Nein zur elterlichen Wunschbeschneidung des männlichen Kindes (§ 1631d BGB)

Eine Nachricht vom

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)

Einladung zum Diskussionsabend

über die Kinderbeschneidung

Gegen Verstümmelung nicht einwilligungsfähiger

und nicht urteilsfähiger Kinder unter achtzehn Jahren

Am 14.02.2014 um 17 Uhr

Köln – Alte Feuerwache

Referenten:

Mina Ahadi Eltern gegen Kinderbeschneidung

Gabi Schmidt Die Verfassungsbeschwerde gegen das Beschneidungsgesetz 1631d BGB

Edward von Roy Die Anti-Beschneidungs-Initiativen in den USA und in Skandinavien

Script zum Vortrag hier online

https://zottelhexe.wordpress.com/2014/02/14/fuer-minderjaehrige-keine-genital-autonomy-ohne-genital-integrity/

Am 07.05.2012 erging im Kölner Landgericht ein wegweisenden Urteil zur Strafbarkeit der medizinisch nicht erforderlichen rituellen Beschneidung minderjähriger Jungen (Az. 151 Ns 169/11). Seither kämpfen orthodoxe jüdische und islamische Organisationen Hand in Hand mit Vertretern der christlichen Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kulturrelativisten aller im Bundestag vertretenen deutschen Parteien gegen diese Entscheidung.

Der Zentralrat der Ex-Muslime hatte gemeinsam mit solidarischen Kinder- und Menschenrechtsorganisationen durch verschiedene Aktionen protestiert (Demonstrationen, offene Briefe, Presseerklärungen bzw. Stellungnahmen). Trotzdem ist es den antisäkularen Freunden kulturell vormoderner Initiationsriten gelungen, die Bundesregierung zu veranlassen, mit BGB § 1631d Beschneidung des männlichen Kindes ein Gesetz zu verabschieden, das den humanistischen, kinderfreundlichen Kölner Richterspruch zurücknimmt.

Doch damit nicht genug. Nun, 2014, beruft sich das Zweckbündnis aus christdemokratischen und rot-grünen Karrieristen sowie religiösen Fundamentalisten auf die Religionsfreiheit und versucht für ganz Europa die Amputation der Penisvorhaut als individuelles Recht der Kinder und Elternrecht auf religiöse Erziehung zu etablieren. Dabei verstößt die Genitalverstümmelung gegen mehrere Artikel der UN-Kinderrechtskonvention als zwingend umzusetzendes Völkerrecht (ius cogens).

Wird die Verstümmelung kleiner Jungen und Neugeborener erst einmal als Elternrecht anerkannt, werden sehr bald auch medikalisierte Formen der FGM erlaubt werden. Beides gilt es zu verhindern.

Zentralrat der Ex-Muslime

02.02.2014

Kontakt:

+49(0177)5692413

+49(0172) 4044323

exmuslime@gmail.com

Postfach 801152

51011 Köln

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19 Antworten to “Nein zur elterlichen Wunschbeschneidung des männlichen Kindes (§ 1631d BGB)”

  1. Edward von Roy Says:

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    Public response (selection | 03.02.2014)

    Over the past week I have received many responses about the website; death threats and praises alternated. Quite a few people accused me of tarnishing the sacredness of the ritual. They fail to understand that the deaths/mutilations and the lack of visionary leadership are undermining the custom, not this website. Year after year the death toll climbs further, and no substantial actions are taken.

    Last Saturday the website was discussed during a counseling session that was attended by 17 young men with partial or complete penile amputations. Some of them are the ‚boys behind the photographs‘, and they expressed their hope that this website will prevent further deaths and mutilations. They want their younger brothers to be safe…

    Press statement of the Eastern Cape Health Crisis Action Coalition (link | 31.01.2014)

    „The circumcision crisis is seen by some as a fight between modern and traditional practices, or cultural versus health rights. This is not helpful. This is a matter of life and death and as such it places a duty on Government to intervene and requires the Traditional Leadership to effect the necessary changes that will enable initiation practices to continue under safe conditions. ECHCAC (…) expects 0 deaths in the upcoming season.“

    Complaint with the Film and Publication Board (letter | 25.01.2014)

    CODEFSA and the Eastern Cape House of Traditional Leaders have reported this website to the Film and Publication Board (FPB), demanding for it to be closed down immediately. …

    http://ulwaluko.co.za/News.html

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    Was ist der Menschheit Beschneidung, auch die nach Abraham oder Schariagesetz? Einweihung in den kulturbringenden und den Zugang zum Himmel bewachenden Männerbund per Genitalverstümmelung.

    Das ist Beschneidung. Leider fällt dem mutigen südafrikanischen Arzt nichts ein, als nach Medikalisierung des Verstümmelungsrituals zu rufen.

    Damit aber wird der – nun aus der kulturellen Moderne heraus in die erneuerte Steinzeit fallende – südafrikanische High-Tech-Medizinbetrieb zum Beschneidungsbetrieb. Den deutschen Parlamentariern fällt bekanntlich auch nichts anderes ein, und schier niemand hat den Mut, den Beruf Mohel bzw. Sünnetci bzw. AAP-fehlgeleiteter amerikanischer Jungenbeschneider für immer ins Museum für archaische Kulturpraktiken zu verbannen. Nur da gehört er hin – wie Hexenfolter-Werkzeug und Sklavenkette.

    Vorsicht, drastische Fotos der Beschneidungsfolgen.

    http://ulwaluko.co.za/Photos.html

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  2. Bragalou Says:



    European Jewish Press
    January 31, 2014
    World Jewish Congress protests calls by Swedish and Danish physicians to ban religious circumcision

    by Maud Swinnen Friday, 31 January 2014 15:30

    NEW YORK/STOCKHOLM/ (EJP)—The World Jewish Congress has strongly protested calls by Swedish and Danish medical associations for a ban [age-restriction] on religious male circumcision.

    In Sweden, the recommendation came in a resolution unanimously adopted last week by the ethics council of the Sweden Medical Association — a union whose members constitute 85 percent of the country’s physicians, according to Swedish daily newspaper Svenska Dagbladet.

    It recommended setting 12 as the minimum age for the procedure and the boy’s consent.

    http://www.circumstitions.com/news/news61.html#wjc


    Könsstympning av pojkar i Sverige / Male Genital Mutilation of young boys in Sweden.
    Omskärelse av pojkar / Circumcision of boys.

    http://childrens-genital-integrity.blogspot.de/


    Aus medizinischen Gründen will der schwedische Ärzteverband die Regeln für kulturelle oder religiöse Beschneidungen enger fassen. Av medicinska skäl vill Läkarförbundet skärpa reglerna för kulturell och religiös omskärelse av pojkar i Sverige. Sie soll nur nach Zustimmung des Jungen zulässig sein. Det ska bara få göras efter samtycke från pojken.

    Also kein Verbot, eher schon Tahsins Beschneidungsfest – für uns kann Beschneidung unter achtzehn nicht akzeptabel sein. Schwedens ziemlich schariakompatible Ärzteschaft will das dreizehn- oder zwölfjährige Kind über seine Beschneidung entscheiden lassen.

    Doch schon das regt Multikulturfreunde sprich Kinderfeinde auf, die das absolute Elternrecht auf Kleinkindbeschneidung fordern. Erik Ullenhag ist so ein Beschneidungsfreund. Ein Blogger fragt richtig:

    Hat der Integrationsminister eine Schraube locker??
    Har Ullenhag en skruv lös??

    „Ich habe nie einen erwachsenen Mann getroffen, der die Beschneidung als einen Angriff oder Übergriff erlebt hat. Jag har aldrig träffat någon vuxen man som upplevt att omskärelsen som ett övergrepp.“

    http://childrens-genital-integrity.blogspot.de/2014/02/lakarforbundet-vill-forbjuda.html


    Einstimmig hat sich der Ethikrat des schwedischen Ärzteverbands dafür ausgesprochen, die männliche Beschneidung ohne vorausgehende Zustimmung des (völlig gesunden!) „Patienten“ ganz zu stoppen. Man will also einem Kind bei lebenslangen nachteiligen gesundheitlichen, sexuellen und psychischen Folgen gesundes, hoch sensitives Genitalgewebe amputieren, das ist im Januar 2014 schwedische ärztliche „Ethik“, schämt euch was.

    Der Junge wiederum kann aus eigenem Körpererleben gar nicht wissen, was Sex mit bzw. ohne Vorhaut ist und wird sich leicht von Eltern, Imamen, Sittenwächter spielenden Mitschülern und sonstigen Beschneidungslobbyisten beeinflussen lassen. Unter- und Mittelstufe würden zum Diskursfeld des Beschneidungsdschihad, die multikulturellen erwachsenen Schweden gucken unschuldig, organisieren die medikalisierte Khitân bzw. Sünnet (Beschneidung) und sagen: wie nett, die munteren Jungs regeln das schon unter sich.

    Die Standards von Wissenschaft, hippokratischer Ethik (primum non nocere), AEMR und Kinderrechtskonvention wären damit abgeschafft, die Scharia bliebe wie zufällig unangetastet:

    Det är Läkarförbundets etik- och ansvarsråd som nu enhälligt står bakom ett uttalande om ett stopp för manlig omskärelse utan föregående samtycke.

    Die Beschneidung soll gemacht werden, wenn der Junge zwölf oder dreizehn Jahre alt ist, in einem Krankenhaus und nach einem Aufklärungsgespräch zu den Schmerzen und Risiken des Eingriffs. Det bör ske när pojken är i 12-13-årsåldern, på ett sjukhus och efter information om smärtan och riskerna som ingreppet innebär.

    http://www.svd.se/nyheter/inrikes/lakarforbundet-krav-samtycke-for-religios-omskarelse_8929562.svd


    In Norwegen werden jährlich 2.000 muslimische und 7 (sieben) jüdische Kinder rituell genital geschädigt.

    Each year, approximately 2,000 Muslims and seven Jewish newborns undergo non-medical circumcision in Norway, according to Aftenposten.

    http://www.jta.org/2013/11/12/news-opinion/world/norway-to-introduce-new-regulations-on-circumcision


    Oslo im Herbst 2013, Gesundheitsminister Bent Høie will etwas tun gegen bzw. zur Beschneidung von männlichen Kindern und Jugendlichen (unter achtzehn Jahren), vor April 2014 soll irgend etwas geregelt sein.

    Vielleicht ist es keine besonders gute Idee, als säkularer Staat einen nüchternen Frühjahrstermin himmlisch als Ostern zu etikettieren oder als freiheitliche Demokratie ohne Grund vom 20. April zu reden.

