mit Syrien machen. Früher finanzierten die Amerikaner die Fundamentalisten – wie etwa in Afghanistan. Dann wurden die einst als Freiheitskämpfer Hochgelobten zu bösen Terroristen. Und jetzt kehrt man wieder zur Unterstützung der Islamisten zurück.

    profil: Die Muslimbrüder vertreten doch eher einen moderaten Islam.

    Adonis: Es gibt keinen moderaten Islam. Moderate Muslime, ja, aber einen moderaten Islam? Nein.

    profil: Ist das nicht die Frage der Interpretation des Korans?

    Adonis: Wenn der Westen einen moderaten Islam braucht, dann kann er doch in Saudi-Arabien beginnen. Ich bin gegen die amerikanische, ich bin gegen die westliche Politik gegenüber der arabischen Welt. Ich kann und will deren Logik nicht folgen. Nein, die Muslimbrüder sind Faschisten, pure Faschisten. Es ist doch absurd: Vor etwa 200 Jahren öffnete Muhammed Ali Pascha (Vizekönig von Ägypten von 1805 bis 1848, Anm.) Ägypten zur Moderne. Und jetzt schließt das Land, mit den Muslimbrüdern an der Macht, wieder die Türen.

    profil: Wo sind aber die realen Kräfte in der arabischen Welt, die Ihren Ideen folgen?

    Adonis: Hervorragende Maler, Dichter, Künstler denken so wie ich. Das sind Individuen. Die arabischen Kollektivitäten sind aber von der Religion erfasst. (…)

    aus dem Interview mit Adonis: „Ich unterstütze die Opposition nicht“, von Georg Hoffmann-Ostenhof und Tessa Syszkowitz

    in: profil 11.02.2012

    http://www.profil.at/articles/1206/560/318878/syrien-ich-opposition

    ::

  2. Carcinòl Says:

    ::

    al-marja’iya al-islamiya, also die islamische Positionierung

    s. u., Auswärtiges Amt, Berlin 2012
    ::

    Über die global aktive und radikalislamische Muslimbruderschaft plapperte die Islamverharmloserin und Professorin Dr. Gudrun Krämer beim Blick auf Ägypten:

    Nein, sie strebt in dem Sinne keinen Gottesstaat an. Nun gibt es viele Definitionen von Gottesstaat. Mit diesem Begriff meint man in erster Linie das Personal, also eine sakrale Herrschaft oder eine herrschende Elite, die sich per Gottesgnadentum oder Ähnlichem definiert. So etwas lehnen die Muslimbrüder deutlich ab. Sie wollen aber Gottes Herrschaft in dem Sinne verwirklicht sehen, dass Gottes Gebot in der ägyptischen Gesellschaft, und das heißt in allen Lebensbereichen, durchgesetzt wird. Darauf spielt diese Formulierung des „religiösen islamischen Referenzrahmens“ an, auf Arabisch marga’iya islamiya. Damit meinen sie im weitesten Sinne die Scharia.

    Da haben sie sich immer wieder dazu geäußert und klar gesagt, dass sie von einem modernen Bürgerrecht ausgehen und die Idee des modernen Nationalstaates verfechten, so wie es bereits al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft, tat. Das müssen Sie immer zugrunde legen. Insofern sehe ich deutlich die Modernisierung des politischen Denkens. …

    Die Muslimbrüder treten für eine soziale Marktwirtschaft ein. Sozial im Sinne des Eigentums. Das ist eigentlich alte Sozialdemokratie.

    http://derorient.com/2011/12/05/interview-mit-gudrun-kramer-ein-ziviler-staat-mit-islamischem-referenzrahmen-2/

    ::

    „This will not be a democracy that can allow what God forbids, or forbid what God allows.“

    The draft constitution that is now at the center of worsening political turmoil would empower Islamists to carry out the most widespread and strictest implementation of Islamic law that modern Egypt has seen. That authority rests on the three articles that explicitly mention Shariah, as well as obscure legal language buried in a number of other articles that few noticed during the charter’s drafting but that Islamists insisted on including.

