Graue Wölfe Mönchengladbach: Stadtverwaltung meldet sich

Mönchengladbach. Spätestens jetzt weiß es auch Wahlgewinner und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU), was Amtsvorgänger Norbert Bude (SPD) wochenlang einfach nicht aussprechen wollte: der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach (Türk Kültür Derneği) ist der sogenannte Idealistenverein (ülkü ocak) der MHP-orientierten Türkischen Föderation (TÜRK FEDERASYON, Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu, ADÜTDF). Der Öffentlichkeit sind die Aktivisten der MHP bzw. ihrer Auslandsorganisation ADÜTDF als Bozkurtlar oder Bozkurtçular bekannt, Graue Wölfe. Dass der Türkische Kulturverein Mönchengladbach auch über einen Fußballclub aktiv wird (TURANSPOR Rheydt, explizit der ADÜTDF zugehörig), ist der Stadtverwaltung seit dem 22.04.2014 bekannt.

Auch wenn die Stadt Mönchengladbach auf ihrem Internetauftritt trotz unseres Protestes die Grauen Wölfe wochenlang weiter empfohlen jedenfalls verlinkt hat, auch wenn die damalige Integrationsratsvorsitzende und jetzige Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel (SPD) ungerührt beim Mönchengladbacher Ülkü Ocak zu Gast war (Aile ve Çocuk Etkinliği, berichtet bei TURAN TV, s. u.), die Grauen Wölfe der rechtsradikalen und rassistischen Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF) gehören nicht in einen Integrationsrat und die offensichtlich nach wie vor an Necmettin Erbakan orientierten Islamisten der IGMG (Millî Görüş) ebensowenig.

Die Ortsvereine von Türk Federasyon wie Millî Görüş sind zwei der sechs Gründungsmitglieder der Wahlliste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund, Türk-Alman Uyum Birliği). Extremisten jedoch arbeiten gegen die Integration, Wahlleiter Bernd Kuckels und der damalige OB Norbert Bude haben die Kandidaten nicht sorgfältig auf Verfassungstreue überprüft. Die im Mai 2014 auf ihrem überall im Stadtgebiet aufgehängten Wahlplakat (liegt vor) mit den Symbolen der sechs Gründungsvereine, also auch mit dem jeweiligen Logo von TÜRK FEDERASYON (Graue Wölfe) und IGMG antretende Liste TDIV, war und bleibt schlicht nicht wählbar.

21.06.2014. Als Chef der Stadtverwaltung erhielt der am 23. Juni seinen Dienst antretende Hans Wilhelm Reiners die seinem Amtsvorgänger ebenso wie Wahlleiter Bernd Kuckels inhaltlich seit dem 27. Mai bekannte Wahlanfechtung und Forderung von Neuwahlen mit folgendem Begleittext:

21.06.2014 19:59 Uhr

und

21.06.2014 20:02 Uhr

Anfechtung der Wahlen zum Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV

Sehr geehrter Herr Reiners,

im Anhang geht Ihnen als Oberbürgermeister fristgerecht zu:

1. Beschwerde gegen den Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

2. Anfechtung des Wahlergebnisses für den Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014

3. Forderung von Neuwahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach

Bitte bestätigen Sie uns schriftlich den Erhalt dieser Beschwerde, Wahlanfechtung und Forderung von Neuwahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Schmidt, Sozialpädagogin

Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

A n h a n g

https://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/21/moenchengladbach-graue-woelfe-und-milli-goerues-nicht-in-den-integrationsrat-lassen/

Zur Information wird den Empfängern wieder beigefügt:

Offener Brief vom 08.04.2014 Keine „Grauen Wölfe“ an Mönchengladbachs Schulen! Stoppen Sie die Kulturveranstaltung der Idealistenvereine (ADÜTDF) an der Gesamtschule Volksgartenstraße

https://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/10/graue-woelfe-wollen-an-gesamtschule-und-kirchengemeinde/

