Für Minderjährige keine Genital Autonomy ohne Genital Intactness

ختن

ḫatana

to circumcise

beschneiden

Europa 25 Jahre nach dem First International Symposium on Circumcision. Genital Intactness statt Beschneidung auf Kinderwunsch

Vortragsskript von Edward von Roy

Köln 14. Februar 2014

Was spürt der Mensch von der Welt und wie deutet er das Wahrgenommene? Aischylos verglich das gesamte menschliche Erleben mit dem Vorgang des Eingravierens von Strukturen in die Schreibtafel, wir Heutigen würden vom Speichervorgang im Computer-Chip sprechen. Platon nutzte das Tafelgleichnis nur für den Bereich der bewahrten oder ausgelöschten Erinnerung. Zwei Jahrtausende später griff Sensualist John Locke das Bild von der unbeschriebenen Schreibtafel auf, um gegen das Konzept von den angeborenen Ideen zu kämpfen. Leibniz hingegen widersprach einem grenzenlosen Tabula-Rasa-Konzept, der Verstand eines Neugeborenen sei nicht einem unbeschriebenen Blatt ähnlich, sondern einem edlen Brocken Marmor, der von ungefähr strukturgebenden Adern durchzogen ist.

Dem Menschen sei gar keine Instinktsicherheit gegeben raunen einige Psychologen, während orientierungslos glückliche Sozialpädagogen nachsetzen und sich über den radikalen Konstruktivismus freuen, mit dem sich Kopftuchzwang und Jungenbeschneidung wesentlich leichter schönlügen lassen. Wie auch immer, die Beschneidung der kindlichen Genitalien ist der Versuch der Älteren, Psyche, Weltbild und Sexualverhalten der Jüngeren zu strukturieren und zu konditionieren. Dieser Versuch gelingt niemals ganz, doch das Geschlechtsorgan bleibt beschädigt. Irren ist menschlich, kein uns bekanntes anderes Säugetier jedenfalls ist so innovativ gewesen, die Genitalien des eigenen Nachwuchses einer standardisierten Teilzerstörung zu unterwerfen.

Die Beschneidung der Geschlechtsorgane will strukturieren, segmentieren – die beiden Geschlechter, die Altersklassen, die Emotionen und das Denken, doch auch Heiratsverbote, eine Rechtsspaltung im Familienrecht oder eine in ethnoreligiöse Wohnviertel gespaltene Stadt ist eine sich aus der MGM ergebende Segmentierung. Heimlich versucht die Beschneidung etwas im Gedächtnis auszulöschen, nicht zuletzt die Existenz der Jahrhunderte vor der Einführung der Beschneidung, viel offener ist sie ein seltsames Instrument der Mnemotechnik, des Erinnerns. Der kollektiv erinnerte verwundete Penis, diese himmlischen Segen heranziehende Quelle oder Wurzel jeder legalen Sexualität und alles gottgewollten irdischen Besitzes, durchragt die Jahrtausende. Heute verdient jeder beschnittene Vater auf der Welt unsere Hochachtung, der, über die Schädlichkeit der Zirkumzision informiert, darauf verzichtet, das Geschlechtsteil seines männlichen Kindes dem eigenen ähnlich zu machen.

Sicherlich, Eltern lieben ihre Kinder. Aber etwas genauer: Eltern sind als Kind durch die rituelle Genitalverstümmelung verletzt worden, lieben heute ihre Kinder und beschneiden sie, denn wer den Nachwuchs nicht beschneidet liebt ihn nicht. Nicht viel anders kam es vom monotheistisch gewordenen Himmel herab und ließ keinen Ausweg: Wenn du dein Kind nicht beschneidest, wirst du Unglück bei Jagd und Ernte haben oder als Abram, nun Abraham, keine zahlreiche Nachkommenschaft. Ohne das durch deine Eltern erbrachte Opfer von deinem Genital wärst du hochwahrscheinlich gar nicht am Leben und wenn du vom Genital deines Kindes nichts opferst, liebst du deinen Gott nicht. Und immer so weiter.

Hoffnung gebende (Angst erregende) Reinheitsvorschriften haben dabei mitgeholfen, das Ritual zu bewahren, die viktorianische Ära tauschte die unmodern gewordenen Dämonen mit den gerade entdeckten Bakterien aus und amputierte den Jungen die Vorhäute, Edgar Schoen ersetzte den selbst in den USA nicht mehr so marktfähigen Satan durch das HI-Virus und rief, leider erfolgreich, zum massenhaften Beschneiden auf.

1989 war Schoen Vorsitzender der Fachgruppe Beschneidung des größten nationalen Kinderärzteverbandes AAP (chairman of the American Academy of Pediatrics taskforce on circumcision). Im Jahre 2012 ist die AAP zu Schoen etwas auf Distanz gegangen und legt die Beschneidung ins Ermessen der Eltern (It falls in the middle. It’s pro-choice). Die reale Bedrohung nordamerikanischer großstädtischer Kinder durch das Schwermetall Blei wies der einflussreiche Arzt Schoen erhaben zurück.[1]

In vielen Regionen der Welt ging dem Eingottglauben nachweisbar ein Polytheismus oder Animismus voraus und kam bei Begründung und Tradierung der Beschneidung die Initiation in den Frauen- oder Männerbund die vielleicht größte Bedeutung zu.

Bei den Dogon (400.000 bis 800.000 Menschen) in Mali und Niger gilt die Penisvorhaut als etwas eindeutig Feminines und die Klitoris als etwas hoch Maskulines und gibt es genau drei Sorten Mensch, echte männliche Männer nur mit amputierter Vorhaut, echte weibliche Frauen nur mit amputierter Klitoris und sehr geliebte androgyne (mannweibliche) Kinder, denen beim Beenden der Kindheit sprich beim Eintritt ins Erwachsensein der gegengeschlechtliche Anteil aus Seele und Körper herausgeschnitten werden muss, um in Weltall und Nachbarschaft Verwirrung und Zusammenbruch zu verhindern. Wenn vor dem englischen integrity das bodily fehlt, kann die unversehrte Einheit der Glaubensvorstellungen, Wünsche und Ziele gemeint und beschworen sein, die Dogon schützen die integrity ihrer seit Jahrhunderten tradierten Geschlechtsrolle und dazu geht das Geschlechtsorgan des unreifen Menschen an einem bestimmten Zeitpunkt nun einmal feierlich kaputt. Wer auf wörtliche Geltung von Halacha und Scharia besteht, bewahrt die Einheit und Intaktheit des Glaubens, und der Jungenpenis ist nicht mehr intakt und Eltern lieben ihre Kinder. Wir Beschneidungsgegner haben deshalb stets von bodily integrity bzw. Genital Intactness zu reden, und nicht wie der fromme Scheich Naeem Abdul Wali vom Sunna-Institute, von spiritual integrity.[2]

Einer dieser seinen Sohn liebenden und beschneidenden Männer ist Mouhanad Khorchide von der Schariafakultät der Uni Münster, der Religion und Zirkumzision am 20.08.2012 auf domradio so erklärte: „Nein, Kinder tragen keinen Schaden davon. Wenn der Eingriff in den ersten Lebenstagen passiert, hat man außerdem daran später keine Erinnerung mehr.“ Die durch den Schöpfergott offensichtlich argwöhnisch beäugte Penisvorhaut ist ein integraler Bestandteil des Geschlechtsorgans. An der Integration der traditionellen penilen Teilamputation in den deutschen Arztpraxen- und Krankenhausbetrieb führe kein Weg vorbei, so legt uns der als Islamreformer gehandelte Professor nahe, wenn die Bundesrepublik nicht schlimmste Verletzungen verantworten wolle: „Wenn Beschneidungen in Deutschland verboten werden, droht die Gefahr, dass dies in Hinterzimmern unter unhygienischen Bedingungen geschieht. Das kann keiner wollen.“ Dass Khorchide einem deutschen muslimischen Vater zum Nichtbeschneiden des männlichen Kindes gratuliert und die angehenden Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht ermutigt, einen lebenslang unbeschnittenen deutschen männlichen Muslim als sittlich und islamisch einwandfrei zu betrachten, ist noch nicht bekannt geworden und leider auch nicht zu erwarten. „Islam ist Barmherzigkeit“, säuselt der Schariafreund und lobt den Koran als einen: „Liebesbrief Gottes an uns Menschen“.

Den die Vorhaut dämonisierenden Klerikern geht es darum, die Vorvergangenheit der Menschheit vergessen zu machen, denn die zu vermutenden ersten Jahrzehntausende der Menschheit vergingen in glücklich lebenslang beibehaltener Genital Integrity sprich mit einem unzerstörten weiblichen oder männlichen Geschlechtsorgan. Wann auch immer es geschah, afropazifischer Jägerbund, Jerusalems seit kurzer Zeit monotheistische Tempelpriester und der neumodische Klerus des einstigen mekkanischen Heiligtums der arabischen Göttin (bei Hišām bin al-Kalbī: „So habe ich der al-ʿUzzā ein weißes Schaf geopfert, als ich noch Anhänger der Religion meines Volkes war”)[3] ergriffen die Macht über die Definition des auf Gott ausgerichteten Körperlichen (fiṭra) und das heilssichernde Wohlwollen des Himmelsgeistes, welches den Ekel vor dem Menstruationsblut und für beide Geschlechter die rituelle Reinheit (ṭahāra) zur Bedingung macht.

Der Himmel lässt keinen Ausweg, die Vorhaut muss amputiert werden. Für dieses im Jahre 2014 sehr gerne auch mit Hilfe der dazu bemerkenswert laut und hektisch von geschlechtsorganbezogener Selbstbestimmung (Genital Autonomy) plappernden Pseudointaktivisten oder ehemaligen Intaktivisten in ganz Europa zu verstaatlichende (zu legalisierende) Recht kämpfen sogar die hauptberuflichen Nichtbeschneider Volker Beck, Alice Schwarzer, Angela Merkel und Thorbjørn Jagland. Die Theologisierung der Medizin muss gelingen, damit die globalen Muslimbrüder und die des altehrwürdigen Hebräischen kundigen Herren mit dem großen schwarzen Hut zufrieden sind. Nein, so einfach sollte es die kulturelle Moderne den politisch ambitionierten Himmelswächtern nicht machen.

Über die islamische schafiitische Pflicht zur Mädchenbeschneidung war am 12.12.2012 jeder Bundestagsabgeordnete ebenso vollständig informiert wie über die Herpesinfektionen nach Metzitzah B’Peh – kein Wort davon in den Bundestagsdrucksachen, was übrigens nicht an demjenigen liegt, der nüchtern und perfekt arbeitet, dem Parlamentsstenographen.

Manchmal leben beschneidende und nichtbeschneidende Stämme benachbart. Das ursprünglich polytheistische westafrikanische Volk der Moba (zu den Niger-Kongo-Sprachen) aus Togo und Burkina Faso kannte bis vor 100 Jahren keine Beschneidung, hat sie, manchmal ohne zum Islam konvertiert zu sein, inzwischen eingeführt und lässt die Jungen heutzutage in den Krankenstationen beschneiden; in ganz Togo wächst der Einfluss des Islam. Die ostafrikanischen, nilotisch-sprachigen Luo, anzahlmäßig die drittgrößte Ethnie Kenias, amputieren die Vorhaut traditionell nicht, wofür sie vom größten kenianischen Volk der bantusprachigen, nichtmuslimischen und beschneidenden Kikuyu verachtet und gelegentlich sogar angegriffen werden. In diesen Jahren versuchen Lobbygruppen und kenianische Spitzenpolitiker, die Luo zum Routine-Beschneiden zu überreden, was angeblich eine AIDS-Prophylaxe darstelle, sich schon mal Voluntary Medical Male Circumcision (VMMC) nennt und mit Wissenschaft nichts tun hat, wie man bei den Doctors Opposing Circumcision (DOC) lesen kann.[4]

Die Mandäer, eine alte monotheistische Religion im Irak und in der iranischen Provinz Chuzestan, verbieten ihren Angehörigen die Beschneidung. Die alte iranische Religion nach Zarathustra hatte vermutlich ebenfalls keine Jungenbeschneidung, das ihnen als heilig geltende Buch Avesta jedenfalls nennt sie nicht. Etliche hamitosemitische Stämme wiederum, beispielsweise die etwas legendären eisenzeitlichen (1200 bis 1000 vor der Zeitrechnung) Midianiter, Stichwort Zippora, führten offensichtlich die Zirkumzision durch. Eine sehr alte Religion Kurdistans, die der heutigen Jesiden (Êzîdî), verlangte die Beschneidung nicht, stattdessen wurden im Bisk-Ritual dem männlichen Kind im siebten, neunten oder elften Monat drei Haarlocken abgeschnitten, das ist eine erfreulich wenig grausame Initiation, denn anders als die Penisvorhaut wächst das Haar nach. Jesus war beschnitten und die alten christlichen Kirchen im Nordosten Afrikas beschneiden die Jungen auch. Die Sumerer im dritten Jahrtausend v. u. Z. in Mesopotamien beschnitten vermutlich nicht, die Ägypter um 2.300 v. u. Z. taten es wahrscheinlich (das bekannte Relief aus der Grabkammer des Anchmahor in Sakkara). In Skandinavien beschnitt vor 40 Jahren fast keine und in den USA um 1975 fast jede Familie. Wie auch immer, Magie trifft auf Messerklinge, Mythos auf Medizin, und wenn die Beschneidung erst einmal da ist, bekommt man sie nicht so leicht weg.

Es dürfte doch ganz anders gewesen sein. In der Frühe der Menschheit forderte der Himmel auch an Jordan und Nil keine Beschneidung der Klitoris des Mädchens oder der anatomisch vergleichbar sensiblen und sexuell gleich bedeutsamen Vorhaut (Präputium) des Jungen und glücklich und religiös waren diese Menschen trotzdem. Bevor der neue Schamane kam und der erste Beschneider, war also entweder ein vorhautfreundlicher Himmel oder es war nicht Himmel und Erde sondern nur die Erde, wie auch immer, die Eltern liebten zuerst einmal ihre Kinder und erst später kam die präputophobe (preputophobic) männerbündische neue Religion, machte eine wesentliche Einschränkung, griff nach Gomco-Klemme, Skalpell oder Feuersteinklinge und forderte das blutige Opfer.

Allzu viele Weltgegenden sind seit unüberschaubar vielen Generationen Opfer der männlichen Genitalverstümmelung, und diese körper- und lustfeindliche Einrichtung hat die unteilbare Menschheit wieder aufzuheben, um aus der Kulturstufe von Steinzeit, Bronzezeit und Mittelalter endlich herauszukommen. Das funktioniert, die ersten Rabbiner ersetzen die Mitzwa Nummer 86 der 613 Mitzwot, Pflichten in der Nummerierung von Maimonides, die Brit mila durch eine Brit schalom, und die nicht mehr beschneidenden jüdischen Eltern sind immer noch genau so bewusst religiös und jüdisch wie vorher. Die großen deutschen Parteien und Kirchen indessen tun alles Erdenkliche, um sicherzustellen, dass die noch unbeschnittenen oder ungeborenen Jungen aus muslimischen oder jüdischen Familien, ganz im Sinne der Imame und Rabbiner, bald keine Vorhaut mehr besitzen. Die imaginierten Engel und bösen Geister oder jedenfalls die elterlichen Wünsche zur genitalen Ästhetik ihres Kindes dürfen in den Gesundheitsbetrieb einziehen, der Chirurg soll nicht mehr so wissenschaftlich denken und wieder ein bisschen zum Medizinmann werden und eine nicht nur unnötige, sondern sogar das Kind schädigende Operation durchführen.

Der über die Beschneidungsfolgen sprich die hohe gesundheitsschädliche Wirkung der nicht absolut notwendigen Zirkumzision einigermaßen informierte Arzt kann eigentlich auch den um Amputation bettelnden männlichen Volljährigen nicht beschneiden:

„Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. … Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. … Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.“

Deklaration von Genf, Weltärztebund im September 1948, zuletzt angepasst Stockholm 1994. Man beachte, nicht die Abwehr der Dämonen oder Verunreinigungen, nicht die Seelenrettung des Patienten hat Leitlinie des Arztes sein und auch nicht die Pflege der Selbstvergewisserung der ihr Kind liebend beschneidenden Eltern, die, um die Sprache der Produktwerbung zu verwenden, zu einem Umdenken (zum Nichtbeschneiden) einfach nicht bereit sind, sondern sagen: „Ich will so bleiben, wie ich bin“ und denen der Arzt, Sozialarbeiter oder Bundestagsabgeordnete daraufhin nicht Absolution erteilen und ein: „Du darfst!“ entgegen strahlen sollte.

Die Beschneidungsdebatte ist das Reden über das Kindergenital. Kind ist nach der entsprechenden UN-Konvention der Mensch unter achtzehn.

Anatomisch gehört zur männlichen Vorhaut möglicherweise ihre keimbahnhafte Angelegtheit als genaues Äquivalent zur Labia minora und biologisch-funktional gehört zum maskulinen Präputium die Sensitivität einer Klitoris. Was, Frau Merkel oder Frau Schwarzer, wenn das 2012 von Ihnen so vehement unterstützte geheiligte und heilssichernde Vorhautabschneiden auf Elternwunsch gewissermaßen das einstige geschlechtsneutrale Embryonalgewebe auch der kleinen Schamlippen amputiert und zugleich die Nervenenden des Kitzlers?

Alice Schwarzer will den gereinigten männlichen Penis: „Bereits 2007 rieten sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die UN dringend zur Beschneidung von Männern: als Prävention gegen Aids, Peniskrebs und Gebärmutterhalskrebs. Denn letzterer wird verursacht von einem verunreinigten männlichen Penis. … Diese MedizinerInnen und GesundheitspolitikerInnen sind für die Beschneidung, ganz und gar unabhängig von religiösen oder kulturellen Einstellungen. Es handelt sich außerdem um einen sehr kleinen Eingriff, der innerhalb einer Viertelstunde durchgeführt ist und innerhalb weniger Tage verheilt“, den anatomisch kenntnislosen und medizinisch uninformierten Text vom 02.07.2012 hat Deutschlands mit dem Bundesverdienstkreuz geschmückte Frauenrechtlerin einfach aus dem Internet gelöscht, vermutlich leider ohne einen Lernschritt und in jedem Fall ohne einen Kommentar.

Von der Anatomie zur Biologie. Viele einfache Tiere sind nicht darauf angewiesen, von ihren Eltern versorgt und gepflegt zu werden. Viele Insekten und die meisten Fische beispielsweise schlüpfen aus dem Ei und sind sofort veritable Selbstversorger. Das Junge aus der Gattung Mammalia (Säuger) schreit nach Mutters Brust.

Als echtes Säugetier ist der kleine Mensch anfangs ohne seine Mutter gar nicht lebensfähig und manchmal bereits in dieser frühen Zeit greift der unsichtbare Gott oder jedenfalls der sichtbare bärtige Patriarch ein und beschädigt den Kinderpenis, er bringt das kleine Kind zum Weinen oder, Jahre später, den noch bartlosen heldenhaften muslimischen Tahsin (11) oder den südafrikanischen Stammesangehörigen Nelson (16) zum tapferen, verbissenen Ertragen von Schmerzen. Blut wird sichtbar und die Blutfarbe Rot kollektiv als auf Frau und Mann bezogen erinnert, denn gleichsam intergenerativ bluten weibliche Körper bei der durch die xy-chromosomalen Krieger ideologisch ins Tierische herabgedrückten biologischen Geburt ebenso wie die Penisse bei der frauenfreien Geburt hinein in die überlegene Menschensorte, die dem neu verwalteten Himmel näher stehende männliche. Nicht die Muttermilch sei dem Jungen die eigentliche Nahrung, sondern das himmlische Gesetz. Irgendetwas geht auf Dauer kaputt, nicht nur der Penis.

Jetzt, 2014, so wird uns gesagt, seien die kompromisslosen Intaktivisten die eigentlichen Kaputtmacher, wir würden ein heiliges Ritual beschädigen und den frommen oder um Hygiene besorgten elterlichen Beschneidungswunsch kaputtmachen und wer weiß, vielleicht sind Jahwe und Allah schön längst persönlich so richtig sauer auf jeden das friedliche Zusammenleben der Religionen störenden Beschneidungsgegner, Näheres wissen Merkel und Jagland.

Einiges also wird beschädigt. Weil Kindesbeschädigung noch schlimmer als Sachbeschädigung und damit nicht nett klingt, wirft man Nebel und redet von Beschneidung (im Islam ḫitān oder ḫatna, auch ṭuhūr, zu ṭahara, rituelle Reinheit, adj. ṭāhir).

Ob Abrahams heilige Religion oder stolze Xhosa– [ˈkoːza] und Papua-Tradition, vorhauthassender Himmelsbefehl hin, männerbündisches Initiationsritual her, die Beschneidung der Geschlechtsorgane der Jungen und Mädchen ist seit Jahrtausenden in der Welt – und alle Eltern lieben nach wie vor ihre Kinder und lieben ihre Religion sogar noch ein bisschen mehr. Der ziemlich eifersüchtige Himmelsgott legt Wert darauf, hundertprozentig geliebt zu werden, und das musst du unter Beweis stellen, Anwallungen von Brutpflegetrieb und gespürtem Kindchenschema heroisch widerstehend, und vom kleinen Geschlechtsorgan des kleinen geliebten Wesens etwas abschneiden, das gesunde Heranwachsen und das friedliche Zusammenleben der Männer und Frauen stehen auf dem Spiel.

Penisgeographisch wird in der authentischen Religion der globalen Muslimbrüder und Teheraner Mullahs, einen anderen Islam kennen auch die deutschen Staatsverträge oder Lehrer für den Islamischen Religionsunterricht nicht, die ḥašafat al-qaḍīb, das ist die Eichel, zur Zone des prekären Gnadenstandes mit Allah und zum Kristallisationskern der einzig sittlich zu nennenden Gesellschaftsform (Kalifat), während die verflixte qulfa, die Vorhaut, der raumzeitlichen Dschahiliyya entspricht, der auch politisch auszumerzenden Weltgegend oder Sündigkeit des Hauses des Unglaubens, Dār al-Kufr. Für die kleinen Jungen mit ihrem winzigen Penis ist die Vorhaut noch kein islamisches Problem, doch nur wenige Jahre später umklammert der pubertäre Vorhautteufel die islamfromme Eichel und droht sie zu erwürgen, es muss etwas geschehen.

Laut Bibel gibt nur Jahwe das Leben und kann es, sofern verärgert, jederzeit beenden. Auch wenn Moses unbeschnitten blieb und Israels zur Präputophobie (preputophobia) berufene Erde vielleicht sehr folgerichtig nicht betreten durfte, geht es bei der Vorhautfrage um Leben und Tod, wie wir im 2. Buch Mose lesen, dem Exodus:

„Dann sag zum Pharao: So spricht Jahwe: Israel ist mein erstgeborener Sohn. Ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mich verehren kann. Wenn du dich weigerst, ihn ziehen zu lassen, bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um. Unterwegs am Rastplatz trat der Herr dem Mose entgegen und wollte ihn töten. Zippora ergriff einen Feuerstein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab. Damit berührte sie die Beine des Mose und sagte: Ein Blutbräutigam bist du mir. Da ließ der Herr von ihm ab. «Blutbräutigam», sagte sie damals wegen der Beschneidung.“

Es kann nur Einen (Gott; Penis) geben und der Himmel stellt die Entscheidungsfrage. Stammvater Abraham (Avrāhām; Ibrāhīm) hatte unter Beweis stellen müssen, seinem Sohn Isaak (Yiṣḥāq, Isḥāq) etwas weniger Liebe entgegen zu bringen als der Gottheit, und nur wem es heutzutage an Glauben schrecklich mangelt, redet über einen abrahamischen Kindestötungsversuch nach halluzinatorischem Stimmenhören. 1. Mose 22 berichtet vom Auftrag zum Kindesopfern:

„Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.“

Jahwe hat ein solches Begehren nicht wiederholt und schweigt überhaupt seit Jahrhunderten.

Die nichtjüdischen Deutschen sollen sich nicht einbilden, eine Ehre herstellende rituelle blutige Zerfurchung der Haut gar nicht praktiziert zu haben, denn wer vor wenigen Generationen als Akademiker keine eindrucksvolle Narbe, nach dem Waffenschlag oder -hieb (17. Jh.) wurde auch sie im ehrkulturellen studentischen Jargon der Schmiss genannt, im Gesicht herumtrug, galt als eigentlich verachtenswert. Man betrachte das durch Georg Mühlberg vor nur hundertzehn Jahren entstandene Gemälde Renommierbummel und höre innerlich die initiierten Gefährten des Nelson Mandela rufen: „Ndiyindoda – I`m a man!“, ein zwanzig Jahre eher entstandenes englisches Bild illustriert ebenfalls bereits das honorige System und titelt zur Initiierung DIE ERSTE WUNDE.[5]

2014 jährt sich ein Kriegsausbruch zum hundertsten Mal. Die ultimativ initiierende bodily mutilation auf dem Abschlachtacker („im Felde“, nachmals unter Überlebenden „im Felde unbesiegt“) vaterländischer männlicher Ehre war für den Kriegsfreiwilligen der tödliche Schuss in Langemarck. Die begeisterte Freiwilligkeit der jungen Deutschen von 1914 ist heute vielen vielleicht kaum nachvollziehbar.

Auch im Islam schweigt der Himmel nach dem Ableben des Propheten Mohammed (Muḥammad), dessen wörtliche oder aus seinen Handlungen zu erschließende Anweisungen, das ist die Sunna, um Himmels Willen ganz genau zu befolgen sind. Die Beschneidung, türkisch sünnet (d. h. Sunna), ist Teil der Fiṭra, der Art und Weise des Geschaffenseins, des natürlichen Ausgerichtetseins auf Allah hin.[6]

Die im Islam dem Jungen zu amputierende qulfa ist die Vorhaut, Mehrzahl qalaf. Etymologisch vgl. bei einem Baum qilf oder qulāfa, die Borke oder Rinde, s. hebr. qelef, Schwarte (rind) oder Schale (peel) sowie kəluv / kluv Fruchtkorb bzw. Vogelhaus; im Syrischen qəlaf, die Haut oder Borke entfernen (to remove the skin, bark) und qəlāftāʾ, Schale (husk, shell)).

Wie den Schafiiten ist auch den Hanbaliten die MGM Pflicht (farḍ, wāǧib). Am 04.10.2012 verschwieg der die Bevölkerung sehr islamisch in Pflichtbeschneidende und „Außenstehende“ aufspaltende Aiman Mazyek dem FOCUS, dass die Vorhautamputation zur unteilbaren und totalitären Scharia gehört, bagatellisierte die lebenslange genitale Beschädigung und warnte die wissenschaftlich denkenden Mitbürger davor, dem unbeschnittenen männlichen Kind muslimischer Eltern die Nachteile der Zirkumzision zu verraten:

„Wenn Außenstehende vehement dem Kind ihre ablehnende Haltung zur Beschneidung aufoktroyieren wollen und so das Kind stark verunsichern und in einen zum minimalen körperlichen Eingriff unverhältnismäßigen Konflikt stürzen, ist das eine Gefahr für das Kindeswohl.“

Ärzte, Lehrer und Sozialarbeiter sollen also, so legte es uns der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) nahe, das dem Schariagesetz zu unterwerfende Kind gezielt nichtinformiert belassen und die Nachteile der Beschneidung gefälligst für sich behalten. Ein Familienkonflikt und ein innerer Konflikt sei nur auf diese Weise erfolgreich zu vermeiden und ein sachgerechtes ärztliches Aufklärungsgespräch leider ausgeschlossen. Man beachte, das desinformierte und beschnittene Kind verbleibt ganz im Mazyekschen „Kindeswohl“.

Wie dem Bundestag bekannt, ist die Beschneidung der Mädchen ebenfalls ausgesprochen islamisch, die schafiitische Rechtsschule verpflichtet zur Mädchen- (female genital mutilation = FGM) und Jungenbeschneidung (male genital mutilation = MGM), zwei weitere Rechtsschulen halten sie als Sunna (das ist Mohammeds nachzuahmendes Vorbild) mindestens für ehrenwert und empfehlenswert (mustaḥabb). Keine der vier sunnitischen maḏhāhib ‏ (sg. maḏhab, Fiqh- oder Rechtsschule) lehnt die Frauenbeschneidung ab.

Baẓr aber bedeutet im Arabischen nicht Klitorisvorhaut, sondern ist die Klitoris. Der den Reliance of the Traveller übersetzende hippe Sufi-Scheich Keller (not the clitoris itself, as some mistakenly assert) belügt amerikanische Ohren und kann uns kein arabisches eigenes Wort für Klitorisvorhaut nennen.[7]

Zwischen Mädchen- und Jungenbeschneidung zu unterscheiden, ist wenig sinnvoll, weder islamisch-theologisch bzw. islamkritisch noch anatomisch. Allgemein menschenrechtlich darf man sowieso keinen Unterschied machen und auch das deutsche Grundgesetz kann Jungen nicht schlechter behandeln als die richtigerweise vor FGM geschützten Mädchen.

Der oder die Unbeschnittene, so spüren es die Beschneidungskulturellen, sei abgeschnitten vom Strom des Lebens, würde schier verhungern.

Um nicht zu verhungern und nicht zu erfrieren, ist jedes Kind auf die Liebe seiner Eltern angewiesen. Die meisten Eltern in Ostafrika oder Südostasien, im Nahen Osten oder in den Vereinigten Staaten von Amerika waren selbst einmal so ein geliebtes Kind, wurden als männlicher oder manchmal auch als weiblicher Mensch beschnitten und lieben nun ihrerseits ihre Kinder – und beschneiden sie. Das grausame Ritual wird durch die Generationen und Jahrtausende weitergegeben, das Kind ist ein Mädchen oder Junge.

Um sich die Sache schön zu lügen, müssen die Erwachsenen zu einem Trick greifen und die Beschneidung in ihr Verständnis von Glück, Nestwärme, Liebe und Frömmigkeit integrieren. In die goldene Familienromantik, das Vertreiben von schlimmen Bakterien und Viren und in den Gerechtigkeitsbegriff, in den Begriff vom Kindeswohl und in das einklagbare Familienrecht muss der heiße Elternwunsch auf die Genitalverstümmelung des männlichen Kindes eingeschlossen werden. In die Personensorge, auch in die gesetzliche deutsche Personensorge, wie am 12.12.2012 geschehen.

Es gibt erhebliche Indizien dafür, dass die Beschneidung die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten wie AIDS eher begünstigt, das liegt auch am anschließenden Nichtverwenden von Kondomen, was wiederum auf den Glauben manch eines Beschnittenen zurückzuführen sein mag, nun vor einer HI-Infektion geschützt zu sein, und ebenso an der in den Jahren nach der Beschneidung allzu oft allmählich nachlassenden penilen Empfindungsfähigkeit. Sobald aber die Sensitivität des Penis stark gesunken ist, wird der eigentlich einzig wirksame Schutz gegen HIV, das Kondom, als unzumutbar empfunden werden, mit Gummi spürt der Mann vielleicht gar nichts mehr.

Obwohl mehr und mehr Mütter und Väter die richtige Entscheidung treffen und die Vorhaut unzerstört lassen, sind männliche Amerikaner mehrheitlich beschnitten, die Zwanzigjährigen etwas weniger häufig und die Vierzig- oder Fünfzigjährigen beinahe alle. Trotz der schönen Erfolge der amerikanischen Beschneidungsgegner oder Intaktivisten der letzten drei oder vier Jahrzehnte, nennen wir stets die beiden mutigen Frauen Marilyn Milos (NOCIRC) oder Georgeanne Chapin (Intact America), werden immer noch 55 % der Neugeborenen ohne einleuchtenden Grund am Genital verstümmelt. Das geschieht mit starken Unterschieden zwischen den einzelnen Landesteilen von nur 12 % in Nevada bis zu 87 % in West Virginia (Daten von 2009). Im Mittleren Westen werden 75 % aller Neugeborenen beschnitten, im Südwesten 25 %.[8]

Die aus Autoritätsgläubigkeit, bohrender Sorge vor hygienischem Unheil, gottloser jugendlicher Masturbation sowie schlichter Unkenntnis der wohl erst mit Jakob Øster (1968) oder Hiroyuki Kayaba et al. (1996) gründlich erforschten männlichen physiologischen Phimose (angeborene Adhäsion der Vorhaut, die sich oft erst im Laufe des zweiten Lebensjahrzehnts allmählich auflöst) beinahe schon in einer Art von Staatskult ihre Jungen am Genital verstümmelnden USA haben seit drei Jahrzehnten ein großes gesundheitliches Problem mit der bekanntlich vor allem sexuell übertragbaren Krankheit AIDS. Sex hat nun oft etwas mit Penis zu tun, und der ist in den USA gemeinschaftlich dem Chaos und der Wollust entrissen, von Krankheitskeimen und Sünden saubergemacht, heroisch abgehärtet, bibeltreu und technikverliebt veredelt, vorhautamputiert.

Einige amerikanische Ärzte werben für die Beschneidung als Mittel im globalen Kampf gegen AIDS. Statt zuzugeben, mit der Seuche nicht klar zu kommen, wird sinngemäß behauptet: ohne Beschneidung wäre alles noch viel schlimmer und angedeutet, dass überall auf der Welt die beschneidungsverweigernden Mütter bzw. Familien, die unbeschnittenen Männer sowie die Erfolge der Beschneidungsgegner eigentlich verantwortlich für die globale HIV-Epidemie sind. Die Zauberformel ist klar und muss nur noch den Afrikanern beigebracht werden: Mehr Beschneidung = weniger AIDS.

Es ist die Infektion mit HI-Viren, die das Krankheitsbild AIDS verursacht. Gegen HIV kann man sich mit Kondomen ziemlich zuverlässig schützen. Von wissenschaftlichen Tatsachen unbeirrt kämpft eine tapfere amerikanische Lobby dafür, dass auch der Rest der Menschheit endlich glaubt, mit der Beschneidung – mit der Amputation der Penisvorhaut – könne man die globale AIDS-Epidemie in den Griff bekommen.[9]

Kann man natürlich nicht, aber viel Geld verdienen kann man mit der Beschneidung, denn die Fabriken der Kosmetikindustrie (Vavelta) und die biomedizinischen Labore (Apligraf) warten auf Lieferung sauberer sprich möglichst gerade neugeborener Körperzellen. Künftig pro Jahr hunderttausendfach abgeschnittene Kindervorhäute lassen sich ausgezeichnet als Rohstoff für Anti-Falten-Cremes oder zum Züchten einer nicht nur bei Verbrennungsopfern verwendbaren Kunsthaut verwenden. Auch die metallischen Beschneidungsklemmen sind sehr teuer und das operierende medizinische Fachpersonal will ebenfalls ausgebildet, weiter geschult und Monat für Monat bezahlt sein – das in den zunehmend beschneidungskritischen USA etwas ins Stocken geratene Milliardengeschäft kann in Afrika weitergehen, was die globalen Intaktivisten verhindern mögen.