    Allerdings sieht der norwegische Außenminister erst gar keinen Regelungsbedarf und macht einfach mal so das kinderfeindliche Versprechen, dass es ein Beschneidungsverbot nie geben wird:

    “The Norwegian government recognizes the importance of ritual male circumcision for the Jewish community in Norway,“ foreign Minister Børge Brende wrote in a letter to the Simon Wiesenthal Center, a Jewish campaign group. „It will not propose a ban on ritual circumcision.“

    Norway’s Health Minister Bent Hoie announced this month that the new right-wing government would bring in new legislation on non-medical circumcision of boys under 18 before April 20 next year.

    Die meisten Kleriker sind noch nicht so weit, aber die norwegische Beschneidungsterminplanerin und Kinderrechtsbeauftragte Anne Lindboe (non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed, damit wäre der Zwölfjährige geschützt und dürfte sich der gottesfürchtige Dreizehnjährige auf angeblich genitalautonomen eigenen Wunsch schariakonform genitalverstümmeln lassen) blickt durch: Beschneidung ohne medizinische Indikation ist eine Kinderrechtsverletzung.

    non-medical circumcision violates the rights of minors

    http://www.thelocal.no/20131126/norway-will-not-ban-circumcision-foreign-minister

    ANNE LINDBOE (Möchte Altersgrenze für Ritualbeschneidung: Vil ha aldersgrense for omskjæring) bettelt um ein Gesetz zur Erlaubnis der rituellen Vorhautamputation an männlichen Minderjährigen (wo bleiben die Mädchen?) und feilscht nur noch um die Aldersgrense, die Altersgrenze:

    „Vi ønsker at de som lager lovene her i landet skal bestemme at den nedre aldersgrensen for omskjæring bør være 15 år eller 16 år. Wir wünschen, dass diejenigen, die die Gesetze in diesem Land machen, entscheiden sollten, dass das Mindestalter für die Beschneidung 15 Jahre oder 16 Jahre ist.“ Fünfzehn? Nein, die Norwegerin ist flexibel und hat dreizehn Jahre gesagt …

    http://barneombudet.no/2013/09/29/aldersgrense-for-omskjaering-av-gutter/

    Ganz schlimm findet es Anne Lindboe den 12 Jahre alten Jungen beschneiden zu lassen, doch ggf. nur Tage später, mit 13 Jahren, darf das Kind in seine lebenslang schädigende Ritualbeschneidung einwilligen, wie uns die israelische Presse zum Anne-Lindboe-Verständnis von informed consent berichtet:

    non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed

    http://www.haaretz.com/misc/iphone-article/1.560094

    http://www.timesofisrael.com/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance/

    Nur noch små gutter, „kleine Jungen“ seien künftig einigermaßen vor Genitalverstümmelung (MGM) geschützt, für die größeren Kinder macht eure Anne Lindboe keinen Finger mehr krumm – doch kein sechzehnjähriger Xhosa kann die Beschneidung verweigern, so groß ist der soziale Druck. Schnell und verwaschen noch die UN-Kinderrechtskonvention zitiert, die allerdings Kind grundsätzlich als Menschen unter achtzehn Jahren definiert:

    De nordiske barneombudene mener at omskjæring av små gutter uten samtykkekompetanse kan være i strid med FNs barnekonvensjonen.

    Sind 10- bis 13-jährige eigentlich „kleine“ Kinder? Will Lindboe mit dem staatlich anerkannten Beschneidungsalter gar noch weiter heruntergehen? Denn auch die kleinen Jungen können ja offensichtlich beschnitten werden, sobald sie samtykkekompetanse haben, Zustimmungskompetenz, Einwilligungsfähigkeit.

    Vil ha aldersgrense for omskjæring
    rb 29.09.2013

    http://www.rb.no/Innenriks/helse/article6890275.ece



    Schon gut, dann beschneidet doch endlich. Vi har ingen ting imot dette, wir haben nichts dagegen.

    „Barneombudene ønsker en aldersgrense for omskjæring. Dette innebærer i praksis at man ikke skal kunne foreta omskjæring på andre uten deres samtykke, og at den enkelte selv kan velge å gå igjennom en slik prosess. Vi har ingen ting imot dette. En som er 15 år – og det er den aldersgrensen barneombudene foreslår – er i stand til å forstå hva dette innebærer og bør kunne få lov til å velge dette for seg selv.

    Die Ombudsleute wollen ein Mindestalter für die Beschneidung. Dies bedeutet, … dass der Einzelne entscheiden kann, ob er diesen Eingriff an sich vornehmen lassen möchte. Wir haben nichts dagegen. Einer, der 15 Jahre alt ist – und das ist die Altersgrenze, die sich die Kinderrechtsbeauftragten vorstellen – ist in der Lage, zu verstehen, was das bedeutet und sollte die Möglichkeit haben, dies für sich selbst zu wählen.

    (Am 02.10.2013 bei der liberalen politischen Partei DLF, wie gesagt schreibt die Presse auch zehn Jahre und Anne Lindboe widerspricht nicht.)

    http://stemdlf.no/node/5446



    Weltweit gemeinsam die Präputophobie überwinden, we shall overcome preputophobia some day.

    The Jewish Press hält nichts von happy Jewish foreskins und fühlt sich zwischen Jahrtausende altem Vorhautschrecken und modernem norwegischem Kinderrechtsaktivismus in die Enge getrieben. Anscheinend bedrohe verwirklichter Vorhautschutz für alle (!) männlichen Kinder und Jugendlichen die jüdische Existenz schlechthin; Bildbeschreibung und Untertitel:

    There is nothing worse for Jews than a good looking and do-good non-Jewish woman doctor who sees the world through her stethoscope and thinks Jews are ignorant of health because they circumcise babies.

    Norwegian pediatrician Anne Lindboe, the country’s child welfare adviser, represents one of the world’s greatest dangers to Judaism.

    Das schariatische (Islamic Law) oder halachische (Jewish Law) Himmelsgesetz privat gern ein bisschen glauben, Kopftuch, Vielweiberei, Steinigung und Zirkumzision sind von gestern.

    Aus dem Text des albern heldenhaft tapferen Journalisten, der dem in eine vermeintliche Welt voller Feinde hinein zu judaisierenden Kind per Beschneidungsakt ganz bewusst Leiden und Schmerzen (to suffer; struggle; pain) zufügen will, der das Nichtbeschneiden für eine geschichtsvergessene und seelenlose Weltanschauung (a modern and sterile philosophy) erachtet und der vermutlich jeden unbeschnittenen Juden eigentlich für einen Nichtjuden sowie den eine unblutige Geburtfeier am biblischen achten Tag, eine Brit Schalom durchführenden Rabbi für pflichtschludrig oder gottvergessen hält:

    “With good information about risk, pain and lack of health benefits of the intervention, I think parents from minorities would voluntarily abstain from circumcising children,” Anne Lindboe, Norway’s Children’s Ombudsmen, told the Norwegian Aftenpost daily last week. …

    Her solution, reported here, is simply to perform a “symbolic ritual,” presumably one in which the baby will not cry, God forbid. It would be easy to criticize her for ignorance of Judaism, but why expect a non-Jewish pediatrician from one of the most anti-Semitic countries in Europe to understand Jewish law and belief? …

    Her thinking, so to speak, reflects a modern and sterile philosophy that there is no such thing as “religious law” if a government views it as wrong. Her attitude also reflects a modern view, often Christian, that no one has to suffer in life. Smile, have a nice day and don’t struggle with everyday difficulties that cause pain. It is the same type of bleeding heart mentality that is behind “engagement” with monsters like Syrian President Bassar al-Assad and with masters of evil, such as the Islamic regime in Iran. …

    The problem with the dream world is that it leaves it defenseless against the Assads and Ayatollahs. Lindboe’s “no pain” world that she wants to replace religious circumcision, about which she knows only a bit of the physical side and less than nothing about the metaphysical side, is a world that pretends evil does not exist and therefore does not have to be fought. …

    von: Tzvi Ben-Gedalyahu
    aus: Norway official wants to ‚educate‘ Jews against circumcision
    in: The Jewish Press 25.11.2013

    http://www.jewishpress.com/news/norway-official-wants-to-educate-jews-against-circumcision/2013/11/25/


    Der eben betrachtete Titel (Norway official wants to ‚educate‘ Jews against circumcision) enthält göttlich zufällig eine sehr schöne Wortgruppe, denn über die Jews against circumcision könnte Journalist Tzvi Ben-Gedalyahu uns schließlich auch einmal berichten, dann wäre auch sein Weltbild etwas ausgewogener:

    http://www.jewsagainstcircumcision.org/


    Keine Beschneidung unter achtzehn! Ein paar Norweger wollten im November 2013 wohl alle Sechzehnjährigen entscheiden lassen in das schädliche Ritual einzuwilligen oder eben nicht einzuwilligen.

    Das sollte jeder anders sehen, der dagegen ist, das sechzehnjährige Mädchen in der Prostitution arbeiten. Bei den südafrikanischen Xhosa sterben jedes Jahr beschnittene Sechzehnjährige, in diesem jungen Alter kann man sich also dem Gruppenzwang noch gar nicht entziehen. Kein Feilschen über die Kinderrechte der UN-Konvention, der Staat hat die körperliche Unversehrtheit der Kinder und Jugendlichen zu schützen.

    Die Erpressung mit schrecklichen Folgen (risks) der Hinterhofbeschneiderei funktioniert. Dass es auch bei der technisch besten Penis-Beschneiderei zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen kommt wird ebenso verschwiegen wie der grundsätzliche und nicht verantwortbare Schaden jeder unnötigen Operation nicht nur an Kindern und nicht nur am Genital. Mit dieser Moral müsste man eigentlich auch die Mädchenbeschneidung medikalisieren d. h. in die modernen norwegischen Krankenhäuser bringen:

    A Conservative leader of the committee on health care said that a complete ban on hospital circumcisions “will only lead to this being carried out by non-professionals” with possible risks. The government’s stand opposes a recommendation by Norway’s Medical Association and the Children’s Ombudsman to ban circumcisions before the age of 16. …

    Legislators from the opposition Labor and center parties also oppose circumcisions, but Socialist Left Party leader Audun Lysbakken told the newspaper that offering circumcision within the healthcare system “will be the safest solution for the children“. He added that religious freedom must be taken account “since a ban would be perceived as a very negative signal among both Jews and Muslims.”