    According to both supporters and opponents of the draft, the charter not only makes Muslim clerics the arbiters for many civil rights, it also could give a constitutional basis for citizens to set up Saudi-style „religious police.“ They could monitor morals and enforce segregation of the sexes, imposition of Islamic dress codes and even harsh punishments for adultery and theft — regardless of what laws on the books say.

    The spiraling crisis is threatening to turn into an outright fight for the identity of post-revolutionary Egypt, splitting the nation between those who want an Islamic state and those who oppose it …

    ::

    http://www.newsday.com/news/world/draft-egyptian-constitution-turns-to-sharia-law-1.4309174

    President Morsi signs into law new constitution drafted by his Muslim Brotherhood; opponents say Egypt has gone backwards 100 years.

    http://www.israeltoday.co.il/NewsItem/tabid/178/nid/23589/Default.aspx

    ::
    vgl. oben b. Krämer, islamischer Referenzrahmen („marga’iya islamiya“), hier zu Libyen aktuell, al-marja’iya al-islamiya:

    Jede politische Partei, aber auch jeder einzelne unabhängige Kandidat , der bei den Wahlen zum Nationalkongress im Juli antrat, mußte sich in irgendeiner Form auf den Islam beziehen , wenn er sich Chancen auf eine Wahl ausrechnen wollte. Zentrales Referenzwort der Kandidaten und Parteien vor den Wahlen war folglich al-marja’iya al-islamiya, also die islamische Positionierung, die sich obligatorisch in den Wahlprogrammen wiederfand.

    Wenn auch in der 2013 zu erwartenden neuen Verfassung mit islamischen Akzenten zu rechnen ist (Islam = Staatsreligion ; Präsident muß Muslim sein; Scharia die Quelle der Gesetzgebung ; evtl. Aufwertung des Fatwarates zum Verfassungsorgan etc.) , so ist doch davon auszugehen, daß nicht plötzlich eine „islamistische Republik Libyen“ vor den Toren Europas entsteht. Die Mehrheit der Libyer sind keine Anhänger salafistischen Gedankenguts, sondern sie treten für einen moderaten islamischen Bezugsrahmen ein …

    aus: Fachtagung Libyen (Auswärtiges Amt, Berlin, 27.11.2012)
    Dr. Hanspeter Mattes, GIGA Büro Berlin
    Aspekte der religiösen Entwicklung in Libyen 2011/2012

    http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/staff/mattes/vortraege/1211_vortrag_libyen_aa.pdf

    Irgendwelche Hoffungen werden also auf moderate Muslimbrüder bzw. sonstige Lobbyisten der Schariabewegung gesetzt … Nebelwurf pur also selbst aus dem Auswärtigen Amt.
    ::

  3. Cees van der Duin Says:

    aus dem Kommentarbereich

    http://freeminds.blogsport.eu/2013/03/05/weltfrauentag-nein-zu-den-sharia-gesetzen/

    #BIRD of FREEDOM
    Danke für die Pressequelle, die BIANET-nahe (s. u.) türkische Foto-Aktion, so befürchte ich, geht allerdings in die frauenpolitisch falsche Richtung, denn indirekt wird, wie in den letzten Jahren zunehmend oft in der Türkei, die Scharia verharmlost und somit letztlich der Internationale Weltfrauentag islamisch missbraucht (die zwangsweise atheistische Diktatur China macht das entsprechend, alle feiern Weltfrauentag). Der Weltfrauentag muss endlich allgemeine Menschenrechte fordern, das heißt: hundertprozentige Gleichberechtigung von Frau und Mann, und nicht nur ein unverbindliches Bemühen um Verbesserung der Rolle der Frau heiß bekunden.

    Das Frauenprügeln ist von Allah gebilligt, was Murat Aydin, Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Zeytinburnu und Initiator der Foto-Aktion, natürlich genau weiß:

    The Koran (Quran) allows men to beat their wifes, and here are the rules.