Offener Brief vom 22.04.2014 Mönchengladbach im Griff der Grauen Wölfe

https://zottelhexe.wordpress.com/2014/04/22/aduetdf-im-integrationsrat/

Fachaufsichtsbeschwerde vom 13.06.2014 Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Einzug des TDIV in den Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen

https://zottelhexe.wordpress.com/2014/06/14/extremisten-in-den-integrationsrat-gewahlt-fachaufsichtsbeschwerde-anfechtung-der-wahlen/

Verwaltung, Ratsfraktionen und Presse erhielten dieselbe Mail und sind über die Graue-Wölfe-Problematik seit April 2014 informiert gewesen. Und nun, nach vielen Wochen der perfekten Reglosigkeit (bei kommentarlosem Hereinwinken der Grauen Wölfe und der IGMG in den Integrationsrat) tat sich etwas. Man ging zur Aktion über, jedenfalls beinahe. Man regte sich, wenn auch nur ein bisschen.

Der seine Wahlplakate inhaltsfrei mit Neues Denken. Neues Handeln. garnierende OB Reiners griff zwar nicht selbst zur Feder, aber ließ seinen Leiter für den Fachbereich Bürgerservice die dürren Worte schreiben:

22.06.2014 10:44 Uhr

Antwort zu: Anfechtung der Wahlen zum Integrationsrat, Forderung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV

Sehr geehrte Frau Schmidt, sehr geehrter Herr von Roy,

gerne bestätige ich den Eingang Ihres Schreibens vom 21.06.2014, welches von Herrn Oberbürgermeister Reiners zuständigkeitshalber an den Wahlleiter weitergegeben wurde.

Auch Ihr Schreiben vom 27.05.2014, das Sie an Herrn Oberbürgermeister Bude übersandten, wurde an den Wahlleiter weitergeleitet.

Ihre vorgebrachte Beschwerde bedarf einer eingehenden rechtlichen Prüfung, welche in Kürze abgeschlossen sein wird. Ein Antwortschreiben wird Ihnen in den nächsten Tagen zugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Hardy Drews

Stadt Mönchengladbach

Fachbereichleiter Bürgerservice

Soweit die Stadt Mönchengladbach, die zur Stunde immer noch nicht zugegeben hat, dass mit Sercan A., Turgut D. und Mehmet G. (alle drei auch im TURANSPOR Rheydt = Almanya Türk Federasyon“ = Graue Wölfe) sowie Serdar Ö. (verlinkt zu ADÜTDF und Kayseri Alperen Ocakları) drei bis vier Mitglieder oder Sympathisanten der ADÜTDF kandidierten und die sich zur Teilnahme der Grauen Wölfe an zwei Interkulturellen Straßenfesten sowie an der Jury zum Integrationspreis einfach nicht äußert.

Wir sind gespannt darauf, wie die Stadtverwaltung dem Souverän (den Bürgern) die geduldete oder (hoffentlich) eben nicht geduldete Anwesenheit von Grauen Wölfen und Millî-Görüş-Bewegung im Integrationsrat erklären wird.

Gerade von einer Stadtverwaltung, die, auf unseren Hinweis, erst im April 2014 und im buchstäblich letzten Augenblick die vom Gemeinnützigen Türkischen Kulturverein Mönchengladbach (Graue Wölfe) in die Gesamtschule Volksgarten eingeladenen drei rechtsradikalen türkischen Musiker Ali Kınık, Zafer İşleyen und Şemsimah Şener herauswarf, kann ein eindeutiges Statement gegen die türkischen Ultranationalisten und Islamisten erwartet werden – und die Annulierung des Wahlergebnisses sowie die Planung von Neuwahlen ohne die Liste TDIV sowieso.