Beschneidung ohne zwingenden medizinischen Grund schadet der Gesundheit. Immer wieder kommt es – auch in modernsten Krankenhäusern! – zu schweren Verletzungen. Und schlimmer. Beschneidung tötet. In den Vereinigten Staaten von Amerika sterben in jedem Jahr ungefähr 117 Säuglinge an der Zirkumzision (Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.). 117, das sind zwei tote Kinder pro Woche. Und dem unzivilisierten Rest der Welt erklären die amerikanischen Beschneidungslobbyisten, dass ihr Tun ein besonders geeignetes Mittel zur Abwehr von AIDS sei. Wenig glaubhaft, denn die US-Amerikaner über dreißig oder vierzig sind meistens als Säugling beschnitten worden, trotzdem leben im Lande 1,1 Millionen Menschen mit dem HI-Virus und kommen Jahr für Jahr 50.000 Neuinfektionen dazu. Aber einige Amerikaner glauben doch so gerne – an sich selbst, an Gott und an die Gesundheit der Jungenbeschneidung.

Mit Artikel 24 (3) der UN-Kinderrechtskonvention (Convention on the Rights of the Child, abgekürzt CRC) verpflichten sich alle Staaten, gesundheitlich schädliche Traditionen abzuschaffen. Man wird hier nicht zuletzt an weibliche Beschneidung gedacht haben, die wir seit wenigen Jahrzehnten ganz richtig eine Genitalverstümmelung nennen: FGM. Die ebenfalls weltweit vorkommende Jungenbeschneidung ist bislang leider meistens übersehen worden, und eine mächtige Lobby möchte weiter verhindern, dass Journalisten, Politiker und Kinderrechtler tatsachennah von der MGM reden und schreiben, der männlichen Genitalverstümmelung. Um nichts anderes aber geht es, denn das am Geschlechtsorgan verletzte und verstümmelte Kind kann ein Mädchen oder ein Junge sein, wir Erwachsenen haben kein Recht, sein Geschlechtsorgan auf unseren Wunsch hin mit Schere oder Skalpell zu verändern. Auch ein vermeintlicher himmlischer Befehl, antiker Mythos von abgewehrten bösen Geistern oder moderner Mythos von abgewehrten bösen Bakterien oder Viren ist hier kein glaubwürdiges Alibi.

Was die zur Rechtfertigung des Beschneidens der Penisvorhaut nützliche Prophylaxe der Vertreibung von unsichtbaren Teufeln oder bösen Dschinnen war, ist heute die prophylaktische Vertreibung der HP- oder HI-Viren. Ein neuzeitliches Märchen, denn nur Kondome und geänderte Verhaltensweisen schützen vor AIDS, keine abgeschnittenen Vorhäute.

Märchen und Religionen können schöne Seiten haben, aber leider hat es immer auch kinderfeindliche Märchen gegeben. Eine Moscheegemeinde oder Synagogengemeinde, deren Vorstand und Prediger immer noch lehren, dass ein unbeschnittener Mann einen moralisch geringeren Wert habe, Gott erzürne und die Verachtung der Gläubigen verdiene, sollte durch modern denkende Eltern boykottiert werden – sollen die Imame und Sünnetci, Rabbis und Mohalim doch vor Zorn rot anlaufen im Gesicht und ihre jungen Väter und Mütter anbrüllen: „Ihr müsst euer Kind aber beschneiden lassen, Gott will es!“ Nein, das müssen sie nicht.

Noch sind es wenige säkulare Muslime oder Juden, die sich dem Gruppenzwang zum Jungenbeschneiden bewusst entziehen, und die Bundesrepublik Deutschland hat sich nicht getraut, zu verlangen, dass die Religionsbücher für den bekennenden Islamischen Religionsunterricht schreiben: Die Beschneidung hat gesundheitliche Nachteile, du kannst Nein sagen zur Beschneidung und beim Jugendamt Hilfe suchen und Hilfe finden. Nein, das wird nicht geschrieben, und die Republik liefert die Kinder den Stämmen und einem gesundheitsschädlichen Ritual aus und müsste das im Hinblick auf die manchmal vergleichsweise harmlosere Mädchenbeschneidung (hier etwa der WHO-Typ Ia) eigentlich auch machen. Richtigerweise ist FGM Typ Ia verboten – noch, und leider nicht deutlich genug.

Du kommst hier nicht rein – als Unbeschnittener kommst du hier nicht rein, nicht in die Gemeinschaft der Gläubigen im Diesseits und nach dem Tod nicht in den Himmel. Der Sinn der rituellen Beschneidung ist gerade, dem Jungen zu verdeutlichen, dass es keinen Ausweg gibt. Beim Stichwort Zwangsbeschneidung denken wir an Erwachsene, aber wo doch jeder acht Tage alte jüdische Junge beschnitten werden muss, dürfen, nein müssen wir ebenso von Zwangsbeschneidung sprechen und auch bei einem älteren Kind oder Jugendlichen. Die fünfzehn- oder sechzehnjährigen Xhosa sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich dem Ehre herstellenden Ritual zu entziehen, einige von ihnen gehen Jahr für Jahr in den Tod.

Denn wer bei den Xhosa nicht beschnitten ist, gilt nicht als Mann und kann vom väterlichen Besitz nichts erben, Ehe und Fortpflanzung sind für ihn verhindert, der Unbeschnittene ist, in jeder Beschneidungskultur, rechtlich und sozial ausgelöscht. Ndiyindoda! hatte der Xhosa Nelson Mandela zu rufen: I`m a man![10]

Wohltuend zu hören, dass ein Teil der aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland eingewanderten männlichen Juden bis heute nicht beschnitten ist – es gibt also auch in Deutschland viele glückliche jüdische Vorhäute. Mit den zunehmend beliebten Initiativen wie Jews against Circumcision, der ausgezeichneten Informationsseite Beyond the Bris, mit Tsohar um Rabbi David Stav, Gonnen Al Ha-Yeled – Protect the Child, um Eran Sadeh; Dr. Avshalom Zoossmann-Diskin als dem Vorsitzenden von Ben Shalem (intact boy) und einigen anderen sind auch im Judentum Vorkämpfer für die körperliche Unversehrtheit aller Kinder aktiv.

Wenn bewusste Angehörige einer religiösen oder ethnischen Minderheit, sicherlich gilt das in besonderem Maße für die als sozusagen typisch beschneidend geltenden Juden, mit der Zirkumzision aufhören oder diese durch ein anderes Ritual ersetzen, wird das kindergesundheitlich und kinderrechtlich sehr positive (nämlich beschneidungsbeendende) Auswirkungen auf andere Communities haben, nennen wir die großen afrikanischen Kirchen, die beinahe beschneidungsobligatorischen Christen in Korea oder auf den Philippinen, ägyptische Christen, Nordamerikas Evangelikale oder die Muslime, die schließlich alle einen theologischen Bezug zum legendären Erstbeschneider Abraham herstellen. Auch dürfte, sobald markante Communities oder prominente Einzelne die Jungenbeschneidung beenden, gerade in ländlich geprägten Regionen und in räumlicher Nähe die Quote der weiblichen Beschneidung sinken bzw. kann sicherlich besser verhindert werden, dass die FGM, etwa zur äthiopischen Beta Israel, zurückkehrt. Denn das scheint ein Prinzip zu sein: Wo es gar keine Jungenbeschneidung (mehr) gibt, sind auch alle weiblichen Genitale intakt.

Leider gelingt es in Afrika der mit windigen Begründungen eine angebliche AIDS-Prophylaxe nach erfolgter Beschneidung beschwörenden Lobby anscheinend immer wieder, Kirchengemeinden, etwa kenianischer Methodisten oder christliche Gesundheitszentren in Malawi oder Lesotho, für ihren Beschneidungskreuzzug einzusetzen. Organisiert wird die männerfeindliche, sexualfeindliche und sexualmagische Genitalverstümmelungskampagne vor allem von vatikantreuer Seite durch den Katholischen Medizinischen Missionsausschuss (Catholic Medical Mission Board, CMMB).[11]

Wie jede Jungenbeschneidung kann auch die Brit milah schwer verstümmeln oder töten. Im Januar 2014 wurde ein weiterer Säugling durch Mundbeschneidung (Metzitzah B’Peh) mit Herpes infiziert; im September 2011 starb am New Yorker Maimonides-Krankenhaus ein zwei Wochen altes Kind nach beschneidungsbedingter Herpesinfektion.

Rabbi Abraham Geiger (1810-1874) im Brief an den großen Demokraten Leopold Zunz:

„Die Idee des Opfers, welche die Prozedur einst heiligte, ist unter uns doch gewiss längst verschwunden … und der Gewohnheit und der Angst errichten wir sicherlich keine Tempel“, eigene Übersetzung n. d. Englischen, sowie: „Ich kann nicht verstehen, warum ich mich für eine Zeremonie begeistern soll, nur aus dem Grund, weil sie sich allgemeiner Hochachtung erfreut … Es ist ein barbarischer, blutiger Akt. Die einzigen Gründe dafür sind die Gewohnheit und die Furcht“, so zitiert es David Gollaher in Das verletzte Geschlecht (Seite 46).[12]

Zwischen 2004 und 2011 infizierten sich 11 männliche Säuglinge nach dem jüdischen Mundbeschneidungsritual an Herpes, zwei starben, zwei haben einen bleibenden Hirnschaden erlitten. In den Vereinigten Staaten werden jährlich 1,2 Millionen männliche Säuglinge genitalverstümmelt, jedes Jahr sterben, wie erwähnt, ungefähr 117 US-amerikanische Säuglinge an der Zirkumzision.[13]

Geheiligte Erpressung zum Kindbeschneiden, Israel 2013. Ein Rabbinatsgericht verurteilt die Mutter, die ihren Sohn nicht beschneiden lassen will, zu einer Strafe von 140 $ täglich (!), die sich erhöht bis sie ihren Sohn am Genital verstümmelt. Die mutige Frau hat sich zu den gesundheitlichen Nachteilen der Jungenbeschneidung informiert und will standhaft bleiben. In Israel gibt es leider immer noch keine säkulare standesamtliche Ehe, das selbstredend frauenfeindliche Familienrecht wird von den Klerikern gesprochen.[14]

Human Genital Mutilation (HGM)

Die Beschneidung des männlichen Kindes, der Begriff Kind meint, ganz im Einklang mit der erwähnten Kinderrechtskonvention, auch den vierzehn oder siebzehn Jahre alten Menschen, beschädigt den Körper des Jungen und des späteren Mannes.

Die bei beiden Geschlechtern des Menschen, die bei Mädchen und Junge sehr vergleichbare Embryonalentwicklung scheint zu zeigen, dass Klitoris und Eichel (Glans penis) einerseits sowie andererseits innere Schamlippen (Labia minora) und Penisvorhaut, aus dem gleichen Gewebe entstehen.[15] Die männliche Sensitivität liegt allerdings zum weitaus größeren Teil nicht in der Eichel, sondern eben im Präputium, in der Vorhaut (Gefurchtes Band; Frenulum und frenulares Delta). Die Beschneidung zerstört sofort möglicherweise zwei Drittel der männlichen sexuellen Empfindungsfähigkeit und eventuell, auch durch die fortschreitende Keratinisierung der Eichel, allmählich immer noch mehr; jedem Bundestagsabgeordneten war das am 12.12.2012 bekannt.

Die Jungenbeschneidung ist politisch gewollt, der Elternwille zur MGM ist Staatsdoktrin. Das muss sich ändern.

Mit der männlichen Beschneidung verglichen würde, auf die Keimbahnentwicklung bezogen, eine Frau, um der von BGB § 1631d legal gewordenen genitalen Beschädigung zu entsprechen, ihre (inneren) Labien verlieren müssen (das hat also Züge von FGM Typ II), in Bezug auf die sexuelle Empfindungsfähigkeit aber ihre Klitoris (Typ Ib sowie ebenfalls Typ II). Der Sensitivitätsverlust der Jungenbeschneidung ist also wahrscheinlich vergleichbar mit einer FGM vom Typ II, mindestens jedoch mit Typ Ib. Mit Ib oder II bzw. zwischen Ib und II liegt man vermutlich, die MGM vergleichend, sehr richtig; wer in Deutschland ein Mädchen so stark verstümmelt, wohnt richtigerweise für sehr lange Zeit im Gefängnis.

Das Blaue vom Himmel herunter lügt uns NCBI, das National Center for Biotechnology Information, das versucht, die Menschen in Kanada, Korea (Südkorea) und Hongkong zu (noch) mehr Jungenbeschneidung zu drängen: „Qualitativ höchstwertige Studien legen uns nahe, dass die Beschneidung keinen nachteilige Wirkung auf Sexualfunktionen, Sensitivität, sexuelles Empfindungsvermögen und Zufriedenheit hat.“ Die traurige und Jahrtausende alte Wirklichkeit sieht anders aus, die physischen Beschneidungsfolgen sind katastrophal.[16]

Die Beschneidung von Jungen – wir sollten sagen: die Genitalverstümmelung an Jungen – ist eines der letzten ganz großen Tabus der Menschheit. Sie ist ein Menschheitsproblem, das weltweit angegangen werden muss und erfolgreich bewältigt werden kann, wenn wir uns nicht in Schwarze und Weiße, Amerikaner und Europäer, Muslime und Nichtmuslime oder in Juden und Nichtjuden spalten lassen und wenn wir nicht auf das Märchen hereinfallen, weibliche und männliche Beschneidung (d. i. Genitalverstümmelung) würden sich grundsätzlich voneinander unterscheiden.

Wir haben die Universalität der Menschenrechte entdeckt und können deshalb nicht mehr sagen: „Das geht mich nichts an, was in Afrika, Asien oder im Nachbarhaus passiert“. Zur weiblichen Genitalverstümmelung oder FGM wagt niemand mehr zu sagen, man dürfe sich in somalische oder ägyptische Traditionen nicht einmischen oder müsse eine aus Mogadischu oder Kairo nach London, Amsterdam oder Köln eingewanderte Familie in Ruhe ihre Mädchen beschneiden lassen. Dieses Umdenken müssen wir auch in Bezug auf die männliche Genitalverstümmelung erreichen. Der angemessene Aufenthaltsort einer aktiven rituellen Mädchenbeschneiderin ist in Australien, Europa oder Nordamerika bereits heute das Gefängnis, und es wird die Zeit kommen, in der auch jeder professionelle oder ehrenamtliche Jungenbeschneider einer anderen Beschäftigung nachgehen muss und sagen wird: „Ich bin ein Ex-Sünnetci“ oder „Ich bin ein Ex-Mohel.“

I Have a Dream, dass in wenigen Jahrzehnten überall auf der Welt die Kinder und Enkel der rituellen Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider den staunenden Jungen, von denen mehr als 90, nein, mehr als 95 % in Vorhautbesitz sind, über das berufliche Treiben ihrer Ahnen erzählen, während sie mit den Klassenkameraden beim Ausflug im Museum in den gläsernen Vitrinen neben Hexenfolterzange und Sklavenkette auch Beschneidungsmesser und Gomco-Klemme betrachten.

I Have a Dream, dass im Jahre 2089 unter dem Tagungstitel Hundert Jahre Anaheim California durch das perfekt gleichheitsfeministisch gewordene saudische Königshaus das International Symposium on Circumcision in Mekka und Medina ausgerichtet werden wird,

I Have a Dream, dass in fünfzig Jahren die Schariagerichte weltweit abgeschafft worden sind und es nur noch die säkulare standesamtliche Eheschließung geben wird, während der Oberrabiner Israels, trotz Wiedererrichtung des Tempels, aus gutem Grund als Intactivist of the Year (2039) ausgezeichnet werden wird und die begeistert gegen Kopftuchzwang kämpfende Muslimbruderschaft die Organisation der intaktivistischen Kampagnen (Mädchen und Jungen) in den abgelegensten Orten Indonesiens und Somalias übernehmen wird,

I Have a Dream, dass 2014 in Deutschland niemand die Genital Autonomy für ein Kind (a child means every human being below the age of eighteen years) einfordern wird, ohne zugleich die hundertprozentige Genital Intactness jedes Kindes zu verlangen und jede medizinisch unnötige Genitalverstümmelung auf Elternwunsch wie auch auf Kinderwunsch unzweideutig abzulehnen,

I Have a Dream, dass im Juli dieses Jahres in Boulder Colorado (The 13th International Symposium on Genital Autonomy and Children’s Rights) der Mut gefunden werden wird, in Bezug auf Artikel 1 der UN-Kinderrechtskonvention (unless under the law applicable to the child, majority is attained earlier) den Begriff des Erwachsenseins nach Jüdischem Recht (Halacha)[17] oder Islamischem Recht (Scharia)[18] explizit auszuschließen und von Anne Lindboe und Maximilian Stehr zu fordern: Schluss mit dem gesundheitsgefährdenden, nämlich auf die Beschneidung hinauslaufenden Geschwätz zur Informierten Einwilligung (informed consent), solange der Junge minderjährig ist (below the age of eighteen years).

Man verzichtet jetzt, um später zurückzuerhalten, man opfert dem Himmel aus frommer Berechnung. Kleptokratisch verstandene Männlichkeit ist Machtzuwachs und Güteranhäufung, eine Addition, die Beschneidung jedoch ist mathematisch unterkühlt gesprochen eine Subtraktion, religionswissenschaftlich ein Opferbringen. Männern fällt es schwer, sich einzugestehen, Opfer geworden zu sein. Die Ansage: „Du Opfer!“ ist, durchaus einzustufen als islamisches Umweltverändern, die seit 15 Jahren unter Jungen leider ziemlich üblich gewordene hasserfüllte Bedrohung auf unseren Schulhöfen geworden, das wie selbstverständlich gewordene kalte Nachtreten auf den bereits am Boden Liegenden erinnernd oder androhend. Beschneidung ist eine Gewalt, die das mythische Maskuline färbt und auflädt, und es ist die Frage, gegen wen man seine Wut richten kann, wenn die Ahnen und großen Brüder doch angeblich immer nur das Beste wollen oder kräftiger zuschlagen können. Einen Ausstieg aus dem Kreislauf der einst als Opfer an die Gottheit gestifteten Beschneidungsgewalt kann es nur geben, wenn endlich alle Menschen – auch die Schwestern oder Ehefrauen der beschnittenen Männer und auch die unbeschnittenen Männer – offen zugeben, ein Opfer der Male Genital Mutilation zu sein, denn MGM, egal wo sie stattfindet, schadet jedem und Gewalt ist nie privat. Frau Merkel redet von Komikernation.

Der amerikanische Beschneidungsgegner, Psychologe und Direktor des in Boston ansässigen Circumcision Resource Center, Dr. Ronald Goldman nennt vier Gründe, warum Männer ihre Beschneidung mit Schweigen zudecken bzw. nicht aufarbeiten und das Ritual tradieren helfen, ich übersetze frei und führe einige seiner grundlegenden Gedanken über die psychischen Beschneidungsfolgen ein wenig weiter:[19]

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Beschnittene Männer haben die als positiv erlebten weiteren Normen der eigenen Gruppe oder Religion so sehr verinnerlicht, dass die unangenehmen Gefühle zur Beschneidung für unwichtig gehalten werden oder beinahe ganz überdeckt bleiben; beispielsweise auch: eine damals erklärte angebliche gesundheitsförderliche Wirkung diente und dient ja, trotz allem Schmerz, dem eigentlich so schönen Ziel Gesundheit

Unterdrücken

Die ehrlich nacherlebten Gefühle zur Beschneidung wären so schmerzhaft, dass der Mann sie gar nicht zulassen kann; kommen sie doch näher an die Oberfläche, kennt er Techniken, sie mit viel Energie abzustoppen und sich beispielsweise seinen Vertrauten gegenüber, vielleicht seiner Ehefrau oder seinem Sohn, nicht als Beschneidungsopfer zu outen

Verheimlichen

Jene, die differenzierte Gefühle zur Beschneidung erleben, schweigen aus Angst, falsch verstanden oder ausgelacht zu werden

Sprachlosigkeit

Frühe Verletzungen zur Sprache zu bringen, erfordert Bewusstsein und Einsicht. Wer aber sehr früh beschnitten wurde, etwa als jüdischer oder US-amerikanischer Säugling, hat keine bewussten Erinnerungen an den Eingriff und wird keinen anderen Wege finden können, als die seelische Verletzung (Anm.: bemerkenswert beschneidungstypisch) zu äußern durch: 1. Verhalten (Penisfixiertheit und Patriarchalismus; religiöser Radikalismus; das penisbezogene Trauma tradieren und den einen zuerst intakten Penis besitzenden eigenen Sohn verstümmeln), 2. Emotionen (ich führe weiter: Ärzte, Frauen, Unbeschnittene und Beschneidungsgegner für Feinde zu halten; also: nicht der Mohel oder Sünnetci ist der Feind und greift noch einmal das Genital an, nein, der Intaktivist ist der Angreifer) oder 3. Stressreaktionen (Anm: panische Angst bei jedem Arztbesuch; Angst vor Sex, Zärtlichkeit oder Nähe; erektile Dysfunktion; in sozialen Konfliktsituationen schnelles Schalten auf Kampf).

Männer sind gerne Helden und das können sie zeigen. Beschneiden kann jeder, Nichtbeschneiden ist heldenhaft. Be a hero, don’t circumcise your son.

Mitentscheidung und Einwilligung (consent)

Auch wenn seit Berlin 2012, der kinderfeindliche und grundgesetzwidrige Alternativvorschlag wollte 14 Jahre), Helsinki 2012 und leider auch mit Oslo 2013 vieles ungesichert bleibt – auch zur Altersfrage, d. h. zur Diskussion um das genaue Alter des einwilligungsfähigen Jungen, ist alles Wichtige bereits am 3. März 1989 im kalifornischen Anaheim festgestellt worden: einwilligungsfähig ist das erwachsene Individuum,

das Alter der Zustimmungsfähigkeit ist das Erwachsensein:

the individuals who have reached the age of consent (adulthood),

Kinder an die Macht? Die Schariabewegung will das Schutzalter so lange herabdrücken, bis sie bei den neunjährigen Ehefrauen angekommen ist, während der schariapflichtige Mann fünfzehn Jahre alt ist. Eine andere Volljährigkeit braucht und kennt der Islam nicht. Kinder – im Kinderrechtskonventionsbegriff von Kind – sollen mindestens als Juden in den ersten Lebenstagen beschnitten werden, der Islam hat aus seiner Sicht die optionale Beschneidung am siebten Tag auch nicht preiszugeben, die Imame und Rabbiner bewegen sich gar nicht und in ganz Europa werden die Multikultis nervös. Die Stunde der Unterwanderung der Intaktivistenbewegung kann herankommen, die europäischen Als-ob-Kinderrechtler, darunter skandinavische Kinderrechtsbeauftragte in Oslo 2013, wissen, dass sie bald mit den Islamverbänden über das Beschneidungsalter verhandeln werden.

Wie ihr Amtsvorgänger geht Norwegens Kinderrechtsbeauftragte (seit Juni 2012) Anne Lindboe auf fünfzehn Jahre – könnte man denken. Weiß Lindboe denn nicht, dass die Beschneidung keine Heilbehandlung ist, sondern schädigt? Warum genau eigentlich will eine norwegische Kinderärztin fünfzehnjährige Jungen – eventuell auf deren eigenen Wunsch nach ungebremster genital autonomy – verstümmeln lassen, was Lindboe ja auch mit fünfzehnjährigen Mädchen tun müsste? The Jewish Press (JP) vom 25.11.2013 lässt Tzvi Ben-Gedalyahu die heroische kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin und norwegische Kinderärztin zitieren:. „If 15 years is set as the minimum age, we expect Norwegian parents follow and respect the law“. Meint man das auch nur annähernd ernst? Will Norwegen den dann eventuell trotzdem am achten Tag operierenden Mohel auch wirklich einsperren? Dann muss man das sagen und nicht den neuen Außenminister Brende am selben Tag das Gegenteil erklären lassen: „Norwegen wird die rituelle Beschneidung nicht verbieten.“ Aber nein, die JP macht deutlich, dass Lindboe mit dem Alter 15 nur den gestrengen Zeigefinger erhoben hat, ihr Satz beginnt mit einem falls. Amtsvorgänger Reidar Hjermann hatte 15 vorgeschlagen, in Wirklichkeit will Lindboe nur die Zwölfjährigen und Jüngeren schützen und jeden Teenager über die religiös vorgeschriebene freiwillige Selbstverstümmelung entscheiden lassen. Den Dreizehnjährigen. Das ist nur zwei ein Jahre älter als Kinderfilmjunge Tahsin (11) aus dem KiKA-Beschneidungsfest, wobei wir den ebenfalls beschnittenen kleinen Bruder Tahsins, Emir (8) nicht vergessen.[20]

No discussion, no decision, no circumcision. Weg mit den Beschneidungsmessern. Hat der sich über die Oslo Resolution freuende Dr. Antony Lempert (Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, Quelle Barry Duke auf freethinker am 02.10.2013) denn gar keine Lehre aus dem Mau Mau Aufstand gezogen? Wenn wir ein antikolonial fühlendes Mädchen rufen lassen: „Ngaitana – I will circumcize myself“, dann ist das hundertprozentige genitale Selbstbestimmung nach dem Grundatz: Let girls decide for themselves whether or not they want to be circumcised, nur das Geschlechtsorgan ist anschließend für immer kaputt. Der voreilig als Intaktivist gehandelte Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) Dr. Lempert toleriert das freiwillige Beschneiden für völlig gesunde Minderjährige (There can be no justification for healthy children to be forcibly cut, Quelle national secular society am 01.10.2013), doch in jener zauberhaften Stunde, in der im heiligen Wald der erste Junge aufschreit „Ndiyindoda! – I am a man!“, gleich ist der sich auf die Einweihung freuende kleine Nelson Mandela an der Reihe, haben wir genau den gesundheitsgefährdend geringen Anspruch der Anne Lindboe erfüllt: „Vi hos Barneombudet mener derfor det er best for barnet at barna selv skal få bestemme om de vil bli omskåret – Wir als Kinderrechtsbeauftragte glauben, dass es am Besten für ein Kind ist, wenn sich das Kind selbst entscheiden kann ob es beschnitten werden möchte“ (Quelle barneombudet.no). LET BOYS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED tönt es am 30.09.2013 aus Norwegens Hauptstadt – Antrag abgelehnt sehr geehrte Frau Anne Lindboe und sehr geehrter Herr Fredrik Malmberg, Skandinavien braucht kein Ngaitana für die Mädchen und für die Jungen kein Ndiyindoda. Dass Kinderärztin Lindboe auch das dreizehnjährige männliche Kind über sein genitales Verstümmeltwerden entscheiden lassen will, lässt sie unwidersprochen in der israelischen Presse publizieren: non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed (JTA 25.11.2013). Norwegen braucht einen neuen Ombudsman für Kinderrechte, Anne Lindboe ist in ihrem Amt nicht länger tragbar.

In Norwegen werden jedes Jahr nur 7 jüdische Jungen beschnitten (und 2000 muslimische) und eine vorlaute Kinderärztin Anne Lindboe, die gerne bereit ist, gegen hippokratisches Prinzip und persönlichen Amtseid jährlich wenige Tausend nicht fünfzehnjährige sondern dreizehnjährige Jungen am Genital zu schädigen, wird sich dem einzigen Mohel des Landes nicht in den Weg stellen. Die jüdischen Eltern wollen den achten Tag, pardon, die Schrift will es. Lex judaica macht sich aber nicht gut, weshalb es kommen wird wie in Deutschland, im ersten halben Jahr darf jeder Schamane alles. Norweger, so wird das nichts.

Quo Vadis Intactivism?

Um mit den Islamverbandsvertretern jahrelang weiter zu diskutieren, könnte man, ohne sein Gesicht allzu offensichtlich zu verlieren, einen Trick anwenden und sprachlich von dem (sofern auch den Siebzehnjährigen meinend) kompromisslosen Genital Intactness für immer auf das gefährlich glitschige Genital Autonomy umwechseln, auf jene Selbstbestimmung, welche den genitalautonomen Tahsin (Beschneidungsfest, KiKA) glücklich integriert. Damit ist der Anspruch von Anaheim California 3. März 1989 zwar kaputt und das Kindergenital auch, aber das macht nichts, man hat ganz engagiert etwas tun wollen – nun, mit Betroffenheit. Der persönliche Status in oder um Partei und Kirche ist gesichert.

Zurzeit haben wir drei Lager. Erstens die traditionellen bzw. religiösen Beschneider, sie wollen das Mitentscheiden des Minderjährigen unmöglich machen und die Jungen amputieren, genital verstümmeln. Zweitens die europäischen und insbesondere auch deutschen Islamverarmloser, Multikulturalisten und anderen vorgeblichen Kinderfreunde, die wollen schon wieder – wie schon 2012 – mit den Imamen und Rabbis an einem Runden Tisch diskutieren und die Kinder in ihr Verstümmeltwerden einwilligen lassen, entweder ab 14 Jahren (Deutschland 2012, der kinderfeindliche Alternativvorschlag zu BGB 1631d), ab 12 bzw. 13 (Schweden 2014) oder ab 15 Jahren (Norwegen 2012 unter Ombudsman Reidar Hjermann) bzw. ab 13 Jahren (Norwegen 2014 unter Anne Lindboe). Drittens die Kinderrechtler und alle, die den Kampf gegen Genitalverstümmelung an Mädchen und Jungen wirklich ernst nehmen, wir müssen den Mut haben, genau so kompromisslos zu sein wie die Rabbiner und Imame und dürfen, ja das klingt untolerant, wir dürfen die Kinder ebenfalls nicht entscheiden lassen – nur dass wir das Verstümmeln gar nicht zulassen.[21]

Ganz bewusst schützen wir den 13-jährigen oder sogar den 17-jährigen jungen Menschen, weiblich oder männlich, vor harten Alkoholika, Autofahrten ohne Begleiter, Bordellbesuch oder brutalen Kinofilmen. Wer den Elfjährigen oder Sechzehnjährigen in seine MGM einwilligen lassen will, kann dem gleichaltrigen Mädchen die FGM nicht verweigern. Nein, ob Schönheits-OP, Tattoo oder Piercing, bis siebzehn Jahre einschließlich bleibt der Körper unversehrt.

Wer noch kein Erwachsenengenital und keine eigene sexuelle Erfahrung hat, kann doch gar nicht auch nur ungefähr vorauserleben (von wissen lässt sich hier sicherlich noch weniger sprechen), wie sich die Beschneidung auswirkt. Wir haben die Kinder zu schützen – alle Kinder. Und was im weltweiten Kampf gegen Todesstrafe, Kindersoldatentum oder Prostitution so zentral ist, das Kind im Sinne der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen oder der Declaration of the First International Symposium on Circumcision, Anaheim 1989, das ist auch die oder der Vierzehn- oder Siebzehnjährige.

Auch wenn das technologisch fortgeschrittene Europa etwas keimfreier beschneidet als der südafrikanische Busch (allerdings nicht in Privatwohnungen, angemieteten Festsälen oder zur Verfügung gestellten Synagogenzimmern), vermute doch niemand, dass sich Europas sechzehnjährige Jungen aus jüdischen oder muslimischen Familien grundsätzlich anders verhalten würden als die Zugehörigkeit suchenden oder dem Dasein als verachteter Unbeschnittener ausweichenden jungen Xhosa. Ein barbarisch gebliebenes Ritual aus den primitiven Entwicklungsstufen der Menschheit, die Human Genital Mutilation (FGM und MGM), hat nicht medikalisiert zu werden, d. h. es darf nicht in Arztausbildung und Krankenhausbetrieb integriert werden.

Im Interesse der Gesundheit aller Kinder dürfen und müssen wir die Mädchenbeschneiderinnen und Jungenbeschneider aus den Praxen und Kliniken entfernen, ohne uns von den nicht ausbleiben werdenden grausamen Ergebnissen der Busch- oder Hinterhofbeschneidungen zu einer erneuten Medikalisierung erpressen zu lassen.

Der Vorhautbesitzer ist ekelhaft und religiös minderwertig, er verdient die Verachtung der ganzen Familie, keine schriftgläubige Jüdin oder Muslima will mit ihm Sex haben oder ihn als Ehemann akzeptieren – das ist die Folge des Himmelsgesetzes und auch die eritreische, äthiopische und koptische Kirche verstümmelt Jungen genital. Der unbeschnittene Erwachsenenpenis ist in Gottes Gesetz nicht integrierbar? Nun, solange das der Fall ist, sind Halacha, Scharia oder christianisiertes philippinisches Vorhautaufschlitzen (slitting open the foreskin along its dorsal surface (superincision)) in den modernen Rechtsstaat auch nicht integrierbar.

Auch aus Angst vor Infektionen, schwersten Verstümmelungen oder Tod dürfen wir die FGM oder MGM niemals technisch medikalisieren und in unseren Krankenhäusern tolerieren. Das ist, neben dem gefährlichen Gerede um die Altersgrenzen, die zweite Diskussion, auf die sich Kinderrechtler nicht einlassen können.

Nein zu einer Diskussion mit Religionsverbandsvertretern, professionellen Genitalbeschädigern, multikulturalistischen Beschneidungsverharmlosern, ungetreuen staatlichen Kinderrechtsbeauftragten oder kindeswohlgefährdenden Ärzten.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Elternwunsch.

Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Kinderwunsch.

Keine Beschneidung unter achtzehn. .[22]

Edward von Roy

Q u e l l e n

[1] When the Canadian Paediatric Society published their position statement on neonatal circumcision in 1996, they followed the views of Poland, not those of Schoen. Although Schoen was chairman of the American Academy of Pediatrics (AAP) taskforce on circumcision that published in 1989, he did not serve on the AAP taskforce on circumcision that published in 1999. That second taskforce distanced the AAP from the views published by Schoen’s taskforce a decade earlier.

Schoen’s present views on circumcision are strikingly similar to those of Wolbarst, which were published nearly a century ago. …

One should not characterise Schoen’s personal view as representing the North American view. North America has moved on.

Edgar Schoen does not represent the North American view of male circumcision

George Hill und John V. Geisheker

Arch Dis Child. 2006 January; 91(1): 92.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2083089/

DOCTORS OPPOSING CIRCUMCISION (DOC)

George C. Denniston, Mark D. Reiss, George Hill, John V. Geisheker, Richard B. Russell

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/about/contact.html

Circumcision rates in the United States declined to 54.5 percent in 2009 from 62.7 percent in 1999, according to one federal estimate. Critics succeeded last year in placing a circumcision ban on the ballot in San Francisco, but a judge ruled against including the measure.

In Europe, a government ethics committee in Germany last week overruled a court decision that removing a child’s foreskin was „grievous bodily harm” and therefore illegal. The country’s Professional Association of Pediatricians called the ethics committee ruling „a scandal.” …

„We’re not pushing everybody to circumcise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a member of the academy’s [American Academy of Pediatrics, AAP] task force on circumcision and an author of the new policy, said in an interview. „This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a better word. Really, what we’re saying is, ‘This ought to be a choice that’s available to parents.’ ”

But opponents of circumcision say no one — not even a well-meaning parent — has the right to make the decision to remove a healthy body part from another person.