    Wohl wahr Herr Genosse Audun Bjørlo Lysbakken, ein „sehr negatives Signal (a very negative signal) sehen Imam und Allahgott gar nicht gern.

    http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-to-control-circumcision-with-respect-for-jews-and-muslims/2013/11/12/


    Audun Lysbakken

    „2001 kandidierte Lysbakken in Hordaland für die Sosialistisk Venstreparti und errang einen Abgeordnetensitz im Storting. Anschließend gehörte er dem Haushaltsausschuss an. 2005 verpasste er eine Wiederwahl. 2009 konnte er ins Parlament zurückkehren, ließ das Mandat jedoch ruhen, nachdem er am 20. Oktober 2009 zum Minister für Kinder, Gleichstellung und Integration in der Regierung Jens Stoltenberg II ernannt worden war. Am 5. März 2012 erklärte Lysbakken seinen Rücktritt, nachdem eine langjährige gesetzwidrige Praxis bei der Vergabe von Fördermitteln seines Ministeriums bekannt geworden war.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Audun_Lysbakken


    Im Januar 2013, der Verein Islam Net hatte für das nächste Wochenende den schariagelehrigen Dr. Haitham al-Haddad eingeladen, nannte Sozialist und Beschneidigungsfreund Lysbakken, immerhin, die Steinigung (steining) und die Todesstrafe für Apostasie (konvertering bort fra Islam straffes med døden) barbarisch.

    Lysbakken hielt es aus Sicht der „westlichen“ Werte (warum nicht der universellen Menschenrechte?) auch für falsch, als Prediger den Jungen zu erzählen, dass die norwegische Muslima nicht arbeiten solle (kvinner ikke bør være i jobb) und dass die Gewalttaten eines Mannes gegen seine Ehefraudessen Privatsache sei (menns vold mot kvinner i familien er en privatsak).

    Der linke Spitzenpolitiker sagt kein Wort gegen die totalitäre irdische Lebensform Islam selbst oder gegen die von Allah geschaffene Scharia, der jene „barbarischen“ islamischen Gesetze und Strafen, die das Seelenheil sichern und vor dem Höllenfeuer schützen sollen, sehr genau entstammen.

    http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/politikk/Audun-Lysbakken-ber-Islam-Net-avlyse-mote-7088077.html#.UvGU_Pv-aeY


    Der Sozialist kann sich gar nicht vorstellen, dass Norwegens Muslime die Werte der Scharia gutheißen, Fahad Qureishi hingegen bleibt völlig gelassen, verteidigt seinen Gast al-Haddad und weiß, dass es seit Mohammeds Zeiten nur einen Islam gibt.

    Audun Lysbakken (Die Linke) vs Fahad Qureishi (Islam.net) NRK Januar 2013

    2:27
    Nein, ich glaube nicht, dass seine Werte und Einstellungen von vielen geteilt werden.
    No, I don’t believe that the values and attitudes that he expresses are shared by that many.

    2:33
    Weder von den norwegischen Muslimen noch von ihren Kindern.
    Not by Norwegian Muslims and not by Norwegian Muslim youths.

    Fahad Quereishi über Islam-Net-Ehrengast al-Haddad:

    3:27
    Ich denke er ist ein gutes Rollenmodell für Muslime und Nichtmuslime.
    I think he is a good role model for many people, both Muslims and non-Muslims.

    http://www.mrctv.org/videos/audun-lysbakken-die-linke-vs-fahad-quereishi-islamnet-nrk-januar-2013

  3. Machandelboom Says:

    Es geht um alles. Die Penisfrage stellt sich. Das islamische Gebet ist nur im Zustand der Tahara gültig, der rituellen Reinheit. Nadschasa, Verunreinigung beschädigt die Tahara. Nadschis, ritell unrein und damit potentiell heilsgefährdend wie sozial hoch ekelhaft sind Dinge wie Menstruationsblut, Schwein, Dhimmi oder Urin.

    Der Fragesteller ist entweder ein größerer Junge der noch nicht beschnitten worden ist oder hat noch einen Rest von Vorhaut. Er fürchtet dass unter der Vorhaut ein grausiger Rest von Urin haften könnte und sei es nur ein Tropfen, Tröpfchen, Molekül oder Atom davon. Sollte der Teufel so leichtes Spiel haben? Wer leitet jetzt recht? Der Himmel. Rasch eine E-Mail an den Scheich.

    Fatwa.

    Notice drops of urine within foreskin not sure if salah is valid

    Answered by Shaykh Sohail Hanif, SunniPath Academy Teacher

    http://spa.qibla.com/issue_view.asp?HD=1&ID=6848&CATE=3

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    the Salafiyyat make clear that this is true only for men, whose foreskin traps najasa and thus renders them unfit for prayer.

    p 206

    Salafi Ritual Purity: In the Presence of God
    von: Richard Gauvain

    http://books.google.de/books?id=AJ6gL2iwhy8C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

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    Issue 17: If essential Najasat like urine, blood, or anything which has become najis, like a najis cloth, falls in Kurr Water and if the water acquires the smell, colour, or taste of that najasat, it becomes najis; but if it does not, then it is not najis.

    http://www.al-islam.org/islamic-laws-ayatullah-al-uzma-sayyid-ali-al-husaini-seestani/taharat

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    Wer im Erwachsenenalter zum Islam übertritt muss sich vielleicht nicht beschneiden lassen, aber auf der Pilgerfahrt wäre sein Kreisen um die Kaaba islamisch ungültig, meinen manche.

    Q955. Can a newly converted Muslim remain without getting himself circumcised?

    A. Circumcision is an Islamic tradition greatly insisted upon. Although his Namaz would be proper but his circumambulation around the Ka’aba would not be correct if he remained uncircumcised

    http://islamic-laws.com/musavi.htm

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    Oder sie ist doch gültig, meinen andere:

    Frage: Wenn ein Mann unbeschnitten ist und die Pilgerfahrt unternimmt, ist diese dann gültig?

    Antwort: Die Beschneidung (von Männern) ist sunnah, also eine freiwillige und nicht vorgeschriebene (wenngleich auch sehr empfohlene) Handlung. Ihre Unterlassung hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit einer pflichtmässigen Handlung.

    http://www.muslim-liga.de/app/download/5744192811/Disc.Islam+02.pdf?t…‎

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    Wessen Ärzte meinen, dass er die Beschneidung gar nicht aushalten könne, der muss sich als Hanafit nicht beschneiden lassen, alle anderen sollten es wohl doch besser tun oder die Frau könnte bald einen Beschnittenen heiraten:

    Marriage and circumcision

    Question:

    My friend converted to Islam 10 years ago a sister as asked him for nikah but she wants him to get circumcision. He is Hanafi and she is Shafi. Someone told him to get circumcision at is age is haram what should he do? She will not do nikah with him unless he gets circumcision and is it haram for him to get circumcision at is age hes in is 40s.

    Answer:

    The Hanafi jurist Imam al-Haskafi states:
    – If an old person entered Islam, and the experts in medical field were of the opinion that he won’t be able to stand it, then circumcision should not be carried out. (Durr al-Mukhtar)

    From this opinion you can decide in case of your friend.

    Imam Senad Agic
    American Islamic Center – Chicago

    http://eshaykh.com/health-family/marriage-and-circumcision/

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    Eigentlich sollten im Islam am besten auch die Frauen beschnitten werden, bei den Schafiiten ist die Beschneidung der Männer und Frauen bekanntlich eindeutige islamische Pflicht:

    1 – The meaning of circumcision (khitaan):

    Ibn al-Qayyim said:

    Khitaan is a noun describing the action of the circumciser (khaatin). It is also used to describe the site of the circumcision, as in the hadeeth, “When the two circumcised parts (al-khitaanaan) meet, ghusl become obligatory.” In the case of a female the word used is khafad. In the male it is also called i’dhaar. The one who is uncircumcised is called aghlaf or aqlaf.

    Tuhfat al-Mawlood, 1/152

    Shaykh Ibn ‘Uthaymeen (may Allaah have mercy on him) said:

    The most correct view is that it is obligatory in the case of men and Sunnah in the case of women. The difference between them is that in the case of men, it serves an interest which has to do with one of the conditions of prayer, namely purity (tahaarah), because if the foreskin remains, when the urine comes out of the urethra, some of it will collect there, and this causes burning and infection every time the person moves, and every time the foreskin is squeezed, some drops of urine come out, thus causing najaasah (impurity).

    In the case of women, it serves a useful purpose which is to reduce desire. This is seeking perfection, not removing something harmful.

    Al-Sharh al-Mumti’, 1/133-134

    This is the view of Imam Ahmad (may Allaah have mercy on him). Ibn Quddamah said in al-Mughni (1/115): As for circumcision, it is obligatory for men and it is good in the case of woman, but it is not obligatory for them.

    Islam Q&A fatwa Nr. 9412

    http://islamqa.info/en/9412

    ::

  4. Bragalou Says:



    Strategien der Medikalisierung männlicher Genitalverstümmelung und gegenläufige wissenschaftliche Erfolge

    Medicalization

    Slide presentation
    created by Dan Bollinger

    http://www.icgi.org/medicalization/


    Complications of circumcision

    CIRP

    http://www.cirp.org/library/complications/


    Complications of circumcision

    N. Williams and L. Kapila

    BRITISH JOURNAL OF SURGERY, Volume 80, 1231-1236,
    October 1993.

    http://www.cirp.org/library/complications/williams-kapila/


    Psychological impacts of male circumcision

    http://www.cirp.org/library/psych/


    Circumcision and Human Behaviour. The emotional and behavioral effects of circumcision

    George Hill

    http://www.cirp.org/library/psych/


    PAEDIATRICS & CHILD HEALTH (Ottawa),
    Volume 9, Number 9: Pages 630-633,
    November 2004.