Gabi Schmidt

Edward von Roy

Q u e l l e n

Keine Berührungsängste nach rechtsaußen: Gülistan Yüksel und die Grauen Wölfe

Mönchengladbach Türk Kültür Dernegi‘nin [das bedeutet: Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, Erzbergerstraße, = der ADÜTDF-Ortsverein / Graue Wölfe] her sene geleneksel hale getirdigi Cocuk etkinligine bu defada sehrimizin bir cok Ailesi cocuklariyla katilmistir! Bunun yani sira SPD Milletvekili [SPD-Bundestagsabgeordnete] sn Gülistan [Gülistan YÜKSEL zu Gast bei den Grauen Wölfen] hanimla beraber Yabancilar Meclis üyesi [Integrationsratsmitglied] sn Mehmet Gümüs [der Graue Wolf im Mönchengladbacher Integrationsrat] de etkinlige istirak etmistir. Bu güzel calismalarindan dolayi Münchengladbach Türk Kültür dernegini tebrik eder diger calismalarinda da basarilar dileriz.

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.224855384353569.1073741913.117835988388843&type=3

Cuma Namazi-Mönchengladbach Ülkü Ocagi-19.04.2013

Mönchengladbach Ülkü Ocagi – Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung, Graue-Wölfe-Gast Gülistan Yüksel:

https://www.facebook.com/117835988388843/photos/a.224855384353569.1073741913.117835988388843/224855751020199/?type=3&theater

Zur sportlichen Arbeit des örtlichen ADÜTDF-Vereins: TURANSPOR Rheydt

Der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach IST die örtliche Gruppierung der TÜRK FEDERASYON oder ADÜTDF. Auch die im gleichen Haus ansässige sportive Abteilung Turanspor Rheydt ist bekennend Teil der Grauen Wölfe.

Auf seinem Facebook-Konto sagt Turanspor über sich selbst: „Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon [Graue Wölfe]; Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, Graue Wölfe] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü“.

https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

Hier der verlinkt der Türkische Kulturverein Mönchengladbach zu mindestens fünf Ülkü Ocağı (Idealistenvereinen, die jeweiligen örtlichen Grauen Wölfe), zum für die Gesamtschule Volksgarten vorgesehenen und durch die Stadtverwaltung Mönchengladbach am Auftritt gehinderten Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN sowie zweimal zu Einzelpersonen oder Gruppen der türkischen rechtsradikalen Partei MHP und verwendet selbstverständlich das hellblau-rote Logo der ADÜTDF, das im Mai 2014 auch das Wahlplakat der Liste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) für die Wahlen zum Integrationsrat schmückte:

https://www.facebook.com/mg.tkd.1976

Türk Federasyon-NRW 1. Bölge- Mönchengladbach Ülkü Ocagi-Neuss Ülkü Ocagi-Solingen Ülkü Ocagi- TURAN TV – TURANSPOR- Alsdorf Ülkü Ocagi- GRAUER WÖLFE

http://www.youtube.com/watch?v=9IRCytnLEjg

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6 Antworten to “Graue Wölfe Mönchengladbach: Stadtverwaltung meldet sich”

  1. "Der Schein trügt, die Grauen Wölfe sind gefährlich" Says:

    Man lese bitte dieses wichtige Interview a. a. O. in ganzer Länge:
    (…)

    Welt Online : Frau Kaykin stand bereits wegen einer Veranstaltung der Grauen Wölfe in der Duisburger Moscheebegegnungsstätte in der Kritik. Dort war sie damals Geschäftsführerin, aber die Veranstaltung verhinderte sie nicht. Ob sie das nicht konnte oder nicht wollte, ist umstritten.

    Lehne : Gerade nach diesen Diskussionen um ihr Verhältnis zu den Idealisten hätte Kaykin wenigstens vor dem Essener Wölfe-Treffen öffentlich warnen müssen.

    Welt Online : Distanziert hat sie sich aber schon vom türkischen Rechtsextremismus.

    Lehne : Ja, weil sie durch meine kleine parlamentarische Anfrage dazu genötigt wurde. Aber von sich aus meidet sie jedes kritische Wort, während sie schon oft im herzlichen Gespräch mit Grauen Wölfen gefilmt wurde. Das ergibt einen bedenklichen Eindruck.