    Murat Aydin, Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Zeytinburnu und Initiator der Foto-Aktion, hofft auf die abschreckende Wirkung der Bilder. „Nichts rechtfertigt Gewalt“, erklärte Aydin. Bei der offiziellen Vorstellung der Aktion am kommenden Donnerstag wird auch Emine Erdogan erwartet, die Ehefrau des türkischen Ministerpräsidenten.

    Da ist Unsinn, Allah selbst rechtfertigt die Gewalt gegen die Frau! Aber wenn Aydin das sagen offen würde, würde Emine Erdogan nicht kommen – und das kann die Karriere sehr hindern und offene Kritik an der Scharia würde seine Karriere sogar beenden (in Teheran oder Dschidda möglicherweise auch sein Leben).
    ::
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    Yusuf Ali
    Men are the protectors and maintainers of women, because Allah has given the one more (strength) than the other, and because they support them from their means. Therefore the righteous women are devoutly obedient, and guard in (the husband’s) absence what Allah would have them guard. As to those women on whose part ye fear disloyalty and ill-conduct, admonish them (first), (Next), refuse to share their beds, (And last) beat them (lightly); but if they return to obedience, seek not against them Means (of annoyance): For Allah is Most High, great (above you all).
    Dr. Ghali
    Men are the ever upright (managers) (of the affairs) of women for what Allah has graced some of them over (some) others and for what they have expended of their riches. So righteous women are devout, preservers of the Unseen for. And the ones whom you fear their non-compliance, then admonish them and forsake them in their beds, (Literally: a madajic= reeclining) and strike them, (i.e. hit them lightly) yet in case they obey you, then do not seek inequitably any way against them; surely Allah has been Ever-Exalted, Ever-Great.
    German
    Die Männer haben in voller Verantwortung für die Frauen aufzukommen, weil Gott den einen gegenüber den anderen Vorzüge gewährt hat und weil sie von ihrem Vermögen (das sie durch ihre Arbeit erworben haben) für die Familie ausgeben. Die guten Frauen sind gottergeben und verschweigen, was Gott zu verschweigen gebietet. Die Frauen, bei denen ihr fürchtet, sie könnten im Umgang unerträglich werden, müßt ihr beraten. Wenn das nichts nützt, dürft ihr euch von ihren Schlafstätten fernhalten; wenn das nichts nützt, dürft ihr sie (leicht) strafen (ohne sie zu erniedrigen). Haben sie sich gefügt, so dürft ihr nicht ungerecht sein. Bedenkt stets, daß Gott erhaben und mächtig ist!

    http://quran.com/4/34
    ::
    ::
    Leider ließ auch „One Billion Rising“ die Chance verstreichen, etwas gegen das im traditionell islamisch geprägten Kerngebiet (Pakistan, Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien usw.) frauenfeindliche Islamische Recht der Scharia zu sagen oder gegen die drohende schariakonforme Rechtsspaltung überall da, wo Muslime noch eine Minderheit sind. Die Frauen dürfen also millionenfach („One Billion“) hüpfen („Rising“) und sich irgendwie feminin und bewegt fühlen – das Islamische Recht kommt und wird sie einsperren und dann wird gemäß Koran 4:34 die Frau vom Ehemann ein bisschen geprügelt.

    Und nicht vergessen: Nicht mehr als zehn Schläge!

    Wife Beating in Islam – No more than 10 blows!

    Warum schleichen die Frauen der Welt um das Thema Sharia Gesetze wie die Katze um den heißen Brei? Haben sie denn noch nie was von Schleierpflicht (Hidschab), Verbot des Verlassens des Hauses, Recht des Mannes auf Verstoßung (ṭalāq) der Ehefrau gehört? Was wollt ihr Frauen in Islamabad, Gaza-City, Istanbul, Kairo, Sarajevo oder Tunis – Autonomie oder Polygamie? Universelle Menschenrechte weltweit oder Scharia weltweit?