„The bottom line is it’s unethical,” said Georganne Chapin, founding director of Intact America, a national group that advocates against circumcision. „A normal foreskin on a normal baby boy is no more threatening than the hymen or labia on your daughter.”

aus: Benefits of Circumcision Are Said to Outweigh Risks

von: RONI CARYN RABIN

in: The New York Times 27.08.2012

http://www.nytimes.com/2012/08/27/science/benefits-of-circumcision-outweigh-risks-pediatric-group-says.html?_r=0

Die Bleiwerte seien für die Kinder der Industriegebiete gar kein Problem, wie Edgar Schoen pontifiziert:

Government agencies are telling people that childhood lead poisoning is often named as the leading environmental threat to our children. This conclusion is not accepted by most practicing physicians, who almost never see a case of symptomatic lead poisoning. Most pediatricians who practice in a large medical group in an urban area see environmental threats daily. These include poverty, violence, homelessness, family dysfunction, abuse, teenage pregnancy, drugs, and alcohol–but they have not included symptomatic lead poisoning. Most physicians do not accept current proclamations about the importance of childhood lead poisoning: the nation’s pediatricians did not comply with 1991 recommendations of the Centers for Disease Control and Prevention (CDC) for annual, universal childhood BPb screening

http://realneo.us/best-way-to-eliminate-bad-climate-science

[2] Man was created alone and he dies alone; the Islamic aspiration is to preserve this solitude in its metaphysically irreplaceable aspects. It aims to restore to man his primordial solitude before God, or said differently, it wants to bring man back to his spiritual integrity and to his totality. Islam is in a sense an organized eremitism.

http://sunnainstitute.com/wp/no-monasticism-in-islam/

Die ʿAqīda ist das Konvolut des durch den einzelnen Menschen gespürten und öffentlich vernehmlich bekundeten Anteils der unteilbaren Schöpfungsgesetzlichkeit (Scharia), der Fiqh die jenseitszentrierte und vor dem ewigen Feuer vielleicht bewahrende Rechtspraxis und Gerichtspraxis, Adab, zentraler Begriff bei Syed Muhammad Naquib al-Attas vom ISTAC (Kuala Lumpur), bedeutet Disziplin oder Zucht (ohne ‚Aqida kein Islam, ohne Fiqh kein Islam, ohne Adab kein Islam).

A short lesson taught by Shaykh Naeem will also occur covering basics in Aqeedah, Fiqh, and Adab.

http://sunnainstitute.com/wp/curriculum/

[3] Hišām bin Muḥammad bin as-Sāʾib al-Kalbī (737-819) überliefert im Kitāb al-Aṣnām das von Arabiens Göttervielfalt erzählende Prophetenwort: I have offered a white sheep to al-’Uzza, while I was a follower of the religion of my people.

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/uzza.htm

aus: THE BOOK OF IDOLS: BEING A TRANSLATION FROM THE ARABIC OF THE KITAB AL-ASNAM, by: HISHAM IBN-AL-KALBI, translated with introduction and notes by: NABIH AMIN FARIS (1952)

http://answering-islam.org/Books/Al-Kalbi/

Das „Götzenbuch“ von Ibn al-Kalbi

http://de.wikipedia.org/wiki/Altarabische_Gottheiten#Das_.E2.80.9EG.C3.B6tzenbuch.E2.80.9C_von_Ibn_al-Kalbi

Kitāb al-Aṣnām (Book of Idols), Beispielblatt, 12. Jahrhundert

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/3/36/Asnam-2.JPG

„Gebräuche des heidnischen Arabiens, die viele alte, charakteristische Formen dieser Religionsstufe überliefern“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Kalb%C4%AB#Werke

Löwentempel zu Petra, der ʿUzzā geweiht

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/40/Temple_of_Winged_Lions%2C_Petra.jpg

[4] The Use of Male Circumcision to Prevent HIV Infection

A statement by Doctors Opposing Circumcision

… Stephen Moses, Daniel T. Halperin, and Robert C. Bailey are other well known North American promoters of male circumcision. …

Randomized controlled trials. After the failure of observational studies to show a clear protective effect, circumcision advocates obtained funding from the United States National Institutes of Health to conduct randomized controlled trials (RCTs) in Africa. Three RCTs to study the value of male circumcision in reducing HIV infection have been conducted in Africa since the publication of the Cochrane Review. The studies were intended to find out if circumcision is an effective intervention to prevent female-to-male HIV infection. A RCT under the supervision of Bertran Auvert, French circumcision proponent, was carried out in Orange Farm, South Africa; a RCT was carried out in Kenya under the supervision of North American circumcision proponent Robert C. Bailey and Stephen Moses; and a RCT was carried out in Uganda under the supervision of North American circumcision proponent Ronald H. Gray. Dr. Auvert has been a circumcision proponent since at least 2003. Professor Moses has been an advocate of circumcision at least since 1994. Professor Bailey has been a circumcision advocate since at least 1998 …

http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/HIVStatement.html

Circumcision and HIV – the Randomised Controlled Trials

‚Circumcision Vindicated At Last!‘ ? – hardly

So far as we know, the results of the three trials [Orange Farm, Südafrika, Auvert; Kisumu, Kenia, Bailey & Moses; Rakai, Uganda, Gray, Quinn, Wawer] are nowhere else presented side by side. Their figures are not always presented in comparable formats.

http://www.circumstitions.com/HIV-SA.html

Glenda Gray et al. berufen sich auf Halperin und Bailey

http://www.samj.org.za/index.php/samj/article/view/5682/3928

Zahlenjonglieren zu den grotesk aufgebauten, teilweise aus ethischen Bedenken eilig abgebrochenen sowie anschließend verbissen beschneidungsfreundlich interpretierten Studien. Spielen mit Furcht und Hoffnung, bedarfsweise der Hoffnung auf schnelles Geldverdienen. Hokuspokus bei UN und WHO.

Factors associated with the safety of voluntary medical male circumcision in Nyanza province, Kenya

Amy Herman-Roloff , Robert C Bailey & Kawango Agot

Medical male circumcision is the surgical removal of the foreskin of the penis by a trained health professional. The results of three randomized controlled trials (RCTs) have demonstrated that medical male circumcision reduces the incidence of infection with Type 1 human immunodeficiency virus (HIV-1) in heterosexual men by at least one half. As a result, the World Health Organization and the Joint United Nations Programme on HIV/AIDS recommend voluntary medical male circumcision (VMMC) as one component of a comprehensive preventive strategy in regions with low male circumcision rates and a high prevalence of HIV-1 infection and where heterosexual sex is the main mode of transmission. …

Bulletin of the World Health Organization 2012;90:773-781. doi: 10.2471/BLT.12.106112

http://www.who.int/bulletin/volumes/90/10/12-106112/en/index.html

Der Kreuzzug der Beschneider marschiert ungerührt weiter und macht auch vor Fakten nicht halt. Die seit wenigen Jahren endlich nicht ganz so sehr so beschneidungswillige AAP soll doch bitte ihre Haltung anpassen und Lehren aus den randomisierten Studien zu Kisumu (Kenia) und Rakai (Uganda) ziehen. Gibt es denn nicht allüberall noch andere schlimme Bakterien? Die Massenbeschneidung Erwachsener muss jetzt für Afrika und die Neugeborenenbeschneidung für die USA empfohlen sein. Eingestellt bei den global aktiven Beschneidungsfreunden des National Center for Biotechnology Information (NCBI)

Male Circumcision for the Prevention of Acquisition and Transmission of Sexually Transmitted Infections. The Case for Neonatal Circumcision

Aaron A. R. Tobian, Ronald H. Gray, Thomas C. Quinn

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2907642/

Zwei Superlative sollen locken, doch nicht alles was sensationell alt (oldest) und in höchstem Maße üblich (most common) ist sollten wir beibehalten.

Male circumcision (MC) involves the removal of all or part of the foreskin of the penis. MC is one of the oldest and most common surgical procedures in the world. It is undertaken for religious, cultural, social, or medical reasons. …

Offenbar ist nichts zu unsinnig um nicht doch irgendwann geglaubt zu werden. Der Mythos Beschneidung gegen Peniskrebs lebt.

to educate and share with its citizens the knowledge regarding the protective effect of VMMC for prevention of HIV, other sexually transmitted diseases and penile cancer …

This publication is made possible by the generous support of the United States Agency for International Development (USAID)

Broschüre von Oktober 2012, eingestellt beim amerikanischen und den Text mit herausgebenden Management Sciences for Health (MSH)

http://www.msh.org/sites/msh.org/files/2012_dec_vmmc_brief_email.pdf

[5] Endlich Mann geworden! Feldforschungsstudie aus dem innersten Europa. In einem rituellen Spaziergang werden die frischen Initiationswunden dem herabschauenden ewigen Himmel und dem hingerissenen germanischen Frauenvolk präsentiert. Die keine Gesichtsnarben benötigenden Frauen des Kulturkreises dürfen den Penis äh den scharfen Degen nie berühren, doch schwul sein dürfen die Kerle um Himmels Willen auch nicht.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/M%C3%BChlberg_-_Renommierbummel.jpg

Männerbund. Die Zeit der nicht zuletzt sexuellen Unreife ist überwunden, Erlösung ist gekommen und die Haut zerfetzt. Einen Penis besitzen, endlich Blut sehen und nun ganz Mann sein.

THE FIRST WOUND, Zeichnung von Walter Francis Brown (1853-1929) für Mark Twain (A Tramp Abroad), zuerst 1880.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Brown_-_The_First_Wound.jpg

Verachtung den übergroßen männlichen Kindern mit der heilen Haut, so seht, der Mann hier hat seine Ehre verteidigt und neue Ehre gewonnen. Die Chronologie der Duelle und die Ehrbilanz nachvollziehbar zu dokumentieren d. h. in die Haut zu gravieren erspart das Mitführen von Tagebuch, Jahresabrechnung und Personalausweis.

An 1896 picture of a German Corpsstudent (Adolf Hoffmann-Heyden, 1877-1964), showing an extensive fresh fencing scar and some minor old ones.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Adolf_Hoffmann-Heyden.JPG

Gesicht des Nationalsozialisten Otto Skorzeny (Lebe gefährlich) mit unübersehbarer Duellnarbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Skorzeny Berater des argentinischen Präsidenten Juan Perón und des ägyptischen Staatschefs Nasser sowie Spanien Gründer des neonazistischen Arbeitskreises CEDADE (Círculo Español de Amigos de Europa). 1975, bei seiner Beerdigung in Wien salutierten die „alten Kameraden“ mit dem Hitlergruß.

Otto Skorzeny, a lieutenant colonel in the Waffen-SS, is seen here with his notable dueling scar.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2f/Bundesarchiv_Bild_101III-Alber-183-25%2C_Otto_Skorzeny.jpg

[6] Ob Halacha oder Scharia, Jungenbeschneidung ist Himmelsgesetz:

Außerhalb der biblischen Erzählungen und davon abhängigen Traditionen gibt es keine Nachweise für die Existenz Abrahams. Die in den Abrahamserzählungen erwähnten historischen Verhältnisse erlauben auch keine eindeutigen Rückschlüsse auf den zeitgeschichtlichen Hintergrund der biblischen Erzählungen. Die Zeit, in welcher die Abraham-Erzählungen des Tanach stattfinden, wird im Allgemeinen mit dem Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. angesetzt. Die Archäologen Finkelstein und Silberman verweisen auf einige Anachronismen im Text, die darauf schließen lassen, dass die Erzählungen in einer viel späteren Zeit entstanden sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham#Historische_Einordnung

Auditory hallucination

http://en.wikipedia.org/wiki/Auditory_hallucination

Abu Huraira, (…), berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Zur Fitra (bei Erschaffung des Menschen) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.“ [BUCHARI:1216]

http://www.enfal.de/hitan.htm

Sahih Buchari (Kapitel Libas – Die Kleidung, Hadith Nummer 5890) stellt den Willen Allahs fest: „Zur Fitra gehört das Abrasieren der Schamhaare, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Kurzschneiden des Schnurrbarts“, um zu präzisieren: „Zur Fitra gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare (Nr. 5891).

http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/010/

Narrated Abu Huraira:

I heard the Prophet (…) saying. „Five practices are characteristics of the Fitra: circumcision, shaving the pubic hair, cutting the moustaches short, clipping the nails, and depilating the hair of the armpits.“

Reference: Bukhari 5891

In-book reference: Book 77, Hadith 106

USC-MSA web: Vol. 7, Book 72, Hadith 777

http://sunnah.com/bukhari/77

Das wäre allerdings ohne Zahnhölzchen (miswāk, māsawīk, auch Siwāk genannt), hier ist die frühmittelalterliche Zahnbürste, abgebrochen vom Arak oder Zahnbürstenbaum (Salvadora persica) und am als Bürste vorgesehenen Ende etwas weichgekaut, auch bei den fünf Sachen dabei:

1257. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, „Five things are included in the fitra: trimming the moustache, cutting the nails, shaving the public hair, plucking the armpits, and using the siwak (arak stick for cleaning the teeth).“

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

Ebenfalls bei Buchari (Seite 1) gehören mit Bartwachsenlassen, Zahnhölzchenbenutzen usw. sogar zehn Dinge zur Fiṭra

http://www.fataawa.de/Fatawaas/4.Fiqh/4.Sitten%20&%20Tradition/1.Bekleidung,%20Schmuck%20&%20Verzierung/0183.pdf

http://www.enfal.de/hitan.htm

Hier einmal zehn Taten doch ohne die Zirkumzision zu nennen:

‚Aisha reported:

The Messenger of Allah (may peace be npon him) said: Ten are the acts according to fitra: clipping the moustache, letting the beard grow, using the tooth-stick, snuffing water in the nose, cutting the nails, washing the finger joints, plucking the hair under the armpits, shaving the pubes and cleaning one’s private parts with water. The narrator said: I have forgotten the tenth, but it may have been rinsing the mouth.

Sahih Muslim 261a, Book 2, Hadith 71

USC-MSA web: Book 2, Hadith 502

http://sunnah.com/muslim/2/71

Islamic FGM

Khafḍ or khifāḍ

Ḫafḍ oder ḫifāḍ

http://www.paulyonline.brill.nl/entries/encyclopaedia-of-islam-2/khafd-SIM_4132

Mohammed sprach zur muqaṭṭiʿa al-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris) Umm ʿAṭiyya

أشمِّي ولا تنهَكي

ašimmī wa-lā tanhakī

[Cut] slightly and do not overdo it

[Schneide] leicht und übertreibe nicht

اختفضن ولا تنهكن

iḫtafiḍna wa-lā tanhikna

Cut [slightly] without exaggeration

Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

Islamic MGM

Sunni Islam

Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunnah Mu’akkadah—not obligatory but highly recommended. The Shafi`i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.

Shia Islam

Most Shia traditions regard the practice as obligatory. They rely on sayings that come from classical Shia authors. In one narration Muhammad was asked if an uncircumcised man could go to pilgrimage. He answered „not as long as he is not circumcised“. They quote Ali as saying: „If a man becomes Muslim, he must submit to circumcision even if he is 80 years old„. Another narration from Al-Sadiq says: „Circumcise your sons when they are seven days old as it is cleaner (athar) and the flesh grows faster and because the earth hates the urine of the uncircumcised“. It is also believed that the urine of the uncircumcised is impure, while if one prays with unclean genitals their prayer may not be considered as acceptable, even of those who have been circumcised, meaning that it may have to be repeated again at a time when the believer has purified themselves and removed the impurity. Another hadith of Muhammad states: „the earth cries out to God in anguish because of the urine of the uncircumcised„, and that „the earth becomes defiled from the urine of the uncircumcised for forty days„.

http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_%28circumcision%29

1244. Abu Hurayra reported that the Messenger of Allah, may Allah bless him and grant him peace, said, „Ibrahim, may Allah bless him and grant him peace, was circumcised when he was eighty years old. He was circumcised with an axe (qadum).“

http://www.sunnipath.com/library/Hadith/H0003P0051.aspx

In der Zwölfer-Schia gilt die Verwendung des Siwāk als empfohlen (mandūb). Die in Deutschland erhältlichen Muster werden meist aus Pakistan importiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Miswak

Deine rechte Hand um Gottes Willen weg vom Penis:

• „Whenever anyone of you makes water (urinates) he should not hold his penis or clean his private parts with his right hand.“ (Sahih Bukhari, 1.4.156)

• „When anyone amongst you enters the privy he should not touch his penis with his right hand.“ (Sahih Muslim, 2.0512)

http://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_views_on_oral_sex#On_touching_the_penis

Die Linke ist zum Beseitigen der Verunreinigung geeignet, big brother is watching you und der Himmel guckt in dein Badezimmer:

He should not touch his penis with his right hand when urinating, because the Prophet (peace and blessings of Allaah be upon him) said: „When any one of you urinates, he should not hold his penis in his right hand or clean it with his right hand; and (when drinking), he should not breathe into the vessel.” (Reported by al-Bukhaari, 150).

He should not remove najaasah (impurity) with his right hand; the left hand should be used for this purpose, because of the hadeeth quoted above, and because the Prophet (…) said: „When any one of you wipes himself, he should not use his right hand.” (Reported by al-Bukhaari, 5199).

fatwa No. 2532

Sheikh Muhammed Salih Al-Munajjid

http://islamqa.info/en/2532

Does it become void by touching the penis?

https://www.usc.edu/org/cmje/religious-texts/hadith/abudawud/001-sat.php

Tote verunreinigen rituell, das kann sich ein eventueller Kohen (pl. Kohanim) nicht leisten. Da heißt es auf Nummer sicher gehen, man könnte über ein Gräberfeld fliegen.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2307713/Pictured-Orthodox-Jewish-man-covers-PLASTIC-BAG-flight.html

Kohen

http://en.wikipedia.org/wiki/Kohen

very jewish:

Hans wird verboten, seinen Penis zu berühren, d. h. auch jegliche Masturbation wird untersagt bzw. negativ sanktioniert und im Übrigen verächtlich gemacht. … Hans darf seinen Penis aber wegen noch etwas nicht berühren: er ist jüdisch und es gibt im Judentum orthodoxe Richtungen, bei denen allen Männern, bis sie verheiratet sind, untersagt ist, ihren Penis auch nur beim Pinkeln anzufassen. … nach der Heirat … darf der Mann seinen Penis beim Pinkeln anfassen

aus: Der kleine „Hans“

auf: Erfahrungstier 29.10.2012

http://erfahrungstier.blogsport.de/2012/10/29/2/

„Der kleine Hans“ war der spätere Opernregisseur Herbert Graf (1903-1973), Sohn des Musikhistorikers und -kritikers Prof. Max Graf. Mit elterlicher Erlaubnis war das Kind Studienobjekt für Sigmund Freud.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Freud_hans.jpg

Kosher Sex

http://jewishwebsight.com/bin/experts.cgi?koshersex

Neither the Avesta nor the Zoroastrian Pahlavi texts mention circumcision or any other form of ritual alteration of the genitals, from which it may be concluded that circumcision was not practiced in Persia before the advent of Islam.

http://www.iranicaonline.org/articles/circumcision

Sie kommen. Invasion der Vorhäute. Es werden immer mehr. Don`t tell Khamenei & Ahmadinejad, demnächst auch in Teheran ganz viel پیش پوست (غلفه), Vorhaut:

http://fa.wikipedia.org/wiki/%D9%BE%DB%8C%D8%B4%E2%80%8C%D9%BE%D9%88%D8%B3%D8%AA

[7] The Arabic word bazr does not mean „prepuce of the clitoris“, it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‚Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed.

http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

‚Umdat as-Salik wa ‚Uddat an-Nasik (Reliance of the Traveller and Tools of the Worshipper, also commonly known by its shorter title Reliance of the Traveller) is a classical manual of fiqh for the Shafi’i school of Islamic jurisprudence. The author of the main text is 14th-century scholar Shihabuddin Abu al-‚Abbas Ahmad ibn an-Naqib al-Misri (AH 702-769 / AD 1302–1367). Al-Misri who based his work on the previous Shafi’i works of Imam Nawawi and Imam Abu Ishaq as-Shirazi. Ibn Naqib follows the order of Shirazi’s al-Muhadhdhab (The Rarefaction) and the conclusions of Nawawi’s Minhaj at-Talibin (The Seeker’s Road). This work consists of the soundest positions of the Shafi’i school.

http://en.wikipedia.org/wiki/Reliance_of_the_Traveller

[8] In the United States, those rates have declined today to about 55%, from a high of almost 80% during the 1970s and ’80s. In Europe, only 10% of boys are circumcised. …

While 75% of boys born in the Midwest in 2009 had a circumcision, only 25% of boys born in the West that same year were circumcised

aus: Circumcision Rates Vary Widely in U.S.

von: Paul Berger

auf: The Forward (The Jewish Daily Forward) 20.08.2012

http://forward.com/articles/161642/circumcision-rates-vary-widely-in-us/?p=all

The Forward is a legendary name in American journalism and a revered institution in American Jewish life. Launched as a Yiddish-language daily newspaper on April 22, 1897, the Forward entered the din of New York’s immigrant press as a defender of trade unionism and moderate, democratic socialism. The Jewish Daily Forward quickly rose above the crowd, however; under the leadership of its founding editor, the crustily independent Abraham Cahan, the Forward came to be known as the voice of the Jewish immigrant and the conscience of the ghetto. It fought for social justice, helped generations of immigrants to enter American life, broke some of the most significant news stories of the century, and was among the nation’s most eloquent defenders of democracy and Jewish rights.

http://forward.com/about/history/

[9] Mythos Beschneidung gegen AIDS

Male circumcision for HIV prevention: publications

http://www.who.int/hiv/pub/malecircumcision/en/

Joint strategic action framework to accelerate the scale-up of voluntary medical male circumcision for HIV prevention in Eastern and Southern Africa

2012-2016

Editors: WHO; UNAIDS

Number of pages: 36

Publication date: November 2011

http://www.who.int/hiv/pub/strategic_action2012_2016/en/index.html

Hier der Text, download

Countries will lead implementation of VMMC, and international partners will collaborate with them. …

Die männlichen Jugendlichen Afrikas genitalverstümmeln, ganz freiwillig:

Identify approaches to integrate and expand VMMC services for adolescent males.

While focusing resources on the catch-up phase, it is important at the same time to identify approaches to reach new cohorts of adolescents and to refine the service delivery package. VMMC should be integrated into youth-friendly sexual and reproductive health services; liaison with school curricula, sports and other programmes should be established. There may be a need to review, revise or develop an appropriate policy or guidance with respect to informed consent for minors.

Die afrikanischen männlichen Säuglinge genitalverstümmeln im Kampf gegen AIDS, wieviel Freiwilligkeit gegeben ist, erster Buchstabe von VMMC, ist nicht so wichtig:

Integrate into early infant care.

At the same time that countries take immediate steps to implement catch-up initiatives for men ages 15–49 years and programmes to reach young males who transition into mid-adolescence and adulthood, efforts should be made to begin integrating the routine offer of VMMC into early infant care services. Countries may need to review, develop, revise and implement policies and strategies in this area and to integrate VMMC with key programmes such as sexual and reproductive health and maternal, newborn and child health (MNCH) services. Countries should share lessons on creating social norms around neonatal circumcision as part of essential health services.

http://whqlibdoc.who.int/unaids/2011/JC2251E_eng.pdf?ua=1

Gesteuert aus den USA und ohne rot zu werden. Der Weiße Mann bringt der Kolonie Wohltaten. Sinnlose Hoffnungen, Glasperlen und Zirkumzisionen den Afrikanern.

KISUMU, 17 November 2009 (IRIN) – The Kenyan government is expanding services to meet the growing demand for voluntary medical male circumcision after the launch of a national campaign a year ago.

„We believe the launch of a rapid results initiative to scale up what we are already offering will help meet the demand; our target is an ambitious one to see to it that at least 1.1 million of the uncircumcised men in this country get the cut by the end of five years,“ said Jackson Kioko, director of medical services in western Nyanza Province.

Results of three random trials in South Africa, Kenya and Uganda in 2005 and 2006 demonstrated that medical male circumcision reduced the risk of HIV infection among men by up to 60 percent. …

Der aus den Studien von Kenia und Uganda herausgequetschte Unfug mit den bis zu 60 % wird einfach immer wieder abgedruckt.

An den Rohstoff für Apligraf, Vavelta & Co. heranzukommen geht nur per Säuglingsbeschneidung:

„We will, in the near future, offer infant medical circumcision; this has the potential to help people in time before their sexual debut.“

http://www.irinnews.org/report/87074/kenya-the-million-man-cut

Standing before an audience of 500 in the western city of Kisumu, including Prime Minister Raila Odinga, three government ministers and an MP said they had secretly undergone the operation. … „All there is to circumcision is availing your male organ for the foreskin to be removed, like ‚ting‘ [snip] and it is all over,“ he said.

BBC 23.08.2008

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7584269.stm

NAIROBI, September 25 – The Luo community seems to have embraced scientific research into the relation between male circumcision and HIV/Aids. The research findings as presented at a conference in Kisumu last weekend tabled statistical evidence showing that male circumcision reduces chances of the male contracting HIV Aids by over 60 percent.

Dr. Valiere Alcena, an adjunct professor of medicine at New York Medical College, is arguably the first physician to hypothesize (over 20 years ago) that the lack of male circumcision in Africa and other places was partly responsible for spreading the HIV/AIDS virus. His theory was finally supported by the World Health Organization and UNAIDS in 2007. Dr. [Alcena]’s inspiring story is written in the October issue of the Black Enterprise Magazine.

http://www.ajabuafrica.com/Luos%20To%20Embrace%20Male%20Circumsicion.html

2004/2005, sachlich und plausibel räumen Van Howe, Svoboda et al. den mythischen Schutt der peniszentrierten und gesundheitsgefährdenden Esoteriker Alcena und Fink beiseite:

This is not the first time that circumcision has been promoted as a panacea for an incurable disease. As a medical procedure, circumcision was first introduced in the nineteenth century in English-speaking countries as a means of preventing and ‘curing’ masturbation, which was then believed to cause everything from epilepsy, insanity, tuberculosis, spinal paralysis, to hip dysplasia. As the germ theory of disease developed and the understanding of disease processes improved, the true aetiologies of the illnesses for which circumcision was believed to hold the cure were elucidated. During the Cold War, mass involuntary circumcision of the newborn was implemented in the USA, giving the practice a cultural foothold. New medical-sounding justifications, however, were sought to justify its continued use as a routine neonatal surgery since the traditional justifications for preventing masturbation and ‘nervous diseases’ were no longer as persuasive to the public or the medical profession. The prevention of cancer, sexually transmitted diseases (STDs) and urinary tract infections were each in turn invoked to justify infant male circumcision, although the medical evidence supporting such claims ranged from paltry to imaginary.

A clear pattern has emerged: any incurable disease that happens to be the focus of national attention at any given time will be used by US circumcision advocates as an excuse for the continued imposition of mass circumcision. In the 1870s, epilepsy was the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent epilepsy. In the 1940s, STDs were the focus of national attention, so circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent the spread of STDs. Likewise in the 1950s, cancer was the focus of national attention, and again circumcision advocates claimed that circumcision could cure and prevent a variety of cancers including penile cancer, cancer of the tongue, prostate cancer, rectal cancer and cervical cancer. Since the late 1980s, HIV and AIDS have become the focus of national attention, and circumcision advocates have, predictably, claimed that circumcision can prevent HIV infection.

the HIV/AIDS pandemic is merely the latest incarnation of a 130-year-old pattern of circumcision promotion by a small, but very influential, portion of the medical community in circumcising first world countries

The idea that circumcision can prevent AIDS was developed by Fink [Aaron J. Fink], a long-time advocate of mass circumcision. Fink introduced the hypothesis in a letter to the New England Journal of Medicine, which he later admitted was based purely on speculation rather than hard data.

Van Howe, Robert; J. Steven Svoboda, Frederick M. Hodges, (November 2005). „HIV infection and circumcision: cutting through the hyperbole“. Journal of the royal society for the promotion of health (Review)

http://www.cirp.org/library/disease/HIV/vanhowe2005a/

AUSTRALIEN

Conclusion: Our conclusion is that such proposals ignore doubts about the robustness of the evidence from the African random-controlled trials as to the protective effect of circumcision and the practical value of circumcision as a means of HIV control; misrepresent the nature of Australia’s HIV epidemic and exaggerate the relevance of the African random-controlled trials findings to it; underestimate the risks and harm of circumcision; and ignore questions of medical ethics and human rights. The notion of circumcision as a ‘surgical vaccine’ is criticised as polemical and unscientific.

Implications: Circumcision of infants or other minors has no place among HIV control measures in the Australian and New Zealand context; proposals such as these should be rejected.

Oktober 2011

Darby R, Van Howe R (October 2011). „Not a surgical vaccine: there is no case for boosting infant male circumcision to combat heterosexual transmission of HIV in Australia“. Aust N Z J Public Health (Review) 35 (5): 459–65.

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1753-6405.2011.00761.x/abstract;jsessionid=AD69063AD0825A05146DFE2200EE17FD.f01t02

[10] When Nelson was 16 years old he was told by the regent that it was time for him to become a man. With his Xhosa knowledge he knew this meant one thing: circumcision. An uncircumcised Xhosa is not considered a man and cannot inherit his father’s wealth. It represents the formal incorporation of males into a society. The circumcision ceremony was arranged for Justice, however 25 other boys went to keep him company. It is custom that one must perform a daring exploit before circumcision, so two days prior Nelson and his friends stole a pig. The night before, there is a ceremony of singing and dancing with some of the women. At dawn, preparations began. They bathed in the cold river to symbolize purification. They had to all stand in a row while drums began to make noise. Crying or flinching was a sign of weakness. A man must suffer in silence, no pain relievers are used. They had to scream „Ndiyindoda!“ (I am a man!) His circumcision name was Dalibunga, meaning „Founder of the Bunga“. They then had to bury their foreskins so the wizards could not use them for evil purposes, it was also viewed as burying one’s childhood.

aus: Nelson Mandela and his life as a freedom fighter

„There can be no KEENER REVELATION of a society’s soul than the way in which it treats its children.“ Nelson Mandela

Wohl wahr, und nun sind in Südafrika mehr als genug junge Xhosa verblutet und im Busch begraben worden oder haben beim Ritual ihr Geschlechtsorgan teilweise oder ganz verloren.

http://www.mtholyoke.edu/~gardn20a/classweb/earlylife.html

ULWALUKO

Every single initiation season the media writes about complications accompanying the ritual: death, mutilation, physical abuse and torture. The magnitude of these complications is horrific: from 1995 till now 825 boys have lost their lives in the mountains and hills of the Eastern Cape. Many others were mutilated or even lost their manhood.

http://ulwaluko.co.za/Home.html

„He took my foreskin, pulled it forward, and then, in a single motion, brought down his assegai. I called out ‘Ndiyindoda!’ I looked down and saw a perfect cut, clean and round like a ring. Immediately after the blow had been delivered, an assistant who followed the ingcibi took the foreskin that was on the ground and tied it to the corner of our blankets. Our wounds were dressed with a healing plant. (…) I count my years as a man from the date of my circumcision.”

Nelson Mandela; Long Walk to Freedom.

http://ulwaluko.co.za/Intro.html

Vorsicht erschreckende Bilder. Wer älter ist als dreizehn Jahre, sich für die Tradition und Gegenwart der Beschneidung interessiert und ein paar Minuten lang schwer verletzte menschliche Körper betrachten will, kann und soll hier durchklicken

http://ulwaluko.co.za/Photos.html

Angesichts der südafrikanischen extremen Verstümmelungen ist der Ruf nach klinischem Beschneiden verständlich, doch eine jede Medikalisierung der HGM (FGM oder MGM) lehnen wir kategorisch ab. Die universellen Menschenrechte gelten auch in Xhosaland.

http://ulwaluko.co.za/Solutions.html

Na geht doch, seit den kriegerischen Jahren zwischen 1815 und 1840 beschneiden die Leute aus Mpondo (Pondoland) und die Zulu nicht mehr nach dem Ulwaluko-Ritual.

Ulwaluko does not belong exclusively to Xhosas. Amampondo and Zulus performed this custom just like xhosas did but chose to suspend this practice during the Mfecane wars.

Vusi

http://www.dispatch.co.za/news/outrage-over-graphic-circumcision-website/

Doch die Zulu fangen wieder an zu beschneiden, tragisch hereingefallen auf das durch den Weißen Mann erzählte Märchen

The King is encouraging Zulu men to be circumcised at medical facilities. Durban, 15 December 2009 (IRIN)

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

Wie die Zulu fangen auch die seit hundertzehn Jahren ihre Jungen nicht beschneidenden Leute in Swaziland mit dem Vorhautamputieren an.

„The King is concerned about the HIV/AIDS toll on his nation. The delegations are discussing how circumcision could be adopted as government policy before it is introduced in government hospitals,“ said Ndabezinhle Sibiya, spokesman for the KwaZulu-Natal Premier, Dr Zweli Mkhize.

The practice has been out of favour among Zulus since the 19th century, when King Shaka banned it because he believed it robbed his army of warrior-age men for months at a time, but South Africa’s Xhosa and Sotho peoples undergo traditional circumcisions as a rite of passage into manhood.

Circumcision is already being promoted as a weapon in the fight against HIV/AIDS in other southern African countries. In Swaziland, for example, where the custom of removing the foreskin also died out in the 1900s, young men are lining up at clinics and hospitals for the cut.

http://www.irinnews.org/report/87441/south-africa-zulu-king-revives-male-circumcision

[11] Much has been written and presented, recently, endorsing the effectiveness of male circumcision for HIV prevention. Both WHO and UNAIDS have recommended the implementation of male circumcision interventions in places of high HIV prevalence and low male circumcision.

From a faith-based perspective Catholic Medical Mission Board (CMMB) has taken a leadership role in promoting male circumcision for HIV prevention …

and presented the conclusions of a brainstorming meeting on male circumcision and ASRH held in Geneva, February 2007, which was a precedent to this meeting. All three presentations concluded that male circumcision presents opportunities for HIV prevention in sub-Saharan Africa …

7.3 Male Circumcision Services under Christian Health Association of Lesotho (CHAL).

7.5 Christian Health Association of Malawi (CHAM) Male Circumcision Services.

7.8 The Male Circumcision programme of Methodist Church of Kenya, Kagaa Synod, Meru.

Ensuring that the strategies developed provide adolescent safe male circumcision services that are culturally sensitive, and ensure that the strategies give adequate attention to the values and norms of communities that do and do not traditionally circumcise adolescent boys

Documenting and sharing good practice, in order to contribute to the development and scaling up of male circumcision for adolescent boys for HIV prevention

http://www.cmmb.org/pdfs/male_circumcision.pdf

[12] I cannot support circumcision with any conviction, just because it has always been held in high regard. It remains a barbaric, bloody act, which fills the father with anxiety and subjects the mother to morbid stress. The idea of sacrifice, which once consecrated the procedure, has certainly vanished among us, as it should. It is a brutal act that does not deserve continuation. No matter how much religious sentiment may have clung to it in the past, today it is perpetuated only by custom and fear, to which surely we do not want to erect temples.

http://intactnews.org/node/142/1327690351/progressive-rabbis-creating-jewish-covenant-without-circumcision

Abraham Geiger … ein deutscher Rabbiner. Er war einer der ersten und wichtigsten Vordenker des Reformjudentums sowie ein bedeutender jüdischer Gelehrter im Bereich der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Geiger

Leopold Zunz … Seit seiner Jugend dem demokratischen Liberalismus verpflichtet, schloss er sich während der Revolution von 1848 der demokratischen Bewegung an und wurde mehrmals zum Wahlmann für die Parlamentswahlen gewählt. … Im Vorwort, das von der Regierung zensiert wurde, forderte Zunz das Recht der Juden auf deutsche Staatsbürgerschaft sowie die institutionelle Förderung der Wissenschaft des Judentums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Zunz

Da ich als angehender Theologe solche Meinungen nicht frei äußern darf, so ersuche ich Sie, diesen Brief geheim zu halten.