    Welt Online : Extreme Gesinnung beweist das noch nicht. Wer mit den Ausländer- und Integrationsräten in Kaykins Heimatstadt Duisburg arbeiten wollte, kam an den Idealisten oft kaum vorbei.

    Lehne : Mag sein, aber auch wenn sie deren Ideologie von Herzen ablehnen sollte: Frau Kaykin treibt die Unkultur des Wegschauens und Verschweigens auf die Spitze. Und das ist einer Integrationsstaatssekretärin unwürdig. Irgendwann muss man sich entscheiden, auf welcher Seite man steht.

    Welt Online : Wie wollen Sie Entscheidungsdruck schaffen?

    Lehne : Im Dezember werden wird breit im Landtag über die Gefahr des türkischen Rechtsextremismus‘ debattieren. Außerdem überprüft das Land – auf CDU-Betreiben – alle geförderten Sozialprojekte darauf, ob Idealisten Steuergeld erhalten. Vorbild für alle Integrationsräte sollte das Essener Beispiel werden: Wenn überall Appelle gegen türkische Rechtsextreme formuliert werden, fliegen die Wölfe-Sympathisanten bald auf.

    Welt Online : Fürchten Sie den Vorwurf der Integrationsfeindlichkeit, weil Sie eine Migrantengruppe so kritisieren?

    Lehne : Der wird kommen, ist aber Unsinn. Wer sich gegen Feindbildprediger wehrt, schützt das tolerante Klima im Land. Und von dem profitiert die überwältigende Mehrheit friedlicher Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

    Quelle: Olaf Lehne im Interview mit Till-R. Stoldt
    DIE WELT am 25.11.2011

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13735417/Der-Schein-truegt-die-Grauen-Woelfe-sind-gefaehrlich.html

  2. Mönchengladbach: Graue Wölfe Says:

    Die seit drei Arbeitstagen von Hans Wilhelm Reiners (CDU) repräsentierte Stadt Mönchengladbach, die in der Vergangenheit über Internetauftritt, Interkulturelle Straßenfeste, Jury zum Integrationspreis und Integrationsrat fahrlässig sorglos und gegenüber ihren Bürgern unkommentiert mit den türkischen Ultranationalisten kooperiert hat, sollte sich in die Thematik Graue Wölfe einarbeiten.

    Das maßgeblich auf der wenig demokratischen Zugkraft von Türk Kültür Derneği (Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, ülkü ocak in der Türk Federasyon, Graue Wölfe) und islamistischer Millî Görüş beruhende Wahlergebnis vom 25. Mai kann durch Wahlleiter Bernd Kuckels nicht anerkannt werden. Neuwahlen ohne die Liste Türkisch-Deutscher Integrationsverbund (TDIV) sind selbstverständlich anzusetzen. Ein Blick ins Köln des Jahres 2010:

    Anlage zur Niederschrift der Sitzung des Integrationsrates am 04.05.2010

    Die Demokratie gefährdende Ülkücü Ideologie lebt im Wesentlichen von Feindbildern …

    Durch ihr teilweise extrem nationalistisches Gedankengut verfolgt die ADÜTDF Bestrebungen, …

    2009 … Grugahalle in Essen … Devlet Bahçeli …

    präsentieren Jugendliche ihre extremistischen Forderungen und Positionen …

    http://offeneskoeln.de/attachments/9/5/pdf244159.pdf

  3. Mönchengladbach: Graue Wölfe Says:

    04.07.2014, es gibt Neuigkeiten. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners wurde in der konstituierenden Ratssitzung am heutigen Freitag vereidigt und bekam dafür seine güldene Amtskette. Der bislang zur Beteiligung der rechtsextremistischen ADÜTDF (Graue Wölfe) an den Wahlen zum Integrationsrat sozusagen absolut verschwiegen arbeitende OB Reiners tritt damit erst heute offiziell sein Amt an.