    Circumcision Policy: A Psychosocial Perspective

    Ronald Goldman, PhD

    http://www.circumcision.org/policy.htm


    Circumcision: The Hidden Trauma. How an American Cultural Practice Affects Infants and Ultimately Us All

    Ronald Goldman, Ph.D.
    Foreword by Ashley Montagu, Ph.D.

    http://www.circumcision.org/cht.htm


    Towards evidence based circumcision of English boys: survey of trends in practice

    A M K Rickwood, consultant urologist,
    S E Kenny, lecturer in paediatric surgery,
    S C Donnell, consultant paediatric surgeon

    Too many English boys, especially those under 5 years of age, are still being circumcised because of misdiagnosis of phimosis. …

    Strictly, only some 0.6% of boys with pathological phimosis need to be circumcised, although more relaxed criteria would allow for a similar proportion affected by recurrent balanoposthitis. …

    A reduction in the proportion of English boys circumcised to an attainable target of 2% would make for about 6000 fewer circumcisions each year, with a corresponding saving of £3m.

    http://www.bmj.com//content/321/7264/792.1


    In Memory of the Sexually Mutilated Child

    John A. Erickson

    http://www.sexuallymutilatedchild.org/

  5. Jacques Auvergne Says:

    Die Scharia – der bislang organisierbare Islam – will die Herabwürdigung und juristische Geringerstellung der Frau, Amal Ingrid Lehnert (aus: Grundzüge der islamischen Erziehungslehre, im gleichnamigen Titel ab Seite 11; bei: Islamische Bibliothek; durfte leider auch veröffentlicht werden bei Calwer (2011) im: Lernstraße Islam) hat ihre Religion richtig verstanden; Seiten 25-26; Abschnitt c) Die geschlechtsspezifische Erziehung im Islam:

    Im Großen und Ganzen kann gesagt werden, dass das Vorbild das größte erzieherische Mittel im Islam ist. Die eigene vorbildliche Lebensführung und das Verhalten der Eltern und Erzieher nach Allahs Willen sollen das Kind zum Nachleben desselben anregen. c) Die geschlechtsspezifische Erziehung im Islam Aufgrund der eindeutigen Aufgabenteilung von Mann und Frau im islamischen Recht ist auch eine differenzierte Erziehung von Jungen und Mädchen notwendig. Jedes Geschlecht muss neben der allgemeinen Bildung und Erziehung auf seinen speziellen Aufgabenbereich vorbereitet werden. Diese Aufgabenvermittlung äußert sich im alltäglichen Leben, indem das Mädchen beispielsweise zur Beaufsichtigung der jüngeren Geschwister und zur Reinigung des Heimes herangezogen wird, und der Junge den Vater bei seinen Geschäftigkeiten begleitet. Neben der Vermittlung geschlechtsspezifischer Aufgaben wird gleichermaßen die Erläuterung bestimmter Verhaltensnormen und Regeln gegenüber dem anderen Geschlecht und innerhalb der Gemeinschaft bzw. Gesellschaft, in der diese Normen üblich und von Allah vorgeschrieben sind, gefordert. Ein wichtiger Aspekt dieser geschlechtsspezifischen Erziehung ist die Bewusstseinsentfaltung. So muss der Junge so früh wie möglich auf sein Amt als Familienoberhaupt vorbereitet werden, damit er in dieser Hinsicht seine große Pflicht erkennt und ein entsprechendes Verantwortungsbewußsein entwickeln kann. In Bezug auf die Erziehung des Mädchens zu seinem Selbstverständnis als Frau erscheint es als äußerst wichtig, dem Mädchen die besondere Stellung der Frau und Mutter in der islamischen Gesellschaft zu erläutern; d.h. dass es eine äußerst große Verantwortung für die gesamte Gemeinschaft und für das Bestehen der islamischen Kultur trägt. Da dies nun indirekt und nicht so offensichtlich zum Ausdruck kommt, wird die Wichtigkeit der weiblichen Erziehung gerade oft in Europa verkannt.

    Amal Ingrid Lehnert

    Wenig erstaunlich, dass ein so radikaler Fundamentalist wie Frau Lehnert nichts gegen die obligatorische islamische Jungenbeschneidung oder ehrbare sunnitische bzw. verpflichtende schafiitische Mädchenbeschneidung sagt – für sie sicherlich alles eine Frage der „geschlechtsspezifischen Erziehung“ und der „Bewusstseinsentfaltung“.

    http://www.pdf-repo.com/pdf/bbbgeo6bm952d86d54.html

    Noch etwas zum sprachlich bemerkenswert Maududi-gemäßen Islamic System der Frau Lehnert (Einführung der Verfasserin), unser Bild von Beschneidungs- und Kopftuchzwang wird zum „Missverständnis“:

    Eine weitere Voraussetzung für das Verstehen des Islam ist die Forderung, dass man die einzelnen Elemente des islamischen Systems im Zusammenhang sehen muss, um ihre Bedeutung oder Begründung erfassen zu können; denn ohne Beachtung dieses systematischen Zusammenhangs können leicht Missverständnisse entstehen.

    Es ist ausgeschlossen, den Islam verstehen zu können und damit natürlich auch seine Anhänger, wenn man ihn mit europäischen Augen betrachtet und versucht, ihn mit europäischem Denken zu erfassen! Wenn man sich nicht von dem „fanatischen“ Freiheits- und „Emanzipations- Gedanken, der aus dem Unglauben resultiert, lösen kann, wird es unmöglich sein, beispielsweise den Sinn der Pflichtenlehre in der Sari’a zu verstehen.

    Dann im Text (Kapitel Grundzüge des Islam; II. Die erzieherischen Wirkungen der fünf Säulen des Islam) auf Seite 9

    … Die Umsetzung des Glaubensbekenntnisses in die Praxis ist der Gottesdienst. Die notwendigen Anweisungen dazu findet der Gläubige in Gesetzesform im Qur’an und in der Sunna.

    Die islamische Auffassung vom Gottesdienst ist sehr weitreichend; Gottesdienst bedeutet im weitesten Sinne völlige Unterordnung und Ergebung in den Willen Allahs und die absolute Ausrichtung des gesamten Lebens nach den Regeln des Islam.

    Lehnert bringt keinen „Islamismus“ den es gar nicht gibt, sondern echten Islam:

    II Die Scharia als Quelle der Erziehung
    1. Die islamische Gesetzgebung als Richtschnur für die Lebenspraxis

    Die Schari’a ist die islamische Gesetzgebung, die erstrangig auf dem Qur’an und der Sunna beruht. Sie enthält Vorschriften für das Verhalten des einzelnen in allen Dingen des Lebens; unterteilt in Sittlichkeit, Moral, Erlaubtes und Verbotenes.

    Aus dem Glauben an das Jenseits und an die Strafe und Belohnung für die Taten im irdischen Leben ergeben sich diese Pflichten und ihre Erfüllung. Dies unterscheidet in besonderem Maße Gläubige von Ungläubigen; denn ein Mensch, der nur an das diesseitige Leben glaubt, wird vielmehr seine Recht suchen und auf ihnen bestehen, um nicht „benachteiligt“ zu werden. Ein Gläubiger je doch, der in dem Bewusstsein lebt, dass seine Taten auf Erden Folgen im Jenseits haben werden, wird gezielter an seine Pflichten denken und sie so gewissenhaft wie möglich zu erfüllen versuchen, um das Leben im Paradies erlangen zu können. …

    3. Die Pflichten der Menschen

    … Der Islam befürwortet eine Aufgabenteilung innerhalb der Familie; denn die Natur will keine vollkommene Gleichheit zwischen den beiden Geschlechtern. … Der Ehemann hat die Stellung des Familienoberhauptes inne. Seine Pflicht ist es, für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen, seiner Gattin den Weg zu religiösem und weltlichem Wissen zu ermöglichen und ihr gegenüber stets höflich, gütig und nachgiebig zu sein.

    Die Pflicht der Frau dagegen ist es, die Harmonie in der Familie zu sichern, den Mann als Familienoberhaupt anzuerkennen und ihn zu achten.

    ab Seite 15 beginnt Kapitel

    III. Das islamische Erziehungskonzept

    … Daneben wird auch in der Schari’a – dem Gesetz Allahs – speziell den Eltern bzw. den für die Kinder Verantwortlichen eine gewissenhafte Erziehung und Betreuung der Kinder zur Auflage, d.h. zur Pflicht Allah gegenüber gemacht. Die Kinder und deren Erziehung werden im Qur’an sogar als Prüfstein der Eltern, speziell der Väter bezeichnet

    … Dazu müssen die Kinder zu überzeugten Muslimen erzogen werden, die in der Lage sind, sich für den Islam einzusetzen, um den Islam, seinen Segen und seine Kultur aufrecht zu erhalten.

    Mit anderen Worten: das Ziel der islamischen Erziehung soll sein, dass der Mensch für Allah allein lebt und wirkt zum Wohle seiner selbst und zum Wohle der gesamten Menschheit. …

    Ab und auf Seite 25 dann das eingangs Zitierte im Abschnitt

    c) Die geschlechtsspezifische Erziehung im Islam

    http://www.way-to-allah.com/dokument/Grundzuege_der_islamischen_Erziehung.pdf



    Distanzlos bis proradikal und deshalb pädagogisch völlig unakzeptabel:

    Lernstraße Islam: 15 Stationen für den Unterricht in der Sekundarstufe I
    Friederun Rupp-Holmes

    http://www.amazon.de/Lernstra%C3%9Fe-Islam-Stationen-Unterricht-Sekundarstufe/dp/3766838202/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1391682671&sr=8-1&keywords=lernstra%C3%9Fe+islam

  6. Edward von Roy Says:

    Ein uraltes Menschheitsproblem und heute Politikum allerersten Ranges: Das globale Mobbing gegen männliche Unbeschnittene

    In some settings where circumcision is the norm there is discrimination against non-circumcised men. In some cultures, such as the Yao in Malawi, the Lunda and Luvale in Zambia, or the Bagisu in Uganda, it is unacceptable to remain uncircumcised, to the extent that forced circumcisions of older boys are not uncommon. Among the Xhosa in South Africa men who have not been circumcised can suffer extreme forms of punishment, including bullying and beatings. This discrimination may extend to entire ethnic groups, as in the case of the Luo in Kenya, who do not traditionally practise circumcision and report that they are often discriminated against by other Kenyans because of this.

    e. A psychological explanation for this process is that ambiguity in social roles creates tension, and a symbolic reclassification is necessary as individuals approach the transition from being defined as a child to being defined as an adult. This is supported by the fact that many rituals attach specific meaning to circumcision that justify its purpose within this context. For example, certain ethnic groups, including the Dogon and Dowayo of West Africa and the Xhosa of South Africa, view the foreskin as the feminine element of the penis, the removal of which (along with passing certain tests) makes a man out of the child.

    In the Philippines, where circumcision is almost universal and typically occurs at age 10–14 years, a survey of boys found strong evidence of social determinants, with two thirds of boys choosing to be circumcised simply “to avoid being uncircumcised”, and 41% stating that it was “part of the tradition”. Social concerns were also the primary reason for circumcision in the Republic of Korea, with 61% of respondents in one study believing they would be ridiculed by their peer group unless they were circumcised.