    Islam: how to Beat Your Wife

    Nun zu BIANET, Schariapolitiker Erdogan, der Errichtung der Herrschaft Allahs auf türkischer Erde verpflichtet, flunkerte 2007 so:

    Erdogan added, „Secularism is not a religion, but Islam is. In the sense that I support a secular state, I am secular, but I am not secular as far as Islam is concerned. States are secular, not people“.

    Erdogan dismissed concerns about a sharia state

    http://www.bianet.org/english/politics/96204-prime-minister-erdogan-interprets-laicism

    Bargach defended that the Ko’ran contained the spirit of equality but emphasised the importance of dialogue between women in enforcing equality in daily life.

    „Man does not work for woman. Woman works for man. We started off on this concept and said we should create equality. The problem is not the law. What is important is to change the mentality, the way of thinking. The conservatism of judges is an obstacle in front of the functioning of family courts“. …

    Marrakech Faculty of Law and Women and Family Research Centre head Aicha El Hajjami said, meanwhile, that the campaign dubbed „Equality Spring“ launched before the death of the King in Morocco had led to substantial changes in the country’s Sharia laws. …

    Iranian Civilian Society Organisations (CSO) Training and Research Centre (ICTRC) member Sussan Tahmasebi read a statement under the title of „Female CSOs: Priorities of Women Politics“ where she said the situation of women in the country had improved after the revolution.

    http://www.bianet.org/english/politics/79711-women-debate-equality-laws

    Allgemeine Menschenrechte werden beim Plappern über die angebliche Modernisierung der Scharia gar nicht erst eingefordert, die Religion Islam sei unproblematisch, selbst der Iran wird verharmlost. BIANET ist eine Schariafabrik. Allahs Paragraphen können kommen.

    Warum hat sich „One Billion Rising – Bir Milyar Ayaklanıyor“ (the ethos of sisterhood amongst women on a global scale) nicht von jeglicher Schariagesetzgebung distanziert? Hat die Erfinderin der Aktion, die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler (The Vagina Monologues; V-Day, February 14th), denn jemals etwas Kritisches über Scharia oder Hidschab gesagt?

    Soll das alles sein: Egal ob du im Kalifat lebst oder in der säkularen freiheitlichen Demokratie, spüre dich im Hier und Jetzt als Frau, tanze unkompliziert und körperlichkeitsverliebt auf der Straße und spüre prickelnde feminine Geschwisterlichkeit (sisterhood)?

    Nicht dass ich den Einsatz der Feministin nicht anerkenne, Eve Enslers Engagement für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen ist bewundernswert und unterstützenswert.

    Augenblicke der Begeisterung und tollen Stimmung sind ja nett. Sie werden aber nicht ausreichen, die Islamisierung des Rechts und des öffentlichen Raumes zu verhindern, weder in Istanbul oder Kairo noch in Toronto oder London.

    Dwarslöper

  4. Dwarslöper Says:

    ::

    Die internationale Konferenz zum Internationalen Frauentag am 8. März an der Goethe Universität in Frankfurt war ein großer Erfolg!

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/arabischer-fruhling-weibliche_11.html

    Fotos aus Frankfurt

    http://www.exmuslime.com/Gallery/

    Mina Ahadis Rede zum Internationalen Frauentag

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/mina-ahadis-rede-zum-internationalen.html

    Maryam Namazies Rede von der Frankfurter Konferenz zum Weltfrauentag 2013

    http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/impossible-not-to-see/

    WELTWEITES BÜNDNIS GEGEN SCHARIA-GESETZE
    International Coalition against Sharia Law

    http://schariagegner.wordpress.com/2013/03/12/anti-scharia-koalition/

    Die Botschaft von Taslima Nasrin zur Frankfurt Konferenz
    Taslima Nasrin´s message for the Frankfurt conference

    http://minaahadi-iran.blogspot.de/2013/03/taslima-nasrins-botschaft-zur-frankfurt.html

    Here’s Nawal El Sadaawi’s messages to the conference

    http://freethoughtblogs.com/maryamnamazie/2013/03/10/we-are-not-free-until-all-women-are-free/

    ::

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