    Den Namen Bernd Kuckels liest man heute nicht mehr:

    Wahlprüfungsausschuss Martin Heinen (CDU)

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/oberbuergermeister-reiners-tritt-offiziell-sein-amt-an-aid-1.4363159

  4. Mönchengladbach: Graue Wölfe Says:

    … Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit – diese Ziele verfolgt die Konrad-Adenauer-Stiftung. Die CDU-nahe Bildungseinrichtung will die Demokratie festigen. Warum aber veröffentlichte sie vor acht Jahren eine Studie zur Integrationspolitik, in der eine Zusammenarbeit mit Grauen Wölfen ausdrücklich nicht ausgeschlossen wird? Mit tür­kischen Rechtsextremisten, die der Verfassungsschutz beobachtet und die nicht zur demokratischen Maxime der Union passen. Interessant wird die Angelegenheit beim Blick auf personelle Verflechtungen.

    Denn der Autor der Studie, die 2006 in der überarbeiteten dritten Fassung veröffentlicht wurde, arbeitete damals freiberuflich für die Konrad-Adenauer-Stiftung, aber hauptberuflich beim Düsseldorfer imap-Institut für interkulturelle Management- und Politik­beratung. Dessen Gründer und ­Geschäftsführer ist Bülent Arslan, der Chef des Deutsch-Türkischen Forums (DTF) in der NRW-CDU.

    Der Einfluss des DTF in der Union ist nicht zu unterschätzen. Zwei seiner Mitglieder, Serap ­Güler (Köln) und Cemile Giousouf (Hagen), wurden Landtags- bzw. Bundestagsabgeordnete. Wie berichtet, stehen einige DTF- und CDU-Mitglieder allerdings im Verdacht, mit radi­kalen türkischen Gruppen zu sympathisieren. …

    Nach fünf Jahren beendeten Arslan und dessen Mitarbeiter ihre Zusammenarbeit beim Düssel­dorfer imap-Institut.

    von: Nils Balke
    aus: Studie schloss Kooperation mit Grauen Wölfen nicht aus
    in: WAZ 01.06.2014

    http://www.derwesten.de/politik/cdu-nahe-studie-empfahl-zusammenarbeit-mit-grauen-woelfen-id9414541.html

    ::
    ::

    Fastenbrechen mit Grauen Wölfen

    Gürsel Dogan ist seit 2004 Ratsherr für die CDU in Duisburg und Mitglied des Beirats für Zuwanderung. Dogan ist in den vergangenen Jahren durch seine Nähe zum Rheinhausener […] „Türk Kültür Ocagi“ aufgefallen. 2009 hat Dogan seinen Parteikollegen, den damaligen Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, zu einem Essen in die Vereinsräumlichkeiten mitgenommen. Ob Sauerland damals wusste, dass er sich inmitten von Grauen Wölfen befindet, ist nicht klar. Die Fotos, die an diesem Tag gemacht wurden zeigen, dass die Portraits von Alparslan Türkes (Gründer der Grauen Wölfe), die sonst an der Wand hängen, mit Türkeifähnchen verdeckt wurden.

    Sympathie mit dem Wolf

    Zafer Topak sympathisiert offenbar mit den Grauen Wölfen. Er ist seit 2001 Mitglied der CDU in Hamm-Westfalen und seit 2008 im Vorstand eines Hammer CDU-Ortsverbandes. Topak richtete sich 2012 in einem „offenen Brief“ an den hessischen FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn. Der CDU-Mann vertritt darin die Auffassung, die „Grauen Wölfe“ würden durch „Antitürkeilobbyisten auseinandergenommen“, auch Milli Görüs werde „durch die Medienlandschaft in den Dreck gezogen“. Topak sieht sich auch selbst als „Opfer dieser Hetze“. Er schreibt weiter: „Ich will in Deutschland keine Türkeikonflikte, muss aber meine Sympathie und Beziehung zur MHP […] nicht aufgeben, nur weil sich solche türkenfeindlichen Gruppen dadurch gestört fühlen.“

    Mehrere Fotos im Internet dokumentieren auch Topaks Nähe zu den Grauen Wölfen. Ein Bild auf seiner Facebook-Seite zeigt ihn beim Fastenbrechen mit anderen Männern an einem Tisch. An der Wand hängt ein Portrait von Alparslan Türkes, dem 1997 verstorbenen MHP-Chef, einem neofaschistischen und rechtsextremen Politiker.