    The desire to belong is also likely to be the main factor behind the high rate of adult male circumcisions among immigrants to Israel from non-circumcising countries (predominantly the former Soviet Union).

    aus: Male circumcision: global trends and determinants of prevalence, safety and acceptability

    von: World Health Organization and Joint United Nations Programme on HIV/AIDS, 2007

    p 5-6

    http://www.malecircumcision.org/media/documents/MC_Global_Trends_Determinants.pdf

    Für nüchtern Denkende Grund genug, das Ritual der den Zugang zum Himmel bewachenden Angstmacher einzustellen.

    Jetzt freilich geht es ans amerikanische Geldverdienen und spätkapitalistische Islaminstallieren und dazu muss es parawissenschaftlich werden. Zwischen weiblicher und männlicher genitaler Amputation, das wissen wir, gibt es ja gerade keinen „substantiellen“ Unterschied.

    Male circumcision may seem similar as far as definition is concerned – “partial … removal of the external genitalia” – but in practice is substantially different. FGM, also referred to as “female circumcision”, comprises surgical procedures involving partial or total removal of the external female genitalia. It is the manifestation of deep-rooted gender inequality that assigns women an inferior position in societies, and is unambiguously linked to a reduction in women’s sexual desire and an irreversible loss of capability for a type of sexual functioning that many women value highly.

    Auch dem männlichen Beschnittenen wird eine sexuelle Funktionseinbuße und ein hoher Sensitivitätsverlust zugefügt.

    Aber egal, das durch Erwachsene betriebene Ausplündern der Kinderkörper und die Kolonialisierung Afrikas müssen weiter gehen, Hand in Hand mit jener Theologisierung der Politik, ohne die das Schariagesetz nicht global implementiert werden kann.

    Die Bevölkerung wird schamlos dahingehend belogen, die männliche Beschneidung könne zu einer Senkung der Aids-Infektionen beitragen oder habe andere gesundheitliche Vorteile.

  7. 废除割礼 Says:

    HONGKONG
    香港
    Xiānggǎng
    Hēunggóng


    Man freue sich als Intaktivist nicht zu früh. Zwar wittern die US-amerikanischen Medizinmänner vom National Center for Biotechnology Information (NCBI) allerlei „misconceptions“, Missverständnisse, aber um ein massenhaftes präputophobisches (preputophobic, von Vorhautekel geschütteltes) Schnellamputieren der dämonischen Vorhaut geht es in Hongkong gar nicht – noch nicht. Nun naht Rettung aus den USA.

    Doch die traditionell denkende sprich nichtbeschneidende Landbevölkerung sowie die Leute aus Zentralcha sind bzw. machen den neurotisch beschneidungsgeilen Amerikanern ein hier gezielt schwammig umkreistes Problem, denn gerade die einfachen Leute beschneiden seit Jahrtausenden bekanntlich nicht zu viel, sondern (was auch nach heutiger Kenntnis völlig gesund ist) eher gar nicht. So kann das nicht weitergehen, lässt das NCBI empört durchblicken.

    Hong Kong Med J. 2012 Dec;18(6):496-501.
    Hong Kong Chinese parents‘ attitudes towards circumcision.
    Leung MW, Tang PM, Chao NS, Liu KK.

    Circumcision is not widely practised in Hong Kong. However, it can be a potential burden on surgical services in public hospitals. There are misconceptions concerning phimosis and circumcision, especially in parents from Mainland China and from lower socio-economic classes. Doctors‘ opinions are the most important factor guiding parental decisions on circumcision. Thus, family physicians‘ advice and education are important to avoid unnecessary circumcisions.

    Das Publikum elegant als gespalten wissen, jeder mag den Bonbon so oder andersherum schlecken und schlucken. Das NCBI macht Taqiyya bzw. Kitman (Lügen durch Auslassen) vom Dreckigsten, die Zahl der „unnecessary circumcisions“ darf der Intaktivist so kinderfreundlich sprich vorhauterhaltend lesen wie er möchte, in China allerdings sollen möglichst bald so viele Kinderpenisse beschnitten werden wie möglich. Die magische Restzahl der „unnötigen Beschneidungen“ ist dann halt wie zufälig sehr, sehr gering und wird immer noch geringer – die erfolgten Zirkumzisionen waren halt so was von necessary.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23223650


    Hong Kong Chinese parents‘ attitudes towards circumcision

    Michael WY Leung, Paula MY Tang, Nicholas SY Chao, Kelvin KW Liu
    Division of Paediatric Surgery, Department of Surgery, Queen Elizabeth Hospital, Jordan, Hong Kong

    OBJECTIVE. To investigate Hong Kong Chinese parents‘ knowledge and attitudes towards phimosis and circumcision.

    DESIGN. Questionnaire survey.

    SETTING. Four primary schools in Hong Kong.

    PARTICIPANTS. Anonymous questionnaires were sent to Chinese parents of boys, aged 6 to 12 years old, studying in primary school Grades 1 to 6. Their social backgrounds, attitudes and beliefs towards phimosis and circumcision were enquired into.

    http://www.hkmj.org/abstracts/v18n6/496.htm


    http://www.labome.org//expert/china/leung/michael-w-y-leung-2027818.html




    Auch hier muss man als Intaktivist die Taqiyya der AAP-gesteuerten Milieus dechiffrieren. Kanadas Kinderärzte seien vorhautbezogen „konservativ“ – sie beschneiden den US-Amerikanern zu wenig. Menschenfeindliches Motto erfolgreichen Protestunterdrückens: Sorgen ernst nehmen, Sorgen zerstreuen. Zielvereinbarung: Ängste absenken. Wissen verbreite sich – selbstredend kann dieses nie ausreichend präputophobisch (preputophobic) sein, vorhauthassend. Die Zirkumzisionswelle möge Kanada überschwemmen.

    Our data support the hypothesis that pediatric urologists across Canada are very similar in their conservative approach to the management of common foreskin issues. Our goal is to improve the knowledge base among primary care providers and subsequently decrease patient and family anxieties.

    Die kanadischen Urologen bzw. Kinderärzte sind ausgezeichnet informiert, der auch als Balanitis xerotica obliterans (BXO) bezeichnete Lichen sclerosus (LS) ist (manchmal) die eigentlich einzige absolute Indikation für eine Zirkumzision. Der nicht aufrichtig argumentierende Text des NCBI gibt diese kanadische Einstellung bezeichnend unterkühlt wieder und hält diese (richtige) Sichtweise implizit eher für falsch.

    Richtig, weder ein Ballonieren (Aufblähen beim Urinieren) noch das Alter des Kindes (dass die angeborene Verklebung noch nicht bzw. nicht ganz abgelöst ist, kann auch für 11- oder 13-jährige Jungen völlig im Bereich des Gesunden liegen) ist ein Anlass zum Vorhautamputieren. Finger weg von der Kindervorhaut; gewaltsames Retraktieren kann das Genital sehr beschädigen.

    Wie kalt, kinderfeindlich und geldgeil, das Ziel der Untersuchung war die Analyse der kanadischen Herangehensweisen ans Vorhautmanagement (To study the approaches to foreskin management of pediatric urologists in Canada), weibliche Genitalverstümmelung müssten die Herrschaften vom National Center for Biotechnology Information (NCBI) konsequenterweise analog als Klitorismanagement benennen und dann zum Verstümmeln ermuntern.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20705867

  8. Machandelboom Says:



    Basic Human Genital Anatomy #101



    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see“ Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

    Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

    Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

    A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

    Gary Harryman

    https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501


  9. Culture can kill Says:



    Ob MGM oder FGM, die Statthalter der Ahnen zerstören das Genital und nehmen den Tod des Kindes in Kauf.

    Initiation in den Geheimbund der Frauen. Klitoridektomie in Liberia, 20 % der Mädchen verbluten


    MONROVIA, 24 September 2008 (IRIN) – Thousands of young girls annually prepare for their initiation into a women’s secret association, Sande Society, which operates mostly in Liberia, Sierra Leone and Guinea. As part of their initiation, young women take a vow of secrecy after weeks of training in the forest, promising not to not tell uninitiated girls or men what happens to them, to assume new names, and to have their clitorises cut off – known as female genital mutilation (FGM) – according to women in the secret society.

    About half of Liberia’s some 16 ethnic groups, including the Bassa, Mende, Gola and Kissi, observe the rules of this historically-secret, centuries-old society.

    One Mende member from Tubmanburg, Western Liberia, who asked not to be named, told IRIN removing a girl’s clitoris helps her become a “prolific child bearer.” …

    She estimates about 5,000 puberty-aged adolescents join the group every year, either by force or choice. …

    Government health worker Mary Mah says FGM is killing hundreds of girls in Liberia every year. “Over 20 percent of the initiates die from excessive bleeding after their clitoris has been removed.”

    aus: LIBERIA: FGM continues in rural secrecy
    bei: IRIN, the humanitarian news and analysis service of the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs

    http://www.irinnews.org/report/80571/liberia-fgm-continues-in-rural-secrecy

  10. Machandelboom Says:

    … Weibliche Genitalverstümmelung wird in allen gesellschaftlichen Schichten praktiziert, auch wenn sie in ärmeren Haushalten häufiger vorkommt. Die Gründe für diesen traumatisierenden Eingriff, den es seit pharaonischer Zeit gibt, sind vielfältig. Hartnäckig hält sich etwa der Glaube, dass die Klitoris so lang werde wie ein Penis – und die Frau unbeschnitten zum „Zwitterwesen“ werde und keinen Mann finden könnte. Auch werden Klitoris und Schamlippen häufig als schmutzig angesehen. Die Beschneidung dient dann der „Reinigung“. Als gängigste Rechtfertigung wird indes die „enthemmte“ weibliche Sexualität angeführt. Vor allem die Großmütter beteuern, unbeschnittene Mädchen folgten unaufhörlich ihren Trieben. Da die Männer nach einer sittsamen Frau suchen, gilt die Beschneidung als Bedingung für eine Heirat – die wiederum für die Familien soziale und finanzielle Absicherung bedeutet.

    „Freue dich“, hat sie zu ihr gesagt. Mona Mohamed, eine Frau mit leiser Stimme und festem Blick, sitzt auf einem rot gepolsterten Sitz im Flur des Gemeindezentrums und holt Luft. „Meine Mutter sagte: Heute wirst du zur Frau.“ Die Nachbarn gratulierten, es gab Süßigkeiten, die Kinder spielten Verstecken. Bis sie sie holten. Sie zappelte und schrie, bis ihre Schwester ihre Arme auf die Liege presste und ihr den Mund zuhielt. „Ich hatte Todesangst“, sagt Mona Mohamed.