Geiger an Zunz im Brief vom 22.04.1831. Zitiert bei Geigers Sohn Ludwig in dessen 1910 erschienenem Abraham Geiger. Leben und Lebenswerk, Seite 2.

http://books.google.de/books?id=7KTtsWg0aycC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

[13] A newborn in New York who underwent his ritual circumcision rite is undergoing treatment for neonatal genital herpes, according to the Forward, contracted after metzitzah b’peh [MBP], in which the ritual circumciser places his mouth directly on the child’s circumcision wound to revive the shocked blood stream. …

At least 11 boys contracted herpes between 2004 and 2011, according to New York City health officials. Two died from the disease and two others suffered brain damage.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/ny-newborn-contracts-herpes-after-metzitzah-bpeh/2014/02/03/

01.04.2013 – In September 2011, a two-week old boy died at Maimonides after contracting herpes following MBP, according to the city medical examiner.

Are New York Hospitals Hiding Herpes From Metzitzah B’Peh Circumcision Rite?

Refuse To Respond to Claims Made by Yeshiva U. Rabbi

http://forward.com/articles/174081/are-new-york-hospitals-hiding-herpes-from-metzitza/

About 117 boys die each year in the United States as a result of their circumcision, most from infections or blood loss.

Bollinger, D. Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: J Boyhood Studies, 2010;4(1), 78-90.

http://circumcisiondecisionmaker.com/circumcision-facts/

Pioniere, in deren Umfeld mit der Brit schalom für den acht Tage alten jüdischen Jungen ein würdiges und kinderfreundliches neues Ritual gestiftet worden ist, das auf eine Genitaloperation verzichtet.

Jewish Doctors Against Circumcision

Dean Edell, M.D.

Paul M. Fleiss, M.D.

Ronald Goldman, Ph.D

Richard Lieberman, M.D.

Mark Reiss, M.D.

Richard Schwartzman, D.O.

http://www.beyondthebris.com/

[14] Tying Jewish survival and identity to circumcision underestimates Judaism’s power and ignores its purpose. It neglects the significance of Jewish ideas and ethical values. Is a man who is circumcised and is a member of a cult or commits immoral acts more of a Jew than an uncircumcised man who is committed to Jewish values and lives an ethical life? Is a circumcised atheist more of a Jew than an uncircumcised believer in one God? Having a body part removed has its effects, but it does not guarantee one will be more religious or more commited to Jewish values.

Ronald Goldman

Circumcision: A Source of Jewish Pain

http://www.jewishcircumcision.org/spectator.htm

In Israel there is no civil marriage and rabbinical courts have jurisdiction over Jewish divorce. So when the father in this case demanded that his son undergo brit milah—religious circumcision—during a divorce-related hearing, the court cited the importance of upholding the biblical covenant. …

Elinor, the mother, was ordered to pay what amounts in U.S. currency to a $140-per-day fine until the boy undergoes brit milah. Elinor (who is among the approximately 40 percent of Israeli Jews that aren’t religious) says she doesn’t want to circumcise her son at all, that he is fine just the way he is. She says medical reasons prevented him from being circumcised at eight days old in keeping with the Jewish tradition, and that as time went on and she learned more about the procedure she decided against it. The boy’s father originally agreed but then made a surprising about-face in court, she says. …

In Israel, where there is no civil marriage, Orthodox rabbis, applying Orthodox religious law, are the only ones who may grant a divorce. It certainly seems like an odd system for those of us in the U.S. where church and state are separate. „They aren’t lawyers, they aren’t professional judges,” Shalev pointed out to me, adding that their powers are limited. She said in this case they are exceeding their authority. „There is no duty under Israeli law to perform male circumcision,” she said.

The rabbinical court system, where women don’t have the same right as men to obtain a divorce, was inherited from the time of the Ottoman Empire and is part of the early politics of the State of Israel. „People mostly accept the tradition and don’t make a big fuss about it,” said Shalev.

http://www.beyondthebris.com/2013/12/ethical-issues-in-israels-bizarre.html

Israeli family law is in the hands of the religious courts, and has been so since the creation of the country. … few people realize that there is also a publicly-funded Sharia court system: some 19% of the population of Israel is Muslim, and naturally they are not expected to have rabbis marry and divorce them. There are eight Sharia courts in Israel: in Jerusalem, Jaffa, Haifa, Be’er Sheva, Nazareth, Acre, Taybeh, and Baka Al Garabiya. … Why does Israel maintain such courts? Because family law is mostly out of the reach of the civil courts. You can’t have a civil marriage in Israel. You can’t even have a civil divorce, even assuming you were married elsewhere. Why not? Because in a civil court, the government will have to acknowledge „miscegenation”, marriages between Jews and non-Jews. …

And so Israel adopted Sharia. Just don’t tell American conservatives.

Yossi Gurvitz, Why Israel imposes Sharia Law

http://972mag.com/why-israel-imposes-sharia-law/5824/

[15] Gary Harryman vergleicht männliche Vorhaut und Klitoris mit Blick auf die gleich hohe Sensitivität, Tanja Hindemith Präputium und Labien zusätzlich in Hinsicht auf die menschliche Embryonalentwicklung. Beide Vergleiche überzeugen und sollten von uns künftig gemeinsam angeführt werden.

Basic Human Genital Anatomy #101

Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to „see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.

Physiologically, the clitoris is richly endowed with thousands of these specialized pressure-sensitive nerves and the clitoral foreskin is virtually bereft of them. The ridged band at the tip of the the penile foreskin is richly endowed with thousands of these same specialized pressure-sensitive nerves and the glans is virtually bereft of them. Lightening speed feedback by somatosensory transduction from such tactile sensitivity gives humans intense pleasure, environmental awareness, and control. Cut off these super-sensitive cells and with lack of awareness comes lack of control. To say that amputation of the clitoris or amputation of the mobile roller-bearing-like portion of the natural penis, and consequently thousands of these specialized nerve cell interfaces, does not permanently sub-normalize a woman’s or a man’s natural capabilities and partially devitalize their innate capacity for gliding action tactile pleasure is grossly illogical denial of the bio-mechanical and the somatosensory facts of human genital anatomy.

Mechanically, the natural vaginal and penile lubricants are kept inside the vagina during male/female intercourse by the organic seal effect of the mobile penile foreskin. The mechanoreceptors in the buried legs of the intact clitoris straddle the entroitus of the vagina and are stimulated by the identical mechanoreceptors in the thick bunching accordion folds of the mobile penile foreskin. The clitoris and the penile foreskin are also intensely vascular – thickening when stimulated. Millions of years of trial and error evolutionary forces have synchronously engineered the human sex organs to function synergistically. We can be sure Nature has evolved (if you prefer, God has created) these differences and duplications for a reason. The brilliantly engineered unaltered female body is the perfect match for the equally brilliantly engineered design of the natural penis; they evolved together to compliment each other and they function collaboratively to achieve two common goals – mutual pleasure and insemination.

A woman can live without the sensitivity of the visible part of her clitoris. A man can live without the mobile and most sensitive part of his penis. But, both men and women are better off with their natural fine-touch parts intact – all of them. And so are their sexual partners.

Gary Harryman

https://ms-my.facebook.com/shareyoursexknowledge/posts/652188514794501

Sowohl Vorhaut als auch Labien haben eine sehr hohe Dichte verschiedener Tast-Körperchen. Das sind spezialisierte Sinneszellen. Dass beide Gewebe gleich aufgebaut sind liegt daran, dass bei der Entwicklung eines Embryos im Mutterleib lediglich das Vorhandensein des Y-Chromosoms bestimmt wie die Form des äußeren Geschlechtsorganes aussieht. Aber eben nur die Form, nicht zwingend die Funktion. Zur Ausbildung der Form wird das gleiche Gewebe benutzt weswegen auch dessen Aufbau gleich ist. Ein Gewebe, das voll mit diesen Tast-Körperchen ist, ist hochempfindlich und erogen. Egal ob es Labie oder Vorhaut heißt. Die Empfindlichkeit beider übertrifft die von Lippen oder Fingerkuppen um ein Vielfaches und [Labie wie Penisvorhaut] bilden damit mit die wichtigsten erogenen Zonen von Mann und Frau. Es ist also keinesfalls zynisch oder unsachlich, wenn die Gegner der Beschneidung darauf hinweisen, sondern Stand der modernen Medizin, den jeder Medizinstudent in der Vorklinik lernt.

Tanja Hindemith im offenen Brief vom 20.07.2012 an Christine Lambrecht

http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/07/20/beschneidungsdebatte-fehlinformationen-ohne-ende/

189. Sitzung vom 19.07.2012

Lambrecht, Christine (SPD)

ZP.1) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP

Rechtliche Regelung der Beschneidung minderjähriger Jungen

– Drucksache 17/10331 –

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/17/17189.pdf#P.22830

Maximilian Stehr: „Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird.

Die Vorhaut stellt letztlich eine erogene Zone dar. Die schneidet man einfach weg. Das bleibt doch nicht folgenlos. Männer, die später beschnitten wurden und damit einen Vorher-nachher-Vergleich haben, berichten daher auch von einer geringeren Sensibilität nach dem Eingriff.“

aus: „Eingriff dient nicht dem Kindeswohl“

in: ksta 19.07.2012

Anmerkung

Ärzte wie Dr. Maximilian Stehr dürfen keinem Patienten wissentlich Schaden zufügen, auch wenn er noch so sehr darum bittet. Dass sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, obwohl so gut zu den Schäden der Zirkumzision informiert, für die Erfüllung des Kinderwunsches auf Beschneidung stark macht und offen zugibt, einen 14- oder 16-jährigen Jungen nach einem Gespräch gerne beschneiden zu lassen, ist ethisch unakzeptabel.

„Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und der Junge die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen“, mit dieser Einstellung müsste Stehr auch Mädchen beschneiden lassen, wenn er nicht gegen das Gleichbehandlungsbgebot verstoßen will.

Kind ist nach Maßgabe der UN-Kinderrechtskonvention der Mensch unter 18 Jahren. Schluss mit der Diskussionsbereitschaft mit den Islamverbandsvertretern über das zu tolerierende genaue jugendliche Beschneidungsalter, keine Beschneidung unter achtzehn!

http://www.ksta.de/politik/urologe–eingriff-dient-nicht-dem-kindeswohl-,15187246,16663144.html

Maximilian Stehr, ein großer Kämpfer für die Beschneidung auf Kinderwunsch:

„Dazu bedarf es aber zwingend an Einsichtsfähigkeit über die Tragweite, Risiken und Nebenwirkungen seitens des Kindes oder des Jugendlichen selber. Das ist erst mit 14 oder 16 Jahren gegeben. … Man kann es nur so regeln, dass die Religionsgemeinschaften sich darauf verständigen können, dass man diesen Akt tatsächlich verschiebt in eine Zeit, wenn das Kind einwilligungs- oder konsensfähig ist.“

DW 25.07.2012

http://www.dw.de/stehr-niemals-schaden-zuf%C3%BCgen/a-16104062

[16] NCBI verkündet Ehrfurcht gebietendes Höchstqualitatives, die Balken biegen sich: The highest-quality studies suggest that medical male circumcision has no adverse effect on sexual function, sensitivity, sexual sensation, or satisfaction.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23937309

Beteiligt an dieser Falschaussage ist Australiens Beschneidungsverherrlicher Nummer eins, Molekularbiologe Brian J. Morris (joseph4gi und circleaks berichten).

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=Morris%20BJ[Author]&cauthor=true&cauthor_uid=23937309

Eine leider häufige Folge der Beschneidung mit der Häufigkeit von 9 bis 10 % oder sogar 11 % ist die Meatusstenose (meatal stenosis), die nicht zuletzt durch die Zerstörung des Frenulums bzw. der frenularen Arterie verursacht wird. Nicht selten ist eine Operation erforderlich bzw. muss ein künstlicher Harnröhrenausgang angelegt werden.

Cutting the frenulum or the frenular artery has the potential to reduce the blood flow to the meatus (ischemia) and may result in meatal stenosis (development of scar tissue reducing the size of the meatus) which can have an impact in the ability to urinate, may cause infections and may require surgery in order to repair.

Sorrells et al, 2007, referred to the damage to the frenulum in these words: „In conclusion, circumcision removes the most sensitive parts of the penis and decreases the fine-touch pressure sensitivity of glans penis. The most sensitive regions in the uncircumcised penis are those parts ablated by circumcision. When compared to the most sensitive area of the circumcised penis, several locations on the uncircumcised penis (the rim of the preputial orifice, dorsal and ventral, the frenulum near the ridged band, and the frenulum at the muco-cutaneous junction) that are missing from the circumcised penis were significantly more sensitive.“

http://damagefromcircumcision.blogspot.de/p/blog-page.html

Incidence of asymptomatic meatal stenosis in children following neonatal circumcision.

Joudi M, Fathi M, Hiradfar M.

Male children (5-10 years old) who had been circumcised during the neonatal period and presented at our pediatric clinic for reasons other than urinary complaints were examined and interviewed regarding urination problems.

Of the 132 cases, 27 (20.4%) had severe meatal stenosis (diameter < 5 F). Thickening of the bladder and bilateral hydronephrosis (pyelocaliceal) were found in three cases (11.1%), and a voiding cystourethrogram was performed to reveal vesicoureteral reflux (VUR). One patient had grade II VUR in his right kidney and grade III in his left kidney; another had grade II VUR in both his kidneys.

These results highlight the importance of follow-up genital examination for all male children who have been circumcised during the neonatal period, to detect possible meatal stenosis.

J Pediatr Urol. 2011 Oct;7(5):526-8.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20851685

Den Hinweis verdanken wir MagicMoonbeam, die am 21.11.2012 auf BabyCenter Community zum Bereich Meatusstenose nach Neugeborenenbeschneidung weitere wichtige Quellen nennt.

http://community.babycenter.com/post/a38012668/urethral_meatal_stenosis_in_baby_support_only

Fine-touch pressure thresholds in the adult penis

Morris L. Sorrells,

James L. Snyder,

Mark D. Reiss,

Christopher Eden,

Marilyn F. Milos,

Norma Wilcox,

Robert S. Van Howe

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-410X.2006.06685.x/full

What he ENTIRELY MISSED, is that the foreskin, NOT the glans is the most sexually sensitive portion of the male genitalia.

http://community.babycenter.com/post/a735045/circumcision?cpg=73&csi=2020834937&pd=7

Die Vorhaut, nicht die Eichel, ist der für leichte Berührung sensibelste Teil des Penis.

http://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Auswirkungen_der_Zirkumzision

We know know that the foreskin, not the glans, is the most sensitive part of the entire penis, and that removing it takes away three quarters of the pleasure a man has during sexual intercourse. He can no longer „glide“ but has to „thrust“ — which causes friction and makes it less pleasurable for his partner as well. (Female partners of intact men are more likely to experience vaginal orgasm).

http://old.richarddawkins.net/users/173413/comments

Auf der Seite Beschneidung von Jungen:

Verluste durch die Beschneidung

Das Gefurchte Band

Die wichtigste erogene (sexuell empfindliche) Zone des männlichen Körpers. Der Verlust dieses feinen Bändchens aus dicht mit Nerven besetztem, sexuell empfindlichen Gewebe verringert die Intensität und Fülle des sexuellen Empfindens

[Taylor, J. R. et al., „The Prepuce: Specialized Mucosa of the Penis and Its Loss to Circumcision,“ British Journal of Urology 77 (1996): 291-295.]

P. M. Fleiss, MD, MPH, „The Case Against Circumcision,“ Mothering: The Magazine of Natural Family Living (Winter 1997): 36-45.]

Das Frenulum [Anm.: Frenulum und Frenulares Delta, hier nämlich das Delta]

Die hochgradig erogene V-förmige, netzartige Verbindungsstruktur an der Unterseite der Eichel, die oft zusammen mit der Vorhaut amputiert oder durchtrennt wird. In beiden Fällen wird die Funktion des Frenulums und damit sein Potential für sexuelles Vergnügen zerstört.

[1. Cold, C, Taylor, J, „The Prepuce,“ BJU International 83, Suppl. 1, (1999): 34-44. 2. Kaplan, G.W., „Complications of Circumcision,“ Urologic Clinics of North America 10, 1983.]

http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/argumente-gegen-beschneidung/verluste-durch-die-beschneidung.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Frenular_delta

McGrath K. The frenular delta: a new preputial structure. In: Denniston GC, Hodges FM, Milos MF, editors. Understanding Circumcision: A Multi-Disciplinary Approach to a Multi-Dimensional Problem. New York: Kluwer/Plenum; 2001. p. 199-206.

http://www.cirp.org/library/anatomy/mcgrath1/

[17] Zur Rechtsfähigkeit des dreizehnjährig gewordenen jüdischen Jungen. Informierte Zustimmung in der Halacha, hier im Kontext einer Organtransplantation.

A boy less than thirteen-years old legally cannot give consent since his transactions, such as purchases, sales, and gifts, have no legal validity in Jewish law. Nor can the parents consent on his behalf, because they do not own his body.

Avraham Steinberg

Encyclopedia of Jewish Medical Ethics: A Compilation of Jewish Medical Law

p 1059

http://books.google.de/books?id=aaklGZAID08C&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

auch hier zu lesen

p 2/13

http://98.131.138.124/articles/Misc/transplantation.pdf

Between 1985 and 1996 Professor Steinberg served as head of the medical ethics program at the Hebrew University and the Hadassah Medical Center Medical School.

Since 1999 Professor Steinberg has served as chairman of the Ethics and Supervision Committee of the Israeli Association for Pediatric Neurology. Since 2003 he also serves as head of the Medical Ethics Unit, Shaare Zedek Medical Center, Jerusalem.

http://www.torahcafe.com/scholar.php?id=0000000792

[18] Islamische Minderjährigkeit für den vierzehnjährigen Jungen, volljährig ist er mit 15 (Sunniten, hier der hanafitische Fiqh)

But, should it be that such signs of maturity just do not show up in some child, he shall be considered mature in terms of age, a position in which Muslim jurists vary. Some fix eighteen years for boys and seventeen for girls; some others have fixed fifteen years for both. With the Hanafiyyah, the fatwa is on the position that the boy and the girl shall both be considered mature under the Islamic law after they have completed their fifteenth year, irrespective of whether or not signs of maturity are found.

http://www.classicalislamgroup.com/index.php?view=tafseer/s4-v5to6-4

Islamische Volljährigkeit für das Mädchen neun und für den Jungen fünfzehn Jahre d. i. Mondjahre (Schiiten, hier iranische Zwölferschia)

The current Islamic Penal Code rests judicial responsibility on the age of maturity as determined by Shari’a. As such, once the person reaches the age of maturity, according to Shari’a, he or she, young or old, will be regarded equally when sentenced. Meanwhile there is no reference to the ‘age of criminal responsibility’ in any articles of the law in the Islamic Republic Judiciary Laws, and the ministry’s judges are thus left to their own interpretation of religious criteria, and also to the provisions of Article 1210 of the Civil Code, which determine the age of maturity for girls as 9 Lunar years, and boys as 15 Lunar years.

The new Islamic Penal Code also considers judicial responsibility based on the ‘age of maturity.’ The difference, however, is that [this Code] has clearly defined that the age of maturity for girls and boys are „9 and 15 full Lunar years respectively.”

While the lawmakers have referenced the Islamic Shari’a, no unified interpretation of this provision can be found among the clerics. According to some ‘points of imitation,’ namely Ayatollah Sanei, 13 is the age of maturity. Yet, others, including Ayatollah Mohammad Hadi Maarefat, are of the opinion that „Just as the ‘age’ of maturity is different for the sexes [i.e., 9 and 15], so it should be for other affairs such as worship, business and trade, the [law of] Huddud, and so on.”

http://www.iranhrdc.org/english/publications/legal-commentary/1000000102-the-execution-of-women-in-iranian-criminal-law.html#.UwJfLs7EHoY

[19] Ronald Goldman

http://www.cirp.org/library/psych/goldman1/

http://en.wikipedia.org/wiki/Ronald_Goldman_%28psychologist%29

Beschneidung und seelischer Schaden. Dr. Janet Menage

http://nocirc.ohost.de/Schaden.html

Protecting girls from undergoing Female Genital Mutilation

The experience of working with the Maasai communities in Kenya and Tanzania

The type of FGM commonly practised amongst the Maasai falls under Type-1 FGM (clitoridectomy), which involves the removal of all or part of the clitoris.

Alternative rites-of-passage ceremonies are also being used as tools to discourage the practice of FGM. In such ceremonies, girls do not have their genitalia cut but they still receive education on their roles as women in society, as well as lessons on sexual and reproductive health, and the importance of formal education

Page 15

http://www.equalitynow.org/sites/default/files/Protecting%20Girls_FGM_Kenya_Tanzania.pdf

[20] Norway Official Wants to ‘Educate’ Jews against Circumcision

http://www.jewishpress.com/news/norway-official-wants-to-educate-jews-against-circumcision/2013/11/25/

Was Everybody’s Darling Anne Lindboe macht ist kein Angriff, sondern ein Herumgejammer, sie wird ihre Krümelchen an Forderungen verringern oder der Staat erledigt das Thema. Die rebellisch tuende kinderbeschneidungsbereite Beschneidungsterminverschieberin darf sich in glücklich in klare norwegische Luft auflösen und die Kinder werden genital beschädigt:

Norwegian official: Jews, Muslims circumcise out of ignorance

Lindboe was commenting on Norwegian Health Minister Bent Hoie’s announcement this month that Norway would introduce new legislation „to regulate” ritual circumcision.

The details of the planned legislation were not made known but Ervin Kohn, president of the Jewish Community of Oslo, told JTA he did not expect it to lead to a ban on ritual circumcision in Norway.

JTA 25.11.2013

http://www.jta.org/2013/11/25/news-opinion/world/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance

Lindboe, a pediatrician, was appointed ombudsman in June. Her predecessor, Reidar Hjermann, proposed setting 15 as the minimum age for circumcision.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/make-believe-bris-norwegian-official-suggests-jews-muslims-do-symbolic-circumcision/2012/08/07/

Norway’s new Foreign Minister Børge Brende assured senior officials of the Simon Wiesenthal Center (SWC) that „the Norwegian Government recognizes the importance of ritual male circumcision for the Jewish community in Norway…[and] it will not propose a ban on ritual circumcision.“

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/174447#.UwHMPc7EHoY

non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed and those performing it should be punished in a similar fashion to people who use violence against children

http://www.timesofisrael.com/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance/

Hier der beschneidungsfreundliche spruchkinderfeindliche Originaltext, Oslo am 30.09.2013

Joint statement from the Nordic Ombudsmen for Children and pediatric experts

Thema verfehlt, ob der Patient in seine Verstümmelung einwilligt oder nicht ist völlig unnerheblich, solange das Primum Non Nocere noch gilt. Jede unnötige Operation verletzt die medinzinethischen Grundsätze und hat nicht stattzufinden. Hier jedoch versteckt man sich, ein Einfallstor für die Beseitigung sämtlicher Standards von Schutzalter sowie zur Mädchenbeschneidung, hinter der rechtlich wirksamen Einwilligung nach erfolgter Aufklärung (informierte Einwilligung, informed consent).

Circumcision, performed without a medical indication, on a person who is incapable of giving consent, violates fundamental medical-ethical principles, not least because the procedure is irreversible, painful and may cause serious complications. …

Lindboe akzeptiert medizinisch unnötige, lebenslang schädigende und zusätzlich durchaus gefährliche Operationen bereitwillig und leugnet den hohen Gruppendruck, unter dem beispielsweise in den fundamentalistischen Milieus von Frauenüberwachung und arrangierter Ehe auch die älteren männlichen Kinder bzw. Jugendlichen stehen:

We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

Oslo, September 30th 2013

http://barneombudet.no/wp-content/uploads/2013/11/English-statement-.pdf

Alles wird gut. Die Norwegerin hat Gottvertrauen oder einfach nur Desinteresse am Thema und hört sich gern reden:

„Jeg er optimistisk. Jeg er sikker på at det kommer til å skje [et forbud], men vi vet bare ikke når. – Ich bin optimistisch. Ich bin sicher, dass es passieren wird (das Beschneidungsverbot), aber wir wissen einfach nicht, wann.“ Aber nicht doch Frau Lindboe, der Termin, an dem das Beschneidungsverbot ergeht, ist von Höchster Stelle festgesetzt, am Yaum al-Qiyama, am Tag der Auferstehung. Bis dahin wird als Norwegens barneombud mit Klerikern und Journalisten ein bisschen über den Operationstermin geplappert.

https://nb-no.facebook.com/omskjaering/posts/254579137998537

Und dorthin steuert das genitalautonome Skandinavien:

Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab.

http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ruling-on-circumcision-for-women/

[21] Sehr islamfreundlich: multikulturelle Skandinavier feilschen um das rechte kindliche Beschneidungsalter. Norwegen.

A Conservative leader of the committee on health care said that a complete ban on hospital circumcisions „will only lead to this being carried out by non-professionals” with possible risks. The government’s stand opposes a recommendation by Norway’s Medical Association and the Children’s Ombudsman to ban circumcisions before the age of 16.

Legislators from the opposition Labor and center parties also oppose circumcisions, but Socialist Left Party leader Audun Lysbakken told the newspaper that offering circumcision within the healthcare system „will be the safest solution for the children”. He added that religious freedom must be taken account „since a ban would be perceived as a very negative signal among both Jews and Muslims.”

Wohl wahr, Herr Genosse Audun Bjørlo Lysbakken, ein „sehr negatives Signal (a very negative signal) sehen Imam und Allahgott gar nicht gern.

http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-to-control-circumcision-with-respect-for-jews-and-muslims/2013/11/12/

Swedish doctors argue that circumcision should be prevented until a child reaches a minimum age—12, in this case—where he can give his consent to the procedure.

JNS Jewish and Israel news 30.01.2014

http://www.jns.org/latest-articles/2014/1/30/scandinavian-circumcision-controversy-proves-europe-is-the-dark-continent#.UvpG2_vEHoY

However, circumcision would still be allowed if the boy reaches the age of 12 and he consents to the procedure considered a rite of manhood in many cultures. The recommendation is contained in a resolution approved by majority members of the Sweden Medical Association which covers about 85 per cent of doctors in Sweden.

Similarly, the Danish College of General Practitioners, which has 3,000 members, issued a statement that ritual circumcision of male children is equal to abuse and mutilation. About 87 per cent of Danish GPs favored the ban on non-medical circumcision. …

Quoting Erik Ullenhag, the Swedish minister for integration, who said that current regulations would not be altered despite the recommendation, pointed out, „I have never met any adult man who experienced circumcision as an assault … The procedure is not very intensive and parents have the right to raise their children according to their faith and tradition.“

International Business Times 29.01.2014

http://au.ibtimes.com/articles/536249/20140129/denmark-sweden-ban-non-medical-circumcision-boys.htm#.UvpKf_vEHoY

25.01.2014

Einstimmig hat sich der Ethikrat des schwedischen Ärzteverbands dafür ausgesprochen, die männliche Beschneidung ohne vorausgehende Zustimmung des (völlig gesunden!) „Patienten” ganz zu stoppen. Man will also einem Kind bei lebenslangen nachteiligen gesundheitlichen, sexuellen und psychischen Folgen gesundes, hoch sensitives Genitalgewebe amputieren, das ist im Januar 2014 schwedische ärztliche „Ethik”, schämt euch was.

Der Junge wiederum kann aus eigenem Körpererleben gar nicht wissen, was Sex mit bzw. ohne Vorhaut ist und wird sich leicht von Eltern, Imamen, Sittenwächter spielenden Mitschülern und sonstigen Beschneidungslobbyisten beeinflussen lassen. Unter- und Mittelstufe würden zum Diskursfeld des Beschneidungsdschihad, die multikulturellen erwachsenen Schweden gucken unschuldig, organisieren die medikalisierte Khitān bzw. Sünnet (Beschneidung) und sagen: wie nett, die munteren Jungs regeln das schon unter sich.

Die Standards von Wissenschaft, hippokratischer Ethik (primum non nocere), AEMR und Kinderrechtskonvention wären damit abgeschafft, die Scharia bliebe wie zufällig unangetastet:

Det är Läkarförbundets etik- och ansvarsråd som nu enhälligt står bakom ett uttalande om ett stopp för manlig omskärelse utan föregående samtycke.

Die Beschneidung soll gemacht werden, wenn der Junge zwölf oder dreizehn Jahre alt ist, in einem Krankenhaus und nach einem Aufklärungsgespräch zu den Schmerzen und Risiken des Eingriffs. Det bör ske när pojken är i 12-13-årsåldern, på ett sjukhus och efter information om smärtan och riskerna som ingreppet innebär.

http://www.svd.se/nyheter/inrikes/lakarforbundet-krav-samtycke-for-religios-omskarelse_8929562.svd

Ein Blick in die Niederungen kultureller Nachmoderne. Januar 2014, bei der einen katastrophal logikfreien Text schreibenden Kindermalwand freiewelt murmelt man zum Film Tahsins Beschneidungsfest (KiKA) und im Kommentarbereich erklärt der Autor von un-heil jeden noch gar keinen Erwachsenenkörper besitzenden Elfjährigen allen Ernstes für im Hinblick auf sein sich aus der Zirkumzision ergebendes rituelles Verstümmeltwerden, Komplikationsrisiko und lebenslanges Beschädigtsein einwandfrei einwilligungsfähig:

Im Einzelnen: „Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann“, freut sich Tahsin. … Mit 11 ist ein Junge zumindest insoweit einsichtsfähig, dass er jedenfalls die körperlichen Auswirkungen verstehen kann – die möglichen Komplikationen ebenso wie die möglichen mittel- und langfristigen Folgen. Der Junge wäre demnach – auch nach in Deutschland derzeit geltender Rechtslage – persönlich, umfassend und altersgerecht aufzuklären. … Mein eigenes Buch „un-heil“ wendet sich an Jungen etwa ab 11 sowie deren Eltern. Dort kann man noch ein paar über das „Beschneidungsfest“ hinausgehende Hintergründe erfahren (Mario Lichtenheldt 17.01.2014)

http://www.freiewelt.net/nachricht/doku-uber-beschneidung-10021551/

[22] Lad os stå sammen om et forbud mod ikke-medicinsk begrundet omskæring af alle børn under 18 år.

Lassen Sie uns gemeinsam für ein Verbot von allen aus nichtmedizinischen Gründen vorgenommenen Beschneidungen an Kindern unter 18 Jahren eintreten.

Intact Denmark

http://intactdenmark.wordpress.com/2013/09/23/forbud-mod-omskaerelse-handler-ikke-om-sundhed-men-om-politik/

https://da-dk.facebook.com/IntactDenmark?filter=3

Reglen bør være, at man ikke tillader unødvendige kirugiske indgreb på børn under 18 år. Når man er myndig kan man selv træffe beslutningen.

Die Regel sollte sein, dass wir unnötige chirurgische Eingriffe bei Kindern unter 18 Jahren nicht erlauben. Wenn sie volljährig sind, können sie die Entscheidung selbst treffen.

http://www.180grader.dk/Politik/danske-laeger-omskaering-af-drenge-er-lemlaestelse

ifølge rundspørgen mener 72 procent af danskerne, at man bør vente, indtil drengene er 18 år og dermed selv kan bestemme

wie die Umfrage ergeben hat, sind 72 % der Dänen der Meinung, dass man warten solle bis die Jungen 18 Jahre alt sind und damit selbst entscheiden können

http://politiken.dk/forbrugogliv/sundhedogmotion/ECE2204275/danskerne-omskaering-af-drenge-boer-forbydes/

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35 Antworten to “Für Minderjährige keine Genital Autonomy ohne Genital Intactness”

  1. Machandelboom Says:

    Wie viele Beine hat ein Hund, wenn man den Schwanz auch ein Bein nennt? – Vier. Nur weil man einen Schwanz ein Bein nennt, wird er dadurch noch lange keins.

    Abraham Lincoln

    Das wichtigste, weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben.


    List of Official ICD-10 Updates

    http://www.who.int/classifications/icd/icd10updates/en/


    N47 Vorhauthypertrophie, Phimose und Paraphimose
    (s. u.)

    Im Deutschen einfach nur 47, nicht weiter strukturiert? Das wäre eine gefährlich ausgedehnte Nebelwolke, darin könnte sich mancherlei verbergen, insbesondere natürlich können (sollen) physiologische Phimose und pathologische Phimose nicht mehr differenziert werden.


    Beim Blog joseph4gi wird das Thema ja schon seit Längerem kritisiert.

    Der 2014 in Kraft tretende neue N47 ist ärgerlich unscharf (das genitalverstümmelnde Beschneidungsmesser ist scharf).

    Das muss aus der Liste gestrichen werden. Im Grunde ist die physiologische Phimose ja gar kein krankhafter Zustand und gehört insofern überhaupt nicht in den ICD-Katalog. Schließlich geht es im ICD um Krankheiten:

    Diseases of the genitourinary system N00-N99 > Diseases of male genital organs N40-N53 > Disorders of prepuce N47

    Die angeborene Adhäsion von Präputium und Glans ist keine Krankheit / Erkrankung (desease) oder Störung / Erkrankung (disorder).

    Statt zu sagen, dass auch ein 4-, 8 oder 12-jähriger Junge eine zumindest teilweise nicht zurückziehbare Vorhaut haben kann, sehr anschaulich bei Kayaba et al. mit fünf Stadien (five types), nennt N47.0 nur das Wort Neugeborenes (newborn), als ob der Zustand N47.0 innerhalb von Tagen oder Stunden krankhaft wäre und als N47.1 etikettiert werden müsste.

    Vor allem durch das Wort newborn“ sind auch hier bei der (angeblich) genaueren Einteilung physiologische Phimose und pathologische Phimose nicht eindeutig voneinander getrennt, Freibrief für noch rascheres Beschneiden.

    2014 ICD-10-CM Diagnosis Code N47.0
    Adherent prepuce, newborn

    Clinical Information

    A condition in which the foreskin cannot be retracted to reveal the glans penis. It is due to tightness or narrowing of the foreskin opening.

    Die URL einmal auf 0, einmal auf 1 enden lassen

    http://www.icd10data.com/ICD10CM/Codes/N00-N99/N40-N53/N47-/N47.0

    2014 ICD-10-CM Diagnosis Code N47.1
    Phimosis

    N47.1 is a billable ICD-10-CM code that can be used to specify a diagnosis.

    http://www.icd10data.com/ICD10CM/Codes/N00-N99/N40-N53/N47-/N47.1


    ICD-10-GM

    Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM) ist die amtliche Klassifikation zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland. Seit dem 1. Januar 2014 ist die ICD-10-GM in der Version 2014 anzuwenden.