    Schon vor vier Jahren irritierte ein Vorschlag aus dem Deutsch-Türkischen Forum (DTF) der CDU Delegierte des Landesparteitags. Das DTF schlug damals vor, einen Leitantrag umzuschreiben. Ein Satz zur Verbindlichkeit des Grundgesetzes wurde nach Einschätzung von Beobachtern abgeschwächt. Aber darüber ließe sich streiten. Dafür hieß es aber an anderer Stelle, die „Verunglimpfung von Religion“ – sei sie antijüdisch, antichristlich oder antiislamisch – solle „unnachsichtig bestraft werden“. Viele Delegierte rieben sich die Augen angesichts einer solchen Wortwahl.

    Im Originaltext des Leitantrages hieß es:

    „Und zu viele haben auch nach wie vor die deutsche Gesellschaft und ihre Grundwerte nicht angenommen. Das wollen wir ändern. Grundlage unseres Zusammenlebens ist für uns die europäische Leitkultur, wie sie im Grundgesetz und in der Charta der europäischen Grund- und Menschenrechte festgelegt ist. Integration heißt deshalb: Für jeden, der bei uns lebt, ist das Grundgesetz verbindlich. Das bedeutet,dass zum Beispiel Gewalt gegen Frauen, Zwangsehen, so genannte Ehrenmorde oder antisemitische Äußerungen und Taten keine kulturellen Besonderheiten sind,sondern unnachsichtig bestraft werden.“

    Zum Vergleich die Änderungswünsche des Deutsch-Türkischen Forums:

    „Für die Einheit in Vielfalt [in unserer] Gesellschaft stellt eine gemeinsame Wertebasis die grundlegende elementare Voraussetzung dar. Grundlage dieser Wertebasis ist für uns die europäische Leitkultur wie sie im GG und in der europäischen Menschenrechtscharta festgesetzt ist. Auf diese Errungenschaften sind wir stolz. Jeder der bei uns lebt soll diese Werte verbindlich annehmen. Das bedeutet, dass zum Beispiel Gewalt gegen Frauen, Zwangsehen, so genannte Ehrenmorde keine kulturellen Besonderheiten sind, sondern unnachsichtig bestraft werden. Dazu gehört auch die Verunglimpfung von Religion sei sie antijüdisch, antichristlich oder antiislamisch motiviert.

    Das Deutsch-Türkische Forum bringt sich gerade für die Gründung eines „Landesnetzwerkes Integration der NRW-CDU“ ins Gespräch– eine Interessenvertretung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Es gibt Migranten in der CDU, die die Macht des DTF fürchten. „Nur Migranten aus dem türkisch-sunnitischen Kreis bekommen Zugang zur NRW-CDU und werden gezielt eingebunden. Christdemokraten mit armenischem, alevitischem oder kurdischem Hintergrund werden als ,Störfaktoren’ empfunden und intern als ‘Linke, Kommunisten und Türkeifeinde’ verunglimpft.“, sagte die Anwältin Madlen Vartian (CDU Köln-Ehrenfeld) dieser Redaktion.

    Vartian hält es für richtig, dass Sylivia Pantel und andere Mitglieder der NRW-CDU einen Unvereinbarkeitsbeschluss durchsetzen wollen. Nicht verstehen kann sie den zögerlichen Umgang der Parteispitze mit diesem Anliegen. „Ich kann es nicht nachvollziehen, warum die CDU einen Antrag auf einen Unvereinbarkeitsbeschluss zwischen Parteimitgliedschaft und Rechtsextremen nicht zulässt.“

    von: Nils Balke, Sinan Sat, Matthias Korfmann
    aus: NRW-CDU duldet radikale Türken in ihren Reihen
    in: WAZ 31.05.2014

    http://www.derwesten.de/politik/nrw-cdu-duldet-radikale-tuerken-in-ihren-reihen-id9410209.html