    In Ägypten werden Mädchen in der Regel zwischen sieben und zwölf Jahren beschnitten. Meistens wird die Klitoris-Vorhaut oder die ganze Klitoris herausgeschnitten, manchmal außerdem die kleinen Schamlippen. Im Süden des Landes werden viele Mädchen sogar infibuliert. Dabei wird die Vagina zusätzlich bis auf eine kleine Öffnung zugenäht – die der Mann vor dem sexuellen Verkehr aufschneidet. …

    Konservative Muslime … So forderten Salafisten und Vertreter der Muslimbruderschaft nach ihrer Machtübernahme 2012 die Legalisierung der Verstümmelung. Sie organisierten mobile Arztpraxen in Bussen, die durch die Dörfer im südlichen Ägypten fuhren und den Eingriff kostenlos anboten. …

    aus: Der Nil heilt die Wunden nicht
    von: Andrea Backhaus
    in: ZEIT 25.11.2013

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-11/aegypten-genitalverstuemmelung/komplettansicht

  11. Machandelboom Says:

    ::

    Thema gefährlich verfehlt:

    to remove healthy, functional, erogenous tissue from non-consenting children

    denn die ihrem Beschädigtwerden „zustimmenden Kinder“ (consenting children) hat der über Kinderbeschneidung plappernde Autor schließlich ganz genau im Blick.

    Im alle Kinder wirklich schützenden Rechtsstaat hätte es (und zwar anklagend) allenfalls heißen dürfen:

    to remove healthy, functional, erogenous tissue from children

    … und dann hätte sogleich der Hinweis darauf kommen müssen, dass ein seinen Eid ernst nehmender Arzt den Patienten gar nicht beschädigen kann, auch wenn der „genitalautonome“ Kunde das Abschneiden eines Körperteils erbettelt.

    Eine derartige Entscheidung einem Kind (Kind ist der Mensch unter achtzehn Jahren, UN-Kinderrechtskonvention; adulthood, Anaheim 1989) zuzumuten, hätte Brian D. Earp eindeutig ablehnen müssen. Statdessen erteilt er den Gutmenschen Absolution, wegzusehen, wenn Xhosa-Nation oder islamische Umma weiter leben wir bisher sprich die Jungen genitalverstümmeln.

    2014 wollen die Hedonisten zulassen, dass die Arztpraxis zum Frömmigkeits-Test wird! „Mein Junge entscheide dich ganz genitalautonom, willst du die Vorhaut oder den Koran?“, so wollen es Brian D. Earp und Anne Lindboe usw. anstellen und das auf Zugehörigkeit angewiesene und männliche Ehre suchende Kind kennt Scharia und Sunna und wird leider sagen müssen: „Ich will beschnitten werden“, demnächst im deutschen Krankenhaus als dem einem Kind die Gretchen- bzw. Vorhautfrage stellenden Islam-TÜV.

    Ethisch widerlich, die Postmoderne integriert die Stammeskultur und Brian D. Earp witzelt: Autonomy is the best game in town.

    Kinder an die Macht, diesen Tahsin-Effekt kennen wir seit KiKA (und Ngaitana (I will circumcise myself) oder Ndiyindoda (I Am A Man)).

    „Nicht das einzige, aber das beste Spiel in der Stadt“, so soll der männliche (und ggf. weibliche) Körper kaputtgemacht werden dürfen:

    Autonomy is not the only game in town … but it is the best game in town
    Brian D. Earp
    University of Oxford

    https://www.academia.edu/5790397/Autonomy_is_not_the_only_game_in_town_…_but_it_is_the_best_game_in_town

    ::

  12. Machandelboom Says:

    Der jubelnd consent und Skalpell hochhaltende Beschneidungsterminaushandler Brian D. Earp will schon länger die Jungen und nun auch die Mädchen in ihr Genitalverstümmeln einwilligen lassen:

    But if “FGM” is wrong because it involves cutting into the genitals of a vulnerable child, without a medical indication and without consent, thereby exposing the child to surgical risk (without the presence of any disease), and (in some cases) removing a healthy part of her body, then male circumcision is equally wrong on those grounds. …

    Children of whatever gender should not have healthy parts of their most intimate sexual organs removed, before such a time as they can understand what is at stake in such a surgery and agree to it themselves.

    http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2014/02/female-genital-mutilation-and-male-circumcision-time-to-confront-the-double-standard/

    Fehlt nicht auf dem Kölner Kongress der die Genitalbeschädigung tolerierenden Kinderwunscherfüller:

    Brian D. Earp

    http://mogis-verein.de/sitemap/symposium-koeln/
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    Der am 6. Mai 2014 ebenfalls in Köln anwesende Beschneidungsfreund und DGKJP-Vizepräsident Dr. med. Jörg Fegert, der bzw. dessen Organisation gerade im ersten Lebenshalbjahr gerne durch jeden Imam und sowieso durch jeden Mohel verstümmeln lassen wollte, solange dieser nicht Metzitzah B’Peh (oral sucking) macht, forderte 2012 ein staatliches beschneidungstechnisches Zertifikat:

    „Zu fordern ist aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht, dass nicht nur die handlungstechnische Qualifikation der religiösen Beschneider geregelt wird, sondern explizit festgehalten wird, dass die Eingriffe unter den unabdingbaren medizinischen Kautelen, insbesondere Hygiene (keine orale Aufnahme des Blutstropfens wegen Infektionsgefahr) und Schmerzstillung, Schmerzbehandlung, Anästhesie durchzuführen sind.“

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)

    http://dgkjp.de/aktuelles/23-stellungnahmen/105-stellungnahme-zum-regelungsvorschlag-des-bmj-vom-25-09-2012-zur-knabenbeschneidung
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    Ebenfalls im Mai 2014 nach Köln zum postmodern-wissenschaftlichen Symposium Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis ist der ziemlich beschneidungsbereite Dr. Maximilian Stehr, der schon 2008, nicht anders als Mario Lichtenheldt (un-heil) 2012, den sensorischen und sexuellen Eigenwert der Vorhaut mit keinem Wort darstellte, sondern das Präputium lediglich als eine Art eichelbehütende Schutzkappe beschrieb; den ausgezeichneten Sensitivitätsforscher Sorrells in den Quellenteil abzudrängen reicht gerade nicht.

    Auch im Folgeabsatz (Meatusstenosen; die möglichen psychischen Auswirkungen) fehlt bei Stehr die entscheidende Tatsache, dass mit der Vorhaut das männliche Lustorgan Nummer Eins amputiert worden ist:

    „Der Schaden bei einer Zirkumzision liegt im irreversiblen Verlust von Körpersubstanz. Manche halten den Verlust der Vorhaut allerdings für unbedeutend, weil der Vorhaut keine Funktion zukomme (5). Eine solche Sicht ist nicht überzeugend, weil es sehr wohl Funktionen gibt, die die Vorhaut erfüllt (1). Fehlt sie, wird etwa die Eichel nicht mehr feucht gehalten, ist vielmehr ständig einer trockenen äußeren Umgebung ausgesetzt – weswegen die Empfindungsfähigkeit abnimmt (6).“

    Dtsch Arztebl 2008; 105(34–35): A 1778–80

    http://www.aerzteblatt.de/archiv/61273/Zirkumzision-bei-nicht-einwilligungsfaehigen-Jungen-Strafrechtliche-Konsequenzen-auch-bei-religioeser-Begruendung
    *
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    Für den nicht das Primum non nocere, sondern „das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit“ hochhaltenden Maximilian Stehr darf sich jeder Vierzehnjährige wunschbeschneiden lassen:

    „Ich fordere ja kein vollständiges Verbot von rituellen Beschneidungen. Ich plädiere aber für einen Aufschub. Der Eingriff darf erst erlaubt sein, wenn der Junge die Tragweite der Operation sowie die Vor- und Nachteile selbst übersehen kann. Die Juristen nennen das Einsichtsfähigkeit. Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und auch der Jugendliche die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen.

    Ganz genitalautonom denken wir weiter:

    Der Eingriff darf erst erlaubt sein, wenn das Mädchen die Tragweite der Operation sowie die Vor- und Nachteile selbst übersehen kann. Die Juristen nennen das Einsichtsfähigkeit. Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Töchtern zu mir kommen und auch der Jugendliche die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen.

    Das ist ärztliche Moral – zurück nach Neandertal.

    http://www.fr-online.de/politik/beschneidung–das-wohl-des-kindes-ist-nicht-verhandelbar-,1472596,16659000.html

  13. Machandelboom Says:

    Februar/März 2014, das zur Jungenbeschneidungspflicht (und schafiitischen FGM-Pficht) der Scharia bemerkenswert schweigsam bleibende Intact America und beinahe alle Kinderrechtler von Dänemark frohlocken: bald darf sich der große Junge (nicht der little boy) legal genital verstümmeln lassen:

    Little boys should not be subjugated to genital mutilation … Therefore we recomment strongly that boys are given the opportunity to decide for themselves – and not before the age of 15.

    Circumcision can cause complications

    a person unable to give his consent

    Sünnetci und Mohel wetzen das Amputationsmesser, den consent kriegen wir schon hin.

    Am 11.02.2014 signiert von:

    Mimi Jakobsen (Save the Children) (s. u.)

    Per Larsen (National Council for Children) (s. u., Stichwort Lindboe)

    Rasmus Kjeldahl (Children’s Rights) (siehe ganz unten)

    Den Hinweis dazu erhielten wir auch über das hierzu ganz verzückte Intact America, März 2014 (MARCH NEWS: Is FGM really worse than MGM?); wenn Intact America nur Säuglinge schützen will und die ältere Jungen per Meinungsbildungsprozess den Ritualbeschneidern willig ausliefert, soll man das der Öffentlichkeit doch unmissverständlich sagen.