    Kapitel XIV
    Krankheiten des Urogenitalsystems
    (N00-N99)
    Krankheiten der männlichen Genitalorgane
    (N40-N51)

    N47 Vorhauthypertrophie, Phimose und Paraphimose

    Inkl.:
    Präputiale Adhäsion
    Vorhautverengung

    http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefassungen/htmlgm2014/index.htm

    http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefassungen/htmlgm2014/block-n40-n51.htm#N47


    The World Health Organization (WHO) has just released their new 2013 ICD-10 codes, which are scheduled to go into effect in October 2014. ICD, which stands for „International Classification of Diseases“, is the global system for reporting morbidity and mortality statistics, for billing, and for health care automated decision support. …

    The new proposed codes under classification N47, „Disorders of the Prepuce,“ can be seen here. (To view, click on the hyperlink for „9 codes“ in the second bullet point to read the full list of nine, beginning with N47.0 – Adherent Prepuce, Newborn.)

    Without medical or clinical indication, doctors have no business performing surgery on healthy, non-consenting newborns, let alone asking parents to make any kind of „decision.“ However, if these codes, which the US Centers for Medicaid and Medicare use, go into effect, doctors will have a code available to justify routine infant circumcision, starting next year unless the new code is rescinded. A whole new ICD-11 code system is slated to be introduced for 2015.

    Who Did It?
    Research documents the normal development of anatomically correct male organs,(1-5) and there is no such thing as a pathological condition known as „adherent prepuce in the newborn“; all boys are born with the prepuce fused to the glans at birth, and if we are to believe the WHO, then all boys are born with a pathological condition which doctors can charge for „correcting.“ In essence, the WHO’s board of physicians has declared the newborn foreskin, which is normally fused to the glans at birth, to be a disorder.

    „How many legs does a dog have if you call the tail a leg? Four. Calling a tail a leg doesn’t make it a leg.“ – Abraham Lincoln

    The Angry Intactivist
    joseph4gi

    http://joseph4gi.blogspot.de/2013/08/who-codifying-medical-fraud.html?showComment=1377506561200&m=1


    http://fr.wikipedia.org/wiki/Classification_internationale_des_maladies#CIM-10


    Doctors Opposing Circumcision
    Genital Integrity
    Policy Statement

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/DOC/statement0.html

    We have shown that the genital cutting of male children is unnecessary, harmful, injurious, a threat to good health, and a violation of the child’s human rights. The child’s best interests include the protection of his legal right to bodily integrity. Boys whose genital integrity is protected suffer none of the harms and insults described above. They enter life with body, mind, and spirit intact. Genital integrity, therefore, is most likely to provide the highest state of health and well-being. …

    We recommend that the genital integrity of boys be preserved. Parental request for non-therapeutic circumcision of a son appears to exceed the powers granted to parents by law. We further recommend that doctors refuse to perform non-therapeutic circumcision at parental request.

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/DOC/statement12.html

  2. Bragalou Says:

    Alle skandinavischen Kinderrechtsbeauftragten wie Anne Lindboe sind schlimm beschneidungstolerant, doch zum Glück gibt es noch die Danish Society of Family Physicians, die jede Beschneidung ohne medizinische Indikation kategorisch ablehnt und sie Verstümmelung (mutilation) nennt.

    Die Danish Medical Association wiederum beginnt mit dem Lavieren und tastet nach rechten Alter für eine Informierte Einwilligung informed consent und es ist zu befürchten, dass nicht achtzehn Jahre gemeint sind.

    Norwegen ist 2013 und 2014 katastrophal beschneidungsfreundlich, doch in der Bilanz dürfte auch das Vorangehen der verschiedenen dänischen Akteure kaum ausreichen, um die Minderjährigen zu schützen.

    Vielleicht gelingt es dem couragierten Morten Frisch, in Dänemark für mehr Bewusstsein zu sorgen.


    In two fresh statements, Danish doctors express deep concern over ritual circumcision of boys. The Danish Society of Family Physicians, whose 3,000 members include two thirds of all general practitioners in Denmark, announced in December that circumcision of underage boys with no proper medical indication is nothing short of mutilation. In a separate statement, the overarching Danish Medical Association recommended earlier this week that non-therapeutic male circumcision should wait until the boy or young man is old enough to provide informed consent. An editorial in Jyllands-Posten, the second largest national newspaper in Denmark, urged the Danish government yesterday to ban ritual circumcision of underage boys, and a result poll among readers of BT, another large national newspaper, showed that 87 percent of well over 26,000 votes were in favour of such a ban. …

    von: Morten Frisch
    aus: Circumcision divide between Denmark and Israel
    in: The Copenhagen Post 14.01.2014

    http://cphpost.dk/news/circumcision-divide-between-denmark-and-israel.8440.html


    Kommentar til vejledning om omskæring af drenge
    20. december 2013

    … Der DSAM-Vorstand hat den Entwurf diskutiert und stelt übereinstimmend fest, dass die Beschneidung nur durchgeführt werden sollte, wenn eine medizinische Indikation besteht. Bei Durchführung der Beschneidung ohne medizinische Indikation spricht er über Verstümmelung.

    unautorisierte Übersetzung nach:

    Sundhedsstyrelsen har sendt ‚Vejledning om omskæring af drenge‘ i høring‘. DSAM’s bestyrelse har drøftet høringsudkastet og er enige om, at der kun må udføres omskæring, når der foreligger medicinsk indikation. Hvis der udføres omskæring uden medicinsk indikation, er der tale om lemlæstelse.

    DSAM – Dansk Selskab for Almen Medicin

    Høringsfristen er den 21. januar 2014.

    http://www.dsam.dk/flx/forsiden/nyheder/kommentar-til-vejledning-om-omskaering-af-drenge/

  3. Machandelboom Says:

    Meissner’s corpuscles
    Corpuscles of Ruffini
    Pacinian corpuscles

    Merkels disks, Golgi-Mazzoni corpuscles
    Vater-Pacinian corpuscles

    http://intactipedia.org/index.php?title=Foreskin_Sensitivity
    *
    *
    *
    Fine Touch Pressure Thresholds in the Adult Penis


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    *
    Sorrells


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    *
    C.J. Cold & Taylor (1999) reported „Most of the encapsulated receptors of the foreskin are Meissner corpuscles, as they contact the epithelial basement membrane.“

    http://intactipedia.org/index.php?title=Foreskin_Sensitivity#Meissner.27s_Corpuscle
    *
    *
    Taylor JR. The prepuce: What, exactly, is removed by circumcision: a preliminary report. In: Milos M, Richter L, Hodges F; eds. Proceedings of the Second International Symposium on Circumcision. 1991. San Anselmo: NOCIRC. 1994.

    Taylor, J.R. „The prepuce: Specialized mucosa of the penis and its loss to circumcision.“ British Journal of Urology International. 77. (1996): 291-95. Print. PMID 8800902

    http://intactipedia.org/index.php?title=Foreskin_Sensitivity#cite_note-36

  4. Bragalou Says:

    Keine Beschneidung unter achtzehn. Sagen wir. Sagen MOGiS und pro familia NRW leider sehr gezielt nicht.

    pro familia NRW zieht nur und genau zwei Quellen heran, beide laufen ganz bewusst hinaus auf den Runden Tisch und mindestens indirekt auf ein Genitalverstümmeln ab 14 Jahren (oder 10, 12, 16 Jahren, wie mit Anne Lindboe usw. in ganz Europa heranschleichend).

    http://www.profamilia.de/fileadmin/landesverband/lv_nordrhein-westfalen/Stellungnahme_Jungen-Beschneidung.pdf

    Der bvkj redet gesundheitsgefährdend von „einwilligungsunfähigen Jungen“, das deutlich als Grundsatz genannte Schutzalter nach der UN-Kinderrechtskonvention (eighteen years) soll also eher angetastet werden.

    Undistanziert sprich offen sympathisierend lässt man am 12.09.2012 als bvkj durchklicken zu die-petition („Auf ein zweijähriges Moratorium und die Einrichtung eines Runden Tisches zielt daher die von der Deutschen Kinderhilfe und weiteren Verbänden und Einzelpersonen am 23. Juli 2012 beim Deutschen Bundestag eingereichte Petition mit der Nummer 26078“)

    http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=4331&nodeid=26&nodeid=26&query=Beschneidung%20von%20Jungen

    Die bei pro familia NRW genannte erste Quelle IST bereits die-petition (d. i. MOGiS) „Moratorium und Runder Tisch zu Beschneidungen von einwilligungsunfähigen Jungen“, menschenrechtlich und insbesondere kinderrechtlich völlig unakzeptabel.

    http://die-petition.de/argumente-der-initiatoren/

    Getragen („Initiatoren“) von Giordano-Bruno-Stiftung, Deutsche Kinderhilfe oder TERRE DES FEMMES usw. sowie von Einzelpersonen („Unterstützer“) wie

    Christian Bahls
    Prof. Dr. med. Matthias Franz
    Prof. Dr. Holm Putzke LL.M.
    Dr. Gero Winkelmann, Prakt. Arzt, Leiter des Bund Katholischer Ärzte, BKÄ
    Mario Lichtenheldt

    http://die-petition.de/unterstuetzer/

    Die Kinderbeschneidungsterminverschieber laden ein:

    Verabschiedet auf der Mitgliederversammlung von pro familia NRW 2013
    Wuppertal, 09. März 2013

    http://www.profamilia.de/fileadmin/landesverband/lv_nordrhein-westfalen/Stellungnahme_Jungen-Beschneidung.pdf

    Wissenschaftliches Symposium: „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis“

    MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene

    und

    pro familia NRW

    laden ein:

    am 6. Mai 2014, 10:30 – 17:30 Uhr

    Wissenschaftliches Symposium: „Genitale Autonomie: Körperliche Unversehrtheit, Religionsfreiheit und sexuelle Selbstbestimmung – von der Theorie zur Praxis“

    in der Universität zu Köln

    http://mogis-verein.de/sitemap/symposium-koeln/

    Als ernsthaft arbeitender Intaktivist ist all das zu boykottieren.

  5. Dwarslöper Says:

    Noch so einer, der sich nicht traut, weibliche und männliche Genitalverstümmelung zu vergleichen: Brian D. Earp

    female circumcision (which I am not claiming is identical to or strictly analogous with male genital cutting)

    http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2012/06/religion-is-no-excuse-for-mutilating-your-babys-penis/

    Dialogisch schreitet der Ethiker des Genitalverstümmelns in die ungewisse Zukunft. Wieso ungewiss, jeden Tag wird verstümmelt und Brian D. Earp macht nichts dagegen. Doch. Mutig fordert er die Ausdehnung der Debatte über das Thema.

    Much more debate is needed … only time will tell … What is needed now is productive and respectful dialogue moving forward.

    http://www.academia.edu/3430963/The_ethics_of_infant_male_circumcision

    Hier auch mal etwas Sinnvolles von Brian D. Earp. Zum Thema der unwissenschaftlichen Anti-HIV-Kampagne in Swaziland.

    http://goodmenproject.com/featured-content/circumcision-initiative-for-swaziland-fails/

    Auch das noch: Schauspieler und Sänger. Und wieder weigert sich der Zirkumzisionsverharmloser von HGM zu reden, Human Genital Mutilation.

    Brian D. Earp is strongly against FGM, but he doesn’t think the campaign to end genital mutilation should end with females.

    http://goodmenproject.com/author/brian-earp/

    Brian D. Earp
    University of Oxford, Uehiro Centre for Practical Ethics, Research Fellow

    http://oxford.academia.edu/BrianEarp

    Earp will nur den Neugoborenen sowie das „junge Kind“ (young child) schützen, womit er indirekt grünes Licht gibt zum Beschneiden des älteren Kindes.

    Für solche Leute geht es nur noch um das Feilschen zum rechten Alter der Reife zur informierten Einwilligung (informed consent).

    individuals have rights as persons, that bodily integrity is one of those rights, and that the infringement of that integrity can only be permitted under conditions of informed consent.

    http://blog.practicalethics.ox.ac.uk/2012/10/religious-vs-secular-ethics-and-a-note-about-respect/#more-4734

    Zur fragwürdig beschneidungsfreundlichen Aktion vom 07.05.2013 in Köln Brian D. Earp stellt zwei Videos ein.

    Marilyn Milos, die wissen müsste, dass sich weltweit auch Mädchen oder junge Frauen angeblich freiwillig beschneiden lassen, scheint den Jugendlichen in die Genitalverstümmelung einwilligen zu lassen: „until they can make personal choices about those bodies for themselves“ – nein Frau Milos, keine Beschneidung auf Kinderwunsch und auch Erwachsene sind in öffentlichen Krankenhäusern nicht ohne medizinischen Grund am Genital teilzuamputieren.

    Wer die Zerstörung von Genitalien wirklich verhindern will, setzt sich mit den Gegnern nicht an einen Runden Tisch:

    „die Einrichtung eines Runden Tisches, um die Interessen aller Beteiligten bei einer zukünftigen Regelung angemessen berücksichtigen zu können …

    Der Worldwide Day of Genital Autonomy fand nicht nur in Deutschland, sondern auch bei Kinderrechtsgruppen weltweit großen Zuspruch, und soll in Zukunft Vereine und Organisationen rund um den Globus vereinen helfen, damit eines Tages Kinder in aller Welt aufwachsen können mit der Gewissheit, über ihre Genitalien selbst bestimmen zu können.“

    Antrag abgelehnt! Das ist genau Tahsins Beschneidungsfest. Der Elfjährige (KiKA) wollte endlich dazugehören und war glücklich, beschnitten zu werden und damit, so hätte er es sagen können, über seine „Genitalien selbst bestimmen zu können“.

    2013

    http://abgeblogged.rz-etelsen.net/worldwide-day-of-genital-autonomy-nachlese/

    2014
    7. MAI 2014 – WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY

    http://genitale-selbstbestimmung.de/worldwide-day-of-genital-autonomy-2014/

    Wir dürfen das Kind nicht Ich will Beschneidung! rufen lassen. Insofern ist diese Forderung unbrauchbar:

    „unser Einsatz für die Rechte aller Kinder auf genitale Selbstbestimmung“

    Es bleibt offensichtlich auch 2014 dabei – schade.

    Das beachtliche Wörtchen und verkettet körperliches Heilsein mit kindlicher (!) Handlungsautonomie, was die für jeden Minderjährigen zugängliche Wunscherfüllung nach Beschnittenwerden in die Beschneidungspolitik von MOGiS integriert und nur noch offen lässt, ob mit 14 Jahren (Alternativentwurf Bundestag 2012) oder 10 Jahren (Anne Lindboe) verstümmelt werden darf:

    „immer wieder deutlich zu machen, dass es nur um das Wohl, die körperliche Unversehrtheit und das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung gehen kann“

    http://genitale-selbstbestimmung.de/worldwide-day-of-genital-autonomy-2014/#forderungen

    Gar nicht unterstützenswert.

  6. Machandelboom Says:

    Ein wertvoller, wichtiger Text von Sozialwissenschaftler Hans-Joachim Lenz (Vortrag vom 24.06.2013), den man ihn unbedingt im Ganzen bei bundesforum-maenner lesen sollte:

    „… Im Fall der Beschneidung greifen sich ältere Männer die Leiber der nachfolgenden jungen Generation und zwar am symbolisch zentralen Ort, nämlich dem Fortpflanzungsorgan. Darauf deuten auch die Ausführungen von Frau Brocke hin, die sagte, die jüdische Beschneidung sei ein Ritual zur Herstellung der Kette der Generationen. Oder wenn Herr Ingber sagte: Die Zugehörigkeit des Stammes solle damit dokumentiert werden. …

    Ich selbst habe das Interview mit einem Kinderkrankenpfleger geführt. Er berichtete mir: Am vergangenen Wochenende sei wieder ein türkischer Junge als Notfall in die Klinik eingeliefert worden. Zuhause habe ein Beschneidungsritual stattgefunden, dabei stellten sich medizinische Komplikationen ein. Der Krankenpfleger berichtete, dass diese Notfälle – verursacht durch häusliche Beschneidung – ab und zu vorkommen. Diese Jungen sind dann etwa ein, zwei Wochen auf der Station und danach werden sie im Allgemeinen jeder „geheilt“ entlassen. Er versuche dann in dieser Zeit mit den Jungen ins Gespräch zu kommen …

    Nach den Veranstaltungen sind unabhängig voneinander dreimal türkische Männer (im Alter von ca. dreißig bis fünfundvierzig) zu mir gekommen und bedankten sich, dass ich dieses Thema angesprochen habe. Bisher hätten sie noch nie gehört, dass man darüber überhaupt sprechen kann und dass man das als Gewalt sehen kann. …“

    Hans-Joachim Lenz
    Sozialwissenschaftler und Männlichkeitsforscher

    http://www.bundesforum-maenner.de/wp-content/uploads/2013/05/BFM_Dialogtagung_Beschneidung_6-2_Lenz.pdf

  7. Machandelboom Says:

    Februar/März 2014, das zur Jungenbeschneidungspflicht (und schafiitischen FGM-Pficht) der Scharia bemerkenswert schweigsam bleibende Intact America und beinahe alle Kinderrechtler von Dänemark frohlocken: bald darf sich der große Junge (nicht der little boy) legal genital verstümmeln lassen:

    Little boys should not be subjugated to genital mutilation … Therefore we recomment strongly that boys are given the opportunity to decide for themselves – and not before the age of 15.

    Circumcision can cause complications

    a person unable to give his consent

    Sünnetci und Mohel wetzen das Amputationsmesser, den consent kriegen wir schon hin.

    Am 11.02.2014 signiert von:

    Mimi Jakobsen (Save the Children) (s. u.)

    Per Larsen (National Council for Children) (s. u., Stichwort Lindboe)

    Rasmus Kjeldahl (Children’s Rights) (siehe ganz unten)

    Den Hinweis dazu erhielten wir auch über das hierzu ganz verzückte Intact America, März 2014 (MARCH NEWS: Is FGM really worse than MGM?); wenn Intact America nur Säuglinge schützen will und die ältere Jungen per Meinungsbildungsprozess den Ritualbeschneidern willig ausliefert, soll man das der Öffentlichkeit doch unmissverständlich sagen.


    *
    *
    Mimi Jakobsen und ihre Kollegen von Save the Children kämpfen für Kinderrechte und auch ein bisschen gegen Kinderbeschneidung, solange jedenfalls, wie das Kind (child) weiblich (female) ist und nicht männlich (male), gegen schlimme Praktiken, „practices that are“:

    „harmful for children (e.g. female circumcision or early marriage)“

    Jungen sind weniger wert, Jakobsen & Co. umgingen gezielt:

    harmful for children (e.g. male circumcision or early marriage)

    p 85

    http://www.developmenteducation.ie/media/documents/Advocacy%20Matters%20Participants%20Manual.pdf
    *
    *
    Per Larsen (National Council for Children) aus Dänemark hatte den gesamteuropäischen verhängnisvollen Kurs vorgegeben und war mit Anne Lindboe (die als norwegische Kinderrechtsbeauftragte unwidersprochen zitiert wird, alle Teenager wunschbeschneiden lassen zu wollen, also nur den Zwölfjährigen oder Jüngeren ernsthaft zu schützen, non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed) an der OSLO RESOLUTION beteiligt:

    Let the boys decide on circumcision

    … circumcision without medical indication may only be carried out if a boy, who has reached the age and maturity required in order to understand the necessary medical information, chooses to consent to the procedure. … We request our governments to take necessary measures to ensure that boys are given the opportunity to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.

    Oslo am 30.09.2013 – die skandinavischen Jungen werden dem schädlichen, lebenslang gesundheitlich, psychisch und sexuell benachteiligenden Vorhautamputieren einfach ausgeliefert.

    http://www.crin.org/docs/English-statement-.pdf
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    Auch Rasmus Kjeldahl will dem irgendwie einsichtsfähigen und informierten Jungen rituell das Zentrum der Lust amputieren lassen, obschon der Direktor des dänischen Børne Vilkår (Children’s Rights) die anatomische Bedeutung der männlichen Vorhaut entweder nicht kennt oder jedenfalls karrierefreundlich nicht nennt:

    Børne Vilkår mener endvidere, at indgrebet er i strid med juridiske og etiske principper, idet indgrebet er irreversibelt og da der intet er til hinder for at indgrebet foretages, når drenge har nået en alder, hvor de kan tage stilling og samtykke til indgrebet på egne vegne.

    „da die Operation irreversibel ist … und nichts dagegen spricht, den Eingriff in einem Alter vornehmen zu lassen, in welchem Jungen der Operation eigenmächtig zustimmen können.“

    Børns Vilkår mener, at hensynet til barnets bedste i dette tilfælde bør tillægges så meget vægt, at forældres ret til at handle på deres barns vegne indtil barnet har den fornødne alder og modenhed også i religiøse anliggender, må vige for barnets ret til selvbestemmelse og kropslig integritet.

    „… bis das Kind das dazu notwendige Alter und die Reife erreicht hat, auch religiöse Angelegenheiten betreffend, … das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Integrität.

    Rasmus Kjeldahl 18.01.2014

    http://www.bornsvilkar.dk/BV/~/media/BV/pdf/H%C3%B8ring%20over%20revideret%20vejledning%20om%20omsk%C3%A6ring%20af%20drenge.ashx
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    Die Politik zieht sich zurück aus dem Bereich der anwachsenden Herrschaft Allahs, die Kinderrechtsbeauftragten verabschieden sich in aller Form und sind bereit, falls sich, unwahrscheinlich genug, Jahre oder Jahrzehnte später jemand beschwert, die beschnittenen Männer selbstbewusst zu beschuldigen: Was wollen Sie heute, Sie selbst wollten sich doch damals beschneiden lassen.

    Die kulturelle Moderne kapituliert und die Beschneider beschneiden.

    03.03.2014, 25 Jahre nach Anaheim California

  8. Cees van der Duin Says:

    Heute gute Nachrichten aus den Niederlanden im Sinne des Grundsatzes Keine Beschneidung unter achtzehn?

    Bitte Vorsicht, man freue sich nicht zu früh:

    Hoog tijd om besnijdenis van minderjarige jongens te verbieden
    Höchste Zeit die Beschneidung minderjähriger Jungen zu verbieten

    Ab 18 wäre eindeutig Mann, hier aber nur ein alarmierend schwammiges Gerede von Jungen. Wie alt genau bitteschön ist denn der minderjährige Junge, soll es in den Niederlanden dreizehnjährige genitalautonome Jungen geben dürfen oder nicht?

    Die UN-Kinderrechtskonvention hat da die Türe bekanntlich nicht ganz zubekommen (unless under the law applicable to the child, majority is attained earlier) und wir haben einige Mühe (und die gesamteuropäischen Jungenwunschbeschneidungsfreunde zwischen Anne Lindboe und Mario Lichtenheldt sowie gbs und MOGiS offensichtlich eher als Gegner), auf 18 Jahre zu bestehen (a child means every human being below the age of eighteen years).

    Die halachasolidarische JTA schreibt achtzehn Jahre, der niederländische Text in der trouw jedoch schließt nur die „Minderjährigkeit“ aus, was uns eine Sekunde lang beglückt an 18 Jahre denken lässt, doch beruft man sich zugleich (!) auf die niederländische Verfassung, nach welcher das zwölfjährige Kind allen Veränderungen am eigenen Körper selbst zustimmen soll.

    Denn das ist leider noch nicht, sondern das wäre ja eine erfreuliche Aussage der JOVD und VVD:

    „Nach dem erfolgten Verbot der weiblichen Beschneidung ist es höchste Zeit, dass die Beschneidung von Jungen unter achtzehn Jahren ebenfalls verboten wird.“

    “It is high time that, following the banning of circumcision of girls, that circumcision of boys under 18 also be forbidden.”

    Tom Leijte
    vice president of the JOVD youth movement of the VVD ruling party
    Matthijs van de Burgwal
    JOVD senior board member

    http://www.jta.org/2014/03/07/news-opinion/world/leaders-of-dutch-partys-youth-division-seek-brit-milah-ban

    Statt dessen drohen den Niederlanden kindlich genitalautonome Wunschbeschneidungserlaubnisgesetze mit schariakonformen zwölf Jahren:

    Volgens de Nederlandse wet mogen mensen vanaf hun twaalfde jaar meebeslissen over veranderingen aan het eigen lichaam. Het is dan ook van groot belang om jongensbesnijdenis vóór deze leeftijd te verbieden.

    [ Dieses Lebensalter – deze leeftijd ]
    [ zwölftes Jahr – twaalfde jaar ]

    Een veel gehoord argument tegen een verbod op de besnijdenis van minderjarige kinderen is het risico dat besnijdenis voortaan ondergronds of in het buitenland plaats zal vinden [das Argument, dass die Beschneidung im Untergrund durchgeführt zu werden drohe oder im Ausland]. Maar controle, eventueel steeksproefsgewijs, op besnijdenis door de GGD kan dat ondervangen. …

    Niet noodzakelijke medische ingrepen bij minderjarige personen die daar zelf geen zeggenschap over hebben, horen namelijk niet thuis in een vrij land waar mensen zelf het recht hebben om over hun lichaam te beslissen. Religie hoort geen erfelijke lichamelijke aandoening te zijn, maar een eigen keuze.

    Hoog tijd om, in navolging van de besnijdenis van meisjes, nu ook de besnijdenis van minderjarige jongens te verbieden. Het is aan de ruime seculiere meerderheid in ons parlement om deze handschoen op te pakken.

    Explizit achtzehn wird nicht gefordert – damit drohen schlimmstenfalls alle Volljährigkeitsgrenzen auf zwölf zu kippen, das zwölfjährige Mädchen könnte genitalautonom in „eigener Wahl“ (eigen keuze) in ihre weibliche Beschneidung (FGM) oder in ihre islamische Ehe einwilligen.

    verwijderen – entfernen

    Man tut besorgt und plappert über – vorhandenen erheblichen – Komplikationen wie die Meatusstenose (last van een te nauw plasgaatje), doch verschweigt gezielt, dass dem Mann mit der Zirkumzision soviel genitales Empfinden genommen wird wie der Frau mit einer Amputation von kleinen Labien oder Klitoris.

    de overtuiging van een jongen zelf moet bepalend zijn voor het besluit tot verwijdering van zijn voorhuid.

    Der rotgrüne oder niederländisch liberale Dhimmi kann sich gut fühlen, der kleine männliche Schariapflichtige darf selbst bestimmen: ‚Ich will beschnitten werden!‘

    Het is van groot belang dat mensen het recht hebben zelf te bepalen wat er met hun lichaam gebeurt. …

    „Die Überzeugung des Jungen selbst sollte zu einer Vorhautentfernung entscheidend sein.“

    de overtuiging van een jongen zelf moet bepalend zijn voor het besluit tot verwijdering van zijn voorhuid.

    Statt Amputation sagt man Entfernung. Wann kommt die liberal geforderte gleichberechtigte Klitorisentfernung?

    Durchschauen wir den genitalautonomen niederländischen Nebelwurf des heutigen Tages im Sinne der kinderfeindlichen und genitalverstümmelungsfreundlichen Oslo-Resolution (Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised).

    Schlimme Nachrichten, die Niederlande gehen auf zwölf Jahre.

    http://www.trouw.nl/tr/nl/5091/Religie/article/detail/3607762/2014/03/05/Hoog-tijd-om-besnijdenis-van-minderjarige-jongens-te-verbieden.dhtml

  9. Norwegen und die 18-Jahres-Altersgrenze Says:

    Ein schariaverträgliches Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz (Genital Autonomy) kommt für die Niederlande und ganz Skandinavien immer näher. Gibt es trotz allem noch Hoffnung für Norwegen?

    Vielleicht. Die beschneidungstolerante Anne Lindboe und ihre Kinderbeschneidungstermine aushandelnden Komplizen von der gesundheitsfeindlichen OSLO RESOLUTION (Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised) jedenfalls bekommen erfrischenden Gegenwind:

    18-Jahres-Altersgrenze
    18-års aldersgrense

    Jenny Klinge wäre es am Liebsten, wenn die chirurgische Entfernung der Penisvorhaut genau so verboten wäre wie die Mädchenbeschneidung. Es könne nicht sein, so die Parlamentarierin, dass der Tod eines Mädchens bei einer Beschneidung zu zehn Jahren Haft führe, der Tod eines Jungen jedoch nur zu drei Monaten.

    Helst ser Jenny Klinge at omskjæring av gutter, der forhuden på penis fjernes, blir forbudt på lik linje med kjønnlemlestelse av jenter. …

    – Se for deg at et lite guttebarn dør av omskjæring i Norge, og samme dag dør et lite jentebarn av det samme. Vi kan ikke ha det sånn at det siste dødsfallet straffes med ti års fengsel, mens det første medfører fengsel i tre måneder, sier stortingsrepresentanten. …

    Sie selbst wünscht sich die Einführung einer 18-Jahres-Altersgrenze. Sie ist nicht alleine.

    Selv ønsker hun at det skal innføres 18-års aldersgrense for omskjæring av gutter. Hun er ikke alene.

    von: Siv Sandvik
    aus: Klinge: – Guttebarn har ikke samme rettsvern som jenter
    in: nrk 05.02.2014

    http://www.nrk.no/norge/hevder-gutter-ikke-har-rettsvern-1.11518274
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    JENNY KLINGE

    2012 erregte sie Aufsehen mit der Forderung, dass die aus religiösen Gründen vorgenommene männliche Beschneidung genau so verboten sein sollte wie die weibliche Beschneidung.

    In 2012 she raised respect by publicly stating that male circumcision for religious reasons should be prohibited in the same way that female circumcision is.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Jenny_Klinge
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    Die rituelle Jungenbeschneidung ist faktisch eine Körperverletzung und Verletzung ihrer religiösen Freiheit.

    Rituell omskjering av ungar er i praksis eit fysisk overgrep og krenkar religionsfridomen deira.

    28.01.2014

    Verdt å ta seg tid til å sjå videoen frå gårsdagens høyring om omskjering av gutar. Forelda skikk som det bør innførast 18-års aldersgrense på, for å sikre ungane rett til å nekte.

    29.01.2014

    Anmerkung: Das war zum Europarat. Doch das ist bitte genau zu klären: eine schützende ’18-Jahres-Grenze für Kinder zum leichteren Neinsagen‘ darf es nicht geben, das würde bedeuten, dass Kinder wie auf KiKA Tahsin (11) Ja sagen können, einwilligen können – wir aber wollen das eindeutige Verbot der medizinisch nicht notwendigen Beschneidung unter achtzehn Jahren und (anders als Anne Lindboe, gbs, MOGiS usw.) gerade keine verstaatlichte Kinderbefragung im Operationssaal (der Sünnetci: ‚Nun was willst du mein genitalautonomer Junge, freiwillig fromm sein oder eine Vorhaut haben?‘).

    https://de-de.facebook.com/pages/Jenny-Elisabeth-Klinge/22670439998
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    In my view, this is a custom that we cannot accept in a modern, civilized society. Our aim is to prioritise the rights of small children [na, was ist mit den etwas größeren children?]. Fortunately, it has become forbidden to circumcise girls, now it’s time for boys to get the same legal protection [ok, die Beschneidung der 14- bis 17-Jährigen Mädchen ist verboten und soll es bleiben]. …

    I’m not buying the argument that banning circumcision is a violation of religious freedom, because such freedom must involve being able to choose for themselves.

    Ok, sie lässt das Argument nicht gelten, dass eine Beschneidungsverbot die Religionsfreiheit verletzen würde. Ansonsten: Nein, keine freie Wahl für Minderjährige (17 und darunter), choose for themselves nur akzeptabel, wenn achtzehn Jahre und mehr gemeint sind.

    http://freethinker.co.uk/2012/06/17/religious-leaders-furious-over-norways-proposed-circumcision-ban/
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    https://www.stortinget.no/no/Representanter-og-komiteer/Representantene/Representantfordeling/Representant/?perid=JKL&tab=Biography

  10. Edward von Roy Says:

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    Kindervorhautbezogen erregt sich die medizinische Elite der Landeshauptstadt,
    die große Stunde der Beschneidungs-Charismatiker ist nahe.

    Ein neugedrucktes Buch hält man hoch,
    noch nicht ganz den Koran:

    Einladung zur Pressekonferenz: Die Beschneidung von Jungen und ihre Folgen

    Prof. Dr. Matthias Franz stellt die neuen Erkenntnisse zu diesem Thema und sein neues Buch vor und stellt sich den Fragen der Presse:
    am Donnerstag, den 13.03.2014
    um 11:30 Uhr
    am Universitätsklinikum in Düsseldorf.

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/einladung_zur_pressekonferenz_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-338/
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    „Auch kleine Jungen werden durch die genitale Beschneidung großem Leid und bedeutenden Risiken ausgesetzt“

    Wenn es für den Professor kleine Jungen gibt, dann doch wohl auch große Jungen. Zielsicher schweigt sich Franz darüber aus, dass auch die größeren Jungen durch die Amputation der Vorhaut (einschließlich beispielsweise von Gefurchtem Band und ggf. Frenularem Delta) im Hinblick auf die genitale Sensitivität ebenso sehr so verstümmelt werden wie ein Mädchen mit dem Verlust von Labia minora oder Klitoris.

    „Und dies begründet letztlich auch den Primat der körperlichen Unversehrtheit nicht einwilligungsfähiger Kinder vor den religiösen Bedürfnissen von Erwachsenen. Wir müssen sie auf der Grundlage unserer Verfassung schützen.“

    Gibt es für Professor Matthias Franz in Bezug auf die HGM (FGM oder MGM) auch einwilligungsfähige Kinder, die der Staat nicht schützen muss?

    Er scheint, wie Anne Lindboe, die Beschneidung auf Kinderwunsch zu tolerieren:

    „Jawohl, ich bin – wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen aufgrund meiner ärztlichen Erfahrungen ganz klar gegen die nicht-medizinisch indizierte Zwangsbeschneidung von kleinen, nicht einwilligungsfähigen Jungen. Die betroffenen Jungen haben heute bei uns keine Stimme.“

    Eine „Stimme“ zu haben heißt, ausrufen zu dürfen: Ich will beschnitten werden. Man strebt zum medizinethischen Standard der kenianischen Mau-Mau-Rebellen (Ngaitana – I will circumcise myself; FGM) oder der südafrikanischen Xhosa (Ndiyindoda – I am a man; MGM) und versteckt sich, um die Beschneidungspflicht der Scharia nicht zurückweisen zu müssen, hinter der Floskel von der Genital Autonomy.

    Man macht also gar nichts gegen die Beschneidung, Norwegens Gesundheitsminister Bent Høie hat den Gesetzesvorschlag für die nächsten fünf Wochen angekündigt.

    Høie said work was underway on a draft bill to regulate circumcision, which will be ready before Easter. But he said the legislation will not fall under criminal law. “Unlike female genital mutilation, circumcision of boys is not illegal,” he said. “It’s not applicable to impose any prohibition against it.”

    http://www.newsinenglish.no/2014/02/06/push-to-change-circumcision-laws/

    Nichts anderes bezweckte die jungen- und männerfeindliche Herangehensweise der OSLO RESOLUTION. Nach ihr soll dem schariapflichtigen skandinavischen Jungen Krankenhaus oder Arztpraxis zur Bühne der Charakterprüfung werden, auf der er sich zwischen Vorhautbesitz und Familienehre bzw. zwischen Vorhautamputation und Gotteslästerung entscheiden muss.

    Allahs Genitalautonomie, demnächst ja vielleicht nach der WHO-Klassifikation als FGM Typ Ia oder IV für die schafiitischen Mädchen.