  5. Braunschweig gegen Graue Wölfe Says:

    GRAUE WÖLFE BRAUNSCHWEIG
    Braunschweig Ergenekon Ülkü Ocağı

    Türkischer Kulturverein „ERGENEKON“
    Hamburger Straße
    (selbe Straße wie ISLAMOTHEK / Deutschsprachige Muslimische Gemeinschaft DMG = Muhamed Ciftci genannt Scheich Abu Anas)

    Sih Mehmet Bulut, Adil Bulut, Mehmet Sevket Hancer, Cengiz Özdemir, Recayi Kulaksiz

    http://unternehmendb.com/t%C3%BCrkischer-kulturverein-ergenekon-e-v-hamburger-stra%C3%9Fe-38114-braunschweig

    http://firma-24.de/mehmet-sevket-hancer-t%C3%BCrkischer-kulturverein-ergenekon-e-v-hamburger-stra%C3%9Fe-braunschweig

    http://firma-24.de/adil-bulut-t%C3%BCrkischer-kulturverein-ergenekon-e-v-hamburger-stra%C3%9Fe-braunschweig

    Alparslan-Türkeş-Fan ADIL BULUT verlinkt nicht nur vielfach zu den MHP-orientierten Grauen Wölfen, sondern ebenfalls vielfach zur zusätzlich radikalislamisch ausgerichteten Alperen-Bewegung

    https://www.facebook.com/adil.bulut.750

    Braunschweig Ergenekon Ülkü Ocağı

    https://de-de.facebook.com/pages/Braunschweig-Ergenekon-%C3%9Clk%C3%BC-Oca%C4%9F%C4%B1/180374935363746

    By the way, schöne Ausladungsklausel

    Ausladungsklausel: Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Taten in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

    http://www.ub01.de/graue-wolfe-heulen-nicht/

  6. Wahlleiter für die Integrationsratswahl ist Stadtdirektor Bernd Kuckels? Says:

    Stadtdirektor Bernd KUCKELS sollte für die Europawahlen und Kommunalwahlen Wahlleiter sein, der damalige Oberbürgermeister Norbert BUDE war zum Wahlleiter für die Wahlen zum Integrationsrat ausersehen:

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-04.pdf


    Im Mai las man, dass offensichtlich Bernd KUCKELS auch dieses Amt übernommen hatte:

    Am 25. Mai 2014 fand, zusammen mit der Wahl zum Europaparlament, der Wahl des Oberbürgermeisters, den Wahlen zum Stadtrat und den Bezirksvertretungen, die Wahl zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach statt.

    In einer zentralen Auszählung am Montag, den 26. Mai 2014 im Rathaus Rheydt, die um 12:00 Uhr begann, wurde das Ergebnis der Wahl ermittelt. Ein eigens dafür eingesetzter Wahlvorstand kontrollierte und zählte die Wahlbriefe der Briefwahl und der Wahlbriefen aus den Wahllokalen. …

    Die erschienenen Kandidatinnen und Kandidaten und Mitglieder einiger Parteien vernahmen aus dem Mund des städtischen Wahlleiters Herr Stadtdirektor Bernd KUCKELS das vorläufige amtliche Wahlergebnis.

    http://www.ir-mg.de/2014/05/27/der-neuer-integrationsrat-ist-gewaehlt/


    Hier wohl offensichtlich – da ohne stellvertretend / i. A. / i. V. geschrieben – ist Bernd Kuckels auch für diesen Bereich Wahlleiter:

    Amtsblatt Nr. 14 vom 30.04.2014
    Bekanntmachung zur Integrationsratswahl am 25. Mai 2014

    Bekanntmachung zur Integrationsratswahl …

    … durch den Wahlleiter der Stadt Mönchengladbach für die Integrationsratswahl …

    Der Wahlleiter
    Kuckels

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-14.pdf


    [Liste der zugelassenen Kandidaten]

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-11.pdf

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