    *
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    Mimi Jakobsen und ihre Kollegen von Save the Children kämpfen für Kinderrechte und auch ein bisschen gegen Kinderbeschneidung, solange jedenfalls, wie das Kind (child) weiblich (female) ist und nicht männlich (male), gegen schlimme Praktiken, „practices that are“:

    „harmful for children (e.g. female circumcision or early marriage)“

    Jungen sind weniger wert, Jakobsen & Co. umgingen gezielt:

    harmful for children (e.g. male circumcision or early marriage)

    p 85

    http://www.developmenteducation.ie/media/documents/Advocacy%20Matters%20Participants%20Manual.pdf
    *
    *
    Per Larsen (National Council for Children) aus Dänemark hatte den gesamteuropäischen verhängnisvollen Kurs vorgegeben und war mit Anne Lindboe (die als norwegische Kinderrechtsbeauftragte unwidersprochen zitiert wird, alle Teenager wunschbeschneiden lassen zu wollen, also nur den Zwölfjährigen oder Jüngeren ernsthaft zu schützen, non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed) an der OSLO RESOLUTION beteiligt:

    Let the boys decide on circumcision

    … circumcision without medical indication may only be carried out if a boy, who has reached the age and maturity required in order to understand the necessary medical information, chooses to consent to the procedure. … We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

    Oslo am 30.09.2013 – die skandinavischen Jungen werden dem schädlichen, lebenslang gesundheitlich, psychisch und sexuell benachteiligenden Vorhautamputieren einfach ausgeliefert.

    http://www.crin.org/docs/English-statement-.pdf
    *
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    Auch Rasmus Kjeldahl will dem irgendwie einsichtsfähigen und informierten Jungen rituell das Zentrum der Lust amputieren lassen, obschon der Direktor des dänischen Børne Vilkår (Children’s Rights) die anatomische Bedeutung der männlichen Vorhaut entweder nicht kennt oder jedenfalls karrierefreundlich nicht nennt:

    Børne Vilkår mener endvidere, at indgrebet er i strid med juridiske og etiske principper, idet indgrebet er irreversibelt og da der intet er til hinder for at indgrebet foretages, når drenge har nået en alder, hvor de kan tage stilling og samtykke til indgrebet på egne vegne.

    „da die Operation irreversibel ist … und nichts dagegen spricht, den Eingriff in einem Alter vornehmen zu lassen, in welchem Jungen der Operation eigenmächtig zustimmen können.“

    Børns Vilkår mener, at hensynet til barnets bedste i dette tilfælde bør tillægges så meget vægt, at forældres ret til at handle på deres barns vegne indtil barnet har den fornødne alder og modenhed også i religiøse anliggender, må vige for barnets ret til selvbestemmelse og kropslig integritet.

    „… bis das Kind das dazu notwendige Alter und die Reife erreicht hat, auch religiöse Angelegenheiten betreffend, … das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Integrität.

    Rasmus Kjeldahl 18.01.2014

    http://www.bornsvilkar.dk/BV/~/media/BV/pdf/H%C3%B8ring%20over%20revideret%20vejledning%20om%20omsk%C3%A6ring%20af%20drenge.ashx
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    Die Politik zieht sich zurück aus dem Bereich der anwachsenden Herrschaft Allahs, die Kinderrechtsbeauftragten verabschieden sich in aller Form und sind bereit, falls sich, unwahrscheinlich genug, Jahre oder Jahrzehnte später jemand beschwert, die beschnittenen Männer selbstbewusst zu beschuldigen: Was wollen Sie heute, Sie selbst wollten sich doch damals beschneiden lassen.

    Die kulturelle Moderne kapituliert und die Beschneider beschneiden.

    03.03.2014, 25 Jahre nach Anaheim California

  14. Edward von Roy Says:

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    Fall Edathy
    Ärzte Zeitung online, 25.02.2014

    Pädiater fordern schärfere Strafen für Kinderpornografie

    Der Handel mit Bildern von nackten Kindern soll hart bestraft werden, fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Auslöser der Diskussion ist der SPD-Politiker Sebastian Edathy.

    KÖLN. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) begrüßt, dass Bundespolitiker künftig den gewerbsmäßigen Handel mit Bildern nackter Kinder unter Strafe stellen wollen. Anlass für die Gesetzesinitiative ist der Fall des SPD-Politikers Sebastian Edathy, der Bilder von nackten Jungen gekauft haben soll.

    Seit nun 25 Jahren ist die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft, trotzdem habe Deutschland noch viel zu tun, um allen Kindern zu ihrem Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit zu verhelfen, schreibt der BVKJ in einer Mitteilung. Dazu gehöre auch, den Handel mit Nacktbildern von Kindern hart zu betrafen.

    Zudem fordert der Verband Politiker dazu auf, die Regelungen zur Beschneidung von Jungen zu überdenken. BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann spricht von einem zwiespältigen Verhalten vieler Abgeordneter: „Bei Herrn Edathy wenden sie sich angewidert ab, aber dem Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes haben 434 Abgeordnete ohne Bedenken zugestimmt!“

    Dem Verband zufolge finden Erziehungsrecht der Eltern und Religionsfreiheit ihre grenzen, wo körperliche und seelische Unversehrtheit eines Kindes nicht mehr gewahrt ist. (ras)
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    [25.02.2014, 11:27:02]
    Silke Schuster

    Was hat die Circumcision mit Herrn Edathy zu tun?

    Es ist hinreichend bekannt, dass die medizinisch korrekt durchgeführte Circumcision zu keinerlei körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen führt, wohl aber neben der Beseitigung der Vorhautenge eine wirksame hygienische Maßnahme und damit Prophylaxe des Peniskarcinomes darstellt.

    Ähnlich der Vorgehensweise den Schwangerschaftsabbruch unter bestimmten Voraussetzungen legal unter korrekten medizinischen Bedingungen durchführen zu können um den illegalen Schwangerschaftsabbruch zu verhindern muss die medizinisch korrekt durchgeführte Circumcision legal sein um rituelle Beschneidungen von Jungen durch unqualifizierte Personen unter mangelhaften hygienischen und fehlenden analgetischen Bedingungen zu vermeiden. Ein Aufklärungsgespräch bezüglich der OP-und Anästhesie-Risiken ist in Deutschland bereits Gesetz.

    Im Gegensatz zur Beschneidung von Mädchen stellt die Circumcision bei Jungen keine Operation mit folgenden obligaten funktionellen Behinderungen dar.

    Und was hat diese Thematik mit dem Fall Edathy zu tun? Nichts!
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    Genitale Integrität achten, Kinderpornographie ächten

    Ermutigend, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die grundsätzliche lebenslange Schädigung des männlichen Körpers nach einer medizinisch nicht indizierten Amputation des Präputiums auch 2014 in Erinnerung bringt.

    Die Fakten beispielsweise zur physiologischen Phimose (Jakob ØSTER (1968); Hiroyuki KAYABA (1996)) sind weithin offenbar immer noch ebenso ungenau bekannt wie die sensorische Bedeutung der Vorhaut, die möglicherweise Klitoris oder kleinen Labien entspricht mithin das Zentrum des männlichen sexuellen Lusterlebens darstellt (Sorrells et al.: Fine-touch pressure thresholds in the adult penis).

    Die richtigerweisene verbotene weibliche Genitalverstümmelung nach WHO-Klassifikation FGM Typ Ia ist weniger invasiv als die Jungenbeschneidung. Tastkörperchen (Meissner-, Vater-Pacini-, Ruffini-Körperchen, Merkel-Zellen) und bis zu 20000 Nervenenden gehen bei der Zirkumzision für immer verloren.

    Penile Intaktheit betreffend sprichwörtlich ’sich ein Bild von einer Sache machen‘ (Stichwort medizinische Fotodokumentation), das darf und soll der Arzt, Gesundheitserzieher oder Erziehungsberechtigte und genau das darf der Kinder sexuell ausbeutende Erwachsene eben nicht.

    BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann führt beide wichtigen Themen überzeugend zusammen.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
    04.03.2014
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    http://www.aerztezeitung.de/news/article/855786/fall-edathy-paediater-fordern-schaerfere-strafen-kinderpornografie.html
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  15. Bragalou Says:

    Auch Juraprofessor Dr. Tonio Walter hatte von Gefurchtem Band und Frenularem Delta keine Ahnung und durfte 2013 seine anatomische Uninformiertheit unbesorgt in die Bevölkerung tragen.

    Das Präputium sei kein Teil des „Erregungssystems“, sinnierte der sich auf bezeichnenderweise ungenannt gebliebene „Biologen“ berufende Strafrechtler (Lehrbefähigung für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsvergleichung) allen Ernstes.

    Die eigentliche Zirkumzision sei sexuell völlig unproblematisch: „Erregbarkeit und Lustempfinden bleiben schließlich erhalten“.
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    „Damit verstößt der neue Paragraf 226a StGB gegen einen zentralen Satz des Grundgesetzes: dass niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Denn eine Teilentfernung der weiblichen Vorhaut, erst recht ein bloßer Einschnitt in sie, ist nicht gravierender als die Beschneidung eines Jungen. Im Gegenteil, das radikale, vollständige Wegschneiden der Vorhaut eines Jungen geht weiter. Denn die Vorhaut hat bei beiden Geschlechtern die gleiche Funktion: Sie schützt ein kleines Körperteil, das sexuelle Erregung auslöst, ohne selbst Teil dieses – wie Biologen sagen – Erregungssystems zu sein.

    Auch die Motive, mit denen die Vorhaut beschnitten wird, gleichen sich bei Mann und Frau. Erwachsene lassen sich aus kosmetischen Gründen beschneiden oder weil sie ihre Erregbarkeit steigern wollen. Bei Kindern geht es um einen Initiationsritus oder um eine religiöse Norm. Beides richtet sich bei einer Beschneidung allein der Vorhaut nicht automatisch gegen die Sexualität des Kindes, auch nicht bei Mädchen – Erregbarkeit und Lustempfinden bleiben schließlich erhalten. Besonders klar ist das, wenn es nur zu einem rituellen Einschnitt oder Anstechen der Vorhaut kommt.

    Dass sich die Beschneidung gegen die Sexualität richten kann, gilt auch für Jungen. Objektiv werden sie durch den Eingriff desensibilisiert, weil die Eichel jetzt ständig ungeschützt an der Kleidung reibt. Und subjektiv hat die Beschneidung von Jungen seit dem 19. Jahrhundert millionenfach den Zweck gehabt, ihnen die Selbstbefriedigung zu erschweren. Das wird heute gern verdrängt, ist aber der Grund, warum die Jungenbeschneidung in den puritanischen USA so verbreitet war – und heute stark rückläufig ist.“

    Das ist falsch, die männliche Beschneidung KANN die Sexualität nicht beschädigen, sie MUSS es, denn nur die Vorhaut, nicht die Eichel enthält die bis zu 20.000 für Lustempfindung zuständige Nervenenden und die Meissnerschen und anderen Tastkörperchen.