    Mit einem beschneidungsbegeisterten Let boys decide for themselves whether they want to be circumcised liefern Skandinaviens Kinderrechtsbeauftragte wie Anne Lindboe (N), Fredrik Malmberg (S), Maria Kaisa Aula (FIN) oder Per Larsen (DK) bereitwillig die etwas größeren Jungen dem Verstümmelungsritual aus, was den britischen Allgemeinmediziner Antony Lempert aufjubeln ließ: This important statement by the Nordic child protection experts … Children’s basic rights to bodily integrity and to form their own beliefs, das Wörtchen and zwangsintegriert uns das Wunschverstümmeln.

    Auch der Sprecher des UK Secular Medical Forum (SMF) also findet den Beschneidungswunsch eines norwegischen Sechzehn- oder Fünfzehnjährigen (Etter norsk lov har en 15-åring selv rett til å bestemme over religiøse forhold, mens 16 år er den helserettslige myndighetsalderen, zu Reidar Hjermann 2011) oder Dreizehnjährigen (non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed, Anne Lindboe 2014 lt. JTA) einfach prima.

    Zurück zur deutschen Lobby der Kinderwunschbeschneidung. Dr. Franz:

    „Erwachsene sollten die Genitalien von Kindern in Ruhe lassen! Sie gehören nur ihnen selbst.

    Ngaitana oder Ndiyindoda rufend will das gottesfürchtige oder traditionsbewusste größere Kind zeitnah genital verstümmelt werden und freut sich sehr auf die morgige Pressekonferenz im Düsseldorfer Universitätsklinikum. Auch Matthias Franz billigt den genitalautonomen Wunsch beispielsweise des elfjährigen Tahsin (KiKA 2014) nach dem Beschnittenwerden. Ernsthafter Kampf gegen die männliche Beschneidung (Genitalverstümmelung) sieht anders aus.

    Beschneidung ist Beschneidung, ob sie dem Säugling bzw. Kleinkind aufgezwungen wird oder ob das ältere Kind dem Gruppenzwang angeblich freiwillig Folge leistet, um nicht in der Hölle zu brennen oder den Stamm nicht zu entehren (EAST IS EAST: Now, how I looking mullah in the bloody face, ‚cause your son got bloody tickle-tackle!).

    Schluss mit der Zwangsbeschneidung oder Wunschbeschneidung der Minderjährigen!

    Keine Beschneidung unter achtzehn Jahren!

    http://www.v-r.de/de/newsdetail-1-1/was_tue_ich_da_meinem_sohn_eigentlich_an_die_beschneidung_von_jungen_und_ihre_folgen-337/
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    Manche Säuglingsbeschneidungsgegner stellen sich nicht als ernsthafte Intaktivisten heraus, sondern als Spätbeschneidungsfreunde. Statt Zwangsbeschneiden oder Nichtbeschneiden geht es ihnen, postmodern und schariakompatibel, zum Spätbeschneiden auf Kinderwunsch.

    Schon am 21.07.2012 unterschied Spätbeschneidungsfreund Matthias Franz explizit zwischen den schützenswerten „kleinen Jungen“ und den zu erschließenden, auf eigenen Wunsch verstümmelbaren größeren Jungen, sich zum Thema Islam ganz erleichtert auf Muslimbruder Nadeem Elyas berufend. MOGiS und Holm Putzke signierten unbekümmert:

    „Kernpunkt ist die Abwägung der Grundrechte auf Religionsfreiheit von Erwachsenen mit dem Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung sowie die Achtung seiner Würde. … Anwendung von (sexueller) Gewalt gegenüber nicht einwilligungsfähigen Jungen sein … die Entfernung einer gesunden Vorhaut bei einem gesunden, nicht einwilligungsfähigen kleinen Jungen gibt … eine Beschneidung in einwilligungsfähigem Alter … Es herrscht eine bemerkenswerte Verleugnungshaltung und Empathieverweigerung gegenüber den kleinen Jungen, denen durch die genitale Beschneidung erhebliches Leid zugefügt wird … Warum sollte man nicht warten, bis der Betroffene einsichtig zustimmen kann?

    Zitiert aus dem die erhebliche körperliche Beschädigung jeder Zirkumzision und den innermuslimischen Gruppendruck zum Beschnittensein, dem sich kein Jugendlicher entziehen kann, verkennenden Offenen Brief: „Religionsfreiheit kann kein Freibrief für Gewalt sein“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/offener-brief-zur-beschneidung-religionsfreiheit-kann-kein-freibrief-fuer-gewalt-sein-11827590.html
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  11. Edward von Roy Says:

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    Die Beschneidung gesetzlich gestatten?
    ZIS 10/2012

    Von Prof. Dr. Rolf Dietrich Herzberg, Bochum

    Der Bundestagsbeschluss v. 19.7.2012 fordert von der Bundesregierung den Entwurf eines Gesetzes. Es soll sicherstellen, „dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist“. Und es soll dabei grundgesetzlich geschützte Rechtsgüter, u.a. das „der körperlichen Unversehrtheit“, berücksichtigen. Wie das? Was erlaubt werden soll, die Abtrennung der Vorhaut, lässt sich nur unter Zurücksetzung, d.h. Nichtbeachtung des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit durchführen. Es zu „berücksichtigen“ heißt doch wohl, an dem Verbot festzuhalten, das aus dem Gesetz folgt. Hier scheint aber gemeint, dass man es nicht ganz außer Acht lassen und der gesetzlichen Ausnahmeerlaubnis, Kindern die Vorhaut abzutrennen, wenigstens Grenzen ziehen soll.

    Vorgelegt hat die Bundesregierung Anfang Oktober 2012 einen „Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz“, überschrieben mit „Entwurf eines Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“. Vorgeschlagen und zur Diskussion gestellt wird ein Regelungstext, der als § 1631d ins Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen werden soll …

    Der Regierungsentwurf sieht es anders. Er regt die Schaffung eines Rechtfertigungsgrundes an, den der Strafrichter verneinen muss, wenn er „durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet“ sieht. Rein theoretisch könnte der Richter über diesen Vorbehalt jede medizinisch unnötige Jungenbeschneidung der Rechtfertigung entziehen. Er müsste nur die Tat dahin gehend bewerten, dass sie als irreversible, riskante und mit erheblichen Schmerzen verbundene Körperverletzung das Kind es wohl gefährde (und tatsächlich beeinträchtige), und zwar in allen Fällen, auch im praktisch wichtigsten Fall der rituellen Beschneidung. Die Entstehungsgeschichte des neuen § 1631d BGB würde uns aber belehren, dass der Richter es so nicht sehen soll. Die Rechtfertigungsnorm durch ein strenges Kindeswohlverständnis, so einleuchtend es auch sei, gegenstandslos machen darf er nicht. Er soll ihr eine Art unwiderlegliche Vermutung des Inhaltes entnehmen, dass jedenfalls eine nach der lex artis durchgeführte rituelle, dem jüdisch-religiösen oder muslimisch-religiösen Zweck dienende Beschneidung das Kindeswohl nicht gefährde. Andererseits: Auf das religiöse Motiv beschränkt sein soll die Rechtfertigung auch wieder nicht. …

    Aber angedeutete Empfehlungen zur Zweckbewertung in den Materialien sind keine gesetzlichen Festlegungen. Außerhalb des (religiösen) Kernbereichs ist die in Abs. 1 S. 2 geforderte Wertung im Grunde dem Belieben des Richters überlassen. Er muss keineswegs, aber er kann z.B. die Zwecke der Onanieverhinderung, der Penisverschönerung, der Erleichterung des Waschens oder der Geschwisterangleichung (s.o. I.) missbilligen und die so motivierte Tat bestrafen. Denn bei solcher Zwecksetzung, könnte er sagen, werde die Beeinträchtigung des Kindeswohls durch Raub des sensibelsten Penisteiles von keiner guten Absicht aufgewogen.

    Diese Bewertungsfreiheit bedeutet eine große Rechtsunsicherheit. Sie wird vermieden, wenn man dem Motiv überhaupt keine Relevanz gibt. Genau so könnte man, wie unter I. schon gesagt, den Bundestagsbeschluss v. 19.7.2012 verstehen, und seine Sicht der Dinge scheint sich zu verbreiten: Weg von der so überaus heiklen Berufung auf die Religionsfreiheit, …

    Die vorgesehene Beschneidungserlaubnis fügt sich ein in einen Komplex von Vorschriften, die im Einzelnen bestimmen, welche Rechte und Pflichten die Eltern haben – im Rahmen ihrer stets „zum Wohl des Kindes“ auszuübenden „Personensorge“. Mit dem Wohl des Kindes ist aber die schwere Verletzung, die ihm der Beschneider antut, gar nicht vereinbar. Die Argumente pro Kindeswohlförderung erweisen sich, wie dargelegt, bei genauerer Betrachtung als nicht stichhaltig. Wenn es in der Familie um jemandes Wohl geht, dann um das der Eltern, die mit der Beschneidung eine religiöse Pflicht zu erfüllen, eine Tradition zu pflegen und vielleicht auch einem Gruppendruck zu gehorchen bestrebt sind. Intuitiv erfassen das auch die Apologeten des Elternrechts auf Kinderbeschneidung, denn den Akzent legen sie immer auf das elterliche Recht, ihre Religion auszuüben, und nicht etwa auf die elterliche Pflicht, ihr Kind zu „pflegen“. Es ist ja schon auf den ersten Blick eine geradezu aberwitzige Annahme, man könne ein Kind dadurch pflegen und seinem Wohl dienen, dass man ihm den sensibelsten Teil seines Geschlechtsorgans, der für das Empfinden sexueller Lust besonders wichtig ist, abschneidet. Die vorgeschlagene Rechtfertigungsnorm fingiert sozusagen die Vereinbarkeit mit dem Kindeswohl für einen Eingriff, ohne sich dazu zu bekennen, dass er eine schwerwiegende Körperverletzung und dem Kindeswohl in Wahrheit abträglich ist. In den langen Ausführungen der Autoren findet sich nirgendwo eine Begründung, weshalb im Normalfall der Beschneidung, den Abs. 1 S. 1 erfasst, die Abtrennung eines wichtigen, schützenden, hochsensitiven gesunden Körperteils von einem gesunden Körper das Kindeswohl nicht sofort beeinträchtige und für die Zukunft gefährde. Es wird dies nur behauptet, indem der Regelungstext die Kindeswohlgefährdung in Abs. 1 S. 2 als Ausnahme hinstellt.

    Damit verschleiert der Gesetzentwurf, worum es eigentlich geht: Um eine tatbestandsmäßige Körperverletzung, die in Wahrheit nicht zum Wohl des Kindes erlaubt wird (wie z.B. eine Blinddarmoperation oder wohl auch noch das psychisch indizierte Anlegen der Ohren), sondern – unter Inkaufnahme seiner Minderung – zur Befriedigung der Interessen anderer Personen. Das Kind ist Opfer einer Körperverletzung, die deshalb erlaubt sein soll, weil wichtige Interessen außerhalb seiner Person sie gebieten. In den allermeisten Fällen ist es das Interesse der Eltern an der Erfüllung einer religiösen Pflicht. Das macht die Situation der Eltern mit einer Notstandslage vergleichbar. …

    Gar nicht beachtet haben die Autoren des Entwurfs einen zweiten Widerspruch. Ich meine den Wertungswiderspruch zwischen dem geplanten § 1631d BGB und dem schon geltenden § 1631b BGB. Das Einwilligungsrecht, das den Eltern eingeräumt werden soll, bedeutet für sie die Erlaubnis, auf die Begehung einer Körperverletzung (§ 223 StGB) zum Schaden des Kindes hinzuwirken, und für den Beschneider die Rechtfertigung bei der Erfüllung des Tatbestandes. Den Referenten war natürlich eines klar: Sie durften diese Gestattungen nicht an die Voraussetzung binden, dass die Beschneidung, obwohl ohne Heilungssinn, das Wohl des Kindes positiv fördert. …

    Dieser Wertungswiderspruch bekräftigt unseren Befund. Anders als bei der gesetzlichen Erlaubnis der Unterbringung geht es bei der für die Beschneidung geplanten nicht um das Interesse des Kindes, um den Schutz und die Förderung seines Wohls. Vielmehr handelt es sich um einen Konflikt von Interessen, den der Gesetzgeber zulasten des Kindes und zugunsten der Eltern entscheiden soll. Die Rechtfertigungsnorm, die diese Entscheidung trifft, sollte sich nicht tarnen als eine Bestimmung, die eine besondere Maßnahme der „Personensorge“ zur „Pflege“ und zum „Wohl des Kindes“ erlaubt.

    Darum mussten sich die Referenten mit einer Annahme begnügen, die zwar auch falsch, aber nicht so offensichtlich falsch ist: Die medizinisch unnötige Beschneidung sei im Normalfall kindeswohlneutral, nur ausnahmsweise gefährde sie das Kindeswohl.

    Der Arzt Prof. Dr. Feurle berichtet in der FAZ vom 6.7.2012 von eigenen Erfahrungen, die er in einem Krankenhaus in New Jersey, USA, gemacht hat: „Nach örtlicher Desinfektion musste zunächst die Vorhaut mit der gezähnten Pinzette gefasst und von der Glans gelöst werden. Schon dabei schrien die Kinder erbärmlich. Als die Vorhaut dann mit der gebogenen Schere in mehreren Etappen rings abgeschnitten wurde, schrien die Kinder dermaßen, dass ihnen manchmal der Atem stockte und sie blau im Gesicht wurden. Mit aller Kraft versuchten sie, sich von ihren Fesseln zu lösen“. Später wirkt es sich aus, dass die Beschneidung dem Opfer irreversibel fast 70 % des sensorischen Penisgewebes raubt mit der unweigerlichen Folge eines erheblichen Sensibilitätsverlustes. Es ist abwegig, Misshandlung, Qual und Kindeswohlverletzung mit der Begründung zu bestreiten, die Eltern wollten die Operation zum Besten des Kindes, sie handelten aus Liebe und religiöser Fürsorge. …

    Lässt aber der Politiker sich nicht trösten und tritt er an die Öffentlichkeit mit dem Vorwurf, er sei nun infolge der Eigenmacht des Arztes lebenslang genitalverstümmelt, so droht ihm die nächste Belehrung; und zwar die bielefeldtsche Rüge, das sei aber eine „diskreditierende Bezeichnung“, die ja den unschädlichen Akt empörender Weise mit der Genitalverstümmelung von Mädchen gleichsetze „und unter Juden und Muslimen daher tiefe Verbitterung“ auslösen müsse. Aber Betroffenen und Kritikern das Wort „Verstümmelung“ zu verbieten, weil die Beschneidungsbefürworter lieber den gärtnerischen Euphemismus hören und gebrauchen, ist natürlich Unfug. Wer einem Menschen, ob Kind oder Erwachsener, den sensibelsten Teil seines Geschlechtsorgans raubt, der verstümmelt ihn an diesem Organ, wie er durch die Amputation des kleinen Fingers die Hand verstümmeln würde. Dass der Penis für den Geschlechtsverkehr mehr oder weniger tauglich bleibt, wie die Hand zum Greifen, tut nichts zur Sache. Der Geist, in welchem der Akt vollzogen wird, mag ihn in den Augen der Gläubigen zu einer heiligen, einer von Gott gewollten, einer den Bund mit Gott stiftenden Verstümmelung machen, aber er bleibt, was er ist: eine Verstümmelung.

    http://www.zis-online.com/dat/ausgabe/2012_10_ger.pdf

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  12. Edward von Roy Says:

    Die jungen- und männerfeindliche skandinavische Spätbeschneiderfront (um Norwegens Beschneidungsterminverschieberin Nummer Eins Anne Lindboe) kämpft für ein schariakompatibles Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz. Aus Sicht dieser Beschneidungsgehilfen darf genital verstümmelt werden, nur bitte nicht so früh und, achja, nur die Jungen und die Mädchen bitte nicht (noch nicht).

    Mal sehen, ob Lena Nyhus (INTACT DENMARK) meinen Kommentar freischalten wird:
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    Edward von Roy
    Your comment is awaiting moderation.
    March 18, 2014 at 2:56 pm

    Susanna Richter: “where little boys get the same protection against reductive genital surgery like girls” – that is interesting, Susanna, why don’t you say: “where little boys get the same protection against reductive genital surgery like LITTLE girls”? Then, unspoken, you would agree it is ok to mutilate the OLDER girls – I hope you wouldn’t. No, we have to protect all children, not only the LITTLE children. It is not ok to protect the LITTLE boys and to mutilate the older boys. Ban the circumcision of all males under the age of 18 years old.

    http://justasnip.wordpress.com/2014/03/18/danish-minister-of-children-and-equality-open-for-debate-on-circumcision/
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    Lena Nyhus ist bzw. war schon mal eindeutiger. Nur so ist es politisch wünschenswert und als Intaktivist absolut geboten:

    Lad os stå sammen om et forbud mod ikke-medicinsk begrundet omskæring af alle børn under 18 år. Vereinen wir uns für ein Verbot der Beschneidung von allen Kindern unter 18 Jahren aus nicht-medizinischen Gründen.

    http://intactdenmark.wordpress.com/
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    Antrag abgelehnt, auch Aaliyah Shaheen versteckt sich hinter dem Jungenwunsch auf Vorhautamputation, dessen Ergebnis wir von Tahsin (KiKA) und seinem kleinen Bruder kennen. Shaheen weiß, dass selbst die 15- oder 16-jährigen Xhosa sich dem Gruppendruck nicht entziehen können und die Durchführung des Rituals irgendwie wünschen:

    „Derfor synes jeg, at det skal være et valg hos drengen. Deshalb glaube ich, dass es [das Beschnittenwerden] die Wahl des Jungen sein sollte.“

    Jungenbeschneidung ist Scharia, über die Verbindlichkeit der Hadithe und die Totalität der Scharia belügt uns Aaliyah Shaheen ganz gezielt:

    „Det er heller ikke et krav ifølge islam, kun en tradition man har taget til sig for ca. 3.000 år siden, over 2.000 år inden islam blev dannet. Sie [die Jungenbeschneidung] ist keine Forderung des Islam sondern nur eine 3.000 Jahre alte Tradition, mehr als 2.000 Jahre älter als der Islam.“

    http://intactdenmark.wordpress.com/2014/03/13/aaliyah-shaheen/
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    Für Schafiiten ist MGM (und FGM!) verpflichtend (farḍ, wāǧib), für Hanbaliten ist MGM verpflichtend, den Malikiten und Hanafiten kommt die Beschneidung einer islamischen Pflicht faktisch gleich. Den Schiiten ist die Beschneidung Pflicht.

    Amongst Ulema (Muslim legal scholars), there are differing opinions about the compulsion of circumcision in Sharia (Islamic law). Imams Abū Ḥanīfa, founder of the Hanafi school of Fiqh (Islamic jurisprudence), and Malik ibn Anas, maintain that circumcision is a Sunnah Mu’akkadah—not obligatory but highly recommended. The Shafi`i and Hanbali schools see it as binding on all Muslims.

    Most Shia traditions regard the practice as obligatory. They rely on sayings that come from classical Shia authors. In one narration Muhammad was asked if an uncircumcised man could go to pilgrimage. He answered „not as long as he is not circumcised“. They quote Ali as saying: „If a man becomes Muslim, he must submit to circumcision even if he is 80 years old“. Another narration from Al-Sadiq says: „Circumcise your sons when they are seven days old as it is cleaner (athar) and the flesh grows faster and because the earth hates the urine of the uncircumcised“. It is also believed that the urine of the uncircumcised is impure, while if one prays with unclean genitals their prayer may not be considered as acceptable, even of those who have been circumcised, meaning that it may have to be repeated again at a time when the believer has purified themselves and removed the impurity. Another hadith of Muhammad states: „the earth cries out to God in anguish because of the urine of the uncircumcised“, and that „the earth becomes defiled from the urine of the uncircumcised for forty days“.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Khitan_%28circumcision%29
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    Islamschönschwätzerin Aaliyah Shaheen flunkert am 16. März 2014 auf ihrer Facebook-Seite:

    „If your religion promotes killing non-believers, beating women, punishing rape-victims, or selling your daughters as wives at 12… You’re not praying to the God above, you’re praying to the one below.“

    https://www.facebook.com/pages/Aaliyah-Shaheen/722485767783266?fref=ts
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    Nach der Scharia geht die Zwangsverheiratung der Tochter schon mit 9 statt mit 12; den islamisch gesehen (Koran 4:34 Frauenprügeln usw.) eindeutig unwahren (und vormodern einen Satan annehmenden) Spruch finden wir im Netz hier, das sieht sehr US-amerikanisch und bibeltreu aus:

    If your religion promotes killing non-believers, beating women, punishing rape victims, or selling your daughters as wives at 12… You’re not praying to the GOD above, you’re praying to the one below!


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    INTACT DENMARK lässt am 29.03.2014 Aaliyah Shaheen auftreten, die dort ja vielleicht endlich von der islamischen absoluten (zwischen Gottgehorsam und Glaubensverrat, zwischen Himmel und Hölle differenzierenden) Beschneidungspflicht mindestens der Hanbaliten und Schafiiten reden wird und endlich verstanden haben wird, dass die Vorhaut und nicht die Eichel der sexuell sensitivste Teil des Penis ist.

    http://intactdenmark.wordpress.com/2014/03/15/generalforsamling-2014-2/
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    Anatomisches Grundlagenwissen speziell für Aaliyah Shaheen:

    The space between the foreskin and the glans is called the preputial space whilst the preputial sphincter of the foreskin is the “drawstring” of the acroposthion (the overhang tip of the foreskin), is formed of the temperature sensitive smooth muscle sheath called the dartos muscle. The frenulum [Latin: fraenum = bridle] is the membrane which attaches the foreskin to the glans and the shaft of the penis and is a highly erogenous web-like tethering structure on the underside of the glans. It’s laden with nerve endings called Meissner’s corpuscles, which are also found in the frenar band (the Ridged Band) a delicate belt or zone of densely innervated soft ridged, corrugated tissue or ridged bands running from the frenulum around the inside of the foreskin. There are around 20,000 coiled, fine touch mechanoreceptor nerve endings (Meissner’s corpuscles) concentrated in the peaks of the ridges, making them the most important sensory component of the foreskin. Specialized erotogenic nerve endings of several types are encapsulated there including the Vater-Pacinian cells, Merkel’s cells, nociceptors, and branches of the dorsal nerve and perineal nerve. These receptors can feel slight motion and stretch, subtle changes in temperature, and fine gradations in texture that are responsible for the perception of fine variations of touch and pleasure. The foreskin has more blood cells and nerve endings than almost any other skin on the body which makes it the most erogenous zone of the male body. If it were unfolded and spread out, the average foreskin would cover an area of 15 square inches or 100 square centimetres, which is about the amount of skin lost to circumcision.

    http://www.acroposthion.com/acroposthion_002.htm

  13. Machandelboom Says:

    Ihr Amtsvorgänger drängelte dazu, eine pauschale Beschneidungserlaubnis auf Kinderwunsch von 16 (Einwilligungsfähigkeit in medizinischen Belangen) auf 15 Jahre (Religionsmündigkeit) abzusenken und Norwegens Kinderrechtsbeauftragte Anne Lindboe murmelte zwar auch mal etwas über diese 15 Jahre, doch längst will sie die Jungenbeschneidung der 12-Jährigen legalisieren (non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed).

    http://www.timesofisrael.com/norwegian-official-jews-muslims-circumcise-out-of-ignorance/

    Innerhalb von vier Wochen wird Norwegen das Beschneidungserlaubnisgesetz vorlegen (Bent Hoie said the new legislation on non-medical circumcision of boys under 18 will be introduced before April 20 … We aim to present a bill before Easter).

    http://www.jpost.com/Jewish-World/Jewish-Features/Norway-to-introduce-new-regulations-on-circumcision-331634

    Und damit sich jeder so richtig gut fühlen kann, lässt man ein paar skandinavische Pseudo-Intaktivisten noch ein wenig Nebel werfen.

    Karrierebewusst widerpricht die dänische Beschneidungsterminaushändlerin und damit faktische Beschneidungsgehilfin Lena Nyhus (INTACT DENMARK) der Beschneidungspflicht der Scharia nicht, sondern will offensichtlich, ganz wie die verstümmelungsbereite Norwegerin Anne Lindboe, die größeren Jungen selbst entscheiden lassen, der mit der Labienamputation oder Klitoridektomie vergleichbaren männlichen Genitalverstümmelung (Zirkumzision) zuzustimmen.

    Mit Aaliyah Shaheen lässt INTACT DENMARK in diesen Tagen auch noch die Desinformation verbreiten, die Jungenbeschneidung sei gar keine islamische Pflicht.

    Wer Jungen ganz genitalautonom „das Recht auf ihren eigenen Körper“ (at vi mener, at barnet har ret til sin egen krop) überlässt, der müsste auch die Mädchen gleich behandeln. Selbst Aaliyah Shaheen weiß, dass dem Fiqh nach Imam asch-Schafi’i die weibliche Beschneidung verpflichtend (wāǧib, farḍ) ist.

    Statt den Kindeswillen zu lobpreisen sollte Lena Nyhus endlich darüber nachdenken, was wirklich heraus kommt, wenn man siebenjährige Mädchen das „Recht auf seinen eigenen Körper“ (ret til sin egen krop) gewährt:

    „Mit sieben Jahren wurde ich beschnitten – auf meinen eigenen Wunsch. Um endlich „eine Frau zu sein“. Erst meine Studienaufenthalte in Europa machten mir deutlich, dass es sich dabei um eine Menschenrechtsverletzung handelte. Hadja Kitagbe Kaba“

    http://www.mama-afrika.org/

  14. Bragalou Says:

    Die gesamtskandinavische Legalisierung der Jungenbeschneidung kommt immer näher. Nur noch darum geht es den genitalautonomen Nebelwerfern, jenen Komplizen der islamischen Ritualbeschneider: Schariafreund oder Multikulturalist, jeder hat sein „Gesicht“ gewahrt, alles kann so bleiben wie es ist.

    Man beachte die doppelzüngige (Taqiyya) Sprache der dänischen Jungen- und Männerfeinde, die zu feige sind die islamische Beschneidungspflicht (Sunna; Scharia) zu kritisieren und die grünes Licht geben für die Beschneidung auf Kinderwunsch, Zitat von „Quisling“ Lena Nyhus:

    „I sidste uge anbefalede Europarådet, at drenge beskyttes mod omskæring af deres raske kønsorganer, indtil de når en alder, hvor de kan bestemme selv på et oplyst grundlag. Det er præcis dét vores medlemmer ønsker indført her i Danmark. Letzte Woche hat der Europarat empfohlen, Jungen vor der Verstümmelung ihrer gesunden Genitalien zu schützen, bis sie ein Alter haben in dem sie für sich selbst auf informierter Grundlage entscheiden können. Das ist genau das was unsere Mitglieder in Dänemark einführen wollen. Lena Nyhus, Vorsitzende.“

    http://intactdenmark.wordpress.com/2013/10/14/aktivister-kober-minister-pressemeddelese/#more-957
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    So tun als ob man gegen Beschneidung wäre und gleichzeitig die (dann auf angeblich eigenen Wunsch des Jungen praktizierte) Beschneidung legalisieren lassen. Wir Intaktivisten denken nüchtern, aber moralisch kann und muss man von Verrat sprechen.

    Für das unmoralische Paktieren mit dem Feind kennt man in Skandinavien einen Begriff auf Q.

    INTACT DENMARK, der „Quisling“ des Intaktivismus.

    http://sv.wikipedia.org/wiki/Vidkun_Quisling#Tysklands_angrepp_.E2.80.93_Quislings_statskupp_.281940.29

  15. Bragalou Says:

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    Ndiyindoda! Demnächst vielleicht auch noch Ngaitana, postmoderne skandinavische FGM efter samtykke.

    26.01.2014, so schleicht sich Schweden an eine staatliche Beschneidungserlaubnis heran. Die samtykke des Jungen ist seine berüchtigte Zustimmung, die Allah nicht erzürnen darf:
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    Den svenske lægeforening mener, at omskæringer kun skal udføres efter samtykke fra drengen. …

    Drenge skal tidligst blive omskåret i 12-13 års alderen. Indgrebet, hvor forhuden bliver fjernet, skal foretages på et hospital og først efter, at der er givet information om smerten og de eventuelle risici, som det kan medføre, mener rådet.

    The Swedish Medical Association believes that circumcision [should be] performed only after consent from the boy. …

    Boys may be circumcised [at] 12-13 years of age, at the earliest. The procedure, in which the foreskin is removed, must be carried out at a hospital and only after [parents are] given information about the pain and the possible risks it can cause, according to the Council.

    http://circumstitionsnews.blogspot.de/2014_01_01_archive.html
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  16. Machandelboom Says:

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    Wer eigentlich ist diese Freundin der Beschneidung auf Kinderwunsch Lena Nyhus?

    Man hätte es sich denken können: wie die kopftuchlose Vorkämpferin für den Hidschab Emel Zeynelabidin – eine Kommunikationsberaterin!!! Die Autorin berät zu Strategieentwicklung, Unternehmenswandel und Kommunikation

    The author is a strategy, change and communications consultant.

    http://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/An-insight-to-the-Denmark-circumcision-debate
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    Die MGM betreffend legt sich Lena Nyhus niemals fest, immer versteckt sie sich, engagiert tuend, hinter irgendwelchen Umfrageergebnissen, eine wahre Meisterleistung an Äquidistanz (strategischer Ungreifbarkeit, moralischer Glitschigkeit).

    Ein beinahe eineinhalb Jahre altes Beispiel, Oktober 2012, das Wort adulthood vermeidet sie heute stil- und karrieresicher:

    To many Danes the case is simple; any man or woman may do with their own bodies what they see fit, when they reach adulthood, but no one – not even parents – should be allowed to make decisions about performing permanent non-medically warranted potentially harmful procedures on behalf of anybody else.

    von: Lena Nyhus
    aus: An insight to the Denmark circumcision debate
    in: The Jerusalem Post 15.10.2012

    http://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/An-insight-to-the-Denmark-circumcision-debate
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    Selten genug bekennt uns ein Chamäleon einen Hauch von Farbe, Lena Nyhus über Lena Nyhus, wahrlich nicht schüchtern:

    Having had the chance to work in key positions in a variety of industries, I have developed and refined my inborn ability to locate the core of a challenge, find the best possible solution and finally communicate it in highly effective yet generally likable manner. It’s as simple as that. Speak to the heart, don’t neglect the mind and an excellent video for the professional market is in the making.

    On set and during the project phase I prefer to be at the center of action – not minding to be the center of attention – however when the situation demands it I can be so discrete that I am practically invisible and in fact that’s a compliment I have often received from clients for my documentary style productions.

    My victims in front of the camera tend to claim that they ‚felt much more comfortable than expected‘ and that ‚it was actually quite fun‘, personally I’d like to think that my many hours spent in front of the camera as key note speaker and in an acting capacity has made me an empathetic director. Anyway, don’t take my word for it. Let me shoot you and then tell me how you like it.

    Spezielle Interessen

    Design, aesthetics and interpersonnel relationships are my primary passions, however, I also have specialised in the rationalisation and restructuring of business organisations in order to optimise growth and earnings. Constant focus on and development of the companys overall strategies and implementing these core values in to every daily decision is another strength of mine.

    http://dk.linkedin.com/in/lenanyhus
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  17. Alarm: Norwegen organisiert die Beschneidung in den Hospitälern Says:

    Die Katze ist, jedenfalls wieder ein bisschen mehr, aus dem Sack:

    Norwegen will Beschneidungen nur noch im Krankenhaus dulden, Norway to mandate hospital circumcision
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    Nachricht von gestern, 19.03.2014.

    Die norwegische kinder- und menschenrechtliche Katastrophe nähert sich wie es zu erwarten war, das Land will die religiösen Jungenbeschneidungen (MGM) komplett in die Krankenhäuser verschieben sprich die männliche Genitalverstümmelung verstaatlichen. Das Vorgehen kennen wir das aus anderen Staaten von der politisch gewollten und ethisch widerlichen Medikalisierung der FGM.

    Der ganz erhebliche penile Sensitivitätsverlust mit Nachteilen für Sexualität und Partnerschaft wird von Bent Høie einfach verschwiegen. Nur noch „Komplikatienen“ sind dem Gesundheitsminister der Rede wert, die es ganz engagiert zu reduzieren gelte:

    “If the children are circumcised in hospitals by competent personnel, we will prevent complications,” Health Minister Bent Høie told the Aftenposten newspaper. “This is the most realistic way to ensure the little guys against damage. All the other proposals risk exposing the boys to injury.”

    Die Beschneidung beschädigt immer und sofort Kindeswohl und spätere Männergesundheit und der Gesundheitsminister weiß das! Wer aber aufbegehrt, so macht Herr Høie uns Beschneidunsgegner implizit lächerlich, verfehle das realistisch Machbare (the most realistic way).

    Gesundheitsminister Bent Høie kapituliert vor dem heilssichernden Vorhautekel der jährlich zweitausend Elternpaare, 99,5 % davon sind muslimisch, 0,5 % jüdisch, und versteckt sich, ausgerechnet, hinter dem Kindeswohlbegriff:

    “A ban on something that is so common for religious or cultural reasons would not be for the good of the children”

    Norwegens Kinderrechtsbeauftragte Anne Lindboe wird in die Ecke der Panikmacher, Nervensägen und Quatschköpfe einsortiert, was machtpolitisch stimmt. Beschneidungsfreundin und Spätbeschneiderin Anne Lindboe wollte allerdings sowieso – wenn überhaupt etwas tun – den Jungen ab sechzehn (steht hier) oder ab dreizehn Jahren (steht hier nicht, im Netz zu finden: non-medical circumcision of pre-teen boys should be outlawed) in seine Beschneidung einwilligen lassen.

    Der Gesundheitsminister stellt die (korrekte) Zahl der jährlichen rituellen Beschneidungen mit 2.000 fest und fragt nur noch, wer die Kosten trägt.

    Das pseudo-intaktivistische Herumgequatsche um die Altersgrenzen (genital autonomy d. h. per Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz zur Legalisierung der Beschneidung von allen Jungen wie dem 2014 auf KiKA gezeigten elfjährigen Tahsin) hat das zu erwartende Ergebnis gezeitigt, Gesetze wie in Deutschland seit 2012 kommeneuropaweit, letztlich also die totale Beschneidungserlaubnis.

    Naja, vielleicht dämmert den Skandinaviern in den nächsten wenigen Wochen noch etwas und sie raffen sich endlich auf zur kinder- und menschenrechtlich einzig akzeptablen Aussage:

    Keine Beschneidung unter achtzehn!

    aus: Norway to mandate hospital circumcision
    in: European News 19.03.2014

    http://www.easybranches.eu/european-news/1601342.html
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    *
    Am Folgetag, d. i. heute (20.03.2014) gelangweilt und verkürzt auch auf Jewish Press:

    http://www.jewishpress.com/news/breaking-news/norway-wants-to-limit-circumcisions-to-hospital-rooms/2014/03/20/

  18. Bragalou Says:

    Der einstige Anwalt der Schulgebetsräume und rechtsstaatsgefährdend einflussreiche Schariafreund Mathias Rohe wird angemessen widerlegt:
    ::

    weil auch das praeputium eine Vielzahl von Nerven besitzt, die eben auf physische Reize reagieren. Wird es vollständig oder nahezu vollständig entfernt, geht damit auch die entsprechende Empfindungsfähigkeit verloren.

    Die Befürworter der Beschneidung halten den Verlust der Vorhaut für unbedeutend, weil dem praeputium keine Funktion zukomme. Das trifft nicht zu. … Ihre sensorischen und mechanischen Funktionen tragen wesentlich zum sexuellen Empfinden bei. Bestätigt wird dieser medizinische Befund durch die dokumentierten Äußerungen von Männern, die erst im Erwachsenenalter beschnitten worden sind. Diese Männer können ja über das Vorher und Nachher berichten. Übereinstimmend wird von einem erheblichen Verlust der sexuellen Empfindungsfähigkeit gesprochen. Es sei etwa so, wie das Sehen ohne Farben. Die Beschneidung der Knaben scheint sich daher von der Beschneidung der Mädchen (Entfernung der Klitoris) nicht so sehr zu unterscheiden.

    Rohe (JZ 2007, 801) kommt zur Straffreiheit der Beschneidung von Knaben nur deswegen, weil er davon ausgeht, daß die Auswirkungen der Beschneidung geringfügig seien und der Bereich des Sozialadäquaten nicht überschritten werde. Es wurde dargelegt, daß dieses nicht zutrifft. Das sei beispielsweise bei der Beschneidung von Mädchen nicht der Fall. Wie oben ausgeführt, ist das unrichtig. Somit muß er sich vorhalten lassen, auf einer unrichtigen Tatsachenbasis zu argumentieren. Aus medizinischer Sicht, wie oben ausgeführt, kann nicht ernsthaft bestritten werden, daß die Entfernung des praeputium erhebliche Folgen hat. Deswegen kann es auch keine Rolle spielen, ob die Beschneidung in der betreffenden Religionsgemeinschaft jedenfalls überwiegend als sozialadäquat angesehen wird.

    Rechtsanwalt Rainer Thesen, Nürnberg
    (Muß die religiöse Beschneidung strafbar sein? – zum „Kölner Beschneidungsurteil“)

    http://www.deutschlandjournal.de/Deutschland_Journal_-_Jahresau/Deutschland_Journal_-_Jahresau/18Kultur_Muss_die_religioese_Beschneidung_strafbar_sein_SWG_DJ2012-7.pdf

    ::

  19. Machandelboom Says:

    *
    Vermutlich kommt es wie in Deutschland, aber ein paar Stimmen wollen noch rasch so tun als ob sie etwas getan hätten.

    Norwegens Krankenschwestern wollten die Jungen genitalverstümmeln lassen, wenn auch „nur“ die älteren Jungen sowie erst auf den berüchtigten „eigenen Wunsch“ hin.

    Grydeland Ersvik ermuntert (noch) nicht zum großen norwegischen Ngaitana, doch wäre die Beschneidungsfreundin und Präsidentin des Krankenschwesterverbandes wirklich konsequent müsste sie fordern:

    “We need to gain acceptance for setting a minimum age limit of 15-16 years for circumcision, so that the girl herself can decide.”

    Wir Kinder- und Menschenrechtler sind nicht gegen die Kleinkindbeschneidung, sondern gegen jede Beschneidung! Juden hätten gute Argumente, wenn sie so eine derartig selektive Beschneidungserlaubnis als antijudaistisch sprich antisemitisch darstellen würden.

    Astrid Grydeland Ersvik ist zu feige, etwas gegen die beschneidungsobligate Scharia zu sagen. So will das postmoderne Norwegen in weniger als vier Wochen statt zu einem kleine Jungen verstümmelnden Zwangsbeschneidungserlaubnisgesetz zu seinem große Jungen verstümmelnden Wunschbeschneidungserlaubnisgesetz kommen.

    Allerdings wird Norwegens Regierung vermutlich noch weniger für die genitale Intakhheit ALLER Bürgerinnen und Bürger tun und die Rabbis nicht traurig und die Mohalim nicht arbeitslos machen.

    Norway’s union of nurses urged the government last month to ban non-medical circumcision of boys under 15. The Norwegian Nurses Organization first reported the plea in an interview with its director, which was posted Tuesday on the organization’s website.

    Grydeland Ersvik ermuntert zum großen norwegischen Ndiyindoda:

    “We need to gain acceptance for setting a minimum age limit of 15-16 years for circumcision, so that the boy himself can decide,” Astrid Grydeland Ersvik said, outlining a presentation she made to health ministry officials at a February 27 meeting.

    Genau verstanden hat es unsere Oberste Krankenschwester:

    “If we get a law that allows this in boys while it is illegal in girls, then this is discriminatory,” she said.

    Dann beschneiden wir doch endlich auch die Mädchen, dann ist das endlich nicht mehr so schlimm discriminatory.

    aus: Norwegian nurses seek brit milah ban
    in: JTA 22.03.2014

    http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/1.581364
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    Mit kollegialen Grüßen. So sieht eine Genitalverstümmlerin aus. Hier die afrikanische Beschneiderin, im Fokus die Klitoris …

    … und hier ihre skandinavische Kollegin mit dem Zielobjekt Penis:

    https://www.facebook.com/astridgrydeland.ersvik?hc_location=timeline
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    Astrid Grydeland Ersvik sieht „in dieser Phase [der Islamisierung Norwegens bzw. der Theologisierung der Politik] keine realistische Chance für ein Verbot der Beschneidungstradition.

    „Wir haben stattdessen versucht, für das Beschneiden eine [Mindest-]Altersgrenze von 15 oder 16 Jahren zu erreichen, nach welcher sich der Junge selbst entscheiden kann.“

    [Astrid Grydeland Ersvik] Hun sier til Sykepleien at forbud mot en slik praksis neppe er realistisk på dette stadiet.

    – Vi prøvde derfor å få gehør for at det settes en aldersgrense på 15-16 år før omskjæring skjer, slik at gutten selv kan avgjøre sier hun.

    (…)

    Eigenfinanzierung statt Verbot

    Trond Markestad, der Vorsitzende des Rates für Medizinische Ethik und Professor für Kinderheilkunde, ist gegen ein Beschneidungsverbot, sondern fordert die Selbstfinanzierung.

    Mot forbud, for egenbetaling

    Trond Markestad er leder av Rådet for legeetikk og professor i barnesykdommer. Han er mot et forbud, men for egenbetaling.

    Immerhin einer vergleicht das Vergleichbare, der Osloer Medizinethiker Jan Helge Solbakk erklärt die vier Typen der Weiblichen Genitalverstümmelung, dem Jungen wird etwa so viel am Genital zerstört wie FGM Typ I (Amputation von Klitorisvorhaut oder Klitoris) oder II (teilweise oder volständige Amputation der kleinen Schamlippen).

    WHOs fire typer

    WHO skiller mellom fire typer omskjæring. Den minst mutilerende formen er fjerning av forhuden på klitoris, med eller uten delvis eller fullstendig fjerning av de små kjønnsleppene.

    Solbakk skriver at denne formen ligge nært opp til det som guttebarn utsettes for i dag.

    Solbakk spør derfor om Norheim ønsker å endre loven av 1995 om rituell omskjæring av jenter, slik at den minst mutilerende formen kan tillates.

    – Eller mener han kanskje at rituell omskjæring av guttebarn har større krav på toleranse og respekt enn en religiøst begrunnet fjerning av forhuden på jenters klitoris? spør han til slutt i kronikken.

    … Solbakk sier at et grunnleggende prinsipp i etikken – rettferdighetsprinsippet – tilsier at like tilfeller skal behandles likt og ulike tilfeller skal behandles forskjellig. Han viser til at Norheim er helt enig i at kvinnelig omskjæring er forbudt.

    Solbakk viser videre til type-inndelingen WHO opererer når det gjelder omskjæring av jenter.

    http://www.sykepleien.no/nyhet/1490309/vil-forby-omskjaring-av-guttebarn

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  20. Machandelboom Says:

    Norwegen. Die Linke stimmt ab – gegen eine Altersgrenze sprich für ungebremstes Beschneiden. Genau wird das jetzt für Norwegen und bald für ganz Skandinavien kommen, zum Schaden der Gesundheit der Jungen und Männer sowie zum Schaden der journalistischen und wissenschaftlichen Redlichkeit.

    Man ist – ganz wie in Deutschland die Wunschbeschneidungslobby MOGiS oder das täglich die Beschneidung bequatschende Beschneidungsforum – schlicht zu feige, unzweideutig und kompromisslos Nein zur menschlichen (weiblichen oder männlichen) Beschneidung zu sagen.

    Skandinaviens Schönwetterintaktivisten sinnierten ein bisschen über Altersgrenzen. Wer das jedoch macht, billigt die Verstümmelung pauschal und, nichts anderes signalisiert er zwischen den Zeilen den Beschneidungsfreunden, will damit letztlich gar nicht ernst genommen werden.

    Die Als-ob-Intaktivisten quatschen ein bisschen … und die Beschneider … nun, sie beschneiden.

    Venstre stemte ned aldersgrense på omskjæring

    Geir Kjell Andersland tilhørte mindretallet som ønsket aldersgrense. … Venstrevedtaket betyr at Venstre støtter helseminister Bent Høies linje i omskjæringssaken.

    Anne Marte Blindheim
    Dagbladet 06.04.2014

    http://www.dagbladet.no/2014/04/06/nyheter/politikk/samfunn/venstre/innenriks/32676206/

  21. Oslo Says:

    ::

    Wie es zu befürchten war hat Norwegen seinen für April angekündigten Gesetzesvorschlag zur Legalisierung der Jungenbeschneidung bekanntgegeben. Die Fakten der lebenslangen genitalen Schädigung, die grundsätzlich auch den Sexualpartner betreffen, werden engagiert ignoriert. Ganz Oslo nickt zufrieden, man verstümmelt Kinder bald ganz legal am Genital. Gutmenschen sind entgrenzt tolerant = enthemmt karrieregeil.

    Die eigentlichen moralischen Verräter sind die Pseudo-Intaktivisten gewesen, die zwischen MOGiS, Intact America und Intact Denmark von „Genitaler Autonomie“ (genital autonomy) gequatscht haben statt zu sagen: zero tolerance, STOPPT die Beschneidung an Mädchen oder Jungen. Es ist wie mit dem Hidschab, die Gutmenschen tun modern und legalisieren das revolutionäre Mittelalter. Nunja, wir werden gegen das globale Kalifat gewinnen, notfalls dauert es noch ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte.

    Die Beschneidung wird in einem religiösen Kontext seit Jahrtausenden praktiziert … in keinem Land ist der Eingriff verboten …

    ::

    Pressemelding, 11.04.2014
    Lovregulerer omskjæring for å hindre helseskade

    Regjeringen foreslår at det legges til rette for omskjæring i spesialisthelsetjenesten for å hindre at gutter blir omskåret av ukyndige personer under helsefarlige forhold.

    Årlig omskjæres omkring 2000 norske guttebarn. Etter at sykehusene sluttet å tilby omskjæring, finnes det ingen oversikt over hvordan og hvor disse inngrepene blir gjort.

    – For å hindre at norske guttebarn utsettes for helsefare er det nødvendig med en lovregulering på dette feltet. Nå sikrer vi at inngrepet blir utført på en forsvarlig måte av kompetent personell, sier helse- og omsorgsminister Bent Høie.

    I lovforslaget som fremmes for Stortinget foreslås det at spesialisthelsetjenesten skal få ansvar for at det finnes et tilbud om rituell omskjæring. Inngrepet kan gjøres på offentlige sykehus eller på private klinikker etter avtale med det offentlige.

    Omskjæring skal som hovedregel utføres av lege, men det åpnes for at også andre kan utføre inngrepet dersom lege er tilstede og står ansvarlig. Nødvendig smertelindring blir påbudt.

    For å tydeliggjøre at dette ikke er en prioriterte tjeneste, foreslås det å innføre egenbetaling. Departementet vil komme tilbake til størrelsen på egenbetalingen i budsjettsammenheng etter at Stortinget har behandlet lovforslaget.

    Det blir ikke foreslått noen lovfestet rett for helsepersonell til å reservere seg mot å utføre inngrepet.

    – Jeg føler meg trygg på at spesialisthelsetjenesten kan finne fram til gode praktiske løsninger slik at inngrepet tilbys, samtidig som det tas hensyn til helsepersonell som av samvittighetsgrunner finner det vanskelig å utføre inngrepet. Det er i alles interesse at rituell omskjæring blir utført på en forsvarlig måte for å hindre at guttene blir utsatt for helsefare, sier Bent Høie.

    Rituell omskjæring av gutter har blitt praktisert i religiøs sammenheng i flere tusen år, og er en tradisjon med dype religiøse motiv for den jødiske og muslimske befolkningen i store deler av verden. Inngrepet er ikke forbudt i noe land.

    http://www.regjeringen.no/nn/dep/hod/pressesenter/pressemeldingar/2014/Lovregulerer-omskjaring-for-a-hindre-helseskade.html?regj_oss=1&id=757284

    Les lovforslaget til Stortinget om rituell omskjæring av gutter
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    Prop. 70 L
    (2013–2014)
    Proposisjon til Stortinget (forslag til lovvedtak)
    Lov om rituell omskjæring av gutter

    Tilråding fra Helse- og omsorgsdepartementet 11. april 2014, godkjent i statsråd samme dag. (Regjeringen Solberg)

    http://www.regjeringen.no/nb/dep/hod/dok/regpubl/prop/2013-2014/Prop-70-L-20132014.html?id=756040

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    Forslag
    til lov om rituell omskjæring av gutter

    § 1 Formål

    Lovens formål er å sikre at rituell omskjæring av gutter utføres på en forsvarlig måte, samt sikre at et tilbud om rituell omskjæring er tilgjengelig.

    § 2 Definisjon av rituell omskjæring

    Med rituell omskjæring menes i denne lov et kirurgisk inngrep hvor forhud rundt penis fjernes helt eller delvis, og hvor formålet er religiøst begrunnet.

    § 3 Virkeområdet – forholdet til andre lover

    Loven gjelder den som tilbyr eller utfører rituell omskjæring i riket.

    Ved utførelse av rituell omskjæring kommer helsepersonelloven og pasient- og brukerrettighetsloven til anvendelse så langt de passer. Pasient- og brukerrettighetsloven kapittel 2 kommer ikke til anvendelse.

    Pasientskadeloven gjelder ved utførelse av rituell omskjæring.

    Kongen kan gi forskrift om at loven helt eller delvis skal gjelde for Svalbard og Jan Mayen, og kan fastsette særlige regler under hensyn til de stedlige forholdene.

    § 4 Offentlig tilbud

    Regionale helseforetak i henhold til helseforetaksloven § 2, skal organisere spesialisthelsetjenesten slik at de som ønsker det innen helseregionen, kan få utført rituell omskjæring av gutter på en forsvarlig måte. I den grad det ikke hindrer et forsvarlig tilbud, skal det tas hensyn til helsepersonell som av samvittighetsgrunner ikke ønsker å utføre eller assistere ved slike inngrep.

    § 5 Adgang til å utføre rituell omskjæring

    Rituell omskjæring av gutter skal utføres av lege.

    Rituell omskjæring kan også utføres av andre dersom lege er tilstede og står ansvarlig for inngrepet. Legen skal påse at inngrepet skjer i henhold til denne loven.

    § 6 Smertelindring

    Rituell omskjæring av gutter kan bare utføres dersom det gis nødvendig smertelindring. Nødvendig smertelindring skal gis forut for, under og etter inngrepet.

    § 7 Informasjon

    Informasjon skal gis i samsvar med helsepersonelloven § 10. Informasjon skal også gis til gutten dersom han har nådd en alder og modenhet som er nødvendig for å forstå informasjonen.

    Opplysning om den informasjon som er gitt, skal nedtegnes i journal som nevnt i helsepersonelloven § 39.

    § 8 Samtykke til rituell omskjæring

    Rituell omskjæring av gutter under 18 år kan bare utføres etter samtykke fra den eller de som har foreldreansvaret for gutten.

    Gutter som er i stand til å danne seg egne synspunkter skal ha rett til informasjon om inngrepet og gis anledning til å si sin mening. Det skal legges behørig vekt på guttens mening i samsvar med alder og modenhet. Rituell omskjæring kan ikke utføres mot guttens vilje.

    § 9 Straff

    En lege som forsettlig eller grovt uaktsomt overtrer lovens §§ 5-8, eller bestemmelser gitt i medhold av lovens § 3, straffes med bøter eller fengsel i inntil tre måneder.

    Den som uten å være lege forsettlig eller grovt uaktsomt overtrer lovens §§ 5-8, eller bestemmelser gitt i medhold av lovens § 3, straffes med bøter eller fengsel i inntil to år.

    § 10 Ikrafttredelse

    Loven trer i kraft fra den tid Kongen bestemmer. Kongen kan bestemme at de enkelte bestemmelsene skal tre i kraft til forskjellig tidspunkt.

    § 11 Endringer i andre lover

    Fra det tidspunkt loven trer i kraft, skal lov 2. juli 1999 nr. 61 om spesialisthelsetjenesten m.m. § 5-5 nytt andre og tredje ledd lyde:

    For inngrep omfattet av lov om rituell omskjæring av gutter skal det kreves egenbetaling. Egenbetaling skal kreves uavhengig av om inngrepet skjer i forbindelse med innleggelse i sykehus eller ved poliklinisk behandling ved institusjon. Egenbetaling skal kreves uavhengig av om inngrepet foretas av helseforetaket eller av spesialist med avtale med det regionale helseforetaket om å utføre inngrepet på vegne av helseforetaket.

    Departementet kan ved forskrift gi nærmere bestemmelser om innholdet etter annet ledd, herunder fastsette størrelsen på egenbetalingen.

    http://www.regjeringen.no/nb/dep/hod/dok/regpubl/prop/2013-2014/Prop-70-L-20132014/14.html?id=756124

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  22. Machandelboom Says:

    Immerhin lesenswert argumentiert Lutz Herzer bei der grundsätzlich genitalverstümmelungsbereiten Katja Dörner (Deshalb habe ich – gemeinsam mit 67 Kolleginnen und Kollegen – im Herbst 2012 im Rahmen der Debatte um die Beschneidung im Deutschen Bundestag einen alternativen Gesetzentwurf zur Diskussion gestellt. Danach darf ein solcher Eingriff nicht ohne die Zustimmung des Jungen selbst erfolgen, der zudem mindestens vierzehn Jahre alt sein muss. Der Gesetzentwurf wurde im Deutschen Bundestag abgelehnt – ein schlechtes Zeichen für die Kinderrechte).
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    Liebe Frau Dörner,

    Ihre Position teile ich grundsätzlich, lediglich Ihre Herangehensweise ist mir zu zaghaft.

    Die Amputation von gesunden und funktionellen Körperteilen hat meiner Auffassung nach nicht das geringste mit der Erziehung von Kindern im 21. Jahrhundert zu tun. Die Botschaft die dem Jungen durch die Beschneidung mit auf den Lebensweg gegeben wird besteht doch darin, dass Gewalt am Körper des Anderen nicht grundsätzlich illegitim ist. Spätestens da erübrigt sich doch die ganze Diskussion über die Grenzen des elterlichen Erziehungsrechts und Artikel 6 (2) GG.

    Die Diskussion über Beschneidung im Rahmen der Kindeserziehung wurde doch nur begonnen, damit überhaupt noch etwas abzuwägen ist. Die Abwägung mit der Religionsfreiheit hingegen würde sich erübrigen, da deren Grenzen in Art. 140 GG i.V.m. Art. 136 WRV im Grundgesetz klar geregelt sind. Die Religionsfreiheit endet dort, wo Straftatbestände beginnen.

    Ebenso ist es im Hinblick auf das Beschneidungsgesetz, den § 1631d BGB, scheinheilig, das Wächteramt des Staates überhaupt noch zu erwähnen. Der Staat hat mit Beschluss des § 1631d das Wächteramt längst aufgegeben und das Verräteramt eingenommen, indem er dafür gesorgt hat, das Zwangsbeschnittenen der Rechtsweg für zukünftige Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen wirksam versperrt bleibt. Eine Anspruchsgrundlage gem. § 823 BGB dürfte mangels Widerrechtlichkeit scheitern.

    Jedoch wage ich zu prognostizieren, dass aus o.g. Gründen in einigen Jahren eine Staatshaftungswelle auf die BRD zukommen wird. Wer meint, in Deutschland gäbe es kein Staatshaftungsrecht für legislatives Unrecht, wird sich möglicherweise wundern. Spätestens vor dem EGMR und dem EuGH werden Kläger ihre Ansprüche durchsetzen können.

    Mit besten Grüßen
    Lutz Herzer

    http://streit-wert.boellblog.org/2013/03/19/eltern-durfen-kindern-keinen-unabanderlichen-stempel-aufdrucken-3/

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  23. Vergleichbarkeit weibliche und männliche Beschneidung Says:

    Die folgende, zwei Jahre alte Dissertation behandelt die FGM oder weibliche Genitalverstümmelung, doch gibt es das Kapitel Exkurs: Zirkumzision und Männliche Genitalverstümmelung, das auf sieben Seiten Lesenswertes bringt:

    Janna Graf: Weibliche Genitalverstümmelung und die Praxis in Deutschland. Hintergründe – Positionen zur Ethik – ärztliche Erfahrungen
    2012

    „Weltweit werden jedes Jahr mehr als 13 Millionen Jungen Verstümmelungen an ihren Genitalien ausgesetzt, dies entspricht 20 Prozent der Jungen weltweit. Heute leben ungefähr 500 Millionen genitalverstümmelte Männer. Während weibliche Genitalverstümmelung weltweit Entsetzen und große Empörung hervorruft, wird die männliche Form der Genitalverstümmelung, beispielsweise auch in den USA, weitgehend akzeptiert. Der Begriff „male genital mutilation“ (MGM) bzw. männliche Genitalverstümmelung wird sehr oft kritisch betrachtet, da befürchtet wird, FGM könnte verharmlost werden.

    Doch selbst wenn man demnach das anatomische und medizinische Ausmaß der weiblichen und der männlichen Genitalverstümmelung nicht vergleichen kann, ist der Begriff männliche Genitalverstümmelung zu verwenden, da auch Jungen unfreiwillig Opfer dieses Eingriffs werden und eventuell unter negativen Folgen zu leiden haben. Genitalverstümmelung von Jungen und Männern ist ebenfalls ein Verstoß gegen die Menschenrechte.

    Wie im Kapitel 2 „Historischer Kontext“ dargestellt, werden die Ursprünge genitaler Verstümmelungen ethnologisch als Blutopfer und Ersatz für Menschenopfer gesehen. Seit jeher werden sie auch durchgeführt um Kontrolle über die Sexualität zu erlangen und zu sichern. Es ist davon auszugehen, dass auch die männliche Genitalverstümmelung ihre Wurzeln in Konzepten sexueller Unterdrückung und Macht hat.

    Männer, die als Babys beschnitten wurden, sind in der Regel nicht über die Funktion der Vorhaut aufgeklärt, sie wissen oft nicht, wie ein normaler Penis aussieht und funktioniert und wachsen in einem Umfeld auf, in dem fast alle Jungen und Männer beschnitten sind, sodass sie wenig Möglichkeiten haben ein Problembewusstsein zu entwickeln. Auch hier besteht eine deutliche Parallele zur FGM.
    Wie bei der weiblichen Genitalverstümmelung erfolgen verstümmelnde Maßnahmen an den männlichen Genitalien weltweit gesehen in den allermeisten Fällen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, sodass die Jungen schwere Infektionen bis hin zu Sepsis und dem kompletten Verlust des Penis erleiden können.

    Unter den Befürwortern der männlichen Genitalverstümmelung herrscht oftmals die Fehlannahme vor, dass Babys keinen Schmerz fühlen. So erfolgt der Eingriff meist ohne jegliche Anästhesie, und der Schmerz, den die Säuglinge erfahren müssen, wird zum Trauma.

    Die männliche Vorhaut besitzt eine Vielzahl sensibler Nerven, die durch Beschneidung zerstört werden. Die Vorhaut dient der Eichel als Schutz und erhält deren sexuelle Sensibilität. Drüsen der Vorhaut produzieren Enzyme, die antivirale und antibakterielle Wirkung haben. Die Vorhaut verteilt die Gleitflüssigkeit des Penis beim Zurückziehen auf eine natürliche Weise und stimuliert durch ihre gleitende Ummantelung beim Geschlechtsverkehr den Mann sowie seine Partnerin.

    Wenn die Eichel ständig freiliegt, verhornt sie und verliert eventuell ihre Sensibilität. Betroffene Männer berichten über sensorische Defizite in der verbliebenen Vorhaut und an der Eichel und über sexuelle Dysfunktionen, die sich als Ejakulations- und Erektionsprobleme zeigen, da ihr Penis manchmal nicht über genügend Haut für eine Erektion verfügt. Teilweise erreichen die Betroffenen nur mit übergroßer Stimulation einen Orgasmus.

    Auch die Partnerinnen von genital verstümmelten Männern berichten über Konsequenzen für ihr Sexualleben. Da ihre Männer teilweise übermäßige Stimulation brauchen, neigen sie zu heftigen Stoßbewegungen, was zu Schmerzen bei den Frauen führt.

    Intimität und eheliches Glück können ebenso wie bei FGM durch ständig wiederkehrende Probleme auf sexueller Ebene erheblich gestört sein.

    Es ist davon auszugehen, dass viele Betroffene unbewusst an ihre Kinder weitergeben, was ihnen selbst angetan wurde. Beschnittene Väter projizieren mitunter ihre eigenen Ängste davor, beschnitten zu sein, auf den unversehrten Sohn, sodass auch dieser beschnitten werden muss, um die väterliche Angst zu reduzieren.
    Die Folge ist eine Spirale aus Gewalt, Angst, Wut und Hass.“

    Frankfurt
    Signatur: 2012 B 20509
    Leipzig
    Signatur: 2012 B 26431

    http://d-nb.info/102370708X

    http://d-nb.info/1022931547/about/html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Genitalverst%C3%BCmmelung

    Cato sei Dank für Entdeckung und Hinweis

    http://beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4574&s=257309698f4c0b3d3584a8e1688391e29886518d

  24. Edward von Roy Says:

    ::
    Ein Ulmer Kinderarzt rechnet vor, dass jährlich Zehntausenden von kleinen Jungen hierzulande die Vorhaut ohne medizinischen oder religiösen Grund entfernt wird. Krankenkassen zahlen für die Beschneidungen.

    In Deutschland gibt es pro Jahr etwa 28.000 nutzlose Beschneidungen, die weder einen triftigen medizinischen Grund, noch einen religiösen Anlass haben. Das behauptet der Ulmer Kinderarzt Dr. Christoph Kupferschmid in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift für Kinder- und Jugendärzte. Jede Beschneidung koste die Kassen zwischen 150 und 300 Euro, wodurch die gesetzliche Krankenversicherung jährlich um bis zu 8,4 Millionen Euro belastet werde. Das Engagement der Kinderärzte gegen rituelle Beschneidungen sei angesichts dieser „riesigen Zahl von unnötigen Beschneidungen im medizinischen Bereich“ kaum glaubwürdig, meint der Kinderarzt.

    Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung muss feststellen, dass binnen vier Jahren die ambulanten sogenannten Zirkumzisionen um 34 Prozent ansteigen, obwohl die Zahl der Jungen in Deutschland insgesamt zurückgeht. Eine bundesweit verlässliche Statistik gibt es allerdings nicht. Die Kiggs-Studie des Robert-Koch-Instituts zählte 2007 insgesamt 670.000 beschnittene Jungen unter 18 Jahren in Deutschland. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund waren bereits fast zehn Prozent beschnitten, bei Migrantenkindern 15,3 Prozent.

    Die hohen Beschneidungszahlen ohne rituellen Anlass hält Kupferschmid vor allem für ein Problem der Medizin. Weil eine verengte Vorhaut bei Neugeborenen völlig normal ist und bei 96 Prozent aller Jungen vorkommt, dreht sich die ärztliche Diskussion darum, bis wann sich diese sogenannte Phimose zurückgebildet haben und ab wann behandelt werden sollte. …

    Im August 2013 wurde die deutsche Leitlinie für die Phimosenbehandlung (PDF) entsprechend angepasst, von einer Beschneidung als Vorsorgemaßnahme wird dort explizit abgeraten. Eine Therapie sollte erst im Vorschulalter erfolgen, wenn die Phimose tatsächlich Probleme bereitet. Eine Operation ist auch nicht die einzige Möglichkeit. Zuvor kann versucht werden, die enge Vorhaut mit Salbe zu behandeln.

    Kinderarzt Kupferschmid beklagt nicht nur die unnötigen Eingriffe und Kosten, sondern auch das darauf folgende Leid der Behandelten. Bei einer durchschnittlichen OP-Komplikationsrate von fünf Prozent rechnet er jährlich mit 1400 Kindern, die überflüssigerweise an den Folgen des Eingriffs leiden. …

    ANMERKUNG Leider sagt Christoph Kupferschmid nicht, dass die medizinisch nicht absolut gebotene Beschneidung immer schädigt und immer Leid bedeutet. Zu beklagen ist auch, dass nicht darauf hingewiesen wird, dass das durchschnittliche Lebensalter für die soganannte Retraktierbarkeit (retractibility, retraction) bei 11,4 Jahren liegt (ELF KOMMA VIER) und eben nicht „im Vorschulalter“. Durchschnittswert bedeutet (Verteilungskurve), dass der Junge auch 13 oder 15 Jahre alt sein kann bis die Vorhaut Eichelkranz (Corona glandis) und Kranzfurche (Sulcus coronarius) ganz freigibt. Gegen Mythos und Praxis des Vor-Schulbeginn-Den-Jungen-Noch-Schnell-Beschneiden müssen Sozialpädagogen und Jungenarbeiter etwas tun.

    von: Christian Seel
    aus: Beschneidung ohne Not?
    in: OnMedia.de (gofeminin.de) 18.07.2014

    http://www.onmeda.de/g-kinder/beschneidung-3102.html

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    Ein kindeswohlgefährdendes Ärgernis sind die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie Phimose und Paraphimos (006/052 – S1-Leitlinie Phimose und Paraphimose aktueller Stand: 08/2013)

    „Bei unkompliziertem Verlauf ist der Beginn einer Therapie im Vorschulalter, bei Beschwerdefreiheit auch später, zu empfehlen.“

    Was soll das? Es ist grundsätzlich überhaupt nichts zu tun, gerade „bei Beschwerdefreiheit“ haben Erwachsene ihre Finger (und Scheren bzw. Skalpelle) vom Kindergenital zu lassen. Das verantwortungslos dahergesagte „Therapie im Vorschulalter“ soll wohl Bedarf wecken. ELF KOMMA VIER (11,4 Jahre) ist der Durchschnittswert der (völligen) Retraktierbarkeit, das meint den Jungen im fünften oder sechsten Schuljahr, nicht „im Vorschulalter“. Ganz schlimm: kein Wort der Warnung vor der vorzeitigen gewaltsamen Retraktion (Premature, forcible, foreskin retraction, PFFR), man lese dazu bitte unten bei John Geisheker oder bei den ausgezeichneten Doctors Opposing Circumcision.

    „Zirkumzisionen sind mit einer signifikanten Komplikationsrate behaftet.“

    Das ist verantwortungslos irreführend, die Beschneidung ist Genitalverstümmelung und schädigt in jedem Fall. Es ist kinderfeindlich, männerfeindlich und wissenschaftsfeindlich von der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, die bekannten zerstörerischen Folgen jeder Beschneidung (Sorrells et al. zu fine-touch, s. u.; Frisch et al. zu Sex und Ehe / Partnerschaft, s. u.) einfach auszublenden.

    http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/006-052l_S1_Phimose_Paraphimose_2013-08.pdf

    ::
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    Premature, forcible, foreskin retraction (PFFR)

    Doctors Opposing Circumcision

    http://www.doctorsopposingcircumcision.org/info/info-forcedretraction.html

    What Is the Greatest Danger for an Uncircumcised Boy? A doctor’s visit can harm your boy.

    Written by John Geisheker, J.D., LL.M.

    http://www.psychologytoday.com/blog/moral-landscapes/201110/what-is-the-greatest-danger-uncircumcised-boy

    ::
    ::

    Fine-touch pressure thresholds in the adult penis.

    Sorrells ML, Snyder JL, Reiss MD, Eden C, Milos MF, Wilcox N, Van Howe RS

    CONCLUSIONS: The glans of the circumcised penis is less sensitive to fine touch than the glans of the uncircumcised penis. The transitional region from the external to the internal prepuce is the most sensitive region of the uncircumcised penis and more sensitive than the most sensitive region of the circumcised penis. Circumcision ablates the most sensitive parts of the penis.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

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    ::

    Male circumcision and sexual function in men and women: a survey-based, cross-sectional study in Denmark

    Morten Frisch, Morten Lindholm and Morten Grønbæk

    Conclusions Circumcision was associated with frequent orgasm difficulties in Danish men and with a range of frequent sexual difficulties in women, notably orgasm difficulties, dyspareunia and a sense of incomplete sexual needs fulfilment. …

    http://ije.oxfordjournals.org/content/early/2011/06/13/ije.dyr104.full

    ::

  25. Boulder, Colorado Says:

    ARTICLE 50: GENITAL CUTTING OF MALE MINORS

    SEC. 5001. PROHIBITION OF GENITAL CUTTING OF MALE MINORS.
    Except as provided in SEC. 5002, it is unlawful to circumcise, excise, cut, or mutilate the whole or any part of the foreskin, testicles, or penis of another person who has not attained the age of 18 years.

    SEC. 5002. EXCEPTIONS.
    (a) A surgical operation is not a violation of this section if the operation is necessary to the physical health of the person on whom it is performed because of a clear, compelling, and immediate medical need with no less-destructive alternative treatment available, and is performed by a person licensed in the place of its performance as a medical practitioner.

    (b) In applying subsection (a), no account shall be taken of the effect on the person on whom the operation is to be performed of any belief on the part of that or any other person that the operation is required as a matter of custom or ritual.

    SEC. 5003. PENALTY.
    Any person who violates any provisions of this Article shall be deemed guilty of a misdemeanor and upon conviction such person shall be punished by a fine not to exceed $1,000 or by imprisonment in the County Jail for a period not to exceed one year, or by both such fine and imprisonment.

    https://www.facebook.com/sfmgmbill/info

    http://www.sfmgmbill.org/

    to be circumcised should be the choice of each male when he’s over 18

    Lloyd Schofield

    http://blogs.kqed.org/newsfix/2011/06/08/live-9-a-m-circumcision-ban-author-and-opponent-discuss-the-issue/

    Canadian Criminal Law

    268. (1) Every one commits an aggravated assault who wounds, maims, disfigures or endangers the life of the complainant.

    Excision

    (3) For greater certainty, in this section, “wounds” or “maims” includes to excise, infibulate or mutilate, in whole or in part, the labia majora, labia minora or clitoris of a person, except where

    (a) a surgical procedure is performed, by a person duly qualified by provincial law to practise medicine, for the benefit of the physical health of the person or for the purpose of that person having normal reproductive functions or normal sexual appearance or function; or

    (b) the person is at least eighteen years of age and there is no resulting bodily harm.

    http://en.wikibooks.org/wiki/Canadian_Criminal_Law/Offences/Aggravated_Assault#Endangering_life

    „Ban the circumcision of boys under the age of 18“

  26. Boulder, Colorado Says:

    Mutilators & business alliance say: „It’s a personal choice.“ Let us say NO to genital autonomy for our children (‚child‘ is any person below the age of 18 years), and YES to their genital intactness.