    Die Eichel hingegen drohe desensibilisiert zu werden, so Tonio Walter, der die Vorhaut also, ganz wie es im Vorjahr (2012) Mario Lichtenheldt (un-heil) behauptete, als eine sensorisch eigentlich wertlose Eichelschutzkappe missverstand.

    http://www.toniowalter.de/politik/zeit-04-07-13.pdf

    http://www.zeit.de/2013/28/genitalverstuemmelung-gesetz-frauen/komplettansicht

  16. Bragalou Says:

    Chaos pur aus dem Land der Fjorde. Gesundheitsminister Bent Høie plustert sich auf. Norwegens Führerbefehl an alle Ärzte ist ein Beschneidungsbefehl. Viele der derartig Angeschnauzten sehen das nüchterner und werden nicht beschneiden.

    Høie: Leger kan ikke nekte omskjæring
    Høie: Ärzte können Beschneidung nicht ablehnen
    Barneleger vil reservere seg mot å omskjære gutter på offentlige sykehus.
    Kinderärzte weigern sich, Jungen in öffentlichen Krankenhäusern zu beschneiden.

    Bjørgulv K. Bjåen
    VL 24.03.2014

    http://www.vl.no/samfunn/hoie-leger-kan-ikke-nekte-omskjaring/
    *
    *
    *
    Nunja, das musste wohl so kommen. Vorausgegangen war, wir erinnern uns, der irgendwie heldenhafte Beschluss der norwegischen Kinderrechts- und Menschenrechtsfeinde, die rituelle (Säuglings)beschneidung in die Krankenhäuser zwangszuverschieben, analog zur altbekannten Medikalisierung der FGM.

    http://www.thelocal.no/20140319/norway-to-mandate-hospital-circumcision

  17. Machandelboom Says:

    ::

    Beschneidung schadet dem Kindeswohl allenfalls ein bisschen, wenn sie überhaupt schadet – diesen Unsinn vertritt Julian Savulescu, der jeden ernsthaften Intaktivisten gegen HGM (das ist FGM oder MGM und bedeutet selbstverständlich die Null-Toleranz-Grenze) zu einem angeblichen Extremisten herabwürdigt; im Kommentarbereich plappert Brian D. Earp offensichtlich eher zustimmend irgendetwas Glitschiges:

    If circumcision is against the interests of an infant, it is only mildly so. … Dialogue and compromise may be preferable to extremist positions such as zero-tolerance prohibition and laissez-faire.

    http://blogs.bmj.com/medical-ethics/2013/03/19/male-circumcision-and-the-enhancement-debate-harm-reduction-not-prohibition/

    ::
    Ulknudel Earp, in fünf Wochen bei den Beschneidungsverharmlosern von MOGiS universitär zu Gast in Köln und zehn Wochen später in Boulder Colorado ebenfalls an einer Universität zum Quatschforum Genital Autonomy and Children’s Rights – „Whole Bodies, Whole Selves: Activating Social Change“, lässt einstweilen gerne genital verstümmeln und sehnt sich irgendwie nach Herzensbildung:

    Until enough hearts and minds are shifted on this issue, any strong-armed ban would be a mistake.
    Brian D. Earp

    ::
    Immerhin, die ersten Foristen auf der wie MOGiS kinderfeindlich wunschbeschneidungsfreundlichen sprich tendenziell beschneidungsbereiten Seite Beschneidungsforum wachen auf und erkennen, dass Labertasche Brian D. Earp sehr gut ist für die Beschneider und sehr schlecht für die penile Intaktheit.

    Forist Selbstbestimmung merkt’s endlich und informiert gestern zweckmäßigerweise das äquidistante Forum:

    OMG, jetzt auch noch Brian D. Earp auf dem Holzweg

    Aber nein, nicht erst „jetzt“, der war immer auf dem Knüppeldamm bzw. lässt euch vorgehen, schickt euch genießerisch auf Selbigem in den Sumpf des europaweiten Dauerbeschneidens und Weiterbeschneidens.

    Werner antwortet kenntnisreich:

    In seiner Ankündigung seines Artikels bei Twitter dankt er ausdrücklich seinem Oxforder Kollegen Julian Savulescu. Dieser vertritt die Meinung: „Harm reduction, not prohibition“

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4143

    ::
    ::

    06.05.2014, Uni Köln, Symposium der Wunschbeschneidungsfreunde, auch Brian D. Earp teilt den erregten Anwesenden kostbares Charisma aus:

    Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis

    Brian D. Earp, Research Fellow, Oxford Uehiro Centre for Practical Ethics University of Oxford, Oxford, England, UK

    Weguer schon jetzt ergriffen aufjubelnd:

    Pizarro, mir bleibt die Spucke weg ob so viel geballter Prominenz. Wahnsinn!

    Der Angesprochene Pizarro73 stellte etwas müde fest:

    Die erste Bürgermeisterin der Stadt Köln wird beim Symposium ein Grußwort halten

    http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3946

    ::

  18. Machandelboom Says:

    The Danish people should know that the world is watching your debate on underage ritual circumcision.

    This is deeply personal and important to me, as I am myself a victim of this vile practice – due to my misfortune of being born in the United States. Although my young mother was not keen on the idea, a doctor insisted on doing it, and she relented.

    What were this man’s motivations? Why was it so important to him what my penis looked like? Why did he think that the most intimate part of my body, my ‚private parts‘, my penis, was his prerogative? I’ll never know what he wanted from me. But what ever it was, he took it. He had his way with me. He carved his pay-check into my penis. He carved his religion into my penis. He carved his tribal marking into my penis. He carved his custom into my penis. He carved his grotesque aesthetic preferences into my penis. He carved his obscene signature into my penis.

    All over the world, boys, girls, and intersex children share stories like mine. The context varies, the method of mutilation varies, the language varies, but one thing thing cuts across all of these stories – we resent what was done without our consent. …

    In sharp contrast, the Danish people have a chance to exercise true leadership: moral leadership. However, your politicians waver, wring their hands and drag their feet. I ask them to look me in the eye and tell me why their failure to protect boys is not blatant sexism. I ask them to look me in the eye and tell me why their failure to protect the sons of minorities is not blatant racism. I ask them to look me in the eye and tell me why our pain is irrelevant.

    It doesn’t matter if some parents defy the law. It doesn’t matter if some boys are taken to other countries to be cut. Why? Because a Danish ban on underage ritual circumcision will send a clear signal to the whole world that boys deserve equal protection. Other countries will follow suit, and the debate will shift dramatically – even in countries like the United States. A ban in Denmark will ultimately protect boys and intersex children all over the world. You know what is right – have the courage of your convictions!

    M Thomas Frederiksen
    Why Denmark must carry the courage of its convictions on circumcision
    The Copenhagen Post 05.05.2014

    http://cphpost.dk/news/why-denmark-must-carry-the-courage-of-its-convictions-on-circumcision.9454.html

    ::
    ::

    https://www.facebook.com/m.thomas.frederiksen?hc_location=timeline

    https://www.facebook.com/m.thomas.frederiksen

  19. Bragalou Says:

    „Wir bezeichnen die religiöse Beschneidung guten Grundes als Kindesmisshandlung“.Dr. Brigitte Dietz [schweigt hier leider zu den amputierten 10000 bis 20000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Merkel, Ruffini, Vater-Pacini und Meissner, welche die Penisvorhaut als sensorisches Pendant nicht der Klitorisvorhaut, sondern der Klitoris auszeichnen und ist] die stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern ist die Beschneidungsdebatte noch lange nicht beendet. …

    Der Verband startete Aufklärungskampagnen für die Eltern, verteilte Broschüren zur Penisgesundheit unter dem Motto „Die Vorhaut – kein Fehler der Natur“. Doch am Ende, so ist man sich einig, müsse eine neue gesetzliche Regelung her: ein Verbot. „Denn die Eltern, die diesen Eingriff vornehmen lassen, sind in ihrer religiösen Vorstellung so gefangen, dass vernünftige Argumente leider nicht ankommen und nicht gehört werden“, erklärt Dr. Brigitte Dietz.

    „Es ist Zeit, dass das 2012 erlassene ‚Beschneidungsgesetz‘ novelliert wird“, fordert der Vorsitzende Dr. Wolfram Hartmann. „Der Gesetzgeber muss dafür sorgen, dass rituelle Verstümmelungen uneingeschränkt weder an Mädchen, noch an Jungen vorgenommen werden dürfen.“ [Na hoffentlich geht Mädchen und Junge bis 17 Jahren einschließlich und gehen Dr. Dietz und Dr. Hartmann nicht auf Genitalautonomie und Minderjährigenbefragung und Minderjährigen-Wunschbeschneidung]

    http://www.gmx.net/magazine/gesundheit/beschneidung-kindesmisshandlung-30137066

    Ist Beschneidung Kindesmisshandlung?
    Von Miriam Zöllich

    http://web.de/magazine/gesundheit/beschneidung-kindesmisshandlung-30137066

    ::
    ::

    Offener Brief zur Beschneidung
    „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“
    FAZ 21.07.2012

    … Herr Nadeem Elyas [eine der radikalsten deutschen Wegbereiter der Scharia], ehemaliger Vorsitzender des Zentralrates der Muslime, hält beispielsweise den Zeitpunkt aus Sicht des Islam für variabel [platte Taqiyya, denn beschnitten werden muss der spätestens 15- oder 16-jährige Junge im Islam von Koran und Sunna und genau das Zwangsbeschneiden haben Intaktivisten zu verhindern], eine besonders wichtige Aussage, da die Beschneidung im Alter von 4-6 Jahren aus entwicklungspsychologischer Sicht besonders gravierende psychotraumatische Wirkungen entfalten kann. In diesem Alter erfolgt die Konsolidierung der sexuellen Identität unter dem empathischen Schutz der Eltern. Warum sollte man nicht warten, bis der Betroffene einsichtig zustimmen kann?

    Eine Lösung dieses Konfliktes kann nicht auf der Grundlage von Angst und Zwang erfolgen [sondern so wie beim KiKA-Filmjungen (Tahsins Beschneidungsfest), der endlich ein richtiger Mann sein will? Und mit Ringel bzw. Hörnle auch die Mädchen fragen?]. …

    Düsseldorf, den 21.7.2012
    Professor Dr. med. Matthias Franz, Universität Düsseldorf

    Die Mitunterzeichner


    • Dr. med. Brigitte Dietz, niedergelassene Kinder- und Jugendärztin, stellvertr. Vorsitzendes des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Bayern, Taufkirchen
    • Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Georg Dietz, Kinderchirurgische Klinik, Dr. von Haunersches Kinderspital, Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München

    http://www.faz.net/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html

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