  27. Danken wir dem Beschützer des Kindeswohls Lloyd Schofield Says:

    He thinks the decision to be circumcised should be the choice of each male when he’s over 18 years old. Schofield

    http://blogs.kqed.org/newsfix/2011/06/08/live-9-a-m-circumcision-ban-author-and-opponent-discuss-the-issue/

  28. Danken wir dem Beschützer des Kindeswohls Schofield Says:

    “MALES need protection as females do,” says Lloyd Schofield

    http://www.economist.com/node/18712852?story_id=18712852&fsrc=rss

  29. Machandelboom Says:

    Es werde Licht, Herr erlöse uns vom Präputium. Die Vorhaut ist des Teufels und der muss bekämpft werden, ob als afropazifischer Stamm oder US-amerikanischer, von AIDS-Prophylaxe predigender Arzt. Die wollen in den Himmel kommen! Ein Blick auf das ansonsten leider die Beschneidung etwa im Sinne des Mario Lichtenheldt verharmlosende jedenfalls als mit der Klitorisamputation unvergleichbar missverstehende Beschneidungsforum:

    Auf meine Frage, ob er denn auch medizinisch nicht notwendige Beschneidungen durchführe, schaute er mich ganz verdutzt an und meinte: „Ja, selbstverständlich! Wenn es verlangt wird, mach ich das. Diese Leute glauben ja schließlich, dass sie sonst nicht in den Himmel kommen!

    Weguer am Dienstag, 4. Dezember 2012, 14:13

    http://beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=1526&s=e6040884e941be21a8f91d5cc9f0becc5a59847b

  30. Carcinòl Says:

    Der intaktivistische Grundlagentext schlechthin von Edward von Roy. Selbst das die globale Verstümmelungspraxis eher notorisch begaffende und im Chor amorph herumplappernde Beschneidungsforum blickt gelegentlich klar und nennt die politisch brisanten und unbequemen anatomischen Fakten.

    Foristin Tante Jay das ist Kerstin Ludwig beispielsweise leitet am heutigen Tage Urologenportal c/o Dr. med. Martin Baunacke von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (für die PatientenAkademie der DGU; Assistenzarzt, Klinik für Urologie, Dresden) vorbildlich auf den gebotenen Pfad:
    ___
    ___

    [Zitat]

    Sehr geehrter Herr Dr. Baunacke,

    Ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Kerstin Ludwig, ich bin Journalistin, Bloggerin und eine sog. „Intaktivistin“ – unser Ziel ist in der Tat das Verbot jeglicher Genitalbeschneidung, solange keine medizinischen Gründe vorliegen.

    Ihre Umfrage zum Urologenportal habe ich gesehen, aber konnte diese nicht guten Gewissens abschließen, weil sie ein falsches Bild gezeichnet hätte.

    Insbesondere der Punkt „Beschneidung“ hat bei mir Fragen aufgeworfen, die ich gerne geklärt hätte.

    Sie schreiben im Punkt „Beschneidung aus medizinischen Gründen“ korrekterweise, dass die Vorhaut bei Kindern mit der Eichel verklebt ist („Präputialverklebung“). Allerdings habe ich hier andere Zahlen über die freie Beweglichkeit, als Sie sie haben.

    Nach meinem Wissensstand, der auch von amerikanischen Ärzten geteilt wird, ist das durchschnittliche Alter der freien Retrahierbarkeit der Vorhaut bei 10,4 Jahren. Das spricht eklatant gegen ihre Zahl, dass 90% der Jungen bereits im Alter von 3 Jahren über eine frei retrahierbare Vorhaut verfügen.

    Ich stütze mich hier auf Dr. Ryan McAllister und der NGO „Doctors opposing circumcision“. Den dazugehörigen, wissenschaftlich fundierten Artikel, der auch die Altersangaben der Gairdner-Studie, auf die sich sich offenbar stützen, widerlegen, finden Sie hier:

    http://www.doctorsopposingcircumcision.o…retraction.html

    Die Gairdner-Studie war in der Tat die erste, die sich mit der vollständigen Retrahierbarkeit befaßt hat, aber sie war fehlerhaft, weder die Altersangaben noch die Prozentzahlen waren korrekt.

    Folgestudien haben das bewiesen.

    Weiterhin schreiben Sie, dass dass sog. „Ballooning“ sowie wiederkehrende Balanitis und wiederkehrende Entzündungen der Harnwege, wenn keine andere Ursache gefunden werden kann, eine Indikation für eine Beschneidung sind.

    Auch als medizinischer Laie möchte ich ihnen hier auf das Schärfste widersprechen.

    Balanitis/wiederkehrende Harnwegsinfektionen:
    Viele Kinderärzte und Urologen erklären Eltern immer und immer wieder, dass sie die Vorhaut „vorsichtig“ zurückziehen müssen, um „darunter das Smegma zu entfernen“.

    Und genau DIESE Anweisungen verursacht erst diese wiederkehrenden Entzündungen, die dann unglücklicherweise nur mit einer Beschneidung gelöst werden können.

    Es fehlt hier sehr klar der deutliche Hinweis, dass aufgrund der auch von ihnen eingangs genannten Präputialverklebung die Vorhaut auf gar keinen Fall zurückgezogen werden darf. Niemals. Der *einzige* der die Vorhaut zurückzieht, ist der Junge selber, sonst niemand.

    Wenn die Präputialverklebung aufgebrochen wird, wird ein in sich geschlossenes System geöffnet. Das erzwungene Retrahieren der Vorhaut hinterläßt in den meisten Fällen eine Wunde, über die Bakterien erst eindringen können. Die Folge sind Balanitis und Harnwegsinfektionen, die in einer intakten Vorhaut nicht stattfinden.

    Schlimmer noch: Die Vorhaut kann narbig abheilen, was dann in der Tat eine Beschneidungsindikation ist.

    Ballooning:

    Ich stütze mich hier auf Doctors opposing circumcision, die die Beschneidung für kontraindiziert halten – und ich stimme ihnen hier vollen Herzens zu.

    Die Präputialverklebung erfolgt durch eine hauchdünne Membran. Diese löst sich mit hormonellen Veränderungen langsam auf, das geschieht aber nicht gleichmäßig. Auch der dünne Muskelring an der Spitze der Vorhaut wächst nicht immer mit – kindliches Wachstum ist ebenso nicht gleichmäßig.

    Solange es keine großen Probleme, wie z.B. verlängertes Harnverhalten gibt, kann man das Problem sehr gut mit Salbentherapie lösen, bei der hochdosierte Cortison- oder Steroidsalben aufgetragen werden und der Effekt der Salbe gezielt zur Dehnung genutzt wird.

    Oder man lässt es einfach so und wartet bis sich das auswächst.

    Weitere Kritikpunkte:

    Was mir auf der gesamten Beschneidungsseite fehlt, ist, dass die radikale Zirkumzision das allerletzte Mittel sein sollte, nicht das erste, wie es ein Grundsatz bei jedem chirurgischen Eingriff ist.

    Salbentherapien, Triple Incision (wo in der Länge weggenommen wird was in der Breite fehlt): All das sind mildere, vorhauterhaltende Mittel.

    Auch bin ich sehr verwundert, dass Sie keinerlei Langzeitprobleme bei der Beschneidung erwähnen, wie z. B. dass die Vorhaut inklusive Frenulum das sensitivste Organ am männlichen Penis ist, dass die Eichel lediglich über drucksensitive Nervenenden verfügt, während die Vorhaut über sog. Fine-touch-Nervenzellen verfügt, die ähnlich sensitiv wie die Nervenzellen der Fingerbeere sind.

    Erektile Dysfunktion, schmerzhafte Erektionen, „haarige Schäfte“: All das sind Komplikationen, die direkt auf die Beschneidung zurückzuführen sind.

    Sie wollen an der Stelle vielleicht auch die Studie von Sorrells et al zu Rate ziehen:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17378847

    Und ergänzend hierzu vielleicht noch die Studie von Frisch et al:

    http://ije.oxfordjournals.org/content/ea…dyr104.abstract

    Die Beschneidung von Kindern zur Vermeidung von Krankheiten:

    Es stellt eine Verletzung der medizinischen Ethik da, präventiv Körperteile zu entfernen, weil sie sich vielleicht irgendwann in der Zukunft entzünden könnten (nicht einmal erwähnt, dass die meisten Entzündungen problemlos abheilen können).

    Wie ist ihre Stellungnahme hierzu?

    Sie haben des Weiteren in der FAQ geschrieben (ich zitiere hier):

    Hat die Beschneidung Auswirkungen auf das Liebesleben? Manche Männer berichten über verstärkte Höhepunkte beim Geschlechtsverkehr (Orgasmen). Auch vermehrte Ausdauer beim Geschlechtsverkehr wird angegeben.

    Es fehlt hier der Hinweis, dass das allenfalls in den ersten Jahren nach der Beschneidung der Fall ist. Irgendwann ist die Eichel so keratinisiert, die Haut der Eichel so verdickt, dass die Männer kaum noch etwas spüren.

    „Vermehrte Ausdauer“ ist ein beschönigender Begriff dafür, dass der Mann dann länger *muss* – nicht *kann*.

    Vergleiche hierzu auch die beiden angeführten Studien Sorrells et al. und Frisch et al.

    Zuguterletzt:

    Laut einer sehr aktuellen Schmerzstudie der Universität Oxford hat sich unter einem MRI-Scan gezeigt, dass Säuglinge bis zu 4x sensitiver auf Schmerzreize reagieren als Erwachsene.

    Sie haben auch eine wesentlich geringere Schmerzschwelle als Erwachsene.

    Es reicht bei Babies kein „penile Block“ – der wirkt nicht. Eine örtliche Betäubung mit EMLA *kann* allenfalls oberflächlich wirken, zudem ist EMLA nicht für die Anwendung an Schleimhäuten zugelassen.

    Der Artikel ist vielleicht von Interesse:

    http://www.ox.ac.uk/news/2015-04-21-babies-feel-pain-adults

    Ich weiß, dass meine Kritik harsch ist, aber das Urologenportal ist weitflächig bekannt und Fehlinformationen hier sind fatal – wenn jemand in die Beschneidung gedrängt wird der hinterher erst feststellt, dass die Versprechungen des Portals zum Teil auf Fehlinformationen, zum Teil aber auch leider auf geschickter Rhetorik aufgebaut sind. Das ist auch keine vollständige Liste der problematischen Teile auf dem Portal, ich habe die weniger wichtigen Dinge ausgeblendet.

    Eine einmal abgetrennte Vorhaut ist abgetrennt – und kann auch mit Vorhautwiederherstellung (die inzwischen von einer stark wachsenden Gruppe beschnittener Männer betrieben wird – wie kann das sein, wenn doch „keine Auswirkungen auf das Liebesleben“ folgen?) nicht ersetzt werden.

    Ich bitte Sie daher, die Informationen auf dem Urologenportal noch einmal zu überarbeiten. Sie entsprechend nicht dem medizinischen Standard, und das sollte man doch bei einem offiziellen Portal erwarten können.

    [Zitatende]

    ___
    ___

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3798
    ___
    ___

  31. Edward von Roy Says:

    There is no medical reason for routine circumcision of boys or men.

    The primary zones of male erotogenous sensitivity are the frenulum and the ridged band. These zones are orgasmic triggers. Most people are surprised to learn that the glans penis is one of the least sensitive parts of the entire body. We therefore see: so-called voluntary medical male circumcision (VMMC) in fact is genital mutilation.

    There is no evidence that lack of circumcision is a risk factor for HIV infection. Quite the contrary, male circumcision may increase male-to-female transmission of HIV.

    CONDOMS protect against HIV, circumcision does NOT.

  32. Edward von Roy Says:

    ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt

    its only foundations are habit and fear
    ::

    Abraham Geiger (geboren am 24. Mai 1810 in Frankfurt am Main; gestorben am 23. Oktober 1874 in Berlin) war ein deutscher Rabbiner und zeitweise durchaus ein entschiedener Beschneidungsgegner.

    Am 18.03.1845 schrieb Abraham Geiger privat an Leopold Zunz:

    „[die Beschneidung] verbleibt ein barbarisch blutiger Akt, der den Vater mit Angst erfüllt, die Wöchnerin in krankhafte Spannung versetzt, und das Opferbewusstsein, das sonst dem Akte eine Weihe gab, ist doch nun einmal bei uns verschwunden, wie es denn, als ein rohes, auch keine Befestigung verdient.“

    http://www.archive.org/stream/abrahamgeigersn01kircgoog/abrahamgeigersn01kircgoog_djvu.txt

    http://www.archive.org/stream/lbi_kobler_mf760_reel15/lbi_kobler_mf760_reel15_djvu.txt

    auch bei Jérôme Segal S. 217

    http://jerome-segal.de/Publis/SEGAL-Beschneidung-Maerz2014.4-12.pdf

    Another Reform leader Abraham Geiger (1810-1874), who led reform groups in Breslau, Frankfurt and Berlin, called circumcision „a barbaric act of blood-letting rite“

    http://www.the-jewish-story.org/germany.html

    http://www.aish.com/jl/h/cc/48955721.html

    The fact remains that it is a barbaric, gory rite which fills the infant’s father with fear and subjects the new mother to harmful emotional strain. The sense of sacrifice, which in days long past lent an aura of consecration to this ceremony, has long since vanished from our midst; nor is so brutal a thought deserving of perpetuation. True, in the olden days religious sentiment may have clung to it; at present, however, its only foundations are habit and fear, and we surely have no desire to dedicate temples to either.

    http://www.israel613.com/reform.htm

    טורים, מחקרים בהיסטוריה ותרבות יהודית מוגשים לד“ר ברנרד לנדר
    von: Michael A. Shmidman, Bernard Lander
    p 20

    https://books.google.de/books?id=K7fYHDDQ_FkC&pg=PA20&lpg=PA20&dq=%22The+fact+remains+that+it+is+a+barbaric,+gory+rite+which+fills%22&source=bl&ots=BTDSwJt05K&sig=Hxcz1pWfoY0jCEaQzPdJGfukJsU&hl=de&sa=X&ved=0CCMQ6AEwAGoVChMI8_Tj1NqIyQIVhnsOCh32cwYH#v=onepage&q=%22The%20fact%20remains%20that%20it%20is%20a%20barbaric%2C%20gory%20rite%20which%20fills%22&f=false

  33. Edward von Roy Says:

    1978 gründete sich in Rom die World Association for Sexual Health (WAS). WAS besteht bis heute, ihr Hauptziel sei „sexuelle Gesundheit“ (the WAS main goal is to promote sexual health for all through sexological science).

    https://en.wikipedia.org/wiki/World_Association_for_Sexual_Health

    Betrachten wir ihr Grundlagenpapier Erklärung der sexuellen Menschenrechte. Declaration of Sexual Rights. Alles Fred Karst oder was? Und bzw. oder soll so die neun Jahre alte islamische Ehefrau irgendwie genitalautonom gleich mit legalisiert werden?

    Erklärung der sexuellen Menschenrechte
    Declaration of Sexual Rights

    Verabschiedet von der Generalversammlung der World Association for Sexual Health (WAS) am 26. 08.1999 in Hongkong (Volksrepublik China) /
    Adopted by the General Assembly of the World Association for Sexual Health (WAS) August 26, 1999, in Hong Kong (People’s Republic of China)

    Übersetzung: Rolf Gindorf:

    „1. Das Recht auf sexuelle Freiheit.

    Sexuelle Freiheit als sexuelle Selbstbestimmung umfasst die Freiheit eines jeden Individuums, alle seine sexuellen Möglichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Dies schließt jedoch zu jeder Zeit und in jedweden Lebenssituationen alle Formen sexuellen Zwangs, sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch aus.“

    Die Kinderfeinde von der Päderastenlobby (Kind ist Mensch unter 18 Jahren) definiert sich erklärlicherweise weder als ausbeuterisch noch als missbrauchend. Hier fehlt zu Genitalautonomie („sexuelle Selbstbestimmung“) das Bekenntnis: Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Kindern (unter 18) und Volljährigen gibt es nicht.

    Soll der Minderjährige (weiblich oder männlich) in sein rituelles genitales Verstümmeltwerden einwilligen dürfen? Ab 16, ab 14, ab 12 Jahren? Nein, wer 17 ist und jünger, kann die lebenslangen nachteiligen Folgen etwa einer schafiitischen Chitan (anglis. khitan, darunter auch sunat perempuan) oder Brit Mila auf Sexualität und Partnerschaft noch gar nicht abschätzen und einschätzen.

    „2. Das Recht auf sexuelle Autonomie, sexuelle Integrität und körperliche Unversehrtheit.

    Dieses Recht beinhaltet die Fähigkeit zu selbständigen Entscheidungen über das eigene Sexualleben im Rahmen der eigenen persönlichen und sozialen Ethik. Es umfasst auch das Recht auf Verfügung über und Lust am eigenen Körper, frei von jeder Art von Folter, <strongVerstümmelung [vgl. u. mutilation] und Gewalt.“

    Man war zu feige, die Überwindung der rituellen Beschneidungen (HGM d. i. FGM oder MGM) zu fordern – oder hat einfach nicht daran gedacht.

    1. The right to sexual freedom.

    Sexual freedom encompasses the possibility for individuals to express their full sexual potential. However, this excludes all forms of sexual coercion, exploitation, and abuse at any time and situations in life.

    2. The right to sexual autonomy, sexual integrity, and safety of the sexual body.

    This right involves the ability to make autonomous decisions about one’s sexual life within the context of one’s own personal and social ethics. It also encompasses control and enjoyment of our own bodies free from torture, mutilation [Verstümmelung, siehe oben], and violence of any sort.

    Da ist das Wort: mutilation, Verstümmelung. Scharia und Halacha verstümmeln nicht, sondern machen heil, sagen die lesekundigen Freunde der Wortwörtlichkeit unter den Religiösen. In schriftlosen Traditionen etwa diverser Ethnien Afrikas wird die Beschneidung der Mädchen oder Jungen vergleichbar als Einweihen, Reinigen, Heiratsfähigmachen u. dgl. gesehen, nicht als Zerstören.

    Wer da so alles mitwirkt:

    PRÄSIDIUM • GOVERNING BOARD:
    Prof. Dr. Ernest Borneman† • Rolf Gindorf (Ehrenpräsidenten • Honorary Presidents)
    Prof. (US) Dr. Jakob Pastötter (Präsident • President) • Prof. Dr. Karla Etschenberg (Vizepräsidentin • Vice President)
    Wolfgang Gindorf (Sekretär • Secretary)
    KURATORIUM • INTERNATIONAL ADVISORY BOARD:
    Prof. John De Cecco, PhD (San Francisco) • Prof. John Gagnon, PhD (New York) • Prof. William Granzig, PhD (Winter Park)
    Prof. Dr. Igor S. Kon (Moskau) † • Prof. Dalin Liu (Schanghai) • Prof. John Money, PhD (Baltimore) †
    Prof. Man Lun Ng, MD (Hongkong) • Prof. Martin S. Weinberg, PhD (Bloomington)
    INTERNATIONALE MITGLIEDSCHAFTEN • INTERNATIONAL AFFILIATIONS:
    European Federation of Sexology (EFS) • World Association for Sexual Health (WAS)
    DGSS-INSTITUT FÜR LEBENS- UND SEXUALBERATUNG • DGSS SEXUAL COUNSELING INSTITUTE:
    Leitung • Head: Rolf Gindorf (Düsseldorf)

    http://www.sexologie.org/sexualrechte.htm


    Was zu befürchten war! Die in Düsseldorf ansässige Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS, German Society for Social Scientific Sexuality Research) bagatellisiert, schlimmer, sie bewirbt die männliche Beschneidung d. i. männliche Genitalverstümmelung:

    „Was tun bei Vorhautverengung (Phimose)?

    Beim Geschlechtsverkehr und bei der Selbstbefriedigung muss die Vorhaut ganz über die Eichel am steifen Glied zurückgeschoben werden können (das passiert „automatisch“ beim Eindringen in Scheide oder After). Beim Onanieren müsste man das ohne Probleme hinkriegen – sonst eine Zeitlang üben!

    Leider kommt es aber relativ häufig vor, dass dies wegen einer angeborenen oder erworbenen Vorhaut-Verengung (Phimose) gar nicht, nur teilweise bzw. nicht ohne Schmerzen geht. Dann muss vom Facharzt (Urologen, Andrologen, Dermatologen oder Chirurg) eine Beschneidung (ganz oder nur teilweise, je nach konkreter Situation) durchgeführt werden – meist ambulant. Das sollte auch deswegen geschehen, weil eine Phimose die Entstehung eines Peniskarzinoms (Krebs) fördert.

    Also: zu einem Urologen, Andrologen, Hautarzt oder Chirurgen gehen und sich beraten lassen! Eine etwa nötige Beschneidung (Zirkumzision) wird mit Sicherheit überlebt (auch wenn es danach ca. 1 – 2 Wochen wehtut, etwa beim Wasserlassen, und man in derZeit auch nicht onanieren oder Geschlechtsverkehr haben sollte). Nach einer Eingewöhnungszeit macht der Sex danach wieder Spaß!

    Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

    Übrigens werden weltweit etwa 1 Milliarde Menschen gleich nach der Geburt aus religiös-hygienischen Gründen „automatisch“ beschnitten, z. B. alle Moslems, Juden und fast alle Nord-Amerikaner.“

    Kinderfeinde. Boykottieren.

    http://www.sexologie.org/dgssinst/i_fragen.htm#Phimose


    „Im Jahre 1971 wurde in Düsseldorf von Rolf Gindorf die Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) gegründet, zunächst (bis 1982) als Gesellschaft zur Förderung Sozialwissenschaftlicher Sexualforschung (GFSS). Die DGSS ist somit die älteste nicht-medizinische sexualwissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.

    In der DGSS haben sich seit Beginn zahlreiche renommierte Wissenschaftler engagiert. An ihrer Spitze als Präsidenten bzw. Vorsitzende standen bisher

    Rolf Gindorf (1971-1979, dann -2004 Vize-, seither Ehrenpräsident),

    Helmut Kentler (1979-1982),

    Ernest Borneman † (1982-1986, seither Ehrenpräsident),

    Erwin J. Haeberle (1986-2002)

    Gunter Runkel (2002-2006) und

    Jakob Pastötter (seit 2006).“

    http://www.sexologie.org/dgss/d_dgss.htm

    Dacht ich`s mir doch. Pädophilenbewegung.

    „Vertreter einer Forderung nach Legalisierung oder Teillegalisierung berufen sich dabei unter anderem auf sexualwissenschaftliche Theorien, die vor allem in der 70er und 80er Jahren entwickelt wurden. Helmut Kentler und Ernest Bornemann vertraten die Meinung, pädosexuelle, physisch wie psychisch gewaltfreie Sexualhandlungen müssten nicht unbedingt negative Folgen für das Kind haben.[23][24][25] Solche würden nicht durch das zumeist als harmlos oder sogar lustvoll erlebte Geschehen selbst ausgelöst, sondern durch die nachträgliche Dramatisierung durch das soziale Umfeld.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilenbewegung



    Sozialpädagogen, Jugendarbeiter und Eltern sollten auf taz im Ganzen lesen:

    DER VERSUCH
    VON NINA APIN UND ASTRID GEISLER

    Ulrich war 13 Jahre alt, abgehauen aus dem Kinderheim, Stricher am Bahnhof Zoo. Er hatte kein Zuhause, lesen und schreiben konnte er nicht. Aber sein „Vorteil war, dass er gut aussah und dass ihm Sex Spaß machte; so konnte er pädophil eingestellten Männern, die sich um ihn kümmerten, etwas zurückgeben.“

    Das schreibt der renommierte Sexualwissenschaftler Helmut Kentler über den Jungen, den er Ulrich nennt, in einem Bericht über ein pädagogisches Modellprojekt, das er 1969 in Westberlin ins Leben rief. Ulrich bekam auf Kentlers Betreiben hin ein neues Zuhause: bei einem vorbestraften Pädosexuellen, mit Genehmigung der von der SPD geführten Senatsverwaltung für Jugend.

    Drei vorbestrafte Hausmeister wurden auf diese Weise zu offiziellen Pflegevätern gemacht und für ihre Betreuung der Minderjährigen mit staatlichem Pflegegeld entlohnt. Kentler übernahm die Supervision und machte zweimal die Woche Hausbesuche.
    Man kann sich das, von heute aus betrachtet, kaum vorstellen: Sex zwischen Betreuern und ihren Schutzbefohlenen – gefördert von einer Behörde.

    Der Berliner Fall übertrifft, was die Recherchen über pädophile Verstrickungen von Grünen und FDP bisher ans Licht brachten. Die Verantwortlichen waren linke Sozialdemokraten und nicht etwa Mitglieder der Indianerkommune – diesem hippiehaften Nürnberger Wohnprojekt, das freien Sex von Kindern mit Erwachsenen forderte. Sie setzten eine Forderung der Pädophilenlobby in die Praxis um, die damals in linksliberalen Kreisen nicht unpopulär war: die Idee, nicht nur homosexuelle, sondern auch pädosexuelle Beziehungen zu legalisieren. […]

    Kentler machte seinen Pilotversuch in den achtziger Jahren mehrfach publik: in der linken Zeitschrift konkret, dann vor FDP-Bundestagsabgeordneten, 1988 in einem von der Jugendbehörde bei ihm in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten. Ein Jahr später brachte Rowohlt Kentlers pädophilenfreundliche Thesen unter dem Titel „Leihväter“ sogar als Buch heraus.
    In all diesen Publikationen beschreibt Kentler sein Projekt als Erfolgsgeschichte: „Sekundärschwachsinnige“ Analphabeten hätten sich durch die zärtliche Fürsorge der Pädosexuellen zu selbstständigen Persönlichkeiten entwickelt, die ein „ordentliches, unauffälliges Leben“ führten. Ja, nicht mal schwul seien sie geworden.

    Dass die pädophilen Betreuer mit ihren Zöglingen Sex haben wollten, gehörte für Kentler ausdrücklich zum Konzept. „Mir war klar, dass die drei Männer vor allem darum so viel für ,ihren‘ Jungen taten, weil sie mit ihm ein sexuelles Verhältnis hatten“, schrieb der Wissenschaftler in dem offiziellen Senatsgutachten. „Sie übten aber keinerlei Zwang auf die Jungen aus, und ich achtete bei meiner Supervision besonders darauf, dass sich die Jungen nicht unter Druck gesetzt fühlten.“

    Wo, fragt man sich, blieb der große Aufschrei?

    1988 – knapp zwanzig Jahre nach Beginn des Modellprojekts – erhielt Kentler von der Berliner FDP-Jugendsenatorin Cornelia Schmalz-Jacobsen den Auftrag, die Eignung Homosexueller als Pflegeeltern zu beurteilen. In seinem Gutachten, das der taz vorliegt, lieferte der Wissenschaftler unverlangt auch eine Empfehlung für Sex mit Schutzbefohlenen ab. […]

    Helmut Kentler, Jahrgang 1928, war keine gesellschaftliche Randfigur, im Gegenteil. Der homosexuelle Diplompsychologe, politisch im linken SPD-Lager zu Hause, zählte zu den Stars der Sexualwissenschaft, war als progressiver Erziehungswissenschaftler gefragt – und galt, anders als die ausgeflippten Typen aus der Indianerkommune, nicht als Spinner. Vielleicht verschaffte genau das die Akzeptanz für seine pädophilen Ideen auch unter Bildungsbürgern.

    Ein Charismatiker aus dem Reformlabor

    Seine Sexratgeber begeisterten schon früh auch Bürgerliche und Intellektuelle, die den Verklemmungen der Nachkriegszeit entfliehen wollten. Als Gastautor empfahl er 1969 den Lesern der Zeit, sich doch bei der Sexualerziehung daheim lockerer zu machen. Warum, fragte er, solle ein Kind „seinen Vater immer nur ohne Sexualität wie ein griechisches Standbild kennenlernen, beispielsweise erst dann, wenn seine morgendliche Erektion abgeklungen ist?“

    Zur Zeit des Modellversuchs arbeitete Kentler als Abteilungsleiter beim Pädagogischen Zentrum in Berlin, einem bundesweit beachteten Reformlabor. Ein Charismatiker, der beeindruckend reden konnte, und ein Kümmerer. Der Pädagoge nahm selbst gestrandete Jungs bei sich auf, drei von ihnen adoptierte er. Auch die evangelische Kirche schätzte ihn als progressiven Mitstreiter.
    Kentler lehrte am Studienzentrum für Evangelische Jugendarbeit im bayerischen Josefstal, arbeitete dort mit Behinderten und deren Familien, referierte an Evangelischen Akademien, stritt gemeinsam mit der „Ökumenischen Gemeinschaft Homosexuelle und Kirche“ für die Akzeptanz schwuler Pfarrer.

    Kentler war ein Pädagogik-Idol. […]

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F14%2Fa0045


    Lesetipp:

    Die Revolution missbraucht ihre Kinder: Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

    VON CHRISTIAN FÜLLER

    .

    http://www.amazon.de/Revolution-missbraucht-ihre-Kinder-Protestbewegungen/dp/3446247262

  34. Edward von Roy Says:

    Auf ins Deutschlandkalifat?! Ein weiterer Angriff einer Kulturrelativistin auf AEMR und Wissenschaftlichkeit.
    ::

    ::

    Ute Sacksofsky: „Scharia, Beschneidung, Islam in der Schule: Antworten des deutschen Rechts auf Fragen, die das Zusammenleben mit Muslimen aufwirft“

    „Beschneidung ist ein äußerst schwieriges Thema“

    „Das Ziel muss sein, Lösungen zu finden, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen“

    „Rechtsnormen können Verhaltensanforderungen stellen, die religiösen Geboten widersprechen. Unter Bedingungen religiöser Vielfalt steigt das Bedürfnis nach Ausnahmeregelungen.“

    https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6699-Beschneidung-ist-ein-%C3%A4u%C3%9Ferst-schwieriges-Thema/?postID=48515#post48515

    ::
    ::

    Scharia, Beschneidung, Islam in der Schule: Antworten des deutschen Rechts auf Fragen, die das Zusammenleben mit Muslimen aufwirft

    Ute Sacksofsky

    „Der Islam stellt in Deutschland derzeit die größte religiöse Minderheit dar. Für ein friedliches Zusammenleben und einen Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen, stellt das Recht wegen der Möglichkeit der Durchsetzbarkeit einen besonders wichtigen Faktor dar. Gegenstand des Aufsatzes ist die Frage, wie die deutsche Rechtsordnung mit religiösen Konflikten umgeht, inwieweit also die Interessen von Muslimen rechtlich geschützt werden. Dazu werden zunächst die verfassungsrechtlichen Maßstäbe zur Religionsfreiheit darge-stellt und die zentralen Kritikpunkte an der bisher ausgesprochen religionsfreundlichen Rechtsprechung analysiert. Sodann wird die Bedeutung dieser Maßstäbe für drei Einzelfragen näher betrachtet. Behandelt werden zum einen Konfliktfelder durch Religionsausübung in der Schule: das freiwillige Gebet von Schülern in Unterrichtspausen, die Befreiung vom Schwimmunterricht sowie die Kopftuchdebatte. Zum anderen werden die Fragestellungen erörtert, ob und inwieweit Scharia vor deutschen Gerichten Anwendung findet und ob und inwieweit sich innerhalb Deutschlands eine Paralleljustiz entwickelt. Abschließend befasst sich der Aufsatz mit der Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen Gründen. Dieses Thema hat durch ein Urteil des LG Köln aus dem Jahre 2012 politische Aufmerksamkeit erlangt und schnelle Reaktionen des Gesetzgebers ausgelöst.“

    Jahr der Erstveröffentlichung: 2016
    Veröffentlichende Institution: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
    Datum der Freischaltung: 28.01.2016
    Freies Schlagwort / Tag: Beschneidung; Kopftuch; Religionsfreiheit; Scharia; Schule
    Seitenzahl: 16
    Bemerkung:

    Erschienen in: Jahrbuch der Juristischen Gesellschaft Bremen, 2013, S. 72-84.

    http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/39023

    Landesanwältin Ute Sacksofsky

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region/ute-sacksofsky-im-interview-staatsgerichtshof-hat-keine-rechtssicherheit-geschaffen-1489340.html#aufmacherBildJumpTarget

    ::

    ::

  35. Eifelginster Says:

    Bei kleinen Jungen völlig normal: Ein ausgeprägter Vorhautrüssel und eine verengte Vorhautöffnung

    . . . . . . . . . .

    Kleine Jungs haben meist einen ausgeprägten „Vorhautrüssel“, der aber trotzdem für den Urin durchgängig ist und, wie hier schon ganz richtig geschrieben wurde, sich aufdehnt, wenn der Kleine pullert.

    Schau mal hier – das ist normal:

    http://www.cirp.org/library/normal/

    http://www.urbia.de/archiv/forum/th-1441738/an-die-jung-s-mama-s-ein-wenig-pikant.html

    . . . . . . . . . .

    Was ist die Vorhaut? Anatomische und physiologische Fakten

    von Dr. med. Paul M. Fleiss und Dr. phil. Frederick Hodges

    […] Akroposthion ist die nützliche Bezeichnung, welche die Griechen, dem rüsselförmigen, sich verjüngenden „Hals“ der Vorhaut gaben, der sich über die Eichel hinaus erstreckt (2).

    Das Akroposthion erstreckt sich über die Eichel, und bildet so eine weiche, sich verjüngende schlauchförmige Hülle. Dieses Akroposthion der Vorhaut fungiert als eine Verlängerung der Harnröhre und leitet den Urin vom Meatus (Der Harnröhrenöffnung auf der Eichel) nach draußen ab.

    Die Länge des Akrospothions ist individuell sehr verschieden. In der Kindheit kann es mindestens die Hälfte der Länge des Penis ausmachen. Einige Jungs haben eine Vorhaut, die zwei Zentimenter oder mehr über die Eichel hinausgeht. Bei anderen Jungs kann das Akroposthion beinahe gar nicht vorhanden sein, in diesem Fall können der Meatus und der umliegende Bereich der Eichel entblößt sein. Was auch immer der Fall sein mag, alle Längen sind normal.

    Während die übergroße Mehrheit der kleinen Jungen diesen Akroposthion genannten Vorhaut-„Rüssel“ haben, weisen die meisten erwachsenen Männer nur einen kleinen Vorhautüberhang auf.

    Da im Rahmen der körperlichen Entwicklung der Penisschaft schneller wächst als die Vorhaut, bildet sich das Aposthion bei vielen Männern mehr oder weniger zurück, so dass die meisten erwachsenen Männer kein ausgeprägten Vorhautüberhang „Aposthion“ mehr besitzen.

    Deshalb besteht auch kein Grund zur Besorgnis, wenn ein Junge mit einem sehr langem, ausgeprägten Vorhautrüssel ausgestattet ist. Er wird gewissermaßen noch „hineinwachsen“. […]

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/was-ist-die-vorhaut/was-ist-die-vorhaut-anatomische-und-physiologische-fakten.html

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